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Warum der DAX um 2.000 Punkte fällt - 500 Beiträge pro Seite



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Der “Sell in May and go away”-Monat Mai macht in diesem Jahr seinem Namen alle Ehre. 5 Prozent bzw. 350 Punkte hat der DAX im Wonnemonat schon verloren. Seit dem Jahreshoch am 16. März mit 7.194 sieht es noch düsterer aus. Hier schlägt schon ein Verlust von über 10 Prozent bzw. fast 800 Punkte zu Buche. Auf was müssen sich Anleger und Trader jetzt einstellen? War der 10%-ige Kursrutsch der Anfang vom Ende oder sind DAX-Aktien nun wieder günstig und kaufenswert?

Lesen sie den ganzen Artikel: Warum der DAX um 2.000 Punkte fällt
warum ist man Börsenanalyst? Weil man ein so gutes Herz hat und alle an seinen Erkenntnissen teilhaben lassen will? Oder weil man unbedingt Recht haben will und sich selbst gern auch jede gequirlte Scheiße reden hört?
Goldneurotiker
schrieb am 04.04.12 15:31:26
.12 15:31:26
Beitrag Nr.13
(43.001.540)

"Das sieht nicht gut aus ... ich schätze wir haben ein mindestens mittelfristiges Hoch gesehen. Alles passt: Goldman Sachs als Kontraindikator ruft auf zum Kauf von Aktien als "einmaliger historischer Chance", Charttechniker wie H. Weigand, Rocco Gräfe, Chris Zwermann liegen voll daneben (haben unisono einen quasi "sicheren" Anstieg auf 7400 oder mehr Punkte angekündigt), und der einzige, der etwas zu ahnen scheint, ist wieder einmal Marc Faber, der Anfang März von einer
bevorstehenden signifikanteren Korrektur sprach. Der Langfristchart des DOW zeigt bei einer jetzt einsetzenden deflationären crashartigen Korrektur im Abwärtstrendszenario unter das 2009er Tief in den 5000ern, im DAX und DOW würden die Aufwärtstrends seit den 80er Jahren gebrochen werden. Der beginnende Abverkauf der US Treasurys und der Staatsanleihen global paßt zu steigenden Zinsen und Aktiencrash. Und auch Gold wird in diesem Szenario eines deflationären Crashs als Vermögensschutz versagen. Das was man braucht (Energie, Nahrung) wird zu Höchstpreisen in einer entwerteten Währung vom laufenden Einkommen nicht mehr bezahlt werden können, will man aus seinen Rücklagen
etwas verkaufen (Aktien, Gold, Immobilien etc.) kann man es nur verschleudern und sich vom Gegenwert nicht mehr viel kaufen. Für die entwerteten Währungen werden die Rohstoff- und Nahrungslieferanten nichts mehr liefern, und sich wahrscheinlich nur noch selbst versorgen. Die FED und EZB werden keine QE's mehr machen können, weil dies den Verfall der Währungen ab jetzt beschleunigen würde - dass dies nicht nötig sei, weil es mit der Wirtschaft angeblich wieder aufwärtsgeht, dürfte nicht der eigentliche Grund sein. Das Kondatieff - Tief liegt jetzt vor uns ... Ich glaube, 5 nach 12, alles zu verkaufen, sofern man auf Kredit engagiert ist, um wenigstens schuldenfrei als Schrebergartenbauer durch den Schlamassel zu kommen. Damit wäre die "Unlogik", jetzt auf 6200 zu fallen um dann wieder auf 7000 zu steigen geklärt: Wir fallen ab jetzt salamiartig, teils crashartig auf neue Tiefs. "

So what??
Die Amerikaner Spielen mit uns wie sie wollen und das schlimme ist, unsere Börsenanalysten wissen das natürlich auch. Nur sie tun so, als wenn sie eine Daseinsberechtigung hätten...ich Frage mich für wenn. Es gibt keine logischen Erklärungen. Alles nur noch Spekulation. Frühe hieß es die Aussichten und die Bewertung einer Aktie ist Entscheidend für die Kursentwicklung. Wenn es so wäre müsste der DAX bei 10000 Punkte stehen und der Dow Jones bei maximal 9000. Die Börse wird immer uninteressanter für Deutsche Unternehmen und auch Aktionäre, die daran Glauben eine Art Altersvorsorge damit auf zu Bauen.
ja, habe ich geschrieben - ich bin wohl auch so einer ;-) Die Analysten haben soweit ich das in der letzten Zeit beobachtet habe keine gute Figur abgegeben. Man kann eigentlich sagen, dass kaum jemals ein Analyst vor einem 2000 Punkte - Crash vorher korrekt gewarnt hätte. Hingegen laberte Wieland Staudt von "absolut sicheren 8000" noch Mai / Juni 2011 (zuletzt schon wieder), Chris Zwermann will uns von 1666 im S&P missionieren, und ein krasses Beispiel ist Heiko Thieme, der eigentlich nie richtig liegt, aber seit 20 Jahren wegen seiner Unterhaltungsqualitäten in den Börsenmedien herumgeistert. Respekt habe ich nur vor ganz wenigen, wie Marc Faber, André Kostolany oder Roland Leuschel (wobei letzterer uns eigentlich immer nur vom großen Crash erzählt - und dies seit 1987 ohne Unterbrechnung - ab und zu liegt er dann richtig). Kurzum: Mehr Demut vor dem "ich weiß dass ich nichts weiß" würde so manchem Missionierer gut zu Gesicht stehen (mir selbst natürlich auch). so that's
Anal yst und Untergangsstimmungsmacher. Jetzt können sie sich wieder wichtig machen.
Aber brauchen wird sie keiner.
4500??? -find ich klasse, kann man wenigstens wieder billig einkaufen gehen :-)
@ teppichprofi

Haben Sie kein besseres Wortspiel auf Lager? Hab ich schon 100 Mal gelesen. *Gäähn*

Als 2011 der DAX auf 5.000 fiel, ging die Welt auch nicht unter. Und so wird es - falls die 4.500 kommen sollten - auch dieses Mal sein. Börsen steigen und fallen eben.
@..baer
bei diesem einkauf bin ich auch dabei ;)
Sehr mutig vom Autor, so einen üppigen Crash von vorherzusagen. Falls er damit recht behielte, wäre ich beeindruckt, aber ich habe erhebliche Zweifel.

Von Elliot-Wellen habe ich nicht viel Ahnung, zu fünfteiligen impulsiven Wellenüberschneidungen schweige ich darum lieber.

Was aber mindestens in den stark schwankenden letzten zwanzig Jahren eigentlich immer Bestand hatte, ist, dass die großen Indizes nach einem Crash mit größeren Verlusten ab 30% im darauffolgenden Jahr noch nie gleich wieder gecrasht sind. Üblicherweise geht ein Crash so weit, bis das Potential dafür ausgeschöpft oder sogar übertroffen ist, da bleibt kein Raum mehr für einen unmittelbaren Folgecrash. Der Anstieg im letzten Halbjahr hätte dafür höchstens eine Bärenmarktrally als Unterbrechung eines größeren Crashs sein können, aber dafür war der Aufwärtstrend zu groß und zu stabil.

3. Volatilitäts-Index VDAX-New: Dieser ist Mitte März mit einem Wert von 17 an einer markanten Aufwärtstrendlinie seit Anfang 2005 nach oben hin abgeprallt. Die Zielzone liegt nun zwischen 55 und 62,50. Die Volatilität wird also wieder deutlich zunehmen, auch wenn der Spitzenwert aus 2008 mit über 80 innerhalb der drohenden Abwärtsbewegung wohl nicht mehr erreicht werden wird. Steigender VDAX = fallender DAX.

2009 lag der VDAX zwischen 25 und 30. Nachdem der DAX aus dem Tief um ca. 40% gestiegen war, gab es einen Rücksetzer um gute 10% mit VDAX über 30, und danach ging der Boom umso kräftiger weiter.
Und diesmal ist der DAX aus seinem 2011er-Tief um ca. 40% gestiegen und danach bei einem VDAX von 28 um gute 10% gefallen. Vielleicht ist eine kleine Zwischenkonsolidierung nicht immer ein schlechtes Zeichen.

Viele Leser erinnern sich sicher noch an meinen provokanten "DAX Jahresausblick 2012" vom 3. Januar. Es kam anders.

Ja, so ist das leider mit den Prognosen. Darum sage ich lieber jetzt keine Boomfortsetzung voraus, obwohl ich sie aus historischen Vergleichen und Fundamentaldaten vermute.

Verhindern könnte dieses negative Szenario jetzt nur noch ein berherzter und nachhaltiger Sprung über die 7.000er Marke.

Und obwohl ich bei aller Skepsis den Mut zur Überzeugung beim Autor bewundere - dieser Nachsatz ist einer der ängstlichen Winkelzüge, die ich an Chartanalysen gar nicht mag, weil diese Sätze a la "Wenn der Kurs deutlich steigt, dann ist es wohl doch kein Crash" einfach nur tautologisch sind.
@ gnurpel

Börse ist immer Wenn-Dann-Spiel. Egal ob klassische Charttechnik oder Elliott Wave. Es geht immer nur um Wahrscheinlichtkeiten, da niemand in die Zukunft sehen kann.


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