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Börsen in Europa: Lustloser Handel, Stahlwerte im Fokus - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 30.01.06 14:20:18 von
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neuester Beitrag 30.01.06 14:20:18 von
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schrieb am 30.01.06 14:20:18
Beitrag Nr. 1 (19.958.271)

Die europäischen Börsen tendieren gegen Mittag nur wenig verändert. Zwar lieferte die Tokioter Börse positive Vorgaben, der gestiegene Ölpreis indes belastet das Sentiment. Zudem halten sich die Marktteilnehmer im Vorfeld der zur Veröffentlichung stehenden US-Daten zu den persönlichen Ein- und Auslagen zurück. Gegenwärtig verliert der Dow Jones EURO STOXX 50 0,27 Prozent auf 3.675,41 Punkte, der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 legt dagegen 0,06 Prozent auf 3.444,76 Zähler zu. Der in Paris beheimatete EURONEXT 100 tendiert 0,19 Prozent schwächer bei 846,36 Punkten. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich ebenfalls uneinheitlich. Deutlich aufwärts geht es für den österreichischen Leitindex ATX, während sich die Verluste anderswo in Grenzen halten.

In London schießen Aktien von HMV um mehr als 17 Prozent nach oben, nachdem der Musikeinzelhändler bekannt gab, von einem nicht näher bezeichneten Investor ein nicht verbindliches Übernahmeangebot erhalten zu haben, wobei keine Angaben zu finanziellen Einzelheiten gemacht wurden. Angesichts des gestiegenen Ölpreises stehen Papiere von BP und Royal Dutch Shell auf der Einkaufsliste der Anleger und verbessern sich deutlich.

Hauptgesprächsthema in Amsterdam und Paris ist weiterhin die Übernahmeofferte von Mittal Steel für Arcelor. Zwar lehnte der Vorstand des in Luxemburg ansässigen Stahlkonzerns Arcelor am Sonntag die feindliche Übernahmeofferte des niederländischen Branchenprimus ab, dennoch legen Aktien von Mittal Steel in Amsterdam um mehr als 8 Prozent und die von Arcelor in Paris um 4,2 Prozent zu. Weniger gut werden die gemeldeten Umsatzzahlen von Sanofi-Aventis aufgenommen, in deren folge der Titel 1,8 Prozent verliert. Zwar konnte man den Umsatz steigern und hob zugleich die Prognose zum bereinigten Ergebnis an, die optimistischen Schätzungen der Analysten sind indes nicht eingetreten.

Dagegen legen Papiere von Fiat in Mailand rund 1 Prozent zu. Der krisengeschüttelte Konzern erzielte im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 84 Mio. Euro, nachdem zuvor noch ein Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro angefallen war. Zudem zeigen die Restrukturierungsmaßnahmen in der Automobilsparte Ergebnisse, so dass auch hier ein operativer Gewinn verbucht werden konnte.

Indexstände (14:04 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.675,41 (-0,27 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.444,76 (+0,06 Prozent)

EURONEXT 100: 846,36 (-0,19 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.788,00 (+0,02 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.942,50 (-0,28 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 36.654,00 (-0,13 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.005,10 (-0,16 Prozent)

SMI (Zürich): 7.795,68 (+0,21 Prozent)

ATX (Wien): 3.998,82 (+1,08 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der Vorstand des in Luxemburg ansässigen Stahlkonzerns Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948/ WKN 529385) hat am Sonntag die feindliche Übernahmeofferte des niederländischen Branchenprimus Mittal Steel Company N.V. (ISIN NL0000361939/ WKN 908621) abgelehnt. Vorstandsangaben zufolge sei ein Zusammenschluss schädlich für die Gesellschaft, die Aktionäre, die Beschäftigten sowie die Kunden. Arcelor und Mittal Steel würden unterschiedliche Strategien und Geschäftsmodelle verfolgen. Deshalb wurde den Aktionären empfohlen, das Angebot abzulehnen. Wie der weltgrößte Stahlproduzent am Freitag erklärte, bietet man den Aktionären von Arcelor für jeweils fünf eigene Aktien insgesamt vier Anteilsscheine von Mittal Steel plus einer Prämie von 35,25 Euro in bar. Das Gesamtvolumen der Übernahmeofferte liegt bei 18,6 Mrd. Euro. Durch den Zusammenschluss von Mittal Steel und Arcelor würde ein Stahlkonzern mit einer Jahreskapazität von mehr als 100 Millionen Tonnen entstehen.

Die britische HMV Group plc (ISIN GB0031575722/ WKN 622351) steht möglicherweise vor einem Übernahmeangebot. Wie der Musikeinzelhändler heute bekannt gab, hat man von einem nicht näher bezeichneten Investor ein nicht verbindliches Übernahmeangebot erhalten. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben, wobei der Konzern erklärte, dass in diesem Zusammenhang nicht zwingend ein offizielles Übernahmeangebot folgen müsse. Am Wochenende gab es in verschiedenen Medienberichten Andeutungen, wonach der Finanzinvestor Permira ein Übernahmeangebot für den im Bereich Buch- und Musik tätigen Einzelhandelskonzern vorlegen werde. Laut dem \"Sunday Telegraph\" sind außerdem die Private Equity-Gesellschaften KKR und Blackstone an einer Übernahme der HMV Group interessiert.

Der französische Mischkonzern Vivendi Universal S.A. (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) verbuchte im vierten Quartal aufgrund der starken Entwicklung im Mobilfunk-Segment einen Umsatzanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 7 Prozent von 5,124 Mrd. Euro auf 5,479 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis, daher ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten, konnte ein Plus von 4 Prozent erzielt werden. Dabei verbuchte die Konzernsparte Universal Music Group (UMG) einen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent auf 1,682 Mrd. Euro. Die Fernsehsendergruppe Canal+ verbuchte im vierten Quartal ein Umsatzplus von 6,3 Prozent auf 892 Mio. Euro, wobei man hier insbesondere von den Bezahlfernsehsender-Aktivitäten in Polen profitieren konnte. Die Mobilfunktochter SFR konnte aufgrund des starken Neukundenwachstums im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 19,6 Prozent auf 2,212 Mrd. Euro vorweisen. Im Gesamtjahr erreichte Viviendi Universal einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 19,484 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis verbesserten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 7 Prozent.

Die französische Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657), der weltweit drittgrößte Pharmakonzern, erzielte im Schlussquartal 2005 ein Umsatzwachstum. Unternehmensangaben vom Freitag zufolge kletterten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,8 Prozent auf 7,01 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkursschwankungen und Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur entspricht dies einem Plus von 7 Prozent. Im gesamten Jahr 2005 erhöhten sich die Umsätze um 9,3 Prozent auf 27,31 Mrd. Euro. Bereinigt bedeutet dies ein Umsatzplus von 8,4 Prozent im Vergleich zu 2004. Ferner hob der Konzern seine Prognose zum bereinigten Ergebnis je Aktie 2005 an. So wird inzwischen mit einem Anstieg um fast 25 Prozent gerechnet, wogegen zuvor nur ein Plus von mindestens 20 Prozent erwartet worden war.

Der Mischkonzern Fiat S.p.A. (ISIN IT0001976403/ WKN 860007), der größte Automobilhersteller in Italien, gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal einen Gewinn erzielt hat. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 84 Mio. Euro, nach einem Verlust von 561 Mio. Euro im Vorjahr. In der Kernsparte Fiat Auto betrug das operative Ergebnis 21 Mio. Euro, nach einem negativen Ergebnis von 156 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 12,22 Mrd. Euro auf 13,14 Mrd. Euro. Der operative Konzerngewinn lag bei 361 Mio. Euro (Vorjahr: -588 Mio. Euro). Im Gesamtjahr betrug der Konzerngewinn 1,42 Mrd. Euro, nach einem Fehlbetrag von 1,58 Mrd. Euro in 2004. Die Erlöse nahmen leicht von 45,64 Mrd. Euro auf 46,54 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis erreichte 2,22 Mrd. Euro, im Vergleich zu -585 Mio. Euro. Für das laufende Jahr hält das Unternehmen an seinen Plänen fest, einen operativen Gewinn von 1,6 bis 1,8 Mrd. Euro bei einem Nettogewinn von 700 Mio. Euro zu erzielen.

Wertpapiere des Artikels:
SANOFI-SYNTHELABO
FIAT SPA
VIVENDI UNIVERSAL SA
HMV GROUP PLC
ARCELOR SA
ISPAT INTERNATIONAL NV


Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media GmbH),14:16 30.01.2006