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Die Geschichte des Unternehmens Sartorius begann am 1. Juli 1870 durch Florenz Sartorius - 500 Beiträge pro Seite

ISIN: DE0007165631 | WKN: 716563
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02.12.16
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Hiermit eröffne ich ein neues Diskussionsforum zu der Sartorius AG. Ich hoffe alle Verfasser und Mitleser werden informativ und vor allem mit Spass und Freude über das Geschehen bei der Sartorius AG informiert werden.

Zu Anfang möchte ich auf den Ursprung der Firma Sartorius AG, mit Hauptsitz in Göttingen, eingehen.

Die Geschichte des Unternehmens begann am 1. Juli 1870 mit der Eröffnung einer kleinen feinmechanischen Werkstatt F. Sartorius in Göttingen in der Groner Straße durch Florenz Sartorius (1846 - 1925), der seine Ausbildung beim Göttinger Universitätsmechaniker Apel erhalten hatte. Der rasche Erfolg des Unternehmens basierte in erster Linie auf einer neu konstruierten kurzarmigen Analysenwaage unter Verwendung des damals neuartigen Leichtmetalls Aluminium, die auch im Ausland einen regen Absatz fand. Noch heute ist die im Unternehmensbereich Mechatronik angesiedelte Wägetechnik ein wichtiges Standbein des Konzerns.

1927 begann unter dem Firmennamen Membranfiltergesellschaft mbH die industrielle Fertigung von Membranfiltern. Auf diese Anfänge gründet sich der heutige Konzernbereich Biotechnologie, in dem die Produktion von Filtern noch immer dominiert.

Nach einer Kapitalerhöhung 1998 wurden um das Jahr 2000 eine Reihe von Unternehmen in den Bereichen Wägetechnik (heute Mechatronik) und Biotechnologie übernommen.

2000 erhielt das Unternehmen den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft für eine High-Tech Analysenwaage.

2001 wurde ein neues Werk im Industriegebiet am nordwestlichen Stadtrand Göttingens (Göttingen-Grone) in Betrieb genommen.
Rahmendaten



Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Gründung: 1870
Unternehmenssitz: Göttingen
Unternehmensleitung: Dr. Joachim Kreuzburg / Dr. Günther Maaz
Mitarbeiter: 4.518 (Ende 2007)
Umsatz: 589,0 Mio € (2007)
Bilanzsumme: 404,749 Mio € (Ende 2007)
Branche: Mechatronik, Biotechnologie

http://www.sartorius.de
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.201.366 von Marvin1992 am 13.12.08 22:44:10wie sieht es mit den Kapitalreserven aus?besteht die Gefahr einer Insolvenz?:confused:Chart sieht so aus:(

muß mir die kommende Woche einmal genauer die Zahlendaten anschauen;)

wie ist deine Einschätzung?:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.201.559 von printguru am 14.12.08 03:04:04Sartorius | Pressemitteilung
18. September 2008

Sartorius schließt langfristiges Finanzierungspaket ab

* Paket umfasst zwei Kreditverträge mit einem Volumen von insgesamt 400 Mio. Euro

* Günstige Finanzierungskonditionen reflektieren die gute Ertragslage und positiven Zukunftsperspektiven von Sartorius
ja, der thread mit 37 eingstiegskurs war einfach nicht mehr zeitgemäß.

allerdings überlege ich mir ob es nicht auf kürzere sicht wesentlich sinnvoller ist sartorius stedim zu kaufen.

- schliesslich gibt´s im juni 20 euro pro aktie so stedim nicht auf 47,50 steht, was sicherlich nicht passieren wird.

rechnen wir also mal nach.

selbst wenn sartorius stedim den unwahrscheinlichen fall angenommen auf 0 fallen sollten, bleibt beim aktuellen kurs noch ein + von 8 euro pro aktie übrig.


oder sehe ich da etwas falsch ?

jedenfalls reagiert die sartoriusaktie nicht mehr auf die news vom freitag, was uns sagt, dass inzwischen alles negativen eingepreist ist. daher wird´s wohl leider nichts mehr mit günstigeren einstiegskursen.
Heute habe ich im Handelsblatt einen Bericht gefunden, der mich recht positiv stimmt, was die Zukunft von Aktien angeht.

Das Handelsblatt schreibt folgendes
"Der Abbau von Dollar-Verbindlichkeiten dürfte in der Tat weit fortgeschritten sein. Einer im November vom New Yorker Vermögensverwalter Sanford C. Bernstein & Co. unter Hedge-Fonds-Managern durchgeführten Umfrage zufolge, hatten 63 Prozent der Befragten etwa die Hälfte ihrer mit Krediten finanzierten Wertpapierbestände verkauft und ihre Verbindlichkeiten reduziert. 23 Prozent hatten bereits drei Viertel der Positionen aufgelöst".
Sartorius: Verkaufsempfehlung
15.12.2008 - Die Analysten von Merck Finck & Co sprechen eine Verkaufsempfehlung für Sartorius-Aktien aus. Zuvor stand das Rating bei „buy“. Das Kursziel wird mit 5,00 Euro angegeben und liegt damit klar unter dem aktuellen Kurs.

Das Unternehmen gab bekannt, dass die Nachfrage im Bereich Mechatronik zuletzt stark nachgelassen hat. Daher will Sartorius die Kapazitäten drosseln. Während die Auswirkungen auf das aktuelle Jahr noch nicht so gravierend sind, erwarten die Analysten für das kommende Jahr klare Auswirkungen auf die Zahlen. Für diesen Bereich senken sie daher ihre EBIT-Marge für 2009 von 7 Prozent auf 4 Prozent ab. Entsprechend fällt die Gewinnerwartung je Aktie für 2009 von 1,39 Euro auf 0,99 Euro. Wiederholt kritisiert wird von den Experten die Finanzstruktur. Die Nettoschulden steigen immer weiter an, Grund sind auch Finanzgarantien, die man den Aktionären von Stedim gegeben hat.

16.12.2008 14:09
WestLB senkt Sartorius auf 'Hold' - Ziel auf 7,20 Euro


Die WestLB hat die Aktien von Sartorius (News/Aktienkurs) von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 14,00 auf 7,20 Euro gesenkt. Wenngleich eine leichte Schwächung des Geschäftsbereiches Mechatronics erwartet worden sei, verlaufe der Abschwung überraschenderweise schneller als angenommen, schrieb Analyst Andreas Theisen in einer Studie vom Dienstag. Zwar sei der Titel deutlich unterbewertet, doch die mangelnde Berechenbarkeit der Entwicklung in beiden Unternehmensbereichen und die hohe Verschuldung rechtfertigten die Abstufung, so Theisen weiter.

17.12.2008 09:08
DKIB senkt Sartorius-Ziel auf 6,50 Euro - 'Hold'


Die DKIB hat das Kursziel für Sartorius (News/Aktienkurs) von 11,00 auf 6,50 Euro gesenkt, die Empfehlung aber auf "Hold" belassen. Der Auftragsrückgang im Bereich Mechatronik komme nicht unerwartet und in der eigenen Bewertung bereits berücksichtigt, schrieb Analyst Georg Remshagen in eine Studie am Dienstag. Das Kursziel sei aufgrund geringerer Erwartungen der Vergleichsgruppe nach unten korrigiert worden.


03.12.08 18:25:52
von jobl
Hallo,

naja es sind immer 2 Seiten. Das positive ist, man kann günstig zuschlagen kann. Was ich die letzten Tage auch gemacht habe.

Sartorius hat eine Kursgarantie für Stedim gegeben, d.h. alle die im Zuge der Übernahme die Stedim-Aktie gehalten haben, bekommen eine Kursgarantie von 45 EUR plus x max. 20 EUR je Aktie.

Sartorius hat aktuell 16,07 EUR dafür je Aktie Rückstellungen gebildet. Sie würden also 16 EUR theoretisch bezahlen ohne dafür einen Gegenwert zu bekommen. Aktuell können sie die Aktie an der Börse für etwas mehr als 14 EUR bekommen. (Siehe Geschäftsbericht).
Eigentlich klasse für Sartorius.

Ich hatte mir auch überlegt Stedim zu kaufen. Aber in Deutschland wird die Aktie nicht unbedingt gehandelt. Sartorius kann sich also günstig eindecken. Der Kurs wird bis zum 30.06.2009 automatisch steigen.

Ggf. können auf die immatriellen Werte Abschreibungen erfolgen, aber davon haben sie ja genug.

Ich habe Sartorius bereits seit dem Jahr 2002. Habe zwischenzeitlich einige verkauft und meinen Bestand zuletzt versechsfacht. Aber ich versuche die nächsten Jahre nicht mehr reinzuschauen.

Ich habe auch Sartorius gekauft, trotz der 100 % Chance bei Stedim. Einfach weil hier ich noch ein höheres Potential sehe.
In ein paar jahren steht der Gewinn je Aktie bei 2 EUR. Bei einem KGV von 16 gibt es locker 32 EUR. Und die 2 EUR sind nicht zu hoch gegriffen. Der Dollar ist deutlich zurückgekommen, etc. das dürfte alles den Unternehmen helfen. Vielleicht lichtet sich ja bald der Nebel...

Viel Glück allen investierten. jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.245.127 von Amphibie am 20.12.08 19:06:58Auch ich halte meine Sartorius schon lange (06.2003) und hatte zwischenzeitlich auch einen Teil verkauft (2006). Bei den derzeitigen Kursen aber auch wieder zurückgekauft und zusätzlich auch aufgestockt (Abgeltungssteuer). Zwar nicht versechsfacht, aber fast verdoppelt. Am Freitag habe ich zu 6,20 in FFM leider keine komplette Ausführung mehr bekommen, so dass mir zum Verdoppeln jetzt noch ein kleiner Teil fehlt, der Montag oder Dienstag kommen wird.

Der Kurstrend geht zwar noch abwärts, aber die Abschläge werden geringer und zum derzeitigen Kurs gibt es Teilausführungen. Auch wenn es vielleicht noch nicht der Boden ist, in 2009 gibt es die Abgeltungssteuer. Auch wenn 2009 noch neue Tiefs gemacht werden sollten, langfristig gesehen, ist das derzeitige Niveau für mich der Grund wieder aufzustocken und zuzukaufen.

Auch ich sehen bei Sartorius ein höheres Potenzial als die Analysten derzeit kommunizieren. Es wird aber langsam gehen und Geduld brauchen. Mittlerweile dürften auch alle raus sein, die verkaufen wollten oder mussten. Für Institutionelle hat Sartorius zwar noch immer das Manko mit dem Gesellschafterkreis, was aber auch ein Vorteil sein kann, wenn sich dies mal ändert. In 2003 war der Gesellschafterkreis jedenfalls ein Grund, der Spezialfonds von einem Investment in Sartorius abgehalten hat (war damals beruflich in diesem Bereich). Das Handelsvolumen hat sich seitdem auch verbessert, was für die Zukunft für einen breiteren Anlegerkreis auch hoffen lässt.

Daher auch von mir viel Glück allen Investierten.
Diese Kaufempfehlung zu Sartorius aus dem Hause Bernecker ist zwar schon etwas älter, doch immer wieder gern zu lesen.

Die Actien-Börse - Sartorius VZ kaufen

07:44 14.07.08

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Die Actien-Börse" raten zum Kauf der Sartorius-Aktie.


Die Vorzüge seien inzwischen um 66% gefallen. Ein Grund für den Kursverfall könnte gewesen sein, dass inzwischen mit Bio-Rad der zweite Großaktionär seine 25-%-Schachtelbeteiligung an den Stämmen erreicht habe. Damit seien die permanenten Käufe weggefallen.

Der Umsatz von Sartorius dürfte in diesem Jahr erstmals die Marke von 600 Mio. Euro übersteigen. Dabei betrage der künftige Anteil der Biotechnologie ca. 60%. Dem stehe lediglich eine Marktkapitalisierung von rund 500 Mio. Euro gegenüber, was die Experten für äußerst günstig halten würden.

Nach Meinung der Experten sei das momentane Kursniveau eine gute Basis für eine Long-Position. Den engen Markt und die damit verbundene Schwankungsintensität würden sie dagegen etwas problematisch sehen.

Die Experten von "Die Actien-Börse" empfehlen, die Sartorius-Aktie zu kaufen. Den Zielkurs sehe man bei 28 Euro und ein Stoppkurs sollte bei 18 Euro platziert werden. Ende von dem Bericht.

Das Know-how auf dem Gebiet der Biotechnologie umfasst Anwendungen der biomolekularen und mikrobiellen Separationstechnik, der Konzentration, Aufreinigung, Fermentation und Zellkultur.

Nun mein persönliches Statement zu der Sartorius AG

Derzeit werden die Sartorius Vorzüge mit einer Marktkapitalisierung von 58,03 Mio. € bewertet. Die Sartorius Stammaktien werden zur Zeit mit einer Marktkap. von 92,48 Mio. € bewertet. Das entspricht zusammen ein derzeitiges KUV von 0,25. Das aktuelle Problem erscheint mir jedoch nicht die derzeitige Bewertung des Unternehmens zu sein, sondern Sartorius wächst seit dem 2 Halbjahr 2008 nicht mehr. Das gibt mir zu denken. Anleger sollten hier nicht kurzfristig investiert sein. Kurzfristige Tradings in einen Wert der ständig fällt, wären nun sicherlich nicht richtig. Vielmehr sollten Anleger bei Sartorius längerfristig investiert sein. Zwar bin auch ich von der Stedim Übernahme nicht vollständig überzeugt, was den Kaufpreis angeht, die Nettoschulden steigen immer weiter an, Grund für meine Bedenken sind auch Finanzgarantien, die man den Aktionären von Stedim gegeben hat. Ich persönlich erwarte von Sartorius für das Jahr 2008 einen Gesamtumsatz in Höhe von etwa 590,00 Mio. Euro mit einen Ergebnis/Aktie (in EUR) von 0,90 Cent. Ich erwarte für das Jahr 2008 eine Dividende in Höhe von 0,40 Cent/Aktie.



Allen Investoren und Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest 2008. Hoffen wir auf ein gutes Geschäftsjahr 2009 für Sartorius. Vor allem wird es im Jahr 2009 für Sartorius sehr wichtig sein, seinen Investoren ein überzeugendes Geschäftsmodell aufzuzeigen.
:)
Tankwaagen
Für fast jede Prozessbehälterwaage bietet Sartorius die maßgeschneiderte Ausrüstung

Ob Lagertank oder Außensilo, ob Ansatzbehälter, Mischer oder Reaktor - für fast jede Prozessbehälterwaage bietet Sartorius die maßgeschneiderte Ausrüstung.

Dazu gehört neben robusten und besonders zuverlässigen Wägezellen auch eine komplette Palette an Zubehör: vom GL-zertifizierten Einbausatz bis zum modernen Prozesstransmitter.

* von wenigen Kilogramm bis weit über tausend Tonnen: die komplette Palette für fast jede Prozesssituation und Genauigkeitsanforderung
* 100% wartungsfrei und hochzuverlässig für genaueste Messwerte, denen man vertrauen kann
* einzigartige Sicherheit durch vom Germanischen Lloyd zertifizierte Einbausätze und Fesselungseinheiten
* komplettes Programm für die Instrumentierung einschließlich digitaler Prozesstransmitter, Prozessindikatoren und Dosier- sowie Systemcontrollern

29.12.2008
Times & Sales
Uhrzeit Kurs letztes Volumen kumuliert
11:18:51 7,50 296 9.793
11:18:41 7,50 100 9.497
11:07:16 7,25 300 9.397
11:00:16 7,25 300 9.097
10:53:33 7,20 196 8.797
10:46:18 7,20 1.400 8.601
10:35:17 7,05 455 7.201
10:35:17 7,10 785 6.746
10:33:09 7,20 550 5.961
10:17:00 7,20 500 5.411
10:16:07 7,20 561 4.911
10:14:43 7,20 800 4.350
10:11:54 7,15 150 3.550
10:11:54 7,14 300 3.400
10:11:38 7,14 100 3.100
10:06:03 7,14 200 3.000
09:52:30 7,01 200 2.800
09:45:03 7,15 400 2.600
09:36:26 7,00 850 2.200
09:36:26 6,98 150 1.350
09:33:08 6,98 100 1.200
09:14:55 6,90 200 1.100
09:07:51 6,80 489 900
09:02:21 6,80 166 411
09:02:09 6,87 245 245


SARTORIUS - Endlich wehren sich die Bullen
Datum 29.12.2008 - Uhrzeit 15:27
WKN: 716563 | ISIN: DE0007165631 | Intradaykurs:

Sartorius WKN: 716563 ISIN: DE0007165631

Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 7,75 Euro

Rückblick: Die Aktie von Sartorius erreichte im Juli 2007 ein Allzeithoch bei 47,15 Euro. Anschließend setzte eine starke Abwärtsbewegung ein. Bis auf 6,15 Euro fiel die Aktie ab. Dieses Tief markierte die Aktie erst in diesem Monat.

Anschließend bewegte sich der Wert kurz seitwärts und testete dieses Tief noch einmal. Seit letzter Woche zeigt sich aber Kaufinteresse, besonders heute. Die Aktie bildet nämlich aktuell eine lange weiße Kerze aus. Damit könnte nun als endlich eine Erholung im Abwärtstrend starten.

Wichtige Widerstände liegen bei 9,60 Euro und dann vor allem bei 13,42 Euro. Unterstützung findet die Aktie bei 6,15 Euro und dann erst wieder bei 3,25 Euro.

Charttechnischer Ausblick: in den nächsten Tagen und Wochen könnte sich die Sartorius Aktie durchaus erholen und bis 9,60 Euro ansteigen. Ein Ausbruch auf Wochenschlusskursbasis darüber würde sogar eine starke Erholung auf 13,42 Euro ermöglichen.

Falls die Aktie aber doch unter 6,15 Euro per Wochenschlusskurs abfallen sollte, wären Abgaben bis ca. 3,25 Euro zu erwarten.

Kursverlauf vom 04.11.2005 bis 29.12.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

30.12.2008 15:11
Sartorius Stedim Biotech: New Recommendations AFEP/MEDEF Dated October 06, 2008 Regarding the Compensation of Corporate Officers
Regulatory News:

During its meeting, dated December 08, 2008, the Board of Directors has reviewed the AFEP-MEDEF recommendations on the compensation of executive corporate officers of listed companies, published on October 06, 2008.

The Board considers that the corporate governance practice of the company is in line with these recommendations. As a result, and according to the law passed on 03 July 2008 implementing the 2006/46/CE EU Directive of June 14, 2006, the company will, as of the current financial year, refer to the thus amended AFEP-MEDEF code in the elaboration of the report foreseen in article L.225-37 of the commercial code.
Ich habe übrigens bei Sartorius wegen der Details zur Kursgarantie bei Sartorius Stedim Biotech nachgefragt:

----------------------------------------------------------------
Alle diejenigen Aktionäre, die ihre Aktien während der Laufzeit des Pflichtangebotes nicht veräußert haben bzw. diejenigen, die zum Ablauf der Annahmefrist am 26. Juli 2007 Aktien besaßen, haben eine Kursgarantie erhalten, die ebenso wie die Aktien im Wertpapierdepot unter einer gesonderten Wertpapierkennnummer stehen. Die Kursgarantie selbst ist weder handelbar noch übertragbar, d.h. bei Verkauf der Aktie bleibt die Kursgarantie im Besitz des Aktionärs. Also unabhängig davon, ob Sie im Juli 2009 noch im Besitz von Sartorius Stedim Biotech Aktien sind, bleibt die Kursgarantie in Ihrem Depot.
----------------------------------------------------------------

Die Kursgarantie gilt also wie zu erwarten nicht für Neuaktionäre.

Aktionäre, die am 26. Juli 2007 haben und danach verkauft hatten haben die Kursgarantie aber weiterhin im Depot und können sie durch einen Rückkauf "reaktivieren", das war mir bislang nicht bewußt.
Ohne Aktie ist die Garantie wertlos, mit Aktie 20 Euro wert.
-> Wenn sie nicht unwissend/unvernünftig sind werden sie die Aktien auf jeden Fall bis Juli 2009 zurückkaufen für sie hat die Aktie einen Wert von 20 Euro + X.

zumindest Kurzfristig sollte damit Sartorius Stedim wirklich spannender sein als Sartorius selbst. Kleinere Stückzahlen lassen sich übrigens auch in Frankfurt oder Berlin handeln.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.322.038 von Lisaman am 07.01.09 10:53:06Du kannst dort auch grössere Stückzahlen nachfragen - die Makler holen sich die Papiere über Paris - du kannst aber auch direkt in Paris kaufen.

Also scheint es mir sinnvoll Stedim zu kaufen - Wenn die Aktionäre, die Stedim nach dem Stichtag verkauft haben an die 20 Euro kommen wollen, dann müssen sie kaufen und bekanntlich steigt der Kurs je knapper das Angebot und je höher die Nachfrage. :D

Jedenfalls sollte bei Stedim wesentlich mehr Kursmusik drin sein als bei Sartorius, zumal die 100-Millionen-Stedim Garantie noch deutlich belasten sollte, wenn gezahlt wird...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.353.966 von ichhabdurst am 12.01.09 11:34:55Bei Sartorius Biotest / Stedim habs heute und gestern übrigens (in Paris) die höchsten Umsätze seit über einem Jahr - jeweils über 100.000 Stück.
Laut einer Studie von Frost & Sullivan ist es Sartorius gelungen, seinen Weltmarktanteil in der Feuchtebestimmung zu steigern. Sartorius habe sich insbesondere durch seine umfangreichen applikationsspezifischen Dienstleistungen vom Wettbewerb abgehoben. Durch Zukäufe in den USA (Sartorius Instrument Omnimark Corp.| Denver Instrument, Inc.) vor einigen Jahren, habe das Unternehmen zudem seine regionale Präsenz sowie die Kundenbasis erweitert. Durch eine intensive Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen setze Sartorius darüber hinaus Standards bei neuen Messverfahren und –technologien.
Jetzt geht das Dingen auch wieder den Bach runter. Ne, ich hab keine Lust mehr. Nicht ein Stück kauf ich noch dazu. Ich hab die Nase gestrichen voll. Verkauf lohnt auch nicht mehr, da Geldseite mit Stücken leer ist. Ich hab schon geguckt, Kurs würde beim Verkauf unter 7,00 Euro gehen.


Sartorius Signum - mit 300 kg Überlastschutz
Die neue Waagenreihe Signum von Sartorius


Insbesondere im rauen industriellen Umfeld ist uneingeschränkte Sicherheit beim Betrieb der Waage gefordert. Die Signum-Waage liefert dank eines Überlastschutzes selbst bei extremer Überlast präzise Messergebnisse. Genauso wenig lässt sie sich von wechselnden Aufstellbedingungen beeindrucken.



Optische Feuchtemessung leicht gemacht:Sartorius LMA500

Sartorius bringt mit dem neuen Fechtemessgerät LMA500 jetzt ein Gerät auf den Markt, das neben seiner Genauigkeit und Schnelligkeit vor allem durch seine benutzerfreundliche Kalibrierung besticht. Jeder Labormitarbeiter kann sowohl die Basiskalibrierung als auch die Erweiterung und Anpassung der Kalibrierung qualifiziert selbst durchführen und somit schnell und präzise z.B. auf Veränderungen in der Probenbeschaffenheit reagieren.
Gestern habe ich gehört, dass Sartorius Teile seiner Biotec-Sparte-Göttingen nach Braun-Melsungen verlegt hat. Nun ist es für viele Kunden umständlicher und schwieriger an Ersatzteile von Sartorius zu kommen. Ich frage mich, warum hat Sartorius das getan?


Sartorius AG und Metrohm Schweiz AG: Kooperartionsvertrag über den Vertrieb und Service von Laborprodukten

06.02.2009 - Die Sartorius AG hat mit der Metrohm Schweiz AG eine Kooperationsvereinbarung über den Vertrieb von Laborprodukten getroffen. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Metrohm Schweiz AG die Laborprodukte des Sartorius Geschäftsbereiches Mechatronics in sein Portfolio für die Schweiz aufnimmt, vertreibt und installiert. Die Sartorius Schweiz AG stellt die Servicedienstleistungen für diese Produkte sicher.

Die Sartorius AG Mechatronics erwartet durch die sehr gute Marktpositionierung der Metrohm Schweiz AG einen deutlich besseren Zugang zu deren Zielmärkten in der Schweiz. Die Kooperation beider Firmen startet mit der Markteinführung der neuen Sartorius Waage "Cubis", deren Vertrieb Metrohm in der Schweiz übernimmt.
Klassischer Pullback für den Kurs von Sartorius VZ. Was ist hier eigentlich los?

Letzte gestellte Ordertiefe Xetra
300 Stck. im Kauf zu 7,25 Euro/Stck.
19330 Stck. im Verkauf zu 7,40 Euro/Stck.
Sartorius legt vorläufige Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vor
Göttingen (aktiencheck.de AG) - Die Sartorius AG (ISIN DE0007165631/ WKN 716563), ein Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter



Göttingen (aktiencheck.de AG) - Die Sartorius AG (ISIN DE0007165631/ WKN 716563), ein Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter mit den Segmenten Biotechnologie und Mechatronik, präsentierte am Mittwoch die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr.


Demnach erhöhte der Konzern seinen Umsatz im Berichtszeitraum leicht um wechselkursbereinigt 0,9 Prozent auf 611,6 Mio. Euro. Auf Basis aktueller Wechselkurse hatte der Konzern einen Umsatzrückgang von 1,8 Prozent zu verzeichnen. Der Auftragseingang lag mit einem Plus von wechselkursbereinigt 1,6 Prozent bei 609,8 Mio. Euro ebenfalls leicht über dem Vorjahreswert. Inklusive der Berücksichtigung von Wechselkurseffekten hatte der Auftragseingang 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.


Das operative Ergebnis EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) betrug nach zwölf Monaten 56,8 Mio. Euro (Vorjahr: 71,1 Mio. Euro), wobei die entsprechende Ergebnismarge von 11,4 auf 9,3 Prozent zurückging. Der Jahresüberschuss wurde unter anderem durch Sonderaufwendungen für Währungssicherungsgeschäfte beeinflusst und lag bei 12,4 Mio. Euro, nach 27,0 Mio. Euro im Vorjahr.


Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr sollen am 12. März vorgelegt werden.


Die Aktie von Sartorius gewinnt aktuell 2,05 Prozent auf 7,45 Euro. (11.02.2009/ac/n/nw)

11.02.2009 Sartorius verbucht Gewinneinbruch

Der Labortechnik-Anbieter Sartorius musste im vergangnen Jahr nach vorläufigen Zahlen einen deutlichen Rückgang beim operativen Ergebnis verbuchen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation (EBITA) liege mit 56,8 Millionen Euro 20,0 Prozent unter dem bereinigten pro forma Vorjahreswert von 71,1 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Nein, kaum zu glauben. Für mich sind das katastrophale Zahlen, die Sartorius da vorgelegt hat. Hätte ich die Zahlen eher erfahren, hätte ich geschmissen. Unglaublich was da kommt. Dividende damit auch runter. Dabei war doch das 1 Halbjahr noch gut laut Sartorius. Was kommt da noch negatives in 2009 auf die Aktionäre zu??? Lohnt es sich überhaupt noch Sartorius Aktien zu besitzen? Anscheinend geht die Liquidität bei Sartorius permanent zurück. Und was tut Sartorius gegen die Krise? Einfach zuwenig ist nur die Ankündigung von Kurzarbeit. Auch hier wäre es sinnvoll über eine Zerschlagung des Unternehmens nachzudenken. Ich denke dabei an einen Verkauf der Sparte Mechatronik, um den Unternehmen für den Bereich Biotec neue liquide Mittel zuzuführen.

Damit hat das Unternehmen seine ursprünglichen, zwischenzeitlich jedoch zurückgenommenen Jahresziele, deutlich verfehlt. Der Vorstand hatte ursprünglich einen Anstieg der Umsatzerlöse um mehr als 9 Prozent in konstanten Währungen und eine EBITA-Marge von rund 12 Prozent in Aussicht gestellt.

Und was macht der Kurs? Anscheinend sehen es andere Marktteilnehmer genau so wie ich und verkaufen Sartorius Aktien.
Heute die Sartorius VZ -10%
Und dazu kein Statement vom Unternehmen. Doch die logischen Abstufungen sind schon erfolgt. Ich bin von den vorgelegten Zahlen einfach nur enttäuscht.

11.02.2009 18:03
Nord/LB senkt Kursziel von Sartorius

Die Analysten der Nord/LB stufen die Aktien von Sartorius weiterhin mit "Verkaufen" ein.
Das Kursziel wurde von 8,00 Euro auf 6,50 Euro gesenkt.

Na dann viel Glück.
Der Jahresüberschuss wurde u.a. durch Sonderaufwendungen für Währungssicherungsgeschäfte beeinflusst und lag bei 12,4 Mio. Euro nach 27,0 Mio. Euro im Vorjahr.


Die Biotechnologie-Sparte des Konzerns erzielte im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 366,0 Mio. Euro. Damit lag der Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (+0,2%), während er in Berichtswährung um 2,6% zurückging.

Pure Enttäuschung, sonst nichts. Was wurde da von Seiten Sartorius für die Biotec-Sparte angepriesen. Schade, dass ich heute nicht am Platz war, um an der Telefonkonferenz mit teilzunehmen. Obwohl Honig kann ich mir daheim auch selbst um den Mund schmieren. Der Investor ist halt am Ende wieder mal der Dumme und nicht die Mitarbeiter, die bekommen pünktlich Gehalt gezahlt was dem Investor fehlt.
Sartorius AG
Institut/Rating

Nord/LB
Marc Schwammbach
11.02.2009
6,50
Verkaufen

Cheuvreux
Oliver Reinberg
11.02.2009
7,45
Verkaufen

Cheuvreux
Oliver Reinberg
Januar 2009
8,81
Verkaufen

Berenberg
Marie Therese Grübner
22.01.2009
7,92
Verkaufen

Cheuvreux
Oliver Reinberg
09.01.2009
8,70
Verkaufen
vielleicht ist dem einen oder anderen Aktionär schon aufgefallen, dass sich in den vergangenen 2- 3 Monaten wesentliche Einflussgrössen auf das Ergebnis positiv und zwar sehr positiv verändert haben.
Ich denke hier besonders an

1. der Dollar ist zwischen 15 und 20 % stärker geworden
2. der maßgeblche Zinssatz (Euribor) ist seit Okt.o8 um ca.63%
gefallen
3. das US - Geschäft soll sich lt. Sartorius normalisieren.
4. Kosten für Währungssicherungsgeschäfte dürften sich bei der
absehbaren Dollarentwicklung deutlich reduzieren.

Alle hier angeführten Fakten haben das Ergebnis der Sat.AG in 2oo8 entscheidend verhagelt. Das Ergebnis 2009 dürfte zumindest von Punkt 1-4 wesentlich weniger belastet werden. Ich bin sehr zuversichtlich für die Zahlen in 2009.
@weltgold

Punkt 3 "das US - Geschäft soll sich lt. Sartorius normalisieren". Dem stimme ich nicht zu. Ich habe keine Angaben, dass Sortorius so etwas von sich gegeben hat.

Punkt 4 "Kosten für Währungssicherungsgeschäfte dürften sich bei der absehbaren Dollarentwicklung deutlich reduzieren".
Bin mir nicht sicher, dass Sartorius das in den Griff bekommt.

Ich denke nur daran, wie schlau sich Sartorius bei den Kursgarantien angestellt hat. Wie soll da das andere klappen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.589.708 von weltgold am 16.02.09 20:16:21:)
allzu negative Meinungen vernebeln die Sicht für objektive Beurteilung der nicht immer angenehmen Gegebenheiten. Was meinst Du damit? Das was ich schreibe stimmt doch. Den Altaktionären von Stedim wurde nicht nur eine Unternehmensbeteiligung zugestanden, nein von Seiten der Sartorius wurden sogar noch Kursgarantien gegeben. Sicher hat damals, wo die Stedim noch bei 45,00 Euro stand, keiner von den Verantwortlichen der Sartorius nur im Stillen daran gedacht, dass der Stedim Kurs Ende 2008 nur noch bei 12 Euro stehen wird. Aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und keiner sieht seinen Fehler ein. Das ist doch immer so. Warum auch, solange bei der Sartorius noch Geld zum Verteilen vorhanden ist, kann man es doch tun, oder?


Sartorius hat neue IT-Chefin
17.02.2009
Heike Niederau-Buck steigt beim Biotechnologie-Anbieter Sartorius zur Vice President Information Technology auf.

Die 39-jährige Diplommathematikerin berichtet an Vorstand und Arbeitsdirektor Günther Maaz. Niederau-Buck arbeitet seit elf Jahren bei Sartorius. Sie folgt auf Dieter Geile, der zum Beginn des Jahres zu Refratechnik wechselte.

Heike Niederau-Buck folgt auf Dieter Geile.

Niederau-Buck begann ihre Karriere als Projektkoordinatorin für den Vertrieb Asien in der Sparte Mechatronik. Nach Stationen im Business Development und Aufgaben in Akquisitionsprojekten arbeitete sie im Controlling. 2005 übernahm sie die Leitung des Controllings in der Mechatronik.

Eine männliche Führungsperson wäre hier sicherlich für Sartorius die bessere Lösung gewesen.
Den Altaktionären von Stedim wurde nicht nur eine Unternehmensbeteiligung zugestanden, nein von Seiten der Sartorius wurden sogar noch Kursgarantien gegeben.

Mit den Altaktionären, denen eine Unternehmensbeteiligung zugestanden wurde, meine ich die Firmengründer von Stedim. Warum wurde das von Seiten der Sartorius gemacht? Hätte Sartorius die Stedim sonst nicht übernehmen können? Das wäre meiner Meinung nach vielleicht sogar auch besser gewesen, anstatt jetzt teilen zu müssen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.596.632 von Amphibie am 17.02.09 18:16:17man kann, oder vielleicht man könnte die Kursgarantien mildern oder auch aushebeln. Alles eine Frage der Strategie und des Wollens.
:)
man kann, oder vielleicht man könnte die Kursgarantien mildern oder auch aushebeln. Alles eine Frage der Strategie und des Wollens.

Kursgarantien aushebeln? Wie soll das funktionieren?
Kursgarantien mildern? Ja, dass würde gehen, ist aber mit zusätzlichen Kosten für Sartorius verbunden. Aber warum das alles? Solange noch Geld da ist kann Sartorius es auch verteilen, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.602.822 von Amphibie am 18.02.09 14:12:44Es gibt recht einfache Modellrechnungen, die man dem jeweiligen Stedim-Kurs anpassen muss. Eine klare Zielvorgabe ist allerdings erforderlich. Geschickt gemacht kostet das alles auch nicht mehr als die Kursgarantien für 5 Mio. Stedim-Aktien mit dem entscheidenden Vorteil, dass einige Mio. Aktien davon Sart. gehören. Die vertraglichen Vereinbarungen könnten m.E. auch eingehalten werden.Ich denke, die per 31.12.08 gekauften Stedim-Akt.sind ein Anfang.
Das schreibt die Seite CHEMIE TECHNIK Pharma+Food
Hat sich da irgendetwas verändert an den Zahlen von Sartorius?

Sartorius behauptet sich in schwierigem Marktumfeld
Nach vorläufigen Ergebnissen hat der Sartorius Konzern seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2008 wechselkursbereinigt um 0,9 Prozent erhöht und einen Erlös von 611,6 Mio. Euro erzielt (aktuelle Wechselkurse: -1,8 Prozent).

Der Auftragseingang lag mit einem Plus von wechselkursbereinigt 1,6 Prozent bei 609,8 Mio. Euro und damit ebenfalls etwas über dem Niveau des Vorjahrs (aktuelle Wechselkurse: -1,1 Prozen). Der Gewinn des Konzerns ging aufgrund des insgesamt schwachen Marktumfelds sowie ungünstiger Währungseffekte gegenüber dem Vorjahr zurück, bewegte sich aber weiterhin auf solidem Niveau: Das operative Ergebnis (EBITA: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) betrug im Berichtszeitraum 56,8 Mio. Euro (Vorjahr: 71,1 Mio. Euro); die Ergebnis-Marge belief sich auf 9,3 Prozent (Vorjahr: 11,4 Prozent). Der Jahresüberschuss wurde unter anderem durch Sonderaufwendungen für Währungssicherungsgeschäfte beeinflusst und lag bei 12,4 Mio. Euro nach 27,0 Mio. im Vorjahr.

Die Biotechnologie-Sparte des Konzerns erzielte einen Umsatz von 366,0 Mio. Euro, der damit auf Basis konstanter Wechselkurse in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lag (+0,2 Prozent). Die Sparte erhielt im Jahresverlauf Aufträge im Wert von 367,1 Mio. Euro, ein Plus von wechselkursbereinigt 3,0 Prozent. Während die Bestellungen in Nordamerika aufgrund der Marktsituation rückläufig waren, kamen aus Europa und Asien positive Impulse. Das operatives Ergebnis von Sartorius Stedim Biotech betrug 39,7 Mio. Euro (Vorjahr: 49,7 Mio. Euro). Dabei lieferte das Geschäft mit Einwegprodukten den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag. Mit einer Ergebnis-Marge von 10,9 Prozent bewegte sich die Profitabilität der Biotechnologie-Sparte weiterhin auf solidem Niveau (Vorjahr: 13,2 Prozent). Die im Vergleich zum Vorjahr schwächere Marge resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang in Nordamerika sowie aus negativen Währungseinflüssen.

Die Sartorius AG hat ihren Anteil an der Sartorius Stedim Biotech um rund 1,5 Prozentpunkte aufgestockt und hält nun rund 71,1 Prozent der Anteile und rund 74,2 Prozent der Stimmrechte.

Die Sparte Mechatronics verzeichnete sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz in den ersten drei Quartalen Zuwächse von mehr als 5 Prozent (wechselkursbereinigt). Im November und Dezember gingen die Aufträge jedoch infolge des weltweiten Konjunktureinbruchs signifikant zurück. Während des gesamten Geschäftsjahres positiv entwickelte sich hingegen das Servicegeschäft. Im Gesamtjahr lag der Auftragseingang mit 242,7 Mio. Euro wechselkursbereinigt um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz erhöhte sich wechselkursbereinigt um 1,8 Prozent und lag bei 245,6 Mio. Euro. Das operative Ergebnis der Sparte verringerte sich von 21,3 Mio. auf 17,1 Mio. Euro; die entsprechende EBITA-Marge lag zum Jahresende bei 7,0 Prozent nach 8,6 im Vorjahr.

Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen rechnet die Unternehmensleitung für die Mechatronik mit einem Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Dementsprechend hat der Konzern seit Beginn des Jahres umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen in dieser Sparte eingeleitet. Die Biotechnologie-Sparte hingegen sei als Pharmazulieferer nach bisherigen Erfahrungen von allgemeinen Konjunkturentwicklungen unabhängig. Daher plant die Unternehmensleitung für diese Sparte mit Wachstum, hält angesichts der weltweiten Rezession und der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung allerdings eine verlässliche Prognose nicht für möglich.

23.02.2009 - Pharma+Food
Stedim ist Zulieferer im biopharmazeutischen Bereich, hat einen attraktiven Marktanteil im Bereich Einwegbeutel für pharmazeutische Anwendungen und besitzt zudem weitere Produktsegmente mit hohem Wachstumspotential. Durch die Kombination mit Stedim stärkt Sartorius den Wachstumsbereich Biotechnologie, speziell in dem besonders wichtigen Markt USA. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte Stedim Umsatzerlöse von 91,4 Mio. Euro, davon rund 44 % in den USA. An seinen Standorten in Frankreich, den USA und Tunesien beschäftigt Stedim rund 540 Mitarbeiter.

Die Übernahme der Stedim durch Sartorius erscheint mir im nachhinein einfach für zu teuer und aufwendig. Anscheinend hat Sartorius seit dem Desaster mit der Diessel GmbH & Co.KG im Jahr 2003 nicht sehr viel dazugelernt.
Das hier war einmal die Planung von Sartorius. Was davon übrig geblieben ist, dass sehen Sie ja selbst. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Aktualisierte Fünfjahresplanung bis 2011 Ebenfalls vor dem Hintergrund der Transaktion mit Stedim wurde die Fünfjahresplanung für den Sartorius Konzern aktualisiert. Nach Abschluss der Transaktion rechnet das Unter-nehmen bis zum Jahr 2011 mit einem durch-schnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 11 bis 12 Prozent (ohne Stedim: rund 10 Prozent) bei gleichzeitig weiter steigender Profitabilität.
Der Gründer Florenz Sartorius


(BIOCOM, 06.10.2008 12:42) Um eine kurzfristige Brückenfinanzierung aus dem vergangenen Jahr abzulösen, hat der Göttinger Sartorius-Konzern die eigenen Verbindlichkeiten neu strukturiert und Kredite in Höhe von 400 Mio. Euro aufgenommen.
Meine Frage Nr. 1: Wer weiss wieviel heute noch von den 400 Mio. übrig sind?
Ende 2007 hatte Sartorius Schulden in Höhe von 189,6 Mio. Euro. Diese resultieren vornehmlich aus dem Kauf der französischen Stedim Biotech SA für rund 90 Mio. Euro sowie den Schulden der ebenfalls übernommenen Toha Plast.
Frage Nr. 2: Wieviel Schulden hat Sartorius heute?
Der Konzern kann nicht wie andere Unternehmen Aktien ausgeben, um frisches Geld ins Unternehmen zu holen. Dies würde dazu führen, dass der 50,1%-Anteil, den der Testamentsvollstrecker Arnold Picot verwaltet, verwässert würde. Firmenpatriarch Horst Sartorius hatte vor seinem Tod 1998 verfügt, dass das Unternehmen für mindestens 30 Jahre mehrheitlich in Familienbesitz bleiben müsse.
Das finde ich persönlich sehr gut. Nur mit dieser Sachlage hat sich Sartorius sicherlich keinen gefallen getan und wird in der Zukunft wahrscheinlich vermehrt Rücklagen bilden müssen.
Frage Nr. 3: Wie sieht es derzeit bei den US-amerikanischen Anwendungsspezialisten Omnimark aus?
Im Jahr 2004 erzielte Omnimark einen Umsatz von rund 3 Mio. US-Dollar. Ist Omnimark in Nordamerika noch Marktführer im Segment der Premiumgeräte für die Feuchtebestimmung?


March 05, 2009
Sartorius Stedim Biotech: Beschlüsse des Board of Directors

* Dividende soll auf Vorjahreshöhe liegen
* Oscar-Werner Reif als Board-Mitglied vorgeschlagen


AUBAGNE, Frankreich & GÖTTINGEN, Deutschland--(BUSINESS WIRE)--In seiner heutigen Sitzung hat das Board of Directors der Sartorius Stedim Biotech S.A. beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung am 21. April 2008 eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 0,30 € pro Aktie vorzuschlagen. Grundlage für diesen Vorschlag ist das im Jahr 2008 erzielte Ergebnis pro Aktie exklusive nicht-zahlungswirksamer Amortisation in Höhe von 1,02 €. Für das Geschäftsjahr 2007 hatte die Dividende ebenfalls 0,30 € pro Aktie betragen.

Weiterhin wird das Board der Hauptversammlung vorschlagen, Oscar-Werner Reif als Board-Mitglied zu berufen. Der 44-jährige promovierte Chemie-Ingenieur ist seit 1995 bei Sartorius tätig und leitet seit 2005 den Bereich Forschung & Entwicklung in globaler Verantwortung.


Sartorius electronics ist ein anerkannter Hersteller von Elektronikbaugruppen und Fertiger von Komplettgeräten. Sartorius electronics bietet seinen Kunden an, Produkte kostengünstig und in hoher Qualität zu fertigen.
Dies hier schrieb der Teilnehmer methusalem in einen anderen Forum über Sartorius

Mäßige Zahlen und schlechte Stimmung sorgen hier für einen stabilen Abwärts Trend. - Wer möchte denn schon gern ins fallende Messer greifen.
Charttechnisch ist die die Aktie mommentan nicht kaufbar.
Fundamental sollte der Boden langsam gefunden sein.
KGV 2008 ca. 6
KGV 2009 ca. 5 und das bei einer Dividendenrendite von 7 % ( 2008 ) bzw 8 % ( 2009).
Leider gibt es in Bezug auf KGV und Dividendenrendite naturgemäß Unsicherheiten.
Dummerweise lag der Vorstand bei seinen Prognosen die letzten Quartale daneben, was ordentlich Vertrauen gekostet hat. Völlig verängstigt ja nicht zu positiv in die Zukunft zu Blicken hält man sich nun mit Prognosen ganz zurück. - Ohne vernünftigen Ausblick, ohne vernünftige Perspektive wird der Kurs nicht steigen.

Allerdings handelt es sich bei Sartorius um ein grundsolides Unternehmen, welches ordentliche Gewinne macht.
Der Biotech und Medizinbereich ist auch nicht so arg von der Finanzkrise betroffen wie andere Bereiche.
Eine Übernahme durch einen Konkurrenten ist bei Sartorius eher unwahrscheinlich , da die Akien( Vozugs und Stammaktien) und Aktionärsstruktur, Übernahmen momentan praktisch unmöglich macht.

Sartorius kann man bei diesen niedrigen Kursen kaufen. - Möglicherweise werden wir aber noch tiefere Kurse sehen.
Fest überzeugt bin ich davon , daß in den nächsten Jahren Kurse von 15€ drin sind !


11.03.2009 12:12
News: Sartorius AG / Sartorius zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2008
Sartorius verzeichnet Umsatz- und Gewinnrückgang

Göttingen - Der Labortechnikanbieter Sartorius AG verbuchte im Geschäftsjahr 2008 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht des Unternehmens hervorgeht, sanken die Umsatzerlöse gegenüber 2007 von 622,7 Millionen Euro auf 611,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich von 95,1 Millionen Euro auf 80,1 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss beträgt nur noch 12,4 Millionen Euro, nach 27,0 Millionen Euro im Vorjahr.

Dividendenvorschlag Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 23. April 2009 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 0,42 Euro je Vorzugsaktie sowie 0,40 Euro je Stammaktie auszuschütten (Vorjahr: 0,68 Euro bzw. 0,66 Euro). Bei nahezu gleicher Ausschüttungsquote würde sich die Ausschüttungssumme gegenüber dem Vorjahr von 11,4 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro verringern.

In der Sparte Sartorius Stedim Biotech und Sartorius Mechatronics wird Sartorius im laufenden Jahr einen erheblichen Schwerpunkt legen auf die Markteinführung einer Vielzahl wichtiger Produktinnovationen. So stellt die Mechatronik-Sparte z.B. ihre neue Premium-Laborwaage Cubis vor, eine für unterschiedliche Anwendungen frei konfigurierbare Waagenreihe, die neue Standards in der Laborwägetechnik setzt. Die Sparte Biotechnologie wird insbesondere ihr Angebot an integrierten Einweglösungen erweitern und u.a. neue großvolumige Einweg-Mischsysteme und -Bioreaktoren sowie eine Reihe neuer Membranfiltertypen in den Markt einführen.
Eröffnung: 6,20
52W Hoch/Tief: 26,78 / 6,01
Tageshoch/-tief: 6,37 / 6,01

Schlusskurs: 6,40 (19.03.)

Auch hier, bei der Sartorius, geht es Woche für Woche abwärts. Obwohl wir doch im Allgemeinen auch schon ein paar gute Tage an der Börse hatten. Aber leider nicht für Sartorius. Wie lange soll man da eigentlich noch auf steigende Kurse, oder zumindest eine Stabilisierung des Kurses warten? Die Aktie scheint günstig bewertet zu sein, ist aber trotzdem derzeit wohl eher ein Verkauf, als ein Kauf.


Für Leute, die von den Sartorius VZ viele Stücke haben, wird es mit dem Verkaufen nun immer schwieriger. Warum? Auf der Geldseite stehen in letzter Zeit immer weniger Stücke, während sich die Briefseite mit Stücken, Woche für Woche, mehr füllt. Sicher keine guten Vorzeichen. Anscheinend wollen die Leute immer noch raus aus der Aktie. Wo soll das nur noch hinführen? Mit dem Verkauf von 1000 oder 2000 Stck. kann man die Sartorius Aktie um einen Euro tiefer setzen. Hoffentlich wird die Sartorius nicht auch noch zum Pennystock. Das käme dann praktisch einen Totalverlust gleich. Ich zumindest werde keine Sartorius-Aktien mehr nachkaufen. Viel zu sehr bin ich von der Aktie enttäuscht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.817.338 von Amphibie am 21.03.09 12:30:17Hallo Amphibie !

Ich wollte Ihnen mal schreiben, damit Sie nicht den Eindruck bekommen, Sie wären der letzte und/oder einzige Aktionär der Sartorius. Ich zumindestens bin auch investiert und ich finde es bewundernswert mit wieviel Engagement Sie hier versuchen, den Thread am Leben zu erhalten. Das ist schon schwer. Noch schwerer scheint es zu sein, der Sartorius Aktie wieder Leben einzuhauchen:)
Ich muss aber sagen, dass ich nicht befürchte, dass Sartorius untergeht. Im Moment wird auf sämtliche Aktien eingeprügelt. Und zwar auch auf Werte die in 2008 noch Rekordergebnisse verbuchen und für 2009 Ausblicke geben, die gar nicht so schlecht sind (wie z.B. Schaltbau). Ein Wert wie Sartorius, der schon in 2008 ein wenig unter die Räder gekommen ist und bei dem es keinen richtigen Ausblick für 2009 gibt, wird dann natürlich noch schlimmer abgestraft. Aber da ich von dem Geschäftsmodell überzeugt bin und ich den Biotechnologiemarkt auch nicht für so zyklisch halte, glaube ich, dass es bei Sartorius nicht mehr ganz so schlimm bergab gehen sollte. Vielleicht verkauft derzeit irgendein Fonds oder so?
Ein schönes WE noch
Huta
Nachricht vom 21.03.2009 | 19:20
alphabrief.de

Sartorius Stedim Biotech: Sondersituation mit Kursgarantie?

Der deutsch-französische Spezialwert Sartorius Stedim Biotech nachrichten dürfe bisher nur sehr wenig Marktteilnehmern ein Begriff sein. Das Unternehmen, dessen Heimatbörse Paris ist, gehört seit 2007 zu der im Prime Standard notierten Sartorius Gruppe nachrichten. Sartorius Stedim Biotech selbst entstand im Zuge der Übernahme von Stedim S.A. durch die Sartorius Aktiengesellschaft. Im Februar 2007 offerierte der Göttinger Medizintechnikkonzern den Gründern und Aktionären von Stedim S.A. 43 EUR je Anteilsschein und erwarb auf diesem Wege die Mehrheit an dem französischen Biotechnologiekonzern. Im Zuge der erfolgreichen Übernahme bündelten die beiden Unternehmen ihre Biotechnologiesparten in der Gesellschaft Sartorius Stedim Biotech, die an der Pariser Börse notiert blieb.

Komplexe Übernahmeofferte gewährt Aktionären Kursgarantie

Beim Durchblättern der Geschäftsberichte der Sartorius Aktiengesellschaft, sowie ausgiebiger Recherche bzgl. des damaligen Übernahmeangebotes sind wir auf einige äußerst interessante Details gestoßen, welche der Aktie der Sartorius Stedim Biotech im Sommer Flügel verleihen könnten. Das damalige Übernahmeangebot der Sartorius Gruppe war durch einige Besonderheiten gekennzeichnet die im Juli dieses Jahres erneut Auswirkungen auf die beiden beteiligten Aktiengesellschaften haben dürfte. Den damaligen Stedim-Aktionären wurden 2007 im Zuge des Übernahmeangebotes zwei Optionen zur Annahme des Angebotes offeriert. Die erste Möglichkeit war die Annahme des Übernahmeangebotes zu 43 EUR, so dass einem als Aktionär die Barprämie unverzüglich ausgezahlt wurde. Mit der zweiten wesentlich interessanteren Variante verfolgte das Sartorius Management das Ziel, die Stedim-Aktie, die an der Euronext notiert bleiben sollte, liquide zu halten. Dieses konnte nur gewährleistet werden, wenn ein ausreichend großer Teil der Aktionäre das Übernahmeangebot nicht annehmen würde, was allerdings aufgrund einer möglichen, negativen Kursentwicklung mit einem gewissen Risiko verbunden gewesen wäre. Aus diesem Grund bot man den Stedim-Aktionären als Ausgleich eine sogenannte Kursgarantie an, welche darauf abzielte dieses Risiko zu minimieren. Das Ergebnis der komplexen Übernahmeofferte war, dass Sartorius nach Ablauf des Übernahmeangebotes 70 Prozent der Aktien kontrollierte. Dreißig Prozent der Papiere verblieben dementsprechend im Markt und erhielten damit den Anspruch auf die Gewährung der oben erwähnten Kursgarantie.

Kursgarantie umfasst Auszahlung in Höhe von bis zu 20 Euro

Um die Sondersituation die hier möglicherweise entsteht vollständig zu verstehen, muss die Kursgarantie, die den noch verbliebenden Aktionären zusteht, etwas detaillierter betrachtet werden. Die Sartorius AG hat den früheren Stedim-Aktionären eine Kursgarantie in Höhe von maximal 20 EUR zugestanden, welche im Juli 2009 fällig wird. Die genaue Höhe der Zahlung ist abhängig von der Aktienkursentwicklung der letzten 30 Handelstage vor Fälligkeit. Inhaltlich sagt die Kursgarantie aus, dass ehemalige Stedim- Aktionäre eine Ausgleichszahlung seitens Sartorius erhalten, wenn der Kurs der Sartorius Stedim-Aktie unter dem nun aufgezinsten Übernahmeangebot in Höhe von 47.50 EUR liegt. Zur Bestimmung der Ausgleichszahlung muss man also die Differenz zwischen dem aufgezinsten Übernahmeangebot und dem gewichteten Aktienkurs vor Fälligkeit bilden. Bei einem aktuellen Aktienkurs in Höhe von 15 EUR, würde die Zahlung dementsprechend 32.50 EUR betragen. Entscheidend ist allerdings, dass die Sartorius Gruppe die Kursgarantie nach oben hin auf eine Auszahlung in Höhe von 20 EUR gedeckelt hat. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die entscheidende Kursmarke 27.50 EUR beträgt. Würde die Aktie bei Fälligkeit auf diesem Kursniveau notieren, würde die Kursgarantie im vollen Umfang fällig werden. Ebenso wäre dies der Fall, wenn die Aktie sich unter 27.50 EUR befindet, da dann ebenfalls die maximale Ausgleichszahlung greifen würde. Bei einem Kursniveau von über 27.50 EUR wird es allerdings interessant, da sich die Ausgleichzahlung für den Sartorius Konzern kontinuierlich verringern würde.

Rückläufige Kursentwicklung macht Auszahlung wahrscheinlich

Der Kurs der Sartorius Stedim-Aktie hat sich seit der mehrheitlichen Übernahme durch die Sartorius Gruppe deutlich negativ entwickelt. Für die Sartorius Gruppe ergab sich daraus die Situation, dass man zunehmend davon ausgehen musste, dass die Kursgarantie im vollen Umfang fällig werden wird und weitere Zahlungen an die Aktionäre zu tätigen sind. Da insgesamt ca. 16.8 Millionen Sartorius Stedim-Aktien existieren, von denen man 70 Prozent beherrscht, sind in etwa 5 Millionen Aktien mit einer Kursgarantie in Höhe von 20 EUR ausgestattet. Für Sartorius entsteht damit im Juli bei vollständiger Inanspruchnahme der Kursgarantie eine finanzielle Belastung in Höhe von 100 Mio. EUR. Bei Durchsicht der letztens Quartalsberichte wird erkenntlich, dass Sartorius aus diesem Grund regelmäßig für diesen Fall Vorsorge getroffen hat. Zum Ende des dritten Quartals waren für die Kursgarantie bereits 85 Mio. EUR im kurzfristigen Fremdkapital bilanziert. Die finanziellen Mittel für die Auszahlung der bis zu 100 Mio. EUR werden laut Sartorius durch die im September 2008 durchgeführte Refinanzierung des Gesamtkonzerns bereitgestellt.

Mögliche Auswirkungen der Fälligkeit auf die Sartorius Stedim Biotech-Aktie

Für spekulative Investoren ist die folgende Frage letztendlich entscheidend: Welche Auswirkungen wird die fällige Kursgarantie auf den Kursverlauf der Sartorius Stedim-Aktie haben? Wir sind aufgrund der folgenden Überlegungen der Meinung, dass Sartorius Stedim über spekulatives Kurspotential verfügt und die Aktie bis zum Sommer steigen wird: Die Situation stellt sich zum momentanen Zeitpunkt so dar, dass Sartorius die gesamte Ausgleichszahlung in Höhe von 100 Mio. EUR an die Aktionäre tätigen muss. Eine Gegenleistung für die 100 Mio. EUR erhält Sartorius dafür allerdings nicht. Für die Sartorius Gruppe ist dieses in der aktuellen Zeit also ein ziemlich schlechter Deal. Aus diesem Grund stellt sich uns die Frage: Was kann Sartorius tun, damit man aus dieser Transaktion noch ein Mehrwert erzielt? Eine sehr interessante Überlegung dazu ist die Annahme, dass Sartorius sich dazu entscheidet Sartorius Stedim-Aktien über die Börse zu erwerben. Für die Sartorius Stedim-Aktie würde dieses aufgrund des geringen Streubesitzes eine Steigerung des Kursniveaus bedeuten. Dieses ist der entscheidende Aspekt, da weiter oben bereits aufgezeigt wurde, dass sich für Sartorius ab einem Aktienkurs in Höhe von 27,50 EUR der Sartorius Stedim-Aktie die Ausgleichzahlung verringern würde. Eine solche Entwicklung wäre für das Unternehmen positiv.

Erwerb von Sartorius Stedim Biotech- Aktien dürfte für Sartorius lukrativ sein

Wir möchten Ihnen dieses Szenario und die damit verbundenen Aufwendungen aus diesem Grund noch etwas detaillierter erläutern. Sartorius müsste für den Erwerb der 5 Mio. sich noch im Markt befindenden Stedim-Aktien bei einem exemplarisch zugrunde gelegten Kaufpreis in Höhe von 37.50 EUR 187.5 Mio. EUR aufwenden. Im Gegenzug würde sich für das Unternehmen allerdings die Höhe der Ausgleichzahlung halbieren, so dass für die Kursgarantie 50 Mio. EUR weniger aufgewendet werden müssten. Im Ergebnis müsste Sartorius in der Theorie zu den bisher eingeplanten 100 Mio. EUR noch weitere 27.5 Mio. EUR aufwenden, hätte sich damit aber gleichzeitig sämtliche Sartorius Stedim Biotech-Aktien gesichert. Hervorzuheben ist allerdings, dass sich die Erwerbskosten bei einer solchen Transaktion in der Praxis für Sartorius sogar noch deutlich verringern dürften. Zum einen befindet sich die Aktie momentan lediglich bei 15 EUR, so dass der durchschnittliche Erwerbspreis mit einigen Euro tiefer angesetzt werden dürfte und zum anderen ist davon auszugehen, dass Sartorius nicht sämtliche Aktien über den Markt zu 37.50 EUR erwerben kann.

Fazit: Wir vertreten die Auffassung, dass die von uns aufgezeigte Vorgehensweise für die Sartorius AG einen erheblichen Vorteil bringt. Fest steht bisher, dass im Juli 100 Mio. EUR für die von uns angesprochene Kursgarantie fällig werden. Sartorius erhält für diese Zahlung keinen Gegenwert. Gemäß dem Fall, dass man lediglich wenige Millionen mehr aufwendet, würde man sich allerdings zusätzlich einen erheblichen Teil des momentanen noch ausstehenden Streubesitzes sichern. Wir können momentan keinen plausiblen Grund erkennen, warum Sartorius diesen Weg bis zum Juli nicht einschlagen sollte. Einen Hinweis auf das mögliche Zutreffen unserer Überlegungen könnte die im Februar um 1,5 Prozent vermeldetet Aufstockung der Anteile an Sartorius Stedim Biotech sein. Sollte diese Strategie weiter verfolgt werden, ergäbe sich aus unserer Sicht für die Sartorius Stedim Biotech-Aktie ein erhebliches Kurspotential, da wir eine Situation vorfinden, in der ein starker Käufer in einem relativ engen Markt Papiere von Sartorius Stedim nachfragen würde. Aufgrund des geringen Streubesitzes und der spekulativen Risiken raten wir allerdings lediglich erfahrenen Marktteilnehmern zur Beobachtung der Aktie.
Das wäre wohl für Sartorius ein Meilenstein gewesen, wenn sie statt der Applikon Biotechnology, mit der GEA-Group eine Allianz geknüpft hätten. Hier die Meldung dazu.

23.03.2009
GEA Diessel knüpft Allianz mit Applikon Biotechnology
Um ihren Kunden durchgehende Systemlösungen anbieten zu können, haben GEA Diessel und Applikon Biotechnology eine Zusammenarbeit beschlossen.

Die beiden Unternehmen wollen künftig ihre Produkte und Erfahrungen vereinen und dem Kunden schlüsselfertige Bioreaktoranlagen anbieten. GEA Diessel will in die Allianz seine Kenntnisse in der Fertigung und Installation von größeren Bioreaktoranlagen und Anlagen für den Ansatz und die Lagerung von Liquida einfließen lassen. Applikon Biotechnology steuert im Gegenzug seine Erfahrungen mit kleineren Bioreaktorsystemen, modernen industriellen Steuersystemen und Software für die Übergeordnete Steuerung bei. Daneben planen die Partner, für Biopharmazie-Unternehmen, die ihre Produktionsstandorte erweitern oder komplett neu bauen wollen, ein gemeinsames Serviceprogramm zu entwickeln.


In der Biotechnologie und der Biopharmazie sind in den letzten Jahren die Anforderungen dramatisch gestiegen. Die Folge: Die Kosten für die validierte Reinigung und die Sterilisation von Edelstahlausrüstungen explodieren. Einweg-Komponenten stehen daher von jeher hoch im Kurs. Neu zum Einweg-Portfolio gesellen sich nun auch Mischer und Bioreaktoren.

Sartorius und die Wave Biotech wollen gemeinsam neue Generationen von Einweg-Bioreaktoren entwickeln und dabei aus dem Portfolio von Sartorius Membranen, Einwegsensoren, Einwegkonnektoren sowie Automationstechnik einsetzen. Interessant ist ebenfalls die Vereinbarung mit dem US-amerikanischen Medizintechnikhersteller Respironics, der den Einsatz von disposable Kohlendioxidsensoren von Respironics in den Bioreaktoren von Sartorius vorsieht. Damit kann das Göttinger Unternehmen Reaktoren anbieten, bei denen die während des Fermentations- bzw. Bioreaktionsprozesses notwendigen Abluftanalysen mithilfe von Einwegtechnologien durchgeführt werden können.
23.03.2009
Donau Lab vertreibt Laborgeräte für Sartorius Mechatronics


Donau Lab wird Laborgeräte wie die Laborwaage Cubis in Osteuropa, Russland und den GUS-Staaten für Sartorius Mechatronics vertreiben. (Bild: Sartorius)

Sartorius und die Schweizer Laborhandelsorganisation Donau Lab haben eine Kooperation über den Vertrieb von Sartorius-Laborgeräten in Osteuropa, Russland und den GUS-Staaten vereinbart.

Göttingen, Dietikon/Schweiz – Sartorius und Donau Lab haben eine Vereinbarung über den Vertrieb von Laborgeräten getroffen. Demnach wird Donau Lab in Zusammenarbeit mit den bereits in den Ländern vorhandenen Sartorius-Vertriebsgesellschaften und Stützpunkten zusätzlich Laborgeräte der Konzernsparte Mechatronik (Sartorius Mechatronics) vertreiben. Alle Serviceleistungen für die Laborgeräte, die sich an die Installation anschließen, wie Qualifizierung, Wartung und Reparaturen übernehmen laut Unternehmensangaben die Tochtergesellschaften bzw. Stützpunkte von Sartorius Mechatronics.

Vertrieb von Laborgeräten ergänzt jeweilige Aktivitäten


Für beide Unternehmen ist die Kooperation nach eigenen Angaben eine ideale Ergänzung ihrer Aktivitäten. Während Sartorius Mechatronics seine Marktpräsenz in den Märkten Osteuropas, Russlands und den GUS-Staaten erhöht, erweitert Donau Lab, die in diesen Ländern bereits zahlreiche Hersteller von Labor- und Industrieprodukten vertritt, ihre Angebotspalette um wäge- und messtechnische Produkte im mittleren und Premium-Qualitätssegment. Die Kooperation der beiden Unternehmen startet mit der neuen Sartorius Premium-Laborwaage Cubis.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.884.190 von macgreen am 30.03.09 23:27:37Hallo macgreen,

nur eine kleine Frage. Schaust Du in die Glaskugel und hast Du Fakten?

1. Der Biotechbereich läuft aktuell sehr gut, sie sind im Plan und planen Wachstum in dem Bereich. Nachzulesen kannst Du es auf der Homepage von Sartorius (Präsentation vom 19.03.2009). Außerdem hatte mich mit einem MA von Sartorius unterhalten.

2. Der Mechantronik dümpelt in der Tat so vor sich hin. Hier hat der Vorstand sehr schnell mit Kurzarbeit dagegengesteuert. Kann ich mir aber nicht vorstellen, dass es hier zu Entlassungen kommt.

Angesichts des Aktienkurses würde ich eher nicht mit negativen Überraschungen rechnen. Insbesondere da der Biotechbereich gut läuft und ist recht margenstark ist.

Viele Grüße
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.884.190 von macgreen am 30.03.09 23:27:37

Nun will ich aber mal die Sartorius verteidigen. Mit dem was Du da schreibst in Deinen Posting macgreen, kann ich leider gar nichts mit anfangen. Was hast Du Dir da ausgedacht. Du solltest immer versuchen Ross und Reiter mit dem Namen zu nennen.
es wird wohl auch weitere maßnahmen geben die über kurzarbeit hinausgehen. Das schreibst Du. Dieser Satz hört sich für mich so an, Du hast wohl eine Vermutung, weist aber nicht was es ist. Ich persönlich sehe das Ganze bei der Sartorius etwas zurückhaltender. Ich glaube Sartorius-Biotec läuft ganz gut. Sartorius-Mechatronic bemüht sich sehr darum, um neue Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen. Sartorius-Stammaktien kosten etwa doppelt so viel, wie die Sartorius-Vorzüge. Ich denke und hoffe, dass dieser Spread in der Zukunft enger werden wird. Nun freuen wir uns aber erst einmal auf die bevorstehende Dividende von Sartorius.

Update+ Korrekturhinweis zur Sartorius Stedim Biotech Publikation
Von Alphabrief • 31. März 2009


Am 21. März haben wir Ihnen an dieser Stelle das Wertpapier von Sartorius Stedim Biotech mit dem Hinweis auf eine interessante Sondersituation im Zusammenhang mit der im Juli fälligen Kursgarantie vorgestellt. Die Aktie hat sich seitdem prächtig entwickelt und befindet sich gegenüber dem Zeitpunkt des Hinweises mit über 10 Prozent im Plus. Uns ist bei der Recherche zu dem Wertpapier unglücklicherweise ein entscheidender Rechenfehler unterlaufen, auf den wir hiermit hinweisen möchten. Gemäß dem Fall, dass die Sartorius AG alle Aktien der Sartorius Stedim Biotech Gesellschaft über die Börse zu einem Durchschnittskurs von 37,50 EUR erwerben würde, wird anstatt eines Aufwandes in Höhe von 127,5 Mio. EUR ein Aufwand in Höhe von 237,5 Mio. EUR fällig. Das von uns beschriebene Szenario verliert damit an Attraktivität. Nichtsdestotrotz halten wir die Aktie weiter für eine interessante Spekulation, da Sartorius im Februar eine Anteilsaufstockung verkündet hat. Dieses deutet unserer Meinung nach weiter daraufhin, dass man Interesse an dem Zukauf von Sartorius Stedim Biotech-Aktien besitzt. Da Sartorius Stedim Biotech für mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes der Sartorius Gruppe steht ist dieses durchaus verständlich. Langfristig ist somit sogar eine Komplettübernahme denkbar. Diese Ansicht vertreten auch die Experten von Sal. Oppenheim, welche Anteile von Sartorius Stedim Biotech in ihrem GREIFF „special situations“ Fund verwalten. Der Fonds investiert vornehmlich in Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum mit Übernahme- und/oder Squeeze-Out-Potential. Wir empfehlen Ihnen aus diesem Grund die Aktie trotzdem weiter zu beobachten und entschuldigen uns höflichst für das angesprochene Versehen.

Peinlicher gehts wohl kaum noch. Also Komplettübernahme von Stedim kostet nun 237,5 Mio. Euro, statt 127,5 Mio. Euro.
Also Komplettübernahme von Stedim kostet nun 237,5 Mio. Euro, statt 127,5 Mio. Euro. Das ist aber wohlgemerkt nur die Summe die noch zu zahlen ist auf die noch verbleibenden Stedim Aktien. Für den Kauf der Stedim Aktien vorher wurden ja schon viel, viel mehr Geld ausgegeben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.890.580 von jobl am 31.03.09 19:03:43Wieso kannst du dir Entlassungen nicht vorstellen? Wenn der AE im ersten Quartal über 20% sinkt reichen 20% Kurzarbeit nicht aus um trotzdem profitabel zu sein. Dann sind weitere Maßnahmen notwendig. Mettler hat übrigens eine Profitabilität die doppelt so hoch ist wie die von Sart. Mecha und trotzdem haben sie Entlassungen angekündigt.

Gruß
Hallo Macgreen,

Sartorius ist ein sehr sozial eingestelltes Unternehmen, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass sie so schnell mit Entlassungen reagieren.

Wir werden sehen. Aufgrund der hohen Verschuldung wäre mir eine schnelle Anpassung an die neuen Marktverhältnisse auch lieber.
Im Wachstum setzt man auch immer ein bißchen Speck an und das ist eine gute Gelegenheit die Prozesse zu überdenken und zu optimieren (analog 2001/2002). Das hat damals ziemlich gedauert mit den Anpassung erst nach dem der Wundersanierer Claasen endlich weg war, legte Kirchberg los. Daher so ein Bauchgefühl, dass es dieses Mal auch etwas dauert... .

Viele Grüße
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.899.743 von jobl am 01.04.09 18:17:51Hallo jobl,
ich wünsche mir auch eine schnelle Anpassung. An der Spitze des Konzerns ist ja gerade ein Controller der die Kosten im Blick hat.
Allerdings existiert eine Betriebsvereinbarung die man nur mit Zugeständnissen an die Arbeitnehmerfraktion öffnen können wird.

Du bist schon investiert oder? Ich nämlich im Moment nicht aber ich stehe kurz vor dem Einstieg. Werde aber erst die Veröffentlichung des Q1 Berichts abwarten.

Gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.901.023 von macgreen am 01.04.09 20:38:23Hallo macgreen,

ich bin seit ca. 2001 investiert. Ich bin damals im Tief bei 3,60 EUR mehrmals eingestiegen und habe sukzessiv bis über 30 EUR verkauft.

Zuletzt habe ich im Durchschnitt bei 10 EUR "massiv" aufgestockt. Sartorius ist bei mir ein größeres langfristiges Investment (ca. 5 % Depotanteil).

Man kann wahrscheinlich auch hervorragend öfters einkaufen. Was mich sehr verwundert: die Spanne zwischen den Stämmen und den Vorzügen. Wahrscheinlich sind bei den Vz mehr Kleinaktionär raus, die alles verkauft haben.

Ich war übrigens mal bei der HV. (ca. 2003 oder 2004). Das fand ich sehr interessant, nur Lob für das Management keine kritischen Stimmen, das fand ich sehr bemerkenswert. Aktuell kann man schon ein bißchen jammern, da die Übernahme von Stedim zu teuer war. Man war wohl bei der Übernahme unter Zeitdruck und es wäre wohl ein potentieller Konkurrent geworden.

Was mir gefällt ist die Perspektive insbesondere im Biotechbereich und die sehr niedrige Bewertung. Wenn Sie es wieder schaffen, den Cash Flow zu erhöhen, ist über die Schuldenreduzierung ein deutlicher Hebel für den Kurs drin. Das KUV ist sehr niedrig und wenn die Margen im Mechatronik-Bereich wieder einiger Maßen sind, dann kann da schön Schwung reinkommen. Allerdings besteht aktuell keine Hektik.

Alles Gute
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.884.190 von macgreen am 30.03.09 23:27:3711.03.2009
Sartorius AG
Ausblick


Angesichts der weiterhin sehr unsicheren weltwirtschaftlichen Lage hält Sartorius eine verlässliche quantitative Prognose der Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 nicht für möglich. Die Wachstumspotentiale der Mechatronik-Sparte, die überwiegend Investitionsgüter herstellt, sind erfahrungsgemäß deutlich vom konjunkturellen Umfeld beeinflusst. Aufgrund der seit Jahresende 2008 rückläufigen Umsätze in dieser Sparte hat Sartorius umfangreiche Programme zur kurzfristigen Kostensenkung und Stärkung des Cashflows umgesetzt, die u.a. Kurzarbeit für rund 950 Mitarbeiter der Mechatronik und der Administration an den Standorten Göttingen und Hamburg umfassen. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden sehr schwierigen Marktbedingungen rechnet die Unternehmensleitung für die Mechatronik mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Demgegenüber sind die Pharmaindustrie und ihre Zulieferer nach bisherigen Erfahrungen weniger konjunktur­abhängig. Daher plant die Unternehmensleitung für ihre größere Biotechnologie-Sparte mit Umsatzwachstum und einer Steigerung des Gewinns.

In beiden Sparten wird Sartorius im laufenden Jahr einen erheblichen Schwerpunkt legen auf die Markteinführung einer Vielzahl wichtiger Produktinnovationen. So stellt die Mechatronik-Sparte z.B. ihre neue Premium-Laborwaage Cubis vor, eine für unter-schiedliche Anwendungen frei konfigurierbare Waagenreihe, die neue Standards in der Laborwägetechnik setzt. Die Sparte Biotechnologie wird insbesondere ihr Angebot an integrierten Einweglösungen erweitern und u.a. neue großvolumige Einweg-Mischsysteme und -Bioreaktoren sowie eine Reihe neuer Membranfiltertypen in den Markt einführen.
Wichtigste Produktsegmente der in Frankreich ansässigen Stedim sind Einwegbehälter (Bag-Technologien) für biopharmazeutische Anwendungen, aseptische Transfer-Systeme sowie die "Freeze-Thaw"-Technologie für die Konservierung von Proteinlösungen. Im Jahr 2006 erzielte das 1978 gegründete Unternehmen einen Umsatz von 91,4 Mio. Euro, 44 Prozent davon in Nordamerika. An den Standorten in Frankreich, den USA und Tunesien sind rund 540 Mitarbeiter beschäftigt.

Und dafür bezahlt Sartorius insgesamt sage und schreibe etwa 800,00 Millionen Euro. Um es ganz klar zu sagen, selbst die Hälfte wäre immer noch zu teuer. International wird für ein gutes, gesundes Unternehmen, was 90 Millionen Umsatz macht eine Summe von etwa 200,00 Millionen Euro bezahlt. Und das ist schon gut bezahlt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.909.336 von jobl am 02.04.09 19:48:08ich bin seit ca. 2001 investiert. Ich bin damals im Tief bei 3,60 EUR mehrmals eingestiegen und habe sukzessiv bis über 30 EUR verkauft.

da Du schon länger in Sartoris investiert bist und auch schon zwei Hauptversammlungen besucht hast, möchte Ich Dich mal zu Deiner Einschätzung fragen darüber, welchen Effekt die Zahlungsgarantie betreff der Sartorius Biotech Aktien auf das Ergebnis der Sartorius AG haben wird.

Der Aktienkurs der Sartorius Biotech liegt gegenwärtig bei ca. 19 Euro. Auf diesem Niveau würde die Zahlungsgarantie in Höhe von ca. 100 Millionen Euro voll fällig werden. Was denkst Du, wie diese 100 Millionen Euro bilanziert werden würden. Ich erwarte, daß die Sartorius AG die Zahlungsgarantie voll in die Kosten buchen muß.

Bei einem Jahresüberschuß von 12.4 Millionen Euro in 2008 und 30.1 Millionen Euro in 2007 würden Kosten von 100 Millionen Euro das 2009er Ergebnis natürlich massiv beeinflußen und die Sartorius AG würde einen gewaltigen Verlust ausweisen in 2009.

Ich selbst bin in Sartorius Biotech investiert und erhoffe mir, daß die Zahlungsgarantie nur reduziert fällig wird aufgrund einer von mir erwarteten Kurserholung der Aktie von Sartorius Biotech.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.920.886 von Hiberna am 04.04.09 20:37:36Hallo Hiberna,

die Zahlung ist auf 20 EUR gedeckelt, Sie haben m.E. bisher für 19.60 EUR Rückstellungen gebildet und daher hat es keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis im Jahr 2009. (5 Mio. Ausstehende Stedim Aktien).

Interessant ist eher, dass die 5 Mio. Aktien an der Börse weniger als 100 Mio. EUR kosten. Sie könnten daher versuchen im Juni den Kurs deutlich zu erhöhen, so dass die Zahlung reduziert wird.
Maßgebend ist m.E. der Durchschnittskurs im Juni. Das Problem ist ja nur, dass man seine Biotechaktien ruhig verkaufen kann, da es nur darum ging, dass man sie im Jahr 2007 (Juli) gehalten hat.
Sartorius bringt es daher nichts die Aktien einzusammeln, um die Zahlungen zu reduzieren. Das klappt nur, wenn auch der Kurs deutlich anzieht und für 30 Tage gehalten wird.

Das kann allerdings sehr teuer werden. Bei 47 EUR würden zwar die 20 EUR nicht mehr fällig. Aber Sartorius müßte sehr viel Geld für das Aufkaufen bezahlen. Ob sie das Risiko eingehen, glaube ich eher nicht, sondern dass sie die 100 Mio. bezahlen. Mir wäre es allerdings lieber, wenn sie es versuchen würden. Aber in den Zeiten nochmals die Verschuldung noch mehr hochzufahren?

Ich vermute mal, dass die Zahlen für das erste Quartal zumindestens im Biotech-Bereich recht gut sind. Vielleicht hilft das ja dem Kurs, wenn man dann noch mit Käufen nachhilft, wer weiß.

Viele Grüße
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.921.243 von jobl am 04.04.09 23:05:49die Zahlung ist auf 20 EUR gedeckelt, Sie haben m.E. bisher für 19.60 EUR Rückstellungen gebildet und daher hat es keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis im Jahr 2009. (5 Mio. Ausstehende Stedim Aktien).

Es sind keine Rückstellungen gebildet worden. Der Buchungssatz lautet: Anschaffungskosten Stedim (nachträgliche) an kurzfristige Verbindlichkeiten. Ich habe Bedenken, daß diese Vorgehensweise richtig ist.

Schließlich stellt die Kursgarantie in Höhe von ca. 100 Millionen Euro überhaupt keine nachträglichen Anschaffungskosten für die Stedim-Aktien dar, die im Bestand der Sartorius AG sind. Es sind vielmehr Kosten für die Stedim-Aktien, die die Sartorius AG nicht im Bestand hat.

Auch bei einer Berechnung des Unternehmenswertes nach dem Ertragswertverfahren dürfte es schwierig werden, einen Ertragswert je Aktie in Höhe von 47.50 € + 20 € = 67.50 € je Aktie zu rechtfertigen.

Der Anteil an Sartorius Stedim per 31.12.2008 beträgt 71.1 Prozent laut Seite 102 des Geschäftsberichtes. Diese 71.1 Prozent sind mit 67.50 € je Aktie bewertet im Anlagevermögen im Konzernabschluß. Sollte es im Rahmen des Auslaufens der Kursgarantie zu einer Erhöhung des Anteilsbesitzes auf über 95 Prozent kommen mit anschließendem Squeeze-out, dann könnte man in einem Spruchstellenverfahren argumentieren, daß die Sartorius AG per 31.12.2008 der Aktie von Sartorius Stedim einen Wert von 67.50 € beigemessen hat und eine Abfindung von mindestens 67.50 € verlangen.

Der Prüfer Deloitte & Touche hat die Bewertung der Anteile mit 67.50 € akzeptiert. Ich denke aber, daß man bei dem Bilanzansatz für diese Anteile aber auch zu einem anderen Ansatz hätte gelangen können mit der Folge eines Verlustausweises für das Jahresergebnis der Sartorius AG für 2008.

Ich bin Aktionär von Sartorius Stedim und erhoffe mir, daß bis zum Auslaufen der Kursgarantie der Aktienkurs der Aktie von Sartorius Stedim Aktie ansteigen wird. Eine zwingende Begründung für einen Kursanstieg habe ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, daß es den Vorstand der Sartorius AG wahnsinnig ärgern würde, wenn 100 Millionen Euro bezahlt werden, ohne daß man dafür irgendeine Gegenleistung erhält
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.921.596 von Hiberna am 05.04.09 09:30:17Diese 71.1 Prozent sind mit 67.50 € je Aktie bewertet im Anlagevermögen im Konzernabschluß.

Entschuldigung. Den Wert je Aktie habe ich zu hoch angesetzt. Dies muß ich nochmals neu berechnen später, wenn ich Zeit habe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.921.612 von Hiberna am 05.04.09 09:43:05Hallo Hiberna,

nur ganz kurz.

1. Schau Dir mal die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten des Sartoriuskonzern an. In der Bilanz, vielleicht findest Du dort auch wie ich die Rückstellungen. (pos. 25)

2. Wenn Sartorius Stedim komplett übernimmt, dann müßte der Mutterkonzern auch für deren Verbindlichkeiten gerade stehen. Das heißt die die Schulden von Stedium müßten nicht nur zu 71 % konsolidiert werden, sondern zu 100%. Zusätzlich kommt der Übernahmepreis dazu, den man ebenfalls refinanzieren muß.

3. Man wollte bewußt nur 70 Prozent übernehmen. Der Preis lag allerdings bei 47,50 EUR und nicht bei 67,50 EUR. Warum sollte Sartorius plötzlich 100 % wollen? Nur weil der Kurs mal sinkt?
Die Kursgarantie hat man bewußt in Kauf genommen, um nicht 100% erwerben zu müssen. Man muß auch Bedenken, dass der alte Sartorius Biotech ebenfalls hochbewertet in das Gemeinschaftsunternehmen als Sachwert mit eingebracht wurde. Einen Teil der Schulden hat man m.E. damals ebenfalls auf die neue Tochter verlagert. Das waren die alten finanziellen Verpflichtungen von dem Werk 2001, etc..

Ich würde mir daher lieber die Kenzzahlen von Stedim anschauen und davon ggf. eine Unterbewertung ableiten. Der Mutterkonzern wird in dem aktuellen Umfeld sehr vorsichtig agieren und den Cash Flow im Focus haben. Hier nochmals groß ins Risiko zu gehen, halte ich für fraglich. Aktuell steht eher der langfristige Unternehmenserhalt im Focus und der Mechatronik-Bereich schießt ja nicht gerade in den Himmel... .

Dennoch viel Glück.

jobl
Ich konnte nicht herausfinden, mit welchem Wert je Aktie Sartorius Stedim in den Büchern von Sartorius steht. Wahrscheinlich brauche ich dazu den Geschäftsbericht der AG und nicht nur den konsolidierten Geschäftsbericht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.921.969 von jobl am 05.04.09 12:21:50 Man wollte bewußt nur 70 Prozent übernehmen. Der Preis lag allerdings bei 47,50 EUR und nicht bei 67,50 EUR. Warum sollte Sartorius plötzlich 100 % wollen? Nur weil der Kurs mal sinkt?

wenn man jetzt zu 47.50 € übernehmen würde, dann erhielte Sartorius eine Gegenleistung für die Kursgarantie von 100 Millionen €, die sowieso eingesetzt werden muß. Normalerweise will niemand etwas bezahlen, wofür es keine Gegenleistung gibt.

Die andere Frage ist natürlich, ob Sartorius bei einer Kaufabsicht überhaupt genügend Kaufkraft hätte, um einen vollständigen Unternehmenserwerb finanzieren zu können.

Gegebenenfalls könnte ein Hochkaufen des Kurses auf die 47.50 € auch mit dem Erwerb von weit weniger als den ausstehenden 30 Prozent der Aktien der Sartorius Stedim gelingen. Das wäre doch für Sartorius eine angenehme Lösung.

Eventuell kann ein solches Hochkaufen des Kurses der Aktie von Sartorius Biotech auch durch einen der Großaktionäre von Sartorius bewerkstelligt werden, also durch die Familie Sartorius oder durch Bio-Rad Laboratories Inc.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.920.886 von Hiberna am 04.04.09 20:37:36Ich selbst bin in Sartorius Biotech investiert und erhoffe mir, daß die Zahlungsgarantie nur reduziert fällig wird aufgrund einer von mir erwarteten Kurserholung der Aktie von Sartorius Biotech.

:)
Sicherlich bist Du bei der Sartorius Biotec in Frankreich investiert, denn hier in Deutschland, gibt es in dieser Aktie so gut wie keinen Umsatz.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.922.386 von Amphibie am 05.04.09 16:20:19Sicherlich bist Du bei der Sartorius Biotec in Frankreich investiert, denn hier in Deutschland, gibt es in dieser Aktie so gut wie keinen Umsatz.

ich habe meine Aktien in Deutschland gekauft mit Aufträgen zu jeweils 250 Stück.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.922.386 von Amphibie am 05.04.09 16:20:19Hallo Hiberna,

Sartorius wollte die Übernahme / Fusion damals möglichst Cash-schonend kaufen, daher die Sachkapitaleinlage und die Kursgarantie.

Wenn es schlecht läuft müßte Sartorius nun für die 5 Mio. Aktien mal 47,50 EUR sprich rund 240 Mio. EUR bezahlen. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das in dem aktuellen Umfeld machen.

Da zahlen sie lieber die 100 Mio. EUR und kaufen laufend ein paar Aktien am Markt. Sie stehen ja nicht unter Druck, sondern haben ja noch etliche Jahre Zeit aufzukaufen. Auch wenn es teurer ist - das Risiko ist einfach niedriger.

Wenn sie allerdings laufend ein paar Aktien am Markt kaufen (bis Juni) könnte Dein Szenario aufgehen. Nur müssen sie auch eine Bank finden, die das finanziert. Warten wir mal den nächsten Quartalsbericht ab.

Schönen Sonntag
jobl
Hallo jobl,
die Spanne zwischen Stamm und Vz. finde ich auch störend. Vielleicht hängt das ja mit den geringen Umsätzen der Aktien zusammen.

Bzgl. der Kursgarantie denke ich dass Sartorius doch nichts machen darf, was den Kurs hochtreibt, denn das wäre doch Kurs Manipulation oder?

Gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.923.760 von macgreen am 06.04.09 00:35:33Bzgl. der Kursgarantie denke ich dass Sartorius doch nichts machen darf, was den Kurs hochtreibt, denn das wäre doch Kurs Manipulation oder?

es dürfte dem Unternehmen Sartorius AG aber doch nicht verboten sein, Aktien von Sartorius Biotech AG zu erwerben. Laut Geschäftsbericht 2008 ist dies auch innerhalb von 2008 passiert und die Beteiligung ist erhöht worden.

Inwieweit siehst Du Einschränkungen bezüglich des Zukaufs von Aktien der Sartorius Biotech AG?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.924.046 von Hiberna am 06.04.09 08:26:47Es kommt doch entscheidend darauf an wie sich die Stedim-Gründer verhalten. Ohne sie sind es 3.2 Mio. Aktien die Sart. erwerben müsste. Selbst bei einem Maximalpreis von 47.50 wären das Mio.152 Mio.die Sart. aufbringen müsste. Also 52 Mio. mehr als Garantiesumme.Dass die Stedim Gründer dabeibleiben wollen, davon gehe ich aus und ausserdem dürfte Sart.und die Stedim- Gründer wissen, was sie wollen. Die Stedim-Gründer sind ja auch Mitglieder der Geschäftsführung und dürften das auch bleiben wollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.926.098 von weltgold am 06.04.09 13:11:27Selbst bei einem Maximalpreis von 47.50 wären das Mio.152 Mio.die Sart. aufbringen müsste. Also 52 Mio. mehr als Garantiesumme.

das sieht schon finanzierbar aus, zumal nicht alle betroffenen Anteile zum Höchstpreis erworben würden und sicherlich auch noch ein paar andere Aktionäre ihre Anteile behalten werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.926.199 von Hiberna am 06.04.09 13:24:09Hallo,

sorry, dass ich so viel schreibe, normaler Weise ist das nicht so meine Art.

1. Seit dem Juli 2008 darf Sartorius weitere Anteile an Stedim erwerben und kann dadurch den Kurs beeinflussen. Sie haben 2008 rund ca. 1,5 % aufgekauft, so dass sie nun 71 % haben. Sie hatten im Juli 2008 angekündigt Aktien zu kaufen. Mal gespannt auf den Qurtalsbericht, ob sie weitere Aktien im 1. Quartal gekauft habem.

2. Bei 47,50 EUR wird Stedim mit 807,50 Mio. EUR bewertet. Das wäre ein KUV von ca. 2,15. Wieso sollten da die Altaktionäre nicht zu dem Preis verkaufen wollen. Von dem Geld (mehr als 80 Mio) können Sich ja schon fast die kompletten Vorzüge von Sartorius kaufen. Für mich als Langfristaktionär sind die Sartorius Vz deutlich interessanter, da viel niedriger bewertet.
Als Stedim-Aktionär kann man vor allem auf eine mögliche Übernahme durch Sartorius setzen. Aber ansonsten ist die Bewertung nicht so super billig. Aktuell ein KUV von ca. 1. Das Mutterunternehmen gibt es fast für einen Viertel des Preises. Zumindestens wenn ich mir die Vorzüge anschaue.

--> Diese Unterbewertung wird sich aus meiner Sicht früher oder später auflösen, aber das Stedim "total" unterbewertet ist glaube ich aktuell nicht.

Vielleicht zieht ja der Kurs von Stedim nach dem Quartalsbericht an, das könnte auch Sartorius etwas auf die Sprünge helfen. Wie gesagt halte ich es eher für eine strategische Frage, ob Sartorius Stedim komplett kaufen will, kann auch sein, dass sie es in zwei Etapen machen wollen und daher die Kursgarantie, aber das ist alles Spekulation. Nur der Marktpreis wäre mit einem so hohen KUV aktuell etwas teuer. Klar hast Du recht, dass die 100 Mio. sowieso schon rausgeworfen sind und es dann nur zusätzlich 140 Mio Eur wären. Aber auch diese müßten finanziert werden und auch die Schulden von Stedim zu 100 % konsolidiert werden.

Ich hatte auch mal überlegt in Stedim zu investieren und habe mich bewußt für die Mutter entschieden. Ich wünsche Dir aber viel Glück und ich fände es auch toll, wenn Sartorius Stedim komplett übernimmt. (weil sie dann etwas bekommen für Ihr Geld). Allein der Glaube fehlt mir.

Viele Grüße
jobl

PS: Papa Sartorius hat für seine Kinder für ca. 30 Jahre einen Erbbevollmächtigten eingesetzt, der für 30 Jahre die Geschäfte für die Kinder führt (er vertraute Ihnen nicht so). Als Erbevollmächtigter gehe ich nicht ins Risiko, sondern bin daran interessiert, den Laden einiger Maßen zu übergeben. Da kauft man eher Nestle und keine Infineon (ohne den Firmen nahe zu treten). Ach ja das müssen keine 30 Jahre sein, kann auch nur 25 Jahre sein. Ziemlich kuriose Geschichte auf jeden Fall. Daher darf Sartorius keine Stammaktien verkaufen, bei Stedim wäre ein Verkauf schon eher möglich... .


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Ich zitiere Heiko Thieme zu Ostern im Jahr 2000. "Kaufen Sie sich jetzt Aktien. Dann haben Sie nicht nur einen Korb mit schönen Ostereiern gekauft, sondern Sie haben sich auch schon ein tolles Weihnachtsgeschenk bereitet".
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.951.333 von Amphibie am 09.04.09 17:54:37@ Amphibie,

danke, dass du diese interessante Aktie hier wieder mit einem neuen Thread belohnt hast....

Ich war auch einige Jahre in Sartorius investiert, habe aber bei 25 den Ausstieg vorgenommen und von da an nur noch sporadisch Sartorius gekauft.

Bin jetzt wieder in die Vz. eingestiegen. Charttechnisch sehe ich eine Bodenbildung (auch wenn ich kein echter Charttechniker bin) und denke, dass wir mit Sartorius einen grundsoliden Wert haben, der in letzter Zeit deutlich eingebrochen ist. Aber ich sehe seit heute erstmals wieder ein positives Lebenszeichen.

Werde mich jetzt auch - wenn es die Zeit erlaubt - hier beteiligen...

Gruß
Dunkle Mächte deckeln wieder die Vorzüge, dagegen heute zaghafter Anstieg der Sartorius Stedim Papiere. Da hat offensichtlich jemand mit viel Geld und auch Material Interesse daran, dass die Vorzüge in der Range 6,25 - 6,75 € verharren. Einen Reim kann ich mir daraus nicht machen. Es könnte sein, dass da eine größere Position zu günstigen Preisen aufgebaut werden soll. Wenn das Paket das angestrebte Volumen erreicht hat, wird auch der Deckel hoch genommen. Man könnte evt. mit einer "stop buy order" einsteigen.

BolkoBlazek
Sieht so aus, als würde Sartorius nun damit beginnen, die Sartorius Stedim hochzukaufen. Gelingt dies mit dem Erfolg einer deutlich geminderten Zahlung an Kursgarantien für Altaktionäre, wird ab Juli 09 auch die Sartorius Aktie selbst zur Rakete.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.973.863 von BolkoBlazek am 15.04.09 18:14:59Hallo zusammen,

die Zahlen von Stedim für das Q1 waren ja sehr gut, daher ist der Kurs auch in Paris ziemlich gestiegen.

Auf der HV hat Kreuzberg eben berichtet, dass sie evtl. Probleme bekommen die Covenants mit den Banken hinsichtlich der Verschuldung im 2 HJ einzuhalten (Stresstest). Hierzu sind sie laufend im Dialog mit den Banken. Im Mechatronikbereich wollen Sie Personalmaßnahmen durchführen mit enstprechenden Aufwendungen (10-15 Mio. EUR). Insgesamt rechnen sie im Jahr 2009 mit einem negativen Ergebnis im Bereich der Mechatronik. 2010 wieder mit Gewinnnen.

Von einem Gesamterwerb Stedim haben sie nicht gesprochen und kann ich mir aufgrund der Aussage nicht vorstellen, da die dynamische Verschuldung etc. dann noch problematischer wäre.

Insgesamt sehen die Aussichten für Stedim sehr gut aus. Nur zur Plausibilität in den 400 Mio. EUR (Bankenpaket-Finanzrahmen), sind lediglich die Kursrückstellungen enthalten, nicht aber Geld für einen Gesamterwerb von Stedim.

Leider hat die Internetübertragung mit dem Vortrag von Kreuzberg geendet. Die Fragen insbesondere zum Erwerb von Stedim hätten mich durchaus interessiert.

Viele Grüße
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.025.855 von macgreen am 23.04.09 13:27:28Hallo Mcgreen,

mich hätte interessiert wie Sartorius die Zukunft von Stedim sieht, im Sinne der Beteiligungshöhe.

a) Sie haben ja leicht aufgestockt auf 71 %. Welche Höhe wird zukünftig angestrebt? Da sie ja nachgekauft haben, möchte man ja eigentlich die Quote erhöhen?

b) Wir kam man dazu 100 Mio. EUR für eine Kursgarantie rauszuwerfen? Meines Erachtens ist diese Kursgarantie ohne Gegenwert erfolgt? Klar man mußte Stedim nicht komplett übernehmen. Aber zu dem Zeitpunkt hätte man noch problemlos günstige Kredite bekommen, wenn einem zu viele Aktien angedient worden wären. Da ja das alte Management im Boot blieb (mit 10 % Aktienanteil) wären es ggf. noch 15 % gewesen, die man hätte am Markt aufkaufen müssen, das kapiere ich nicht so. Aber wahrscheinlich hat der Vekäufer (altes Management) darauf bestanden? Wer weiß, ob man auch eine Antwort erhalten hätte.

Ich bin ja schon irgendwie leicht verstimmt. Sie haben durch die Teilübernahme von Stedim die Verschuldung deutlich erhöht, den Gleitlagerbereich verkauft (der früher sehr gut verdient hat) um die Schulden etwas zu reduzieren, nur um 71 % an einem Gemeinschaftsunternehmen zu bekommen...?! Wäre der Anteil an Stedim > 90 %, dann wäre das ja auch okay. Nur müssen sie jetzt den Zins bedienen und von den eingespielten Erträgen landen nur 71 % bei Sartorius. Ob das so ein guter Deal war?

Ich fand vor einigen Jahren im Spiegel man einen Artikel sehr gut: Sie haben den Aktionären die Zukunft verkauft und die Zeit danach auch.

Ähnlich geht es mir mit dem Stedim-Deal. Oder siehst Du das anders?

Viele Grüße
jobl
Hallo jobl,
ich antworte nach bestem Wissen.
a) Kreuzburg hat betont, dass Sartorius weder direkt noch indirekt den Kurs der Aktie beeinflussen will. Von einer Erhöhung der Beteiligung war keine Rede.

b) Die Kursgarantie hatte den Vorteil, dass man zum Zeitpunkt der Akquisition diese Cash-schonend durchführen konnte, denn Sartorius konnte damit die Cash Belastung des Kaufs zeitlich strecken. Das wurde auf der HV aber nicht thematisiert.
Allerdings kam die Frage, inwiefern die Kursgarantie die bald fällig wird, das Ergebnis 2009 belastet. Hierzu hat Kreuzburg gesagt, dass durch die schon 2008 getätigten Rückstellungen und Abschreibungen das Ergebnis 2009 nicht beeinflusst wird, selbst wenn der maximal Betrag von 106 Mill. EUR fällig wird. Es wird sich lediglich die Verteilung in den Positionen der Passiva der Bilanz ändern.


Zum Stedim Deal allgemein:
Ich sehe den Stedim-Deal nicht so kritisch wie du. Im Gegenteil war er strategisch wegbereitend, was ich gern mit 2 Punkten belegen möchte:

1. Wie im Geschäftsbericht zu lesen ist, steuert das Geschäft mit Einwegprodukten schon jetzt den größten Anteil am Ergebnis vom Stedim bei.

2. Die Entwicklungen im Pharma-Markt sorgen dafür, dass in der Produktion immer mehr Einwegprodukte verwendet werden. Dazu kommen gesetzliche Regularien die diese Entwicklung begünstigen. Gleichzeitig wird der Pharmamarkt in dem Bereich wo die Produkte von Stedim eingesetzt werden, insgesamt größer. Also sind es schon 2 sich begünstigende Effekte.

Der Stedimdeal ist deswegen so wichtig, weil er eine Lücke im Portfolio vom Sartorius Konzern schließt, in einem Marktsegment welches dynamisch wächst.

Man muss konstatieren: Stedim ist die Zukunft des Konzerns. Die Mechatronik war mal die Cashcow, muss jetzt aber leider von der ehemaligen "Spielwiese" aus dem Dreck gezogen werden.

Gruß,
macgreen
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.031.533 von macgreen am 23.04.09 23:51:38Hallo mcgreen,

Danke für die Erläuterungen.

Eigentlich brauche ich mich auch gar nicht aufzuregen, so konnte ich letztes Jahr nochmals günstig nachkaufen. Da ich das meiste von Sartorius verkauft hatte (und jetzt mehr Aktien habe als früher).

Ich versuche eigentlich meine Positionen langfristig zu sehen und da habe ich eigentlich ganz gutes Vertrauen in Kreuzberg. Er hat ja vor ein paar Jahren die Bereiche schon gut umstrukturiert.

Viele Grüße + Schönes WE
jobl
Sehr schöner Kursverlauf die letzten Tage und vor allem heute nach dem Dividendenabschlag. Nachdem einige der Dividendenjäger heute morgen verkauft haben sah es ja lange nicht so gut aus für den heutigen Tag. Aber mittlerweile schönes Plus und die Dividende da kann man nicht meckern.

In diesem Sinne
Newsletter Leserservice/Abo Mediabereich Erstes Quartal bei Sartorius endet durchwachsen
Die Biotechnologie-Sparte des Konzerns ist gewachsen, während die Mechatronik-Sparte Umsatzeinbußen verzeichnet hat. Das Unternehmen rechnet für 2009 sogar mit Entlassungen.

Beim Göttinger Technologiekonzern sind die Ergebnisse des ersten Quartals von 2009 unterschiedlich ausgefallen. Im Biotechnologiebereich konnte Sartorius durch erhöhte Auftragseingänge die Umsätze um 6,6 Prozent auf 96,6 Mio. Euro steigern. Die besonders unter dem schwachen Laborgeschäft leidende Mechatronik-Sparte verzeichnete hingegen bei den Bestellungen einen Rückgang um 18,9 Prozent auf 52,6 Mio. Euro. Das Ebita des Gesamtkonzerns lag bei 10 Mio. Euro nach 12,2 Mio. Euro im Vorjahr. Sartorius plant, durch Restrukturierungsmaßnahmen, die auch Entlassungen nicht ausschließen, seine Kosten nachhaltig zu senken.




27.04.2009 - Pharma+Food
05.06.2009
Sartorius Stedim Biotech S.A.: Declaration Relative to the Number of Shares and Voting Rights Making up the Issued Capital

Regulatory News:

Article L 233-8-II of the Code of commerce

and article 222-12-5 of the general regulations of the AMF

Designation of issuer

SARTORIUS STEDIM BIOTECH SA

BP 1051

Z I Les Paluds

Avenue de Jouques

13781 Aubagne Cedex
Deadline date for information Total number of shares making up

the issued capital
Total number of voting rights
June 4th, 2009 16 951 888 Gross total of voting rights: 18 966 518
Net total of voting rights: 18 966 518

* Net total = total number of voting rights attached to shares - private share voting right

Contacts:

Sartorius Stedim Biotech S.A.
t:+33.(0)4.42.84.56.00
f:+33.(0)4.42.84.56 19
www.sartorius-stedim.com
08.06.2009
WestLB belässt Sartorius auf 'Neutral'

Die WestLB hat die Titel von Sartorius nach Zahlen auf "Neutral" belassen. Analyst Oliver Kämmerer senkte in einer Studie vom Montag seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie (EPS) für die Jahre 2009 bis 2011. Er begründete dies mit den recht schwachen Zahlen des ersten Quartals und dem ziemlich trostlosen Ausblick für die Mechatronics-Sparte. Die Einstufung bleibe aufgrund des mit Blick auf die derzeitigen Unsicherheiten unberechtigten Abschlags zur Branche bestehen.
11/06/09
Höchste Alarmstufe für Schweinegrippe

Die Weltgesundheitsorganisation WHO ruft bei der Schweinegrippe Alarmstufe 6 für Pandemie aus. Laut deutschem Gesundheitsministerium herrscht hierzulande noch keine Pandemie.

Die WHO ruft die Länder zu höherer Wachsamkeit auf, fordert aber keine Reisebeschränkungen oder gar Grenzschließungen. Bald werde es einen Impfstoff für den Influenza A(H1N1)-Virus geben, sagte Chan mit Verweis auf Gespräche mit Pharma-Herstellern. In den nächsten Monaten sei eine gute Versorgungslage zu erwarten. Man könne sich aber auch durch nicht-pharmazeutische Maßnahmen schützen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.376.804 von Amphibie am 11.06.09 22:32:20Hallo zusammen,

Wunder gibt es doch noch ;)

Wahrscheinlich kauft Biorad etwas Stedimaktien. Meine Vermutung.

Auf jeden Fall ist das super, wenn es so weiter geht.
Die Kursgarantie endet bei 47,50 EUR, aktuell liegt der Kurs bei rund 30 EUR. Für rund 20 EUR haben sie Rückstellungen gebildet. Das würde bei eienm Durchschnittskurs von 30 EUR an den letzten 30 Handelstagen einen Sonderertrag von 2,50 EUR mal 5 Mio. Aktien = 12,50 Mio. EUR ergeben. Das Geld können sie wirklich gebrauchen, insbesondere um die covenenat (parallel meine Lieblingsband) mit den Banken nicht zu reißen.

Weiß jemand welche 30 Handelstage das sind - in den Berichten konnte ich immer nur lesen, dass die Zahlung der Kursgarantie im Juli fällig wird. Das wäre echt cool, wenn der Kurs noch ein wenig steigen könnte. Warten wir es ab. Schönen Abend.

jobl
jobl Dich habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich denke es geht Dir soweit ganz gut. Bei mir sieht es anders aus. Ungewissheit bringt viel Leid und Fehler mit sich. Ich muss mich erst wieder neu orientieren. Dazu muss ich vieles versuchen zu vergessen. Anders geht es halt nicht. Sartorius Aktien habe ich fast alle verkauft, naja Paar Tausend habe ich schon noch, aber ich hatte mir vorgenommen es anders zu machen. Aber weisst Du, wenn man alles mit sich alleine klären muss, macht man vieles falsch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.406.199 von Amphibie am 16.06.09 21:39:34Hi Amphibie,

mir geht es gut, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich von Natur aus ein Optimist bin und mich eigentlich wenig erschüttert.

Ich wollte mich nicht mehr so viel mit Aktien beschäftigen und habe daher meine Aktien für Jahre gekauft. Aus der Perspektive ist es eigentlich egal wo Sartorius, etc. gerade steht. (nur spielerei, daher diskutiere ich auch nur ab und zu mal mit, wenn mich etwas interessiert).

Falsch machen ist immer relativ - hinter ist man immer klüger. Kurzfristig ist vieles nicht berechenbar, daher kann man auch nicht unbedingt "etwas" falsch machen. Erklärungen gibt es meistens immer hinterher ;-)). (und die Ratschläge von anderen sind auch meistens ...Schläge), daher ist es auch nicht so schlimm wenn mal etwas nicht so rund läuft (aber ehrlich gesagt, kostet mich dass auch manchmal nerven, obwohl ich ziemlich cool bin).

Meine lustigste Geschichte ist immer noch 11 Jahre her. Auf Pump viel zu viele Aktien gekauft, die anschließend massiv gefallen sind. (war ja zum Glück das Geld der Bank und nicht meines ;-))
Ein Freund den ich dazu mitüberredet hatte, war allerdings nicht mehr so cool... . Naja war ich noch ein bißchen jünger, natürlich hat sich das auch wieder aufgelöst... .

Alles Gute - Kopf hoch :)

Schönes Wochenende
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.429.568 von jobl am 19.06.09 18:12:16Ich habe zwar Deinen Bericht noch nicht ganz zuende gelesen, aber das Ganze sehe ich etwas anders. Es ist nicht einfach zu erklären. Aber wie Du schreibst, ist es Dir egal was die Kurse gerade machen. Nunja aber bei vielen sieht das anders aus. Also ich zumindest kann es mir derzeit überhaupt nicht leisten, Riesenverluste anzuhäufen. Es kommt halt immer auf die Priorität und die Ziele an. Also ich möchte schon eine gute Performance auf Jahressicht vorweisen können. Denn, wenn ich das nicht vorzuweisen habe, macht das Ganze mit der Börse doch gar keinen Sinn mehr, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.429.691 von Amphibie am 19.06.09 18:26:12Hallo Amnphibie,

klar will man Gewinn machen, man spielt ja nicht um zu verlieren.

Ich habe allerdings mein Depot so strukturiert, dass ich es mit dieser Verteilung sehr lange halten möchte, d.h. irgendwann entsprechen die Kurse meinem inneren Wert und ich werde einen Teil verkaufen, dabei spielt es aber keine Rolle ob es in 3 oder 5 Jahren (oder später) stattfindet. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass irgendwann wieder eine Übertreibung nach oben stattfindet und zu dem Zeitpunkt möchte ich mich dann verabschieden. (zu einem bestimmten Teil).

Da ich keine Spekulationsstuer (27,6 %) bezahlen möchte, habe ich eben letztes Jahr sehr viele Aktien gekauft, die ich lange halten möchte.

Grundsätzlich finde ich, dass nur weil man sich ständig mit Aktien beschäftigt, man sich einen zu großen Kopf macht, zu viel handelt und unterm Strich zusätzlich hächst wahrscheinlich eine schlechtere Performance hat. Vor dem Hintergrund spielt es eben für mich keine Rolle, ob Sartorius aktuell bei 5, 10 oder 20 EUR steht. Bei 5 EUR würde ich aktuell keine nachkaufen und bei 10 oder 20 EUR keine verkaufen, da ich ein höheres inneres Kursziel habe.

Vielleicht bin ich zu altmodisch, aber warum sollte man Sartorius nicht jahrelang halten und sich an dem Wachstum (insbesondere des Biotechtbereichs) erfreuen? Klar kann man zwischendurch ein paar verkaufen, aber nur wenn auch der Preis stimmt.

Ich muss aktuell nicht von der Börse leben, vielleicht sehe ich es auch deswegen enstpannt. Vielleicht rede ich mir auch nur die Welt schön. Aber fest steht jedenfalls, dass ich mir aktuell kein Haus oder Wohnung kaufen möchte und meine Aktien erst in ca. 20 Jahren verkaufen möchte. Daher hast Du vollkommen recht, wenn Du von Zielen sprichst, etc..

ich will genauso wie Du einen hohen Gewinnn erzielen und glaube dass das mit Sartorius in den nächsten Jahren gut klappen könnte. Aber wichtig ist eben für mich nicht das Jahr, sondern 5 Jahre oder mehr.

Genung der Texterei.

Schönes WE
jobl
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.429.568 von jobl am 19.06.09 18:12:16Oh, oh nein, nein, äh nun habe ich Deinen letzten Bericht nicht ganz zuende gelesen, dafür aber den anderen. In Deinen letzen Bericht scheinst Du einiges nicht zu beachten und zu übersehen oder auch zu verwechseln. Jedoch denke ich, dass Du in der vergangenen Zeit recht gute Erfolge an der Börse hattest, dass ist auch gut so. Aber was kommt jetzt oder später? Dazu komme ich später noch einmal darauf zurück, denn ich möchte erst einmal auf den älteren Bericht von Dir jobl, eingehen.

Jobl, genau was Du da am 19.06.2009 geschrieben hast, ist mir nämlich auch widerfahren. Im Jahr 2000 als der Neue Markt zusammengebrochen ist, war ich in Aktien long. Ich hatte bei der Bank einen Effektenkredit, also ein Lombarddepot. Der Kredit war randvoll ausgeschöpft. Die Kurse brachen weg. Ich wusste gar nicht mehr was ich machen sollte. Die einst freundlichen Mitarbeiter der Bank veränderten plötzlich ihr Gesicht. Wozu sollte ich noch jeden Tag arbeiten gehen, wenn ich an einen Tag das verliere, was ich im ganzen Monat an der Arbeit verdiene. Finanziell gesehen, konnte ich mir gar nichts mehr leisten, bis auf das Nötigste. Noch ein Paar Wochen Baisse damals und die Bank hätte mich ohne Rücksicht auf Verluste zwangsliquidiert. Das heisst ich hätte alles verloren, wirklich so gut wie alles. Doch dann drehte der Markt wieder und ich ging zu einer anderen Bank, die mir den Kredit bei der alten Bank ablösten.
Jobl wie siehst Du eigentlich das Ganze. Schau mal her, wie der Mühlhiasl von Apoig (1825) das damals gesehen hat.

Dann kommt der Krieg und noch einer, und dann wird der letzte (3. Weltkrieg, d. Hg.) kommen.
Wann es kommt? Eure Kinder werden es nicht erleben, aber eure Kindskinder bestimmt.

Zuvor werden viele Häuser gebaut wie Paläste, für die Soldaten, und dann werden einmal die Brennesseln aus den Fenstern wachsen.

Das Geld aber wird zu Eisen, wenn die Not kommt, und man wird sich dafür nichts kaufen können. Kommt aber auch wieder eine gute Zeit, und die Leute werden fressen und saufen vom Überfluß.

Langer Friede nach dem 3. Weltkrieg
Sie werden krank, und kein Mensch kann ihnen helfen. Im ganzen Wald wird kein Licht mehr brennen, und das wird eine lange Zeit dauern.
Recht wird wieder Recht sein, und der Friede wird tausend Jahre gelten. Aber - und das ist weit - wird man Sommer und Winter nicht mehr auseinander kennen, und die Sonne wird nicht mehr scheinen. Denn alles hat ein End. Auch diese Welt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.434.173 von Amphibie am 20.06.09 22:10:30Hallo Amphibie,

da ich nicht lernfähig bin, speukliere ich aktuell natürlich wieder mit einem kleinen Lombardkredit und muss erst mal meine Schulden abbauen, bevor ich mir wieder Aktien kaufen kann. Das mit dem abbauen klappt aber ganz gut. Ich hatte Anfang des Jahrzents auch meine Bank gewechselt, aber eher wegen den Gebühren und der grottenschlechten Beratung, wenn man mal etwas nachgefragt hat. Ich mache daher meine Fehler lieber selber und sehe teilweise Analysten eher als contraindikator. Ich weiß jetzt übrigens, welche 30 Handelstage es sind (vor dem 27. Juli - Stedim).

Ich hatte mir neulich einen Vortrag eines Psychologen angehört, dass man keinen Sinn im Leben suchen soll, da es diesen nicht gibt. Wenn man es allerdings macht, kann man sehr schnell depressiv werden. Also lieber nur ein bißchen an der Oberfläche kratzen.

Klar kann es nochmals einen Krieg um Wassser, etc. geben. Grundsätzlich glaube ich aber, dass sich die Globalisierung sich nicht aufhalten lässt. Diese wiederum bessert die Lebensverhältnisse in vielen Ländern, dadurch nimmt die Unzufriedenheit, die Geburten, etc. ab. Alles renkt sich wieder ein. Der Fanatismus nimmt ab (Stichwort Iran). Die Bertelsmann Stiftung versucht einen positiven Lebensentwurf zu erstellen, wie die Welt in 100 Jahren oder so aussehen könnte.

... und wenn die Welt untergeht, dann kann ich es auch nicht ändern, will mir aber vorher keinen Kopf darüber machen.

Früher habe ich auch viele Bücker von Fromm, Sartre, Camus, bis zu Anro Grün gelesen, aber die ganzen Moralisten und Gutmenschen, gehen mir mit Ihrem Gutmenschengetue auf den Wecker. Hinterher stellt sich raus, dass sie selbst in der SS oder sonst irgendwo waren (Günther Grass). Sie aber immer schön als Gutmensch mit dem Finger auf andere gezeigt haben.

Ich bin nicht perfekt, liebe das politisch unkorrekte, um nicht selbst Gefanger irgendwelcher gezwunger Moralvorstellungen zu sein. Jetzt bin ich ein bißchen abgeschweift - das Wort zum Sonntag ;)

Viele Grüße
jobl
Meine E-Mail an die Sartorius AG
Tue, 02. Dec 2008 16:59:47


Bitte leiten Sie mein Schreiben an die Geschäftsleitung weiter.

Anliegen: Ich habe mir die Mühe gemacht und mich eingehend mit dem Unternehmen Sartorius beschäftigt. Nun wird mir der Kursverfall immer deutlicher.

"Sartorius begrüßt es, wenn ein hoher Anteil der Aktionäre in der Sartorius Stedim Biotech S.A. investiert bleibt. Sie haben die Wahl zwischen den zwei folgenden Optionen: -die Aktie zum Preis von je
43,- Euro abzugeben, oder -weiterhin Aktionär zu bleiben. Als Anreiz hierfür bietet Sartorius den Aktionären eine Garantie gegen einen
eventuellen Kursrückgang. -Diese Garantie sieht nach zwei
Jahren eine Ausgleichszahlung in Höhe der Differenz zwischen dem aufgezinsten Kaufpreis (47,50 Euro) und dem Durchschnittskurs der letzten 30 Handelstage der Sartorius Stedim Biotech Aktie vor.
-Die Garantie ist auf maximal 20,- Euro je Aktie begrenzt."

Was ist das für ein Angebot? Derzeit besitzt Sartorius zwischen 70% und 90% an Stedim. Es fehlen also noch etwa 30% aller Stedim Aktien. Stedim hat insgesamt 16 Mio. Aktien am Markt. Für 4,8 Mio Aktien muss Sartorius 20,-- Euro Ausgleichszahlung noch vornehmen. Das macht eine Summe von 96,-- Mio. Euro die Sartorius noch für Stedim zu zahlen hat. Ich möchte jetzt nicht schimpfen, denn Fehler geschehen ja bekanntlich überall. Aber was ich Ihnen heute sagen kann, ist das die Übernahme von Stedim mir als viel zu teuer erscheint. Denn 70% der Aktien hat ja Sartorius zu einen Kurs von sage und schreibe 43,-- Euro je Aktie schon bezahlt. Das macht einen Betrag von 482,-- Mio. Euro. Sollte die Stedim Übernahme komplett sein, würde Sartorius für die Stedim Übernahme eine Summe in Höhe von ca. 578,-- Mio bezahlen. So und nun möchte ich meine Bedenken begründen. Welches Unternehmen, ausser Sartorius, bezahlt für ein anderes Unternehmen, was in 2006 einen Jahresumsatz von 91,00 Mio. Euro getätigt hat, solch einen hohen Betrag?
Sartorius bezahlt für Stedim also den Umsatz multipliziert mit der Zahl 6. Für mich persönlich sind Übernahmen von Unternehmen höchstens mit dem 2-fachen zum Jahresumsatz sinnvoll. Alles andere und sei das Unternehmenm, was übernommen werden soll, noch so innovativ, erscheint mir als überzogen. Mit dieser Übernahme verschuldet sich der Sartorius Konzern langfristig. Es scheint mir mit der Übernahme ein Fehler gemacht worden zu sein, der lange seine Spuren im Unternehmen hinterlassen wird. Die Existenz von der Sartorius sehe ich derzeit zwar nicht gefährdet, aber noch so ein Fehler könnte das Unternehmen in seiner Existenz gefährden. Sie möchten sicherlich wissen warum ich Ihnen das alles schreibe? Ich bin Sartorius Aktionär, bin aber leider seit heute nicht mehr vollständig von dem Unternehmen überzeugt und überlege mir nun ob ich meine Sartorius Aktien behalten werde oder nicht.

Antwort:
Ich habe Sie gestern und heute versucht, anzurufen. Ich würde gerne mit Ihnen über einige Punkte Ihrer Mail sprechen und Sie dazu morgen Vormittag nochmals versuchen, anzurufen.

Mit freundlichen Grüßen

Sartorius Corporate Administration GmbH
Treasury & Investor Relations
Phone +49.551.308.3232 | Fax +49.551.308.1654

Dann gab es eine längere Pause ohne Kommunikation zwischen mir und der Sartorius AG.

Zuletzt:
Thu, 18. Jun 2009 16:10:12
Ich war bis heute im Urlaub. Erlauben Sie mir die Frage: Meine E-Mail ist noch von Dezember letzten Jahres. Ihre Anfrage ist aber immer noch aktuell?

Mit freundlichen Grüßen

Sartorius Corporate Administration GmbH
Treasury & Investor Relations
Phone +49.551.308.3232 | Fax +49.551.308.1654

Heute:
Ja, es ist immer noch aktuell.


23.06.2009
WestLB belässt Sartorius auf 'Neutral'

Die WestLB hat die Einstufung für Sartorius auf "Neutral" belassen. Das Unternehmen erfreue sich angesichts der grassierenden Schweinegrippe derzeit einer steigenden Nachfrage nach Biotech-Einwegprodukten, schrieb Analyst Oliver Kämmerer in einer Studie vom Dienstag. Der Experte stellte deshalb in Aussicht, seine Jahresprognosen für die Biotech-Sparte zu überarbeiten. Negativ schlage allerdings der restrukturierungsbedürftige Bereich Mechatronics zu Buche.

22.06.2009
Impfstoff-Industrie startet Produktion des A (H1N1) Vakzins: Biotech-Sparte von Sartorius weitet Produktion aus
Göttingen (ots) -


Impfstoff-Industrie startet Produktion des A (H1N1) Vakzins: Biotech-Sparte von Sartorius weitet Produktion aus - Weiterhin hoher Auftragseingang für Verbrauchsmaterialien - Zusatzschichten in mehreren europäischen Werken - Sartorius baut Status als Vorzugslieferant der Vakzine-Industrie aus

- Die Biotechnologie-Sparte der Sartorius AG, die unter Sartorius Stedim Biotech (SSB) firmiert und ein international führender Zulieferer der Pharma- und Biotech-Industrie ist, weitet ihre Produktion für Verbrauchsmaterialen zur Herstellung von Impfstoffen aus. Ab sofort werden Zusatzschichten in den südfranzösischen Werken Aubagne und Lourdes eingerichtet. An diesen Standorten werden aseptische Einwegbehälter und weitere Einweg-Produkte gefertigt, die zur Lagerung und für den Transport von Zwischenprodukten des Serums eingesetzt werden. Auch bei Einweg-Filtern zur Sterilfiltration von Impfstoffen und deren Vorprodukten verzeichnet SSB umfangreiche zusätzliche Bestellungen und trifft Vorbereitungen, um die schnelle Lieferfähigkeit sicher zu stellen.

"Seit die WHO die Pandemie ausgerufen hat, steht fest, dass der Impfstoff gegen die Schweinegrippe in den kommenden Monaten in großen Mengen produziert werden wird. Wir erhalten inzwischen nahezu täglich größere Aufträge von den Impfstoffherstellern und fahren daher jetzt die Produktion hoch", so Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG. "Für unsere Kunden zählt jetzt, dass sie schnell und flexibel auf die Nachfrage nach Impfstoffen reagieren können. Genau das ermöglichen wir mit unserem umfangreichen Portfolio an Einwegprodukten. Deshalb sind wir in dieser kritischen Situation ein so gefragter Partner."

Auch für die kommenden Monate rechnet Sartorius Stedim Biotech mit umfangreicher, zusätzlicher Nachfrage nach seinen Verbrauchsmaterialen. Die Einwegprodukte sind prädestiniert für den Einsatz in der Vakzine-Herstellung, da sie einen schnellen Produktionsstart sowie eine flexible Steuerung der Produktionsmengen erlauben. Die Produkte werden nicht nur in dem etablierten Impfstoff-Herstellverfahren mithilfe von Hühnereiern eingesetzt, sondern vor allem auch in den neuen, zellkulturbasierten Verfahren. Mehrere Impfstoffhersteller haben inzwischen angekündigt, ihre Grippeimpfstoffe künftig zunehmend zellkulturbasiert herzustellen, da dieses Verfahren zu einer erheblichen Zeiteinsparung führt und damit die Reaktionsfähigkeit bei Pandemien deutlich verbessert. Für Zellkulturverfahren bietet Sartorius Stedim Biotech das umfangreichste Produktportfolio der Branche. Das Unternehmen hatte zuletzt u. a. mehrere Typen neuer Einweg-Bioreaktoren vorgestellt, die speziell für die Zielgruppe der Impfstoffhersteller entwickelt wurden. In diesem Zusammenhang wurde Sartorius Stedim Biotech jetzt auch von einem weiteren führenden Impfstoffhersteller als ein Vorzugslieferant benannt.
16.06.2009 (HANDELSBLATT)

Vor zwei Jahren erwarb Sartorius den französischen Biotech-Spezialisten Stedim - für zu viel Geld, wie Kritiker heute sagen. Die Anleger straften das Unternehmen für den Deal ab. Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg kämpft immer noch mit den Folgen des umstrittenen Deals und muss um Vertrauen werben.
Zuviel Macht in einer Hand, monieren Kritiker: Sartorius-Chef Joachim Kreutzburg. Quelle: PressebildLupe

Zuviel Macht in einer Hand, monieren Kritiker: Sartorius-Chef Joachim Kreutzburg. Quelle: Pressebild

GÖTTINGEN. Modern und weltläufig wirkt der Glasbau im Göttinger Industriegebiet an der Autobahn A7, Sitz des Sartorius College. Die repräsentative Einrichtung zur Fortbildung von Kunden und Mitarbeitern hat der statusbewusste frühere Sartorius-Chef Utz Claassen dem Unternehmen Anfang des Jahrzehnts beschert. Parallel baute der südniedersächsische Spezialist für Filter und Feinwaagen - neudeutsch Biotech und Mechatronik - nebenan ein neues Reinraum-Werk zur Produktion von Membranen für die Herstellung von Biotech-Medikamenten.

Claassens eher unprätentiöser Nachfolger Joachim Kreuzburg, seit sechs Jahren an der Spitze von Sartorius, mischt sich unauffällig unter die Mitarbeiter in der lichten Kantine des College im Erdgeschoss. Hemdsärmelig steht der drahtige Manager, der privat gern läuft, in der Schlange. Kreuzburg wirkt stärker im Stillen, dafür umso effizienter. In Personalunion führt er Sartorius mit 4 600 Mitarbeitern, das Finanzressort und die Biotech-Tochter, die gut zwei Drittel des Ergebnisses erwirtschaftet. Zu viel Macht in einer Hand, sagen Kritiker. "Das hört sich wilder an, als es ist", entgegnet Kreuzburg.

Bislang ging die Rechnung auf: Im vergangenen Jahr schaffte das börsennotierte Unternehmen bei einem Umsatz von 612 Mio. Euro ein Ergebnis (Ebitda) von 80 Mio. Euro. Bevor der schillernde Claassen Göttingen im Jahr 2003 verließ, um in Karlsruhe den Energieversorger EnBW zu übernehmen, hinterließ er für das Jahr 2002 rund 480 Mio. Euro Umsatz und ein Ergebnis (Ebitda) von 36 Mio. Euro. Nach einer Einkaufstour lag die Nettoverschuldung bei 133 Mio. Euro. Zahlenmann Kreuzburg musste Sartorius restrukturieren und fuhr die Schulden auf 54 Mio. Euro im Jahr 2006 herunter.

Dann ging er selbst einkaufen: Für zu viel Geld, wie Kritiker heute angesichts der Finanzkrise sagen, erwarb Sartorius im Juni 2007 den französischen Biotech-Spezialisten Stedim. Die Schulden der Göttinger stiegen auf mehr als 200 Mio. Euro. Für Kreuzburg "kein Thema": Sartorius habe Kredite bis 2013 "zu guten Konditionen abgeschlossen". Das Unternehmen werde in diesem Jahr maximal zwölf Mio. Euro an Zinsen zahlen. Das sei zu verkraften.

Dabei übernahm der Vorstandschef extra nur einen Teil der Stedim-Aktien und brachte die eigene Biotech-Sparte im Rahmen einer Kapitalerhöhung ein, um Geld zu sparen. Im Ergebnis hält Sartorius 12 von 17 Mio. Aktien der ebenfalls börsennotierten Sartorius Stedim Biotech. "Hätten wir Stedim mit Barmitteln gekauft, wären dafür rund 350 Mio. Euro angefallen. Dann wäre der Verschuldungsgrad wesentlich höher", sagt Kreuzburg.

Allerdings könnte der Kauf sich rückwirkend verteuern. Das liegt an einer Mechanik, die der Maschinenbau-Ingenieur bei der Übernahme austüftelte: Um nicht allen Aktionären ein Übernahmeangebot machen zu müssen, einigte er sich mit der französischen Börsenaufsicht auf eine Entschädigung, sollte der Kurs später absacken.

Anfang August wird die Garantiezahlung für Stedim-Altaktionäre fällig. Zugrunde liegt der Durchschnittskurs der letzten 30 Börsentage vor dem Stichtag 27. Juli - die Uhr fängt also jetzt an zu ticken. Schlimmstenfalls kostet der Aufschlag Sartorius 100 Mio. Euro. "In der Bilanz haben wir fast die ganze Summe zurückgestellt. Es ist denkbar, dass es weniger wird, aber unsere Szenarien sind worst-case-fähig", sagt Kreuzburg.

Gute Nachrichten sind in dieser Phase besonders gefragt. Treiber von Absatz und Ergebnis sollen Einwegtechnologien sein. Branchenkennern zufolge können Biotech-Produzenten damit über den Lebenszyklus der Geräte bis zu 40 Prozent an Kosten sparen. Anfang Juni hatte Sartorius gemeldet, die Biotech-Sparte erhalte von Impfstoffherstellern "umfangreiche zusätzliche Aufträge" für einen neuen Impfstoff gegen das Schweinegrippe-Virus A. Selbst "Bild.de" berichtete. Für Kreuzburg ein Glücksfall: Zusätzlicher Umsatz bei Spezialfiltern bringt Sartorius hohe Deckungsbeiträge. "Bereits jetzt liegt die Ebita-Rendite im Biotech-Bereich bei 13 Prozent", frohlockt der 44-Jährige.

Von der Biotech-Perspektive spricht er aus gutem Grund am liebsten. Während Kreuzburg mit dem Betriebsrat im Juli über Kostensenkungen in Höhe von 25 Mio. Euro für die rückläufige Mechatronik-Sparte einig sein will - betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen -, gilt Biotech als Motor: Wächst der Pharmamarkt jährlich um rund fünf Prozent, sind es im Biotech-Segment zehn Prozent. Jede zweite Neuzulassung ist eine Biotech-Entwicklung. Davon muss Kreuzburg die Aktionäre allerdings noch überzeugen.
Vor kurzen war ich wieder mal unterwegs. Ich bin eine zeitlang draussen vor einen Ladengeschäft stehengeblieben, um mir die Auslagen genauer anzuschauen. Dabei bemerkte ich neben mir 2 Personen, die ein seltsames Gespräch führten. Ich konnte einige Sätze verstehen. Immer wieder fielen die Wörter "Odd Fellows". Im Internet kann ich nicht viel darüber finden, habe aber auch noch nicht genauer nachgeschaut. Vielleicht ist jemand hier, der genauer weiss was das ist und was die machen.
So ganz kurz möchte ich auf mein letztes Posting vom 28.06.2009 eingehen. Das gehört zwar hier nicht zur Sache, ist aber trotzdem interessant.

Die beginnende Industrialisierung brachte große soziale Spannungen, Massenarbeitslosigkeit und Armut mit sich, die viele Menschen zu den Odd Fellows führte, wo sie finanzielle und soziale Sicherheit suchten.
Das hier mit Odd Fellows scheint ja eine gute Sache zu sein. Anscheinend geht es hier nicht um Geld und Macht. Denn das wäre überhaupt nicht mit deren Geschichte zu vereinbaren. Odd Fellows ist keine geheime Organisation. Für mich auf den ersten Blick eine tolle Sache.
Die Wahrheit soll bei Odd Fellow die höchste Priorität haben. Schon bald werde ich wissen, ob das in der Wirklichkeit auch so ist.

Bei Sartorius gibt es derzeit nur sehr wenig neues zu berichten. Es gibt eine neue Waagenreihe mit den Namen Signum® Supreme.
Die Waagenreihe Signum® Supreme bietet einen hohen Überlastschutz, ist extrem solide und widerstandsfähig und passt sich verschiedenen Umgebungsbedingungen im industriellen Umfeld perfekt an. Sie ist komplett aus Edelstahl, besitzt ein monolithisches Wägesystem und bietet Auflösungen bis 350.000d. Alle Varianten lassen sich ab Werk eichen und sind für den eich-pflichtigen Verkehr geeignet. Dank der Speed-up-Technologie ist die Signum® einzigartig schnell.

Insbesondere im rauen industriellen Umfeld ist uneingeschränkte Sicherheit beim Betrieb der Waage gefordert. So ist die Signum® Supreme optional auch für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 oder 22 geeignet, ATEX-konform und zertifiziert entsprechend neuester Anforderungen der gültigen Norm. Aber auch bei extremer Überlast oder seitlichen Stößen ist die Waage zuverlässig geschützt und liefert selbst bei wechselnden Aufstellbedingungen zuverlässig reproduzierbare Messergebnisse.

Alle Modelle sind in der Schutzart IP65 ausgestattet (staubdicht und geschützt gegen eindringendes Wasser von einem Wasserstrahl).

Zielgruppen: Analytik, Chemische Industrie, Automobilindustrie, Prozesstechnik und Anlagenbau, Pharmaforschung, Kunststoffindustrie, Agrar- und Lebensmittelindustrie, Konsumgüterindustrie, Kosmetikindustrie, Medizin, Coatings, Farben und Lacke
25.07.2009
Sartorius legt vorläufige Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2009 vor und ordnet Vorstand neu

* Biotechnologie-Sparte mit dynamischem Wachstum und deutlich verbesserter Profitabilität
* Mechatronik-Sparte weiterhin signifikant von weltweiter Rezession betroffen und mit Verlusten, jedoch Stabilisierung der Geschäftslage
* Sonderaufwendungen für Restrukturierungsprogramm der Mechatronik
* Nettoverschuldung durch deutlich positiven operativen Cash-Flow und Factoring reduziert
* Aufsichtsrat beruft zwei neue Mitglieder in den nun dreiköpfigen Vorstand
* Ressortzuständigkeiten im Vorstand künftig spartenübergreifend ausgerichtet


Sartorius, ein weltweit führender Prozess- und Labortechnologie-anbieter, hat heute die vorläufigen Halbjahresergebnisse des laufenden Geschäftsjahres 2009 veröffentlicht. Das Geschäft der beiden Sparten des Konzerns entwickelte sich wie bereits in den beiden vorherigen Quartalen stark unterschiedlich mit deutlichem Umsatz- und Gewinnwachstum in der Sparte Biotechnologie und erheblichen konjunkturbedingten Rückgängen in der Sparte Mechatronik.

Geschäftsentwicklung der Sparten

Sartorius Stedim Biotech

Nachdem die Biotechnologie-Sparte, die unter Sartorius Stedim Biotech (SSB) firmiert und die größere der beiden Konzernsparten ist, bereits mit gutem Wachstum in das Jahr 2009 startete, konnte sie diesen dynamischen Wachstumstrend im zweiten Quartal weiter beschleunigen. So stieg ihr Auftragseingang in den ersten sechs Monaten von 187,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum um 8,8% (wechselkursbereinigt: 5,8%) auf 203,5 Mio. Euro. Mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten trug dabei das Geschäft mit Einwegprodukten zur Steigerung des Auftragseingangs bei. Insbesondere das Geschäft mit Einweg-Beuteln (Bags) profitierte von einer erhöhten Nachfrage seitens der Impfstoffindustrie, von der Sartorius Stedim Biotech im Laufe des zweiten Quartals mehrere zusätzliche Aufträge bekommen hatte. Wie bereits in den letzten Quartalen ist das Equipmentgeschäft mit großen Fermentationsanlagen hingegen marktbedingt zurückgegangen. Ihren Umsatz konnte die Biotechnologie-Sparte um 7,4% (wechselkursbereinigt: 4,3%) von 184,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 197,8 Mio. Euro steigern. Regional betrachtet hat Sartorius Stedim Biotech erneut in Nordamerika sehr deutlich zulegen können.

Die erfreuliche Entwicklung bei Auftragseingang und Umsatz spiegelt sich auch in der Ergebnisentwicklung der Sparte Biotechnologie wider. So erhöhte sich innerhalb der ersten sechs Monate das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amorti-sation (underlying EBITA) von 20,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 28,0 Mio. Euro.

Die entsprechende EBITA-Marge verbesserte sich dadurch deutlich von 11,1% auf 14,2%.

Die Sondereffekte in der Sparte Biotechnologie betragen 1,6 Mio. Euro und resultieren überwiegend aus nicht-operativen Abschreibungen.

„Wir können angesichts einer Steigerung unseres operativen Ertragsniveaus um über 37% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit der Entwicklung von Sartorius Stedim Biotech sehr zufrieden sein und sehen, dass unsere Strategie und unser Produktportfolio richtig sind.

Dies gilt auch ohne den Sondereffekt aus dem Impfstoffgeschäft, in dem wir derzeit eine zusätzliche Nachfrage nach unseren Einwegprodukten wie Sterilfilter und Einwegbeutel sehen”, erläutert der Sartorius-Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg. Auch für die nächsten Monate geht Sartorius von einem weiterhin hohen Bedarf an diesen Produkten aus. „Hierauf haben wir bereits mit Zusatzschichten in einigen europäischen Werken reagiert”, so Kreuzburg weiter.

Sartorius Mechatronics

Die Mechatronik-Sparte war hingegen nach wie vor maßgeblich von der weltweiten Rezession betroffen. Ihr Auftragseingang ging signifikant zurück und wurde insbesondere von den Kunden aus der Chemieindustrie beeinflusst, die ihre Bestellungen in den letzten Monaten drastisch zurückgefahren haben. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 ist jedoch eine Stabilisierung der Auftragslage zu erkennen. Im ersten Halbjahr erhielt die Sparte Aufträge im Wert von 102,9 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 124,1 Mio. Euro verringerte sich der Auftragseingang damit um 17,1% (wechselkursbereinigt: -20,3%). Der Rückgang betraf das Laborgeschäft und das Geschäft mit industrieller Wägetechnik gleichermaßen, wohingegen sich das Servicegeschäft im ersten Halbjahr stabil entwickelte. Der Umsatz der Sparte Mechatronik fiel dementsprechend während der ersten sechs Monate von 119,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 98,7 Mio. Euro und damit um 17,7% (wechselkursbe-reinigt: -20,9%). Regional betrachtet ist der Umsatzrückgang der Sparte in der Region Asien/Pazifik deutlich geringer ausgefallen als in den Regionen Europa und Nordamerika. Das um Sonderaufwendungen bereinigte operative Ergebnis (underlying EBITA) der Sparte Mechatronik beträgt infolge des Umsatzrückgangs im ersten Halbjahr -3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). In der Sparte fielen Sonderaufwendungen in Höhe von 14,7 Mio. Euro an, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem in der Umsetzung befindlichen Restrukturierungsprogramm stehen.

„Die derzeitige konjunkturelle Lage gestaltet sich für die Mechatronik-Sparte sehr schwierig und erfordert weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen, sowohl kurzfristiger als auch langfristiger Art. Im ersten Schritt liegt unser Fokus auf der deutlichen und nachhaltigen Kostenreduzierung. Das hierzu im April angekündigte Maßnahmenpaket zur Kostensenkung um mehr als 25 Mio. Euro befindet sich bereits in der Umsetzung. Darüber hinaus über-prüfen wir aber auch unsere strategische Aufstellung in der Mechatronik und arbeiten an der Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder", kommentiert Kreuzburg.

Geschäftsentwicklung Sartorius Konzern

Insgesamt erhielt der Konzern in den Monaten Januar bis Juni Aufträge im Wert von 306,4 Mio. Euro. Damit verringerte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr (311,3 Mio. Euro) um 1,6% (wechselkursbereinigt: -4,6%). Der Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 296,5 Mio. Euro (Vorjahr: 304,0 Mio. Euro) und gab damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5% (wechselkursbereinigt: -5,6%) nach. Das um Sonderaufwendungen bereinigte Ergebnis (underlying EBITA) des Konzerns beläuft sich in den ersten sechs Monaten auf 24,7 Mio. (Vorjahr: 27,0 Mio. Euro). Die entsprechende EBITA-Marge beträgt 8,3% (Vorjahr: 8,9%).

Zur weiteren Diversifizierung seiner Finanzierungsinstrumente hat der Sartorius Konzern im zweiten Quartal ein Factoring Programm implementiert. In einer ersten Tranche wurden im Rahmen dieses auf 40 - 50 Mio. Euro ausgelegten Programms Forderungen im Wert von insgesamt rd. 28 Mio. Euro verkauft. Hierdurch sowie durch den deutlich positiven operativen Cash-Flow wurde im zweiten Quartal trotz der Auszahlung von Dividenden in Höhe von 8,5 Mio. Euro die Nettoverschuldung um mehr als 34 Mio. Euro reduziert.

Neuordnung des Vorstands

Der Aufsichtsrat der Sartorius AG hat in seiner Sitzung am 24. Juli 2009 durch einstimmige Beschlüsse Herrn Reinhard Vogt und Herrn Jörg Pfirrmann mit sofortiger Wirkung zu neuen Mitgliedern des Vorstands berufen. Gleichzeitig haben sich der Aufsichtsrat der Sartorius AG und Herr Dr. Günther Maaz im gegenseitigen freundschaftlichen Einvernehmen darauf ver-ständigt, dass Herr Dr. Maaz, der im September d. J. 60 Jahre alt wird, sein Amt als Vorstand der Sartorius AG beendet. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Maaz für seine über mehr als drei Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen, zuletzt seit 2002 als Vorstand, zum Wohle des Unternehmens geleistete erfolgreiche Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

In der neuen Vorstandskonstellation sind die jeweiligen Ressortzuständigkeiten sparten-übergreifend ausgerichtet. Reinhard Vogt (53) ist für Marketing, Vertrieb und Service zuständig, während Jörg Pfirrmann (36) die Verantwortung für Finanzen, IT und allgemeine Verwaltung übernimmt. Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Joachim Kreuzburg (44), verantwortet die Bereiche Operations, Recht, Revision, Kommunikation sowie Personal und übernimmt damit auch die Funktion des Arbeitsdirektors. Gleichzeitig bleibt er unverändert Vorsitzender des Board of Directors und CEO des Sartorius Teilkonzerns Sartorius Stedim Biotech.

Durch die beiden Neuberufungen ziehen zwei erfahrene Manager aus den eigenen Reihen des Konzerns in den Vorstand ein:

Reinhard Vogt ist seit 1983 für den Sartorius Konzern tätig und hat entscheidend die strategische Weiterentwicklung der Sparte Biotechnologie gestaltet und erfolgreich operativ in Umsatz- und Gewinnwachstum umgesetzt. Seine bisherige Funktion als Executive Vice President für Marketing, Vertrieb und Service der Sartorius Stedim Biotech wird er beibe-halten.

Jörg Pfirrmann arbeitet seit 1999 bei Sartorius und war zuletzt weltweit verantwortlich für den Bereich Finanzen. Er hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung wichtiger Restrukturierungs- und Akquisitionsprojekte des Sartorius Konzerns beigetragen.

„Ich danke Dr. Günther Maaz für die langjährige erfolgreiche Arbeit für Sartorius und persönlich insbesondere für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorstand”, sagte Dr. Joachim Kreuzburg. „Wir werden uns im Vorstand jetzt auf die zügige Umsetzung der bereits begonnenen Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramme in der Mechatronik konzentrieren. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, verstärkt technologische und vertriebliche Synergien zwischen den beiden Sparten zu entwickeln sowie in der Mechatronik zügig zusätzliche Geschäftsfelder jenseits der Wägetechnik aufzubauen. Auch wenn sich die Sparten derzeit in sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen befinden, sehen wir für beide ausgesprochen positive Zukunftspotentiale", so Kreuzburg weiter.

Ausblick

Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung der Biotechnologie-Sparte geht die Unter-nehmensleitung für die Sparte von einem Anstieg des Umsatzes sowie von einem über-proportionalen Ergebnisanstieg im Geschäftsjahr 2009 aus. Für die Sparte Mechatronik wird in Anbetracht der außerordentlich schwierigen Marktbedingungen nach wie vor von einem zweistelligen Umsatzrückgang sowie einem negativen operativen Ergebnisbeitrag ausgegan-gen. Eine präzise quantitative Prognose zur Geschäftsentwicklung des Konzern