schrieb am 05.09.01 14:57:23
hier noch ein bericht von michael deakin - chief investment officer
von cm:
Investment-Ansichten
August 2001
Unsere Sicht der Weltmärkte
Überblick
In seinem kürzlichen Bericht gegenüber dem Kongress über die Lage
der US-Wirtschaft sagte der Vorsitzende der Federal Reserve Alan
Greenspan, dass er bezüglich der Aussichten auf eine Erholung
optimistisch sei, obwohl die derzeitige konjunkturelle Lage
unsicher sei. Außerdem sind wir zuversichtlich, dass die
ergriffenen Maßnahmen, die eine erhöhte Liquidität zur Folge
hatten, zu einer stärkeren wirtschaftlichen Aktivität führen
dürften und in den nächsten Monaten die Voraussetzungen für einen
stärkeren Aktienmarkt schaffen werden.Die langfristige
Attraktivität der europäischen Aktien bleibt bestehen. Jüngste
Daten deuten darauf hin, dass die Inflation in der Euro-Zone unter
Kontrolle sein könnte, was Zinssenkungen im zweiten Halbjahr diesen
Jahres ermöglichen sollte. In Großbritannien haben weitere
Anzeichen für eine rückläufige Konjunktur die Bank of England dazu
veranlasst, eine überraschende Zinssenkung anzukündigen. Dennoch
wird der britische Aktienmarkt kurzfristig wahrscheinlich stark
durch die Richtung der US-Wirtschaft beeinflusst sein.Die
asiatischen Volkswirtschaften sind bereits vom konjunkturellen
Abschwung in den USA betroffen, und der Fortschritt der Märkte
hängt weiterhin stark von der Richtung der US-Wirtschaft ab. In
Japan sind wirtschaftliche Reformen nach Herrn Koisumis Wahlsieg
bereits einen Schritt weiter. Dennoch ist eine Zusammenarbeit
zwischen der Bank von Japan und der Regierung wesentlich, um den
geplanten Reformen den erforderlichen Schwung zu verleihen.
Clerical Medical verfügt über ein erhebliches freies Vermögen, und
obwohl die in seinen Bestimmungen festgelegten Garantien
berücksichtigt werden, lautet das Ziel, die Investmentpolitik so
flexibel wie möglich zu gestalten, um die Erträge zu maximieren.
Aktien haben traditionell höhere langfristige Erträge
erwirtschaftet, als andere Anlageformen. Zum Beispiel haben
europäische Aktien nach dem FTSE World - Europe Ex UK Index im
10-Jahreszeitraum bis Ende 2000 eine durchschnittliche
Jahresrendite von 18,5% erzielt und somit erheblich besser
abgeschnitten, als europäische Staatsanleihen, die eine Rendite von
9,4% erbrachten.* Obwohl wir in Zukunft ein weniger
überdurchschnittliches Ergebnis erwarten, gehen wir dennoch davon
aus, dass Aktien die besten langfristigen Erträge bieten.Michael
Deakin - Chief Investment Officer Clerical Medical Investment
Management
Europäische Aktien
Übergewichtet
· Inflation in der Euro-Zone scheint höchsten Stand erreicht zu
haben:
Zweifel an der europäischen Wirtschaft werden durch die
Unnachgiebigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) bezüglich der
Zinssätze verstärkt. Sie hat die konjunkturelle Abkühlung
heruntergespielt und sich hingegen auf den kürzlichen
Inflationsanstieg konzentriert. Wir gehen jedoch davon aus, dass
der Inflationsanstieg in Europa wieder rückläufig sein wird, in
Deutschland hat sie bereits begonnen wieder zu fallen. Der Euro
scheint sich stabilisiert zu haben, aber noch wichtiger ist, dass
wir den Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise nur für
vorübergehend halten. Die Juni-Daten deuten darauf hin, dass die
Inflation ihren höchsten Stand erreicht hat, und frühe Anzeichen
aus Deutschland und Italien lassen einen weiteren Rückgang im Juli
vermuten. Bisher sieht es weiterhin so aus, dass die EZB die Zinsen
frühestens Ende August senken könnte.
· Unterbewerteter Euro wird Exporteure unterstützen
Politisch gesehen ist dies zwar peinlich, aber der schwache Euro
hat – auf Kosten eines gewissen inflationären Drucks – eine
exportbasierte Erholung in der Euro-Zone angeregt. Obwohl eine
Rezession in den USA weniger anpassungsfähige Volkswirtschaften in
Schwierigkeiten bringen könnte, halten wir dieses Szenario für
unwahrscheinlich. Aggressive Zinssenkungen in den USA im ersten
Halbjahr diesen Jahres werden die Konjunktur wahrscheinlich
ankurbeln, was die US-Währung wiederum stützen dürfte. Ein stabiler
aber unterbewerteter Euro dürfte die Exporteure aus der Euro-Zone
weiterhin unterstützen, wenn sich die weltweite Nachfrage zu
erholen beginnt.
· Globaler Konjunkturrückgang hat weiterhin Auswirkungen auf die
Euro-Zone
Die Auswirkungen des globalen Konjunkturrückgangs beeinträchtigen
die Euro-Zone weiterhin viel stärker, als ursprünglich erwartet. Da
der Bereich der gehandelten Waren 15% des Bruttoinlandsprodukts der
Wirtschaft in der Euro-Zone ausmacht, und der Exportanstieg sich
wahrscheinlich gegenüber den 12% des vergangenen Jahres mehr als
halbieren wird, sollte es nicht überraschend sein, dass die
Konjunktur auch in Europa rückläufig ist. Die Zuversicht der
Unternehmen ist stark zurückgegangen, und die deutsche IFO-Umfrage
weist einen Stand auf, der zuletzt 1996 verzeichnet wurde, obwohl
dieser dennoch wesentlich höher ist als 1993 zu Zeiten der
Rezession. Der europäische Industriesektor ist – genau wie im Rest
der Welt – der Wucht des Konjunkturabschwungs ausgesetzt, und der
PMI-Index ist unter das entscheidende Niveau von 50 gesunken, was
auf einen Rückgang der Aktivitäten hindeutet. Dies reflektiert sich
auch in den jüngsten Produktionsdaten der Industrie, die einen
Rückgang von 0,1% im Mai, sowie einen Rückgang um 0,1% im Vergleich
zum Vorjahr – den ersten Rückgang im Vorjahresvergleich –
aufweist.
· Selbst stabilere Volkswirtschaften zeigen Anzeichen von
Schwäche
Selbst in Ländern wie Frankreich, die bis vor kurzem wirtschaftlich
stabil aussahen, machen sich Anzeichen einer Verbraucherschwäche
bemerkbar. Infolge des unerwarteten Verbrauchsrückgangs der
französischen Haushalte im Mai ist die Zuversicht der Verbraucher
erneut gesunken und – im Gegensatz zu den USA – wird erwartet, dass
sich diese Lage in Zukunft noch verschlechtern wird.
· Aussichten
Die langfristige Attraktivität der europäischen Aktien bleibt
bestehen. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass die Inflation in
der Euro-Zone unter Kontrolle sein könnte, was Zinssenkungen im
zweiten Halbjahr diesen Jahres ermöglichen sollte.
Die dargelegten Ansichten sind jene von Clerical Medical Investment
Group Limited – Stand 31. Juli 2001
Teil 2 folgt gleich
schrieb am 05.09.01 14:58:27
Teil 2:
US-Aktien
Übergewichtet
· Weitere Zinssenkung wahrscheinlich
Aus dem aufmerksam verfolgten Juli-Bericht des Vorsitzenden der
Federal Reserve, Alan Greenspan, ging der klare Hinweis auf eine
weitere Lockerung der Geldpolitik hervor. Obwohl er sich bezüglich
einer Konjunkturerholung weiterhin zuversichtlich zeigte, warnte
Greenspan davor, dass „wir nicht von dem Risiko befreit sind, dass
die konjunkturelle Schwäche stärker ausfällt, als zur Zeit
erwartet“. Die Zentralbank hat die Zinsen seit Beginn des Jahres
von 6,5% auf 3,75% gesenkt, und es wird erwartet, dass sie die
Kreditzinsen auf ihrer Sitzung im August erneut senken wird. Obwohl
die fallenden Zinsen den Optimismus unter den Anlegern erhöht
haben, führten Ängste bezüglich der Unternehmensgewinne in diesem
Jahr zu niedrigen Börsenerträgen. Zinsänderungen haben jedoch eine
verzögerte Auswirkung auf die Konjunktur, und es wird erwartet,
dass sie zu einer verstärkten Wirtschaftstätigkeit führen, was ein
stabileres Klima für eine Belebung der Aktienkurse schaffen
würde.
· US-Verbraucher sind widerstandsfähig
Trotz Anzeichen einer Verlangsamung hat sich der Verbrauch in den
letzten Monaten als recht widerstandsfähig erwiesen, was die
Hoffnung beflügelt, dass die US-Verbraucher der lahmenden
Konjunktur zur Hilfe kommen werden. Die Julidaten wiesen u. a.
einen Anstieg der Verbraucherausgaben aus, der die Erwartungen
übertraf. Dennoch ging der Confederation Board Index für
Verbraucherzuversicht stärker als erwartet zurück. Die Zuversicht
wurde in den letzen Monaten durch die Stärke des Wohnungsmarktes
untermauert, und es besteht die Hoffnung auf eine weitere Erholung
durch die Steuerkürzungen der Bush-Regierung in Höhe von $1,35
Billionen.
· Unternehmensgewinne im zweiten Quartal nicht niedriger als
erwartet
Der US-Markt hat sich im Juli – ein Zeitraum, in dem die meisten
Firmen in den USA ihre Gewinne für das zweite Quartal
veröffentlichten - recht gut behauptet. Wie erwartet, hat sich die
rückläufige Konjunktur weiterhin erheblich auf die
Unternehmensgewinne ausgewirkt. Aus den Daten von Thomson
Financial/First Call geht hervor, dass die ersten 400 der S&P
500 Unternehmen, die ihre Ergebnisse vorgelegt haben, einen
Gewinnrückgang von ca. 17% gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen haben.
Dennoch meldeten Firmen wie Microsoft, General Electric und
Wal-Mart Gewinne, die den Erwartungen entsprachen oder diese
übertrafen. Firmen, die den Markt enttäuscht haben, waren u.a.
Merrill Lynch und die Technologiefirma JDS Uniphase. Der Markt
hofft, dass die erwartete Verbesserung der Konjunkturlage bis Ende
des Jahres zu einer Wiederbelebung der Unternehmensgewinne führen
wird.
· Arbeitsplatzverluste könnte Verbraucher entmutigen
Die für Juni gemeldeten Arbeitslosenzahlen deuteten auf einen
weiteren starken Rückgang der Arbeitsplätze hin, und bestätigen,
dass der Arbeitsmarkt in dem Quartal – zum ersten Mal seit der
letzen Rezession – rückläufig war. Obwohl die
Produktionsunternehmen davon weiterhin am meisten betroffen sind,
sind die im Servicesektor geschaffenen Arbeitsplätze auf dem
niedrigsten Stand seit August 2000. Eine Reihe bekannter
Unternehmen – einschließlich Hewlett Packard und American Express –
haben im letzten Monat hohe Entlassungszahlen berichtet. Wenn die
Entlassungen fortfahren, wird sich der Markt über die Auswirkungen
auf die Zuversicht der Verbraucher Sorgen machen müssen.
· Aussichten
Eine höhere Liquidität wird die Wirtschaftstätigkeit beleben, und
die Voraussetzungen für einen stärkeren Aktienmarkt dürften später
in diesem Jahr gegeben sein.
Die dargelegten Ansichten sind jene von Clerical Medical Investment
Group Limited – Stand 31. Juli 2001
Japanische Aktien
Neutral
· Koisumi erringt Wahlsieg
Die Regierungskoalition von Premierminister Junichiro Koisumi hat
bei den kürzlichen Oberhauswahlen ihre Mehrheit beibehalten und 78
der 121 Sitze gesichert. Dieses Ergebnis dürfte Herrn Koisumi das
erforderliche Mandat für die Fortführung seines Programms radikaler
Reformen zur Umstrukturierung von Japans ins Stocken geratener
Wirtschaft geben. Die liberaldemokratische Partei ist jedoch sehr
konservativ, und Herr Koisumi wird die Führer der Gruppierungen in
seiner eigenen Partei davon überzeugen müssen, seine radikalen
Reformen zu unterstützen. Herr Koisumi hat gesagt, dass er dies
nicht für ein Problem hielte, da er der Ansicht ist, er habe nur
wenige Opponenten in seiner Partei, und dass sich der anfängliche
Widerstand bald in Kooperation umwandeln würde.
· Reformen werden kurzfristig schmerzhaft sein
Trotz des bisherigen Fehlens einer klaren politischen Linie werden
die Reformpläne, über die Herr Koisumi gesprochen hat, mit
Sicherheit zu einer steigenden Zahl von Konkursen und steigender
Arbeitslosigkeit führen und könnten eine ernste Bedrohung für die
Stabilität des hochverschuldeten Bankensystems darstellen. Trotz
dieser negativen Begleiterscheinungen engagiert sich Herr Koisumi
weiterhin für Wirtschaftsreformen, obwohl er zugibt, dass eine
sichtbare Erholung noch einige Zeit dauern könnte. Um seine
Reformen erfolgreich durchsetzen zu können und die Auswirkungen
einer Rezession zu minimieren, muss die japanische Zentralbank ihre
Geldpolitik noch weiter lockern. Die Bank von Japan ist jedoch
nicht sehr handlungswillig, solange sie keine Anzeichen für eine
eingeleitete Reform sieht. Solange keine Einigung zwischen der
Regierung und der japanische Zentralbank erzielt werden kann, oder
eine der beiden Seiten zuerst handelt, wird nur wenig Fortschritt
erzielt werden.
· Konjunkturlage wird schlechter
Die veröffentlichten Wirtschaftsdaten deuten weiterhin auf eine
Wirtschaft hin, die sich in Richtung auf eine Rezession zubewegt.
Die jüngsten Produktionsdaten der Industrie zeigen den vierten
aufeinander folgenden monatlichen Rückgang von 0,7%, was wesentlich
schlechter ist als die Prognose der Analysten. Die Bank von Japan
hat ihre Wirtschaftsaussichten erneut heruntergeschraubt, und die
Tankan-Untersuchung über die Zuversicht der Unternehmen weist den
niedrigsten Stand seit über einem Jahr auf. Die
Einzelhandelsumsätze sind weiterhin schwach und waren im Juni
gegenüber dem Vorjahr um 2,7% gefallen – der dritte aufeinander
folgende monatliche Rückgang. Es wird allgemein erwartet, dass das
BIP für das zweite Quartal wieder negativ sein wird, was ein
Rezessionsklima bestätigt.
· Aussichten
Nach Herrn Koisumis Wahlsieg sind Wirtschaftsreformen einen Schritt
näher gerückt. Dennoch ist eine Zusammenarbeit zwischen der Bank
von Japan und der Regierung wesentlich, um den geplanten Reformen
den erforderlichen Schwung zu verleihen.
Die dargelegten Ansichten sind jene von Clerical Medical Investment
Group Limited – Stand 31. Juli 2001
schrieb am 05.09.01 14:59:56
Teil 3 vom bericht von michael deakin - chief investment officer
von cm:
Asiatische Aktien
Neutral
· Wirtschaftswachstum in China weiterhin stark
Die chinesische Regierung führt ihre Reformpläne weiterhin mit
großem Tempo durch. Sowohl die Geld- als auch die Fiskalpolitik
sind expansiv, und die Zunahme der ausländischen
Direktinvestitionen infolge des Beitritts zur
Welthandelsorganisation werden sich positiv auf das Land auswirken.
Die jüngsten Wirtschaftswachstumsdaten bestätigen, dass die
chinesische Wirtschaft – im Gegensatz zu anderen asiatischen und
globalen Wirtschaften – weiterhin stark wächst. Im zweiten Quartal
wuchs die chinesische Wirtschaft um 7,8% gegenüber dem selben
Zeitraum im Vorjahr. In China bestehen enorme
Wachstumsgelegenheiten, aber viele Firmen sind in einem Umfeld
tätig, dass das noch recht weit davon entfernt ist, als
„Marktwirtschaft“ bezeichnet zu werden, in der die Preise sich aus
dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage ergeben.
· Verbesserung der Liquiditätslage
Die Liquiditätslage in den asiatischen Märkten wird von Monat zu
Monat besser. Bisher hat noch kein Nettokapitalzufluss
stattgefunden, aber der Kapitalabfluss ist rückläufig, die Zinsen
fallen und die Märkte werden allgemein von internationalen Anlegern
untergewichtet. Die Banken verfügen über eine hohe Liquidität, und
ein Umschwung der Börsenstimmung könnte dazu führen, dass dieser
Kapitalzufluss in die Finanzmärkte fließt, was zu einer Belebung
der Aktienmärkte in der Region führen könnte.
· Nachlassen der US-Wirtschaft beeinträchtigt Wachstum
Die US-Wirtschaft ist weiterhin rückläufig, was zu einer Abwertung
der Prognosen für das Wirtschaftswachstum in den asiatischen
Regionen für 2001 geführt hat. Die führenden asiatischen
Wirtschaften waren hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, von
der starken US-Nachfrage nach ihren Exporten abhängig, um das
Wachstum seit der Finanzkrise 1997/8 wieder anzukurbeln.
· Aussichten
Die Richtung der asiatischen Volkswirtschaften hängt weiterhin
stark vom Verlauf der US-Wirtschaft ab. Die Inlandsnachfrage ist
nach wie vor nicht ausreichend, um die Stagnation auszugleichen,
wenn die US-Wirtschaft zu stark rückläufig ist. Außerdem wurden
keine ausreichenden Umstrukturierungen für ein besseres Management
der Firmen und der Volkswirtschaften durchgeführt. Die Geschichte
lehrt uns jedoch, dass fallende Zinsen in den USA für die
asiatischen Börsen tendenziell positiv sind, obwohl dies aufgrund
ihrer geschlossenen oder halb geschlossenen Kapitalbilanzen weniger
stark für China und Taiwan gilt. Einige asiatische Märkte bieten
höhere Erträge als Wall Street.
Die dargelegten Ansichten sind jene von Clerical Medical Investment
Group Limited – Stand 31. Juli 2001
Britische Aktien
Übergewichtet
· Jüngste Tiefstände könnten Tiefpunkt der Baisse bedeuten
In absoluten Zahlen war die Performance der britischen Aktienmärkte
im letzten Monat erneut enttäuschend. Die Märkte haben ihre
vorherigen Handelsspannen bei den Kursen nicht erreichen können und
haben ähnliche Tiefpunkte erreicht wie jene, als die Märkte Ende
Mai/ Anfang April ihre Wertpapierbestände abgestoßen haben. Die im
März erreichten Tiefpunkte wurden mit der Ansicht in Verbindung
gebracht, dass sich die Weltwirtschaft auf eine Rezession zubewegt,
aber da wir weiterhin glauben, dass dieses Szenario vermieden wird,
sind wir zuversichtlich, dass hiermit die Tiefpunkte dieses
Baisse-Marktes in britischen Aktien erreicht sind.
· Weitere Zinssenkungen in naher Zukunft möglich
In den letzten Wochen hat die anhaltende Schwäche der britischen
Wirtschaft zu einem verstärkten Druck auf das Monetary Policy
Committee (MPC) der Bank of England geführt, dem Beispiel Amerikas
zu folgen und die Zinsen erneut zu senken. Obwohl die im Juli
veröffentlichten zugrunde liegenden Inflationsdaten bei einem
enttäuschenden Stand von 2,4% blieben, hielt man dies nicht für
ausreichend, um die Zinssenkung um 0,25% Anfang August zu
verhindern. Daher scheint es, dass das MPC sich keine übermäßigen
Sorgen um die anhaltende Stärke der Verbrauchernachfrage und des
Wohnungsmarktes bzw. über die Entscheidung der OPEC, die
Ölproduktion um 1 Million Barrel pro Tag zu reduzieren, macht. Wenn
das MPC den Schwerpunkt weiterhin auf schwache Bereiche legt,
können erneute Zinssenkungen nicht ausgeschlossen werden.
· Massenweise Gewinnwarnungen
Der Rentabilitätsrückgang der Unternehmen wird sich im dritten
Quartal fortsetzen, wobei die Firmen im Technologie-, Medien- und
Telekommunikationssektor wieder am meisten betroffen sein werden.
Wir glauben, dass der Gewinnrückgang einer der Hauptfaktoren ist,
der die Stimmung unter den Anlegern unterminiert; und die Aktien
werden wahrscheinlich solange keine nachhaltige Erholung aufweisen,
bis der Markt seine Zuversicht in die Fähigkeit der Unternehmen,
einen Gewinnanstieg zu erzielen, wiedererlangt hat..
· Abschwung im Produktionssektor weitet sich aus
Bisher war von dem konjunkturellen Abschwung in Großbritannien
hauptsächlich der Produktionssektor betroffen. Die Daten für das
zweite Quartal zeigen jedoch, dass der Abschwung beginnt, sich
verstärkt auch auf andere Bereiche auszuwirken, was darauf
hindeutet, dass der Rest der Wirtschaft gegenüber der Malaise im
Produktionsbereich nicht ganz so immun zu sein scheint, wie zuvor
gehofft wurde. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, würden größere
Sorgen über die Arbeitsplatzsicherheit unweigerlich das Vertrauen
der Verbraucher und die Verbraucherausgaben beeinträchtigen, und
somit den Bereich unterminieren, der bisher die Antriebskraft der
britischen Wirtschaft darstellte.
· Aussichten
Obwohl die wirtschaftlichen Rahmendaten weiterhin akzeptabel sind,
ist es unwahrscheinlich, dass der britische Aktienmarkt große
Fortschritte macht, während die Zweifel am Verlauf der
US-Wirtschaft fortbestehen.
Die dargelegten Ansichten sind jene von Clerical Medical Investment
Group Limited – Stand 31. Juli 2001
Investmentansichten
August 2001
Euro-Erträge nach World-Indices
Schlußstand am 31.07.2001 Gesamtertrag Ein Monat (%) Gesamtertrag
Drei Monate (%) Gesamtertrag seit 2001 (%) Gesamtertrag Ein Jahr
(%) ACR Fünf Jahre (%)
World-Indices
FTSE World - World Index 304,28 -5,10 -4,57 -5,37 -12,84 +18,50
FTSE World - World Ex UK 301,74 -5,26 -4,45 -5,17 -13,26 +18,45
Britische Indices
FTSE 100 5.529,10 -3,86 -6,09 -7,61 -10,15 +19,21
FTSE All-Share Index 2.663,90 -4,18 -5,83 -7,13 -9,98 +18,56
FTSE World - UK 328,97 -3,71 -5,66 -7,22 -8,77 +18,77
FTSE-A Brit Govt All Stocks 154,36 +0,19 +2,75 +3,39 +6,24
+16,59
FTSE-A Brit Govt Ind Lk All 253,78 -0,86 +4,61 +0,81 +1,46
+16,40
Nordamerikanische Indices
Utd States Dj Industrial Avrge 10.522,81 -3,06 -0,68 +4,67 +5,91
+23,62
S&P 500-Total Return (Gross) 3.672,78 -4,20 -1,46 -0,87 -9,27
+25,30
FTSE World - North America 500,11 -4,64 -1,83 -2,21 -10,38
+25,25
Europäische Indices
France CAC 40 5.085,51 -2,68 -9,83 -14,19 -22,27 +20,84
Germany Dax(Perf) 5.861,19 -3,25 -6,44 -8,90 -18,49 +18,82
FTSE World - Europe Ex UK 301,71 -3,18 -7,97 -12,59 -16,91
+20,43
Japanische Indices
Japan Nikkei 225-Cap Return 11.860,77 -11,63 -14,68 -15,58 -29,92
-5,75
Japan Topix 1.190,31 -11,59 -12,47 -8,35 -22,89 +0,41
FTSE World - Japan 105,47 -11,56 -13,17 -9,82 -22,78 +1,46
Indices – Pazifischer Raum
Hong Kong Hang Seng 12.316,69 -8,63 -6,77 -12,44 -22,56 +11,65
Australia All Ord-Cap Return 3.270,80 -7,76 +0,65 +1,56 -5,56
+8,36
FTSE World - Asia Pacific Ex J 178,99 -8,81 -4,22 -2,21 -15,46
+2,29
Basis: Close to Close, in Euro mit reinvestierten Bruttoerträgen.
Fünfjährige ACR-Erträge errechnet in D-Mark
Quelle: Lipper, eine REUTERS-Gesellschaft.
Wichtige Hinweise
Sofern dies nicht anderweitig angegeben ist, ist die Performance
der Markt-Indices in Euro angegeben, auf einer Close-to-Close-Basis
mit reinvestierten Bruttoerträgen.
Sofern dies nicht anderweitig angegeben ist, sind die dargelegten
Ansichten und Meinungen jene von Clerical Medical Investment Group
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Ref: RF03
* Datenquelle: Lipper, eine REUTERS-Gesellschaft
Basis der Performance:
Jährliche Rendite bei Wiederanlage der Zinszahlungen,
Close-to-Close, mit reinvestierten Bruttoerträgen, in D-Mark /Euro
- Equity return - FTSE World - Europe Ex UK Index
Bond-Erträge - Salomon Government Bonds European Index
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