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Die Swissair-Pleite (Seite 10)

eröffnet am 17.10.01 13:22:51 von
noch-n-zocker

neuester Beitrag 15.07.07 22:46:43 von
noch-n-zocker
Beiträge: 167
ID: 489.562
Aufrufe heute: 0
Gesamt: 87.116

Der Tag im Überblick


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K1K1
schrieb am 01.03.02 14:45:32
Beitrag Nr. 91 (5.700.896)
Ich werde vielleicht beim Sachwalter mal ein Angebot für die Marke Swissair abgeben falls der Rechtsstreit negativ ausgeht (denke da aber eher an 100CHF). Eigentlich müsste er ja meistbietend verkaufen...
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Istanbul
schrieb am 01.03.02 15:03:34
Beitrag Nr. 92 (5.701.099)
Schau mer mal. IMHO am wahrscheinlichsten ist der Verkauf der Markenrechte an eine Leasinggesellschaft, die die Rechte dann an die Crossair vergibt. Bei der Leasinggesellschaft handelt es sich wahrscheinlich um eine noch zu gruendende der Schweizer Banken. 100MCHF finde ich eigentlich ganz guenstig.

Hinterkopf aus der CoBa-Alt-Geschichte: Unrechtmaessige Benutzung eines Markennamens kostet etwa 1% vom Umsatz. Da sind doch die Leasingraten von unter 10MCHF pro Jahr ein Geschenk.

Tschoe, Istanbul.
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MrDiamond
schrieb am 02.03.02 00:29:33
Beitrag Nr. 93 (5.705.709)
Zürich. SDA/BaZ. Swissair-Gläubiger haben bei Sachwalter Karl Wüthrich über 23.000 Forderungen eingereicht. Davon wurden bereits über 13.000 erfasst. Bis Mitte April dürfte die Erfassung der Forderungsanmeldungen abgeschlossen sein. Mehr als 50 Prozent des von der SAirGroup ausgegebenen Franken- Anleihenskapitals sei inzwischen angemeldet worden, teilte Sachwalter Karl Wüthrich am Freitag in seinem wöchentlichen Lagebericht mit. Diese Fortschritte ermöglichten eine rasche Abwicklung des Nachlassverfahrens.

Gläubigerversammlungen Ende Juni

Die Gläubigerversammlungen für die SAirGroup und die Swissair werden am 26. Juni 2002 stattfinden. Jene für die SAirLines und die Flightlease AG einen Tag später am 27. Juni. Haupttranktanden werden die Wahlen der Liquidationsorgane (Liquidator und Mitglieder des Gläubigerausschusses) und die Berichterstattung des Sachwalters sein. Die Akten würden den Gläubigern ab dem 3. Juni zur Einsichtnahme beim Sachwalter aufliegen, teilte Wüthrich weiter mit.

Nach den Gläubigerversammlungen werde eine schriftliche Abstimmung über die Nachlassverträge durchgeführt. Er werde zudem seine Berichte ausarbeiten und voraussichtlich bis Ende Juli 2002 an die Nachlassrichter einreichen. Mit diesem Zeitplan sollte es möglich sein, mit dem Nachlassliquidationsverfahren oder der Konkursliquidation - wenn bei einer Gesellschaft kein Nachlassvertrag zusammenkommt - im kommenden Frühherbst zu beginnen. Zurzeit arbeitet Wüthrich an einem Zwischenbericht für Gläubiger und Nachlassrichter.
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MrDiamond
schrieb am 02.03.02 00:31:01
Beitrag Nr. 94 (5.705.710)
SAirGroup führt drei Anleihensgläubiger-Versammlungen durch

ANLEIHEN / Die SAirGroup muss für drei der insgesamt zehn ausstehenden Franken-Anleihen Gläubiger-Versammlungen durchführen. Ein Zürcher Rechtsanwalt, der mehr als 5 Prozent des betroffenen Kapitals vertritt, hat die Einberufung der Versammlungen durchgesetzt.

Betroffen sind die 4,25-Prozent-Anleihe 2007, die 5,125-Prozent-Anleihe 2003 und die 6,25-Prozent-Anleihe 2002, wie die SAirGroup heute Freitag bekannt gab. Die Versammlungen finden am 15. März 2002 statt. Das Haupttraktandum ist die Wahl eines Anleihensvertreters.

Beratende Stimme

Laut Obligationenrecht (OR) hat ein Anleihensvertreter das Recht, an den Verhandlungen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung mit beratender Stimme mitzuwirken. Den fordernden Anleihensgläubigern schwebt die Wahl des Schwyzers Ständerats und Notars Bruno Frick zum Anleihensvertreter vor.

Die Einberufung der Versammlungen war bereits am 16. Januar beantragt worden. Laut OR hätte die SAir Group allerdings innert 20 Tagen darauf reagieren müssen. Anleihensgläubiger haben nun bis zum 8. März Zeit, eine Zutrittskarte für die Versammlungen zu bestellen.

SAirGroup gegen weiteren Vertreter

Die SAir Group ist gegen die Wahl eines Anleihensvertreters und hat beantragt, darauf zu verzichten. Jeder Anleihensgläubiger könne sein Stimmrecht auf der für 26. Juni angesetzten Gläubigerversammlung ausüben, teilte Sachwalter Karl Wüthrich in seinem wöchentlichen Lagebericht mit.

Ab Beginn einer Nachlassliquidation oder eines Konkursverfahrens würden die Interessen aller Gläubiger durch die gewählten Organe wahrgenommen - so auch jene der Anleihensgläubiger.

Keine weiteren Versammlungen

Als weiteren Aspekt führt die SAirGroup die Kosten für einen Anleihensvertreter auf. Diese seien von Gesetzes wegen von den Anleihensgläubigern zu tragen und würden von ihrer allfälligen Nachlass- oder Konkursdividende abgezogen, schreibt Wüthrich.

Durch den zeitlichen und finanziellen Aufwand im Zusammenhang mit Anleihensgläubigerversammlungen werde auch die Masse der SAirGroup belastet. Der Sachwalter habe die SAirGroup deshalb angewiesen, solche Aufwendungen gering zu halten. Für die sieben anderen Anleihen werde sie keine Versammlungen durchführen, sofern keine berechtigten Begehren angebracht würden.
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K1K1
schrieb am 04.03.02 09:39:31
Beitrag Nr. 95 (5.712.951)
SAirGroup und Swiss streiten weiter - Unbekannter will Swissair-Brand kaufen

Trotz der Klage der SAirGroup will Swiss-CEO André Dosé nichts für den Namen Swiss Air Lines bezahlen. Interesse am Kauf des Brands Swissair hat dafür offenbar ein unbekannter Investor.

Von Christof Moser

Der Markenstreit zwischen SAirGroup und Swiss geht weiter. Am Wochenende machte Swiss-CEO André Dosé deutlich, dass die neue Schweizer Airline für die Verwendung des Namens Swiss der SAirGroup nichts bezahlen werde. «Ich weiss natürlich nicht, was der Richter verfügt, doch die Verfügung müsste schon relativ krass sein, dass wir nicht abheben können», sagte Dosé in der SonntagsZeitung. Die Swissair handle mit der Klage gegen die Interessen ihrer eigenen Angestellten, die bei Swiss einen neuen Job gefunden haben, so Dosé weiter.

Käufer will Swissair-Brand
Zahlen für den Brand Swissair will dagegen offenbar ein Interessent aus dem Ausland. Dies meldete am Wochenende der SonntagsBlick. Bei der Swissair bestätigt man den Bericht, will aber über die Identität des Kaufinteressenten keine Auskunft geben. (Anmerkung K1: #91 ;) )
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K1K1
schrieb am 06.03.02 10:47:36
Beitrag Nr. 96 (5.731.180)
Naja, das war ja nicht zu erwarten, dass es in der Schweiz da eine "ordentliche" Klärung gibt...

Gericht nimmt SAirGroup-Klage gegen "Swiss" nicht an

Zürich (vwd) - Das Handelsgericht des Kantons Zürich hat die Klage der Swissair-Gruppe abgelehnt, mit welcher der Crossair die Bezeichnung "Swiss" und der neue Firmennamen "Swiss Air Lines Ltd" verboten werden sollte. Wie die Crossair am Dienstag mitteilte, entschied das Gericht ohne eine Stellungnahme der Crossair für nötig zu erachten. Insbesondere verneinte das Handelsgericht, dass der Swissair-Gruppe ein später nicht mehr leicht wiedergutzumachender Nachteil entstehe, wenn die Crossair ab 31. März den Namen "Swiss" verwende.

Schon aus diesem Grund wurden keine vorsorglichen Massnahmen bewilligt, wie sie die SAirGroup gefordert hatte. Außerdem ist das Gericht im Gegensatz zur Swissair-Gruppe der Auffassung, dass keine Verwechslungsgefahr zwischen "Swiss" und Swissair bestehe, weil sich die beiden klar von einander unterschieden, schreibt Crossair weiter. Dass auch die "Swiss" auf dem Seitenleitwerk ihrer Maschinen das Schweizer Kreuz abbilden will - was die Swissair-Gruppe verhindern wollte - betrachtet das Gericht als selbstverständlich.

vwd/03/5.3.2002/apo
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K1K1
schrieb am 06.03.02 10:50:15
Beitrag Nr. 97 (5.731.209)
Unbekannte Swissair-Investoren könnten Sachwalter zu weiterer Klage provozieren

Am Bestreben des Sachwalters, die Marke Swissair zum bestmöglichen Preis zu verkaufen, hat sich auch nach dem Entscheid des Handelsgerichts nichts geändert. Swiss droht damit weiterhin Ungemach.

Von Christof Moser und Franziska Hügli

Am Dienstag Nachmittag hat das Handelsgericht des Kantons Zürich die Scharmützel zwischen SAirGroup und Crossair vorläufig beendet. Die SAirGroup ist mit ihrem Begehren, der Crossair die Marke Swiss und den Firmennamen Swiss Air Lines zu verbieten, abgeblitzt.

Swiss droht weiter Konkurrenz
Mit diesem Entscheid hat André Dosé aber nur scheinbar ein Problem weniger. Denn auch nach dem Entscheid des Handelsgerichts bleibt die Absicht unbekannter Investoren bestehen, die Marke Swissair zu kaufen - und weiterleben zu lassen. «Am Interesse der Investoren hat sich grundsätzlich nichts geändert», sagt Filippo Beck, der Sprecher des Sachwalters.

Weitere rechtliche Schritte?
Wenn die Marke Swissair tatsächlich am Himmel bleiben sollte, wäre dies für Swiss aus zwei Gründen ein Problem:

* Eine neue Swissair, auch wenn sie noch so klein und bescheiden starten würde, wäre eine unerwartete Konkurrenz für Swiss. Der Name Swissair steht seit rund 70 Jahren für Qualität im Airline-Business.
* Das Interesse am Kauf des Markennamens Swissair erhöht das Risiko für Swiss, dass die SAirGroup den Entscheid des Handelsgerichts anfechten wird. «Sollte sich herausstellen, dass die interessierten Investoren für den Brand Swissair nach dem Entscheid des Gerichts weniger bezahlen wollen, müssten wir vorsorglich weitere rechtliche Schritte gegen Swiss einleiten», sagt Flilippo Beck auf Anfrage von Moneycab.
Die SAirGroup hat die Möglichkeit, beim Kassationsgericht eine Nichtigkeitsbeschwerde oder beim Bundesgericht eine staatsrechtliche Beschwerde einzureichen. Swiss müsste dann weiter um ihren Markenauftritt und den Firmennamen Swiss Air Lines zittern.
Die neue Swissair ist aufgegleist
Die grosse Frage bleibt deshalb, ob die Investoren, welche die Marke Swissair kaufen wollen, bei ihrem Plan bleiben. Abwegig ist es nicht, dass der Swissair-Schriftzug über Ende März hinaus auf dem Rumpf von Flugzeugen steht. Moneycab-Recherchen haben ergeben, dass die Vorbereitungen für die Weiterführung der Marke Swissair weit fortgeschritten sind:

* Die neue Swissair hat bereits einen designierten CEO. Es handelt sich dabei offensichtlich um einen bekannten Schweizer Sanierer. Das bestätigen Moneycab zwei voneinander unabhängige Quellen.
* Es liegt ein fixfertiger, detaillierter Businessplan für die neue Swissair vor.
* Ein Schweizer Anwalt ist damit beauftragt worden, die Interessen der ausländischen Investoren zu vertreten.
Die unbekannten Investoren prüfen zwei mögliche Szenarien. Entweder soll nur der Swissair-Brand gekauft werden oder aber neben der Marke auch Teile der Swissair.

Muss Dosé den Brand kaufen?
Einen Strich durch die Rechnung machen könnte den möglichen Käufern von Swissair allerdings André Dosé. Die Crossair hat das ausschliessliche Vorkaufsrecht am Namen Swissair. Nicht auszuschliessen ist, dass André Dosé sich plötzlich gezwungen sieht, den ungewollten Brand doch noch kaufen zu müssen. Entweder um einen ungeliebten Konkurrenten zu verhindern oder den Sachwalter von einer Klage bei einer höheren Instanz abzuhalten.
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K1K1
schrieb am 06.03.02 17:08:55
Beitrag Nr. 98 (5.734.886)
Also doch: Ernst Thomke ist designierter CEO des Projekts Mini-Swissair

Der designierte CEO für die Mini-Swissair ist Ernst Thomke. Das haben Moneycab-Recherchen ergeben. Die Investoren wollen für den Brand Swissair einen tiefen, dreistelligen Millionenbetrag bezahlen.

Von Christof Moser und Markus Schär

Saurer sanierte er, die Pilatus-Werke auch, und bei Bally hat er es probiert: Ernst Thomke gilt in der Schweizer Wirtschaft als letzter Retter in der Not. Zum Top-Sanierer wurde er dank seinem Einsatz für die Schweizer Uhrenindustrie. Als sie 1978 nicht mehr richtig tickte, kam Thomke, entwickelte das Swatch-Konzept und führte das Schweizer Traditionsgeschäft mit den Zeitmessern wieder auf Erfolgskurs. «Wo Probleme sind, ist meist Thomke nicht weit», sagen Freunde über ihn.

Ein CEO steht schon parat
Nun will sich der Mann für unangenehme Fälle in ein neues Abenteuer stürzen: Die Rettung der Swissair. Wie Moneycab bereits berichtet hat, haben die unbekannten Investoren, die den Brand Swissair in der Luft halten wollen, bereits einen bekannten Schweizer Sanierer als CEO für die neue Swissair bestimmt. Das Newsmagazin «10vor10» spekulierte gestern Abend, es könnte Ernst Thomke sein. Moneycab weiss jetzt: Es ist Thomke.

Der Top-Sanierer ist ausgelastet
Zur Zeit weilt der 62-jährige Thomke in seiner Funktion als Verwaltungsratspräsident der BB Biotech in Kalifornien. Auf Anfrage von Moneycab zeigt sich Thomkes Sprecher Edwin Van der Geest ahnungslos: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass er für das Swissair-Projekt Zeit hat, eine operative Tätigkeit halte ich für ausgeschlossen. Er ist mit seinen Jobs voll ausgelastet».

Was Thomke schon alles macht
Einen Tag pro Woche wende er für BB Biotech auf, einen Tag für BB Medtech, einen halben Tag für den Goldverarbeiter Metalor und einen weiteren halben Tag für Nobel Biocare - «und dann geniesst er auch das Leben in Südfrankreich», sagt Van der Geest. Van der Geest begleitet Thomke seit seiner Zeit bei Saurer, betreut nun aber nur die Mandate im Zusammenhang mit der Bank am Bellevue (BB Biotech, BB Medtech, Nobel Biocare).

Es wird eine Mini-Swissair
Trotz der Ahnungslosigkeit von Van der Geest - Moneycab weiss, dass Thomke kürzlich an einer Präsentation seine Vision der neuen Mini-Swissair vorgestellt und die simple Formel «Umsatz minus Kosten = Gewinn» auf den Kopf gestellt hat. Thomke geht bei der neuen Swissair von einem minimalen Gewinnsatz aus und passt die Kosten diesem Gewinn an. Er will also nichts anderes als das, was Mario Corti mehrfach gefordert hatte: Die Airline muss die Kapitalkosten verdienen - das schafft derzeit kaum eine Fluggesellschaft. Damit ist klar, dass das Projekt höchstens eine Mini-Swissair mit deutlich abgespeckten Personal- und Kostenstrukturen wird. Für den Brand Swissair wollen die Investoren gemäss Recherchen von Moneycab einen tiefen, dreistelligen Millionenbetrag bezahlen.
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noch-n-zocker
schrieb am 06.03.02 17:43:00
Beitrag Nr. 99 (5.735.311)
Ich bin doch überrascht, dass das Handelsgericht ohne entsprechendes Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass man Swiss und Swissair nicht verwechseln kann. Bei den Schweizern ist nicht nur der Käse hohl :)

Aber vielleicht ist die schnelle Entscheidung auch gar nicht so schlecht. Damit wird Crossair doch gezwungen, sich die Namensrechte am Markt zu kaufen, anstatt das irgendein hohler Richter denen für 100 CHF den Zuschlag erteilt.

Es bleibt spannend!
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K1K1
schrieb am 06.03.02 17:56:40
Beitrag Nr. 100 (5.735.476)
... naja es ist ja nicht nur der Brand "Swiss" sondern zusätzlich auch der Firmenname "Swiss Air Lines LTD", der einen unwillkürlich an Swissair denken läßt - jedenfalls einen normalen Menschen (sprich nicht Schweizer Richter ;) ).

Aber wie der Artikel #98 zeigt könnte die Crossair den Namen vielleicht dann doch noch "freiwillig" kaufen, denn wenn jemand anderes die Rechte an Swissair übernimmt, dann dürften die Einnahmeverluste der Crossair durch diese Konkurrenz ein Vielfaches der Namensrechte getragen.

Grüße K1




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