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Allgemeine Informationen für einen jungen starter

eröffnet am 26.02.16 17:58:48 von
Kai0204

neuester Beitrag 29.02.16 01:48:48 von
TheGame90


Beitrag schreiben Ansicht: Normal
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Kai0204
26.02.16 17:58:48
Beitrag Nr. 1
Hallo zusammen!

Ich bin ganz neu in dem Bereich Geldanlage bzw. Akteinhandel.
Erstmal zur Person.
Ich bin 23 habe ein monatliches durchschnittseinkommen von ca. 2600 euro netto.
Hätte nach allen Abzügen wie Auto, Wohnung etc. ca. 1000 euro mein Geld anzulegen. Bzw. mit dem Geld Aktien zu Handeln. Momentan schmeiße ich mein Geld jedoch mehr oder weniger zum Fenster raus. Ständig auswärts essen, jedes Wochenende unterwegs, Games bis zum abwinken, Tipico und und und. Hatte mich dann lange mit dem Thema sparen in der Form von Sparbüchern, Bausparverträgen etc. auseinander gesetzt und gemerkt das ich mein Geld auch gleich auf die Seite legen kann und das die meisten Verträge nicht einmal die Inflationsrate abdecken.
Bin dann auf die Idee gekommen mein Geld über einen Sparvertrag in Fonds anzulegen. Bin wild durchs Internet geklickert. Mitlerweile jetzt eine Woche und interessiere mich jetzt neben auch nem kleinen Fondssparplan, wie sowas wie den DWS Dividende Fond, auch für das Daytrading. Aber wo soll ich Anfangen :rolleyes:
Es ist einfach so viel, überall liest man was anderes und unterscheiden was gut, schlecht oder gefährlich ist kann ich selber kaum.

Mein Einsteigerplan sieht wie folgt aus:
Die ersten 1000 Euro würde ich in ein RWE Anleihenzertifikat stecken. Ich hab mir die Bedinungen raus gesucht lange überlegt mir den Verlauf der Aktien angeschaut und mir Gedanken gemacht wie es wohl weiter gehen könnte.
Ich glaube auf lange Sicht wird RWE nicht pleite gehen und sich irgendwann auch wieder erholen.
Das Geld "brauche" ich momentan nicht und hätte auch kein Problem damit, selbst wenn die Aktie in den nächsten 12 Monaten sinkt und ich nur die Aktien im Wert des Wertstellungsdages bekomme. Die Aktien 5 Jahre zu halten und auf den Aufschwung der Aktie zu warten.
Die Rendite bei dieser Aktienanleihe sieht ja nunmal schon ziemlich hoch aus, was natürlich auch das Risiko wiederspiegelt.
Dann will ich anfangen mir ein Probekonto irgendwo kostenlos zu erstellen und mal mit ein wenig lektüre versuchen die Welt der Wertpapiere zu verstehen.
Ich will damit jetzt nicht von heute auf morgen reich werden. Oder generell davon leben.
Ich will es quasi als Nebenjob machen um mir im Monat vielleicht mal was dazu zu verdienen. Mir ist voll bewusst das so Filme über die Wallstreet, zwar auf realen Tatsachen beruht, aber sich erstens die Zeit geändert hat und zum anderen auch wirklich nur bei einem unter tausenden passiert. Doch habe ich viel Zeit, bin wissbegierig und hoffe auch nicht zu doof. :D

In der Zeit habe ich vor mich von Grundauf zu informieren.
Mein Problem ist einfach: Ich hab gar keine Ahnung wo ich anfangen soll.
Ich kenne die meisten Fachbegriffe nicht, habe gar keine Ahnung vom Traden oder sonst etwas.
Ich habe mich lediglich informiert, was sind Fonds, Anleihen, Optionsscheine und Zertifikate und natürlich Wertpapiere.
Meine Fragen:
1. Was haltet ihr von meinem Grundplan ?
2. Kennt ihr gute, kostenlose Probekonten ?
3. Gibt es vielleicht gute Einsteigerbeiträge (ruhig so Umfangreich wie möglich), die ihr mir ans Herz legen könnt ?
4. Was würdet ihr mir gegebenenfalls noch Raten ?
5. Bücher währen auch ok, nur habe ich bei meiner Recherche ungefähr von 100 super tollen Büchern gelesen die alle super sind und kann mich einfach nicht entscheiden.

Danke schonmal für die Antworten :)
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honigbaer
27.02.16 03:28:59
Beitrag Nr. 2
Jetzt mal nichts gegen RWE, aber die Aktie ist seit 8 Jahren nur gefallen und die Politik hat seither jeden Erholungsansatz mit Überregulierung im Keim erstickt. Die Branche ist so offensichtlich problematisch wie die Banken. Es kann auch mal wieder aufwärts gehen, aber bis dahin muss man sich nicht gegen den Trend stellen. Für Börsenneulinge ist es viel leichter, eine gesunde Firma zu suchen, deren Aktie in den letzen 10 Jahren wenigstens 6 oder 8 mal gestiegen ist und die Dividenden regelmäßig steigert. Oder wie immer man eine gute Aktie erkennen will. (Wenn man schon Bücher liest, dann hoffentlich zu diesem Thema.)

Und wenn Du einfach mal Aktien kaufst, jeden Monat eine?
In jungem Alter kann man sich noch manchen Fehlgriff erlauben, das holt man schon wieder auf.
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Heckenrose
27.02.16 11:32:06
Beitrag Nr. 3
@Kai0204
Versuch erst einmal, 3000,- € auf deinem Konto anzusammeln. Wenn du das nicht schaffst, ist es nicht schlimm. Über Geldanlage brauchst du aber nicht weiter nachdenken.

Solange du den Sparerpauschbetrag ausnutzen kannst, sind Aktienanleihen schon richtig. Meistens wird ja mit Aktien zurückgezahlt und die wandern dann ohne Ordergebühr in dein Depot. Es sollten aber Aktien mit sicherer Dividende sein und RWE zahlt wohl für lange Zeit keine Dividende mehr.
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honigbaer
27.02.16 15:02:23
Beitrag Nr. 4
Bei den Aktienanleihen (ebenso wie bei Discountzertifikaten) ist aber immer zubedenken, dass man an den Kurschancen der zugrundeliegenden Aktie nur begrenzt beteiligt ist, das Kursrisiko aber gerade bei starken Kursrückgängen trägt. Der hohe Zins bzw der Discount mindern zwar das Risiko, aber eben vor allem bei geringen Kursrückgängen.

Wenn man schon mit Derivaten hantieren will, dann würde ich doch eher zu Optionen raten.
Die gewünschten Risiken kann man dann auch mit 1.000 Euro Kapital eingehen, statt 3.000 Euro. Und 2.000 Euro werden im Bausparvertrag konserviert.

Aber um ein Gefühl für aktzienanlegen zu bekommen , würde ich zu ganz normalen Aktienkäufen raten. Die Schwankungen (Chancen und Risiken) sind wirklich groß genug.

Psychologisch ist es auch etwas anderes. Wenn man mit einer Aktienanleihe maximal 8% Zins erzielt, ist es eine feine Sache. Aber ein Gewinn von 20 oder 30% mit einer Aktie auf Jahressicht wird einem eher im Gedächtnis bleiben. Und oft legt ja sogar der DAX in einem Jahr 20% zu.
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TheGame90
29.02.16 01:48:48
Beitrag Nr. 5
Aktienanleihen und Discounter sind schonmal gut Einstieg. Was zu Beginn wichtig ist, ist die richtigen Instrumente zu kaufen die zur eigenen Vorstellung der Kursentwicklung passen. Traust du RWE zwar zu nicht mehr stark zu fallen aber auch keine Verdopplung in nächster Zeit fährst du damit richtig. Gehst du davon aus die Aktie ist total unterbewertet und wird wieder stark zulegen sind Aktien die richtige Wahl. Deshalb bevor du ein Derivat kaufst immer genau die Produktbeschreibung lesen wie es funktioniert. Gibt immer wieder Leute die Optionsscheine kaufen, die extrem weit weg vom Strike entfernt sind und sich dann wundern warum der Kurs nicht steigt obwohl die Aktie steigt.

Ich persönlich finde den Core-Sattelite Ansatz zur Depotgestaltung sehr vielversprechend.
Von deinen 1000€ im Monat kannst du beispielsweise 500€ in Fonds und ETF auf MSCI World, DAX usw. packen. Diese besparst du regelmäßig und unabhängig von der Entwicklung. Egal ob es im letzten Monat 10% oder runter ging stockst du um den selben Betrag auf. Über die Jahre sollten so 4-7% pro Jahr herausspringen.
Den zweiten Teil der 1000€ nimmst zum "zocken" also investierst in Aktien, Derivate usw. so bekommst du ein Gefühl für die Märkte und kannst je nach Stimmung reagieren. Dabei kannst du eigentlich sämtliche Produkte durchprobieren was funktioniert und was nicht wirst du schnell merken. Wenn du nicht sicher bist wohin die Märkte gehen kannst du den gesamten Betrag auch als Cash halten. Auch mal einen paar Monate nichts kaufen ist eine Option.
Wichtig in dem Fall auf die Positionsgrößen achten. Nicht zu kleine Beträge handeln weil sonst die Kosten zu hoch werden. Meine Regel sind in dem Fall max. 1% Gebühren vom Einsatz. Zahlst du für die Order also 10€ solltest du für mind. 1000€ Aktien kaufen ansonsten kannst du dein Geld auch direkt der Bank schenken.
Zu groß sollten die Positionen aber auch nicht sein also nicht nach 3 Monaten alles in einen einzigen Optionsschein stecken.

Bevor du damit aber anfängst wäre es gut erstmal 2000-3000€ als Sicherheitsbetrag fürs tägliche leben (Miete, Reparaturen etc.) anzusparen und auf dem Konto zu parken. Alles darüber hinaus geht in die oben beschriebene Strategie.


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