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DAX-Werte im Chartcheck ( Seite 4495)
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Chartsignal zu DAX

Neues 13-Wochentief (short)
DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Symbol: DAX
Xetra (EUR), 25.05.12 | 17:45
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schrieb am 22.02.12 09:19:16
Aareal Bank wird nach Gewinnsprung vorsichtig - Geld bei EZB
geparkt
WIESBADEN/FRANKFURT - Nach einem kräftigen Gewinnsprung in der
Krise geht die Aareal Bank mit gedämpften Erwartungen in das Jahr
2012. 'Die Rahmenbedingungen haben sich verschlechtert', erklärte
der Vorstandschef des Wiesbadener Immobilienfinanzierers, Wolf
Schumacher, am Dienstag in Frankfurt. Angesichts der sich
eintrübenden Konjunkturperspektiven und der ungelösten
Schuldenkrise rechnet der Vorstand mit einem leichten Rückgang des
operativen Gewinns. 2011 war dieser um 38 Prozent auf 185 Millionen
Euro geklettert und hatte die Erwartungen übertroffen. Die Börse
reagierte enttäuscht.
Preiskampf lässt Gewinn bei Wal-Mart schrumpfen
BENTONVILLE - Der harte Preiskampf hat beim weltgrößten
Einzelhändler Wal-Mart im vierten Quartal seinen Tribut gefordert.
Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gewinn in den letzten drei
Monaten des Geschäftsjahres (Ende Januar) um fast 15 Prozent auf
5,2 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag in Bentonville
mitteilte. Der Discountriese versucht m Kampf um Kunden mit
niedrigen Preisen aufzutrumpfen, was zwar mehr Umsatz bringt, aber
an den Margen zehrt. Die Erlöse legten im vierten Quartal um 5,8
Prozent auf 122,3 Milliarden Dollar. Ein Teil des Wachstums entfiel
auf Zukäufe wie die britische Kette Netto oder den Händler Massmart
aus Südafrika.

schrieb am 22.02.12 09:19:37
Fresenius zuversichtlich für 2012 - weiteres Wachstum
BAD HOMBURG - Der Medizinkonzern Fresenius ist nach einem Jahr mit
einem kräftigen Gewinnplus zuversichtlich für 2012 und rechnet mit
einem weiteren Umsatz- wie Ergebnisanstieg. 'Wir haben 2011 die
Bestmarken des Vorjahres noch übertreffen können", sagte
Konzernchef Ulf Schneider am Dienstag am Firmensitz des
Dax-Konzerns in Bad Homburg. Das Konzernergebnis stieg
währungsbereinigt um 18 Prozent auf 770 Millionen Euro, nachdem es
im Vorjahr um fast ein Viertel zugelegt hatte. Der Konzern werde
auch zukünftig vom dynamischen Wachstum in den Schwellenländern,
der demographischen Entwicklung sowie der zunehmenden Bedeutung von
Nachahmermedikamenten (Generika) profitieren. Fresenius mit
weltweit rund 150.000 Mitarbeitern gilt mit seiner breiten
Aufstellung als eher konjunkturunabhängig.
Fresenius Medical Care (FMC) rechnet 2012 mit Zuwächsen - Dividende
soll steigen
BAD HOMBURG - Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC)
hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gewinnplus
abgeschlossen und für 2012 weitere Zuwächse in Aussicht gestellt.
Der Umsatz verbesserte sich 2011 auch dank gestiegener
Patientenzahlen um sechs Prozent auf 12,8 Milliarden US-Dollar, wie
der im Dax notierte weltweit führende Anbieter von Produkten und
Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen am
Dienstag mitteilte. Beim Überschuss verbuchte FMC einen Anstieg auf
1,07 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr hatte der Konkurrenten des
US-Konzerns DaVita einen Gewinn von 979 Millionen Dollar
ausgewiesen. Damit lag FMC beim Umsatz leicht unter den
Erwartungen, der Gewinn traf dagegen die Schätzungen.
schrieb am 22.02.12 09:20:08
Dell spürt schwache PC-Nachfrage - Kurs sinkt nachbörslich um
5%
ROUND ROCK - Dem Computerkonzern Dell machen die schwächelnden
PC-Verkäufe zu schaffen. Viele Menschen greifen mittlerweile lieber
zu einem iPad oder einem anderen Tablet-Computer. Im vierten
Geschäftsquartal musste Dell im Geschäft mit Privatkunden einen
leichten Rückgang hinnehmen. Im Geschäft mit Firmenkunden und
Behörden konnte der Hersteller die Schwäche dadurch ausgleichen,
dass Dell verstärkt Dienstleistungen rund um die
Informationstechnologie anbietet. Die Dell-Aktie fiel nachbörslich
um rund fünf Prozent. Für Enttäuschung sorgte bei den Anlegern
auch, dass Dell im laufenden Quartal mit einem Umsatzschwund von
sieben Prozent rechnet. Analysten hatten bislang mit einem besseren
Abschneiden kalkuliert.
Johnson&Johnson: Weldon tritt als Konzernchef ab - Gorsky rückt
nach
NEW BRUNSWICK - Der US-Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson
& Johnson hat Alex Gorsky zum neuen Konzernchef ernannt. Der
Manager löse den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Bill Weldon zum
26. April ab, teilte das Unternehmen am Dienstag nach
US-Börsenschluss in New Brunswick (US-Bundesstaat New Jersey) mit.
Gorsky war bislang stellvertretender Verwaltungsratschef. Weldon
wird den Angaben zufolge weiter als Verwaltungsratschef tätig sein.
Im nachbörslichen US-Handel reagierte die Aktie nicht auf den
Personalwechsel.
Streik am Frankfurter Flughafen wird zum Dauerkonflikt
FRANKFURT - Beim Streik am Frankfurter Flughafen zeichnet sich kein
schnelles Ende ab. Noch mindestens bis Ende der Woche müssen
Passagiere und Airlines mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen.
Flughafenbetreiber Fraport kommt allerdings nach eigenen Angaben
mit den Folgen des Ausstandes immer besser zurecht und konnte am
Dienstag rund 80 Prozent des geplanten Verkehrs abwickeln.
schrieb am 22.02.12 23:58:48
Erneut Abgaben - Konjunkturdaten enttäuschen
von Dow Jones News
Mittwoch 22.02.2012, 17:55 Uhr
+ DJ XETRA-SCHLUSS/Erneut Abgaben - Konjunkturdaten enttäuschen
FRANKFURT(Dow Jones) - Erneut südwärts ist es am Mittwoch mit den
deutschen Aktien gegangen. Der DAX verlor 0,9 Prozent oder 64 auf
6.844 Punkte. Echten Verkaufsdruck gab es aber nicht. Umgesetzt
wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 126,3 (Vortag: 140,2 )
Millionen Aktien im Wert von rund 2,80 (Vortag: 2,7) Milliarden
Euro. Zur Skepsis über das Rettungspaket für Griechenland gesellten
sich Konjunkturdaten aus der Eurozone, die nicht überzeugten.
Die Wirtschaft im Euroraum ist im Februar entgegen den Erwartungen
nicht gewachsen. Sowohl in der Industrie als auch im
Dienstleistungssektor war die Geschäftsaktivität rückläufig. Die
Ergebnisse von Umfragen unter Einkäufern in Unternehmen
enttäuschten. "Die Erholung der Konjunktur in der Eurozone hat im
Februar pausiert wegen des Dramas um das zweite Rettungspaket für
Griechenland und wegen der Rückkehr des Winters", sagte Christian
Schulz von der Berenberg Bank. Howard Archer von IHS Global
Insights meinte: "Die Eurozone ist weit davon entfernt,
konjunkturell aus dem Gröbsten heraus zu sein."
Nun richten sich die Blicke der Börsianer auf Donnerstag, wenn in
Athen das griechische Parlament über ein Gesetz entscheiden soll,
mit dem die Konditionen alter Staatsanleihen rückwirkend so
geändert werden können, dass eine Teilnahme der Privaten Gläubiger
an der beschlossenen "freiwilligen" Umschuldung erzwungen werden
kann. Öl ins Feuer hat die Ratingagentur Fitch gegossen. Sie hat
die Bonitätsnote für Griechenland auf "C" gesenkt. Damit liegt das
Rating nur noch eine Stufe über der offiziellen Feststellung eines
Zahlungsausfalls.
Gegenwind für die Börsen kam auch vom hohen Ölpreis. "Es scheint,
als könnten wir den Ölpreis langsam in die Reihe der weltweit
herrschenden Sorgen aufnehmen", sagte Stan Schamu von IG Markets in
Melbourne. Verkauft wurden daher Papiere der vom Öl abhängigen
Fluggesellschaften. Lufthansa verloren 2,6 Prozent auf 10,49 Euro.
Dass die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) das von Fraport
unterbreitete Verhandlungsangebot angenommen und dafür den Streik
mit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch ausgesetzt hat, spielte
eine untergeordnete Rolle. Immerhin hielt sich die Aktie des
Flughafenbetreiber Fraport mit 0,2 Prozent Abschlag auf 46,00 Euro
recht gut.
Verluste erlitten auch Finanzwerte. Aareal Bank gaben wegen einer
ganzen Reihe von Abstufungen um 6,6 Prozent auf 16,46 Euro nach. Am
Vortag hatte ein enttäuschender Ausblick die Anleger zum Verkauf
der Aktie bewogen. Auch die zuletzt stark gestiegenen
Automobilwerte und andere konjunkturzyklische Titel erlitten
Abgaben. Siemens hielten sich mit einem Verlust von 0,2 Prozent auf
74,84 Euro besser als der Markt. Die Titel profitierten von den
überzeugenden Geschäftszahlen der französischen Schneider
Electric.
TUI-Aktien fielen um 7,6 Prozent auf 5,99 Euro. Die in
Schwierigkeiten steckende spanische Sparkasse Banco CAM ist bei dem
Touristikkonzern ausgestiegen. Der Anteil von 5,1 Prozent sei für
77,55 Millionen Euro verkauft worden, teilte das im Sommer 2011
verstaatliche Geldhaus mit.
Aktien des Rüstungskonzerns und Automobilzulieferers Rheinmetall
legten dagegen um 1,5 Prozent auf 44,66 Euro zu. Die Düsseldorfer
hatten im vergangenen Jahr etwas mehr umgesetzt und verdient, als
Analysten im Mittel ihrer Prognosen erwartet hatten. Vor allem mit
Teilen für die Autobranche hat Rheinmetall 2011 gut verdient.
Die Meldung, wonach sich die Bundesregierung auf Einschnitte bei
der Solarförderung verständigt hat, verursachte Abgaben bei den
meisten Titeln des Sektors. Wirtschafts- und Umweltministerium
haben überraschend zu einer Pressekonferenz am Donnerstag
eingeladen. Das Handelsblatt hatte zuvor berichtet, dass die
Förderung von Solaranlagen schon zum 1. April deutlich reduziert
werden könnte. Die Einschnitte könnten bei einzelnen Anlagentypen
mehr als 30 Prozent betragen, hieß es in dem Bericht. SolarWorld
fielen um 4,8 Prozent auf 3,98 Euro und Wacker Chemie um 4,3
Prozent auf 79,31 Euro.
DJG/mif/cln
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
schrieb am 22.02.12 23:59:12
Schönen Abend

schrieb am 23.02.12 00:19:50
Wall Street schließt etwas leichter - Vorsicht dominiert
von Dow Jones News
Mittwoch 22.02.2012, 22:11 Uhr
+ NEW YORK (Dow Jones ) - Die zunehmende Vorsicht der Investoren
hat am Mittwoch die Indizes an Wall Street nach unten geführt.
Teilnehmer verwiesen auf negative Vorgaben aus Europa. Auch die
Daten zu den Verkäufen bestehender Eigenheime in den USA brachten
keine Erleichterung. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte
(DJIA) verlor 0,2 Prozent bzw 27 Punkte auf 12.939. Der S&P-500
fiel um 0,3 Prozent oder 5 Zähler auf 1.358. Der Nasdaq-Composite
sank um 0,5 Prozent bzw 15 Stellen auf 2.933. Am Berichtstag wurden
0,73 (Dienstag: 0,78) Milliarden Aktien umgesetzt. Auf 1.193
(1.758) Kursgewinner kamen 1.855 (1.277) -verlierer, unverändert
schlossen 97 (108) Titel.
Seit der Bewilligung des Hilfspakets für Griechenland seien die
Investoren zurückhaltend, sagten Händler. Auch in Europa setzten
sich die Gewinnmitnahmen des Vortags fort, ausgelöst durch
enttäuschende Einkaufsmanagerindizes aus der Region. Zudem hat die
Ratingagentur Fitch Griechenland auf "C" von "CCC" heruntergestuft
und damit die Einschätzung zum Ausdruck gebracht, dass ein
Zahlungsausfall des Landes in naher Zukunft sehr wahrscheinlich
ist.
Etliche Teilnehmer sind der Meinung, der Markt sei in jüngster Zeit
zu rasch gestiegen. "Wir sind etwas überrascht von der Stärke der
Rally in den letzten Wochen", sagte Jay Wong, Portfoliomanager von
Payden & Rygel. "Fundamental ist das nicht gerechtfertigt."
Der Anstieg der US-Eigenheimverkäufe, der im Januar klar über den
Erwartungen gelegen hat, brachte dem Aktienmarkt wenig. Ohnehin ist
durch die Abwärtsrevision der Dezember-Zahl der prozentuale Zuwachs
stärker ausgefallen, als er ohne diesen Effekt gewesen wäre.
Angeführt wurde der Markt vom Energiesektor und Industriewerten.
Auf der Verkaufsliste standen Finanz- und Telekommunikationswerte.
Im Dow stiegen Caterpillar und Pfizer um je 0,7 Prozent.
Schwächster Wert waren Wal-Mart mit minus 2,5 Prozent, gefolgt von
Bank of America mit minus 2 Prozent.
Hewlett-Packard (HP) verloren 1,4 Prozent auf 28,94 Dollar.
Hintergrund waren die enttäuschenden Geschäftszahlen des
Wettbewerbers Dell, dessen Aktien um 5,8 Prozent auf 17,15 Dollar
fielen. HP wird am Mittwoch nach der Schlussglocke Zahlen
ausweisen. Johnson & Johnson gaben 0,1 Prozent auf 65 Dollar
nach. Das Unternehmen hat Alex Gorsky zum Nachfolger von CEO
William Weldon ernannt.
Toll Brothers ermäßigten sich um 5,1 Prozent auf 22,48 Dollar. Das
auf den Bau von Eigenheimen spezialisierte Unternehmen ist im
ersten Geschäftsquartal in die Verlustzone gerutscht, während
Analysten einen kleinen Gewinn erwartet hatten. Überraschend gut
fielen dagegen die Quartalszahlen und der Ausblick von Garmin aus.
Die Garmin-Aktien verteuerten sich um 9,3 Prozent auf 48,86 Dollar.
Broadcom gaben um 0,4 Prozent auf 37,83 Dollar nach, obwohl das
Unternehmen ebenfalls überzeugende Zahlen vorgelegt hat.
DJG/DJN/raz
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
schrieb am 23.02.12 00:23:15
US Indizes mit Verschnaufpause
von Florian Wedlich
Mittwoch 22.02.2012, 22:30 Uhr
+ Dow Jones : 12.938,75 Punkte
Nasdaq Composite Index : 2.933,17 Punkte
Die US Indizes konnten sich zu Handelsbeginn nicht so Recht für
eine Richtung entscheiden. Im weiteren Verlauf ging es dann bergab.
Die zwischenzeitliche zarte Erholung war nur von kurzer Dauer,
bevor es gegen Handelsende wieder nach unten ging. Erneut war der
Rohstoffsektor (Öl, Gold, Silber) besonders bei den Anlegern
gefragt. Der Banken- sowie der Netzwerksektor landeten auf den
letzten Plätzen.
Der Dow Jones Index (-0,21%) beendet den Handel bei 12.938,75
Punkten und gönnte sich nach den vergangenen Kursgewinnen eine
kleine Pause. An das gestrige Jahreshoch konnte zunächst nicht
angeknüpft werden. Der nächste Widerstandsbereich bei 13.136
Punkten bleibt aber in Reichweite. Als Unterstützung dient das Hoch
bei 12.876 Punkten vom Mai 2011. Erst mit Unterschreitung dieser
Marke wäre mit einer stärkeren Korrektur bis 12.750 bzw. später bis
12.150 Punkten zu rechnen.
Auch der Nasdaq Composite Index konnte die Höchststände nicht
verteidigen und schließt bei 2.933,17 Punkten mit -0,52% im Minus,
jedoch auf hohem Niveau. Das nächste Kursziel befindet sich
unverändert bei 3.000 bzw. darüber bei 3.028 Punkten. Erst
unterhalb der Unterstützung von 2.840 Punkten ist der Aufwärtstrend
nachhaltig gefährdet, Kursstände bis 2.730 Punkten könnten dann in
den Fokus rücken.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) + Sektorenübersicht
schrieb am 23.02.12 00:31:05
22.02.2012 | 21:17
Am Aschermittwoch ist alles vorbei und die Psychologie der
Kurse
von Jochen Steffens
Am Aschermittwoch ist alles vorbei, so heißt es im Karneval. Sollte
diesmal auch die Rally zum Karnevalsende ihr vorläufiges Hoch
gesehen haben? Heute ist der DAX 0,9 % im Minus. Die US-Indizes
hingegen kämpfen noch mit der Nullmarke.
Der heutige Kursverlust des DAX wird hauptsächlich mit einem
schlechteren Einkaufsmanagerindex deutscher Unternehmen begründet.
So sank der Wert im Februar unerwartet auf 50,1 Punkte, nach zuvor
51 Punkten. Werte über 50 signalisieren eine Expansion, Werte unter
50 eine Kontraktion der Wirtschaft.
Aber ganz ehrlich, glauben Sie, dass Anleger aufgrund dieser
Nachrichten Positionen verkaufen? Ok, vielleicht passen einige
institutionelle Anleger ihre Positionsgröße an die wirtschaftlichen
Rahmendaten an. Aber sicherlich nicht in einem solchen Maße.
Nein, hier spielen verschiedene andere Faktoren eine größere Rolle.
Zum einen, wie bereits geschrieben, das nun verabschiedete nächste
Hilfspaket für Griechenland, zum anderen die psychologisch wichtige
7.000er Marke.
Psychologisch wichtige Marken
Als geneigter Leser des Steffens Daily haben Sie schon oft
miterlebt, wie relevant solche psychologisch wichtigen Marken für
den Kursverlauf sind. Somit stellt sich die Frage, warum das so
ist. Dazu ein kleiner Ausflug in die menschliche Wahrnehmung:
Eigentlich lernt doch jeder Trader sehr schnell, dass man Stopps
und Kaufpositionen niemals auf solche Marken legen soll. Wenn man
bei einer Aktie bei 70 Euro im Gewinn aussteigen will, sollte man
als Verkaufskurs 69,92 Euro oder ähnliches wählen. Einen Stopp
setzt man nicht auf 10,00 Euro, sondern auf 9,93 Euro oder, je nach
Kaufkurs, auf 9,87 Euro. Warum lernt man das so schnell? Weil man
an solchen Marken oft genug entweder dummerweise nicht verkaufen
konnte, weil die Kurse vorher wieder nach unten drehten, oder
unglücklich ausgestoppt wurde.
Also fragen wir uns, warum der Mensch so gerne solche Marken für
seine Limits nutzt.
Raumhaftes Denken
Wir Menschen denken in durchaus begrenzten Vorstellungsräumen. Das
bedeutet, wenn wir uns zum Beispiel eine sehr große Entfernung
vorstellen, die wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr
überblicken können, unterteilen wir diese Entfernung in kleinere,
überschaubare Abschnitte (Räume). Das machen wir nicht nur mit
Strecken, sondern unsere gesamte Vorstellung ist raumhaft. Wir
schachteln, sobald etwas unseren Wahrnehmungsbereich übersteigt,
die Wirklichkeit in aneinandergrenzende Wahrnehmungs-Räume.
Begrenzungen als notwendige Orientierung
Das ist der Grund, warum wir "Begrenzungen" suchen, die wir dazu
nutzen können, alles was wir erdenken in kleinere, überschaubare
"Räume" zu unterteilen. Und es sind eben diese Grenzen, bei denen
wir es uns einfach machen - in denen wir auffällige Markierungen
nutzen, um dieses raumhafte Denken quasi zu kartographieren.
Die Notwendigkeit dessen wird erkennbar, wenn wir uns überlegen,
wie wir uns in der Natur zurechtzufinden. Hier sucht das
menschliche Gehirn ebenfalls markante Bezugspunkte, um sich zu
orientieren: Ein Hügel, ein Weg, ein bestimmter Baum - solche
auffälligen Objekte werden genutzt, um die Welt in begreifbare
Abschnitte (Räume) zu zerlegen.
Die markanten Zahlen
Und genau das machen Anleger auch mit Kursen. Ein Kurs von 96,31
Euro ist wenig markant, missfällt also dem kartographierenden
raumhaften und nach Einfachheit strebenden Denken des Menschen.
100,00 Euro, das ist eine wichtige Marke (Deshalb kosten Waren auch
zum Beispiel 49,99 statt 50,00 Euro. Bei 50 Euro beginnt der neue,
teurere Raum). Ganz unbewusst, wenn also Käufe und Verkäufe in den
Markt gelegt werden, orientieren sich gerade die Anfänger an diesen
Marken. Meistens, weil sie sowieso schon mit der Frage überfordert
sind, wo sie denn aussteigen sollen. Und gerade diese Überforderung
lässt das Gehirn auf instinktives Verhalten zurückgreifen.
Die Masse liegt immer falsch
Wenn Sie den Steffens Daily bereits länger lesen, wissen Sie, dass
die Masse an den Börsen extrem oft falsch liegt. Das bedeutet im
Umkehrschluss, dass ein Verhalten, welches sich an das Verhalten
der Masse anlehnt, meistens ungünstig ist. Sie müssen eigentlich
nur, um erfolgreich zu traden, konträr zum menschlichen
Standard-Verhalten vorgehen (wenn das so einfach wäre). Und das ist
der eigentliche Grund, warum Sie schon per se solche Marken meiden
sollten wie die Pest. Aber es ist natürlich auch der Grund, warum
diese Marken trotzdem eine derart hohe Relevanz haben.
Der ungewollte Paradigmenwechsel
Dieses raumhafte Denken wird noch verstärkt, wenn es um die
wirklich "großen" Zahlen geht: 1.000 Punkte in einem Index oder
10.000 Punkte, aber auch 5.000 Punkte, sowie 10 Euro, 100 Euro, 500
Euro und 1.000 Euro bei Aktien. Es gibt einen gewissen Respekt vor
diesen Marken, einfach weil das Überwinden auch eine Art
Paradigmenwechsel darstellt. Es wird ein neuer Raum "entdeckt" oder
aufgetan, wie ein neuer Kontinent oder ein neuer Planet…
Auch dazu ein Beispiel: In den 1960er bis 1980er-Jahren scheiterte
der Dow Jones knapp zwei Dekaden an der 1.000-Punkte-Marke. Unter
anderem auch, weil eine Generation von Anlegern ihr ganzes Leben
lang lediglich mit dreistelligen Kursen gehandelt hatten. Eine
vierstellige Zahl, also ein neuer Raum, schien einfach zu gewagt,
die Zahl zu groß. Ein nachhaltiges Überwinden wäre damit ein zu
heftiger Paradigmenwechsel gewesen. Damals war es noch
offensichtlich, denn in den Medien wurden Kurse über 1.000 Punkte
als luftleerer Raum, Himmel oder Universum betitelt. Sie hatten
etwas Unerreichbares. Unterschätzen Sie also nie die Kraft der
psychologisch wichtigen Marken!
Anfänger abfischen
Aber es gibt noch einen weiteren Grund gerade bei Aktien, der sehr
wichtig ist. Natürlich wissen die erfahrenen Trader und
institutionellen Anleger, dass Anfänger ihre Stopps oder andere
Limits auf diesen Marken platzieren. Dieses Wissen nutzen sie
aus.
Dazu ein Beispiel: Stellen wir uns eine Aktie vor, in der viele
unerfahrene Anleger investiert sind. Sie fällt in die Nähe der
10-Euro-Marke. Nun sagt die Erfahrung, dass an der 10-Euro-Marke
viele Anleger einen Stopp platziert haben. Sprich, wenn die Marke
fällt, werden viele Verkaufsaufträge in den Markt kommen.
Nun können ein oder mehrere Institutionelle Anleger auf die Idee
kommen, diese Aktie über 10,00 Euro zu shorten. Dazu verkaufen sie
eine große Menge an Aktien, die sie sich zuvor geliehen haben
(Leerverkauf). Diese verkauften Aktien müssen sie natürlich
irgendwann zurückkaufen (um sie zurückzugeben).
Durch diese Verkäufe drücken sie stetig die Kurse nach unten. Wenn
diese Anleger jetzt die gleiche Menge an Aktien zurückkaufen
würden, würde der Kurs wieder nach oben springen. Sie hätten dann
wahrscheinlich nicht nur keinen Gewinn gemacht, sondern auch einen
Verlust erwirtschaftet, da nicht genügend Verkäufer da sind, denen
sie diese Aktien abkaufen könnten.
Da sie jedoch annehmen, dass bei 10 Euro viele Stopps liegen,
hoffen sie darauf, die Aktien den Anfängern abnehmen zu können, die
dort ihre Stopps platziert haben. Sprich sie hoffen, dass sie mit
dem Verkaufsdruck, der durch die Stopps entsteht, ihre
Short-Position, also ihre verkauften Aktien zurückkaufen können.
Geschieht das, wird dieser Rückkauf eben nicht mehr dazu führen,
dass die Kurse wieder sprunghaft ansteigen. Kurz: Es entsteht ein
beachtlicher Gewinn.
Und dieses oder ein entsprechendes Verhalten erklärt, warum es an
diesen psychologisch wichtigen Marken so oft zu Fehlsignalen kommt!
Und das ist auch ein weiterer Grund, warum Sie es einfach vermeiden
sollten, diese Marken zum einfachen Ein- oder Ausstieg zu
nutzen.
Viele Grüße
Jochen Steffens
schrieb am 23.02.12 00:37:13
22.02.2012 | 23:39
ROUNDUP: Hewlett-Packard (HP) laufen die Kunden davon - Kurs
sinkt
Auch mit Meg Whitman an der Spitze kommt der weltgrößte
Computerhersteller Hewlett-Packard auf keinen grünen Zweig. Der von
Personalquerelen und Fehlentscheidungen im Management gebeutelte
Konzern konnte im ersten Geschäftsquartal deutlich weniger
Desktop-PC, Notebooks, Drucker, Server und Speichersysteme
verkaufen als noch vor einem Jahr.
Der Umsatz schmolz insgesamt um 7 Prozent auf 30,0 Milliarden
Dollar (22,7 Mrd Euro). Vor allem die Privatkunden hielten sich
auffallend zurück. Sie stürzten sich stattdessen auf
Tablet-Computer wie Apples iPad oder auf Smartphones wie das
iPhone. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um
beinahe die Hälfte auf unterm Strich 1,5 Milliarden Dollar ein.
NOTWENDIGE SCHRITTE
HP unternehme die notwendigen Schritte, um wieder erstklassig zu
werden, versprach Whitman am Mittwoch. Sie hatte den Job als
Konzernchefin im September angetreten - und stand vor einem
Scherbenhaufen. Ihr aus Deutschland stammender Vorgänger Léo
Apotheker hatte das PC-Geschäft abspalten wollen, weil es zu wenig
Gewinn bringe. Daraufhin war der Aktienkurs eingebrochen und
Apotheker musste gehen. Whitman entschloss sich, die PC-Sparte zu
behalten.
Die jüngsten Geschäftszahlen geben Apotheker indes Recht, der HP
als Software- und Servicefirma neu aufstellen wollte. Das waren die
einzigen Sparten, die zuletzt noch wuchsen. Dagegen gingen alleine
die PC-Verkäufe um 18 Prozent zurück. Apple dagegen war im
vergangenen Quartal nicht nur mehr iPads und iPhones losgeworden,
sondern hatte auch die Verkäufe seiner Mac-Rechner um 26 Prozent
heraufschrauben können.
KURS SINKT IM NACHBÖRSLICHEN HANDEL
Die Anleger zeigten sich enttäuscht. HP war es nicht einmal in den
boomenden Schwellenländern gelungen, die Kundschaft bei Laune zu
halten. Der Umsatz in Brasilien, Russland, Indien und China
schrumpfte um 13 Prozent. Auch die Gewinnprognose für das laufende
zweite Geschäftsquartal fiel schwächer aus als von Analysten
erwartet. Die HP-Aktie büßte nachbörslich mehr als ein Prozent ein,
zeitweise war sie mehr als vier Prozent im Minus./das/DP/tw
ISIN US0378331005 US4282361033
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schrieb am 23.02.12 00:37:27
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