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Karriereende für Börsenhändler Kerviel - 500 Beiträge pro Seite



Drei Jahre Gefängnis und zwei Jahre Bewährung lautet die Strafe für den französischen Börsenhändler J.Kerviel. Die Anklagepunkte Computermissbrauch, Veruntreuung und Fälschung wurden bestätigt.

Sein Team hatte seinerzeit ein Handelslimit von 125 Millionen. Er selbst investierte eigenmächtig 50 Milliarden. Als diese Transaktionen bekannt wurden, zitterten die Märkte. Die dadurch entstandenen Schäden der Bank Societe Generale muss J.Kerviel nun ersetzen: 4,9 Milliarden Euro
:eek:

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,721313,0…

Durch sein aktuelles Gehalt als Informatikberater von 2.300 Euro kann dies in 177.000 Jahren abgearbeitet sein. Vielleicht schicken wir Peter Zwegat einmal vorbei :D

Eure Community Redaktion
Er selbst investierte eigenmächtig 50 Milliarden...Die dadurch entstandenen Schäden der Bank Societe Generale muss J.Kerviel nun ersetzen: 4,9 Milliarden Euro


Das klingt plausibel. Da stellt sich nur die Frage, warum andere Banker, die noch viel größere Schäden verursacht haben, nicht dasselbe Schicksal ereilt. Ach, ich vergaß, das war ja alles legal:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.267.002 von MFC500 am 05.10.10 16:15:16Was noch interessant wäre: Warum wird der "Schaden" nicht mit den Gewinnen verrechnet, die der Händler vorher gemacht hat? Ist das jetzt so eine Modellvorlage, wo Verluste vom Trader gezahlt und Gewinne der Bank gehören
:confused:
hier passt auch etwas nicht.

Gruß Bernie
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.266.031 von Community Redaktion am 05.10.10 14:21:25das urteil ist eigentlich ok. den hohen schaden hat doch letztlich die bank selbst verschuldet, weil sie die dax-futures sofort auf den markt schmiss anstatt einmal etwas darüber nachzudenken, um den schaden zu begrenzen.

wäre er in deutlschland nach sieben jahren nicht schuldenfrei, oder? weil es ja im prinzip eine straftat war, die er begangen hatte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.266.031 von Community Redaktion am 05.10.10 14:21:25Alles halb so schlimm für den Verurteilten:

Vermutlich ist das juristisch nicht das endgültige Urteil. Ich rechne damit in einigen Jahren in milderer Version. :D
Hallo zusammen, nach dem gestrigen Urteil gegen den "Skandal-Händler" Jerome Kerviel hat sich bei Facebook offenbar schon eine Gruppe von Sympathisanten gefunden. Die Tatsache, dass ausschließlich Kerviel die Verantwortung für die eingefahrenen Verluste zugeschoben wird und die Bank völlig unangetastet bleibt, stößt scheinbar nicht nur bei Börsianern auf Verwunderung. Ob in dieser Gruppe allerdings die geforderten 5 Mrd. Euro gesammelt werden können bezweifle ich aber.

Hier der Link zur Spendenseite:
http://www.facebook.com/pages/Spendenseite-fur-Jerome-Kervie…
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.271.235 von Boersengruen am 06.10.10 09:03:41wiseo sollte man hier spenden? Nur weil die anderen Verbrecher straflos ausgehen, heißt das doch nicht, daß Kerviel ein Unschuldslamm ist
das ist mal wieder ein Beispiel, dass die Politiker keine Eier in der Hose haben und diesem Pleite Banker Funke auch noch Gehaltszahlungen zusprechen. Wäre ich ein Aktionär von HRE gewesen und hätte durch seine Aussagen ein haufen Geld verloren, ich würde sofort zu seiner Villa fahren! Aber wie heißt es doch so schön Frechheit siegt!
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.337.100 von Tobi330i am 17.10.10 11:52:11Das ist noch besser:

16.10.10

US-Bankchef muss für Verfehlungen büßen

...

Angelo Mozilo muss insgesamt 67,5 Millionen Dollar (48 Mio Euro) , weil er seine Aktionäre über die gefährlichen Geschäfte der Firma auf dem Hypothekenmarkt im Unklaren gelassen hatte. Die Anleger verloren daraufhin viel Geld, während Mozilo selbst rechtzeitig ausstieg und reich wurde.

...

Während viele Aktionäre Geld verloren, hatte Mozilo seine Schäfchen laut SEC bereits 2006 ins Trockene gebracht. Auf Basis vertraulicher Informationen soll er illegale Gewinne von rund 140 Millionen Dollar eingestrichen haben. Um einem langwierigen und unkalkulierbaren Gerichtsverfahren aus dem Weg zu gehen, setzte die SEC im Rahmen eines Vergleichs nun aber eine niedrigere Summe an. Ein Richter erteilte der Übereinkunft bereits seinen Segen.

...

http://www.comdirect.de/inf/news/detail.html?ID_NEWS=1623428…
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.337.645 von MFC500 am 17.10.10 15:49:56Auf Basis vertraulicher Informationen soll er illegale Gewinne von rund 140 Millionen Dollar eingestrichen haben.


Und 67,5 Millionen muss er jetzt zurückzahlen.
Na das nenn ich jetzt mal ein Urteil mit abschreckener Wirkung für potenzielle Nachahmer!!!

:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.338.121 von Datteljongleur am 17.10.10 19:15:51ja, das ist schon hart. Auf dieser Basis wird niemand mehr Vergleichbares wagen. Der Schreiberling hat´s ja auch erkannt und in der Überschrift auf den Punkt gebracht: "US-Bankchef muss für Verfehlungen büßen".

Manchmal muß man sich schon fragen, wes Geistes Kind solche Journalisten(?) sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.338.155 von MFC500 am 17.10.10 19:28:46Ob dieses "System" wohl auch bei Banküberfällen funktioniert?

So z.B. 500000€ aus der Bank rausholen und zur Strafe 250000€ zurückzahlen!

Na das wäre ja mal wirklich ein innovatives Buisnessmodell!
Eventuell noch vom Staat mit einem Existenzgründerzuschuß honoriert!
:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.338.180 von Datteljongleur am 17.10.10 19:37:34Mal Brüderle vorschlagen; der ist Innovationen gegenüber stets aufgeschlossen

Schade nur, daß der Büßer kein Deutscher ist. Da hätten wir endlich wieder ein Vorbild für die Jugend. Wer freiwillig 50% abgibt, wäre zudem ein Kandidat für´s Bundesverdienstkreuz. St. Martin 2010


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