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schrieb am 09.03.01 19:29:43
Es lebe NAPSTER!
US-Gerichte schließen die Musiktauschbörse Napster. Ein Skandal!
Ein tiefer Eingriff in die Errungenschaften des Internets: freier
Austausch von Information - sei es in schriftlicher oder
musikalischer Form. Die Gerichte beugten sich der Lobby der
übermächtigen Musikindustrie, welche ihre Felle davonschwimmen
sahen.
Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem das Internet
ohnehin in einer tiefen Krise steckt. Wird damit die einstige
Phantasie, die wir alle mit dem Netz der Netze verbanden, weiter
unterminiert? Ist die Entscheidung ein Sieg der "old econmy" über
die "new economy"?
Das so oft zitierte Argument, Urheberrechte würden verletzt, ist
doch nur ein Lippenbekenntnis. Von den Milliarden, die Napster zu
zahlen bereit gewesen wäre, würde ohnehin nur ein Bruchteil in die
Taschen der Künstler fließen. Der Großteil dient dem Bau marmorner
Konzerzentralen. Daß die Musikindustrie in Form eines weltweiten
Oligopols (wenige Mächtige bestimmen Preis und Angebot) gerne noch
ein Weilchen das Sagen hätten, ist nachvollziehbar. Eine CD für
39,90 DM zu verkaufen ist eben einfacher, als sich weltweiter
Konkurrenz zu unterwerfen, in der auch "Kleine" plötzlich ganz groß
werden könnten.
Gleichwohl wird das "Musikoligopol" die Entwicklung nicht aufhalten
können! Schon gibt es neue Tauschbörsen. Da müssen sich die Manager
eben etwas einfallen lassen. Das Geschäft mit herkömmlichen
Tonträgern geht jedenfalls unweigerlich seinem Ende entgegen! Daran
wird auch die Entscheidung des US-Gerichts nichts ändern.
Die Zukunft lautet: Jeder produziert seine eigenen Kompositionen
und bietet sie im Internet an Tauschbörsen feil. Mittlerweile kann
jeder, der will, zuhause an seinem eigenen Computer die
interessantesten Tunes produzieren. Wie dann damit Geld verdient
werden kann, ist eine andere Sache. Dazu bedarf es natürlich einer
gewissen Phantasie.
Napster ist eine der tollsten Erfindungen des Internet. Die
Tauschbörse ermöglicht jedem einzelnen, ob in Kalkutta, Tokio oder
Berlin, in neue, ungeahnte Dimensionen vorzudringen. Insofern dient
Napster sogar der Völkerverständigung - eine kulturelle
Institution! Ich selbst bin auf Musik gestoßen, welche ich so
wahrscheinlich in keinem Plattenladen gefunden hätte. Der parallele
Austausch von Gedanken mit Musikfreunden des gleichen Genres
rundete das Produkt ab. Diese Community wird nun mit der
Abrissbirne zerstört.
Die Entscheidung des US-Gerichts ist in etwa zu vergleichen mit der
gerichtlichen Anordnung, statt CDs nur noch Schellack-Platten zu
kaufen. Aber Gerichte werden die Zukunft nicht aufhalten. Die Idee
stirbt nicht. Und schon bald wird es neue "Napsters" geben. Ob
US-Gerichte dann auch wieder eingreifen? Wahrscheinlich nicht, weil
der Server dann auf den Tonga-Inseln steht, oder irgendwo anders.
schrieb am 09.03.01 19:34:45
die gibts schon zu hauf!!!
schrieb am 09.03.01 19:42:35
Ja,
aber an Napster habe ich mich schon richtig Gewöhnt!!!!!!!
schrieb am 09.03.01 19:45:36
Drum hab ich heut noch 3 Alben runtergeladen.
schrieb am 09.03.01 19:48:18
schrieb am 09.03.01 19:49:42
da sieht man mal wieder wieviel ahnung der mross hat. N-U-L-L
die anderen sehen auch so aus wie napster!!
schrieb am 09.03.01 20:10:43
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