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Seite 224 von 247

QSC kontra Telekom oder kündigt T-Online bald auch T-DSL Flat ??? ( Seite 224)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 30.03.01 23:30:16
von
neuster Beitrag 16.05.08 18:21:56
von

Anzahl Beiträge: 2.467
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Diskussionsnr.: 372.389

QSC

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schrieb am 30.01.06 13:20:59
Beitrag Nr.2231 
(19.957.334)
Antwort
Zitat
Versatel plant Zukäufe
Fusionierte Telekomgesellschaft will jeden dritten DSL-Kunden gewinnen

von Lutz Frühbrodt

Düsseldorf - Die Telekom-Gesellschaft Versatel will in diesem Jahr ihren Umsatz um 20 Prozent steigern. "Wir wollen dieses Ziel erreichen, indem wir vor allem unseren Marktanteil stark erhöhen", sagte Versatel-Chef Peer Knauer der WELT. Das Unternehmen erzielte 2005 voraussichtlich Erlöse von 550 Mio. Euro.

Das Verhältnis des operativen Gewinns zum Umsatz - die Ebitda-Marge - betrug laut Knauer über 20 Prozent. "Auch die Ebitda-Marge wird in diesem Jahr weiter steigen", kündigte der Versatel-Chef an. Versatel hat bisher 530 000 Kunden, von denen knapp die Hälfte margenstarke DSL-Verträge abgeschlossen hat. In diesem Jahr sollen 215 000 neue DSL-Kunden hinzukommen. "Wir wollen jeden dritten Neuvertrag gewinnen", sagte Knauer. Dies bezieht sich auf die elf Bundesländer, in denen Versatel bislang aktiv ist.

Das Unternehmen erreicht mit seinem eigenen Netz rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Versatel wird in den nächsten Monaten entscheiden, ob es seine Aktivitäten auch auf München ausweitet. Über die versorgten Ballungszentren hinaus will das Unternehmen sein Netz jedoch nicht weiter offensiv ausbauen. Vielmehr strebt Versatel zur weiteren Expansion Übernahmen an. "Wir betrachten uns als Konsolidierer im deutschen Telekommunikationsmarkt", betont Knauer. Es gebe allerdings zu viele Überlappungen mit bundesweit agierenden Gesellschaften. "Wir schauen deshalb stärker auf Regionalanbieter", sagt Knauer.

Versatel ist selbst das Ergebnis einer Fusion. Der Finanzinvestor Apax Partners erwarb im Spätsommer 2005 die Deutschland-Tochter der niederländischen Versatel und hat sie daraufhin mit der Tropolys-Holding verschmolzen, bei der sie Mehrheitseigner ist.

Tropolys ist ein Verbund von 14 Stadtnetzbetreibern vorwiegend aus dem Ruhrgebiet, Rhein-Main und Ostdeutschland. Knauer verspricht sich von der Fusion zahlreiche technische und Kostensynergien. Über einen möglichen Personalabbau sei noch nicht entschieden worden. Er versichert aber: "Große Teile der Mannschaft werden an Bord bleiben. Denn wir planen ja starkes Wachstum."

Versatel will zum stärksten Telekom-Konkurrenten aufsteigen und damit auch Arcor überrunden, das mit 1,1 Millionen DSL-Kunden allerdings deutlich die Nase vorn hat. Auch Wiederverkäufer ("Reseller") wie "1&1" liegen vor Versatel. "Daß die Telekom deutliche Schwächen im Vertrieb hat, zeigt sich daran, daß sie auf Reseller als verlängerte Werkbank zurückgreifen muß", sagt Knauer. "Im Gegensatz zu den Wiederverkäufern können wir individuelle Produkte modellieren und aktiv Qualitätssicherung betreiben."

Darüber hinaus will Versatel seine Erfahrungen als Regionalanbieter mit Kundennähe ins Spiel bringen. Dies, so Knauer, gelte auch für den Geschäftskunden-Bereich, auf den sich zuvor die Tropolys konzentriert hatte. "Hier werden auch verstärkt die Top-100-Kunden angehen."

Versatel will in diesem Jahr rund 140 Mio. Euro investieren. Ein Teil davon fließt in die Netzaufrüstung. Das Unternehmen bietet in Berlin und Nordrhein-Westfalen seit einigen Monaten "ADSL 2+" an, die derzeit schnellste DSL-Variante mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 20 Megabit pro Sekunde. Marktstandard sind zur Zeit DSL-Anschlüsse mit einem MB/s. Versatel will die Modernisierung der Netze mit "2+" auch in den anderen Bundesländern vorantreiben. Knauer rechnet damit, daß die Erhöhung der Bandbreite bis auf weiteres den DSL-Markt bestimmt. Für Inhalte "Video auf Abruf" würden die Marktchancen derzeit überschätzt.
Raus aus dem Geld-Spiel! Ihr Wegweiser für den täglichen Kampf ums liebe Geld.
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Robert Scheinfeld
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schrieb am 30.01.06 13:49:33
Beitrag Nr.2232 
(19.957.764)
Antwort
Zitat
ACHTUNG!
STOPP-LOSS FISHING!
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schrieb am 31.01.06 12:48:40
Beitrag Nr.2233 
(19.972.628)
Antwort
Zitat
http://www.telecom-handel.de/sixcms/detail.php?id=3811

31.01.2006 09:12
Telekom muss ihr Netz öffnen

EU-Kommission funkt dazwischen: DTAG muss Wettbewerbern doch Zugang zu ihrem geplanten VDSL-Netz gewähren – Teilweise Regulierung des Hochgeschwindigkeitsnetzes.

Die Deutsche Telekom muss nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission nun doch ihr geplantes Glasfasernetz für Wettbewerber öffnen. Wie im gesamten Europa soll auch in Deutschland der so genannte Bitstream Access den alternativen Anbietern einen zusätzlichen technischen Zugang zum Datennetz des Ex-Monopolisten ermöglichen. Dabei muss die Telekom ihren Konkurrenten hierzulande nicht nur Zugang zu ihrer bestehenden Breitbandinfrastruktur, sondern eben auch zu ihrem geplanten neuen Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) gewähren. Zum Hintergrund: Bereits Mitte November vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission ernsthafte Zweifel an der EU-Rechtskonformität eines ersten Marktanalyseentwurfes (Marktanalyse Bitstream Access „Markt 12“) der Bundesnetzagentur (ehemals Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) angemeldet, da hier ein regulierter Zugang der Wettbewerber zum neuen Glasfasernetz der Telekom von vornherein ausgeschlossen werden sollte. Daraufhin hatte die Bundesnetzagentur ihren Vorschlag korrigiert und VDSL in einem zweiten Entwurf grundsätzlich in besagten Breitbandzugangsmarkt 12 mit aufgenommen. Die EU-Kommission ist nun diesem zweiten Entwurf der Bundesnetzagentur gefolgt, der sich konkret für eine teilweise Regulierung des Hochgeschwindigkeitsnetzes ausgesprochen hatte. Nicht dazwischenfunken wird die Bundesnetzagentur danach nur in solchen Fällen, in denen infolge des ausgebauten Glasfasernetzes tatsächlich neue Märkte entstehen und damit Produkte, die aus Sicht der Kunden kein Substitut für bereits existierende Produkte und Leistungen darstellen. Ansonsten – also wenn durch das neue Glasfasernetz nur herkömmliche DSL-Anschlüsse ersetzt werden – wird reguliert.

„Der DTAG ist es auch gegenüber der EU-Kommission nicht gelungen, ihre Behauptung, es komme durch die Verlängerung des Glasfasernetzes zu einem neuen Markt, in irgendeiner Form glaubhaft zu belegen“, so Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). VDSL nicht als Teil des Bitstream-Marktes zu berücksichtigen, wie ursprünglich von der Bundesnetzagentur, aber auch im rot-schwarzen Koalitionsvertrag vorgeschlagen, hätte „die Entwicklung des Wettbewerbs auf einem der Schlüsselmärkte im Bereich der elektronischen Kommunikation ernsthaft behindert“, begründet denn auch die EU-Kommission ihre jüngste Entscheidung. Jetzt ist laut VATM die Bundesnetzagentur am Zuge, der Deutschen Telekom konkrete Verpflichtungen aufzuerlegen. „Hierbei muss der Grundsatz der technologieneutralen Regulierung der Breitbandnetze konsequent beachtet werden, ohne Ausnahmen gerade für die zukunftsweisende Glasfasertechnologie oder gar für bestimmte Markt- oder Marketingstrategien eines Unternehmens“, gab Grützner zu bedenken. Und weiter: „Ein auch nur zeitlich begrenzter Regulierungsverzicht zugunsten des Marktbeherrschers würde unmittelbar zu einer Remonopolisierung des Breitbandmarktes führen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im europäischen und internationalen Vergleich massiv verschlechtern.“ /pb
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schrieb am 31.01.06 13:44:05
Beitrag Nr.2234 
(19.973.666)
Antwort
Zitat
31.01.2006 13:36:26 (dpa-AFX)

Ministerium will Telekom-Glasfasernetz von Regulierung befreien

BERLIN (dpa-AFX) - Das geplante Glasfasernetz der Deutsche Telekom soll nach einer Gesetzesnovelle des Wirtschaftsministerium für eine befristete Zeit von der Regulierung befreit werden. `Neue Märkte sollen nicht einer unangemessenen Regulierung unterworfen werden`, heißt es in einer am Dienstag in Berlin vorgelegten Gesetznovelle. Das Ministerium setzt damit eine Koalitionsvereinbarung von SPD und Union um. Die Deutsche Telekom baut derzeit für drei Milliarden Euro ein Hochgeschwindigkeitsnetz, das zur Jahresmitte starten soll./mur/DP/sk
Quelle: dpa-AFX

sieht nicht gut aus ...

landibu
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schrieb am 31.01.06 16:44:54
Beitrag Nr.2235 
(19.977.105)
Antwort
Zitat
hier noch mal eine ausführlichere fassung der vorherigen pressemitteilung ...

31.01.2006 16:38:17 (dpa-AFX)

ROUNDUP: Ministerium will Telekom-Glasfasernetz von Regulierung befreien

BERLIN/BONN (dpa-AFX) - Das geplante Glasfasernetz der Telekom soll nach einer Gesetzesnovelle des Wirtschaftsministerium für eine befristete Zeit von der Aufsicht befreit werden. `Neue Märkte sollen nicht einer unangemessenen Regulierung unterworfen werden`, heißt es in einem am Dienstag in Berlin vorgelegten Gesetzesentwurf. Das Ministerium setzt damit eine Koalitionsvereinbarung von SPD und Union um, wonach neue Märkte schwächer beaufsichtigt werden sollen. Profitieren würde davon die Deutsche Telekom, die derzeit für drei Milliarden Euro ein Hochgeschwindigkeitsnetz baut.

Als Voraussetzung für den Bau hatte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke eine befristete Befreiung von der Regulierung verlangt, damit sich die milliardenschweren Ausgaben lohnen. Mit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) will das Ministerium nun der zuständigen Bundesnetzagentur mehr Spielraum bei der Aufsicht der Telekommärkte geben. Begründet wurde die Ausnahmeregelung damit, dass die Regierung Investitionen in innovative Märkte und Produkte fördern will. Nach Einschätzung von Experten hängt Deutschland beim Ausbau des Breitbandnetzes hinter anderen EU-Ländern zurück.

BITKOM: `FALSCHES SIGNAL AN INVESTOREN, WENN DER MARKTFÜHRER BEVORZUGT WIRD`

Die Telekom will mit dem neuen Netz die Voraussetzung für so genannte `Triple-Play`-Angebote schaffen, also die Bündelung von Internet, Telefonie und Medieninhalte. Bislang existiert dieser Markt nicht. Konkurrenten befürchten allerdings, dass die Telekom ihnen den Zugang zu dem Netz verwehren und sie dadurch Wettbewerbsnachteile erleiden könnten. Eine Sprecher des Branchenverbandes BITKOM, in dem die Telekom-Wettbewerber organisiert sind, sagte dazu: `Es ist ein falsches Signal an die Investoren, wenn der Marktführer bevorzugt wird.`

Die betroffenen Unternehmen können nun bis zum März Stellung zu dem Referentenentwurf nehmen, bevor das Bundeskabinett im April darüber entscheiden soll. Nach Angaben aus Ministeriumskreisen könnte das neue TKG zum geplanten Start des Glasfasernetzes im Sommer verabschiedet werden. Offen ist noch die Zustimmung der Europäischen Kommission. Die Telekom wollte sich am Dienstag nicht zu dem Gesetzentwurf äußern./mur/DP/sf
Quelle: dpa-AFX

... war wohl der grund, warum qsc heute mittag doch stärker eingeknickt ist ...

landibu
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schrieb am 04.02.06 19:25:32
Beitrag Nr.2236 
(20.044.790)
Antwort
Zitat
Telefónica kauft IP-TV-Rechte von RTL

Die großen Provider bringen sich für das Geschäft mit der Übertragung von Fernsehen über das Internet in Stellung. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel in seiner am kommenden Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat sich der spanische Telekom-Konzern Telefónica die IP-TV-Rechte an der RTL-Senderfamilie gesichert, zu der auch Vox, Super RTL und RTL II gehören. Telefónica darf das komplette TV-Programm der Gruppe per Internet übertragen. Der offizielle Start der Fersnehübertragung soll bereits im zweiten Halbjahr 2006 erfolgen. Anzeige


Auch ProSiebenSat.1, ARD und ZDF bestätigen der Meldung nach Gespräche mit mehreren großen Telekommunikationsfirmen. RTL verhandele zudem mit weiteren Anbietern, darunter der Telekom. Im Dezember sicherte sich die Telekom die IP-TV-Rechte für die Bundesliga. Hintergrund ist der Kampf um das so genannte Triple Play – Internet, Telefon und Fernsehen aus einer Hand über eine Netzwerkverbindung. Als Zugpferd dafür benötigen die Carrier attraktive Inhalte, sprich: Fernseh-Übertragungsrechte.

Telefonica ist mit dem eigenen Backbone in Deutschland bislang als Dienstleister für Internet-Zugangsanbieter wie O2 Freenet.de, AOL oder Hansenet aktiv. (jo/c`t)

www.heise.de
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schrieb am 04.03.06 13:49:10
Beitrag Nr.2237 
(20.505.572)
Antwort
Zitat
Gewerbeverdacht? - 3U zieht die DSL-Bremse
aus dem Bereich Breitband
Bei 3U Telecom geht man gegen Flatrate-Kunden mit Gewerbe-ähnlichem Datenverbrauch vor. Wie schon viele andere Provider in der Vergangenheit schlägt 3U dabei den Weg der Bandbreitendrosselung ein. Ein legaler Weg?



Aus DSL mach ISDN

Der 3U-Telecom-Kunde Klaus H.* aus Mainz traute seinen Augen nicht, als er eines Tages nur zweifache ISDN-Geschwindigkeit an seinem 3U-DSL-Anschluss erreichte. Er vermutete eine Störung und kontaktierte den Support. Die Antwort: 3U Telecom verdächtige Klaus H. der gewerblichen Flatrate-Nutzung und drossele dessen Downstream jeden Tag, sobald mehr als 1,5 Gigabyte durch die Leitung flossen.

Wir fragen 3U Telecom, ob angeblich Gewerbetreibende wirklich in der Bandbreite beschnitten werden. Ein Sprecher bejaht, unterstreicht jedoch, dass dies nur in Einzelfällen passiere. Legitimiert werde diese Vorgehensweise durch den Passus 5.3 in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, so der Sprecher. Dieser besagt: "Wird ein Tarif, der nur zur nicht gewerblichen Nutzung berechtigt, tatsächlich gewerblich genutzt, so ist 3U berechtigt, die Bandbreite soweit zu reduzieren, dass die 3U-Netzinfrastruktur nicht übermäßig belastet wird. Eine gewerbliche Nutzung wird von 3U widerlegbar angenommen, wenn der Nutzer Verbindungsdienstleistungen im verkehrsunüblichen Umfang in Anspruch nimmt."

Kundenanalyse?

Führt 3U Telecom also eine Kundenanalyse durch? "Nein, es gibt weder ein System noch einen Automatismus". Details zum "Auswahlverfahren" konnte man nicht geben. Lediglich, dass es sich bei den ausgebremsten Kunden um wirklich sehr aktive Traffic-Generatoren handeln muss, ließ der Sprecher durchscheinen. Klaus H. surfte monatlich zwischen 30 und 60 Gigabyte Traffic zusammen. Für eine DSL-Anbindung nun wirklich kein exzessiver Wert.

Der Vertreter der Aktiengesellschaft war sehr darauf erpicht, dass diese Vorgehensweise der Allgemeinheit der Klientel dienen solle. Wie zuvorkommend - nur fraglich, welcher Kundendaten sich 3U bemächtigt. Die Speicherung (und folglich auch die Auswertung) personenbezogener Traffic-Statistiken von Flatrate-Kunden ist jedenfalls illegal.
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schrieb am 08.03.06 09:00:37
Beitrag Nr.2238 
(20.567.352)
Antwort
Zitat
Telekom konkurriert mit sich selbst
von Thomas Hillenbrand und Volker Müller, Hannover
Die beiden wichtigsten Konzernbereiche der Deutschen Telekom machen sich gegenseitig Konkurrenz. Walter Raizner, der Chef der Festnetzsparte T-Com, kündigte in Hannover ein Dualtelefon an, mit dem Kunden sowohl zu Hause als auch unterwegs telefonieren können.

T-Com-Chef Walter RaiznerRaizner sagte, das Angebot mit dem Namen T-One werde voraussichtlich ab Juli dieses Jahres verfügbar sein. Erst vor wenigen Wochen hatte Raizners Mobilfunk-Pendant René Obermann von der Mobilfunksparte T-Mobile einen Tarif angekündigt, mit dem Handynutzer ihr Gerät zu Hause zum Festnetzpreis nutzen können.

Das seit langem erwartete Dualtelefon soll Raizner helfen, den dramatischen Kundenschwund im Festnetz zu stoppen. Weil eine wachsende Zahl von Konsumenten inzwischen zu Gunsten des Handys komplett auf einen klassischen Festnetzanschluss verzichtet, verliert T-Com zurzeit mehr als 100.000 Anschlüsse pro Monat. Diese so genannte Festnetzsubstitution dürfte sich noch verstärken: Nach Angaben einer Studie der Unternehmensberatung Mercer werden deutsche Handynutzer im Jahr 2010 durchschnittlich 100 Minuten pro Monat mobil telefonieren, anstelle von derzeit nur 45 Minuten.

Durch die Dualtelefonangebote verstärkt sich der konzerninterne Wettbewerb zwischen T-Com und T-Mobile. Während Obermanns Angebot namens T-Mobile@Home letztlich darauf abzielt, der T-Com Kunden abspenstig zu machen, vertreibt Raizner mit T-One ein Produkt, das diesem Trend entgegenwirken soll. Das T-One-Telefon klinkt sich zudem automatisch ins drahtlose Internet (WiFi) ein, wenn eine entsprechende Sendestation (Hotspot) vorhanden ist. In diesem Fall umgeht der Kunde das Mobilfunknetz komplett.


Programmierte Konflikte

Analysten glauben, dass die Doppelstrategie für Spannungen im Unternehmen sorgen könnte. "Wenn der Kunde in den T-Punkt kommt und ein Dualtelefon möchte, dann gibt es einen gewissen Konflikt", sagte Dan Bieler vom Analysehaus Ovum. Die feinen Unterschiede zwischen den beiden Telekom-Dualangeboten seien für den durchschnittlichen Kunden nur schwer zu verstehen.



Unternehmenszentrale `T-Mobile Campus`"Letztlich ziehen T-Com und T-Mobile heute mit Produkten und Diensten nach, die Wettbewerber längst bieten", sagte Telekom-Analyst Frank Rothauge vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Der dabei zwischen den Telekom-Sparten entstehende Wettbewerb liege in der Natur der Sache. "Angesichts deutlicher Kundenverluste in der Festnetzsparte ist auch die Zeit vorbei, sich mit anderen Geschäftsbereichen abzustimmen", urteilte Rothauge. Sich nun von zwei Seiten dem Kunden zu nähern eröffne zudem die Chance, unterschiedliche Zielgruppen besser zu bedienen.

Auch bei schnellen Internetanschlüssen wird es fortan von beiden Konzernsparten eigenständige Angebote geben. So wird T-Mobile von Mai an Funkmodems verkaufen, die mit 1,8 Megabit pro Sekunde in etwa das Tempo herkömmlicher DSL-Anschlüsse erreichen, wie sie T-Com anbietet. Ende des Jahres sollen mehr als drei Megabit möglich sein und Mitte 2007 sogar mehr als sieben Megabit. In Verbindung mit T-Mobile@Home könnten Kunden damit komplett auf Dienste der Sparte T-Com verzichten, die den Umsatzschwund im Festnetz derzeit vor allem mit hohen Zuwächsen bei DSL ausgleicht.

Parallel setzt T-Com fortan verstärkt auf drahtlose Verbindungen: Raizner sagte am Dienstag, er hoffe auf die neue Technologie Wimax, mit der sich Daten in sehr hoher Geschwindigkeit funken lassen. Bei der Bundesnetzagentur habe die Telekom die nötigen Frequenzen für den Betrieb von lokalen Wimax-Netzen beantragt. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Bonner Unternehmen eine Lizenz erhält. Wie die Bundesnetzagentur am Dienstag mitteilte, sind für das derzeit laufende Wimax-Vergabeverfahren mehr als 900 Anträge eingegangen. Erstens solle die Technik genutzt werden, um die Verfügbarkeit von DSL in Deutschland zu erhöhen. Zweitens "wollen wir mit Wimax den DSL-Anschluss portabel machen", sagte Raizner.

Ihr Handynetz will die Telekom für eine 500 Mio. Euro ausbauen. Zur Fußball-WM werde der deutsche Mobilfunkmarktführer als derzeit erster Betreiber 20 Spiele live übertragen, wie Spartenvorstand Obermann ankündigte. Bereits jetzt wird das mobile TV-Angebot von neun auf 14 Kanäle erweitert.
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schrieb am 08.03.06 09:18:03
Beitrag Nr.2239 
(20.568.059)
Antwort
Zitat
hi...:D

nur mal so wie qsc die wimax technik einschaetzt;)

http://www.qsc.de/file/site1/file_1856_statement_wimaxneu.pdf

...da relativiert sich das ganze wieder.
Avatar
schrieb am 08.03.06 09:30:44
Beitrag Nr.2240 
(20.568.450)
Antwort
Zitat
so in etwa...........:lick:

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