Duplikate für nicht-Profit-Zweck ok / Microsoft sauer
Ein Turiner Geschäftsmann wurde von einem Richter vom Vorwurf der
Erstellung illegaler Software-Kopien freigesprochen, weil er
"keinen Profit" aus den Duplikaten gezogen habe. Das meldete der
italienische "Corriere della Sera".
Der Geschäftsmann hatte Softwarelizenzen für sein Büro in einfacher Ausfertigung erworben, die Office-Programme dann aber auf alle in den Geschäftsräumen vorhandenen Rechner gespielt, so dass zahlreiche Lizenzen fehlten. Der Turiner Richter billigte dieses Verhalten mit der Begründung, dass der Geschäftsmann die Kopien nicht verkauft habe und somit keinen Gewinn erwirtschaftet hätte.
Dementsprechend äußerte sich der Chef der betroffenen italienischen Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) Small-Office-Abteilung, Maurizio Bendina, verärgert: "Der Richter hat einen Fehler gemacht."