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schrieb am 11.10.00 19:45:20
09.10.00
Die Zeitschrift trend INVEST hat in der Ausgabe Nr. 5/Oktober 2000
ein ausführliches Porträt des Unternehmens und der Eybl
International Aktie veröffentlicht. Der gesamte Artikel ist als
Datei im PDF-Format verfügbar (640 KB).Zu finden unter:
http://www.eybl-international.com/
Enrico
schrieb am 12.10.00 11:49:01
Perle2000 hat es erkannt: Die Autokonjunktur ist das Problem, hat
leider nach unten gedreht, ohne dass das die lieben Analysten
bedacht hätten.
schrieb am 01.02.01 18:03:19
STRONG SELL!!!!
Eybl mit drastischem Ergebnisrückgang
Die bereits im November 2000 prognostizierte
Ergebnisverschlechterung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000
wird von dem an der Easdaq gelisteten österreichischen
Autozulieferer Eybl International erneut bestätigt.
Bei einem um 12% auf 375Mio.€ ansteigenden Umsatz wird das Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erheblich sinken. Nach
vorläufigen Werten wird das EGT von 15Mio.€ im Jahr 1999 um 75% auf
3,7Mio.€ in 2000 fallen. Als Ursache für dieses schlechte Ergebnis
führt das Unternehmen anfallende Restrukturierungs- und
Umstellungskosten sowie hohe Energiepreise an.
Im laufenden Geschäftsjahr 2001 will Eybl das EGT auf 11,3Mio.€
steigern und den Umsatz weiter auf 440Mio.€ erhöhen.
schrieb am 01.02.01 19:47:06
Eybl International AG baut Global Player Position weiter aus:
Neue brasilianische Tochtergesellschaft und drei Sales
Offices
Die Eybl International Gruppe übernahm den brasilianischen Erzeuger
von Autotextilkomponenten Revest Car. Zur optimalen Betreuung
bestehender und potenzieller Kunden vor Ort eröffnete das Kremser
Unternehmen erstmals
Sales Offices und zwar in Detroit, London und Paris.
Mit der 100%igen Übernahme von Revest Car Indústria e Comércio de
Confeccôes Ltda. verfügt Eybl International nach Eybl do Brasil in
Americana über einen zweiten Produktionsstandort in Südamerika.
Revest Car mit Sitz in Sao Paulo beschäftigt derzeit 120
Mitarbeiter. Die neue Tochtergesellschaft wird Sitzbezüge, Türsets
und Schalthebelbälge produzieren und dabei auch die von Eybl do
Brasil erzeugten Autotextilien verarbeiten. Zu den Kunden zählen
VW, DaimlerChrysler, Isringhausen, General Motors, Renault und
Johnson Controls. Revest Car wird dem Geschäftsbereich Automotive
Components zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2001 soll ein Umsatz von
rund EUR 4,4 Mio (ATS 60 Mio) erwirtschaftet werden.
Im Jahr 2000 konnte die Automobilproduktion in Brasilien gegenüber
dem Vorjahr um 18% gesteigert werden. Diese Entwicklung veranlasste
auch die großen internationalen Automobilproduzenten in ihre
Niederlassungen vor Ort zu investieren und ihre Aktivitäten in
Brasilien auszubauen.
Drei Sales Offices eröffnet
Weiters eröffnet Eybl International drei Sales Offices und zwar in
den USA, England und Frankreich. Zur Verstärkung der Präsenz am
nordamerikanischen Markt wurde in Detroit – neben dem bestehenden
Produktionsstandort Eybl Cartex in Greenville – ein Sales Office
errichtet. Großkunden wie Jaguar, Land Rover, Rover, Honda sowie
die „tier one suppliers“ Feurecia, Johnson Controls und Magna
werden künftig vom Büro in Coventry/London aus betreut. Um auch am
französischen Markt stärker Fuß zu fassen und maßgeschneiderte
Dienstleistungen vor Ort anzubieten, wurde auch in Paris ein Office
eingerichtet.
In diesen neuen Customer Service Centers sind die Bereiche
Sales/Marketing, Design sowie Project Engineering and Technics
angesiedelt. Rudolf Pauli, Vorstandsvorsitzender der Eybl
International AG, erklärt: „Zur Absicherung und zum längerfristigen
Ausbau der Marktanteile ist es unser erklärtes Ziel, unseren
namhaften Kunden aus der Automobilbranche eine optimale Betreuung
vor Ort zukommen zu lassen. Gerade in unserer Vertauensposition als
Entwicklungslieferant ist der Vorstoß in diese Richtung
erfolgsversprechend.“
Eybl International AG veröffentlicht die vorläufigen Ergebnisse des
Geschäftsjahres 2000 am 27. Februar und die endgültigen Ergebnisse
des Geschäftsjahres 2000 am 28. März 2001.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Eybl International Corporate Communications,
Christine Stiefsohn
Tel.: +43 2732 881 220
e-mail: stiefsohn@eybl-international.com
schrieb am 27.02.01 20:48:20
Eybl International AG:
Vorläufiges Konzernergebnis 2000
Umsatzsteigerung 12,5%
Einmalig aufgetretene Sonderkosten drücken auf Ergebnis
2001: Ergebnisverbesserung und weitere Umsatzsteigerung
Mit einer Steigerung des konsolidierten Umsatzes um 12,5% von EUR
333,7 Mio (ATS 4.592 Mio) auf EUR 375,6 Mio (ATS 5,16 Mrd) hat die
Eybl International Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals
die 5-Milliarden-Schilling Grenze überschritten. Umsatzmäßig
entwickelten sich alle drei Geschäftsbereiche
zufriedenstellend.
Aufgrund der Restrukturierung des Geschäftsbereiches Trend Fabrics,
der Umstellungserfordernisse bei Eybl Cartex in den USA und
Lieferverschiebungen in Brasilien, sind befristete Sonderkosten
aufgetreten, die auf das Ergebnis drückten, sodass das EGT den
bereits zum 3. Quartal angekündigten EUR 3,7 Mio (ATS 50,9 Mio)
entspricht (1999: EUR 15 Mio/ATS 206,4 Mio).
Die Umstrukturierung des Bereichs Trend Fabrics zum neuen
Geschäftsbereich „Sicherheitstechnische Textilien“ ist bereits
erfolgt. Mit dem Eintritt in dieses Segment mit Zukunftspotenzial –
der Markt für sicherheitstechnische Textilien wächst
durchschnittlich pro Jahr um 20% – ist die Rückkehr dieses Bereichs
in die positive Ertragszone gegeben.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Eybl International wieder
eine Umsatzsteigerung um 17% auf EUR 440 Mio (ATS 6,05 Mrd) und
eine Verbesserung der Ergebnisse auf EUR 11,3 Mio (ATS 155,5
Mio).
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Eybl International Corporate Communications,
Christine Stiefsohn
Tel.: +43 2732 881 220
e-mail: stiefsohn@eybl-international.com
schrieb am 18.03.01 16:00:03
Wie das wöchentlich erscheinende deutsche Anlegermagazin „Die
Telebörse“ in seiner jüngst erschienenen Ausgabe berichtet, besinnt
sich der Eybl-Konzern, nach erfolglosem Ausflug in die Mode und
Bereinigung von Problemen im Ausland, wieder auf seine Stärken. Das
dürfte auch dem Aktienkurs gut tun.
Nur wenige Menschen waren bisher noch nicht mit Eybl International
in Kontakt. Denn das in niederösterreichischen Krems am Ausgang der
geschichts- und weinträchtigen Wachau beheimatete Textilunternehmen
fertigt die Stoffbezüge für einen Großteil der europäischen Autos,
darüber hinaus auch Lederbezüge für Sitze und Lenkräder.
Selbstredend gehören auch die großen deutschen Konzerne, wie
Daimler Chrysler, VW, Audi und BMW, zu den Kunden des
österreichischen Unternehmens.
Die Erfolgsgeschichte von Eybl erscheint zunächst beeindruckend:
Nach gründlicher Umstrukturierung wurde der Umsatz seit 1995 durch
Produktionsausweitung und Zukäufe (zum Beispiel Bobinet in
Deutschland) von 107 auf 375 Millionen Euro hochgeschraubt und die
Aktie schon 1998 an der Brüsseler Wachstumsbörse Easdaq eingeführt.
Letzteres erweist sich im Nachhinein allerdings nicht gerade als
glückliche Entscheidung. Denn nach dem Höchstkurs von 50 Euro im
Juni 1998 sackte die Notierung rasant auf 19 Euro ab, und das
Zwischenhoch von 38 Euro im Vorjahr wurde durch den Einbruch des
Unternehmensgewinns im zweiten Halbjahr jäh gestoppt.
Nun überlegt man, stärker an die Wiener Börse zu gehen, und strebt
die Aufnahme in das Wiener ATX-Segment an.
Die Kursschwäche der vergangenen Monate muss Eybl sich allerdings
auch selbst zuschreiben. Denn nach Jahren des Wachstums bei Umsatz
und Gewinn gab es zuletzt einen kräftigen Knacks: Die Sparte
Modestoffe brachte Verluste und wurde unter Inkaufnahme hoher
Sonderkosten abgestoßen. Hinzu kamen Anlaufverluste in den
osteuropäischen Werken, Probleme bei der US-Tochter Eybl Cartex mit
einem vom Kunden gewünschten neuen Design, das zusätzliche
Entwicklungskosten brachte, Lieferprobleme in Brasilien sowie
höhere Energie- und Transportkosten.
So brach schließlich – trotz Umsatzanstieg um 12 Prozent – der
Gewinn von 15 auf 3,7 Millionen Euro ein. Damit entfällt auch der
Bonus zur Dividende.
Die Bereinigung der Probleme könnte das Eybl-Management noch eine
Weile beschäftigen. Für das Gesamtjahr ist Konzernchef Rudolf Pauli
allerdings optimistisch gestimmt: Der Gewinn soll nämlich auf 11,3
Millionen Euro steigen.
Der Umsatzausfall bei Modestoffen könnte durch die anlaufende
Produktion von Airbag-Gewebe wettgemacht werden. Nach eigenen
Angaben ist die leichte Abschwächung der Autokonjunktur für den
Hersteller von Bezugstoffen noch kein Problem, die Auftragslage sei
ausgezeichnet. Außerdem expandiert der Markt in Südamerika und
China, wo Eybl auf Initiative von VW die Produktion mit einem
heimischen Partner aufbaut, stark.
Für 2002 rechnet der Konzern mit 500 Millionen Euro Umsatz und der
Rückkehr zu Gewinnmargen, die annähernd so hoch sein sollen wie in
den besten Jahren.
Dies entspräche einem (stolzen) Gewinn von 21 Euro. Trotz dieser
herausragenden Aussichten stufen die meisten Analysten die
Eybl-Aktie derzeit nur neutral ein.
Die Gewinnschätzungen für 2001 lauten fast unisono auf 4 Euro je
Aktie, nach nur 1,23 Euro im Jahr 2000. Das Aktienrückkaufprogramm
(10 Prozent des Grundkapitals, vorgesehen für weitere Firmenkäufe)
untermauert dies rechnerisch.
Bis Anfang März waren schon 7 Prozent zurückgekauft. Dadurch wird
der Markt für die Eybl-Aktie enger – wodurch der Kurs umso leichter
wieder in die Höhe gehen könnte.
Fazit: Nach der Gewinndelle scheint die Aktie niedrig bewertet.
Risikobewusste kaufen (mit Limit!).
rg/15.03.2001
austrostocks.com
schrieb am 24.03.01 15:50:07
Eybl will zweistellig wachsen
APA/ch
23.03.2001, 15:50:49
Stuttgart - Eybl will der Branchenkrise trotzen. Der
Autotextil-Zulieferer plant, in Südeuropa und Übersee zuzukaufen
und sucht deshalb nach einem Finanzpartner. "Wenn wir den Markt
beobachten, sehen wir, dass wir eine solide Kapitaldecke brauchen.
Immer nur mit Fremdmitteln expandieren, geht sicherlich nicht",
sagte der Eybl-Vorstandschef. Gewünscht sei daher eine
"Verbreiterung der Gesellschafter-Struktur", mit einem "soliden
Partner". Eine Kapital-Aufstockung komme angesichts der derzeitigen
Börsensituation nicht in Frage.
Der Vorstandschef betonte, dass das Unternehmen, das zuletzt um 17
Prozent gewachsen ist, auch in den kommenden Jahren im
"zweistelligen Prozentbereich" weiter wachsen wolle. Regional böten
sich Akquisitionen in Südeuropa an. Rudolf Pauli: "Der südliche
Teil der EU ist angesichts des Joint Venture von General Motors und
Fiat sicherlich sehr interessant". Darüber hinaus wolle man die
"Übersee-Standorte" auf dem amerikanischen Kontinent stärken.
schrieb am 28.03.01 20:00:57
Eybl International Gruppe im Jahr 2000: Gute Umsatzentwicklung,
Ergebnisrückgang – 2001 wieder wesentliche Verbesserung
Umsatzsteigerung von 13% auf EUR 377 Mio
2001: Umsatz EUR 440 Mio und EGT EUR 11,3 Mio
Überblick: Die Eybl International Gruppe in Zahlen (1999/2000)
Geschäftsbereiche 2000:
Automotive Components Automotive Fabrics Safety Textiles
Eybl International im Jahr 2001
Eybl International konnte seine Umsatzziele mit einem Plus von 13%
leicht übertreffen. Die konsolidierten Umsatzerlöse der Eybl
International Gruppe stiegen von EUR 334 Mio auf EUR 377 Mio. 56,1%
des Konzernumsatzes der Eybl Gruppe entfielen auf den
Geschäftsbereich Automotive Components, 37,3% resultieren aus dem
Bereich Automotive Fabrics und 6,6% aus dem neu strukturierten
Geschäftsfeld Safety Textiles. Rudolf Pauli, Vorstandsvorsitzender
der Eybl International AG, erklärt: „Erstmals haben wir die 5
Milliarden Schilling-Umsatzgrenze übersprungen. Mit dem
Umsatzzuwachs haben wir unser erklärtes Ziel stärker zu wachsen als
die Autoindustrie wieder voll erfüllt.“
Das Zusammentreffen von einmaligen Negativeffekten hat das Ergebnis
stark belastet. So drückten die Restrukturierung des
Geschäftsbereiches Trend Fabrics, die Umstellungserfordernisse bei
Eybl Cartex in den USA, die Lieferverschiebungen in Brasilien sowie
die Anlaufkosten der Fertigung von Ledersitzbezügen für Jaguar auf
das Ergebnis.
Daneben wirkte sich die Abwertung des rumänischen Lei (ROL) aus.
Die Preiserhöhungen bei den Rohstoffen und die damit verbundenen
angestiegenen Transportkosten drückten ebenso auf das Ergebnis. Das
EBIT (Betriebserfolg) ging von EUR 17,5 Mio auf EUR 7,4 Mio zurück.
Die Entwicklung der Zinssätze sowie die durch die strategische
Akquisition von Bobinet und Heinisch verursachte höhere
Zinsenbelastung im Vergleich zu 1999 führten zu einem Rückgang des
Finanzergebnisses von EUR -2,5 Mio auf EUR -3,2 Mio.
Das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) betrug EUR
4,2 Mio nach EUR 15 Mio. Der Jahresüberschuss belief sich auf EUR
3,8 Mio nach EUR 12,7 Mio, der Cash flow aus dem Ergebnis auf EUR
12,5 Mio.
Das Gesamtvermögen des Konzerns liegt mit EUR 205 Mio um 8,7% über
dem Jahresultimo von 1999. Die Eigenkapitalquote beträgt 26,6%.
Die Investitionen beliefen sich auf insgesamt EUR 16,1 Mio, wobei
66% den Ausbau der Produktionskapazitäten, vornehmlich die Bereiche
Automotive Components, Automotive Fabrics sowie die
Airbag-Gewebe-Produktion betreffen. Ersatzinvestitionen im Ausmaß
von 34% bezogen sich vor allem auf Automotive Fabrics. Regional
gesehen entfiel mit 72% der Hauptteil der Investitionen auf die
Produktion in Österreich.
Der Mitarbeiterstand – ohne Einbeziehung der Kooperationspartner –
erhöhte sich per 31.12.2000 von 2.583 auf 3.507 Personen gegenüber
dem Ultimo des Vorjahres. Die Steigerung resultiert vor allem aus
dem Wachstum des personalintensiven Geschäftsbereiches Automotive
Components am Standort Deta in Rumänien.
Geschäftsbereich Automotive Components
Die gute Umsatzentwicklung von Automotive Components – der Umsatz
stieg um 21% von EUR 175,9 Mio auf EUR 212,0 Mio – resultierte vor
allem aus starken Zuwächsen bei der Produktion von Leder- und
Stoffsitzbezügen für die Kunden BMW und DaimlerChrysler. Die
Anlaufkosten im rumänischen Werk für die Produktion von
Lederlenkrädern und Ledersitzbezügen drückten jedoch auf die
Ergebnisse des Geschäftsbereiches. Das EBIT im abgelaufenen
Geschäftsjahr betrug EUR 6,9 Mio nach EUR 8,3 Mio (1999). Das EGT
lag mit EUR 6,4 Mio um 20% unter jenem des vorangegangenen Jahres
von EUR 7,9 Mio.
Beledern von Lenkrädern angelaufen
Im Mai ist die Belederung von Lenkrädern für Toyota,
DaimlerChrysler, Audi, BMW, VW und Jaguar in Rumänien wie geplant
angelaufen. Das derzeitige Auftragsvolumen beläuft sich auf rund
EUR 185 Mio für die kommenden fünf Jahre. Das Beledern von
Lenkrädern ist eine qualitativ besonders anspruchsvolle Tätigkeit,
die viel Geschicklichkeit und sehr gut geschulte Mitarbeiter
erfordert.
Jaguar Großauftrag
Im Juli 2000 erhielt Eybl International einen Großauftrag vom
amerikanischen Systemlieferanten Lear Corporation Ltd. zur
Produktion von Lederbezügen für den Jaguar S-Type. Das
Auftragsvolumen für die nächsten drei Jahre beträgt EUR 124 Mio.
Die Produktion erfolgt ebenfalls am rumänischen Standort in
Deta.
Seit Ende 2000 baute Eybl International die Produktion von Leder-
und Stoffbezügen für den Jaguar X-Type auf. Für den Lederzuschnitt
wird ein modernes fotoelektronisches Zuschneidesystem mit
automatischer Schnittbilderstellung installiert. Dies führt zu
einem weiteren Ausbau der Entwicklungskompetenz. Jaguar plant vom
X-Type rund 120.000 Stück p.a. zu produzieren. Damit ist der X-Type
das Jaguar-Volums-Modell mit der höchsten Stückanzahl. Die
Produktion startete im Februar 2001.
Um dem hohen Auftragsstand für die nächsten Jahre bei
Ledersitzbezügen und Lederlenkrädern entsprechen zu können, hat
Eybl International im dritten Quartal mit der Erweiterung des
Neubaus in Rumänien um ca. 4.000 m² begonnen. Die dafür getätigten
Investitionen beliefen sich auf EUR 1,5 Mio.
Weiterer Ausbau der Komponentenfertigung
Im Bereich Automotive Components hat sich Eybl International auch
umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Komponentenfertigung –
z.B. Schalthebel- und Handbremshebelbälge, Konsolenabdeckungen,
Seitenverkleidungen etc. – erworben. Ein Segment, das ein besonders
großes Zukunftspotenzial darstellt und erweitert werden soll.
Geschäftsbereich Automotive Fabrics
Insgesamt konnte der Bereich Automotive Fabrics einen Umsatzzuwachs
von EUR 145,6 Mio auf EUR 167,1 Mio verbuchen. Da die Ereignisse am
US-amerikanischen und brasilianischen Standort zu starken
Ergebnisrückgängen führten, ist das Bereichs-EBIT von EUR 9,0 Mio
im Jahr 1999 auf EUR 4,3 Mio gesunken. Das EGT beträgt EUR 2,1 Mio
(1999: EUR 7,1 Mio).
Aktivierte Anlaufverluste von EUR 2,5 Mio wurden gemäß den
Änderungen nach IAS 38 ergebnisneutral mit dem Eigenkapital
verrechnet.
Die Erzeugung in Krems, die rund die Hälfte (58%) des
Spartenumsatzes stellt, lief auf vollen Touren. Die kontinuierliche
Verbesserung der Kostenstruktur und die Produktionsoptimierungen
führten zu einer zusätzlichen Effizienzsteigerung und damit zu
weiteren Ergebniszuwächsen dieses Standortes – dem Flaggschiff der
Eybl International Gruppe.
Neue Großaufträge
Kundenseitig gab es vor allem erfreuliche Umsatzzuwächse bei den
Endkunden DaimlerChrysler (+42,6%) und Audi (+27,3%). Darüber
hinaus schloss Eybl International im zweiten Halbjahr bedeutende
Großaufträge über Sitzbezugsstoffe für den Skoda B5 und Opel sowie
Himmelware für den BMW New Mini ab. Eybl stattet künftig die
Opel-Modelle Zafira, Astra und Corsa auch mit Uniwebware aus. Der
Anlauf der Produktion mit einer Jahreskapazität von 690.000 m2
erfolgt im zweiten Halbjahr 2001. Das Auftragsvolumen beträgt rund
EUR 30 Mio innerhalb der nächsten 5 Jahre.
In Kooperation mit dem führenden chinesischen Textilproduzenten
Shanghai Knitting Mill wurde die Rundstrickwaren-Produktion für VW
China aufgebaut. Im Jahre 2001 ist die Erzeugung von 300.000
Laufmetern geplant.
BMW, DaimlerChrysler, VW, Opel sowie Audi planen neue Modelle, aus
denen eine steigende Ordertätigkeit erwartet wird.
Geschäftsbereich Safety Textiles
Um den – bereits über längere Zeit anhaltenden – schwierigen
Rahmenbedingungen in der europäischen Textilindustrie
entgegenzuwirken, strukturierte Eybl International den ehemaligen
Modebereich „Trend Fabrics“ zum neuen Geschäftsbereich „Saftey
Textiles“ (ST) um.
Die Bestände an Futterstoffen wurden mit 1. Oktober 2000 verkauft.
Das Produktfeld wird nicht mehr weitergeführt. Das Auslaufen des
modebetonten Strickvelours-Bereichs – für den kein
zufriedenstellendes Angebot eines potenziellen Käufers einlangte –
erforderte eine einmalige Abwertung von EUR 0,4 Mio zum 30.9.2000.
Parallel dazu gestaltete sich der Verkauf der lagernden Fertigwaren
als besonders schwierig, da ein weiterer massiver Markteinbruch in
der europäischen Textilindustrie zu verzeichnen war. Discontinued
operations (Kosten für auslaufende Geschäftsfelder) belasten das
Ergebnis mit EUR 4,3 Mio. Diese und die schlechten
Rahmenbedingungen führten zu einem EBIT von minus EUR 3,8 Mio nach
EUR 0,3 Mio. Das EGT belief sich auf minus EUR 4,3 Mio (1999: EUR
0,1 Mio).
Trotz der schwierigen Marktsituation und dem Auslaufen einiger
Produktfelder ist der Umsatz von EUR 24,2 Mio auf EUR 25,7 Mio
gestiegen.
Konzentration auf Sicherheitstextilien
Der neue Geschäftsbereich birgt mit seiner Konzentration auf das
Thema „Sicherheit“ im automotiven, technischen und
Bekleidungsbereich großes Zukunftspotenzial. Eybl International
startete im Jahr 2000 die Airbag-Gewebe-Produktion am Tiroler
Standort Silz. Darüber hinaus bietet Eybl auch den Zuschnitt von
Airbag-Gewebe und die Konfektion von Luftkissen für Airbagsysteme
an. Derzeit werden sowohl die Erweiterung der Produktpalette der
Airbag-Gewebe sowie die Luftkissenkonfektion vorbereitet. Mit dem
Eintritt in dieses Wachstumssegment rechnet Eybl International
künftig mit zusätzlichen Marktanteilen. Experten gehen
mittelfristig davon aus, dass bis zu 16 Airbags in einen PKW
eingebaut werden. Darüber hinaus wird bereits die Ausstattung von
Leitschienen mit Airbags andiskutiert.
Eybl International hat sich auch in anderen Bereichen dieses
Zukunftsmarktes gut positioniert. Es werden bereits funktionelle
Textilien, Textilien für Behörden, Arbeitsschutztextilien etc.
angeboten. Eybl International lieferte im Jahr 2000 rund 120.000
Laufmeter hochfestes Gewebe für das schwedische Heer und die
türkische Polizei.
Darüber hinaus zählen flammhemmende Stoffe für Feuerwehrbekleidung,
Textilien mit wärme- und feuchtigkeitsregulierender Funktion,
hochfeste Gewebe für Schlafsäcke und Fallschirme sowie
Trägermaterial für Kabelumwicklungen und Innenverkleidung z.B. für
die Flugzeugindustrie zum Produktionsprogramm von Eybl
International.
Eybl International im Jahr 2001
Anfang 2001 verstärkte Eybl International seine Position in
Brasilien mit der 100%-Übernahme des Erzeugers von
Autotextilkomponenten – Revest Car Indústria e Comércio de
Confeccôes Ltda. Das brasilianische Unternehmen Revest Car mit Sitz
in Sao Paulo beschäftigt derzeit 120 Mitarbeiter und produziert
Sitzbezüge, Türsets und Schalthebelbälge für VW, DaimlerChrysler,
Isringhausen, General Motors, Renault und Johnson Controls. Im
Geschäftsjahr 2001 soll ein Umsatz von rund EUR 4,4 Mio
erwirtschaftet werden.
Zur Verstärkung der Präsenz am nordamerikanischen Markt
installierte Eybl International in Detroit ein Sales Office. Um am
französischen Markt stärker Fuß zu fassen und maßgeschneiderte
Dienstleistungen vor Ort anzubieten, wurde in Paris ein Office
eingerichtet. In diesem neuen Customer Service Center sind die
Bereiche Sales/Marketing, Design sowie Project Engineering und
Technology angesiedelt. Vom Sales Office/Service Center in
Großbritannien werden die Großkunden vor Ort betreut.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Eybl International wieder
eine Umsatzsteigerung um 17% auf EUR 440 Mio und eine maßgebliche
Verbesserung der Ergebnisse. Für das laufende Geschäftsjahr wurde
ein EGT von EUR 11,3 Mio geplant. 2002 will Eybl International
wieder an die erfolgreiche Ertragssituation der Jahre 1998 und 1999
anschließen.
Ausblick
In Westeuropa rechnet man im laufenden Jahr mit einer stabilen
Nachfrage im Automobilbereich. Die verstärkte Einführung neuer
Modelle sowie die Besserung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in
Europa – stabiler Ölpreis, Steuererleichterungen in mehreren
Ländern – sollten die Automobilkonjunktur wieder beleben.
Die Umstrukturierung des Bereichs Trend Fabrics zum neuen
Geschäftsfeld Safety Textiles wurde bereits im Jahr 2000
abgeschlossen. Das Thema Sicherheit im automotiven, technischen und
Bekleidungsbereich birgt enormes Wachstumspotenzial in sich. Der
Markt für Sicherheitstextilien wächst global pro Jahr um ca. 20%.
Diese Entwicklung wird durch die immer strenger werdenden
Sicherheitsvorschriften in der Automobil- und Flugzeugindustrie
sowie durch die steigenden technischen Anforderungen an Berufs- und
Arbeitsschutzkleidung gefördert. Rudolf Pauli betont: „Unser neues
Geschäftsfeld Safety Textiles ist auf einem sehr guten Weg. Wir
planen mittelfristig einen Jahresumsatz von EUR 70 bis 90 Mio in
diesem Segment.
Das Management der Eybl International AG plant für 2001 ein über
dem Branchendurchschnitt liegendes Umsatzwachstum und einen
deutlichen Anstieg im Ergebnis.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Eybl International Corporate Communications
Christine Stiefsohn
Tel.: +43 2732 881 220
e-mail: stiefsohn@eybl-international.com