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Comroad ist die größte Blase am Neuen Markt, aggressiv verkaufen (mt) ( Seite 4)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 30.01.01 15:20:56
von
neuster Beitrag 03.04.02 16:14:37
von

Anzahl Beiträge: 121
Aufrufe gesamt: 4.874
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Diskussionsnr.: 335.813
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[ Seite: 12345111213neuster Beitrag ]

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schrieb am 30.01.01 18:02:46
Beitrag Nr.31 
(2.804.262)
Antwort
Zitat
laß dich auf`s thema telematik ein? na schieß mal los,
schon mal von tegaron gehört, die 12 millionen entlang deutscher autobahnen in den sand setzen um staumelder zu installieren, wie sich das ausnimmt gegen die lösungen die comroad anbietet? erzähl mal was.
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schrieb am 30.01.01 18:11:08
Beitrag Nr.32 
(2.804.356)
Antwort
Zitat
comroad hat ca. 10-12 feste mitarbeiter und 8 freie mitarbeiter!
in der nächsten zeit wird ein neuer mitarbeiter dazukommen:
"ein controller"!
bisher übernimmt der geschäftsführer auch diese tätigkeit.

hoffe ich konnte helfen
gruß
fg
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schrieb am 30.01.01 18:15:17
Beitrag Nr.33 
(2.804.404)
Antwort
Zitat
Analyse Comroad

Telematik


Auf dem rechten Weg?

Die seit 1995 bestehende Comroad in Unterschleißheim verbindet die Technologien des satellitengestützten Ortungssystems GPS, des Mobilfunkstandards GSM sowie des Internets, um darauf basierende intelligente Verkehrs-Telematik-Systeme u.a. für die Fahrzeugnavigation anzubieten. Gegenwärtig beschäftigt Comroad 29 feste und 18 freie Mitarbeiter.

Die Aktie wurde am 18. Dezember 2000 in den Nemax-50 aufgenommen. Sie kam im November 1999 zu einem Preis von 5,125 Euro (splitbereinigt) an den Neuen Markt. Danach hat sie sich sehr volatil entwickelt: Einer Verzwölffachung innerhalb von drei Monaten folgte eine Halbierung und eine erneute Verdoppelung gefolgt von einem erneuten Verlust von mehr als 50% bis heute. Der aktuelle Kurs liegt immer noch über dem Fünffachen des Emissionspreises. Damit gehört Comroad zu den erfolgreichsten Aktien am Neuen Markt in der letzten Zeit. Es liegt aber auch die Vermutung nahe, daß das Papier nicht als billig gelten kann, was wir im Folgenden überprüfen wollen.

Der Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit liegt in der Entwicklung von Telematiklösungen und der Produktion der dazu erforderlichen Software. Comroad läßt die entsprechende Hardware bei zwei Unternehmen in Deutschland und China im Auftrag fertigen (Endgeräte im Fahrzeug) bzw. verwendet Standardhardware renommierter Hersteller (Server für Telematikzentralen).

Comroad verfügt über 31 internationale Kunden, bei denen es sich zum großen Teil um Tochtergesellschaften von Mobilfunkunternehmen handelt. Für diese hat Comroad inzwischen weltweit Telematikzentralen eingerichtet. Mit diesen Kunden sollen beeindruckende Umsätze erwirtschaftet werden. So ist geplant, innerhalb von drei Jahren mit Online Telematics in Großbritannien mehr als 80 Mio. DM Umsatz zu erwirtschaften, Security Online Scandinavia (Norwegen) und Amoun Contracting (Ägypten) sollen im gleichen Zeitraum zusammen immerhin mehr als 50 Mio. DM bringen. Diese Umsätze sind teilweise abhängig davon, daß die Betreiber der Telematikzentralen genügend Kunden gewinnen, an welche sie Endgeräte und Dienstleistungen vertreiben. Dazu werden mit den Betreibern bestimmte zu erreichende Meilensteine vereinbart, die bisher auch immer erreicht oder übertroffen wurden.

Comroad ist einige Kooperationen bzw. Beteiligungen mit Unternehmen eingegangen, die technologisch eine gute Ergänzung darstellen. Dazu gehören u.a. Wavecom (Frankreich), die ein Mobilkommunikationsmodul entwickelt hat, das gut in die Fahrzeugelektronik integriert werden kann, T + T Netcom (Österreich), die u.a. Hard- und Software für mobile Logistiksysteme entwickeln, sowie Telcontar (Kalifornien), die eine Karten/Content-Management Software entwickelt hat, die in die Systeme von Comroad integriert werden soll.


Produkte

Bei den Produkten von Comroad handelt es sich nicht um normale Fahrzeugnavigationssysteme, die mit digitalem Kartenmaterial auf CD-ROM arbeiten. Statt dessen erfolgt der Hauptteil der Informationsverarbeitung in sogenannten Telematikzentralen. Diese garantieren den Zugriff auf aktuelle Daten einschließlich der Verkehrslage und reduzieren die Installation aufwendiger Hardware im Fahrzeug. Zusätzlich werden Leistungen angeboten, die über die Navigation hinausgehen. Insbesondere für den professionellen Einsatz bei Fahrzeugflotten sind die Möglichkeiten interessant, verschiedenste Daten zu überwachen und festzuhalten, wie z.B. die Fahrzeugposition und technische Daten wie etwa die Kühlmitteltemperatur. Weiterhin ist die direkte Übermittlung von Anweisungen der Firmenzentrale an die Fahrzeuge sowie die mobile Erfassung von Warenbestandsveränderungen im Fahrzeug einschließlich deren Rückmeldung an die Zentrale möglich. Die Telematikzentralen sollen auch eine Fülle weiterer Leistungen, wie mobiles Einkaufen und multimediale Unterhaltung anbieten, doch dem messen wir nur geringe Bedeutung zu.

Die wesentliche Technologie, die beim Betrieb der Telematikzentralen zum Einsatz kommt, nennt Comroad GTTS (Global Transport Telematic System). Für die Endgeräte in Fahrzeugen hat Comroad OMTP (Open Modular Telematic Platform) entwickelt. Insgesamt ergibt sich damit ein sehr flexibles System, das mittels verschiedener Hard- und Softwaremodule an unterschiedliche Anforderungen angepaßt werden kann.

Comroad generiert Umsätze im wesentlichen aus drei Quellen:

Einrichtung von GTTS-Telematikzentralen mit der erforderlichen Hard- und Software,
Endgeräte in den Fahrzeugen, wobei der Absatz hauptsächlich über Betreiber der Zentralen erfolgt und
Nutzungsabhängige Anteile an den Einnahmen der Betreiber der Zentralen.


Markt/Konkurrenz

Comroad zitiert gern eine Studie, nach welcher sich der Markt für Telematik auf 6 Mrd. USD im Jahr 2000 belaufen und bis zum Jahr 2015 kumuliert auf über 400 Mrd. USD wachsen soll. Diese Zahlen sehen zunächst sehr beeindruckend aus, das Zauberwort jedoch heißt kumuliert. Es sollen also nicht im Jahr 2015 400 Mrd. USD erreicht werden, sondern insgesamt für den ganzen Zeitraum. Wenn wir vereinfachend von einer konstanten Wachstumsrate ausgehen, so errechnet sich diese zu 17% p.a., was im Jahr 2015 einem Marktvolumen von "nur" 63 Mrd. USD entspräche. Zahlen in der gleichen Größenordnung nennt eine aktuellere Studie von UBS Warburg, sie erwartet aber ein noch höheres Wachstumstempo. Demnach soll der Markt von 4,2 Mrd. USD im Jahr 2000 über 24 Mrd. in 2005 auf über 47 Mrd. in 2010 anwachsen. In den ersten fünf Jahren wäre das ein durchschnittliches Wachstum von 42%, in zehn Jahren um 27% p.a.

Unter diesem Aspekt erscheint das von Comroad angestrebte Umsatzwachstum, welches noch über mehrere Jahre in der Nähe von 100% p.a. liegen soll, sehr ambitioniert. Wenn dies tatsächlich erreicht wird (und dabei sogar noch wie geplant die Umsatzrendite steigt), wäre das eine hervorragende Leistung. Leichte Zweifel erscheinen jedoch angebracht.

Comroad betont immer wieder, daß es keinen direkten Konkurrenten gebe. Es entspricht der Realität, daß sich sonst niemand auf die Einrichtung von Telematik-Zentralen fokussiert. Doch das muß nicht unbedingt ein Pluspunkt für Comroad sein. Im Gegenteil könnte es darauf hindeuten, daß andere Unternehmen dieses nicht als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld sehen. Partielle Konkurrenten konzentrieren sich dagegen auf andere Teilbereiche, das sind vornehmlich die Endgeräte im Fahrzeug. Zwar ist dort mit deutlich fallenden Preisen zu rechnen, dennoch dürfte es sich wegen der stark steigenden Stückzahlen um ein attraktives Feld handeln. Navigations- bzw. Telematiksysteme werden voraussichtlich in einigen Jahren zur Standardausstattung von Neuwagen zunächst gehobener Preisklassen und schließlich fast aller neuen PKW gehören. Stark vertreten sind hier u.a. Unternehmen wie VDO-Dayton, Becker und Blaupunkt.

Nach Einschätzung von Frost & Sullivan könnten die kleinen Anbieter – zu denen auch Comroad gerechnet werden muß – durch Großkonzerne wie Motorola, BMW und Daimlerchrysler in Ihrer Existenz bedroht werden. Um sich dagegen zu schützen, seien Partnerschaften mit großen Unternehmen zwingend notwendig. 1999 hatte Comroad solches erstmals verkündet, in der "In-Car Computing Initiative" war man gemeinsam mit großen Namen wie Intel, Nokia, Ericsson, Nokia, BMW, ADAC usw. vertreten. Der Haken an der Sache ist nur, daß seitdem nichts mehr von dieser strategisch äußerst wichtigen Initiative zu hören war. Nach Aussagen von Comroad ist man aber immer noch an aktuellen Initiativen von Intel und Microsoft beteiligt. Viele Automobilhersteller verfügen bereits über eigene Telematiktechnik:

BMW: BMW Assist verbindet ein Navigationssystem mit Mobilfunkfunktion z.B. zum Abruf von Informationen über Restaurants, Hotels etc.

GM (Opel): Onstar ist ein System, das auf der Integration von Mobilfunktechnik im Radio basiert. Die meisten Funktionen werden bisher über personalintensive Call-Center abgewickelt.

Die Volkswagen-Tochter Gedys Telematics entwickelt ebenfalls Telematiksysteme, bisher jedoch vornehmlich für den professionellen Einsatz (Logistik, Flottenmanagement etc.).

Die Tochter von Daimlerchrysler Debis kooperiert mit der Deutschen Telekom im Gemeinschaftsunternehmen Tegaron Telematics. U.a. bietet Tegaron ähnlich wie auch Comroad die Möglichkeit, relativ preiswerte PDAs (Personal Digital Assistants), die etliche Kunden ohnehin schon besitzen, für Navigations- und Telematikzwecke zu nutzen.

Der Telematikmarkt ist noch stark im Fluß. Aktuell steht u.a. die Anpassung der Systeme an die neuen Mobilfunkstandards GPRS und UMTS an. Darüber hinaus werden aber wesentlich weiter gehende Funktionalitäten erprobt, die auch Eingriffe in das Fahrverhalten der Fahrzeuge umfassen können. So ist z.B. denkbar, daß das Fahrzeug automatisch abgebremst wird, wenn es sich zu schnell einer scharfen Kurve nähert. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, doch wird deutlich, daß über lange Zeit noch erhebliche Entwicklungsanstrengungen nötig sind, um bei dem schnellen technischen Fortschritt mitzuhalten. Hier liegt ein nicht unwesentliches Risiko für relativ kleine Unternehmen wie Comroad.


Geschäftsergebnisse und Bewertung

Bisher kann Comroad eine eindrucksvolle Entwicklung bei Umsätzen und Gewinnen vorweisen, die sich nach dem Börsengang Ende 1999 noch beschleunigte. Im Laufe des Jahres 2000 sind die Prognosen des Unternehmens immer nach oben korrigiert worden. Die realen Ergebnisse für das Gesamtjahr liegen nach den gerade veröffentlichten vorläufigen Umsatzzahlen nochmals darüber, die vollständigen Jahresergebnisse werden am 26. Februar gemeldet.

1998 1999 2000
Umsatz 2,34 10,24 44,0
Gewinn -0,15 ca. 1,2 5,3
Ergebnisse von Comroad in Mio. Euro. Börseneinführungskosten (3 Mio. Euro für 99) sind herausgerechnet.


Nach den Planungen von Comroad soll es rasant weitergehen. Bis zum Jahr 2005 sollen die Umsätze mit beeindruckenden 74 bis 107% (pro Jahr!) weiterwachsen und dabei die Umsatzrendite von heute 12% auf über 17% ansteigen. Diese Zahlen sind beeindruckend – wenn sie sich denn realisieren lassen, woran man durchaus zweifeln kann. Comroad hat zwar bisher nicht enttäuscht, doch ist es schwer vorstellbar, daß die Prognosen erfüllt werden, wenn nicht wirklich große Partner wie Automobilhersteller oder Automobilclubs gewonnen werden und damit der Schritt in den Massenmarkt gelingt. Davon ist bisher nicht viel zu sehen, doch soll nach Aussagen des Unternehmens in der 2. Hälfte dieses Jahres der Einsatz in Serienfahrzeugen zweier Hersteller als optionale Zusatzausstattung erfolgen. Details sind leider noch nicht zu erfahren.

Wenn sich das Geschäftsfeld wirklich als so lukrativ erweist, wie Comroad es erwartet, ist kaum anzunehmen, daß Big Player wie z.B. Siemens, die Automobilhersteller oder etablierte Hersteller von Autoradio- und Navigationssystemen der relativ kleinen Comroad das Geldverdienen leicht machen werden. Es ist nicht zu erkennen, daß es besondere Markteintrittsbarrieren gäbe, die Comroad dauerhaft eine vorteilhafte Position sichern könnten. Patente besitzt Comroad nicht. Übrigens hat das Unternehmen bis heute keinen separaten Finanzvorstand, obwohl dieser ursprünglich schon für Ende 1999 angekündigt war. Diese Funktion wird bisher vom Vorstandsvorsitzenden Bodo Schnabel mit übernommen. Immerhin wurde inzwischen ein Controller eingestellt. Bei der gegenwärtig noch überschaubaren Größe des Unternehmens erscheint das auch ausreichend. Dennoch könnte vielleicht ein professioneller Finanzvorstand zur Steigerung des Vertrauens in die Finanzprognosen beitragen.

Eine entscheidende Frage wird sein, ob Comroad große Erfolge im Consumermarkt erreichen kann. Für den durchschnittlichen privaten Anwender dürfte die Navigationsfunktion die größte Bedeutung haben. Der gegenüber herkömmlichen Navigationssystemen herausgestellte Vorteil der Berücksichtigung aktueller Staus ist faktisch schon nicht mehr vorhanden, denn die neuesten Navigationssysteme nutzen TMC (Traffic Message Channel). Das ist eine Funktion des RDS (Radio Daten System), die Staumeldungen in standardisierter Form digital überträgt. Dieses System, bei dem die Staumeldungen kostenlos mit dem Radiosignal übertragen werden, ist dabei sich zumindest europaweit durchzusetzen. Zwar gibt es bisher nur relativ wenige Geräte, die das System nutzen, doch das wird sich schnell ändern. Somit entfällt ein wichtiger Grund für die kostenintensive drahtlose Verbindung. Andererseits haben aber auch normale Navigationssysteme nicht unerhebliche Folgekosten. Um immer auf dem aktuellsten Stand zu sein, ist der regelmäßige Kauf aktualisierter CDs oder DVDs notwendig, die mehrere hundert DM kosten. Mit zunehmender Verbreitung der Systeme dürften diese Preise stark fallen, ähnlich wie es schon bei Routenplanungssoftware für PC zu beobachten war. Übrigens hat gerade der ADAC einen Test von Navigationssystemen veröffentlicht. Dabei wurden u.a. alle mit TMC ausgestatteten Geräte (von Blaupunkt, Becker und VDO Dayton) mit empfehlenswert beurteilt. Besonders interessant erschienen hier Modelle, die Radio, CD-Player und Navigation in einem Gerät vereinen. Eine große Marktlücke für Comroad tut sich hier folglich nicht auf. Lediglich die Preise, die von 2.000 bis 6.000 DM reichen, lassen Platz für preiswertere Lösungen, wie Comroad sie bieten kann. Doch mit Sicherheit wird der Markt bald die Preise sinken lassen.

Die Mobilfunkfunktion der Telematiksysteme macht zwar noch Sinn für Notrufe mit automatischer Positionsübermittlung, doch auch dieses Motiv für den Einsatz der Technik von Comroad wird mit zukünftigen Handy-Generationen schwinden. Ein Handy dürfte bald annähernd jeder haben (jedenfalls jeder, der als Kunde für relativ teure Navigationssysteme in Frage kommt), und in wenigen Jahren werden normale Handys ebenfalls eine Positionsbestimmung ermöglichen. Bliebe noch das automatische Absetzen eines Notrufs (z.B. bei Auslösung des Airbags) als Vorteil. Doch ist es nicht schwer vorstellbar, daß bald auch die Autoelektronik via drahtloser Techniken wie Bluetooth mit dem Handy kommuniziert, um so den Notruf auszulösen.

Andererseits erscheint es ebenso gut möglich, daß bald Geräte mit voller PC-Funktionalität und drahtloser Internetverbindung (wie auch Comroad sie u.a. anbietet) in den Autos zum Standard werden. Diese könnten dann ebenfalls die Routenplanung etc. übernehmen, doch daß sich hier gerade für Comroad eine besonders große Chance ergäbe, ist nicht ersichtlich. Wir erwarten, daß Comroad durchaus lukrative Nischen im professionellen Bereich z.B. beim Flottenmanagement und bei Logistiklösungen besetzen kann, aber die exorbitanten Verdienstmöglichkeiten, wie Comroad sie darstellt, sind dort allein nicht realisierbar.

Zur Berechnung des Ertragswertes lehnen wir uns bis zum Jahr 2005 eng an die ehrgeizigen Prognosen von Comroad an. Danach werden wir vorsichtiger und lassen das Umsatzwachstum in den Folgejahren relativ schnell ausklingen. Über das Jahr 2008 hinaus haben wir gleichbleibende Umsätze angenommen. Die zunächst bis auf knapp 18% ansteigende Umsatzrendite dürfte sich auf Dauer nicht halten lassen, wir erwarten ein langsames Absinken auf 16%. Die Abzinsung mit einem Zinssatz von 13%, der ein relativ hohes Risiko berücksichtigt, führt zu einem Ertragswert von ca. 48 Euro. Er liegt also weit über dem aktuellen Aktienkurs und deutet auf eine Unterbewertung der Aktie hin. Sollte tatsächlich für Comroad alles nach Plan laufen, ergäbe sich möglicherweise sogar noch Spielraum für höhere Bewertungen, denn ein plötzliches Nachlassen des Umsatzwachstums von ca. 80% auf 15% - wie wir es vorsichtshalber angenommen haben - erscheint unwahrscheinlich.

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 ewige Rente
Umsatz (in Mio.) 84,4 156 279 485 870 1.000 1.100 1.150
Rendite 15,5% 17,3% 17,8% 17,8% 17,5% 17,0% 16,5% 16,0%
EpS 0,65 1,33 2,47 4,30 7,58 8,47 9,04 9,16 70,49
Fairer Wert bei Abzinsung der Gewinne mit 13%: 48,00 Euro
Der Ertragswert von Comroad. Angaben in Euro.



Fazit

Comroad kann bisher mit einer hervorragenden Geschäftsentwicklung beeindrucken und auch die unternehmenseigenen Prognosen für die nächsten Jahre sind sehr vielversprechend. Wenn Comroad nicht enttäuscht, ist die Aktie gegenwärtig klar unterbewertet. Wer an die Unternehmensstory glaubt, muß die Aktie eigentlich kaufen. Doch am Glauben mangelt es uns gegenwärtig noch ein wenig, die Konkurrenz dürfte es Comroad nicht leicht machen, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Es würde uns daher nicht überraschen, wenn früher oder später die Prognosen verfehlt werden. Da jedoch zumindest moderate Verfehlungen der Ziele an der Unterbewertung nicht viel ändern, raten wir zum Übergewichten der Aktie. Man sollte sich jedoch der Risiken, insbesondere im momentan sehr turbulenten Marktumfeld, bewußt sein.

Comroad auf einen Blick
Wertpapierkennummer 544940
Stärken Schwächen
Relativ stark wachsender Markt Insbesondere im angestrebten Massenmarkt gibt es starke Konkurrenz durch etablierte größere Anbieter von Navigationssystemen sowie durch Automobilhersteller
Günstig bewertet, wenn planmäßiges Wachstum erreicht wird Sehr dynamische Technologieentwicklung birgt Risiken
Große Zahl internationaler Kunden
Marktkapitalisierung 697,7 Mio. Euro
Letzter Kurs (05.01.01) 34,80 Euro
Internet www.comroad.de
KGV 01 53 CAGR 03-05 78,00%
KGV 02 26 PEG-Ratio 02 0,33
KUV 01 8,3 Fairer Wert nach PEG 105,45 Euro
KUV 02 4,5 Fairer Wert nach Ertragswert 48,00 Euro
Unser Urteil übergewichten


Jost Niggemann

© 2001 Performaxx AG
Avatar
schrieb am 30.01.01 18:22:23
Beitrag Nr.34 
(2.804.471)
Antwort
Zitat
Wem Comroad zu teuer ist,sollte doch einfach die Finger vom Neuen Markt lassen und dafür Daimler,BASF,VW,etc. kaufen
Avatar
schrieb am 30.01.01 18:33:45
Beitrag Nr.35 
(2.804.577)
Antwort
Zitat
Comroad ist ein Superunternehmen, aber zu teuer im verglaich mit anderen.
Avatar
schrieb am 30.01.01 19:14:37
Beitrag Nr.36 
(2.804.909)
Antwort
Zitat
Comroad hat, laut eines Schriftwechsels von Bodo Schnabel und mir, Anfang diesen Monats genau 47 Mitarbeiter (inkl. TTNetcom (war hoffentlich der richtige Name so aus dem Kopf)). Zudem kommen noch einige Beteiligungen und die ganzen Lizensnehmer. Ausserdem bestehen Vorverträge mit vier großen Automobilkonzernen bzgl. des neuen Telematikchips, der mit namhaften Größen wie Bosch, ARM "Lernout und Hauspie" und Hyundai Electronics entwickelt wird und bald getestet werden dürfte.
Avatar
schrieb am 30.01.01 19:17:37
Beitrag Nr.37 
(2.804.928)
Antwort
Zitat
Wie andere Unternehmen des neuen Marktes werden die Mitarbeiter aber auch mit Optionen entlohnt (wegen dem Argument der Lohnkosten). Die hier irgendwann genannten 18 Mitarbeiter sind noch aus dem Emissionsprospekt.
Avatar
schrieb am 30.01.01 19:24:32
Beitrag Nr.38 
(2.804.972)
Antwort
Zitat
Ich bin im übrigen seit Anfang an in Comroad investiert und hatte beinahe vor ein paar Wochen alles verkauft. Habe mich von der damaligen charttechnischen Schwäche fast aus dem Wert drängen lassen. Ich denke das Leute, die aufgrund dieses Threads Comroad verkaufen, das über kurz oder lang bedauern werden. Es sind noch zwei weitere Aquisitionen in Deutschland geplant (die Verhandlungen sollten bald zum Abschluss kommen) und wenn der Telematikchip einschlägt ......
Avatar
schrieb am 30.01.01 19:33:44
Beitrag Nr.39 
(2.805.057)
Antwort
Zitat
zum Vergleich:
ich hatte auch 1995 meine SAP mit ca.50% Gewinn verkauft,
weil Horrorgeschichten aufkamen (damals Effektenspiegel).
und was ist dann passiert :
ich habe mich grün und blau geärgert.
Avatar
schrieb am 30.01.01 19:43:15
Beitrag Nr.40 
(2.805.136)
Antwort
Zitat
Ich bin echt erschreckt über die obige Diskussion.

Comroad anhand der Mitarbeiterzahl im Verhältnis zu den Personalkosten zu beurteilen ist schlicht lächerlich und zum Kaputtlachen.

Der Vergleich mit Metabox ist dann aber der Kalauer des (noch jungen) Jahres. Gerade Comroad glänzt mit hervorragendem Management, seriösen Prognosen und vor allem stets übertroffenen Geschäftszahlen.

Das KGV ist natürlich bedenklich hoch. Aber ist eine KGV-Analyse bei Comroad aussagekräftig? Nein, denn das Wachstum ist gigantisch (siehe z.B. Posting weiter oben)und das Geschäftsmodell ist mehr als überzeugend.

Fazit: Wer hier heute gegen Comroad mit irgendwelchen Pseudoargumenten gearbeitet hat, hat keine Ahnung ! Sorry, entspricht nicht meiner Art, aber diese Postings hier sind echt so etwas von dämlich. (und ich habe gar keine Comroad-Aktien)

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