Das mit dem Weltwirtschaftsforum nicht in der Schweiz ist nun
definitiv. Die Schweizer bekommen also ihre Ruhe
Ich bin ganz froh, dass ich meine Sair Bonds in AirCanada 02
getauscht habe (siehe Vorgängerthread). Mal schaun, wie lange noch,
vielleicht erwischt es ja auch noch AirCanada (obwohl die ein ganz
ordentliches Liquiditätspolster haben). Mittlerweile stehen die
nicht Eurobonds der Sairgroup übrigens bei 4-5 €. Das scheint mir
dann schon fast wieder aussichtsreich.
Die Sabena (49,5% Beteiligung der Swissair/Sairgroup) scheint nun
auch ihr "Grounding" zu bekommen:
19:27 - Zusammenfassung Sabena am Rand des
Zusammenbruchs
Brüssel (sda) Sabena ist am Dienstagabend am Rande des
Zusammenbruchs gestanden. Der Flugverkehr wurde praktisch
eingestellt. Über einen allfälligen Konkurs der belgischen
Fluggesellschaft wollte der Verwaltungsrat am Abend
entscheiden.
Spontane Streiks des Sabena-Personals hatten am Dienstag den
Flugverkehr von Sabena in Brüssel zum Erliegen gebracht. Nachdem
erste Flüge am Morgen noch starten konnten, wurden immer mehr
Abteilungen von Arbeitsniederlegungen betroffen. Auf dem Flughafen
Zaventem waren in der Folge Hunderte von Passagieren blockiert.
Konkursentscheid erwartet
Die Streiks waren durch sich verdichtende Meldungen über einen
bevorstehenden Konkurs von Sabena ausgelöst worden. Für 18 Uhr war
eine Sitzung des Verwaltungsrats angesetzt. Gewerkschaftskreise
rechneten dabei mit der Einleitung des Konkursverfahrens. Sabena
selbst kündigte schliesslich eine Medienkonferenz für den späten
Abend an.
Gewerkschaftssprecher hatten derweil vehement einen Sozialplan für
die Beschäftigten des belgischen Traditionsunternehmens gefordert.
Am Nachmittag trafen sie sich mit Belgiens Regierungschef Guy
Verhofstadt zu Gesprächen. Einen Streikaufruf hatten die
Gewerkschaften nicht erlassen, sie deckten die Aktionen jedoch.
Bis 8000 Stellen bedroht
Bei einem Konkurs von Sabena würden mehrere Tausend Beschäftigte
ihre Arbeit verlieren. Sabena-Chef Christoph Müller hatte
vergangene Woche die Hoffnung geäussert, mit dem Neustart einer
verkleinerten Sabena etwa die Hälfte der rund 12 000 Stellen
retten zu können. Gewerkschafter rechneten aber mit dem Verlust von
bis zu 8000 Stellen.
Müller hatte die Möglichkeit skizziert, eine stark verkleinerte
Sabena rund um die Regionalflugtochter DAT zu lancieren. Dies,
falls nicht doch noch in letzter Stunde Investoren für die vor
einem Schuldenberg von 3,7 Mrd. Fr. stehende Sabena gefunden
würden.
Kein Einstieg von Virgin
Dass aber der Spielraum für Sabena schmerzhaft enger wurde, zeigte
eine Mitteilung des Billig-Konkurrenten Virgin Express. Virgin
hatte vor Wochen sein Interesse an einem allfälligen Teileinstieg
bei Sabena bekundet, gab am Dienstag aber bekannt, stattdessen das
eigene Netz ausbauen zu wollen.
Belgische Medienberichte gingen indes davon aus, dass das Brüsseler
Handelsgericht schon am Mittwoch einen Konkursentscheid fällen
könnte. Ein Rettungskonzept für Sabena müsste dem Handelsgericht
jedenfalls bis Donnerstag vorliegen. Der Flugverkehr soll laut
Personalkreisen am Mittwoch ganz eingestellt bleiben.
Folge von Swissair-Zusammenbruch
Sabena hatte im Oktober Gläubigerschutz bis Ende November erhalten,
nachdem in der Folge des Zusammenbruchs von Swissair eine zugesagte
Kapitalspritze ausblieb. Neben dem belgischen Staat als
Mehrheitsaktionär ist Swissair mit 49,5 Prozent an der 1923
gegründeten Sabena beteiligt.
eine zweite Zusammenfassung.