DAX+0,33 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,47 % Öl (Brent)+1,29 %

Charts, Trends und Branchen 2009 - 500 Beiträge pro Seite


Hallo Atze :) und alle anderen stillen Mitleser,

Dir erst mal und natürlich auch allen anderen ein erfolgreiches Börsenjahr 2009 :)

Ich freue mich, dass wir auch dieses Jahr weiter Durchhalten und unsere Depots mit den von uns selbst gewählten Strategien weiter durchhalten. Wir gehen ja nun in 2009 bereits in das 6. Jahr und auch wenn die Performance immer noch zu wünschen übrig lässt ;) - so habe ich gerade in diesem Forum, schon einige Depots kommen und gehen sehen. ;)

Da dies ein Forum für Depotbesprechungen ist, bleibt der Schwerpunkt auf unseren Musterdepots - wobei natürlich - insbesondere Dank Atze2 :kiss: - auch weiterhin eine Menge an Infos mit schönen Charts den neuen Thread schmücken soll und natürlich weiter Raum für Diskussionen bleibt.

Meine Handlesstrategie mit Aktien aus 16 Segmenten mit jeweils einem Einzelwert, die nach der realtiven Stärke ausgesucht werden, bleibt weiter unverändert (Segmentgrösse im Moment: 1300 €).
Die Handelsstrategie ist im Detail hier beschrieben: http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Musterdepot.htm

Zustätzlich werden noch Zertifikate auf den DAX gehandelt. Die Details wurden ja in den Vorgängerthreads bereits erläutert, aber ich habe mal die Gewinne anhand der folgenden Charts dargestellt.




Zustätzlich folgt dann noch die letztes Jahr praktizierte "Follow Up Strategie in der Folgewoche, wenn die 1000 Punkte Strategie erfolgreich war.



Zue Zeit steht die Zertifikatsampel auf "GELB", d.h. in Warteposition bis sich wieder ein Trend ergibt - entweder die Wiederaufnahme des Abwärtstrends oder die Trendwende. ;)

Insgesamt schaut meine Musterdepotperformance über die vergangenen 5 Jahre wie folgt aus:



Zum Schluss noch unsere Historie der Threads der vergangenen Jahre:


Thema: Charts, Trends und Branchen 2008: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1136841-701-710/c… Die Threadnummer kann ich bei dem neuen Design leider nicht mehr finden. :mad:

Thema: Charts, Trends und Branchen 2007: Thread: Charts, Trends und Branchen 2007

Thema: Charts, Trends und Branchen 2006: Thread: Charts, Trends und Branchen 2006

Thema: Charts, Trends und Branchen 2005: Thread: Charts, Trends und Branchen 2005

Thema: Charts - und Elliottwellen, Trends und Branchen 2004: Thread Thread: Charts - und Elliottwellen, Trends und Branchen 2004


Also auf ein gutes ertragreiches Jahr 2009!




Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

auch ich wünsche Dir und allen, die hier mal vorbeischauen, ein



In der 2. Jahreshälfte 2008 habe ich meine Strategie wieder abgeändert und hoffe nun, dass ich damit künftig auf längere Sicht gesehen ein Plus-Ergebnis erzielen werde.

Da es eine reine LONG-Strategie ist, muß ich mir ja was einfallen lassen, damit ich nicht zum Bären-Futter werde. :laugh:




Hier nun meine Zusammenfassung bezüglich der Strategie:



Hier im Detail der Einstieg (vice versa der Ausstieg)



Wenn der DAX also über der 38-Tage-Linie bleibt, MUSS ich spätestens am Dienstag zum Xetra-Schluss ein Depot eröffnen.

Um die reale Jahresperformance 2009 zu bestimmen, halte ich hier meinen Musterdepotstand zu Anfang des Jahres fest:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
0,00 €
18.235,19 €

100,00 %
0,00 %
91,18 %


GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

- 0,00 €
- 1.764,80 €

- 0,00 %
- 8,82 %
Gesamt – 1.764,80 €
– 8,82 %


DAX am Jahresende 2008 zum Vergleich: 4.810,20

Eine Prognose über den DAX-Verlauf erspare ich mir. Ich weiß es einfach nicht. :rolleyes::laugh::D:confused:

Die deutsche Wirtschaft schrumpft. So viel ist für 2009 absehbar. Die Vorhersagen der Ökonomen – und inoffiziell auch die der Bundesregierung – liegen bei einem Minus von zwei bis vier Prozent.

Ich weiß absolut nicht, wie der DAX mit so einer Vorhersage umgeht. :D Ich lasse mich mal überraschen. ;)

Dann hoffen wir mal, dass es für uns ein erfolgreiches und schönes Jahr 2009 wird. :)

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Hier nochmal der Versuch den 2008er Link hier einzustellen:

2008:
Charts, Trends und Branchen 2008: Thread: Charts, Trends und Branchen 2008

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Ansonsten hoffe ich mal, dass Du nun mal nächste Woche einsteigen musst. ;)

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

weißt Du, was der Verkaufsrenner in den USA zum Jahresende war? :D



Die US-Bürger reagieren auf die Wirtschaftskrise und erhöhen die Sparquote.
In Washington wird das Sparschwein zum Verkaufsschlager. :laugh:
(sie scheinen ihren Banken wohl auch nicht mehr zu vertrauen). :rolleyes:

Händler in den USA sprechen von einem Trend. „Die Leute wollen unbedingt ihr Geld zusammenhalten“, sagt Erin Mara von Homebody, einem Geschenkartikelladen in Washington. Bei amazon.com hat die Nachfrage nach Kleintresoren sprunghaft zugenommen. Eine Marke sei von Verkaufsrang 2755 auf 260 vorgerückt.

Diese Nachfrage nach Sparschweinen und Tresoren hat einen ernsten Hintergrund. Die US-Konsumenten geben ihr Geld nicht mehr so leicht aus und legen etwas auf die hohe Kante. Im November sparten die Amerikaner 2,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Noch im April war die Sparquote in den USA bei null Prozent gelegen.

Ökonomen befürchten, dass die Sparquote mit dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes und den drastischen Verlusten auf den Aktienmärkten weiter steigt. Gerade jetzt würde die Konjunktur eine fundierte Inlandsnachfrage und privaten Konsum benötigen. Eine steigende Sparquote sei dagegen Gift für die Konjunktur.

Die Sparquote ist in den USA traditionell niedrig. Zuletzt war sie im Jahr 1982 so hoch, als die US-Wirtschaft durch zwei Rezessionen beeinträchtigt war. Damals belief sich die Sparquote auf 11,2 Prozent. :eek:

Europa spart mehr
In Europa sind solche Werte dagegen nicht so ungewöhnlich. In Deutschland bezifferte die Bundesbank die Sparquote mit 11,4 Prozent und prognostiziert für 2009 zwölf Prozent. In Österreich wird ebenfalls traditionell viel gespart. Die Sparquote lag zuletzt bei 11,8 Prozent.
http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,90172

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Wie man sieht, ist bei den US-Bürgern noch viel Luft bis zur Sparquote von 1982. Damals fing nach einer laaaangen Seitwärtsbewegung erst die Hausse an, d.h.,als die Sparquote am höchsten war.



Für mich ist das ein weiteres Indiz, dass es 2009 ein ganz schwieriges Aktienjahr wird (nervige Seitwärtsbewegung ?).

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Nun in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es doch klar, dass sich die Leute in "reale" Werte stürzen.

Sparschweinchen sind ja süss, aber das Problem ist wohl wie immer, wirtschaftliche Unsicherheit und damit auch Verlust des Arbeitsplatzes.

Insofern zeigt ja der Chart genau, welche Assets in der jeweiligen Periode gerade "IN" ist.

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

irgendwann erwischt es auch den besten Börsianer.... ;)

Warren Buffett im Sog der Finanzkrise
Seine Anlagestrategie machte ihn zum zeitweise reichsten Mann der Welt. Doch die Finanzkrise verschont auch eine Investment-Legende nicht: Der Wert von Warren Buffetts Firma Berkshire Hathaway ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent eingebrochen. Schuld sind fallende Kurse im Portfolio und riskante Wetten.:rolleyes:



DÜSSELDORF. "Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde", mit Weisheiten wie dieser ist der US-Investor Warren Buffett, 78, mit seiner Firma Berkshire Hathaway zum zeitweise reichsten Mann der Welt geworden. Nun aber wirkt Buffetts Zitat wie ein unbeabsichtiger Appell an die eigenen Aktionäre: Der Wert der ruhmreichen Investmentgesellschaft ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent eingebrochen - der tiefste Fall seit drei Jahrzehnten. Kostete eine Berkshire-Aktie Ende 2007 noch stolze 141 600 Dollar, bekam man sie am 31. Dezember 2008 für nur noch 96 600 Dollar. 2007 war der Wert noch um 29 Prozent gestiegen.

Kleiner Trost für Buffett: Der Vergleichsindex Standard and Poor's (S&P) 500 ist im selben Zeitraum um 38 Prozent und damit noch stärker eingestürzt, der Dow Jones um 34 Prozent. Und so kann Berkshire immerhin melden, den S&P zum 14. Mal in 20 Jahren übertroffen zu haben. Die Finanzkrise schmälert neben Aktienkursen eben auch die Ansprüche - selbst die von Investment-Legenden.

Den Großteil der Verluste hat Buffett laut der Nachrichtenagentur Bloomberg im vergangenen Quartal eingefahren, als die Rezession viel von dem Wert der Berkshire-Investments auffraß, die sich zum 30. September noch auf 76 Mrd. Dollar beliefen. Zwar sollen die offiziellen Bilanzzahlen erst in ein paar Wochen veröffentlicht werden. Doch angesichts der Tatsache, dass die meisten der Top-Beteiligungen Buffetts in den vergangenen drei Monaten zweistellig verloren haben, dürften die Berkshire-Aktionäre nicht erfreut sein: Die Top-Anlage Coca-Cola fiel um 14 Prozent, die Nummer zwei Wells Fargo um 21. ConocoPhilips brach gar um 29 Prozent ein.

Neben den bröckelnden Unternehmenswerten im Berkshire-Portfolio dürften auch Buffetts milliardenschwere, langfristige Wetten auf Aktienindizes auf den Kurs gedrückt haben. Der Investor hat weltweit Wetten auf vier Indizes laufen,:eek: etwa auf den Standard & Poor's. Investoren gaben Buffett demnach 4,85 Mrd. Dollar dafür, dass er sie absichert, sollten die Indexstände dramatisch fallen. In diesem Fall müsste er den Geldgebern ab 2019 bis zu 36 Mrd. Dollar zurückzahlen. Sollten die Märkte aber steigen, hat Buffett ein gutes Geschäft gemacht.

Solcherlei Wetten machen die Berkshire-Anleger zunehmend nervös,;) da in der Finanzkrise auch Unmögliches möglich werden kann. Als warnendes Beispiel gilt der japanische Nikkei-Index, der 1989 noch 39 000 Punkte erreichte. Heute liegt er unter 9000 Punkten. Während Buffett im November besorgten Investoren versprach, noch transparenter bei seinen Geschäften zu sein, verdreifachte sich im vergangenen Quartal der Preis für Absicherungen von Berkshire-Geschäften. Solche Credit Default Swaps spiegeln das Vertrauen der Anleger wider - je höher der Preis, desto niedriger die Zuversicht.

Anleger rechnen nun offenbar mit einem weiter sinkenden Berkshire-Kurs. Die Zahl der Leerverkäufe jener Titeln war laut Daten von Bloomberg zuletzt so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Bei Leerverkäufen wetten Anleger auf fallende Kurse.

Optimistisch wie immer gibt sich freilich Buffett selbst. Die allgemeinen Kurseinbrüche, sagte er im November bei "Fox Business Network", machten "keinen Unterschied". So etwas sei ihm bereits drei Mal zuvor passiert. "Ich hoffe, dass ich noch lange genug lebe, damit es mir noch ein paar Mal mehr passiert", sagte er. Schließlich ist der Berkshire-Kurs trotz der Rückschläge seit 1965 jedes Jahr durchschnlittlich um 20 Prozent gestiegen. :cool: Eine Anlage von 1000 Dollar zur damaligen Zeit wäre heute gut sieben Mio. Dollar wert.

Mögliche Zweifel an seinem Geschäftssinn zertreute der Investor mit seinem jüngsten Coup: Mit einer Wette auf die diesjährige Hurrikan-Saison in Florida verdiente er 224 Mio. Dollar. Buffett hatte dem Bundesstaat zugesichert, bei größeren Sturmschäden mit Anleihen auszuhelfen. Glück für den Geschäftsmann: Die Stürme blieben aus.;) Die an den Finanzmärkten allerdings wehen noch.
http://isht.comdirect.de/html/news/selector/main.html?sNewsI…

Ich wußte gar nicht, dass Warren Buffett auch ein Langfrist-Zocker ist. :D

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

damit die Manager nicht verarmen.... :rolleyes:

Das Spiel geht weiter, nehmt es den Ärmeren und gebt es den Reichen.

Lohnrunde paradox:
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will die Gehälter im Top-Management anheben - und den übrigen Beschäftigten drohen Einbußen. :eek:

...Politiker aller Parteien haben Manager vielstimmig zur Mäßigung aufgerufen. :laugh: Zum anderen soll bei dem Konzern ganz unten massiv gespart werden, mehr noch als 2003. Für das Bodenpersonal werden im Top-Management erhebliche Einschnitte bei der betrieblichen Alterversorgung und Einbußen beim Lohn bis zu zwanzig Prozent diskutiert. :eek: Allein am Frankfurter Flughafen wären mehr als 5000 Beschäftigte von möglichen Lohnkürzungen betroffen. Je nach Einzelfall drohen ihnen Lohneinbußen bis zu 550 Euro im Monat.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/437/453132/text/

Mir fehlen die Worte bei soviel Dreistheit! :confused:

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Ich denke auch, dass Buffets Zenit längst überschritten ist. Für die, die 1969 investiert haben und dabei geblieben sind :rolleyes: (ich möchte nicht wissen, wieviele das sind) war es ein Geschäft.

Optimistisch wie immer gibt sich freilich Buffett selbst...
.. so ein wie immer trete ich grundsätzlich mit Skepsis gegenüber. Der Mann wird auch nicht nochmal 40 Jahre leben.

===============

Zu Frsport kann ich auch nur sagen, dass es ja eigentlich nicht nur die Unverfrorenheit der Manager ist, sondern auch derer, die diesen Erhöhungen (sprich Aufsichtsrat) zustimmen.

Das zeigt für mich einfach nur, dass diese Kontrolle einfach nicht funktioniert, wenn dort nur Manager aus anderen Unternehmen und Politik sitzen, die ausser Lippenbekenntnissen nichts begriffen haben. :(

Gruss MIc :)
Hi Mic, ;)

Insgesamt wurde in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten ein Börsenwert von 6,9 Billionen Dollar vernichtet....

Der Unterschied zwischen ARM und REICH wird immer kleiner. :laugh::laugh:



Gruss ;)
Atze
Hi Atze :)

Die Karrikatur trifft es sicher gut - aber ist schon fast böse. ;)

So nun komme ich gleich zu meiner ersten Wochenabrechnung im Neuen Jahr, :) die trotz des heutigen guten Börsentags erst mal sehr unspektaklär ist. ;) Der Cashbestand ist immer noch hoch. ;)

Aktueller Musterdepotstand:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
5.372,80 €
15.672,43 €

105,23 %
25,53 %
74,47 %
Gesamt
21.045,24 €
100,00 %


GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

+461,21 € .
+584,02 € .

+9,39 % .
+2,92 % .
Gesamt+1.045,24 € .
+5,23 % .


Verlauf:

Zeitraum (Referenz) GuV (in %)


Woche (+4,51 %)
Monat (+4,97 %)
Quartal (+4,97 %)
Jahr (+4,97 %)


+0,72 % .
+0,26 % .
+0,26 % .
+0,26 % .

Jahr 2009 (real)

+0,24 % .

Eff. Jahreszins Gesamt

+1,02 % .


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Erklärung Prozentangaben:

NEU:
Depot = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Cash = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Musterdepot = % auf die aktuell im Depot befindlichen Werte inkl. Spesen bezogen (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Realisiert = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)
Gesamt = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)

-----------------------------------------------------
Depot:
https://isht.comdirect.de/-259543910/tiny.html


Hier habe ich nun die Details auch gegenüber den Segmenten zusammengestellt:

Details:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Performance/Perform…

Strategie:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Musterdepot.htm


Gruss Mic :)

Im Anschluss gleich unsere Grafik:

Hi Mic, :)

ich werde die Aktienauswahl für den Einstieg noch mechanischer machen. :cool::D

Am 1. Tag des Kaufsignals wird künftig die Aktienauswahl festgelegt. Bei den Karenztagen für den Einstieg bleibt es jedoch.

Freitag war zwar der 3. Tag des Kaufsignals, aber da ich diese kleine Änderung erst jetzt beschlossen habe ;), werde ich also die DAX-Performance (für den Einstieg) von gestern nehmen (Performance-Aufstellung von W : O).

Ich lege deshalb nun fest, welche 7 DAX-Positionen ich am Montag oder Dienstag zum Xetra-Schluss ins Depot aufnehmen werde.

Deutsche Börse
Deutsche Telekom
Fresenius Med.Care
Henkel
MAN
Münchener Rück
Thyssenkrupp

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

das kann sich täglich ändern. Die Performance-Prozentzahlen unterscheiden sich teilweise nur hauchdünn voneinander.

z.B. Deutsche Börse: Performance der letzten 3 Mon. -15,06 %.
Diese Aktie ist auf Platz 10 der besten ;) Aktien.
Das bedeutet, ich kann sie in´s Depot legen.

Auf Platz 11 der besten Aktien ist z.B. K+S mit - 15,11 %.

Wie Du siehst, kann sich die Rangfolge 1-10 sogar stündlich ändern während der Handelszeit. Ich meine, dass W : O das auch lfd. aktualisiert.

Deshalb lege ich nun schon mal fest, welche Aktien ich Mo. oder Di. in´s Depot lege. Es sei denn, es gibt bis dahin noch einen Einbruch.

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

OK - es kann sich also stündlich ändern, aber was ist der Unterschied, ob Du Dich zu Anfang festlegst oder nicht?:confused:
Hoffst Du dass die Werte, die zu Anfang gut gelaufen sind, während dieser 5 Tage korrigiert?

5 Deiner Werte sind auch in meiner Tabelle auf Platz 1-7.

Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.298.824 von mickym am 03.01.09 23:05:05Hi Mic, :)

sagen wir mal so, es ist ein Grund der Bequemlichkeit. :D

Ich müßte ja sonst lfd. schauen, welche Aktien ich reinnehmen darf.

Deshalb lege ich es künftig am 1. Tag fest.

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

sagen wir mal so, es ist ein Grund der Bequemlichkeit :D

Das ist natürlich ein valider Grund. Man sieht wieder einmal, dass es vielfältige Gründe für ein Investment gibt. :laugh:

Gruss Mic :)
Hi Atze :)

Sind die 5 Tage nun eigentlich fix und lässt Du Dir es weiterhin offen, wann Du innerhalb dieser 5 Tage investierst? Also zum Beispiel an einem Korrekturtag innerhalb dieser 5 Tage aber noch über der 38 Tageslinie?

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

hier ist ein seltsamer Artikel. :confused: Zwischen den Zeilen gelesen, könnte man meinen, wir werden auf den Super-GAU eingestimmt. :confused: OK, als Beispiel wird in der Geschichte ein reiches Ehepaar dargestellt. Vom Reichtum bin ich weit entfernt, aber ich möchte natürlich auch nicht vor der Suppenküche landen. :cry:

Das neue Jahr ist noch jung. Trotzdem plagt manchen Anleger schon wieder der Gedanke, wie sich die Kapitalmärkte in der nächsten Woche entwickeln werden. Die wirtschaftlichen Ereignisse des vergangenen Jahres sind zum Teil schlimm, und der Erdrutsch hat bei vielen Privatleuten das Gefühl ausgelöst, dass es keine Sicherheit mehr gibt. Dieser Eindruck ist richtig und wahrscheinlich die beste Lektion, die das vergangene Jahr liefern konnte. Es gibt weder in der Liebe noch in der Gesundheit oder beim Geld irgendwelche Garantien. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Hinzu sollte nur die Erkenntnis kommen, dass werthaltige Anlagen nicht beliebig vermehrbar ist. Wer in der Hoffnung lebt, durch Zinsen und Zinseszinsen reich zu werden, sollte diesen Traum so bald wie möglich begraben, da die Natur in anderen Maßstäben wächst.....

Auf vermeintlich sichere Konten :confused:

...und drittens stellt sich die Frage, wie die Staaten die üppigen Garantien, die sie in den vergangenen Wochen übernommen haben, auf Dauer finanzieren wollen. Wer mehr verspricht, als er halten kann, handelt letztlich genauso wie die gescholtenen Banken. :confused::confused:
http://www.faz.net/s/RubD0AD9A6D94EE4658B9DDDAEB8EE726B0/Doc…

Was heißt das denn jetzt? Sind Ersparnisse nicht mal mehr bei der Sparkasse sicher? :confused:

Ich habe ja manchmal auch schon gedacht, was passiert, wenn das Geld aus dem Rettungsschirm aufgebraucht ist? :confused:

Gruss :confused:
Atze
Hi Atze :)

Der Artikel sagt ja eigentlich im Grundtenor, dass es letztlich keine Sicherheit geben kann.

Daher kann die Devise für das Ehepaar nur lauten, das Geld breit zu streuen und kostengünstig anzulegen

Ich denke dass ist der einzige Rat, der richtig ist. Man muss unter Umständen auf einen Teil seines Vermögens verzichten. :( Alles nun auf die Sparkassen zu tragen ist wahrscheinlich genauso wenig richtig.

Letztlich kann man nur hoffen, dass je mehr von irgendwiner Katastrophe betroffen sein werden, diejenigen immer mehr in die Schranken weisen, die durch Gier, dass ganze System mit dieser Geschwindigkeit zum Einsturz brachten.
Und das sind bei weitem nicht nur die Bänker.

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

dieser Artikel hört sich auch nicht gut an.... :confused:

Bundeshaushalt
Bürgschaften drohen zur Milliardenfalle zu werden:eek:

Neue Hiobsbotschaft für das Finanzministerium: Experten haben jetzt die Hermesbürgschaften als "tickende Zeitbombe" bezeichnet. Diese Zusagen des Bundes sollen Exportgeschäfte von deutschen Firmen absichern. Doch nun steigt das Ausfallrisiko. Für den Bund geht es um viele Milliarden Euro.

Die Hermesbürgschaften des Bundes entwickeln sich offenbar zum unkalkulierbaren Risiko für den Bundeshaushalt. Auslöser ist einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge die sich rapide verschlechternde Zahlungsfähigkeit ausländischer Schuldner – etwa in Russland. „Das Ausfallrisiko steigt durch die weltweite Rezession erheblich“, sagte Steffen Kampeter (CDU), haushaltspolitischer Sprecher der Union.

Otto Fricke (FDP), Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Bundestages, sprach dem Bericht zufolge von einer „tickenden Zeitbombe“ für den Haushalt. „Die Exportnation Deutschland ist von einem globalen Wirtschaftseinbruch besonders bei der Exportabsicherung betroffen“, sagte der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider.

Für die Absicherung von Exportgeschäften deutscher Unternehmen sieht der Bundeshaushalt 2009 Bürgschaften von bis zu 117 Milliarden Euro vor.:eek: Im Haushalt ist der Zeitung kein Puffer für den Fall vorgesehen, dass die Garantien in Zukunft verstärkt in Anspruch genommen werden. Noch im November hatte das Bundeswirtschaftsministerium angekündigt, man werde „die Exportwirtschaft gerade auch in dieser schwierigen Zeit mit Hermesdeckungen und Investitionsgarantien begleiten“. Man sei „für das, was möglicherweise noch bevorsteht, gut gerüstet“, heiße es in einem Papier des Ministeriums. Der Rahmen von 117 Milliarden Euro sei zu etwa 80 Prozent ausgeschöpft.

Allein 2007 hatte die Bundesregierung dem Blatt zufolge Neugeschäfte in Höhe von 17 Milliarden Euro mit Hermesdeckungen abgesichert. Der größte Teil des Neugeschäfts sei dabei mit 61 Prozent auf Russland entfallen, es folgten China und die Türkei. „Die dramatische Entwicklung der russischen Wirtschaft wird für deutsche Unternehmen nicht ohne Folgen bleiben. Forderungsausfälle werden sich häufen“, heißt es laut der Zeitung in Wirtschaftskreisen.

Der Haushaltsentwurf für 2009 hat ein Gesamtvolumen von 290 Milliarden EURO.
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article2969870/Buergschaften-d…

Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.297.028 von Atze2 am 03.01.09 12:53:42Hi Mic, :)

es ist wohl nicht mehr damit zu rechnen, dass der DAX bis morgen unter die 38-Tage-Linie fällt.
Ich eröffne deshalb heute zum Xetra-Schluss wieder ein Musterdepot.


Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Schön Dich wieder an Board zu haben. :)

Ich wollte Dir gerade schreiben, dass der Link nicht funzt, aber der letzte geht nun. :)

Du bist ja nun gleich ordentlich wieder eingestiegen. Na ich bin ja gespannt, wie sich das nun entwickelt.

Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.308.225 von mickym am 05.01.09 19:01:38Hi Mic, :)

Du bist ja nun gleich ordentlich wieder eingestiegen. Na ich bin ja gespannt, wie sich das nun entwickelt.

Vielleicht habe ich ja Glück und es wird ein kleines Plus.

Ich hoffe mal auf eine Obama-Start-Bärenmarkt-Rally. :laugh:

Gruss :)
Atze
Der Rettungsschirm wird wieder benötigt....

Dresdner Bank braucht Kapitalspritze

Fitness-Spritze für die Fusion: Die Commerzbank verhandelt mit dem Rettungsfonds Soffin über Hilfe für die Dresdner Bank. Ohne Unterstützung droht die Kapitaldecke angesichts immer neuer Kreditausfälle sonst gefährlich dünn zu werden.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank-Führung wurde bereits zum zweiten Mal beim Banken-Rettungsfonds Soffin vorstellig: Diesmal verhandelt man über Staatshilfen für die besonders stark getroffene Dresdner Bank...

In den Gesprächen geht es den Kreisen zufolge um die Übernahme von Risikopapieren beider Häuser sowie um erneute Kapitalhilfen. Der Rettungsfonds Soffin hatte der Commerzbank mit einer Kapitalspritze von 8,2 Milliarden Euro ausgeholfen und eine staatliche Garantie für Anleihen der Bank von insgesamt bis zu 15 Milliarden Euro abgegeben. Dafür muss die Bank eine Gebühr zahlen, kann sich darüber aber voraussichtlich kostengünstiger refinanzieren als ohne Staatsgarantie.

"Diese Hilfen könnten nun für die Zeit nach dem Dresdner-Kauf nicht mehr ausreichen", sagte ein Insider. Vor allem drohe die Kernkapitalquote der fusionierten Bank wegen neuer Belastungen unter acht Prozent zu rutschen - diesen Wert muss sie aber erreichen, um ihre Staatsgarantien nutzen zu können.

Die Dresdner Bank musste trotz Milliardenabschreibungen noch keine Rettungsgelder in Anspruch nehmen. Ihre Kernkapitalquote schmolz indes bis Ende September auf 8,1 Prozent - ein weiterer Rückgang ist Experten zufolge wahrscheinlich.....
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,599769,00.html

Mic, ich frage mich, wem hilft eigentlich diese Fusion, den 9.000 Leuten, die entlassen werden sollen, wohl nicht. :confused:

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Mic, ich frage mich, wem hilft eigentlich diese Fusion, den 9.000 Leuten, die entlassen werden sollen, wohl nicht.


Das frage ich mich auch immer - zudem auch die sogenannten Synergien oft nur auf dem Papier stehen und es Jahre dauert. :(

Ich denke auch, dass generell dieser Zusammenschluss zu diesen Grosskonzerenen falsch ist. Sieht man ja an der Autoindustrie.

Unternehmer Adolf Merckle begeht Selbstmord


Das ist schon tragisch. :( Auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann. Klar ist ein Lebenswerk zerstört, aber der Mann hätte trotzdem noch genug gehabt, um sich nochmal umzuorientieren und einen anderen Sinn im Leben zu finden. Letztlich war auch diese Fehlspekulation nur von Gier geprägt, wenn dieser Mio.verlust solche drastischen Auswirkungen hat. :(
Aber letztlich weiss keiner, was wirklich dahinter steht. :confused:

Gruss Mic :)
Hi Atze :)

Bei mir gab es heute auch wieder einen Kauf im Musterdepot - und das auch im DAX Segment. ;)

Gekauft wurden 22 Aktien der Dt. Börse zu 57,04€.

Hier noch der Chart mit der 38 Tageslinie:



Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.318.235 von mickym am 06.01.09 19:40:19Hi Mic, :)

dann haben wir ja jetzt beide die Dt.Boerse im Depot. :)

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Die Börsenkrise hat auch teilweise ihr Gutes.
Nur dadurch kam schließlich erst der Betrüger Madoff zu Fall.

Madoff wird von der Staatsanwaltschaft und der SEC vorgeworfen, Anleger in einem gigantischen Schneeballsystem um bis zu 50 Milliarden Dollar betrogen zu haben. Bei einem Schneeballsystem werden die Renditen der Investoren nicht mit Anlagegewinnen, sondern mit dem Geld neuer Anleger bezahlt. Ziehen zu viele Kunden Geld ab oder fließen keine neuen Mittel, bricht das System zusammen. In Amerika gehören prominente Privatanleger und Stiftungen zu den Opfern. Auch Banken in Spanien, Frankreich, Österreich und der Schweiz hatten eigenes Geld oder das ihrer Kunden bei Madoff investiert. :eek:

Aufgrund seines Renommees und seiner Expertise saß Madoff in Beratungsgremien der SEC. Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist die Beziehung von Madoffs Nichte zu ihrem jetzigen Ehemann, der einst bei der SEC für die Aufsicht von Madoffs Unternehmen zuständig war. Madoff hatte noch 2008 öffentlich mit seinen „engen Beziehungen“ zu den Aufsichtsbehörden geprahlt. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ wurde das Wertpapierhaus Bernard L. Madoff Investment Securities in 16 Jahren von der SEC und anderen Regulatoren mindestens achtmal geprüft. Madoff selbst wurde mindestens zweimal verhört, nachdem ein New Yorker Hedge-Fonds-Manager vor „sehr ungewöhnlichen Geschäftspraktiken“ gewarnt hatte. Auch die der SEC nachgeordnete Aufsicht Finra ergriff keine Maßnahmen, obwohl sie vor einem Jahr feststellte, dass Teile von Madoffs Unternehmen scheinbar keine Kunden hatten.
http://www.faz.net/s/Rub4B891837ECD14082816D9E088A2D7CB4/Doc…

Der Typ hatte sein Betrugssystem wirklich perfekt organisiert. :mad:


Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

der DAX sehr volatil im Minus und auch bei meinem Musterdepot sieht´s nicht so gut aus. :(

Irgendwie pervers die Geschichte mit der Commerbank. :mad:
Da hilft unser Staat praktisch mit, dass man 9.000 Leute rauswerfen kann mit dieser sinnlosen Übernahme.

Die Commerzbank wird teilverstaatlicht

Der Staat übernimmt 25 Prozent plus eine Aktie an der Commerzbank. Es ist das erste Mal, dass eine deutsche Privatbank teilverstaatlicht wird. Zudem bekommt der künftige neue Bankenriese aus Commerzbank und Dresdner Bank mindestens weitere zehn Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds....
http://www.welt.de/wirtschaft/article2992036/Die-Commerzbank…

Die Aktie verliert imo ca. 14 %.

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Das wird wohl nix mit einer Obama-Rally. ;) Jetzt muss man dies lesen:

Obama warnt USA vor dramatischen Krisenjahren :eek:

Jetzt gilt es: Kurz vor seiner Amtseinführung skizziert der künftige US-Präsident Barack Obama in einer Grundsatzrede, wie er die Wirtschaft des Landes aus der Krise holen will. Er warnt vor zweistelligen Arbeitslosenquoten und Verlusten für die Wirtschaft in Billionen-Dollar-Höhe....
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,600142,00.html

Auch bei uns sieht es schlimm aus. :(

Deutscher Industrie brechen die Aufträge weg

Die globale Wirtschaftskrise trifft die deutsche Industrie mit Wucht: Im November brachen die Auftragseingänge erneut um sechs Prozent ein - deutlich stärker als Ökonomen erwartet hatten. Im Jahresvergleich beträgt das Minus sogar knapp 30 Prozent, und auch die Exporte gingen stark zurück...Im Vergleich zum November 2007 stürzten die Exporte damit um 11,8 Prozent ab, so tief wie noch nie seit Oktober 1993. Damit fielen die Ausfuhren aus Deutschland weitaus deutlicher als von den meisten Beobachtern zuvor erwartet.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,600137,00.html


Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.334.092 von Atze2 am 08.01.09 17:13:43Fortsetzung.... ein kritischer Kommentar zur Commerzbank, dem man sich nur anschliessen kann.

Commerzbank - Die Staatsbank

Die Regierung orchestriert die Fusion zweier offensichtlich schwacher Banken - mit immer neuen Milliarden. So finanziert der Steuerzahler die Entstehung einer neuen staatlichen Bank. Als ob es davon nicht schon genug gäbe. ;)

Ganz schön teuer, diese Übernahme: 18 Mrd. Euro blättern wir alle hin, damit die Commerzbank die Dresdner Bank schlucken kann - nach jetzigem Stand. Vielleicht wird es ja noch ein bisschen mehr? Macht ja eigentlich auch nichts mehr. In dieser Krise ist ohnehin das Maß für Zahlen verloren gegangen.

Deshalb müssten wir uns an sich ja auch gar nicht mehr aufregen. Darüber, dass die Politik die Fusion zweier offensichtlich ganz schwacher Banken vorantreibt, koste es, was es wolle. Berlin streitet über lächerlich kleine Konjunkturpakete, warnt vor der Verschuldung unserer Kinder und Kindeskinder - und legt sich nebenbei eine neue Staatsbank zu. :rolleyes: Als ob es nicht schon genug marode Landesbanken gäbe, für deren Rettung in schöner Regelmäßigkeit Steuergelder verpulvert werden.

Die Abwicklung der Landesbanken ist überfällig. Doch selbst in der schwersten Krise seit der Großen Depression wird dieses Land sie nicht los. Stattdessen bekommt es noch ein staatliches Institut dazu. Wie soll die Commerzbank das Geld zurückzahlen? Diese Masse an Kapital plus Zinsen? In absehbarer Zeit wird das kaum gelingen. Diese Bank wird also vorerst am Tropf des Staates hängenbleiben, und damit an uns allen, mit allen Problemen, die sich daraus ergeben - Stichwort Wettbewerbsverzerrung. Konkurrenten wie die Deutsche Bank werden sehr genau darauf achten, ob die neue Staatsbank mit Kampfkonditionen um Kunden wirbt.

Die Politik hat diesen Zusammenschluss gewollt - damit sich ja keine ausländischen Investoren ein deutsches Institut krallen. Jetzt tut sie alles, um ihn durchzusetzen. Ohne staatliche Hilfe wäre dieser Husarenritt schon längst zu Ende. Mit jeder neuen Milliarde für die Commerzbank wird klarer, wie sehr die Übernahmepläne von Anfang an auf Kante genäht waren. Für so was gehören Manager abgestraft. An den Märkten geschieht das auch, der Verfall der Commerzbank-Aktie spricht eine deutliche Sprache.

Trotzdem werden sich die Beteiligten wohl über die Ziellinie retten. Irgendwie. Der Steuerzahler muss sich derweil fragen, warum Geld aus einem an sich sinnvollen Paket zur Rettung von Banken dazu missbraucht wird, eine von ehrgeizigen Managern und Politikern gewollte Fusion einzelner Institute durchzuziehen. Darüber kann man sich auch nach anderthalb Jahren Krise noch richtig aufregen.
Quelle: http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Commerzbank-…
Hi Atze :)

der DAX sehr volatil im Minus und auch bei meinem Musterdepot sieht´s nicht so gut aus.

Nun ja tröste Dich, mir geht es ja auch nicht viel besser und mit ca. 1,5%-2% ist doch der Verlust im Vergleich zum DAX noch tragbar.


Irgendwie pervers die Geschichte mit der Commerbank.
Da hilft unser Staat praktisch mit, dass man 9.000 Leute rauswerfen kann mit dieser sinnlosen Übernahme.


Ja mit der Commerzbank ist schon ein Stück. Aber vielleicht muss man das auch positiv sehen. Beide Banken fusionieren und werden teilverstaatlicht. Damit rettet der Bank gleich 2 Banken und hat auch noch die Kontrolle und es gibt keinen Manager bzw. einen weniger der max. 500000€ einsackt im Jahr.

Gruss Mic :)
Die Wirtschaftskrise geht weiter....


Porzellanhersteller Rosenthal meldet Insolvenz an
Das Traditionsunternehmen folgt damit dem irischen Mutterkonzern Waterford Wedgwood in die Pleite, der zu Beginn der Woche unter seiner Schuldenlast zusammengebrochen war.
Rosenthal hat 1.600 Mitarbeiter.

Sitten und Gebräuche ändern sich....
Der 1879 gegründete fränkische Konzern schrieb im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 einen Verlust von 10,4 Millionen Euro bei einem Umsatz von 71 Millionen Euro. Den Fabrikanten feiner Tafelservice macht seit Jahren die Billigkonkurrenz aus Osteuropa zu schaffen. Teures Porzellan fehlt heutzutage, anders als früher, meist auf dem Gabentisch zur Hochzeit. http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc…



Autozulieferern droht Pleitewelle
Binnen vier Wochen haben fünf Autozulieferer mit 10.000 Beschäftigten Insolvenz angemeldet. Nun droht der Branche eine Pleitewelle, es macht bereits das Unwort von einem "Insolvenz-Tsunami" die Runde. 100 Firmen gelten als „ernsthaft gefährdet“.

Zulieferer im Eigentum von Finanzinvestoren gelten als besonders gefährdet :eek:
Der Grund: Ihre Besitzer haben ihnen die Kreditlast für die meist hochgradig kreditfinanzierten Übernahmen aufgebürdet und sind oft nicht in der Lage, frisches Geld nachzuschießen. http://www.faz.net/s/Rub1C361F33FC404444A08B1CFAE205D3E4/Doc…

Auf Pump klappt sowas auf Dauer halt nicht. Hoffentlich lernt man daraus. :(


Postbank kündigt tiefrote Zahlen an
Den genauen Verlust im Jahr 2008 will die Postbank zwar erst im Februar nennen. Doch in Bonn wurden die Anleger jetzt schon mal auf tiefrote Zahlen vorbereitet. http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc…

Ob diese Übernahme bald auch vom Staat finanziert wird? :confused: Die Deutsche Bank wird wohl genug eigene Probleme haben.


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2008 gingen 2,6 Millionen Jobs verloren. In USA steigt die Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten ist im Dezember auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen. Die Quote kletterte auf 7,2 Prozent. Insgesamt fielen allein im vergangenen Monat über eine halbe Millionen Jobs weg.

Der DAX natürlich im Minus und deshalb erfolgt heute meine 1. Minus-Abrechnung in diesem Jahr. :keks:

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

in dieser Woche brauchst Du nicht mehr alleine eine Abrechnung machen. :D
Nach langer Pause an der Seitenlinie bin ich nun auch wieder dabei. Leider in dieser Woche ein Minus.
Ist ja kein Wunder bei diesen vielen schlechten Nachrichten, die der DAX verkraften musste.


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
16.623,19 €
925,87 €

100,00 %
83,12 %
4,63 %




GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

- 686,13 € .
- 1.764,80 € .

- 3,43 % .
- 8,82 % .
Gesamt - 2.450,93 € .
- 12,25 % .


Verlauf:

Zeitraum GuV in %

Woche............: - 686,13 €
Monat. ..... .. .. : - 686,13 €
Quartal. ....... ..: - 686,13 €
Jahr 08...........: - 686,13 €

- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .


2009 (REAL) = - 3,39 %

DAX-Stand am 09.01.2009 = 4.783,89, d.h. seit Jahresanfang - 0,55 %

Hier die Depot-Historie:
http://home.arcor.de/elliotfan/DepotHistorie.htm

Hier das Musterdepot:
https://isht.comdirect.de/228606062/tiny.html

Ich hoffe, es geht nicht so rasant weiter in´s Minus, sonst brauche ich auch noch einen Rettungsschirm.

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

in dieser Woche brauchst Du nicht mehr alleine eine Abrechnung machen. :D
Nach langer Pause an der Seitenlinie bin ich nun auch wieder dabei. Leider in dieser Woche ein Minus.
Ist ja kein Wunder bei diesen vielen schlechten Nachrichten, die der DAX verkraften musste.


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
16.623,19 €
925,87 €

100,00 %
83,12 %
4,63 %




GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

- 686,13 € .
- 1.764,80 € .

- 3,43 % .
- 8,82 % .
Gesamt - 2.450,93 € .
- 12,25 % .


Verlauf:

Zeitraum GuV in %

Woche............: - 686,13 €
Monat. ..... .. .. : - 686,13 €
Quartal. ....... ..: - 686,13 €
Jahr 08...........: - 686,13 €

- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .


2009 (REAL) = - 3,39 %

DAX-Stand am 09.01.2009 = 4.783,89, d.h. seit Jahresanfang - 0,55 %

Hier die Depot-Historie:
http://home.arcor.de/elliotfan/DepotHistorie.htm

Hier das Musterdepot:

https://isht.comdirect.de/-1733971331/tiny.html

Ich hoffe, es geht nicht so rasant weiter in´s Minus, sonst brauche ich auch noch einen Rettungsschirm. ;)


Zur 1. Abrechnung auch noch meine Strategie:



Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

gestern Abend gab es einen interessanten Film über einen Aussteiger, der Finanz-Szene in London. So einiges findet man auch in diesem Artikel wider.

Asche zu Asche
Hedgefonds waren die Superstars der Finanzwelt. Jetzt verlieren sie Hunderte Milliarden und ihre Macht

Von John F. Jungclaussen und Arne Storn

Es ist gerade ein Jahr her, dass David und Edwina Roberts in der Charles Street die Schlüssel für ihre Traumwohnung mit Dachterrasse übernahmen. Dort, mitten in Mayfair, einem kleinen, vornehmen Viertel in Londons Zentrum, wollten sie wohnen, und so liehen sie sich knapp acht Millionen Pfund von der Bank. Sie dachten sich nichts dabei, sie verdienten zusammen Millionen, sie arbeiteten um die Ecke bei einem amerikanischen Hedgefonds. Einem der vielen Hedgefonds, die sich in Mayfair ballen.

Doch kurz vor Weihnachten mussten die Roberts wieder ausziehen. Ende Oktober hatten ihre Chefs alles Geld aus London abgezogen. »Aus, vorbei, ohne Vorwarnung«, erinnert sich die 43-jährige Edwina. Jetzt steht ihnen der Bankrott ins Haus. Die Zinsen fressen das Ersparte auf, die Wohnung steht für sieben Millionen Pfund zum Verkauf, doch keiner will sie haben. Mayfairs Immobilienmarkt verfällt.

So viel Millionen für den Normalbürger auch sind – im Metier der Roberts sind sie wenig. Hedgefonds rechneten in Milliardeninvestitionen, Milliardenkrediten und, ja, Milliardengehältern. Bisher jedenfalls haben sie viel Geld von Pensionsfonds, Stiftungen und reichen Privatpersonen erhalten, um es zu mehren, und weil sie zudem Geld bei Banken liehen, konnten sie riesige Summen in Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren investieren. Oft waren ihre Geschäfte riskanter als vieles, was Banken gestattet ist, doch Hedgefonds erzielten über Jahre hohe zweistellige Renditen. Ihre Manager wurden als Magier gefeiert und zum Inbegriff einer Ära der Gier. Das alles endete 2008 spektakulär und abrupt. Für Hedgefonds wird das Jahr 2009 das annus horribilis.

Mayfair, nur ein paar Schritte vom einstigen Haus der Roberts entfernt, vorbei an stattlichen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert, vorbei am Luxus der Bond Street, über die Oxford Street, hinauf in den vierten Stock. Dort sitzt Fauchier Partners. Im Empfang dieses 1994 gegründeten Hedgefonds, der 6,2 Milliarden Dollar verwaltet, fällt der Blick auf zwei impressionistische Gemälde. Alles dort wirkt zurückhaltend, gediegen, so auch der Vorstandschef, Christopher Fawcett. Es ist Ende Dezember und einer seiner letzten Arbeitstage als Chairman von AIMA, der weltweit größten Lobbyorganisation von Hedgefonds – diese haben London neben New York zum wichtigsten Zentrum ihrer Branche erkoren. Mit seiner sanften Stimme und dem eleganten Anzug, den, passend zum rosa Hemd, rote Nadelstreifen durchziehen, ist Fawcett der perfekte Repräsentant einer Branche, bei der die Öffentlichkeit an vorlaute 30-Jährige im Ferrari denkt. Der 56-Jährige kennt noch die kleinen Anfänge der Fonds, ihren Aufstieg, nun ist er bereit, über ihre Krise zu reden. Aber mit stiff upper lip. »Selbst wenn es Grund zur Panik gibt, im Vereinigten Königreich zeigt man sie nicht«, sagt er und verzieht keine Miene. Zu sagen, dass die Branche sich dieses Jahr »sehr verändern wird«, ist für Fawcett das Äußerste. Und es ist eine gewaltige Untertreibung. Seit Monaten erleben Hedgefonds einen tiefen Sturz.

Noch Mitte 2008 gab es weltweit 10.000 Hedgefonds. Sie wachten über 2.000 Milliarden Dollar, eine enorme Finanzkraft, die mit Krediten auf geschätzte 10.000 Milliarden Dollar wuchs. Hedgefonds waren ein integraler Bestandteil des internationalen Finanzsystems. Sie handelten auch all die komplexen Finanzprodukte, die zur Finanzkrise führten, und kauften den Banken große Kreditpakete ab. Das ermöglichte diesen wiederum eine beispiellose Kreditexpansion.

Dann, mit dem Herbst, kam der Einbruch. Viele Fonds machen seither riesige Verluste, Anleger ziehen unzählige Milliarden ab, Banken kappen ihre Kredite. In der Branche hat ein Massensterben eingesetzt, dessen volles Ausmaß erst in den nächsten Monaten zutage treten wird. Die Hälfte aller Fonds könnte ihm zum Opfer fallen, das Anlagevermögen auf 500 Milliarden Dollar schrumpfen. Zudem werden die Banken absehbar kaum mehr größere Kredite vergeben. Die Branche schrumpft somit auf einen Bruchteil ihrer bisherigen Größe. Und als wäre das nicht genug, arbeiten Politiker von Washington bis Brüssel an schärferen Kontrollen. Mit alldem naht das Ende der Hedgefonds in ihrer heutigen Form.

Fünf Topmanager, stehend, die rechte Hand zum Eid erhoben, bereit zum Kreuzverhör – es ist dieser Auftritt auf dem Capitol Hill, der mehr als alles andere zeigt, wie radikal sich die Zeiten für Hedgefonds geändert haben. Es ist der 13. November 2008, Donnerstag, gegen zwölf Uhr mittags. Showdown im US-Kongress.

Jeden dieser Männer zählte die Finanzwelt im Boom zu den »Masters of the Universe«. Jeder leitet einen Hedgefonds, der eine zweistellige Milliardensumme verwaltet. Jeder hat 2007 persönlich mehr als eine Milliarde Dollar verdient. Sie haben »mehr Geld als Gott«, sagt ein Abgeordneter später.

Ganz rechts steht Kenneth Griffin, der Gründer von Citadel, einem Fonds, der in den USA rund zehn Prozent des Tageshandels mit amerikanischen Stammaktien verantwortet. In der Mitte steht John Paulson, der im richtigen Moment auf einen Einbruch des US-Immobilienmarktes setzte. Links steht George Soros, der 1992 mit spektakulärem Erfolg gegen das britische Pfund spekulierte. Sie alle gehören einer Branche an, die viele Jahre kein Gesicht hatte, die Öffentlichkeit mied, wo sie nur konnte. Doch jetzt stehen sie vor der amerikanischen Flagge, vor Abgeordneten und einer Fotografenmeute.

Die Legenden geben sich demütig. »Ja, ich denke, dass einige Hedgefonds ein systemisches Risiko darstellen«, sagt Soros, der die ganze Anhörung über mit einem Stift spielt. »Ja.« –»Yep.« – »Ich stimme zu.« Fast unisono gestehen die Manager zu, dass Hedgefonds dem Staat künftig detaillierter als bisher Bericht erstatten sollten. »Ich würde dem zustimmen«, sagt Paulson auf die Frage, ob der Staat bei Gefahr mehr Eingriffsrechte haben müsste.

Zurück geht die Branche auf Alfred Winslow Jones. Wer eine Aktie kauft, dachte er 1949, hält sie für unterbewertet. Führt die Analyse indes zum Schluss, dass eine Aktie überbewertet ist, kann er auch leer verkaufen. Dabei leiht er sich Aktien, die er verkauft, nur um sie nach dem Kursverfall zurückzukaufen und zurückzugeben. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis ist der Gewinn, der Nebeneffekt die Absicherung gegen Bewegungen in beide Richtungen, das »Hedgen«. Eine einfache, im Kern vernünftige Idee.

Die Idee machte Karriere, wenn auch langsam. Noch 1990, als Kenneth Griffin mit 22 Jahren Citadel gründete, gab es weltweit nur 600 Hedgefonds, denen Investoren in Summe knapp 40 Milliarden Dollar anvertraut hatten. Erst Ende der Neunziger begann der Boom. Die Fondsmanager lockten damit, in guten Jahren hohe Renditen einzufahren und in schlechten Jahren zumindest noch Gewinne. Die Fonds bekamen jährlich zwei Prozent der Anlagegelder als Gebühr sowie 20 Prozent aller Gewinne. Sie arbeiteten mit einer Reihe von Strategien: Manche setzten auf globale Trends, andere auf Anleihen und Arbitragegeschäfte, einige auf ein aggressives Auftreten als Minderheitsaktionär – so der TCI Fund, der 2005 die Führung der Deutschen Börse stürzte und in Mayfair in der kleinen Clifford Street residiert, Nummer 7, hinter hell geputzten Backsteinen, einer grünen Tür, dritte Klingel von oben.

Je nach Strategie arbeiteten Hedgefonds mal ohne Kredite – und mal mit enormen Schulden: Wer für 100 Millionen Dollar Aktien kauft und sie für 110 Millionen Dollar verkauft, macht normalerweise zehn Prozent Gewinn aufs eingesetzte Kapital; doch auf 100 Prozent Gewinn kommt, wer von 100 Millionen Dollar Kaufpreis nur zehn Millionen Dollar aus eigener Tasche und den Rest per Kredit bezahlt. Natürlich mussten die Fonds auf die Kredite Zinsen zahlen, doch diese lagen lange Zeit sehr niedrig. Im Extremfall zahlten die rechtlich kaum Auflagen unterworfenen Fonds von 100 Millionen Dollar »Einsatz« nur drei Millionen Dollar mit Eigenkapital.

Die Banken spielten das Spiel mit, mehr noch, sie lebten mit den Hedgefonds in einer Symbiose. Zum einen kassierten sie Zinsen. Und zugleich konnten sie der Hedgefondsindustrie viele riskante Papiere verkaufen, damit Gefahren aus den eigenen Bilanzen entfernen und so das Eigenkapital, das sie selbst zur Absicherung vorhalten müssen, niedrig halten. Dazu gab es allerlei lukrative Dienste. In Midtown Manhattan richteten Banken ein, was die Szene »Hedgefondshotels« nannte: ganze Gebäude voller bezugsfähiger Büros, bestückt mit Kaffeemaschine, PC und Anschluss an das Buch- und Handelssystem der Bank. Diese fungierte als prime broker, der alles abwickelte und Geld und Wertpapiere treuhänderisch verwaltete. Oft verließen Händler eine Bank, um einen Hedgefonds zu gründen – und kehrten durch die Hintertür zurück, als zahlender Kunde im Hedgefondshotel. »Alle großen Banken haben das gemacht. Und sie haben sich eine goldene Nase verdient«, heißt es.

Wer waren die Hedgefondsmanager, diese Männer, die Milliarden machten und zum Archetyp einer ganzen Ära wurden? Viele von ihnen hatten dieselben Universitäten besucht und bei denselben Banken gearbeitet. Oft zählten Fonds nur eine Handvoll Mitarbeiter, das viele Geld verteilte sich auf wenige Köpfe. Mit dem Erfolg wuchsen die Egos. In der Hoch-Zeit der Branche antwortete der junge Manager eines Zwei-Mann-Fonds auf die Frage nach seiner Risikokontrolle: »Auch meine Schwiegermutter hat ihr Geld bei mir angelegt. Das ist die wirksamste Risikokontrolle, die es gibt.« Ein anderer erzählte mit breiter Brust, wie er der Freundin seine Prioritäten klargemacht habe: »Die Firma, das ist mein Baby. Danach kommt ganz lange gar nichts. Und wenn du nett zu mir bist, dann, irgendwann, kommst du.« Bei Scott’s in Mayfairs Mount Street ging man teuer essen, am Berkeley Square kaufte man Bentleys.

Die wilden Geschichten, die Attitüde des Emporkömmlings, trennten das neue Geld von den alten Eliten. In einen feinen Club wie das Londoner Whites kamen Hedgefondsmanager hinein – am Tisch der Herzöge Platz zu nehmen blieb ihnen aber verwehrt. So gaben sie sich auf der Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung zunehmend generös, etwa auf dem jährlichen Charity-Dinner des französischen Hedgefondsmanagers Arpad Busson, zu dem Gastredner wie Bill Clinton und bis zu 500 Hedgefondsmanager kamen. Im vergangenen Jahr boten sie etwa 380.000 Pfund für eine von der Künstlerin Tracy Emin entworfene Handtasche. Unterm Strich kamen 25 Millionen Pfund für Karitatives zusammen.

Mit der Generosität ist es nun schlagartig vorbei. Für dieses Jahr ist kein Dinner geplant. »Die Organisatoren wissen, dass sie unter diesen Umständen niemals so viel Geld einfahren können wie im vergangenen Jahr«, sagt einer der Gäste. Auch im Süden Londons ist der abrupte Sinneswandel zu spüren. In einem fensterlosen Raum, mitten in einer Betonsiedlung in Lewisham, haben Gloria und Ruben Makawillie – Mutter und Sohn – ein kleines Tonstudio zusammengezimmert, in dem sich die schwarzen Jugendlichen der Umgebung regelmäßig treffen, um Rap oder Hip-Hop zu spielen. »Es sind Jungs mit wenig Aussicht auf Erfolg«, erklärt die 46-jährige Gloria. »Durch die Musik können sie nicht nur ihren Frust abbauen, sondern sie erleben einen enormen kreativen Erfolg.« Noch kürzlich versprach ein anonymer Hedgefondsmanager 20.000 Pfund für professionelle Aufnahmegeräte. Die Jungs sollten ihre Musik auf CDs brennen und verkaufen. »Das Beispiel sollte Schule machen«, sagt Ruben. »Aber auf einmal hat unser Spender kein Geld mehr.«

Plötzlich ist sich jeder selbst der Nächste. Als am 15. September 2008 die US-Investmentbank Lehman Brothers pleiteging, verfiel die Welt der Hedgefonds in Anarchie. Mitarbeiter von plötzlich klamm gewordenen Banken erwähnten am Ende eines Telefonats beiläufig: »Ach übrigens, Ihre Kreditlinie ist gekürzt.« Auch scheuten sich Kreditinstitute nicht, Bares einzubehalten oder deponierte Wertpapiere zu verkaufen – ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksprache. Um Gesetze scherte sich in der Panik kaum einer, um alte Bindungen schon gar nicht. »You have to watch your back«, sagt der Gründer eines viele Milliarden schweren Fonds noch heute.

Auch die Investoren forderten Geld von Hedgefondsmanagern zurück – weil sie es brauchten, weil ihnen die Märkte zu stark abstürzten. Zwar gelten bei Rückforderungen Fristen von mehreren Wochen oder Monaten, aber plötzlich rangen die Fonds um Bares. »Viele Fondsmanager waren überrascht von der Höhe der Rückforderungen«, sagt Christopher Fawcett von Fauchier. Massenhaft stießen sie Aktien oder Kreditpakete ab und trieben damit die Börsen noch stärker nach unten. Das wiederum veranlasste weitere Investoren, ihr Geld zurückzufordern. Verschärfend kam in dem Tumult hinzu, dass zahlreiche Länder kurzfristig Leerverkäufe verboten.

Nur wenige Hedgefonds haben in diesem Umfeld im Jahr 2008 Gewinn gemacht, so etwa John Paulson, der – auch durch Spekulationen gegen britische Banken – hohe Renditen eingefahren haben soll. Im Durchschnitt hat die Branche ein Minus von mehr als 20 Prozent erwirtschaftet – das größte ihrer Geschichte. »Bis vor wenigen Monaten waren wir wie Gärtner in den Tropen«, sagt ein junger Londoner Hedgefondsmanager. »Jede Saat trug fette Früchte. Jetzt gärtnern wir in der Wüste, ohne Saatgut und ohne Wasser.« Es hilft wenig, dass die Aktienmärkte weltweit noch größere Verluste eingefahren haben. Das Versprechen war, auch in schlechten Zeiten Profit zu machen. Dieses haben die Fonds gebrochen, sagt ein Investmentbanker: »Das ist die Todsünde.«

Dabei bleibt es nicht. Gerade gegenüber den Investoren – denen die Hedgefonds, wie sie immer betonen, vor allen anderen Rechenschaft schulden – lassen die Fonds derzeit Respekt vermissen. Als wären die Verluste nicht genug, begrenzen viele ihre Rückzahlungen ganz oder teilweise. Sogar Griffins Citadel hat laut Financial Times nach einem Jahresminus von fast 50 Prozent alle Rückzahlungen aus seinem wichtigsten Fonds bis März ausgesetzt. Solche Sperren hält Andreas Benz für »fatal«. Er führte bis 2006 für Man Investments, weltweit einen der größten Anbieter von Hedgefonds, das Geschäft im deutschsprachigen Raum. »Viele Investoren fragen sich, ob die Industrie noch flüssig, ob sie noch seriös ist.« In Fällen, in denen Verkaufsprospekte derartige Maßnahmen nicht vorsahen, beriefen Fonds schnell Versammlungen aller Anleger ein, um sie zu ändern. »Das hat es haufenweise gegeben«, heißt es.

So verzweifelt die Taten, so wenig schuldbewusst sind die Briefe der Fonds an die Investoren. Darin machen sie für das Desaster die Panik an den Märkten verantwortlich, das Verbot von Leerverkäufen – nur nicht sich selbst. »Vom gescheiterten globalen Geldsystem« beschädigt sah sich Tosca – nach Verlusten von mehr als 30 Prozent allein im September. »Unser Portfoliomanagement war vernünftig«, schrieb, nach Quartalsverlusten von 17 Prozent, Greenlight, ein Fonds, der gegen Lehman gewettet hatte. Es folgte ein Filmzitat für echte Männer: »There’s no crying in baseball.« Als einer der wenigen bewies Lee Ainslie III von Maverick echte Haltung: »Als Investor finde ich Managementteams, die eine enttäuschende Performance eher äußeren Faktoren als ihren eigenen armseligen Entscheidungen zuschreiben, recht frustrierend – und wenn ich das oben Gesagte nachlese, erkenne ich, dass ich genau das getan habe, und ich entschuldige mich dafür.«

Klaus-Wilhelm Hornberg, 52 Jahre, ist einer der Menschen, die die Eskapaden der Branche hinnehmen müssen. Er sammelt in seinem Büro die Informationen zahlloser Hedgefonds in Hängemappen und Ordnern. Hornberg ist verantwortlich für 150 Millionen Euro, die die Privatbank Sal. Oppenheim jr. & Cie. bei Hedgefonds investiert hat. Die Bank ist stolz auf ihre Tradition: Golden ist der Rand ihres Kaffeegeschirrs, den Glasuntersetzer ziert ein farbiges Wappen, auf dem Geschäftsbericht im edlen Schuber steht Das 219. Geschäftsjahr. Oft hat Hornberg diesen Stolz hinunterschlucken müssen, wenn er von Köln nach London oder New York reiste, um Hedgefonds auf den Zahn zu fühlen – dann mussten oft umgekehrt »wir beweisen, dass wir eine gute Bank sind«, sagt er.

Haben sich Hedgefonds zu viel erlaubt? Hornberg sieht langfristig weiter große Gewinnchancen, aber »die Investoren lernen vor allem auch, dass sie sich stärker mit den einzelnen Fonds und ihren Strategien befassen müssen«. Sal. Oppenheim selbst ist direkt an zwei großen Londoner Hedgefonds beteiligt, das erlaubt Mitsprache. Andreas Benz, einst bei Man, ist deutlicher. »Hedgefonds haben die Erwartungen, die sie bei ihren Investoren geweckt haben, nicht erfüllt«, sagt er. »Die Branche muss sich neu erfinden.«

Sie muss es wohl zu neuen Regeln. Die Fonds verweisen zwar darauf, dass die Finanzkrise von den hoch regulierten Banken ausging, doch umgekehrt wird ihnen vorgeworfen, ihre Leerverkäufe hätten den Niedergang von Banken beschleunigt. »In vielen Phasen der Krise waren Hedgefonds ein erheblicher Katalysator«, sagt ein Investmentbanker. Nun will die Politik, die sich viele Jahre lang Rufen nach Regulierung verweigerte, eingreifen. Ton und Tempo setzte der Weltfinanzgipfel der G20 im vergangenen November, auf dem versichert wurde, dass »alle Finanzmärkte, Finanzprodukte und Teilnehmer reguliert oder Gegenstand einer Aufsicht werden«. Bis Ende März sollen Vorschläge aus Politik und Finanzwelt vorliegen. Schon zuvor will die Managed Funds Association (MFA), das New Yorker Pendant zur Londoner Lobbyorganisation AIMA, Empfehlungen vorlegen. Gut möglich, dass am Ende nur detailliertere Berichte an die Aufsicht stehen, über Größe, Verschuldungsgrad, Strategien, Anlagen und Risikomanagement von Hedgefonds. Bisher fehlt es selbst bei simpelsten Fragen an verlässlichen Daten.

Was auch immer auf die Branche zukommt – hier und da macht sich schon wieder Optimismus breit. Die Überlebenden seien groß und stark, die Strategien für die Zukunft einfach, die Gewinnchancen gewaltig, heißt es. Es gebe derzeit »viele Anfragen von Investoren«, sagt Christopher Fawcett von Fauchier. »Hedgefonds werden die neuen Investmentbanken sein«, meint ein anderer Topmanager gar.

Möglich ist das. Viele werden indes nicht überleben. Mark Tapley, Chef des Hedge Fund Centre an der London Business School, sieht den tiefen Fall noch nicht beendet. »2008 wurden Hedgefonds so schlimm getroffen wie nie zuvor – und 2009 wird es noch schlimmer werden.« Die Stunde der Wahrheit kommt im Sommer, erst dann werden viele Rückzahlungen erfolgt sein. Vor allem den vielen Tausend Fonds unter der Größe von 100 Millionen Dollar droht dann das Aus. »Eine gewaltige Bereinigung« erwartet Klaus-Wilhelm Hornberg von Sal. Oppenheim. Sinken die von Investoren eingesetzten Mittel um 75 Prozent, wie George Soros befürchtet, und bleiben neue Kredite aus, werden Hedgefonds zu Nischenspielern schrumpfen. Oder, wie Hornberg es formuliert: »Das Rad, das die Branche dreht, wird sehr viel kleiner sein.«

Quelle: http://www.zeit.de/2009/03/Hedgefonds

Insofern hat ein Crash auch sein Gutes, damit eine Bereinigung dieser Zockerei stattfindet. :D

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

gestern Abend gab es einen interessanten Film über einen Aussteiger der Finanz-Szene in London. So einiges findet man auch in diesem Artikel wider.

Er hat ein Buch geschrieben:
Cityboy: Das Buch aus dem Herzen des Londoner Finanzdistrikts

Asche zu Asche
Hedgefonds waren die Superstars der Finanzwelt. Jetzt verlieren sie Hunderte Milliarden und ihre Macht

Von John F. Jungclaussen und Arne Storn

Es ist gerade ein Jahr her, dass David und Edwina Roberts in der Charles Street die Schlüssel für ihre Traumwohnung mit Dachterrasse übernahmen. Dort, mitten in Mayfair, einem kleinen, vornehmen Viertel in Londons Zentrum, wollten sie wohnen, und so liehen sie sich knapp acht Millionen Pfund von der Bank. Sie dachten sich nichts dabei, sie verdienten zusammen Millionen, sie arbeiteten um die Ecke bei einem amerikanischen Hedgefonds. Einem der vielen Hedgefonds, die sich in Mayfair ballen.

Doch kurz vor Weihnachten mussten die Roberts wieder ausziehen. Ende Oktober hatten ihre Chefs alles Geld aus London abgezogen. »Aus, vorbei, ohne Vorwarnung«, erinnert sich die 43-jährige Edwina. Jetzt steht ihnen der Bankrott ins Haus. Die Zinsen fressen das Ersparte auf, die Wohnung steht für sieben Millionen Pfund zum Verkauf, doch keiner will sie haben. Mayfairs Immobilienmarkt verfällt.

So viel Millionen für den Normalbürger auch sind – im Metier der Roberts sind sie wenig. Hedgefonds rechneten in Milliardeninvestitionen, Milliardenkrediten und, ja, Milliardengehältern. Bisher jedenfalls haben sie viel Geld von Pensionsfonds, Stiftungen und reichen Privatpersonen erhalten, um es zu mehren, und weil sie zudem Geld bei Banken liehen, konnten sie riesige Summen in Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren investieren. Oft waren ihre Geschäfte riskanter als vieles, was Banken gestattet ist, doch Hedgefonds erzielten über Jahre hohe zweistellige Renditen. Ihre Manager wurden als Magier gefeiert und zum Inbegriff einer Ära der Gier. Das alles endete 2008 spektakulär und abrupt. Für Hedgefonds wird das Jahr 2009 das annus horribilis.

Mayfair, nur ein paar Schritte vom einstigen Haus der Roberts entfernt, vorbei an stattlichen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert, vorbei am Luxus der Bond Street, über die Oxford Street, hinauf in den vierten Stock. Dort sitzt Fauchier Partners. Im Empfang dieses 1994 gegründeten Hedgefonds, der 6,2 Milliarden Dollar verwaltet, fällt der Blick auf zwei impressionistische Gemälde. Alles dort wirkt zurückhaltend, gediegen, so auch der Vorstandschef, Christopher Fawcett. Es ist Ende Dezember und einer seiner letzten Arbeitstage als Chairman von AIMA, der weltweit größten Lobbyorganisation von Hedgefonds – diese haben London neben New York zum wichtigsten Zentrum ihrer Branche erkoren. Mit seiner sanften Stimme und dem eleganten Anzug, den, passend zum rosa Hemd, rote Nadelstreifen durchziehen, ist Fawcett der perfekte Repräsentant einer Branche, bei der die Öffentlichkeit an vorlaute 30-Jährige im Ferrari denkt. Der 56-Jährige kennt noch die kleinen Anfänge der Fonds, ihren Aufstieg, nun ist er bereit, über ihre Krise zu reden. Aber mit stiff upper lip. »Selbst wenn es Grund zur Panik gibt, im Vereinigten Königreich zeigt man sie nicht«, sagt er und verzieht keine Miene. Zu sagen, dass die Branche sich dieses Jahr »sehr verändern wird«, ist für Fawcett das Äußerste. Und es ist eine gewaltige Untertreibung. Seit Monaten erleben Hedgefonds einen tiefen Sturz.

Noch Mitte 2008 gab es weltweit 10.000 Hedgefonds. Sie wachten über 2.000 Milliarden Dollar, eine enorme Finanzkraft, die mit Krediten auf geschätzte 10.000 Milliarden Dollar wuchs. Hedgefonds waren ein integraler Bestandteil des internationalen Finanzsystems. Sie handelten auch all die komplexen Finanzprodukte, die zur Finanzkrise führten, und kauften den Banken große Kreditpakete ab. Das ermöglichte diesen wiederum eine beispiellose Kreditexpansion.

Dann, mit dem Herbst, kam der Einbruch. Viele Fonds machen seither riesige Verluste, Anleger ziehen unzählige Milliarden ab, Banken kappen ihre Kredite. In der Branche hat ein Massensterben eingesetzt, dessen volles Ausmaß erst in den nächsten Monaten zutage treten wird. Die Hälfte aller Fonds könnte ihm zum Opfer fallen, das Anlagevermögen auf 500 Milliarden Dollar schrumpfen. Zudem werden die Banken absehbar kaum mehr größere Kredite vergeben. Die Branche schrumpft somit auf einen Bruchteil ihrer bisherigen Größe. Und als wäre das nicht genug, arbeiten Politiker von Washington bis Brüssel an schärferen Kontrollen. Mit alldem naht das Ende der Hedgefonds in ihrer heutigen Form.

Fünf Topmanager, stehend, die rechte Hand zum Eid erhoben, bereit zum Kreuzverhör – es ist dieser Auftritt auf dem Capitol Hill, der mehr als alles andere zeigt, wie radikal sich die Zeiten für Hedgefonds geändert haben. Es ist der 13. November 2008, Donnerstag, gegen zwölf Uhr mittags. Showdown im US-Kongress.

Jeden dieser Männer zählte die Finanzwelt im Boom zu den »Masters of the Universe«. Jeder leitet einen Hedgefonds, der eine zweistellige Milliardensumme verwaltet. Jeder hat 2007 persönlich mehr als eine Milliarde Dollar verdient. Sie haben »mehr Geld als Gott«, sagt ein Abgeordneter später.

Ganz rechts steht Kenneth Griffin, der Gründer von Citadel, einem Fonds, der in den USA rund zehn Prozent des Tageshandels mit amerikanischen Stammaktien verantwortet. In der Mitte steht John Paulson, der im richtigen Moment auf einen Einbruch des US-Immobilienmarktes setzte. Links steht George Soros, der 1992 mit spektakulärem Erfolg gegen das britische Pfund spekulierte. Sie alle gehören einer Branche an, die viele Jahre kein Gesicht hatte, die Öffentlichkeit mied, wo sie nur konnte. Doch jetzt stehen sie vor der amerikanischen Flagge, vor Abgeordneten und einer Fotografenmeute.

Die Legenden geben sich demütig. »Ja, ich denke, dass einige Hedgefonds ein systemisches Risiko darstellen«, sagt Soros, der die ganze Anhörung über mit einem Stift spielt. »Ja.« –»Yep.« – »Ich stimme zu.« Fast unisono gestehen die Manager zu, dass Hedgefonds dem Staat künftig detaillierter als bisher Bericht erstatten sollten. »Ich würde dem zustimmen«, sagt Paulson auf die Frage, ob der Staat bei Gefahr mehr Eingriffsrechte haben müsste.

Zurück geht die Branche auf Alfred Winslow Jones. Wer eine Aktie kauft, dachte er 1949, hält sie für unterbewertet. Führt die Analyse indes zum Schluss, dass eine Aktie überbewertet ist, kann er auch leer verkaufen. Dabei leiht er sich Aktien, die er verkauft, nur um sie nach dem Kursverfall zurückzukaufen und zurückzugeben. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis ist der Gewinn, der Nebeneffekt die Absicherung gegen Bewegungen in beide Richtungen, das »Hedgen«. Eine einfache, im Kern vernünftige Idee.

Die Idee machte Karriere, wenn auch langsam. Noch 1990, als Kenneth Griffin mit 22 Jahren Citadel gründete, gab es weltweit nur 600 Hedgefonds, denen Investoren in Summe knapp 40 Milliarden Dollar anvertraut hatten. Erst Ende der Neunziger begann der Boom. Die Fondsmanager lockten damit, in guten Jahren hohe Renditen einzufahren und in schlechten Jahren zumindest noch Gewinne. Die Fonds bekamen jährlich zwei Prozent der Anlagegelder als Gebühr sowie 20 Prozent aller Gewinne. Sie arbeiteten mit einer Reihe von Strategien: Manche setzten auf globale Trends, andere auf Anleihen und Arbitragegeschäfte, einige auf ein aggressives Auftreten als Minderheitsaktionär – so der TCI Fund, der 2005 die Führung der Deutschen Börse stürzte und in Mayfair in der kleinen Clifford Street residiert, Nummer 7, hinter hell geputzten Backsteinen, einer grünen Tür, dritte Klingel von oben.

Je nach Strategie arbeiteten Hedgefonds mal ohne Kredite – und mal mit enormen Schulden: Wer für 100 Millionen Dollar Aktien kauft und sie für 110 Millionen Dollar verkauft, macht normalerweise zehn Prozent Gewinn aufs eingesetzte Kapital; doch auf 100 Prozent Gewinn kommt, wer von 100 Millionen Dollar Kaufpreis nur zehn Millionen Dollar aus eigener Tasche und den Rest per Kredit bezahlt. Natürlich mussten die Fonds auf die Kredite Zinsen zahlen, doch diese lagen lange Zeit sehr niedrig. Im Extremfall zahlten die rechtlich kaum Auflagen unterworfenen Fonds von 100 Millionen Dollar »Einsatz« nur drei Millionen Dollar mit Eigenkapital.

Die Banken spielten das Spiel mit, mehr noch, sie lebten mit den Hedgefonds in einer Symbiose. Zum einen kassierten sie Zinsen. Und zugleich konnten sie der Hedgefondsindustrie viele riskante Papiere verkaufen, damit Gefahren aus den eigenen Bilanzen entfernen und so das Eigenkapital, das sie selbst zur Absicherung vorhalten müssen, niedrig halten. Dazu gab es allerlei lukrative Dienste. In Midtown Manhattan richteten Banken ein, was die Szene »Hedgefondshotels« nannte: ganze Gebäude voller bezugsfähiger Büros, bestückt mit Kaffeemaschine, PC und Anschluss an das Buch- und Handelssystem der Bank. Diese fungierte als prime broker, der alles abwickelte und Geld und Wertpapiere treuhänderisch verwaltete. Oft verließen Händler eine Bank, um einen Hedgefonds zu gründen – und kehrten durch die Hintertür zurück, als zahlender Kunde im Hedgefondshotel. »Alle großen Banken haben das gemacht. Und sie haben sich eine goldene Nase verdient«, heißt es.

Wer waren die Hedgefondsmanager, diese Männer, die Milliarden machten und zum Archetyp einer ganzen Ära wurden? Viele von ihnen hatten dieselben Universitäten besucht und bei denselben Banken gearbeitet. Oft zählten Fonds nur eine Handvoll Mitarbeiter, das viele Geld verteilte sich auf wenige Köpfe. Mit dem Erfolg wuchsen die Egos. In der Hoch-Zeit der Branche antwortete der junge Manager eines Zwei-Mann-Fonds auf die Frage nach seiner Risikokontrolle: »Auch meine Schwiegermutter hat ihr Geld bei mir angelegt. Das ist die wirksamste Risikokontrolle, die es gibt.« Ein anderer erzählte mit breiter Brust, wie er der Freundin seine Prioritäten klargemacht habe: »Die Firma, das ist mein Baby. Danach kommt ganz lange gar nichts. Und wenn du nett zu mir bist, dann, irgendwann, kommst du.« Bei Scott’s in Mayfairs Mount Street ging man teuer essen, am Berkeley Square kaufte man Bentleys.

Die wilden Geschichten, die Attitüde des Emporkömmlings, trennten das neue Geld von den alten Eliten. In einen feinen Club wie das Londoner Whites kamen Hedgefondsmanager hinein – am Tisch der Herzöge Platz zu nehmen blieb ihnen aber verwehrt. So gaben sie sich auf der Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung zunehmend generös, etwa auf dem jährlichen Charity-Dinner des französischen Hedgefondsmanagers Arpad Busson, zu dem Gastredner wie Bill Clinton und bis zu 500 Hedgefondsmanager kamen. Im vergangenen Jahr boten sie etwa 380.000 Pfund für eine von der Künstlerin Tracy Emin entworfene Handtasche. Unterm Strich kamen 25 Millionen Pfund für Karitatives zusammen.

Mit der Generosität ist es nun schlagartig vorbei. Für dieses Jahr ist kein Dinner geplant. »Die Organisatoren wissen, dass sie unter diesen Umständen niemals so viel Geld einfahren können wie im vergangenen Jahr«, sagt einer der Gäste. Auch im Süden Londons ist der abrupte Sinneswandel zu spüren. In einem fensterlosen Raum, mitten in einer Betonsiedlung in Lewisham, haben Gloria und Ruben Makawillie – Mutter und Sohn – ein kleines Tonstudio zusammengezimmert, in dem sich die schwarzen Jugendlichen der Umgebung regelmäßig treffen, um Rap oder Hip-Hop zu spielen. »Es sind Jungs mit wenig Aussicht auf Erfolg«, erklärt die 46-jährige Gloria. »Durch die Musik können sie nicht nur ihren Frust abbauen, sondern sie erleben einen enormen kreativen Erfolg.« Noch kürzlich versprach ein anonymer Hedgefondsmanager 20.000 Pfund für professionelle Aufnahmegeräte. Die Jungs sollten ihre Musik auf CDs brennen und verkaufen. »Das Beispiel sollte Schule machen«, sagt Ruben. »Aber auf einmal hat unser Spender kein Geld mehr.«

Plötzlich ist sich jeder selbst der Nächste. Als am 15. September 2008 die US-Investmentbank Lehman Brothers pleiteging, verfiel die Welt der Hedgefonds in Anarchie. Mitarbeiter von plötzlich klamm gewordenen Banken erwähnten am Ende eines Telefonats beiläufig: »Ach übrigens, Ihre Kreditlinie ist gekürzt.« Auch scheuten sich Kreditinstitute nicht, Bares einzubehalten oder deponierte Wertpapiere zu verkaufen – ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksprache. Um Gesetze scherte sich in der Panik kaum einer, um alte Bindungen schon gar nicht. »You have to watch your back«, sagt der Gründer eines viele Milliarden schweren Fonds noch heute.

Auch die Investoren forderten Geld von Hedgefondsmanagern zurück – weil sie es brauchten, weil ihnen die Märkte zu stark abstürzten. Zwar gelten bei Rückforderungen Fristen von mehreren Wochen oder Monaten, aber plötzlich rangen die Fonds um Bares. »Viele Fondsmanager waren überrascht von der Höhe der Rückforderungen«, sagt Christopher Fawcett von Fauchier. Massenhaft stießen sie Aktien oder Kreditpakete ab und trieben damit die Börsen noch stärker nach unten. Das wiederum veranlasste weitere Investoren, ihr Geld zurückzufordern. Verschärfend kam in dem Tumult hinzu, dass zahlreiche Länder kurzfristig Leerverkäufe verboten.

Nur wenige Hedgefonds haben in diesem Umfeld im Jahr 2008 Gewinn gemacht, so etwa John Paulson, der – auch durch Spekulationen gegen britische Banken – hohe Renditen eingefahren haben soll. Im Durchschnitt hat die Branche ein Minus von mehr als 20 Prozent erwirtschaftet – das größte ihrer Geschichte. »Bis vor wenigen Monaten waren wir wie Gärtner in den Tropen«, sagt ein junger Londoner Hedgefondsmanager. »Jede Saat trug fette Früchte. Jetzt gärtnern wir in der Wüste, ohne Saatgut und ohne Wasser.« Es hilft wenig, dass die Aktienmärkte weltweit noch größere Verluste eingefahren haben. Das Versprechen war, auch in schlechten Zeiten Profit zu machen. Dieses haben die Fonds gebrochen, sagt ein Investmentbanker: »Das ist die Todsünde.«

Dabei bleibt es nicht. Gerade gegenüber den Investoren – denen die Hedgefonds, wie sie immer betonen, vor allen anderen Rechenschaft schulden – lassen die Fonds derzeit Respekt vermissen. Als wären die Verluste nicht genug, begrenzen viele ihre Rückzahlungen ganz oder teilweise. Sogar Griffins Citadel hat laut Financial Times nach einem Jahresminus von fast 50 Prozent alle Rückzahlungen aus seinem wichtigsten Fonds bis März ausgesetzt. Solche Sperren hält Andreas Benz für »fatal«. Er führte bis 2006 für Man Investments, weltweit einen der größten Anbieter von Hedgefonds, das Geschäft im deutschsprachigen Raum. »Viele Investoren fragen sich, ob die Industrie noch flüssig, ob sie noch seriös ist.« In Fällen, in denen Verkaufsprospekte derartige Maßnahmen nicht vorsahen, beriefen Fonds schnell Versammlungen aller Anleger ein, um sie zu ändern. »Das hat es haufenweise gegeben«, heißt es.

So verzweifelt die Taten, so wenig schuldbewusst sind die Briefe der Fonds an die Investoren. Darin machen sie für das Desaster die Panik an den Märkten verantwortlich, das Verbot von Leerverkäufen – nur nicht sich selbst. »Vom gescheiterten globalen Geldsystem« beschädigt sah sich Tosca – nach Verlusten von mehr als 30 Prozent allein im September. »Unser Portfoliomanagement war vernünftig«, schrieb, nach Quartalsverlusten von 17 Prozent, Greenlight, ein Fonds, der gegen Lehman gewettet hatte. Es folgte ein Filmzitat für echte Männer: »There’s no crying in baseball.« Als einer der wenigen bewies Lee Ainslie III von Maverick echte Haltung: »Als Investor finde ich Managementteams, die eine enttäuschende Performance eher äußeren Faktoren als ihren eigenen armseligen Entscheidungen zuschreiben, recht frustrierend – und wenn ich das oben Gesagte nachlese, erkenne ich, dass ich genau das getan habe, und ich entschuldige mich dafür.«

Klaus-Wilhelm Hornberg, 52 Jahre, ist einer der Menschen, die die Eskapaden der Branche hinnehmen müssen. Er sammelt in seinem Büro die Informationen zahlloser Hedgefonds in Hängemappen und Ordnern. Hornberg ist verantwortlich für 150 Millionen Euro, die die Privatbank Sal. Oppenheim jr. & Cie. bei Hedgefonds investiert hat. Die Bank ist stolz auf ihre Tradition: Golden ist der Rand ihres Kaffeegeschirrs, den Glasuntersetzer ziert ein farbiges Wappen, auf dem Geschäftsbericht im edlen Schuber steht Das 219. Geschäftsjahr. Oft hat Hornberg diesen Stolz hinunterschlucken müssen, wenn er von Köln nach London oder New York reiste, um Hedgefonds auf den Zahn zu fühlen – dann mussten oft umgekehrt »wir beweisen, dass wir eine gute Bank sind«, sagt er.

Haben sich Hedgefonds zu viel erlaubt? Hornberg sieht langfristig weiter große Gewinnchancen, aber »die Investoren lernen vor allem auch, dass sie sich stärker mit den einzelnen Fonds und ihren Strategien befassen müssen«. Sal. Oppenheim selbst ist direkt an zwei großen Londoner Hedgefonds beteiligt, das erlaubt Mitsprache. Andreas Benz, einst bei Man, ist deutlicher. »Hedgefonds haben die Erwartungen, die sie bei ihren Investoren geweckt haben, nicht erfüllt«, sagt er. »Die Branche muss sich neu erfinden.«

Sie muss es wohl zu neuen Regeln. Die Fonds verweisen zwar darauf, dass die Finanzkrise von den hoch regulierten Banken ausging, doch umgekehrt wird ihnen vorgeworfen, ihre Leerverkäufe hätten den Niedergang von Banken beschleunigt. »In vielen Phasen der Krise waren Hedgefonds ein erheblicher Katalysator«, sagt ein Investmentbanker. Nun will die Politik, die sich viele Jahre lang Rufen nach Regulierung verweigerte, eingreifen. Ton und Tempo setzte der Weltfinanzgipfel der G20 im vergangenen November, auf dem versichert wurde, dass »alle Finanzmärkte, Finanzprodukte und Teilnehmer reguliert oder Gegenstand einer Aufsicht werden«. Bis Ende März sollen Vorschläge aus Politik und Finanzwelt vorliegen. Schon zuvor will die Managed Funds Association (MFA), das New Yorker Pendant zur Londoner Lobbyorganisation AIMA, Empfehlungen vorlegen. Gut möglich, dass am Ende nur detailliertere Berichte an die Aufsicht stehen, über Größe, Verschuldungsgrad, Strategien, Anlagen und Risikomanagement von Hedgefonds. Bisher fehlt es selbst bei simpelsten Fragen an verlässlichen Daten.

Was auch immer auf die Branche zukommt – hier und da macht sich schon wieder Optimismus breit. Die Überlebenden seien groß und stark, die Strategien für die Zukunft einfach, die Gewinnchancen gewaltig, heißt es. Es gebe derzeit »viele Anfragen von Investoren«, sagt Christopher Fawcett von Fauchier. »Hedgefonds werden die neuen Investmentbanken sein«, meint ein anderer Topmanager gar.

Möglich ist das. Viele werden indes nicht überleben. Mark Tapley, Chef des Hedge Fund Centre an der London Business School, sieht den tiefen Fall noch nicht beendet. »2008 wurden Hedgefonds so schlimm getroffen wie nie zuvor – und 2009 wird es noch schlimmer werden.« Die Stunde der Wahrheit kommt im Sommer, erst dann werden viele Rückzahlungen erfolgt sein. Vor allem den vielen Tausend Fonds unter der Größe von 100 Millionen Dollar droht dann das Aus. »Eine gewaltige Bereinigung« erwartet Klaus-Wilhelm Hornberg von Sal. Oppenheim. Sinken die von Investoren eingesetzten Mittel um 75 Prozent, wie George Soros befürchtet, und bleiben neue Kredite aus, werden Hedgefonds zu Nischenspielern schrumpfen. Oder, wie Hornberg es formuliert: »Das Rad, das die Branche dreht, wird sehr viel kleiner sein.«

Quelle: http://www.zeit.de/2009/03/Hedgefonds

Insofern hat ein Crash auch sein Gutes, damit eine Bereinigung dieser Zockerei stattfindet.

hier ist die Geschichte von dem City-Boy, dem Aussteiger aus der Finanz-Szene.

City Boy"
Investmentbanker im Sumpf von Sex und Drogen
(13) Von Tina Kaiser 31. August 2008, 11:01 Uhr
Fast zwei Jahre lang veröffentlichte Geraint Anderson unter dem Pseudonym "City Boy" schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. Es ging um Macht, Sex und Drogen. Jetzt hat er sich geoutet: Er ist ehemaliger Analyst der Investmentbank Dresdner Kleinwort.

Es war fünf Uhr morgens, als Steve Jones merkte, dass heute kein Feiertag, sondern ein ganz normaler Montag war. Das war übel. Der Abend hatte mit einem Absinth-Wetttrinken mit seinen Kumpels in einem Pub begonnen, die restliche Nacht hatten sie bei Sam zu Hause mit Koksen verbracht. Dreimal war der Dealer gekommen, sie hatten immer wieder Nachschub bestellt. Duschen und umziehen half wenig, "ich sah aus wie aufgewärmte Scheiße". Als Steve zwei Stunden später an seinem Arbeitsplatz in einer großen Bank in der Londoner City ankam, blinkte ihn schon die Meldung an: Ein Kraftwerk von Scottishpower war explodiert. Das war noch übler, denn als Analyst für Energieaktien musste Steve nun schnell entscheiden, wie groß die Folgen für den Scottishpower-Kurs sein würden. Kokain waberte durch seine Adern, während er dem Aktienhändler seiner Bank die folgenschwere Einschätzung gab: "Das ist nur ein Vier- oder Fünf-Pence-Ereignis."


"Die hätten mich damals rausschmeißen sollen, dann wäre ich nicht so ein geldgieriges, egoistisches Arschloch geworden", sagt Geraint Anderson. Steve Jones ist Andersons Alter Ego in seinem kürzlich veröffentlichten Buch "City Boy. Beer and Loathing in the Square Mile". Ein echtes Enthüllungsbuch ist es nicht, denn die Identitäten der Personen bleiben geheim. Auch die Banken haben neue Titel wie "Banque Inutile", "Scheissebank" und "Megashite". "Wenn ich die echten Namen genannt hätte, säße ich jetzt nicht hier, sondern im Gefängnis." Alles in dem Buch sei aber wahr. "Ich hab' nur ein paar Details ausgeschmückt und mir einen cooleren Namen gegeben." Steve Jones heißt auch der Gitarrist der Punkband Sex Pistols.

"Wir sind beide Revolutionäre, wissen Sie", sagt Anderson. Der 35-Jährige sitzt auf der Dachterrasse des schicken Londoner Privatklubs Soho House. Nur teuer zahlende Mitglieder und ihre Gäste dürfen hier speisen. Die Anzugträger von den Nachbartischen luken neugierig zu Andersons Tisch. Seit Anderson sich im Juni geoutet hat, ist er ein Prominenter in der Stadt. 22 Monate war seine Identität eines der bestgehütetsten Geheimnisse in der Londoner City, wie das Finanzzentrum hier genannt wird. Unter dem Pseudonym "City Boy" veröffentlichte er in der Gratiszeitung "The London Paper" schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. 500.000 Leser verfolgten jeden Freitag seine Geschichten von ausufernden Hummer- und Champagner-Abenden auf Spesenrechnung, Drogenexzessen, Prostitution und illegalem Aktienhandel.


Arbeiten bei einer deutschen Investmentbank

Anderson ist ein Insider: Zwölf Jahre hat er als Analyst in London gearbeitet, zuletzt bei der deutschen Investmentbank Dresdner Kleinwort. Für den Energiesektor wurde er in den vergangenen drei Jahren beim regelmäßigen Ranking zum besten Analysten aller Londoner Banken gewählt. Ende Juni gab er seinen wahren Namen preis, um sein Buch vermarkten zu können. Über 20.000 Exemplare hat er in neun Wochen verkauft - sehr viel für ein Wirtschaftsbuch. Seine Geschichten bestätigen genau die Vorurteile und bösen Befürchtungen, die viele ohnehin schon hatten.

Längst nicht alles, was Analysten wie er voraussagen, ist so fundiert, wie es scheint. Letztlich könne keiner die Zukunft voraussagen. "Du musst eben möglichst überzeugend eine Meinung vertreten und dann beten, dass sie eintritt." Bei Scottishpower ging es daneben.

Am schlimmsten sind laut Anderson die Hedgefonds. "Sie streuen negative Gerüchte, wetten dann auf fallende Kurse und streichen innerhalb von Stunden Millionen ein." Dass sie damit Wert vernichten, sei ihnen egal. Erwischt wird niemand, da illegale Geschäfte kaum nachzuweisen seien. Das gelte auch für Insiderhandel. Bei fast jeder Übernahme gingen die Aktien des gekauften Konzerns vorher um rund zehn Prozent nach oben. "Jeder weiß, dass Insidergeschäfte der Auslöser sind, aber niemand tut etwas dagegen."

Anderson ist jetzt ein Nestbeschmutzer, der nicht mehr willkommen ist in bestimmten Zirkeln. Selbst seine Freunde haben sich abgewandt. "Ein alter Kumpel von der Commerzbank hat gesagt: 'Du hast uns betrogen, weil du die Welt gezeigt hast, die uns so reich gemacht hat.'" Der Weg zurück ist ihm versperrt. "Ich glaube nicht, dass mich eine Firma in der City einstellen möchte, nachdem ich einige Hundert Seiten darüber geschrieben habe, wie korrupt und gierig meine früheren Kollegen sind." Muss er aber auch nicht: Drei Millionen Pfund hat Anderson in den vergangenen zwölf Jahren verdient. Er grinst: "Wenn du deine Seele schon an den Teufel verkaufst, dann lass sie dir gut bezahlen."

Wie ein Millionär sieht er irgendwie nicht aus. Die Haare sind verstrubbelt, um seinen sonnengebräunten Hals trägt er eine billige Holzstrandkette. Seine Augenringe versteckt er unter einer verspiegelten Sonnenbrille: "Die letzten drei Tage hab ich durchgefeiert, sorry." Peinlich sei es ihm nicht, dass nun alle über sein Leben so detailliert lesen können. "Ich hab' zwölf Jahre in der Hölle gearbeitet, nun will ich zwölf Jahre Gutes tun und büßen." Einen Teil des Gewinns aus dem Buch, aber auch seines gerade veröffentlichten Popsongs will er spenden für einen guten Zweck.

"Nur meinen Eltern hab' ich gesagt, dass sie das Buch nicht lesen sollen." Andersons Eltern - sein Vater ist ein angesehener Lord in der Labourparty, seine Mutter die Tochter eines bolivianischen Missionars - haben ihn christlich erzogen. Eigentlich sei er ein linker Hippie und in die ganze Karrieresache nur so reingerutscht. "Nach meinem Geschichtsstudium bin ich zwei Jahre durch Asien getourt und wollte danach mein Geld damit verdienen, Ethnokram nach Europa zu exportieren." Sein Bruder - damals Fondsmanager in der City - redete ihm den Plan aus. "Er hat gesagt, ein Job in der City sei der schnellste Weg, Geld zu machen." Ihm sei klar gewesen, dass er seine Ideale verraten musste, aber "ich hatte fest vor, nach fünf Jahren auszusteigen". Später stellte er fest, dass das jeder sagt. "Eines Tages wachen sie mit über 40 auf, haben eine Trophäenfrau und zwei verzogene Kinder auf teuren Privatschulen und stellen fest, dass sie ihr Leben weggeschmissen haben und nie mehr da rauskommen."

"Ich war nie besonders gut in Mathe", entschuldigt sich Anderson. "Mein Erfolgsrezept war deswegen, mit meinen Kunden bis zum Morgengrauen durch die hippsten Klubs der Stadt zu ziehen, ihnen Prostituierte zu besorgen und sie zu den teuersten Konzerten und Fußballspielen einzuladen." Kunden, die denken, dass man ihr Freund sei, würden einem mehr Geld anvertrauen. So einfach sei das.

Alles ging so lange gut, bis ihn vor zweieinhalb Jahren die Frau verließ, die er heiraten wollte. "Mir war alles egal, auch mein Job." Deswegen sagte er "Ja", als ihn eine Freundin fragte, ob er für "The London Paper" eine anonyme Kolumne schreiben wollte. "Meinen Frust durch diese Kolumne loszuwerden hat mich vor einem Nervenzusammenbruch gerettet." Nach und nach kamen ihm immer mehr Leute auf die Schliche. "Die haben gesagt: 'Die Geschichte vom City Boy hab' ich vorher aus deinem Mund gehört.'" Doch er konnte alle überzeugen, dichtzuhalten.

Gekündigt hat Anderson erst, nachdem sein Jahresbonus auf seinem Konto war. Am 19. Dezember 2007 lag er in Goa am Strand, in der einen Hand einen Margarita, in der anderen einen Joint. "Ich rief meinen Chef an, um nach meinem Bonus zu fragen, und die Chancen standen 50 zu 50: Entweder er sagt: 'Du bist gefeuert, weil wir rausgefunden haben, dass du City Boy bist', oder er sagt: 'Du kriegst eine halbe Million Pfund.'" Sein Chef entschied sich für die halbe Million.

Quelle: http://www.welt.de/finanzen/article2375791/Investmentbanker-…

Gruss
Atze
Hi Mic, :)

in dieser Woche brauchst Du nicht mehr alleine eine Abrechnung machen. :D
Nach langer Pause an der Seitenlinie bin ich nun auch wieder dabei. Leider in dieser Woche ein Minus.
Ist ja kein Wunder bei diesen vielen schlechten Nachrichten, die der DAX verkraften musste.


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
16.623,19 €
925,87 €

100,00 %
83,12 %
4,63 %




GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

- 686,13 € .
- 1.764,80 € .

- 3,43 % .
- 8,82 % .
Gesamt - 2.450,93 € .
- 12,25 % .


Verlauf:

Zeitraum GuV in %

Woche............: - 686,13 €
Monat. ..... .. .. : - 686,13 €
Quartal. ....... ..: - 686,13 €
Jahr 08...........: - 686,13 €

- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .


2009 (REAL) = - 3,39 %

DAX-Stand am 09.01.2009 = 4.783,89, d.h. seit Jahresanfang - 0,55 %

Hier die Depot-Historie:
http://home.arcor.de/elliotfan/DepotHistorie.htm

Hier das Musterdepot:

https://isht.comdirect.de/-1733971331/tiny.html

Ich hoffe, es geht nicht so rasant weiter in´s Minus, sonst brauche ich auch noch einen Rettungsschirm.



Meine Strategie:





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Hi Mic, :)

irgendwie hat sich ein Fehler eingeschlichen, weshalb ich alles doppelt und dreifach reingestellt habe.

Also meine Postings von heute in der Zusammenfassung, damit Du es alles hintereinander lesen kannst:

Die Wirtschaftskrise geht weiter....

Porzellanhersteller Rosenthal meldet Insolvenz an
Das Traditionsunternehmen folgt damit dem irischen Mutterkonzern Waterford Wedgwood in die Pleite, der zu Beginn der Woche unter seiner Schuldenlast zusammengebrochen war.
Rosenthal hat 1.600 Mitarbeiter.

Sitten und Gebräuche ändern sich....
Der 1879 gegründete fränkische Konzern schrieb im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 einen Verlust von 10,4 Millionen Euro bei einem Umsatz von 71 Millionen Euro. Den Fabrikanten feiner Tafelservice macht seit Jahren die Billigkonkurrenz aus Osteuropa zu schaffen. Teures Porzellan fehlt heutzutage, anders als früher, meist auf dem Gabentisch zur Hochzeit. http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc…



Autozulieferern droht Pleitewelle
Binnen vier Wochen haben fünf Autozulieferer mit 10.000 Beschäftigten Insolvenz angemeldet. Nun droht der Branche eine Pleitewelle, es macht bereits das Unwort von einem "Insolvenz-Tsunami" die Runde. 100 Firmen gelten als „ernsthaft gefährdet“.

Zulieferer im Eigentum von Finanzinvestoren gelten als besonders gefährdet
Der Grund: Ihre Besitzer haben ihnen die Kreditlast für die meist hochgradig kreditfinanzierten Übernahmen aufgebürdet und sind oft nicht in der Lage, frisches Geld nachzuschießen. http://www.faz.net/s/Rub1C361F33FC404444A08B1CFAE205D3E4/Doc…

Auf Pump klappt sowas auf Dauer halt nicht. Hoffentlich lernt man daraus.


Postbank kündigt tiefrote Zahlen an
Den genauen Verlust im Jahr 2008 will die Postbank zwar erst im Februar nennen. Doch in Bonn wurden die Anleger jetzt schon mal auf tiefrote Zahlen vorbereitet. http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc…

Ob diese Übernahme bald auch vom Staat finanziert wird? Die Deutsche Bank wird wohl genug eigene Probleme haben.


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2008 gingen 2,6 Millionen Jobs verloren. In USA steigt die Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten ist im Dezember auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen. Die Quote kletterte auf 7,2 Prozent. Insgesamt fielen allein im vergangenen Monat über eine halbe Millionen Jobs weg.


Gruss :)
Atze
hier die Geschichte von dem City-Boy, dem Aussteiger aus der Finanz-Szene. Wurde gestern im TV gezeigt.

City Boy"
Investmentbanker im Sumpf von Sex und Drogen
(13) Von Tina Kaiser 31. August 2008, 11:01 Uhr
Fast zwei Jahre lang veröffentlichte Geraint Anderson unter dem Pseudonym "City Boy" schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. Es ging um Macht, Sex und Drogen. Jetzt hat er sich geoutet: Er ist ehemaliger Analyst der Investmentbank Dresdner Kleinwort.

Es war fünf Uhr morgens, als Steve Jones merkte, dass heute kein Feiertag, sondern ein ganz normaler Montag war. Das war übel. Der Abend hatte mit einem Absinth-Wetttrinken mit seinen Kumpels in einem Pub begonnen, die restliche Nacht hatten sie bei Sam zu Hause mit Koksen verbracht. Dreimal war der Dealer gekommen, sie hatten immer wieder Nachschub bestellt. Duschen und umziehen half wenig, "ich sah aus wie aufgewärmte Scheiße". Als Steve zwei Stunden später an seinem Arbeitsplatz in einer großen Bank in der Londoner City ankam, blinkte ihn schon die Meldung an: Ein Kraftwerk von Scottishpower war explodiert. Das war noch übler, denn als Analyst für Energieaktien musste Steve nun schnell entscheiden, wie groß die Folgen für den Scottishpower-Kurs sein würden. Kokain waberte durch seine Adern, während er dem Aktienhändler seiner Bank die folgenschwere Einschätzung gab: "Das ist nur ein Vier- oder Fünf-Pence-Ereignis."


"Die hätten mich damals rausschmeißen sollen, dann wäre ich nicht so ein geldgieriges, egoistisches Arschloch geworden", sagt Geraint Anderson. Steve Jones ist Andersons Alter Ego in seinem kürzlich veröffentlichten Buch "City Boy. Beer and Loathing in the Square Mile". Ein echtes Enthüllungsbuch ist es nicht, denn die Identitäten der Personen bleiben geheim. Auch die Banken haben neue Titel wie "Banque Inutile", "Scheissebank" und "Megashite". "Wenn ich die echten Namen genannt hätte, säße ich jetzt nicht hier, sondern im Gefängnis." Alles in dem Buch sei aber wahr. "Ich hab' nur ein paar Details ausgeschmückt und mir einen cooleren Namen gegeben." Steve Jones heißt auch der Gitarrist der Punkband Sex Pistols.

"Wir sind beide Revolutionäre, wissen Sie", sagt Anderson. Der 35-Jährige sitzt auf der Dachterrasse des schicken Londoner Privatklubs Soho House. Nur teuer zahlende Mitglieder und ihre Gäste dürfen hier speisen. Die Anzugträger von den Nachbartischen luken neugierig zu Andersons Tisch. Seit Anderson sich im Juni geoutet hat, ist er ein Prominenter in der Stadt. 22 Monate war seine Identität eines der bestgehütetsten Geheimnisse in der Londoner City, wie das Finanzzentrum hier genannt wird. Unter dem Pseudonym "City Boy" veröffentlichte er in der Gratiszeitung "The London Paper" schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. 500.000 Leser verfolgten jeden Freitag seine Geschichten von ausufernden Hummer- und Champagner-Abenden auf Spesenrechnung, Drogenexzessen, Prostitution und illegalem Aktienhandel.


Arbeiten bei einer deutschen Investmentbank

Anderson ist ein Insider: Zwölf Jahre hat er als Analyst in London gearbeitet, zuletzt bei der deutschen Investmentbank Dresdner Kleinwort. Für den Energiesektor wurde er in den vergangenen drei Jahren beim regelmäßigen Ranking zum besten Analysten aller Londoner Banken gewählt. Ende Juni gab er seinen wahren Namen preis, um sein Buch vermarkten zu können. Über 20.000 Exemplare hat er in neun Wochen verkauft - sehr viel für ein Wirtschaftsbuch. Seine Geschichten bestätigen genau die Vorurteile und bösen Befürchtungen, die viele ohnehin schon hatten.

Längst nicht alles, was Analysten wie er voraussagen, ist so fundiert, wie es scheint. Letztlich könne keiner die Zukunft voraussagen. "Du musst eben möglichst überzeugend eine Meinung vertreten und dann beten, dass sie eintritt." Bei Scottishpower ging es daneben.

Am schlimmsten sind laut Anderson die Hedgefonds. "Sie streuen negative Gerüchte, wetten dann auf fallende Kurse und streichen innerhalb von Stunden Millionen ein." Dass sie damit Wert vernichten, sei ihnen egal. Erwischt wird niemand, da illegale Geschäfte kaum nachzuweisen seien. Das gelte auch für Insiderhandel. Bei fast jeder Übernahme gingen die Aktien des gekauften Konzerns vorher um rund zehn Prozent nach oben. "Jeder weiß, dass Insidergeschäfte der Auslöser sind, aber niemand tut etwas dagegen."

Anderson ist jetzt ein Nestbeschmutzer, der nicht mehr willkommen ist in bestimmten Zirkeln. Selbst seine Freunde haben sich abgewandt. "Ein alter Kumpel von der Commerzbank hat gesagt: 'Du hast uns betrogen, weil du die Welt gezeigt hast, die uns so reich gemacht hat.'" Der Weg zurück ist ihm versperrt. "Ich glaube nicht, dass mich eine Firma in der City einstellen möchte, nachdem ich einige Hundert Seiten darüber geschrieben habe, wie korrupt und gierig meine früheren Kollegen sind." Muss er aber auch nicht: Drei Millionen Pfund hat Anderson in den vergangenen zwölf Jahren verdient. Er grinst: "Wenn du deine Seele schon an den Teufel verkaufst, dann lass sie dir gut bezahlen."

Wie ein Millionär sieht er irgendwie nicht aus. Die Haare sind verstrubbelt, um seinen sonnengebräunten Hals trägt er eine billige Holzstrandkette. Seine Augenringe versteckt er unter einer verspiegelten Sonnenbrille: "Die letzten drei Tage hab ich durchgefeiert, sorry." Peinlich sei es ihm nicht, dass nun alle über sein Leben so detailliert lesen können. "Ich hab' zwölf Jahre in der Hölle gearbeitet, nun will ich zwölf Jahre Gutes tun und büßen." Einen Teil des Gewinns aus dem Buch, aber auch seines gerade veröffentlichten Popsongs will er spenden für einen guten Zweck.

"Nur meinen Eltern hab' ich gesagt, dass sie das Buch nicht lesen sollen." Andersons Eltern - sein Vater ist ein angesehener Lord in der Labourparty, seine Mutter die Tochter eines bolivianischen Missionars - haben ihn christlich erzogen. Eigentlich sei er ein linker Hippie und in die ganze Karrieresache nur so reingerutscht. "Nach meinem Geschichtsstudium bin ich zwei Jahre durch Asien getourt und wollte danach mein Geld damit verdienen, Ethnokram nach Europa zu exportieren." Sein Bruder - damals Fondsmanager in der City - redete ihm den Plan aus. "Er hat gesagt, ein Job in der City sei der schnellste Weg, Geld zu machen." Ihm sei klar gewesen, dass er seine Ideale verraten musste, aber "ich hatte fest vor, nach fünf Jahren auszusteigen". Später stellte er fest, dass das jeder sagt. "Eines Tages wachen sie mit über 40 auf, haben eine Trophäenfrau und zwei verzogene Kinder auf teuren Privatschulen und stellen fest, dass sie ihr Leben weggeschmissen haben und nie mehr da rauskommen."

"Ich war nie besonders gut in Mathe", entschuldigt sich Anderson. "Mein Erfolgsrezept war deswegen, mit meinen Kunden bis zum Morgengrauen durch die hippsten Klubs der Stadt zu ziehen, ihnen Prostituierte zu besorgen und sie zu den teuersten Konzerten und Fußballspielen einzuladen." Kunden, die denken, dass man ihr Freund sei, würden einem mehr Geld anvertrauen. So einfach sei das.

Alles ging so lange gut, bis ihn vor zweieinhalb Jahren die Frau verließ, die er heiraten wollte. "Mir war alles egal, auch mein Job." Deswegen sagte er "Ja", als ihn eine Freundin fragte, ob er für "The London Paper" eine anonyme Kolumne schreiben wollte. "Meinen Frust durch diese Kolumne loszuwerden hat mich vor einem Nervenzusammenbruch gerettet." Nach und nach kamen ihm immer mehr Leute auf die Schliche. "Die haben gesagt: 'Die Geschichte vom City Boy hab' ich vorher aus deinem Mund gehört.'" Doch er konnte alle überzeugen, dichtzuhalten.

Gekündigt hat Anderson erst, nachdem sein Jahresbonus auf seinem Konto war. Am 19. Dezember 2007 lag er in Goa am Strand, in der einen Hand einen Margarita, in der anderen einen Joint. "Ich rief meinen Chef an, um nach meinem Bonus zu fragen, und die Chancen standen 50 zu 50: Entweder er sagt: 'Du bist gefeuert, weil wir rausgefunden haben, dass du City Boy bist', oder er sagt: 'Du kriegst eine halbe Million Pfund.'" Sein Chef entschied sich für die halbe Million.

Quelle: http://www.welt.de/finanzen/article2375791/Investmentbanker-…
Hi Mic, :)

hier meine Abrechnung :eek:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
16.623,19 €
925,87 €

100,00 %
83,12 %
4,63 %




GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

- 686,13 € .
- 1.764,80 € .

- 3,43 % .
- 8,82 % .
Gesamt - 2.450,93 € .
- 12,25 % .


Verlauf:

Zeitraum GuV in %

Woche............: - 686,13 €
Monat. ..... .. .. : - 686,13 €
Quartal. ....... ..: - 686,13 €
Jahr 08...........: - 686,13 €

- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .
- 3,43 % .


2009 (REAL) = - 3,39 %

DAX-Stand am 09.01.2009 = 4.783,89, d.h. seit Jahresanfang - 0,55 %

Hier die Depot-Historie:
http://home.arcor.de/elliotfan/DepotHistorie.htm

Hier das Musterdepot:

https://isht.comdirect.de/-1733971331/tiny.html

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Schön, dass Du nun wieder mit abrechnest - auch wenn der Auftakt erst mal nicht so gut ist.

Bei mir ist es auch ein Minus in dieser Woche geworden. :(

Hier nun die Details:

Aktueller Musterdepotstand:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
6.215,62 €
14.407,55 €

103,12 %
30,14 %
69,86 %
Gesamt
20.623,17 €
100,00 %


GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

+39,15 € .
+584,02 € .

+0,63 % .
+2,92 % .
Gesamt+623,17 € .
+3,12 % .


Verlauf:

Zeitraum (Referenz) GuV (in %)


Woche (+5,23 %)
Monat (+4,97 %)
Quartal (+4,97 %)
Jahr (+4,97 %)


-2,11 % .
-1,85 % .
-1,85 % .
-1,85 % .

Jahr 2009 (real)

-1,77 % .

Eff. Jahreszins Gesamt

+0,61 % .


-----------------------------------------------------
Erklärung Prozentangaben:

NEU:
Depot = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Cash = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Musterdepot = % auf die aktuell im Depot befindlichen Werte inkl. Spesen bezogen (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Realisiert = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)
Gesamt = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)

-----------------------------------------------------
Depot:
https://isht.comdirect.de/-259543910/tiny.html


Hier habe ich nun die Details auch gegenüber den Segmenten zusammengestellt:

Details:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Performance/Perform…

Strategie:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Musterdepot.htm


Gruss Mic :)

Im Anschluss gleich unsere Grafik:

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.346.517 von mickym am 09.01.09 23:36:51Hi Mic, :)

Schön, dass Du nun wieder mit abrechnest - auch wenn der Auftakt erst mal nicht so gut ist.

Der Auftakt war wirklich nicht so gut. Das wird wohl ein sehr schwieriges Jahr werden, befürchte ich.

Wegen der Teilverstaatlichung der Commerzbank wird nun schon diskutiert (in der FTD), wann die Deutsche Bank den Rettungsschirm in Anpruch nehmen wird. Irgendwie ist es ja auch eine Wettbewerbsverzerrung, die nun eintritt.

Wenn so eine Rettungsschirm-Maßnahme bekannt wird, dann rauscht der DAX wohl wieder in die Tiefe und ich bin wahrscheinlich mit einem Verlust wieder an der Seitenlinie. :(


Mit den Milliarden wird ja nur noch so um sich geworfen.



Die Bundesregierung senkt ihre Prognose für 2009 - einem Zeitungsbericht zufolge geht sie von einem Rückgang von bis zu drei Prozent aus. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf dem zweiten Konjunkturpaket, zu dem auch ein 100-Milliarden-Euro-Rettungsschirm für Firmen :eek: gehören soll.


Aus den deflationären Tendenzen werden wir wohl bald wieder Inflation zu spüren bekommen. Lt. Lehrbuch soll das auch wieder nicht gut für die Börsen sein.

Für Festgeld (Dauer 1 Jahr) gibt die Santander-Bank z.B. noch 5,1 %. Ich befürchte mal, dass ich das mit dem Musterdepot nicht erreichen werde. ;)

Na ja, Du weißt ja, dass ich inzwischen der Meinung bin, dass die Börse für die Altersvorsorge nix taugt. ;)
Dieses Kasino (s.# 51) macht nur einige Manager reich und die Masse der kleinen Leute soll´s denen bezahlen.
Und wenn´s dann in die Hose gegangen ist, dann kommt die Teilverstaatlichung (s. Banken in den USA, England und D). :laugh:

Aber nichts desto trotz, macht es mir immer wieder Spaß, mit Dir einen Depot-Wettstreit zu führen. :D
..... obwohl ich auf der Performance-Kurve fast immer hinten liege. :laugh:
Mal schauen, wie meine Strategie in diesem Jahr funktioniert. :rolleyes: Ich gebe ja nicht auf. :D

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

der DAX nähert sich schon wieder gefährlich der 38-Tage-Linie. :eek:



Wenn eine Blase platzt, dann entwickelt sich ja meist schon die nächste Blase.
Jetzt haben wir inzwischen die Staatsanleihen-Blase.

Hier auszugsweise 2 Artikel darüber:

Staatsanleihen - Wann platzt die erste?

Es gibt einen Markt, der misst, wie hoch das Risiko ist, dass ein Staat als Rückzahler ausfällt und am Ende der Laufzeit seine Schulden nicht begleichen kann. Den Markt der „Credit Default Swaps“ (CDS), der Wertpapiere, mit denen Länder und Firmen sich gegen den Ausfall von Krediten absichern. Auch dort steigen die Preise so stark, dass es Sorgen macht.

Versicherungsprämien steigen

Noch vor zwei Jahren reichte ein Dollar, um eine zehnjährige amerikanische Staatsanleihe über 10.000 Dollar ein Jahr lang abzusichern. Anfang 2008 waren es rund acht Dollar, und jetzt kostet es sogar 62. Für deutsche Papiere sieht es nicht viel besser aus, die werden jetzt für 43 Dollar versichert.

Doch beide Länder stehen noch sehr gut da. Sie werden als sicherste Schuldner der Welt gehandelt, dicht gefolgt von Japan, Frankreich und den Niederlanden. Am gefährlichsten ist es aktuell laut CDS-Kursen, Argentinien, der Ukraine, Pakistan oder Venezuela Geld zu leihen. Die führen die Liste der Hochrisikoschuldner an. Argentiniens Ausfallrisiko ist so hoch, dass die Absicherung einer 10.000-Dollar-Anleihe 2900 Dollar :eek: kostet.

Anleihenexperten warnen nun: Mit dem Geld, das die Staaten auch über Anleihen auf den Markt schwemmen, befeuern sie eine neue Blase: die Bond-Blase. .....http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc…


Milliardenkredite
Staaten bedrohen mit Anleihen die Kapitalmärkte

Konjunkturpakete und Bürgschaften für Banken belasten die öffentlichen Haushalte. Die dafür nötigen Milliarden holen sich die Regierungen über Anleihen. Doch die gigantischen Kredite könnten die Kapitalmärkte bald überstrapazieren. Ein Kurseinbruch bei Staatsanleihen wäre die Folge....

Sollte die Inflation früher zurückkehren als erwartet, wären Staatstitel mit derart niedriger Verzinsung durch die Inflation plötzlich eklatant überteuert. Die kleinste Nachricht über einen renditefressenden Teuerungsschub könnte dann einen Ausverkauf auslösen. Analysten sagen für diesen Fall zweistellige Kursverluste voraus. In wenigen Tagen könnten dann drei oder vier Jahresrenditen vernichtet werden.

"Die Inflation wird zurückkommen", sagt Joachim Paul Schäfer, Asset-Manager der Vermögensverwaltung PSM. Dafür würden alleine die schuldenfinanzierten Stimulus-Programme sorgen.

Ausgerechnet auf diesen unsicheren Markt rollt ein wahrer Schulden-Tsunami zu. Die Industrieländer werden dieses Jahr Bonds im Volumen von drei Billionen Dollar emittieren. Schon im Januar kommt der Belastungstest, wenn Staatspapiere im Wert von 250 Milliarden Dollar auf den Markt gebracht werden sollen. Die Schätzungen könnten sich als zu niedrig herausstellen, umfassen doch allein die Konjunkturprogramme der wichtigsten sieben Volkswirtschaften 1236 Milliarden Euro - nach jetzigem Stand. Hinzu kommen Bankgarantien im Volumen von über 13 000 Milliarden Euro.

Zwar betonen die Regierungen stets, dass diese Bürgschaften nicht im Haushalt wirksam werden. Indes zeigt das Beispiel Commerzbank, wie schnell der Steuerzahler zur Rettung eines Instituts in die Verantwortung genommen wird. Mit zehn Milliarden Euro sprang der Bund am Donnerstag ein, nachdem er bereits im Herbst acht Milliarden zuschießen musste, um die Bank zu stabilisieren.

Vergangene Woche war am Bondmarkt bereits ein leichtes Vorbeben zu verspüren: Als die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur des Bundes versuchte, zehnjährige Staatstitel im Wert von sechs Milliarden Euro per Versteigerung zu platzieren, erhielt sie lediglich Angebote für 5,2 Milliarden. Das war die schlechteste Bond-Auktion seit dem Jahr 2000. :eek: "Staatspapiere bieten keinen Wert für langfristig agierende Investoren", stellte James Montier, Stratege bei der Société Générale, fest. Anleger müssen sich deshalb bei klassischen Rentenfonds in Acht nehmen.
http://www.welt.de/finanzen/article3007833/Staaten-bedrohen-…

Also wie wird´s kommen? Zuerst die Deflation und dann die Inflation? :confused:
Lassen wir uns mal überraschen. ;)

Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.357.641 von Atze2 am 12.01.09 18:22:34Fortsetzung.....

Was passiert, wenn die Staaten zahlen müssen?

Die USA haben beim Beschließen von Hilfsprogrammen eine historische Größenordnung erreicht. Eine Studie beziffert das Volumen derzeit mit 8500 Milliarden Dollar. Das sind mehr als 60 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts. Ein paar weitere Anhaltspunkte: Die NASA hat seit ihrer Existenz gut ein Zehntel dessen verbraucht. Die Kosten der USA für den Irak-Krieg werden mit knapp 600 Milliarden Dollar beziffert.

Die Hilfspakete, die Europa geschnürt hat, machen nach Schätzungen weitere 4000 bis 5000 Milliarden Dollar aus.

In erster Linie enthalten diese Pakete Haftungen und Garantien. Können die Unternehmen und Banken, für die gehaftet wird, ihre Geschäfte ohne Hilfe erledigen, werden die jeweiligen Staaten nicht in die Pflicht genommen und könnten mit Haftungsprämien sogar verdienen.

Was passiert allerdings, wenn die Staaten tatsächlich einspringen und zahlen müssen? Die Antwort des Linzer Volkswirtschaftsprofessors Friedrich Schneider auf diese Frage ist so unwissenschaftlich wie unangenehm: „Wir können nur beten, dass das nicht passiert. Man kann sich das kaum ausmalen.“

Auch die Experten können nur Szenarien berechnen. Fest steht, dass es das, was wir derzeit unter Krise verstehen, bei weitem übertrifft und jeden Einzelnen massiv treffen würde.

Um die fälligen Haftungen bedienen zu können, müssten die Staaten weitere Schulden machen, die Staatsverschuldung somit erhöhen. Der regelmäßige Schuldendienst würde den Spielraum des Staates massiv einschränken. Letztlich würde dies nicht reichen. Die Staaten würden die Notenpressen im großen Stil anwerfen. Das würde die Geldmenge in einem Ausmaß erhöhen, dass wir mit Hyperinflation konfrontiert wären.

Angst vor Inflationsgespenst
Selbst wenn nicht alle Haftungen schlagend würden, wäre eine Inflationsrate im zweistelligen Bereich die Folge, ist Schneider überzeugt. Geld würde drastisch an Wert verlieren. Die Menschen würden aus den betreffenden Währungen flüchten und ihr Heil im Ankauf von Sachwerten suchen, was wiederum die Inflation weiter anheizen würde.

Um die Inflation in den Griff zu bekommen, erhöhen die Notenbanken normalerweise die Leitzinsen. Steigen aber die Zinsen, wird das letzte Häuchlein eines Aufschwungs abgewürgt. Dies wiederum beeinträchtigt die Wirtschaft weiter und kostet Arbeitsplätze.

Höhere Arbeitslosigkeit erhöht die Belastung des Staatshaushalts, der im konkreten Fall ohnehin kaum noch schnaufen könnte. Eine Spirale nach unten wäre die Folge. Die Amerikaner sprechen in diesem Zusammenhang schon von einer „Bailout Bombshell“, quasi einer Hilfsprogramm-Zeitbombe, die jahrzehntelang aufgebaute Werte zu zerstören droht und „um die Ecke lauert“.

Zusagen am Limit
Die Kredit- und Haftungszusagen der öffentlichen Hand waren wichtig, um das Vertrauen aufrechtzuerhalten. Jetzt ist es wohl an der Zeit, diese Zusagen noch einmal zu hinterfragen und jene zurückzunehmen, die nicht notwendig sind. Die Programme auf weitere Branchen auszuweiten, die jetzt nacheinander um Unterstützung anklopfen, wird wohl nicht möglich sein.
Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,93608

Dann wollen wir mal hoffen, dass alles gut geht. :confused:

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Also wie wird´s kommen? Zuerst die Deflation und dann die Inflation?
[/i

Ja so sagt es die Lehre glaube ich und ich bin auch von einer massiven Inflation überzeugt - mindest wie in den 70igern mit 2stelligen Inflationsraten. Damals ist die Welt zwar auch nicht untergegangen, aber woher wird denn das Geld kommen, wenn es sich der Staat über Anleihen nicht mehr vom Bürger holen kann, entweder weil er nichts mehr zum Sparen hat oder arbeitslos ist oder die Zinsen zu niedrig sind. Die Zinsen müssen entweder wieder steigen und die Kurse für Anleihen fallen dann sowieso. Das Geld wird aber benötigt - holt man es sich nicht real, dann druckt man es eben, was zwangsläufig zur Inflation führen muss - auch wenn es die grossen Währungen im Gleichklang tun und es sich deshalb schleichend bemerkbar machen wird.

Meine Meinung. ;)

Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.358.420 von mickym am 12.01.09 19:56:56Hi Mic, :)

mindest wie in den 70igern mit 2stelligen Inflationsraten. Damals ist die Welt zwar auch nicht untergegangen,

Im Gegensatz zu damals, gab es nicht diese Unsicherheit bezüglich des Arbeitsplatzes. 4,4% betrug die Arbeitslosenquote im Herbst 1975. Deshalb hat man die 70er Jahre mit den hohen Lohnabschlüssen als sehr angenehm empfunden.

Heute scheint mir alles anders zu sein. :confused:

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

wie Du in # 55 sehen kannst, ist der DAX wieder unter die 38-Tage-Linie gekracht. :( Ich hatte es ja schon befürchtet, aber Strategie ist halt Strategie. :rolleyes:
Bleibt es heute bei diesem Absturz unter der 38-Tage-Linie (bis zum späten Nachmittag), dann löse ich mein Musterdepot zum Xetra-Schluss wieder auf.

Es zwar heute der 5. Tag in Folge, an dem der DAX im Minus ist, aber ich spekuliere mal nicht auf eine Gegenbewegung.

Hier ist auch ein interessantes Schaubild im DAX über die Gewinne der DAX-Unternehmen in Rezessionsjahren. Wie man sieht, ist noch viel Luft nach unten möglich.


Quelle: http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc…

Dieses Schaubild zeigt auch eindrucksvoll, wie klotzig die Firmen in den letzten Jahren verdient haben. Und was haben die AN davon gehabt? :rolleyes: :(

Es zeigt eindrucksvoll die Devise: Gewinne werden eingesackt und Verluste auf die Allgemeinheit abgewälzt. Aber das ist ja das Wesen des Kapitalismus.

Konjunkturpaket II
Höchste Neuverschuldung der Geschichte
Mit dem größten Konjunkturprogramm der Nachkriegsgeschichte stemmt sich die Bundesregierung gegen die Krise. Doch das Paket von 50 Milliarden Euro wird die Neuverschuldung auf einen neuen Rekordwert treiben. Ob es etwas hilft? Die Einschätzungen gehen weit auseinander.

Hier sind die Die Eckpunkte des Konjunkturpakets
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc…

Der DAX ist scheinbar skeptisch. ;) Aber vielleicht überlegt er es sich ja noch anders und klettert heute wieder über die 38-Tage-Linie. :laugh:

Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.362.656 von Atze2 am 13.01.09 12:53:57Hi Mic, :)

Aber vielleicht überlegt er es sich ja noch anders und klettert heute wieder über die 38-Tage-Linie.

Der DAX hat sich wieder erholt und befindet sich mehr oder weniger AUF der 38-Tage-Linie. ;)

Ich sehe das mal positiv und behalte mein Depot. Ich kann ja morgen ggf. wieder neu entscheiden. :laugh:

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Der DAX hat sich wieder erholt und befindet sich mehr oder weniger AUF der 38-Tage-Linie. ;)


Na da hast Du ja nochmal Glück gehabt. Bei mir ist die Dt. Börse wieder geflogen- War eben auch nur 1 Woche im Depot.

Gekauft wurden 22 Aktien zu 57,04€ und heute zu 48,25€ wieder verkauft. Das macht einen realisierten Verlust - inkl. Spesen von 17%. :(

Hier noch der Chart:



------------------

Das Schaubild ist ja auch recht interessant. Im Moment werden die Farben düsterer als Schwarz gemalt und trotzdem sind imo die Gewinne noch lange nicht so abgestürzt, wie das 2002 der Fall war.

Entweder kommt da noch der Riesenschub - Crash bei den Gewinnen oder irgendwas ist hier faul und es war nur eine schnelle kräftige Konsolidierung. :confused:

Gruss Mic :)
Hi Atze :)

Mein DAX Segment soll aber doch nicht unbelegt bleiben. Für das Musterdepot wurden 47 EON Aktien zu 27,23€ ausserbörslich gekauft.

Hier noch der entsprechende Chart:



Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.365.973 von mickym am 13.01.09 18:54:04Hi Mic, :)

der DAX hat nun doch UNTER der 38-Tage-Linie geschlossen, d.h. das Verkaufssignal wurde ausgelöst. Ich muß nun innerhalb der nächsten 4 Tage verkaufen, falls keine Erholung kommt.

---------------------
betr. # 59
Das Schaubild ist ja auch recht interessant. Im Moment werden die Farben düsterer als Schwarz gemalt und trotzdem sind imo die Gewinne noch lange nicht so abgestürzt, wie das 2002 der Fall war.

Entweder kommt da noch der Riesenschub - Crash bei den Gewinnen oder irgendwas ist hier faul und es war nur eine schnelle kräftige Konsolidierung.


Also für mich stellt es sich so dar, dass uns die dicken Gewinnabstürze noch bevor stehen. :(

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Also für mich stellt es sich so dar, dass uns die dicken Gewinnabstürze noch bevor stehen.
:(


Also Atze - wir brauchen Optimismus, damit weiter konsumiert wird. Was willst Du denn dagegen machen, wenn jetzt alles zusammenkracht. ;)

Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.367.528 von mickym am 13.01.09 21:59:41Hi Mic, :)

Was willst Du denn dagegen machen, wenn jetzt alles zusammenkracht.

Ich suche Mitte des Jahres den Schrottplatz auf wegen des alten Autos :laugh: und bestelle dann was Neues. ;)

Hast Du vorhin Frontal 21 gesehen? Das hört sich alles nicht gut an. :(
Außerdem liest man doch nur Horror-Nachrichten. :(

Eine gute Entscheidung ist die zeitliche Ausweitung des Kurzarbeiter-Geldes. Damit wird zumindest die Stammbelegschaft geschützt. :) Ich hoffe mal, dass nach 18 Monaten alles überstanden ist.

Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.373.885 von Atze2 am 14.01.09 17:19:14Hi Mic, :)

hier schon mal meine Abrechnung auf Grund der Depot-Auflösung.
Dieses kurzzeitige Verlassen der Seitenlinie hat enorm viel an Performance gekostet. :(


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
0,00 €
16.340,76 €

100,00 %
0,00 %
81,70 %




GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

0,00 € .
- 3.659,23 € .

0,00 % .
- 18,30 % .
Gesamt - 3.659,23 € .
- 18,30 % .


Verlauf:

Zeitraum GuV in %

Woche............: - 1.208,30 €
Monat. ..... .. .. : - 1.894,43 €
Quartal. ....... ..: - 1.894,43 €
Jahr 09...........: - 1.894,43 €

- 6,04 % .
- 9,47 % .
- 9,47 % .
- 9,47 % .


2009 (REAL) = - 10,39 %

DAX-Stand am 14.01.2009 = 4.422,35, d.h. seit Jahresanfang - 8,06 %

Hier die Depot-Historie:
http://home.arcor.de/elliotfan/DepotHistorie.htm


Hier der Grund, dass der DAX heute 4,63 % verliert:

4,8 Milliarden Quartalsverlust - Deutsche Bank schockt die Börse

Schwache Auftragslage - Siemens stimmt auf schwieriges 2010 ein
Siemens hat wegen der schlechten Auftragslage pessimistische Töne angestimmt. Der Konzern hält aber am Gewinnziel für 2009 fest. Denn die eigentliche Wucht der Krise trifft nächstes Jahr.

Bankenkrise - Bund angeblich vor Einstieg bei Hypo Real Estate
Der Bund steht angeblich vor dem Einstieg bei einer zweiten deutschen Großbank. Der Immobilienfinanzierer brauche erneut Unterstützung, berichten mehrere Nachrichtenagenturen - dabei hat er schon 30 Milliarden Euro Staatshilfen erhalten.

Konjunktur - Wirtschaftswachstum sinkt auf 1,3 Prozent
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich 2008 deutlich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nur noch um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Unterdessen meldet der deutsche Maschinenbau für den November einen Auftragseinbruch von 30 Prozent

Gruss :)
Atze
Hi Atze :(

Das mit dem Wochenverlust von 6% ist schon bitter. :( Du hast dem DAX gestern ja noch eine Chance gegeben. :(

Mein Depot hat es auch gebeutelt - aber aufgrund des geringeren Investitionsgrades liegt der momentane Wochenverlust bei ca. 4%.

Wir bewegen uns ja immer noch in einer Seitwärtsrange und auch trotz der Horrormeldungen, die Du ja hier auch nur auszugsweise bringen kannst - habe ich mir ja schon mal überlegt, ob man noch eine Ergänzungsstrategie mit dazu nehmen soll, habe es aber erst mal verworfen. ;)

Auch wenn Du mal geschrieben hast, dass Börse nicht zur Altersvorsorge geeignet ist - man muss eben seine Strategien anpassen. Ich glaube immer noch an ein paar grundsätzliche Gesetzmässigkeiten. ;)

Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.376.881 von mickym am 14.01.09 22:22:14Hi Mic, :)

Auch wenn Du mal geschrieben hast, dass Börse nicht zur Altersvorsorge geeignet ist - man muss eben seine Strategien anpassen. Ich glaube immer noch an ein paar grundsätzliche Gesetzmässigkeiten.

Ich werde es mal bei meiner 38-Tag-Linie-Strategie belassen. Mal schauen, ob ich damit pleite gehe. ;)

Der Ein- und Ausstieg hat ja ca. 10 % Minus-Performance gekostet. :(
Festgeld (1 Jahr Laufzeit) bei der Santander gibt es zur Zeit + 5,10 % (Angebot gültig bis 18.01.2009).

Wenn ich das toppen will, muß ich also erstmal meine Minus-Performance wieder reinholen
und dann auch noch die + 5,10 % erreichen. Ob das möglich ist in diesem Jahr? :rolleyes:

Im Augenblick hat also die Festgeld-Anlage (für die Altersvorsorge) die Nase vorn. ;)

Bin mal gespannt, wie Du in diesem Jahr abschneidest, ob Du die 5,10 % toppen kannst. Spannend ist es allemal. :D

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

ich mache mal weiter im Thema:
Aktien ein Glückspiel oder geeignet für die Altersvorsorge? ;)

Ich weiß ja, es gibt Warren Buffett, der mit Aktien steinreich geworden ist. Oder es gibt auch Darvas, der in der 50er-Jahren mit Aktien zum Millionär wurde. :cool: Aber ich denke, es sind Ausnahme-Erscheinungen.
(Genau so wie es immer wieder mal Lotto-Gewinner gibt). ;)

Ich weiß, dass seit der Tulpen-Blase immer wieder versucht wird, mit Aktien ein Vermögen zu machen. :D
Ich hab´s ja auch versucht mit Nemax-Aktien. :laugh:
Aber das Problem ist halt, wenn man mal einen dicken Gewinn gemacht hat, diesen meistens auch wieder versemmelt. :(:rolleyes:

Hier der 5-Jahres-Chart beim DAX:




Beim DOW und beim Nikkei sieht´s noch schwieriger aus,
Geld mit Aktien zu verdienen bzw. nicht wieder zu versemmeln.





Auch viele Banker mit ihrer techn. Top-Ausstattung verzocken sich beim kurzfristigen Handeln.
Also scheint auch das nicht zu taugen.

Hier der Chart der Deutschen Bank von 1992 bis jetzt:


Wer mit dieser Aktie in den letzten 17 Jahren getradet hat, wird wohl nur mit Extrem-Glück dick im Plus liegen.
Bei den meisten wird es wohl eher heißen: Wie gewonnen - so zerronnen. :keks:

-----------------------------------------------

Ich bin sehr gespannt, wie es künftig bei uns klappen wird bei unserem Musterdepot-Wettstreit. :D
Aber ich sehe es aus den o.a. Gründen doch mehr als Glücksspiel an. ;)

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Auch viele Banker mit ihrer techn. Top-Ausstattung verzocken sich beim kurzfristigen Handeln.
Also scheint auch das nicht zu taugen.



Beim kurzfristigen Handeln gebe ich Dir Recht, dass das in der Regel mehr einem Glückspiel gleicht, aber gerade Deine Langfristcharts zeigen doch, dass es über einen längeren Zeitraum geht. Gut ziehe nochmal 10% oben und unten ab - das ist zumindest entweder in beiden Richtungen ein Gewinn oder auch nur in der Longrichtung, wenn man die Disziplin (so wie bei Deinem Musterdepot) eben nicht zu zocken.

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

das sagen die Elliott-Wellen von Wieland Staud :eek: ;)

Elliott-Welle wird Dax unter 3.600 Punkte drücken

Von der Bärenmarktrally zu weiteren Kurstiefs?

Mittlerweile kann endgültig kaum ein Zweifel daran bestehen, dass der gesamte Anstieg seit dem 21. November von 4.035 Punkten aus eine klassische Bärenmarktrally war. Wenn die Vorzeichen nicht trügen, dann hat der Dax selbst für den Fall, dass er sich ein weiteres Mal von diesen Tiefs aus erholen sollte, seinen langfristigen Abwärtstrend wiederaufgenommen. Neue Tiefstkurse unter 4.000 Punkten sind damit, vielleicht schon in den nächsten beiden Wochen, so gut wie unvermeidbar geworden.

Die in der Jahresprognose für 2009 erwartete Elliott "5" bis in Regionen zwischen 3.300 und 3.600 Punkten rollt.

Quelle: http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc…



Nun, mit meinem Bauchgefühl würde das passen. :D

.... aber vielleicht bekommen wir vorher noch eine Obama-Rally. ;)

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Hier nun meine Abrechnung. Sie ist mit einem Wochenminus von -1,79% weit aus weniger dramatisch ausgefallen, als befürchtet. Das liegt wohl an dem geringen Investitionsgrad. DAX & Co. haben ja teilweise über 8% in dieser Woche verloren. :eek:
Das augenblickliche Depot ist zwar im Minus, aber insgesamt noch ein kleines Plus.

Hier nun die Details:

Aktueller Musterdepotstand:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
6.096,68 €
14.169,24 €

101,33 %
30,08 %
69,92 %
Gesamt
20.265,92 €
100,00 %


GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

-104,72 € .
+370,64 € .

-1,69 % .
+1,85 % .
Gesamt+265,92 € .
+1,33 % .


Verlauf:

Zeitraum (Referenz) GuV (in %)


Woche (+3,12 %)
Monat (+4,97 %)
Quartal (+4,97 %)
Jahr (+4,97 %)


-1,79 % .
-3,64 % .
-3,64 % .
-3,64 % .

Jahr 2009 (real)

-3,47 % .

Eff. Jahreszins Gesamt

+0,26 % .


-----------------------------------------------------
Erklärung Prozentangaben:

NEU:
Depot = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Cash = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Musterdepot = % auf die aktuell im Depot befindlichen Werte inkl. Spesen bezogen (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Realisiert = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)
Gesamt = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)

-----------------------------------------------------
Depot:
https://isht.comdirect.de/-259543910/tiny.html


Hier habe ich nun die Details auch gegenüber den Segmenten zusammengestellt:

Details:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Performance/Perform…

Strategie:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Musterdepot.htm


Gruss Mic :)

Im Anschluss gleich unsere Grafik:

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.395.197 von mickym am 17.01.09 13:07:58Hi Mic, :)

durch Deinen geringen Investitionsgrad und dem dicken Wochenverlust beim DAX, hast Du zumindest eine gute Chance, den DAX auf der Performance-Kurve zu toppen. :)
Bei mir wird das nur klappen, wenn ich an der Seitenlinie bleiben muss und der DAX nun weiter in die Tiefe rauscht.

Aber mal schauen, wie die Obama-Rally ausfällt ;), wenn Obamas 800 Milliarden gegen die Krise ausgeschüttet werden.

Bei den Banken droht schon wieder Ungemach......
Der staatliche Rettungsschirm für die Banken könnte sich bald als zu klein erweisen. Zwar ist er auf die Garantie neuer Anleihen im Gesamtvolumen von 400 Milliarden Euro ausgelegt. Aber der Markt für Bankenfinanzierungen ist so ausgedörrt, dass selbst dieser Betrag knapp zu werden droht.....

Allein die zehn größten deutschen Banken müssen in den kommenden zwölf Monaten gut 400 Milliarden Euro aufbringen, um Anleihen zu tilgen. Bei der Landesbank Baden-Württemberg sind es nach Daten des Informationsdienstleisters Bloomberg 89 Milliarden Euro, bei der Deutschen Bank gut 50 Milliarden Euro.

Die großen Banken müssen viele fällig werdende Anleihen refinanzieren

Die Summen sind so groß und die Lage auf dem Markt für privat finanziertes Fremdkapital ist so angespannt, dass Analysten bereits spekulieren, ob die staatlichen Hilfen ausgeweitet werden müssen. Zumal die zehn großen deutschen Banken auf Sicht von drei Jahren knapp 900 Milliarden Euro an Anleiherückzahlungen aufbringen müssen. In normalen Zeiten begeben Banken einfach neue Anleihen, wenn sie fällig werdende Titel tilgen müssen.
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc…


Ich frage mich, wo soll das nur alles noch hinführen? :confused:

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Nun ja wir sind wohl trotz Paketen wahrscheinlich schon in einer Abwärtsspirale drin.

Auch aus Deinem zitierten Artikel:
Bleibt es beim geringen Interesse der Anleger an Bankentiteln ohne Staatsgarantie, müssen andere Finanzierungsformen ausgeweitet werden. Gelingt das nicht, müssen die Banken ihre Kreditvergabe einschränken.

Das geringe Interesse kommt ja nicht nur wegen der Riskoaversion der Leute, sonder die Zinsen sind ja imo auch alles andere als berauschend. Wenn dann die Zinsen wieder steigen, was in meinen Augen wahrscheinlich ist, dann kannst Du diese Paipere eben auch nicht mehr vernünftig auf dem Markt verkaufen.

Also das ist imo auch keine wirkliche Alternative.

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

Halluzinationen waren Schuld am Finanzdesaster :laugh:

Kaffeebohnen: Ab der siebten Tasse, so Forscher der Universität Durham, kann es zu Halluzinationen kommen. Vor allem die Finanz- und die Kreativindustrie sind von diesem Problem betroffen



....Wenn man schon nach sieben Tassen blaue Elefanten phantasiert, sieht man nach 50 Bechern natürlich noch viel wahnwitzigeres Zeug: Zum Beispiel Immobilien in Kansas, die ständig im Wert steigen. Oder Anleihen auf abgeklungene Plutonium-Brennstäbe, die ein AAA-Rating aufweisen.

Mit der Zeit wurde der Kaffeekoller zur Gruppenpsychose. Die Banker waren derart mit Tres Rios Costa Rica Bella Vista zugeballert, dass sie begannen, sich ihre Halluzinationen gegenseitig zu verkaufen. Kurz darauf flog uns alles um die Ohren....

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601697,00.html

Viel Spass beim Lesen des Artikels. :D

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

ich schaue mal wieder :confused: auf den Aktienmarkt. Die Bankenkrise geht in die nächste Runde.

Es kündigte die Royal Bank of Scotland (RBS) für das vergangene Jahr einen Rekordverlust von umgerechnet
bis zu 31 Milliarden Euro an. :eek: Der Staat erhöht nun seinen Anteil an der Bank von 58 auf 70 Prozent.
Die Aktie verliert imo über 60 %.

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Hier ist ein interessanter Artikel, der darstellt, wie Banker-Nieten mit finanzmathematischen Modellen :laugh: rumgespielt haben. Was dabei herausgekommen ist, erleben wir ja laufend. :(

Die Devise lautete: Runter mit dem Eigenkapital. :mad:

In normalen Zeiten sammeln Banken Geld von Sparern ein und verleihen es weiter. Das jetzt von der großen Erosion bedrohte Eigenkapital halten Banken nur als Sicherheitspuffer vor. Diesen Puffer haben die Finanzinstitute in den vergangenen Jahren systematisch verkleinert (siehe Grafik). Betriebswirtschaftlich ist das logisch: Den Gegenwert des Eigenkapitals kann man nicht ausleihen, um damit Geld zu verdienen. Es ist ein bisschen wie ein Feuerwehrteich. Solange es nicht brennt, ist er nutzlos.;)

Dazu kommt noch etwas. Nach all den guten Jahren fühlten sich die Banken bis 2007 hinein sehr sicher mit ihren kleinen Kapitaldecken. Sie hatten mit komplizierter Finanzmathematik :laugh: ausgerechnet, dass kleinere Sicherheitspuffer reichen. Die Begründung leuchtet auch ein, zumindest auf den ersten Blick: Kredite und Wertpapiere ohne Ausfallrisiko (sprich: mit besten Noten der Rating-Agenturen) brauchen kein Eigenkapital in der Rückhand.

Die Banken argumentieren mit der „Kernkapitalquote“

Relevant sei nur das Verhältnis von Eigenkapital zu riskanten Krediten, wurde in den Banktürmen ausgegeben. Das ist grob jene Kernkapitalquote, mit der die Banken heute argumentieren (siehe Grafik). Die Bankregulierung zog mit :mad: und verständigte sich mit den Banken auf jene "risikogewichtete" Kapitalquote. Danach lautete die Losung der Banken und ihrer Anteilseigner damals: Runter mit dem Kapital.

Das war fatal. Denn es tauchten Risiken auf, die in den finanzmathematischen Modellen :laugh: nicht vorkamen. Die Banken wurden voll von der Finanzkrise erwischt. Sie hatten praktisch keine Eigenkapitalreserven, die über das von der Bankenaufsicht vorgeschriebene Kapital hinausgehen....
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc…


Wie sich der Knoten wohl auflöst? :confused:

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Der Kaffeeartikel ist gut. :)

Folglich halluzinierten die Banker drauf los, als hätten sie ein ganzes Löschblatt Sunshine-Acid durchgekaut. Sie erblickten Vermögenswerte, die sonst niemand sah - psychedelische CDOs, trippige Subprime-Hypotheken, abgefahrene Plain Vanilla Swaps.

Allerdings brauchen den ja nicht nur Bänker. Ich sollte es auch mal damit probieren. Bei uns ist auch jeder auf der Suche - nach neuen Vermögenswerten und Einsparungen. Vielleicht sehe ich mit ein paar Espresso mehr. ;)

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Zu Deinem Bankenartikel bleibt mir nicht anderes zu sagen übrig als

Gruss Mic :(
Hi Mic, :)

schon wieder ein :confused:-Artikel.
Man kann nur hoffen, dass sich diese Spekulanten :mad: dermassen verzocken, dass sie bettelnd durch die Strassen gehen.


Hier ein Artikel aus der WELT:

Spekulanten haben die Kurse griechischer, irischer, italienischer oder spanischer Regierungsbonds zum Einstürzen gebracht. Im Gegenzug sind die Zinsen dieser Schuldtitel in die Höhe geschossen. Viele Anleger trauen Griechenland, Irland und Spanien nicht mehr. Fliegt jetzt die Euro-Zone auseinander? Und was dann?

An seinem zehnten Geburtstag steht der Euro vor seiner härtesten Bewährungsprobe. Die Kapitalmärkte spekulieren knallhart auf ein Auseinanderbrechen der Währungsunion. Die Zentrifugalkräfte werden mit jedem Tag größer. Die Politik ist alarmiert. EU-Finanzkommissar Joaquin Almunia hat sich zu Wochenbeginn besorgt geäußert.

Wie seinerzeit der Meisterstratege George Soros das britische Pfund im Jahr 1992 in die Knie gezwungen hat, haben jetzt seine Nachfolger :mad: einzelne Staaten der 16 Länder umfassenden Eurozone ins Visier genommen. Der Unterschied: Während Soros noch gegen eine einzelne Währung spekulieren konnte, ist das bei den jetzt betroffenen Staaten Griechenland, Irland oder Spanien anders. Da diese Mitglied im Euro-Club sind, haben sich die Investoren ein anderes Feld gesucht, nämlich die Staatsanleihen der jeweiligen Länder.

Die Folgen sind nicht minder dramatisch. Die Marktakteure haben die Kurse griechischer, irischer, italienischer oder spanischer Regierungsbonds zum Einstürzen gebracht. :mad: Im Gegenzug sind die Zinsen dieser Schuldtitel in die Höhe geschossen. Griechische Papiere mit zehnjähriger Laufzeit müssen inzwischen 5,72 Prozent abwerfen, irische 5,25 Prozent und spanische 4,21 Prozent.

Wie ernst die Lage ist, erschließt sich bei einem Blick auf zehnjährige Bundesanleihen, die lediglich etwas über drei Prozent rentieren. Die Differenz zu griechischen Papieren beträgt damit inzwischen 2,66 Prozentpunkte, der Spread zu irischen ganze 221 Basispunkte. Tendenz rasant steigend. Noch vor einem Jahr waren die Unterschiede kaum der Rede wert. Die Zinsdifferenz, auch Risikoaufschlag genannt, gibt an, wie viel Rendite ein Emittent mehr zahlen muss, um Bond-Halter anzulocken.

Hintergrund für die Malaise ist die Finanzkrise, die die einzelnen 16 Länder der Eurozone unterschiedlich hart trifft. Insbesondere Staaten wie Spanien, Irland oder Portugal, die einen Immobilienboom erlebten, stehen jetzt schlecht da. Ebenso Griechenland, das vom wirtschaftlichen Einbruch auf dem Balkan mit nach unten gezogen wird und zusätzlich unter heimischen Problemen leidet.

Die Investoren spekulieren bei den schwachen Ländern auf zwei mögliche Debakel: Dass ein Land gezwungen sein könnte, aus der Eurozone auszuscheiden. Schließlich ist der gemeinsame Euro eine Art Korsett gerade für kleinere Staaten. Ein einzelnes Land kann weder den Leitzins seinen Bedürfnissen anpassen, noch zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft eine eigene Währung abwerten. Steht es Spitz auf Knopf, gibt es auch keine nationale Zentralbank und damit die Möglichkeit, die Notenpresse anzuwerfen, um Schulden zu begleichen. "Im Fall eines Euro-Ausstiegs müsste ein Land Bankrott anmelden, sein Bankensystem würde in die Brüche gehen. Darüber hinaus würde ein Ausschluss aus der Wirtschaftsgemeinschaft drohen“, zeigt UBS-Ökonom Paul Donovan mögliche Konsequenzen auf.

Doch so weit muss es nicht kommen. Manche Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass einzelne schwache Länder als Mitglied der Euro-Gemeinschaft insolvent gehen. Für einen solchen Fall gibt es im Maastrichter Vertrag keine explizite Verpflichtung der restlichen Mitglieder einzuspringen.

Die rasant steigenden Risikoaufschläge setzen eine Art selbst erfüllender Prophezeiung in Gang. Denn je höher die Zinsen der schwachen Staaten klettern, umso mehr müssen die jeweiligen Regierungen für die Refinanzierung ihrer Schulden berappen. Und die Außenstände klettern in atemberaubendem Tempo. Insbesondere die irische und spanische Schuldenquote steigt. Für Irland werden auch die umfassenden staatlichen Bankengarantien teuer. Auch die Ratingagenturen spielen den Spekulanten in die Hände. Die jüngsten Bonitätsabstufungen von Griechenland und Spanien durch S&P haben zur Spreadausweitung beigetragen.

Nicht nur die Finanzmärkte spekulieren auf ein Auseinanderbrechen. Auch bei der Internetbörse Intrade stehen die Wetten inzwischen bei 30 Prozent, dass bis Ende 2010 ein Land aus der Eurozone heraus fällt. http://www.welt.de/finanzen/article3061586/Die-Eurozone-steh…

Die Obama-Rally fällt auch aus (heute zumindest), der DOW imo 3.6 % im Minus.

Gruss :confused:
Atze
Hi Atze :)

Nun der letzte Artikel - dass das mit der EU und dem EURO nicht so einfach wird, wurde ja schon mal diskutiert und da gabs sogar schlimmere Artikel, die von 2 verschiedenen EURO Sorten sprachen. In diesem Fall denke ich aber auch, dass das nicht nur Spekulanten am Werk sind. In meinen Augen hat man die unterschiedliche Wirtschaftskraft vieler EU Länder in meinen Augen unterschätzt. Schau mal wie früher gerade die italienische Lira immer abgewertet hat - da gabs ja auch Diskussionen, inwieweit Italien sich vom Euro wieder verabschiedet.

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So ich habe wieder einen Kauf im EuroStoxx Segment zu vermelden.

Ich habe 86 Aktien von Telefonica zu 14,91€ gekauft. Hier noch der Chart mit 38Tageslinie.



Gruss Mic :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.422.349 von mickym am 21.01.09 20:54:29Hi Mic, :)

Schau mal wie früher gerade die italienische Lira immer abgewertet hat - da gabs ja auch Diskussionen, inwieweit Italien sich vom Euro wieder verabschiedet.

Ja, da hast Du auch wieder Recht.

Also mal abwarten, was die ganzen Rettungspakete bringen.

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

hier mal wieder etwas zur umgekehrten Robin-Hood-Geschichte. :(
Nehmt es den Armen und gebt es den Reichen. Im Jahr 2007 hat das mal wieder erfolgreich geklappt. :(

Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland weiter vergrößert.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung über die Vermögensverteilung in Deutschland.

Demnach besaß das reichste Zehntel der deutschen Erwachsenen im Jahr 2007 rund 61,1 Prozent des gesamten Privatvermögens. Im Jahr 2002 waren es noch knapp 58 Prozent gewesen.
Mehr als ein Viertel der Bevölkerung (27 Prozent) :eek: besitzt demnach gar kein Privatvermögen oder ist sogar verschuldet.

Der Studie zufolge besaßen die Deutschen 2007 insgesamt 6,6 Billionen Euro, jeder Erwachsene hatte damit im Durchschnitt 88 000 Euro. Damit stieg das Nettovermögen im Vergleich zu 2002 zwar um zehn Prozent. Allerdings liegt der Median – die Schwelle zur Trennung des reicheren vom ärmeren Teil der Bevölkerung – weiterhin bei rund 15 000 Euro. Die gestiegenen Privatvermögen gehen also ausschließlich auf das Konto der reicheren Deutschen.


Ich denke mal, Herr Zumwinkel gehörte zu den 10 % der Reichen.
Obwohl er zu diesem Personenkreis gehört, hat ihn noch die Gier übermannt bzw. er hat den Hals nicht vollbekommen und mußte Steuern hinterziehen. Vor Gericht gesteht Klaus Zumwinkel, Steuern hinterzogen zu haben. "Das war der größte Fehler meines Lebens", sagt der ehemalige Post-Chef. Er hofft auf ein mildes Urteil.:rolleyes:

Dieses milde Urteil wird er bestimmt bekommen. :laugh: Schließlich gehört er zu den erlesenen 10 %.


Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Ja das ist schlimm - egal was man imo überhaupt liest.
Es liegt wahrscheinlich in der Natur der meisten gierig zu sein, nur ein paar gelingt das eben besser, als anderen.
Ich könnte Dir Stories aus dem realen Leben erzählen, wo Du Dich fragst, ob diese Leute nicht wirklich komplett den Boden verloren haben und in einer anderen Welt leben.

Gruss MIc :)
Hi Atze :)

Obwohl alle von Deflation nun reden, die Zinsen sinken, steigt das Gold. :kiss:

Deshalb habe ich auch - trotdem die meisten Indizes diese Woche abgegeben haben - ein Miniplus im Depot zu vermelden.

Hier die Abrechnung im Detail:

Aktueller Musterdepotstand:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
7.566,76 €
12.876,98 €

102,22 %
37,01 %
62,99 %
Gesamt
20.443,75 €
100,00 %


GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

+73,10 € .
+370,64 € .

+0,98 % .
+1,85 % .
Gesamt+443,75 € .
+2,22 % .


Verlauf:

Zeitraum (Referenz) GuV (in %)


Woche (+1,33 %)
Monat (+4,97 %)
Quartal (+4,97 %)
Jahr (+4,97 %)


+0,89 % .
-2,75 % .
-2,75 % .
-2,75 % .

Jahr 2009 (real)

-2,62 % .

Eff. Jahreszins Gesamt

+0,43 % .


-----------------------------------------------------
Erklärung Prozentangaben:

NEU:
Depot = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Cash = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Musterdepot = % auf die aktuell im Depot befindlichen Werte inkl. Spesen bezogen (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Realisiert = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)
Gesamt = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)

-----------------------------------------------------
Depot:
https://isht.comdirect.de/-259543910/tiny.html


Hier habe ich nun die Details auch gegenüber den Segmenten zusammengestellt:

Details:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Performance/Perform…

Strategie:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Musterdepot.htm


Gruss Mic :)

Im Anschluss gleich unsere Grafik:

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.440.748 von mickym am 24.01.09 00:02:32Hi Mic, :)

Du bist ja nun wieder besser als der DAX auf der Performance-Kurve. :cool: :)

DAX-Stand am 23.01.2009 = 4.178,94, d.h. seit Jahresanfang - 13,12 % %

Ist es das Jahrestief? Ich glaube nicht. ;)

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

erinnerst Du Dich noch als die ING als eine der ersten, staatliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte?

Heute ist dies zu lesen und die Aktie steigt um 23 %. :eek:
Der niederländische Finanzkonzern ING hat im vergangenen Jahr vorläufigen Zahlen zufolge einen Verlust von 1 Mrd. Euro verzeichnet und nimmt erneut Staatshilfen in Anspruch. Allein für das vierte Quartal rechne die Bank mit einem Verlust auf vergleichbarer Basis von 3,3 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen am Montag mit. Es sei das schlimmste Quartal für die Aktien- und Kreditmärkte seit mehr als einem halben Jahrhundert gewesen.

Der Konzern kündigte zudem an, rund 7000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Dadurch sollen die Kosten um 1 Mrd. Euro reduziert werden.

Zur Stärkung der Kernkapitalquote des Instituts werde der niederländische Staat eine Bürgschaft für 80 Prozent von Ramschhypotheken in Höhe von insgesamt 27,7 Mrd. Euro übernehmen, teilte ING weiter mit. Bereits im Oktober hatte der Staat der Bank mit einer 10 Mrd. Euro schweren Hilfe unter den Arme gegriffen.

Mit den Milliarden wird ja nur noch so um sich geworfen :rolleyes: und die Börse bejubelt es. :confused:

Hoffentlich verschluckt sich der niederländische Staat nicht. :confused:

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Scheinbar macht sich inzwischen auch schon Protektionismus breit.

Die spanische Regierung wiederum hat an ihre Bürger appelliert, bevorzugt spanische Waren zu kaufen. Es steht zu hoffen, dass dies alles nicht in offenen Protektionismus, in Abwertungswettläufe und einen allgemeinen Handelskrieg eskaliert. Die Folgen wären unabsehbar. http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc…

Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.429.851 von Atze2 am 22.01.09 19:18:46Fortsetzung der Geschichte vom gierigen Nimmersatt... (diese Formulierung steht in unserer Tageszeitung). :laugh:

Das Bochumer Landgericht hatte den früheren Post-Chef wegen Steuerhinterziehung in Höhe von fast einer Million Euro zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der geständige Manager eine Geldbuße in Höhe von einer Million Euro zahlen.

Der Vorsitzende der 12. Strafkammer, Wolfgang Mittrup, sagte in der Urteilsbegründung, Zumwinkel sei bei seiner Steuerhinterziehung „akribisch, dauerhaft und mit krimineller Energie“ vorgegangen. Er habe „seine Vorbildfunktion nicht erfüllt“. Insofern sei seine eigentlich beeindruckende Lebensleistung deutlich geschmälert.

Es sei unverständlich, dass sich vermögende Menschen wie Zumwinkel zu solchen Straftaten hinreißen ließen. „Allein mit dem Streben nach immer mehr Reichtum ist das wohl nicht erklärbar“, sagte der Richter.

Auch Oberstaatsanwalt Gabriel sprach in diesem Zusammenhang von Pluspunkten für den Angeklagten. Er äußerte aber auch Unverständnis. „Selbst wenn er die Steuern gezahlt hätte, hätte ihn jeder vernunftbegabte Mensch immer noch als reich bezeichnet“, hieß es in dem Plädoyer.....
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article3097951/Zumwinkel-fuehl…

Jetzt geht es weiter..... :rolleyes:

Zumwinkel beendet Reuephase
Steuerbetrüger Klaus Zumwinkel hat sich im Verfahren gegen ihn reumütig gezeigt und seine Tat offen gestanden. Kaum ist er verurteilt, mäkelt er am Urteil.

Schon im kurzen Prozess wurde deutlich, was Klaus Zumwinkel am meisten geärgert hatte: Dass man auf ihn eine mediale Hatz veranstaltet habe.

Doch Zumwinkel selbst ist zu schlau, sich diesen Ärger im Gerichtssaal anmerken zu lassen. Er streift sich mustergültig das Büßerhemd über, spricht den Satz: "Es war der größte Fehler meines Lebens." Und achtet peinlich genau darauf, dass er von den Kameras nur schamvoll lächelnd abgelichtet wird. :rolleyes: Hier ist ein Medienprofi am Werk, der mustergültig den reuigen Steuersünder gibt. Bis zum Urteilsspruch.

Kaum wieder auf freiem Fuß, fängt er an, nachzukarten...
Die Behörden hätte bei den Ermittlungen gegen ihn "gegen mehrere Gesetze verstoßen", sein Vertrauen in den Rechtsstaat habe gelitten und daraus sei dann eine "mediale Hinrichtung" geworden.

"Kriminelle Energie"
Auch hier nutzt Zumwinkel die Medienaufmerksamkeit souverän. Es geht ihm um den Eindruck, er sei nur deshalb härter bestraft worden als nötig, weil er so prominent ist. Und er stilisiert sich als Opfer der gefräßigen Medienmaschinerie.

Angesichts des Stafmaßes ist dieser Eindruck nach Ansicht von Experten verfehlt - Zumwinkel bekam zwei Jahre auf Bewährung und dies, weil er sein Hinterziehungssystem jahrelang mit "krimineller Energie" verschleiert hat. Der langjährige Steuersünder sollte deshalb sehr vorsichtig sein mit Fingerzeigen auf andere....
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/535/456205/text/

Hier auszugsweise aus dem Bild-online-Artikel:

Zumwinkel spricht von Verrat und Hinrichtung :eek:
Reue? Von wegen. Der wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Ex-Postchef Klaus Zumwinkel rechnet ab....http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2009/01/27/zumwinkel…

Ist ja nicht zu fassen, diese Dreistigkeit!!!! :laugh: :mad:
Erst backt er kleine Brötchen, damit das Urteil möglichst mild ausfällt und nun hat er ´ne große Klappe.

Post-Aktie (eine Achterbahn-Fahrt). ;)



Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Weder die Geldstrafe, noch die Bewährungsstrafe tut weh. Ich masse mir zwar nicht an die Strafmasshöhe festzulegen, dennoch wäre eine abschreckende Wirkung besser, wenn die Strafe nicht auf Bewährung gewesen wäre. Die Mio. zalhlt der doch aus der Portokasse.

Gruss Mic :)
Hi Mic, :)

es sind ja immer schlimme Schlagzeilen, die man lesen kann. :confused:

Großbritannien droht der Bankrott

Zwischen Island und Großbritannien werden Parallelen sichtbar: Am Ende könnte die Regierung in London gezwungen sein, den Internationalen Währungsfonds um Hilfe zu bitten.

Angst treibt die Regierungen Europas um, gleich welcher politischen Couleur. Die Politiker wissen nicht, ob die Rettungspakete, die sie für ihre Banken schnüren, die erhoffte Wirkung zeigen werden. Sie wissen nicht, was noch für Hiobsbotschaften auf sie warten. Auch haben die Regierenden letzten Endes keinen Schimmer, wie das Ganze enden wird, ob "nur" in tiefer Rezession, ob in ausgewachsener Depression oder am Ende doch in Hyperinflation. Die Ratlosigkeit teilen sie mit Bankiers und Otto Normalverbraucher, der rätselt, wie er sein Erspartes am besten sichern kann......

http://images.zeit.de/text/online/2009/05/grossbritannien-ba…

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

wie wir nun in den Medien lesen können, hat sich die Firma Schaeffler anscheinend mit der Conti-Übernahme verhoben.

Heute kann man noch lesen:
Conti-Schaeffler-Krise / Steinbrück: „Klares Nein“ zu Staatshilfen

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat bereits klar gemacht, dass er staatliche Hilfen für Schaeffler ablehnt. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, in solchen Fällen einzugreifen, in denen unternehmerische Entscheidungen möglicherweise nicht durchdacht genug waren“, :rolleyes: sagte er der „Berliner Zeitung“ (Donnerstag). „Wir können es doch keinem Menschen erklären, Unternehmen, hinter denen Milliarden-Vermögen stehen, mit Steuergeldern zu unterstützen.“ Auf die Frage, ob die Regierung einen Rettungsschirm über die Schaeffler-Gruppe spannen werde, sagte Steinbrück wörtlich: „Ein ganz klares Nein.“
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc…

Na mal schauen, wie es weitergeht, ob es bei dem NEIN bleibt. ;):laugh:

Gruss :)
Atze
Thema: Fonds-Sparpläne....

Die kräftigen Kursabschläge an den Aktienmärkten machen auch Fondsanlegern, die langfristig in Sparpläne einzahlen, zunehmend zu schaffen. Die kürzlich veröffentlichte Sparplan-Statistik des Bundesverbandes Investment (BVI) liefert ein ernüchterndes Bild.

Wer beispielsweise über die vergangenen zehn Jahre Monat für Monat 100 Euro in einen Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Deutschland eingezahlt hat, musste im Durchschnitt je Jahr ein Minus von 9,7 Prozent hinnehmen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass von den insgesamt eingezahlten 12.000 Euro ganze 4683 Euro übriggeblieben sind.:(

Über die vergangenen zwanzig Jahre hellt sich das Bild nur unwesentlich auf. Zwar steht über diesen Zeitraum für Deutschland-Aktienfonds ein jährlicher Wertzuwachs von 3,2 Prozent zu Buche, so dass aus den eingezahlten 24 000 Euro mittlerweile 33 611 Euro geworden sind. Wird jedoch die Inflation berücksichtigt, bleibt danach kaum noch etwas übrig.

Fondssparer mit einem Fokus auf den Heimatmarkt schneiden damit sogar noch ganz gut ab. Europa-Aktienfonds weisen selbst über 20 Jahre einen leichten Verlust von 0,4 Prozent aus.

http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.475.406 von Atze2 am 29.01.09 17:36:51Hi Atze :)

Ja das ist wirklich ernüchternd, diese Bilanz des Fondsparens. Da wurde immer der Cost- Average- Effekt allen Kunden verkauft. Das Schlimme ist, dass ja auch viele konservative Anlagen - Aktienfonds halten.

Mein Fazit: Aktien ja - aber selber die Kontrolle behalten. ;)

Gruss Mic :)
Hi Atze :)

Etwas verspätet - aber hier nun meine Wochenabrechnung. Sie ist auch total unspektakulär, da sich das Depot in dieser Woche quasi nicht verändert hat.

Hier die Details:

Aktueller Musterdepotstand:


Einstand:
Depot:
Cash:


20.000,00 €
7.591,51 €
12.876,98 €

102,34 %
37,09 %
62,91 %
Gesamt
20.468,49 €
100,00 %


GuV in € GuV in %

Musterdepot
Realisiert

+97,85 € .
+370,64 € .

+1,31 % .
+1,85 % .
Gesamt+468,49 € .
+2,34 % .


Verlauf:

Zeitraum (Referenz) GuV (in %)


Woche (+2,22 %)
Monat (+4,97 %)
Quartal (+4,97 %)
Jahr (+4,97 %)


+0,12 % .
-2,63 % .
-2,63 % .
-2,63 % .

Jahr 2009 (real)

-2,51 % .

Eff. Jahreszins Gesamt

+0,46 % .


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Erklärung Prozentangaben:

NEU:
Depot = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Cash = % auf aktuellen Gesamtwert bezogen (=Wert Depot + Cash) (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Musterdepot = % auf die aktuell im Depot befindlichen Werte inkl. Spesen bezogen (vorher auf Einstandsgrösse bezogen)
Realisiert = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)
Gesamt = % auf Einstandsgrösse bezogen (unverändert)

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Depot:
https://isht.comdirect.de/-259543910/tiny.html


Hier habe ich nun die Details auch gegenüber den Segmenten zusammengestellt:

Details:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Performance/Perform…

Strategie:
http://www.mic2403.de/boerse/Musterdepot/Musterdepot.htm


Gruss Mic :)

Im Anschluss gleich unsere Grafik:

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.487.205 von mickym am 31.01.09 12:23:23Hi Mic, :)

im Monat Januar hast Du sehr gut abgeschnitten gegenüber dem DAX. :cool:

So viel haben deutsche Anleger im Januar verloren

Rot ist die Farbe des Blutes, der Liebe und der Aktienmärkte. ;) Letztes zumindest scheint nach den ersten vier Handelswochen des Börsenjahres wieder einmal festzustehen. Ende Januar notierte der Dax bereits mit 9,8 Prozent im Minus. Damit verzeichnete das Börsenbarometer nach 2008 einen weiteren miserablen Auftakt. Vergangenes Jahr hatte der Index im ersten Handelsmonat 14 Prozent verloren.....
http://www.welt.de/finanzen/article3121745/So-viel-haben-deu…

Gruss :)
Atze
Mal wieder etwas aus der Zockerwelt der Milliardäre.... ;)

Frau Schaeffler hat sich verhoben und will die Hilfe des Steuerzahlers. :mad:

Was sagen denn unsere Politiker? - wie man sieht herrscht mal wieder völlige Uneinigkeit. :laugh: :laugh:

SPD-Fraktionschef Peter Struck lehnt Staatshilfen für den angeschlagenen fränkischen Auto-Zulieferer Schaeffler ab.

Zahlreiche Politiker forderten außerdem, Schaeffler-Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler solle zunächst ihr milliardenschweres Privatvermögen einbringen, bevor sie nach staatlichen Hilfen rufe.

Glos hatte als Vorbedingung für weitere Gespräche ein tragfähiges Konzept, einen Eigenbeitrag der Eigentümer und Banken verlangt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schloss Staatshilfe für die Gruppe nicht aus. :confused:

Merkel setzt einen anderen Akzent als ihr Stellvertreter, SPD-Kanzlerkandidat Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD). Der äußerte sich bei einem Besuch beim Schaeffler-Konkurrenten Bosch skeptisch über eine Stützung. Damit haben sich führende Politiker aus SPD und FDP gegen Staatshilfen für Schaeffler gewandt.

Vizeregierungssprecher Thomas Steg sagte, darüber werde entschieden, wenn die Konzepte vorlägen.

CDU und CSU wollen, auch unter dem Druck unionsgeführter Regierungen in Bayern und Niedersachsen, die Frage offenhalten.

http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc…

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Wird ein Arbeitnehmer durch Management-Fehler (was ja leider immer häufiger passiert) arbeitslos und benötigt nach ALG 1 dann ALG 2, dann muss er sein Privatvermögen aufbrauchen. :(

Dann wollen wir mal schauen, ob Frau Schaeffler auch ihr milliardenschweres Privatvermögen antasten muß. :confused:

Ich denke mal, nein. :laugh::laugh:

Ist doch eine Super-Sache, die Reichen zocken auf Teufel komm raus und wenn´s in die Hose geht (was ja meistens der Fall ist), dann hilft der Steuerzahler. :cool:


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Nun noch etwas aus der Welt der Bespitzelungen..... :laugh:

Bahnchef Hartmut Mehdorn gerät immer mehr unter Druck: Medienberichten zufolge deutet sehr vieles darauf hin, dass die Korruptionsbekämpfung nicht das einzige Ziel der Spitzel-Aktionen war.

Da bin ich mal gespannt, wie lange sich dieser Herr noch hält. :rolleyes:

Gruss :)
Atze
Hi Mic, :)

zahlreiche Heuschrecken, die deutsche Firmen auf Pump gekauft haben, könnten eigentlich auch noch einen Rettungsschirm gebrauchen, ach am besten eine dicke Kapitalspritze. ;)

Angst vor der Pleitewelle
Finanzinvestoren haben in Deutschland Hunderte Firmen gekauft: Jetzt erwarten Fachleute, dass bis zu ein Viertel der betroffenen deutschen Unternehmen ihre Schulden nicht bedienen können....
http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/146/456810/text…

Der ganze Sumpf kommt immer mehr an´s Licht. :(

Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.487.357 von Atze2 am 31.01.09 13:15:55Fortsetzung der Januar-Performance 2009.....

Wall Street ist um einen traurigen Rekord reicher:

Der Dow Jones, das aus dreißig führenden Industrieaktien berechnete Börsenbarometer, hat im Januar 8,8 Prozent verloren und den Monat fast genau auf 8000 Punkten abgeschlossen. Es war der miserabelste Jahresbeginn in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Dow Jones, noch ein wenig schlechter als im Weltkriegsjahr 1916.

Der S&P-500, ein deutlich breiterer Index, büßte 8,57 Prozent ein, mehr noch als jene 7,65 Prozent, die im Jahr 1929 verzeichnet wurden.

Den Dow Jones und auch den S&P-500 trennen inzwischen mehr als 40 Prozent von ihren Rekorden aus dem Jahr 2007.

http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc…
Hi Mic, :)

wieder interessante Daten..... ;)


Buy-and-Hold mit Aktien-Fonds für die Altersvorsorge hat sich wohl erledigt. :D

Aktienfonds rechnen sich erst nach 25 Jahren :eek:

In der Vergangenheit hatte der Bankberater selbst nach einem Kurseinbruch an den Börsen leichtes Spiel: „Ja, derzeit sieht es nicht so gut aus, aber schauen Sie sich mal die langfristige Wertentwicklung des Aktienfonds an“, lautete das Standardverkaufsargument. :rolleyes:

Die Statistik wies für die jeweils letzten zehn Jahre zuverlässig jährliche Durchschnittsrenditen von acht Prozent und mehr aus. Doch das Argument zieht nicht mehr: Nach dem schlechten Börsenjahr 2008 mit einem Wertverlust von mehr als 40 Prozent stehen auch für den Zehn-Jahres-Zeitraum durchweg Minuszeichen vor den verschiedenen Gruppen der Aktienfonds. Den Zahlen des Fondsverbandes BVI zufolge müssen die Produktverkäufer mittlerweile schon Datenreihen über 25 Jahre und mehr bemühen, um auf verkaufsfördernde Durchschnittsrenditen zu kommen.:laugh:....

Er muss schon in der ersten Hälfte der 80er-Jahre sein Erspartes investiert haben, um brutto überhaupt bei mehr als fünf Prozent zu liegen. :eek:

Quelle: http://www.welt.de/finanzen/article3135656/Aktienfonds-rechn…

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Was wurde in den letzten Jahren über den ach so tollen Wirtschaftsboom erzählt. Mit schön dargestellten Statistiken und Hungerlöhnen war ja schon bald Vollbeschäftigung möglich. Wurde uns doch im letzten Jahr noch vorgegaukelt. :rolleyes:

So sieht allerdings die Realität aus. :( Wirklich traurig. :cry:

Wohnbezirke
Deutschland bekommt ständig neue Problemviertel

Experten schlagen Alarm: Die Zahl der Problemquartiere in deutschen Großstädten steigt rasant. Hinzu kommt: Sozial schwache Menschen und Migranten leben immer isolierter in abgegrenzten Vierteln. Wohnprojekte der Kommunen scheitern reihenweise. Der Trend zur Ghettobildung scheint kaum aufhaltbar......

„Durch das Hartz-IV-Gesetz werden immer mehr sozialschwache deutsche Familien gezwungen, in Problemquartiere umzuziehen.“ :(

„Die zum Mittelstand zählende Bevölkerungsgruppe wird immer kleiner, die auf Sozialtransferleistungen angewiesenen Haushalte immer mehr“, sagt Freitag und verweist auf eine Studie der OECD.

Quelle: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article3135064/Deutsc…

Durch die Wirtschaftskrise wird das wohl noch schlimmer. Da kann man nur hoffen, dass von der Politik dagegen gesteuert wird.

Gruss :)
Atze
Hi Atze :)

Hartz IV in der jetzigen Form ist mE die grösste Frechheit, die man sich hat gefallen lassen und es ist eine grosse Enteignungswelle.

Ich hätte ja Verständnis, wenn jemand der jung ist, sein Privatvermögen aufbrauchen muss - aber das jemand mit 50 enteignet wird, der vielleicht 30 Jahre gearbeitet hat - warum soll der nicht etwas besser gestellt werden, indem er ALV bezieht und nur sehr langsam von seinem angesparten Vermögen zehrt. Wenn es diese Angst nicht gäbe, würde auch mehr investiert werden.

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Die Statistik wies für die jeweils letzten zehn Jahre zuverlässig jährliche Durchschnittsrenditen von acht Prozent und mehr aus. Doch das Argument zieht nicht mehr: Nach dem schlechten Börsenjahr 2008 mit einem Wertverlust von mehr als 40 Prozent stehen auch für den Zehn-Jahres-Zeitraum durchweg Minuszeichen vor den verschiedenen Gruppen der Aktienfonds.

Die Aussage mit dem Aktienfond ist trotzdem gefärbt. Es hängt eben alles am Trend.

Klar die Renditen wenn Du 1998 oder 2000 sind genauso schlecht, wie wenn Du 2007 eingestiegen wärst. Bist Du 2003 eingestiegen wärst ist es nicht ganz so schlimm. ;)

Gruss Mic :)
Bahn gibt Überprüfung aller Beschäftigten zu :rolleyes::laugh:

Gerade hat Hartmut Mehdorn in der Späh-Affäre Fehler zugegeben - da kommt heraus, dass die Bahn-Führung immer noch nicht das ganze Ausmaß öffentlich gemacht hat: 2005 wurden die Daten der kompletten Belegschaft :laugh: überprüft. Erst nach Zeitungsberichten bestätigte der Konzern diesen Fakt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,605331,00.html
DATENABGLEICH :rolleyes:

Auch die Telekom kontrollierte Mitarbeiter

Erst die Bahn, jetzt die Telekom: Der Kommunikationskonzern hat nach eigenen Angaben die Gehaltskonten seiner Belegschaft überprüft, um sie mit den Bankverbindungen von Lieferanten abzugleichen.
Das Unternehmen spricht von einem "Test". :laugh:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,605210,00.html