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Seite 3 von 5

G. Bluthardt AG - Neuausrichtung ( Seite 3)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 15.08.00 12:17:58
von
neuster Beitrag 04.10.00 22:45:10
von

Anzahl Beiträge: 41
Aufrufe gesamt: 2.192
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 214.161

MYSPARTA AG

Chart
WKN: 523340
ISIN: DE0005233407
Symbol: BLT
1,80
 
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Berlin (EUR), 25.05.12 | 08:37
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[ Seite: 12345neuster Beitrag ]

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schrieb am 18.08.00 12:10:19
Beitrag Nr.21 
(1.606.726)
Antwort
Zitat
SPARTA startet bei Bluthardt richtig durch! Schon wenige Tage nach der Übernahme gibt es Neuigkeiten.

Die HV-Einladung zu Bluthardt war heute im Bundesanzeiger. Ich beschaffe gerade den Text und stelle ihn dann ein.

Wer so blöd war, sich in den letzten Tagen durch Board-Postings verunsichern zu lassen, wird seine Stücke bald nur zu deutlich höheren Kursen zurückkaufen können.

SPARTA will es bei Bluthardt mal wieder richtig wissen. Wartet`s ab!
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Frank Effling
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schrieb am 18.08.00 12:17:24
Beitrag Nr.22 
(1.606.790)
Antwort
Zitat
Hi zusammen,

aus Bluthardt wird die Warp AG, AR: Dr. Hein, Dr. Lenz, Peer Share, Split 1:25.

AO HV am 02.10.2000 in Nürtingen.

Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Veräußerung sowie Verwaltung von
Beteiligungen an Kapital- und Personengesellschaften.

Das ging ja schneller als erwartet.


Grüße, der_geringste.
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schrieb am 18.08.00 12:23:15
Beitrag Nr.23 
(1.606.863)
Antwort
Zitat
Sitzverlegung nach Hamburg. Ins Zentrum der Hightech-Beteiligungs-Branche!

Fazit: SPARTA geht beim Bluthardt-Mantel in die vollen. Schon wenige Tage nach der Übernahme gibt es Neuigkeiten, die nicht von schlechten Eltern sind. Name und Satzungsänderung verraten bereits, daß für die Bluthardt-Aktionäre eine neue Ära anbricht. Beim Aufsichtsrat geben sich entsprechend einige der bekanntesten Spartaner die Ehre: Das Gremium wird zukünftig aus Dr. Olaf Hein, Dr. Lukas Lenz und Christoph Schaefers bestehen.
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schrieb am 18.08.00 13:37:53
Beitrag Nr.24 
(1.607.521)
Antwort
Zitat
Soeben bei www.share-infos.at gefunden. Scheint noch nicht über den Verteiler gegangen zu sein.
****

*** KRÄNZLEINS CURIOSITÄTEN CABI.NET: DIE REISE AUF DIE SCHWÄBISCHE ALB ***

Liebe Freunde, sehr geehrte Leser der SHARE-Infos,

nun ist er doch gekommen: der Sommer hat sich mit angenehmen Temperaturen eindrucksvoll zurückgemeldet, obwohl viele bereits den Glauben daran verloren hatten. Was mußte ich beim Bäcker und beim Metzger daheim im Fränkischen für Schimpftiraden übers schlechte Wetter hören: „Sauwetter“ war dabei noch eine der feineren Umschreibungen für den weitgehend trüben und regnerischen Sommer anno 2000... Wer es sich leisten konnte, hat die Koffer gepackt und ist der grauen Tristesse entflohen. Ein Blick in den durch jahrelanges, eisernes Sparen ordentlich gefüllten Sparstrumpf signalisierte, daß heuer nach 25 Jahren endlich wieder Ferientage in südlichen Gefilden abseits von den staatlich subventionierten Kuren am Tegernsee oder dem Teutoburger Wald möglich waren....

Als weitsichtiger Unternehmer hatte ich noch zu „Lebzeiten“ fürs Alter vorgesorgt und hochrentierliche bayerische Staatsanleihen gekauft. Emittiert im Jahr 1912 freue ich mich so über eine stattliche Rendite von jährlich 3%. Leider mußte meine liebe Frau Gemahlin zuhause bleiben, da der exklusive Reisepreis und das Budget lediglich das Verreisen einer Person möglich machen sollte...

Wohin sollte nun die Reise in den sonnigen Süden gehen? Ein langgehegter Kindheitstraum des nunmehr greisen Emil Kränzlein war es stets, die rauhen Gipfel der Schwäbischen Alb nahe der Schwabenmetropole Stuttgart – auch bekannt als Stern des Südens - mit dem Tornister auf dem Rücken zu erwandern und die faszinierende Berglandschaft mit den romantischen Burgen und Schlössern der Dichterfürsten (Wilhelm Hauff, Schloß Lichtenstein, Nähe Bad Urach) und Rittersleut auf Schusters Rappen zu erleben. .

So kam es, daß ich bei dem renommierten Reisebüro Cranz.Fly das Arrangement „In 80 Tagen auf die Alb“ buchte und mich mit einer älteren Reisegruppe im Bus (1958er SETRA) bei Wein, Werbung und Gesang auf den Weg ins Schwäbische machte. Die Reise sollte in Nürtingen am Fuße der Schwäbischen Alb enden, wo unser schiffsdieselbefeuerter Reisebus mit einem kapitalen Motorschaden liegen blieb - Kolbenfresser...

Den Tornister geschultert, ging es in strammen Marsch ins beschauliche Städtchen Nürtingen, welches im letzten Jahrhundert, meiner Jugend, zu den Zentren der Industrialisierung Württembergs wurde und viel zum Bild des „Musterländle“ landauflandab beitragen konnte. Vorbei ging es an gepflegten Vorgärten und bienenfleißigen Dorfbewohnern, die ihrer Pflicht zur landesüblichen Kehrwoche nachgingen und dabei auf Schwäbisch und über drei Straßenzüge hinweg über den Lauf der Welt und der heimischen Wirtschaft schwätzten: „Hano, hasch Du`s scho ghört, die hen dr BLUTHARDT vo Nürtinga vrkauft...“ „ Wer hat au den gkauft?“ „Sell war`n Hamburger gwä, was wollet die au mit`m BLUTHARDT macha?“ „Koi Ahnung, lasset mer ons überrascha....“

Geschwächt und ausgezehrt vom langen Marsch, nur getrieben vom inneren Schweinehund des Weltkriegsveteranen (I+II), kehrten wir zunächst im Wirtshaus „Zum Ochsen“ ein – auf der handgeschriebenen Speisekarte erwartete uns eine gutbürgerlich-schwäbische Küche mit Maultaschen und Sauren Kutteln sowie Saure Nierle (Nieren) als Spezialität des Hauses. In einem Nebenzimmer feierte der Schwäbische Albverein den runden Geburtstag einer ihrer „Wandervögel“....

Im Nürtinger Ochsen machte ich also schon früh die Bekanntschaft mit den als eigenbrötlerisch („net g`schimpft is g`lobt g`nug“ – für norddeutsche: „nicht geschimpft ist gelobt genug“) aber herzlich („kommet´se zum Abendessen, aber bringet´se ´s Weckle selber mit“ – übersetzt: „Kommen Sie zum Abendessen, aber bringen Sie das Brötchen selber mit“) bekannten Einheimischen. Nach dem vierten Viertele Württemberger (95er Haberschlachter Dachsberg) und einigen Zwetschgenbränden kam man untereinander ins Gespräch...

Das alles beherrschende Thema an den Stammtischen Nürtingens war die jüngst gemeldete Übernahme der traditionsreichen ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik GOTTLIEB BLUTHARDT AG (mit Sitz in Nürtingen) durch die Hamburger SPARTA Beteiligungen AG – einer auf die Vermittlung und Restrukturierung von sogenannten Börsenmänteln spezialisierten Gesellschaft, wie oft zu lesen ist. Die SPARTA beteiligte sich den Angaben zufolge mit „mehr 75%“, was Raum für Spekulationen über die tatsächliche Beteiligungshöhe zuläßt.

Nach dem sechsten Viertele und einem halben Liter Stuttgarter Hofbräu-Bier erkannte ich in meinem Gegenüber vom Schwäbischen Albverein einen alten Weggefährten wieder, mit dem ich einst, es war das Jahr 1915, im Schützengraben lag. Fritz Möggele, so sein Name, war auch ein enger Bekannter des alten Gottlieb Bluthardt, mit dem er viele Abende beim Kartenspielen im Wirtshaus Zum Ochsen verbrachte. So traf es sich, daß Möggele einige Anekdoten aus der Anfangszeit der G. BLUTHARDT AG, der ältesten Maschinenfabrik Nürtingens, zu berichten wußte.

Plötzlich – die Tür zur Wirtsstube schwingt auf! Ein alter Mann mit Bart, gestützt an einem schweren Stock tritt ein. Ob es an der beschwipsenden Wirkung des Weines lag, daß ich meinte, in ihm den alten Fabrikanten Gottlieb Bluthardt leibhaftig zu erkennen?

Mit brüchiger Stimme und sichtlich aufgeregt setzt Fritz Möggele an, über die bewegte Vergangenheit und die kleinen Anfänge der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik zu berichten, die jetzt vor einer Neuausrichtung steht. Der junge Mechanikermeister Gottlieb Bluthardt gründete die Gesellschaft anno 1885 in Nürtingen, so daß Bluthardt ebenso wie der junge Emil Kränzlein sowohl den einsetzenden Wirtschaftsaufschwung mitbekam wie auch die heraufziehenden Krisenherde an vielen Fronten. Es waren eben turbulente Zeiten damals....

1887 konnte der Jungunternehmer Gottlieb Bluthardt das Anwesen in der Nürtinger Gerberstraße mit Hammerschmiede und Wasserrecht der angrenzenden Steinach bereits käuflich erwerben. In dieser Zeit stellte die Maschinenfabrik vorwiegend Werkzeuge für die Metall- und Holzbearbeitung wie Parallel-Schraubstöcke her. Der Weggefährte berichtete ferner, daß anno dazumals erstmals patentamtlich geschützte Rauch- und Dunstsauger hergestellt wurden, die zudem im Vollbad verzinkt waren und so einen zuverlässigen Schutz gegen Rost boten. Alle am Tisch hörten gebannt zu. Wie ging es nun weiter mit BLUTHARDT?

Fritz Möggele erinnerte die Wanderer an die drei Söhne und eine Tochter des Firmengründers – der älteste Sohn Otto überlebte die Wirren des Ersten Weltkrieges dabei nicht. 1924 übernahmen die beiden Söhne Ernst und Karl die Firma von ihrem Vater, dem Firmengründer. Die Werkzeugfabrik wurde zur „Werkzeug- und Maschinenfabrik G. Bluthardt – Parabo“ erweitert, das Produktsortiment um Säulenbohrmaschinen und Elektrohandbohrmaschinen ergänzt. Gottlieb Bluthardt, der Firmengründer, verstarb im Jahre 1936, 1945 folgte Karl seinem Vater mit nur 48 Jahren in die Ewigkeit.
Bruder Ernst übernahm fortan die Geschäfte und leitete die Firma bis zu seinem eigenen Tod im Jahre 1951; sein als Firmennachfolger vorgesehener, einziger Sohn Wolfgang war bereits 1943, gerade 18-jährig, im Krieg in Rußland gefallen...

Der zweite Weltkrieg hielt noch weitere herbe Schicksalsschläge für die Bluthardt-Dynastie bereit: So wurde der Betrieb 1941 nach Besichtigung und Beschluß einer Expertenkommission des Rüstungsstabes geschlossen, die vorhandenen Facharbeiter wurden abgezogen und einer Firma, welche kriegswichtige Güter herstellte, zugeteilt. Dem Einsatz Ernst Bluthardts war es schließlich zu verdanken, daß die Schließung des Betriebs nach nur 3 Monaten aufgehoben werden konnte – allerdings mußte Bluthardt fortan mit zugeteilten Lohnarbeitern produzieren, die Facharbeiter blieben in der Produktion „kriegswichtiger Güter“ beschäftigt....

Das Programm von G. Bluthardt – Parabo umfaßte in dieser Zeit Schraubzwingen, Knechte, Schraubstöcke aller Art sowie Hand-, Tisch-, Elektro und Säulenbohrmaschinen für Transmissions- und direkten elektrischen Antrieb. Die Enkelin des alten Gottlieb Bluthardt, Ingeborg Münch, Tochter von Ernst Bluthardt, übernahm nach dem Tod des Vaters die Firma Bluthardt und setzte ihren Mann Helmut Münch als Geschäftsführer der KG ein. Die Expansion der G. Bluthardt KG ging ungebremst weiter, 1965 wurde die erste numerisch gesteuerte Koordinatenbohrmaschine auf den Markt gebracht, in den weiteren Jahren folgten erste numerisch gesteuerten Bearbeitungszentren, was einer technischen Revolution gleich kam, wie das Nürtinger Urgestein Fritz Möggele berichten konnte...

Nach dem Ausscheiden der persönlich haftenden Gesellschafterin Ingeborg Münch wurde die KG in eine GmbH umgewandelt, Gesellschafter dieser GmbH wurden neben Helmut Münch, dem früheren KG-Geschäftsführer, auch seine Kinder Dr. Wolfgang Münch sowie Margrit Würker, geborene Münch.

Wechselvoller, verworrener und voller menschlicher und ökonomischer Tragik hätte die lange Geschichte der Bluthardts aus Nürtingen wohl kaum sein können. Das 100-jährige Firmenjubiläum im Jahr 1985 und das folgende Jahr 1986 markierten den Beginn einer neuen Zeitrechnung für die verschwiegene Familiengesellschaft im Schwäbischen. Mit Beschluß einer Gesellschafterversammlung wurden Mitte 1986 die Vermögensgesellschaft Bluthardt, welche die Anlagen verwaltete, sowie die Betriebsgesellschaft wieder zusammengefaßt, mit dem Umwandlungsbeschluß weg von der GmbH hin zur AG vom August 1986 wurde schließlich eine Kapitalerhöhung auf 3,25 Mio. DM beschlossen. Die Aktien der neugegründeten und weiterhin weitestgehend im Familienbesitz befindlichen G. BLUTHARDT AG sollten zunächst im Telefonhandel unter Banken gehandelt werden, so daß sich erstmals familienfremde Aktionäre an der Gesellschaft beteiligen konnten. Das Verkaufsangebot und die Actienplazierung wurde seinerzeit von der GfW Gesellschaft für Wertpapierberatung mbH abgewickelt, deren Alleineigentümer Dr. Wolfgang Münch zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der G. Bluthardt AG und Spross der Familie Bluthardt war. 1987 wechselte Dr. Münch schließlich ins Amt des Vorstands der Gesellschaft.

Verschiedene Kapitalmaßnahmen ließen das Grundkapital bis 1989 auf 5,85 Mio. DM ansteigen, seit Mitte Juli 1989 wird die Aktiengesellschaft im Freiverkehr der Börse Stuttgart gehandelt. Ebenfalls ins Jahr 1989 fiel der Einstieg der Alzmetall Wergzeugmaschinenfabrik und Gießerei Friedrich GmbH&Co., Altenmarkt, Bayern bei der G. Bluthardt AG. Die Bayern erwarben die Aktienmehrheit vom bisherigen Mehrheitsaktionär um die Familie Dr. Münch. Ende 1991 war die Alzmetall GmbH&Co. mit 62,8% gemäß Geschäftsbericht am Grundkapital der Bluthardt AG beteiligt, dieser Anteil wurde bis Ende 1998 durch Zukäufe sukszessive auf knapp 74% des Kapitals erhöht. Ins Geschäftsjahr 1992 fällt der anzeigepflichtige Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals, so daß eine außerordentliche Hauptversammlung 1993 über einen Kapitalschnitt durch Zusammenlegung der 50DM-Aktien im Verhältnis 4:1 beschliessen mußte. Das Grundkapital betrug anschließend 1,4625 Mio. DM und wurde erst im Jahr 1995 durch die Ausnutzung des genehmigten Kapitals auf 2.193.750 DM erhöht.

1994 wurde die Produktion der Maschinen stillgelegt, die Aktivitäten der Gesellschaft umfaßten fortan lediglich den Maschinenhandel und den Service. Die Kooperation mit Alzmetall und die Zusammenlegung von Aktivitäten brachte G. BLUTHARDT dabei erhebliche Einsparpotentiale – gerade im kostenintensiven Servicebereich konnten so Reisekosten durch die gemeinsame Erledigung von Kundenaufträgen vermieden werden. Per 1. Januar 1999 wurde zusätzlich die Verwaltung und der Vertrieb von Nürtingen nach Altenmarkt verlegt, die G. BLUTHARDT AG vermietete die Produktionshallen am Standort Nürtingen. Die eigentliche Herstellung von Maschinen erfolgte fortan bei der Alzmetall und nicht mehr bei der G. BLUTHARDT AG.

Bis zum heutigen Tag beträgt das Grundkapital 2.193.750 DM und ist eingeteilt in 43.875 Aktien zu je 50DM, so daß die Marktkapitalisierung dieses von der SPARTA als Deutschlands renommiertester Adresse im Mantelgeschäft erworbenen Mantels bei knapp 16 Mio. DM liegt – eine Größenordnung, die eine gewisse Kursphantasie bei Einbringung interessanter Geschäftsfelder zu reellen Konditionen zumindest nicht gänzlich ausschließen sollte...

Zu klären bleibt, ob noch nennenswerte Vermögensgegenstände wie werthaltige Grundstücke vorhanden sind. Über Verwendungsmöglichkeiten dieses Mantels kann im jetzigen Früh-Stadium der Mantelübernahme nur spekuliert werden – ich möchte mich an diesen aufkeimenden Spekulationen allerdings nicht beteiligen. Einem alten Mann fehlt hier sicherlich auch die Phantasie der Mantelnahkampf-erprobten Spartaner, die in der Vergangenheit zuhauf ihre Kreativität unter Beweis gestellt haben...

Zunächst gilt es also sicherlich, die in Kürze stattfindende außerordentliche Hauptversammlung abzuwarten, welche satzungsgemäß noch am historischen Gesellschaftssitz in Nürtingen bei Stuttgart abgehalten wird. Vielleicht sind auch der anstehenden HV-Einladung einige interessante Hinweise auf den zukünftigen Verwendungszweck zu entnehmen... Bislang hatten aber alle von der SPARTA neuausgerichteten Gesellschaften ihren gewissen Charme. Ich gehe davon aus, daß dies bei dieser traditionsreichen schwäbischen Aktiengesellschaft nicht anders sein wird und entsprechende Nutzungskonzepte in den Köpfen der Spartaner bereits existieren... Man darf gespannt sein.

Ein dumpfer Schlag durchfuhr die gespannte Atmosphäre. Fritz Möggele spürte die Hand der resoluten Wirtin Rosi Häberle auf seinen schwachen Schultern. Ein spitzbübisches Lächeln huschte dennoch über sein Gesicht, freute er sich doch darüber, auch mit über 90 noch ein begehrter Mann zu sein. Rosi Häberle holte uns zurück ins Jetzt der rauhen Wirklichkeit. Es war schon reichlich spät geworden, weit nach Mitternacht. Mit Nachdruck forderte Rosi uns schwäbisch-charmant auf, doch nun endlich die Rechnung zu bezahlen. Ich suchte nach meiner Geldbörse und entdeckte zunächst Lilly, die Katze des Wirtshausehepaares, die es sich während der Anekdoten unter meiner Rheumadecke gemütlich eingerichtet hatte. Katze sollte man sein in diesen Zeiten: ich kratzte den allerletzten Kreuzer zusammen und konnte so dem Schichtdienst in der Küche gerade noch entgehen....
Auf dem Nachhauseweg beim Gang durch die Nürtinger Gassen stolperte ich just heute Morgen über ein aktuelles Exemplar des Bundesanzeiger, das der Amtsbote auf dem Weg zum Nürtinger Rathaus offenbar verloren hatte. Da ich aufgrund der aufregenden Geschichte der G. Bluthardt AG noch innerlich aufgewühlt war und nicht einschlafen konnte, beschloß ich, die Lektüre mit in mein Gemach zu nehmen mit der festen Absicht, das Exemplar am nächsten Morgen im Nürtinger Rathaus abzuliefern.

Nachdem ich alle Handelsregisteränderungen und den Behördenteil durchgelesen hatte, stieß ich kurz vor dem Einschlafen auf die Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung der G. Bluthardt AG, die ihren traditionsreichen Namen nunmehr in WARP AG umzuwandeln beabsichtigt und den Sitz nach Hamburg verlegt. Unter WARP kann ich mir nun gar nichts vorstellen, lediglich meine Urenkel berichten in regelmäßigen Abständen über eine im Fernsehen ausgestrahlte Zukunftsvision und einen gewissen Mr. Zulu, der von seinem Kapitän die Order erhält, auf Warp 9 zu gehen. Können Sie mir weiterhelfen?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiter schöne Tage, morgen früh um 5.10 Uhr treffen wir uns am Wanderparkplatz Schelmenwasen und dann geht’s los mit Sack und Pack zum Wasserfall nach Urach...Kommen Sie mit? Ich freue mich auf Sie....

Herzlichst
Ihr Emil Kränzlein

(emil_kraenzlein@yahoo.de)
Avatar
schrieb am 18.08.00 17:04:59
Beitrag Nr.25 
(1.609.407)
Antwort
Zitat
Danke AlfaRomeo

ich schau mir die seite mal an, wenn ich Zeit habe.

das ist doch der Link, welchen Sparta auf seiner Internetseite angibt?
von der Sparta seite aus hat er nicht funktioniert.
Avatar
schrieb am 23.08.00 12:23:30
Beitrag Nr.26 
(1.641.974)
Antwort
Zitat
Bundesanzeiger vom 22.08.2000

"Der Vorstand der G.Bluthardt AG gibt bekannt, dass der operative Geschäftsbetrieb der Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals an den bisherigen Grossaktionär und einzigen Kooperationspartner , die Alzmetall Werkzeug-Maschinenfabrik und Giesserei Friedrich GmbH + Co. KG , Altenmarkt veräussert wurde. Die Zustimmung zu dem Verkauf wird Tagesordnungspunkt einer ausserordentlichen HV sein, die in Kürze einberufen wird. Die Alzmetall teilte der Gesellschaft mit, dass Sie keine Beteiligung mehr an unserem Unternehmen hält. Gleichzeitig teilte uns die Sparta Beteiligungen AG, Hamburg mit, dass Ihr mehr als 75% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft zuzurechnen sind.

Der Vorstand
Avatar
schrieb am 23.08.00 18:29:48
Beitrag Nr.27 (1.644.977)
Moderiert
!
Dieser Beitrag wurde moderiert.
Avatar
schrieb am 24.08.00 18:44:22
Beitrag Nr.28 (1.654.653)
Moderiert
!
Dieser Beitrag wurde moderiert.
Avatar
schrieb am 24.08.00 19:19:29
Beitrag Nr.29 
(1.654.934)
Antwort
Zitat
wb Hamburg (Eig. Ber.) -- Die Sparta Beteiligungen AG verwandelt als neuer Mehrheitsaktionär
der G. Bluthardt AG aus Nürtingen diesen Händler von Werkzeugmaschinen in eine
Beteiligungsgesellschaft. Wie aus der Einladung zur Bluthardt-Hauptversammlung hervorgeht,
soll der Name der Gesellschaft in Warp AG geändert werden. Sparta hatte angekündigt, für den
restlichen Streubesitz ein öffentliches Übernahmeangebot abgeben zu wollen.
Mehrheitsaktionär von Bluthardt ist die Alzmetall Wergzeugmaschinenfabrik und Gießerei
Friedrich GmbH & Co. in Altenmarkt, die 73,87% hielt. An diese sollen nun auch das
verbliebene, geringe operative Geschäft und sämtliche Aktiva gehen. Sparta hatte u.a. den
Mantel der Brauhaus Amberg AG nach deren Konkurs erworben, ihn an die Deutsche Balaton
Broker-Holding AG weiterveräußert, die daraus dann die im Emmissionsgeschäft tätige Net.IPO
AG machte.

Sparta war 1998 in den Freiverkehr gegangen und ist dieses Jahr in den Amtlichen Handel
gewechselt. Zudem wurde aus dem Mantel der Wedag Westfalia Dinnendahl Gröppel AG die
Pre-IPO AG. Im März hatte Sparta 43% an der Deutschen Balaton AG gekauft. Balaton
wiederum hält u.a. 83% an der Net.IPO, 22% an der Hornblower Fischer AG sowie 34% an der
Birkert & Fleckenstein AG. Angekündigt hatte Sparta, dass die ehemalige Patriziär Bräu KgaA
eine neue Karriere als Ocianica AG starten soll.
Avatar
schrieb am 11.09.00 11:06:52
Beitrag Nr.30 
(1.794.938)
Antwort
Zitat
hallo zusammen,

bin seit letzter woche - nach eingehender betrachtung der threads & des charts - mit einer kleinen stückzahl eingestiegen.

gibts hier noch profis, die neuere infos haben? mich würden auf jeden fall auch stellungnahmen zu risiken interessieren, da ich mit mänteln noch nicht die erfahrung habe (kapitalerhöhung durch sacheinlage, verwässerung, bezugsrechtausschluss, etc.).

vielen dank für infos & eine schöne woche
m-t

[ Seite: 12345neuster Beitrag ]

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