hallo fans der britischen lv,
hier ein pressetext der geldidee:
Lebensversicherung bis zu 100% mehr Rendite
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Top-Policen. Britische Versicherer bieten mehr als die deutsche
Konkurrenz: höhere Renditen, mehr Vielfalt und eine größere
Flexibilität. Die Policen von der Insel entwickeln sich in
Deutschland zum Geheimtipp. GELDidee stellt die besten vor.
Andrew Gowers traf eine für einen Briten ungewöhnliche
Entscheidung: Er siedelte von der Insel auf den Kontinent über -
und das, obwohl die Bürger des Vereinigten Königreichs an den
Eigenheiten ihres Landes hängen wie kaum eine andere Nation.
Doch manchmal bekommt der Chefredakteur der deutschen Ausgabe der
Financial Times Heimweh - zum Beispiel, wenn er über seine
Altersvorsorge nachdenkt. Da bieten die deutschen Versicherer
wesentlich weniger, als der Gastarbeiter aus seiner Heimat gewohnt
ist: bescheidenere Auswahl, niedrigere Ablaufleistungen und weniger
Flexibilität.
Allmählich wandelt sich das Bild. Eine Handvoll britischer
Versicherer den Sprung über den Kanal geschafft. Sie bieten die
erfolgreichen Produkte ihrer Heimat auch in Deutschland an - zum
Teil angepasst an das hiesige Steuerrecht und die deutschen
Gepflogenheiten.
Gemeinsam ist den britischen Angeboten die stärkere Ausrichtung auf
Aktien. Die Unternehmensbeteiligungen bieten langfristig die
höchsten Renditen und sind deshalb für eine vorausschauende
Altersvorsorge die beste Wahl. Entsprechend erzielten die Policen
von der Insel in einzelnen Jahren 100% mehr Rendite als viele
deutsche Pendants.
Deutsche Versicherer dürfen nach geltendem Recht nur bis zu 30% der
Kundengelder in Aktien anlegen. Diese Regelung gilt zwar auf Basis
der Buchwerte - die tatsächlichen Werte können höher sein - doch
das nutzen die wenigsten Gesellschaften aus. Kaum eine kommt wie
die Allianz in der Praxis an einen Aktienanteil von 30% heran. Der
Rest ist vor allem in Zins-Papieren und ein paar Immobilien
investiert.
Vielen heimischen Unternehmen macht deshalb das aktuelle Zinstief
zu schaffen. Unabhängige Branchenexperten wie Michael Franke
befürchten deshalb Leistungskürzungen für die Kunden: "Es wird mit
hoher Wahrscheinlichkeit einige Gesellschaften geben, die künftig
einen großen Teil ihrer prognostizierten Überschüsse nicht mehr
zahlen können."
Umso schlimmer ist es, dass die deutschen Versicherer für
Vertragsabschlüsse nach dem 1. Juli 2000 nur noch 3,25% statt wie
bisher 4,0% Zins auf den Sparanteil garantieren dürfen.
Bundesfinanzminister Hans Eichel ordnete die Senkung an, weil das
Zinstief nach Ansicht der deutschen Versicherungsaufseher keine
höheren Garantien mehr erlaubt.
Da von den gezahlten Beiträgen auch noch die Kosten abgehen, können
die Beitragsrenditen (s. Lexikon) teurer Versicherer im Extremfall
auf ungefähr 1% absinken - da kann sogar ein Sparbuch die bessere
Vorsorge sein.
Diese bieten nicht nur eine aktienreichere Anlagepolitik und gute
Aussichten auf höhere Renditen, sondern häufig auch noch eine
breitere Produktpalette, sicherere Renten für den Ruhestand und
mehr Flexibilität bei der Anpassung des Vertrags an die
individuelle Situation der Kunden. Die in Deutschland noch recht
neuen Produkte avancieren deshalb inzwischen zum Geheimtipp für die
Altersvorsorge.
Zwei Auswahlkriterien gelten dabei für den Produkt-Check: 1. müssen
die britischen Angebote dem deutschen Steuerrecht entsprechen.
2.müssen sie einen echten Zusatznutzen bieten. Fondsgebundene
Lebensversicherungen, bei denen die Versicherten ihren Sparanteil
(s. Lexikon) in Fonds investieren können, scheiden deshalb aus.
Solche Produkte gibt es auch in Deutschland.
Die Fonds-Policen erfreuen sich zwar wachsender Beliebtheit, haben
aber einen großen Nachteil: Sie belassen das Anlagerisiko beim
Versicherten. Dieser könnte also auch eine sehr günstige
Risiko-Lebensversicherung abschließen, um im Todesfall seine
Hinterbliebenen versorgt zu wissen, und den großen Rest des Geldes
direkt in Fonds investieren. Das ist sogar oft wegen der hohen
Kosten für Abschluss und Verwaltung einer Police der günstigere und
zudem flexiblere Weg, Aktien für die Vorsorge zu nutzen.
Die meisten britischen Lebensversicherer bieten aber eine bessere
Leistung: Sie nehmen den Kunden einen großen Teil des Anlagerisikos
ab. "Wir haben sehr viel Erfahrung darin, die Ertragsstärke von
Aktien mit Sicherheiten für unsere Kunden zu verbinden", erklärt
Roland Ward, der Finanzdirektor von Clerical Medical. Die
Gesellschaft besteht seit 1824. Ähnlich alt ist Standard Life. Auf
eine noch größere Erfahrung kann Equitable Life zurückblicken. Die
Erfinder der modernen Lebensversicherung sind seit 268 Jahren in
diesem Metier tätig. Alle 3 Gesellschaften bieten in ihren
Produkten mit Überschussbeteiligung ein cleveres Risikomanagement
an: Sie glätten die jährlichen Ergebnisse so, dass die Kunden bei
Fälligkeit ihrer Verträge in der Regel eine Verzinsung ihres
Sparanteils entsprechend der langfristigen Durchschnittsrendite der
Aktien und Anleihen erhalten. Das größte Risiko bei diesen Policen
besteht also darin, dass Aktien sich über Jahrzehnte schlecht
entwickeln könnten. Standard Life hat den Renditeunterschied
zwischen ihren britischen Verträgen über 30 Jahre und
vergleichbaren Verträgen eines durchschnittlichen deutschen
Versicherers berechnet und kommt auf einen Vorsprung von 2,1
Prozentpunkte nach Abzug der unterschiedlichen Inflationsraten.
Seit dem Start in Deutschland sind die Ergebnisse sogar noch
wesentlich besser, weil sich die Aktienmärkte sehr gut
entwickelten. "Vom 1. März 1996 bis 1. März 2000 erzielten wir eine
durchschnittliche Rendite von 35,7% im Jahr", freut sich
Niederlassungsleiter Bertram Valentin. Das ist besonders
beachtlich, weil die Briten damit sogar den Deutschen Aktienindex
Dax deutlich übertrafen, der auf 30,1% kam - und das, obwohl nur
ungefähr 80% der Kundengelder in Aktien steckten und der Rest in
wesentlich ertragsschwächeren Anleihen. Die den Kunden zugewiesenen
Werte sind durch das Glättungsverfahren allerdings deutlich
niedriger.
Auch die beiden anderen britischen Gesellschaften können gute
Zahlen vorlegen. Olaf Neuenfeldt, Deutschland-Chef von Clerical
Medical nennt eine Gesamtverzinsung der Sparanteile von 15,3% pro
Jahr für die Zeit von Anfang 1995 bis Anfang 1999. Dieses Ergebnis
wäre einem Kunden bei einer Vertragskündigung Anfang 1999
zugewiesen worden.
Norbert Ras, Hauptbevollmächtigter von Equitable Life in
Deutschland, gibt die Gesamtzuweisung an die Kunden für die Jahre
ab dem 1. Juli 1994 mit durchschnittlich 10,5% an. Sie schwankte
zwischen 8,5% und 13% und liegt etwas niedriger, weil Equitable
Life nur zu ungefähr 2 Drittel des Deckungsstocks (s. Lexikon) in
Aktien investiert statt etwa 4 Fünftel wie bei den beiden anderen
britischen Gesellschaften.
Die wesentlich höheren Aktienquoten als bei deutschen Unternehmen
führen zu höheren Renditen. Einziger Nachteil: Sie schränken die
Möglichkeiten ein, den Kunden bei Vertragsabschluss einen
Garantiezins zuzusichern.
Bei den Anspar-Verträgen sind die Garantieleistungen der Briten
deshalb niedriger als die der deutschen Gesellschaften. Allerdings
schrumpft der Abstand durch die Absenkung des deutschen
Garantiezinses. Außerdem liegt diese Mindestrendite so niedrig,
dass kaum ein Kunde einen Vertrag abschließen würde, wenn er
ernsthaft mit einem Absinken der Leistung auf das Garantieniveau
rechnen würde.
Bei den Sofortrenten gegen einen einmaligen Beitrag haben die
Briten dagegen auch Produkte im Programm mit teilweise wesentlich
höheren Garantien als ihre deutsche Konkurrenz. Gerade für die
Lebensphase, in der vielen Menschen Sicherheit besonders wichtig
ist, zahlt sich so die breitere Produktpalette der Briten aus.
Über die Solidität der britischen Gesellschaft in Deutschland wacht
nicht das deutsche Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen
(BAV), sondern eine britische Behörde. Diese lässt den Unternehmen
traditionell mehr Freiheiten, greift aber auch schärfer durch, wenn
sie Missstände entdeckt.
Zu den regelmäßigen Checks gehört die Überprüfung der Fähigkeiten
des Versicherers zur Erfüllung seiner dauerhaften Verpflichtungen.
Eine Kennzahl dafür ist die so genannte Solvabilität. Sie soll
möglichst weit vom Minimum (100%) entfernt sein. Die deutschen
Gesellschaften kommen im Schnitt auf 188%, die britischen
Unternehmen auf einen wesentlich höheren Wert: durchschnittlich
425%. Ein weiteres Element des britischen Verständnisses von
Sicherheit: Die Unternehmen auf der Insel haben einen
Sicherungsfonds (s. Lexikon) gegründet, um die Kundengelder beim
Zusammenbruch eines Lebensversicherers zu schützen. Der Policy
Protection Fund springt für 90% der zu dem Zeitpunkt der Pleite
garantierten Leistungen ein.
In Deutschland stieß der oberste Versicherungsaufseher Helmut
Müller mit seinem Vorschlag nach einer ähnlichen
Sicherungseinrichtung auf wenig Gegenliebe in der Branche. Dabei
sieht der BAV-Chef durchaus auch hier zu Lande die Gefahr einer
Versicherungspleite: "Die Gefahr von Konkursen ist auch in
Deutschland größer geworden. In einem stark umkämpften Markt kann
es auch Verlierer
geben."
Autor: Ulrich Buchholtz
aus der gleichen zeitschrift:
Das Erfolgsgeheimnis der Briten:
Ihr Glättungsverfahren
Die britischen Versicherungsgesellschaften haben mit dem
Glättungsverfahren ein cleveres Risikomanagement entwickelt.
Britische Versicherungen investieren traditionell stark in Aktien,
um ihren Kunden hohe Leistungen bieten zu können. Doch auch auf der
Insel gibt es schlechte Zeiten, in den die Kurse fallen - und die
Börse nimmt keine Rücksicht darauf, ob ein Versicherungskunde
gerade seine Auszahlung erhält.
Die britischen Gesellschaften haben deshalb ein Verfahren
entwickelt, wie sie ihren Kunden zuverlässig die langfristige
Durchschnittsperformance eines aktienlastigen Deckungsstocks
sichern können: das so genannte Smoothing (Glättung).
"Wir halten einen Teil der Rendite aus den Jahren mit guter
Performance zurück, um damit die Ergebnisse in Jahren mit
schlechter Performance zu subventionieren", erklärt Robin
Gillespie, Aktuar bei Clerical Medical. So ergibt sich im Vergleich
zur Börsenentwicklung eine geglättete Wertentwicklung mit weitaus
weniger Schwankungen (s. Grafik ).
Was so einfach klingt, ist eine Kunst, denn auch die britischen
Versicherungsmathematiker sind keine Hellseher. Sie können zwar
Börsen-Prognosen ihrer Management-Kollegen für die nächsten 2 oder
3 Jahre einholen, doch sie wissen auch nicht mit Sicherheit, wie
sich die Aktienmärkte entwickeln werden.
"Kursgewinne von Aktien können auch wieder verloren gehen", nennt
Gillespie das größte Problem seines Berufsstandes. Deshalb
profitieren die Kunden bei den meisten britischen Versicherern über
ein 2-stufiges Verfahren von der Wertentwicklung.
Sie erhalten zunächst am Ende eines jeden Jahres eine garantierte
Beteiligung an dem Anlageergebnis. So kann die ihnen nicht mehr
verloren gehen und beträgt - je nach Gesellschaft und Vertragstyp -
meist zwischen 3,00 und 5,25%.
Zusätzlich zahlt ihnen die Gesellschaft bei Fälligkeit des Vertrags
einen Schlussbonus, der die Höhe der sofortigen Beteiligung weit
übertreffen kann. Manche Gesellschaften wie Equitable Life teilen
ihren Kunden jedes Jahr die voraussichtliche Gesamtverzinsung mit.
Andere tun dies nicht, weil der Schlussbonus verloren gehen könnte,
wenn es zu einem schweren Crash am Aktienmarkt käme und die Kurse
sich über viele Jahre nicht erholen würden.
Löst ein Kunde seinen Vertrag vorzeitig auf, berechnet der Aktuar,
ob die Gesellschaft dem Kunden einen Teil des Schlussbonus zahlen
kann. Theoretisch könnte sie auch einen Abzug vornehmen, wenn sich
die Börse wesentlich schlechter entwickelt hat als geplant. Stets
entsprechen jedoch Bonus oder Abschlag nicht den Extrempunkten der
Aktienkurse, sondern sind stark abgemildert. Robin Gillespie nennt
ein Beispiel: "Im Herbst 1998 büßte der Deutsche Aktienindex Dax in
etwa 3 Monaten knapp 40% ein. Wir hätten für diese Zeit nur einen
Abschlag von 8% vorgenommen."
In der Praxis erhielten jedoch Kunden, die zu dieser Zeit
kündigten, hohe Boni, weil sie von den überdurchschnittlichen
Aktiengewinnen in den Monaten und Jahren davor profitierten
und dann noch das interview mit michael franke, vom anerkannten
institut franke & bornberg
"Einige deutsche Versicherer werden ihre Überschüsse senken
müssen"
Michael Franke ist Mitinhaber des unabhängigen Instituts für
Versicherungsanalyse Franke & Bornberg in Hannover.
Die deutschen Lebensversicherer senken den Garantiezins für neue
Verträge ab dem 1. Juli von 4,0 auf 3,25%. Hat dies eine praktische
Auswirkung für die Kunden?
Franke: Die garantierten Werte sinken zwar, aber dafür erhöht sich
die Überschussbeteiligung, sodass die Gesamtleistung gleich bleiben
sollte. Praktische Auswirkungen für die Kunden hätte die Senkung
nur, falls die Überschussbeteiligung sehr stark sinken oder ganz
wegfallen würde.
Halten Sie eine solche Entwicklung für möglich?
Franke: Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einige Gesellschaften
geben, die künftig einen großen Teil ihrer prognostizierten
Überschüsse nicht mehr zahlen können.
Weswegen?
Franke: Zum einen wird die Lebenserwartung weiter steigen, sodass
die Unternehmen die Renten länger zahlen müssen als kalkuliert. Zum
anderen gibt es eine Reihe von Unternehmen, die für ihr Neugeschäft
mit einer Überschussbeteiligung werben, die sie am Kapitalmarkt
derzeit nicht erzielen. Sie subventionieren ihr Neugeschäft mit
Erträgen aus der Vergangenheit. So etwas kann nur eine Zeit lang
gut gehen.
Wie sieht eine solche Subventionierung konkret aus?
Franke: Etwa die Hälfte aller Neuabschlüsse sind Verträge gegen
Einmalbeitrag. Dieses Geld müssen die Unternehmen sofort anlegen.
Doch sie verdienen derzeit selbst mit lang laufenden Staatsanleihen
nur um die 5% Zinsen. Einige Gesellschaften prognostizieren aber
Leistungen, die auf Erträgen von 7,5% und mehr beruhen. Um diese
Lücke zu decken, lösen sie Reserven auf.
Wie lange werden die Reserven noch reichen?
Franke: Das lässt sich nicht generell sagen. Die Höhe der Reserven
schwankt stark von Gesellschaft zu Gesellschaft. Außerdem spielt
die künftige Zinsentwicklung eine Rolle. Mit der Hannoverschen
Leben hat ja das erste Unternehmen schon seine Prognosen deutlich
gesenkt. Einige andere dürften in den nächsten Jahren folgen.
Die Versicherer könnten diese Ertragslücken doch auch durch eine
hohe Aktienquote decken.
Franke: Wir haben uns die Geschäftsberichte einiger Gesellschaften
mit hohen Prognosen angesehen und häufig nur geringe Aktienquoten
um die 10%festgestellt. Das dürfte nicht ausreichen.
gruss eschi