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Der grosse Basar -- Buch von Daniel Cohn-Bendit - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 01.12.03 10:16:47 von
hossinger

neuester Beitrag 24.08.05 10:50:28 von
mouse_potato


Avatar
hossinger
01.12.03 10:16:47
Beitrag Nr. 1
Nachstehend einige Ausschnitte aus dem Kapitel «Little Big Men», veröffentlicht auf Seite 139 bis 147 des genannten Buchs, im unveränderten Originalwortlaut:

«Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die deutsche Studentenbewegung hat ihre eigenen antiautoritären Kindergärten hervorgebracht, die von den Stadtverwaltungen mehr oder weniger unterstützt wurden. Ich habe mich dann 1972 beim Kindergarten der Frankfurter Universität beworben, der in Selbstverwaltung der Eltern ist und vom Studentenwerk und der Stadt unterstützt wird. (...)

Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahrelang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren - eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Grossen vor sich geht. (...)


Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (...)

Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: "Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?" Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.»


Zu den ersten, die auf die pädophile Vergangenheit des Europa-Parlamentariers Cohn-Bendit aufmerk- sam geworden sind, gehörte der frühere deutsche Aussenminister Klaus Kinkel. Der Schwabe kämpft seit Jahren gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern.

In einem am 31. Januar 2001 in der Berliner Tageszeitung «B.Z.» publizierten offenen Brief an Cohn- Bendit verlangte Kinkel «eine deutliche Klarstellung, dass es in Kontakt mit den Kindern nie zu unsitt- lichen Berührungen bei Ihnen oder durch Sie gekommen ist». Die Art und Weise, wie sich Cohn-Bendit mit dem so sensiblen Thema, bei dem es um eine zentrale Frage der Moral geht, auseinandersetzt, lasse sich, so Kinkel, «weder mit der damaligen Situation der antiautoritären Kindererziehung noch mit Naivität erklären». Wer Kronzeuge für die Achtundsechziger Generation sein wolle, müsse «schon ernstzunehmende Massstäbe an sich selbst anlegen und anlegen lassen».

In seinem ebenfalls in der genannten Berliner Zeitung veröffentlichten Antwortbrief erklärte Cohn-Bendit, dass ihm damals «das Problem nicht bewusst» gewesen sei. Man habe versucht, «in einem kollektiven Diskurs eine neue Sexualmoral zu definieren». Bei den geschilderten Sexszenen habe es sich um eine «ich-bezogene Selbstreflexion» gehandelt, mit der er habe «zuspitzen und provozieren» wollen. Dabei wolle er sich «als Tabubrecher profilieren».

Mit dieser Antwort hat Cohn-Bendit die von ihm verlangte Klarstellung, dass es nicht zu sexuellen Kontakten mit Kindern gekommen ist, offensichtlich nicht abgegeben. Dass es sich bei den Schilderun- gen seiner Sex-Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern nicht um Fiktion, um Phantasie oder um blosse Provokation handelte, zeigen die Inhaltsangaben auf dem Umschlag des Buches: Darin wird erklärt, dass Cohn-Bendits «Erzählungen und Reflexionen aus dem "Basar" gleichzeitig Bestandesaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» sind, «lebendig geschriebene und spannende Berichte und Selbstdarstellungen von denen, die der Gesellschaft Widerstand entgegen- gesetzt haben».

Cohn-Bendits Stellungnahme tönt nach Rechtfertigung. Treffend hält Klaus Kinkel am 1. Februar 2001 in der Zeitung «B.Z.» in einer Replik zu Cohn-Bendits Reaktion fest, dass, wer nur einen kleinen Funken Verantwortung habe, in einer so ungeheuerlichen Sache nicht nach Rechtfertigung suchen dürfe. Der selbsterklärte grosse Moralisierer der Achtundsechziger habe sich mit seiner Reaktion jetzt entlarvt. Die schrecklichen, unter keinem Titel zu rechtfertigenden sexuellen Missbräuche von anvertrauten fünf- jährigen Kindern sind eines. Das andere ist das grosse Schweigen, das sich heute über diese furcht- baren Ereignisse ausbreitet. Bei der Beurteilung der Vergangenheit von linken Politikern werden beide Augen zugedrückt. Und diejenigen Tatsachen, deren Durchsickern an die Öffentlichkeit nicht verhindert werden kann, werden heroisch verniedlicht und mit den damaligen Zeitumständen erklärt. Die Geschichte der Achtundsechziger wird noch geschrieben werden müssen.

Vollständige Textangaben sind mir wegen unglaublicher Detailangabe nicht möglich.
Avatar
konns
01.12.03 10:36:25
Beitrag Nr. 2
Es ist erschreckend, dass eine Partei wie die Grünen vorgibt, in Sinne der Zukunft der Menschen zu handeln und dann solche Subjekte für Wahlen nominiert werden. Aber offenbar ist das Thema Käfighaltung wichtiger als der Schutz von Kindern.
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stirner
01.12.03 11:59:03
Beitrag Nr. 3
Das Thema macht auch den Grünen Ärger.

Aber die Vorkämpfer der Basisdemokratie haben eine Diskussion abgewürgt. Auf ihrem Forum werden entsprechende Beiträge gelöscht, vor allem Zitate von Cohn-Bendit selbst. Dann wurde der Thread geschlossen. Das kennen wir hier ja auch.

Der Rest des Threads ist immer noch lesenswert:

http://www.gruene-fraktion.de/jsp/community/gf_forum.jsp?For…
Avatar
cyberwilly
01.12.03 12:32:06
Beitrag Nr. 4
Wie kann man nur so nachtragend sein!

Ich weiß es zwar nicht genau, aber
ich denke doch, dass Cohn-Bendit heute
nicht mehr mit Kindern rummacht und
auch keine Terroristen mehr verstecken tut.

Einmal muss doch auch Schluss sein mit
der Vergangenheit.

:laugh:
Avatar
hossinger
01.12.03 13:53:25
Beitrag Nr. 5
Man beachte das grosse Schweigen der Medien. DCB ist immerhin der Spitzenkandidat einer Regierungspartei für das Europäische Parlament.

Bei Hohmann haben sich die Medien auf alle Lebensfragmente (Freunde, frühere Reden, Nachbarschaft etc.) gestürzt um weitere "Belastungsargumente" zu sammeln.

Das Cohn-Bendit Kinder missbraucht hat (verklag mich doch) habe ich erst heute zufällig erfahren. Keine Reportage über die Kinder (heute sicher oftmals selbst Eltern) oder die damaligen Eltern (Vertrauensverhältnis aufgebaut).

Wer einmal Pädophil ist bleibt das sein Leben lang! Psychologen können nur den Trieb begrenzen! Einer wie Cohn-Bendit der schwärmerisch von "klitoralen Streichelorgien" bei 5-jährigen Mädchen erzählt muss man als das betrachten was er ist

Ein gestörter Pädophiler der dringendst ärztlicher Hilfe benötigt!
Avatar
konns
01.12.03 16:56:22
Beitrag Nr. 6
LOL, das Forum der basisdemokratischen Grünen sieht aber gut aus; löschen und threads schliessen, wenn es die Grünenpromis trifft.
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goldless
01.12.03 17:10:44
Beitrag Nr. 7
konns,

und der Hit ist, daß die offensichtlich auch einen Beitrag
von Bandit, tschuldigung Bendit selbst gelöscht haben.

Ich nenne sowas Panik.
Avatar
konns
01.12.03 20:04:45
Beitrag Nr. 8
Wenn man so von Cohn-Bendits Vergangenheit liest, kann man nur hoffen, dass der einem nicht mal begegnet - das scheint auch für Erwachsene ein gefährliches Subjekt zu sein.

@goldless

Tja, das ist die gelebte Basisdemokratie der Grünen. Ich bin mal gespannt, was die zu Joschka früheren Aussagen mit Arafat zusammen schreiben würden, in denen es gegen Israel ging. Ob die Medien die auch so unaufhörlich bringen würden wie das Thema Hohmann?
Avatar
hossinger
02.12.03 17:27:00
Beitrag Nr. 9
Mal schauen ob man nicht doch etwas bewegen kann in D.
e.mails mit dem Text aus #1 sind verschickt an

-Kinderschutzbund
-mehrere SPD/CDU/CSU/FDP MDB´s
-Gruenen-Homepage (sofort gelöscht)?!?!?!?!?
-Focus/Stern

Ich fasse es immer noch nicht -
Ein bekennender Pädophiler ist Spitzenkandidat einer Regierungspartei und die Grünen wollen das Sexualstrafrecht ändern auf die Linie:
Freiwilliger Sex soll keine Altersbeschränkung mehr haben. Zur Erinnerung: Cohn-Bendits "Sexpartnerinnen" waren 4 - 5 Jahre alt!!!!!!!!!!!
Avatar
goldless
02.12.03 17:44:44
Beitrag Nr. 10
hossinger,


das war eine ausgezeichnete Idee. Es wäre schön wenn du uns
über Reaktionen, falls es die überhaupt geben wird, informieren
würdest.

Fürchte nur, das Thema ist allen viel zu heiß.
Avatar
stirner
02.12.03 19:12:12
Beitrag Nr. 11
!
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farniente
02.12.03 19:43:26
Beitrag Nr. 12
!
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makaflo
02.12.03 19:48:53
Beitrag Nr. 13
# 12

Kiffer, Vorbestrafte, Steinewerfer, (Ex)Kommunisten usw.
Avatar
goldless
02.12.03 19:59:20
Beitrag Nr. 14
Vielleicht wäre es ja keine schlechte Idee, die Plakate die
uns in Kürze eine Wahl dieses "netten Onkels" schmackhaft
machen sollen mit Auszügen (natürlich ungekürzt) aus seinem
literarischen Meisterwerk zu verzieren.

Damit das auch der Letzte kapiert, wer da zur Wahl steht.

Ich persönlich wäre zu tatkräftiger und wirtschaftlicher
Hilfe gerne bereit.
Avatar
BlueJoe
02.12.03 20:29:22
Beitrag Nr. 15
#12

Schily: Terroristen-Anwalt
Scheel: Großkapitalliste
Bütikofer: Altkommunist
Ex-Karsli: Antisemit

Gruß

BlueJoe
Avatar
Eviva
03.12.03 02:22:55
Beitrag Nr. 16
hossinger, die `Antwort` zu dieser Pädokriminalität würde hier wohl alle interessieren. Hattest Du es auch an den Herrn Kinkel gesendet ?

Den Thread von isch kennst Du.
u.A. auch Thread: ?


Eviva
Avatar
farniente
03.12.03 09:02:07
Beitrag Nr. 17
Also ist diese Type ein Pädophiler, und als ob das nicht reichen würde ein Terroristenunterstützer - also ein Schwerkrimineller.
Geschützt vor der Justiz durch einflussreiche Freunde, ein beklopptes EU-Parlament und eine verschlafene Staatsanwaltschaft die sich lieber um Schwarzfahrer aus der U-Bahn kümmert.

Aber wenn ich mir dann das moralischen Gefasel der Grünen vor Augen halte in der Sache Hohmann, dann wird mir richtig übel. Egal wie man zur Hohmann-Rede steht, die Vorverurteilungsorgie und die Moralinschweren Gesichter mit dem sabbernd geäusserten Abscheu kann man angesichts dieses kriminellen Grünen-Günstlings nur noch als Hohn, Verarsche und blanken Zynismus werten.
Ein Haufen Pharisäer die sich im Grunde genommen alle der Beihilfe schuldig gemacht haben.

:(
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hossinger
03.12.03 09:08:21
Beitrag Nr. 18
#eviva
Kinkel hat ja bereits versucht die Sache zu publizieren, aber es fand sich ausser der BZ fast niemand der dieses "tabuthema" aufdeckt. Übrigens hat Cohn-Bendit während des jahrelangen Kindesmissbrauchs mit Aussenminister Fischer zusammengelebt. Wusste der davon? Bei der lockeren Art von DCB über die Straftaten zu reden - wahrscheinlich schon!

Cohn-Bendit ist ja unser Muster-Multikulti, waere vielleicht interssant wie die türkische Gemeinde über "Klitorale Orgien" mit Ihren Kindern denkt.

Alle die hier zustimmen können bei der Weiterverbreitung von #1 helfen. Der Zeitaufwand ist minimal, rechtliche Probleme unwahrscheinlich und ein Ergebnis im Interesse vieler - auch der Kinder die auf diese Art von TABUBRÜCHEN sicher gern verzichten!
Avatar
farniente
03.12.03 11:33:05
Beitrag Nr. 19
!
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konns
03.12.03 16:23:07
Beitrag Nr. 20
@farniente

Eigentlich solltest Du froh sein, dass so wenige sich dafür interessieren. Stell Dir vor, wieviel Schuld und und wir alle an der Sache haben, das Cohn-Bendit sicher nur ein Opfer der Umgebung und der Gesellschaft ist. Das würde wirklich Schuldgefühle in Dir wecken, dass dieser arme Mann, dem es eigentlich nur um das Wohlergehen der Menschen geht, eigentlich von uns allen so schlecht behandelt wurde, dass er so handeln musste.

Mittlerweile habe ich sowieso meine Problem damit, zu verstehen, was die Grünen wollen. Früher zu deren Grünungszeit waren das meist Idealisten, die sich einige Themen - dabei vor allem den Umweltschutz - auf die Fahne geschrieben hatten. Heutzutage kommen die mir extrem machtbesessen vor und haben eigentlich nur noch Spass daran, anderen das Leben schwer zu machen, wobei sie selbst die eigenen Vorteile immer weiter ausbauen und ausnutzen.
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Erika007
03.12.03 20:37:52
Beitrag Nr. 21
#19

du irrst!

cohn bendit und fischer waren nie linke.

cohn hatte es im zusammenhang mit der de gaulle-vertreibung zu seinem general massu ins saarland selbst eingeräumt.

fischer war im zusammenhang mit dem todesfall bei der frankfurter hausbesetzung 3 tage eingekastelt. jeder staatsanwalt hätte damals daraus eine mordanklage zimmern können.

allein, es geschah nichts! hatte fischer sich für die zukunft nützlich machen wollen?

so nützlich wie klaus urban, der die waffen vom "verfassungsschutz" der raf zulieferte, wie schily seinerzeit sich verplapperte.

was beide aber waren? sie waren struckturenzerstörer, damit hernach, milton friedman läßt grüßen, staatlichkeit leichter zu privatisieren sein würde."lumpenproletarier" (cohn war keiner)wollen nach oben, hier läßt schröder grüßen.

"kein deutscher sonderweg" sagte fischer später als außenminister. er weiß natürlich, daß der sonderweg im wesentlichen darin bestand, daß "oben und unten" sich schon zu preußens zeiten ziemlich nahe wahren, wärend in england die companys in 1853 400.000 londoner verhungern ließen, in einer zeit, als die halbe welt für "england" rackern mußte. denk mal an die sprichörtliche "englische krankheit"=rachitis - bis nach dem 2. weltkrieg.

nun können cohn und rebecca harms ja "grüne" gentechnologie durchsetzen. erika mann hat ja gezeigt wie frau "sozialistischen" software-patentschutz ins werk setzt.
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regierungswechsel
03.12.03 20:47:53
Beitrag Nr. 22
!
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konns
04.12.03 08:28:05
Beitrag Nr. 23
Das Delirium: Danys offener Latz


Im Mai 1968 hat Daniel Cohn-Bendit eine hübsche Figur gemacht, als er verschmitzt einem Pariser Polizisten ins Gesicht grinste. Das Schwarzweiß-Foto, das den sommersprossigen "Dany le Rouge" in dieser Pose auf den Barrikaden zeigt, gehört zu den "Mythen des Alltags" jener Zeit. Doch nicht Roland Barthes` gleichnamiges kleines Meisterwerk ziert das Foto. Dany lacht vielmehr auf einem Band der Seminare Jacques Lacans, der den Titel trägt L`envers de la psychanalyse, was soviel heißt wie "Jenseits der Psychoanalyse" - eine Variation auf Freuds Abhandlung Jenseits des Lustprinzips. Jenseits des Lustprinzips herrscht bekanntlich der Todestrieb, aber was herrscht jenseits der Psychoanalyse? Die Revolte. Und es ist durchaus eine lohnenswerte Frage, ob die 68er-Revolte eher auf Seiten des Todestriebs oder auf Seiten des Lustprinzips anzusiedeln ist beziehungsweise war.

Was uns Deutschen zur Zeit die Zerreißprobe um Joschka Fischers Steinwurf aus dem Jahr 1973 auf einen Polizisten ist (wohl eher dem Todestrieb zuzurechnen), ist den Franzosen die Zerreißprobe um Daniel Cohn-Bendits unvorsichtiges, im Rausch der Diskurse gemachtes Bekenntnis, sich von Frankfurter Kita-Kindern gelegentlich den Hosenlatz geöffnet haben zu lassen (hier gab wohl eher das Lustprinzip den Ton an). Die Zeilen, aus Provokation geschrieben, wie Cohn-Bendit heute sagt, sind kürzlich von interessierter Seite wieder einmal exhumiert worden; sie stehen in dem Buch Le Grand Bazar, 1975 erschienen. In einem Jahrzehnt also, von dem heute plötzlich alle meinen, es sei ein einziges Delirium gewesen.

Wenn dem so war - was ja nicht stimmen muss -, dann wäre jedenfalls das Delirium das Objekt der Begierde gewesen, und der Steinwurf gegen die Staatsmacht oder das grenzüberschreitende, erotisch angehauchte Bekenntnis über die Verführbarkeit durch Kinder bloß Mittel zum Zweck jenes Deliriums; eines Deliriums, dem die intellektuellen Größen der Zeit - ob Foucault, Sartre oder Guattari - das Wort geredet haben. "Die Geschichte dieser Ideen-Bewegung ist noch zu schreiben", gibt Roger-Pol Droit nun in Le Monde zu bedenken.

Während bei uns die Gewaltfrage verniedlicht wird, indem man sie gar nicht mehr zulässt, schauen die französischen Medien der Sexualfrage direkt ins Auge. Nachdem Libération, die aus der 68er-Bewegung hervorgegangene Tageszeitung, sich jüngst einer kritischen Selbstbefragung unterzogen und festgestellt hat, dass auch in ihren eigenen Reihen die Grenzen zur Pädophilie nicht immer erkannt worden seien, stellt Le Monde ein Dossier zusammen, das auf beeindruckende Weise vernünftig ist: Die "Befreiung der Kinder", die "Anerkennung ihrer Sexualität", ihrer "Autonomie" - das seien die (naiven) Leitmotive gewesen, die das antiautoritäre Denken und Hoffen damals gelenkt hätten; wobei man sich auf vornehme Quellen berufen zu können glaubte, Freud & Marx. Genauso wie Cohn-Bendits jetzt ausgegrabenes "Bekenntnis", gehören die Kursbuch-Protokolle über Gutenachtrituale der Kommune-I-Leute mit WG-Kids in diesen Kontext. Heute pflegt man Kinder gern als Opfer zu sehen. Auch diese (hysterische) "Ideen-Bewegung" wird eines Tages geschrieben werden müssen. I.H.
Avatar
hossinger
04.12.03 09:13:45
Beitrag Nr. 24
Genau diese Leute haben die Rechtfertigung von Handlungen anderer, mit den jeweiligen Bedingungen in der relevanten Zeit, NIE akzeptiert und haben auf Bestrafung mit der JETZTZEIT-Justiz bestanden.

Mir wäre es völlig egal mit welchen Motiven ein 24-jähriger mit meiner 4-jährigen Tochter "klitorale Streichelorgien" vollführt!!!!!

Dieses Subjekt darf nicht an einer europäischen "liberalisierung" des Sexualstrafrechts mitarbeiten!:mad:
Avatar
konns
04.12.03 09:18:09
Beitrag Nr. 25
bei dem Begriff "Lufthoheit über den Kinderbetten" kann es einem Angst und Bange werden, wenn man das so liest.

Leider sind offenbar Kröten schützenwerter als Kinder
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hossinger
08.12.03 14:56:35
Beitrag Nr. 26
Cohn-Bendit bei Sabine Christiansen


"Ich würde selbstkritisch zu meiner Generation sagen: Wir haben den Kindergarten unterschätzt. Wir haben gesagt, da muss man spielen und spielen lernen. Wir haben unterschätzt, dass man im Kindergarten ganz anders auch schon Voraussetzungen schaffen kann fürs Lernen. Das kann man auch spielerisch machen."

Aus sabine-chistiansen.de
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konns
08.12.03 16:42:54
Beitrag Nr. 27
ob der Stern auch über Cohn-Bendit ein Story herausbringt - Michael Jackson war ja vor 2 Wochen dran.
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Eviva
08.12.03 23:08:40
Beitrag Nr. 28
#27,
mit dem Unterschied der Situation zu Deutschland, daß M.J. durch eine Gesetzesänderung angeklagt werden kann, die es dem Staatsanwalt ermöglicht Strafanzeige zu stellen, ohne direkte Anzeige und Zeugenaussage eines "Opfers".




http://www.sabine-christiansen.de/2003/12/07/c_gast10.html
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konns
09.12.03 07:19:37
Beitrag Nr. 29
#28

gut, das ist der strafrechtliche Aspekt, aber Medien, die meinen aufklären zu müssen, müssten meiner Meinung nach das Thema Cohn-Bendit aufgreifen und publizieren, wenn sie glaubhaft bleiben wollen. Bisher scheint das in Deutschland ein Tabu zu sein im Gegensatz zur Schweiz und zu Frankreich.
Avatar
Astur
10.12.03 00:17:43
Beitrag Nr. 30
Diese Tatsachen dürfen nicht totgeschwiegen werden, auch wenn es hier so einige gerne hätten.

Wir sollten dafür sorgen, dass dieser Thread immer ganz oben zu finden ist!!
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farniente
10.12.03 10:50:53
Beitrag Nr. 31
Bei den Grünen gilt die Moral und der Anstand immer nur für die anderen. Ganz gerne beruft man sich darauf wenn man anderen Schaden zufügen kann.

Aber diese selbsternannten Gutmenschen vergessen daß
wer auf andere mit dem Finger zeigt, zeigt auch immer mit 4 Fingern auf sich selbst.

Das sieht man natürlich bei dieser Type etwas schlecht weil er die Hände noch unter dem Rock von kleinen Mädchen hat.
:( :(
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Eviva
10.12.03 22:09:19
Beitrag Nr. 32
Strafverfolgungshindernisse:

Verjährung (§§ 78 ff. StGB): sehr str., teilweise wird Strafaufhebungsgrund, teilweise wegen der " Doppelnatur", d.h. zugleich Strafaufhebungs- und Strafverfolgungshindernis, ein gemischtes Rechtsinstitut angenommen;
Immunität (Art. 46 I GG) als ein auf Zeit des Mandats begrenztes Prozeßhindernis; Exterritorialität, d.h. Befreiung der diplomatischen Vertreter eines anderen Landes von der Gerichtsbarkeit des Empfängerstaates (§§ 18 f GVG) u.a.
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farniente
11.12.03 13:03:50
Beitrag Nr. 33
Erst gibt man seinen perversen Neigungen nach, dann verdient man noch Geld damit indem man darüber ein Buch schreibt, dann unterstützt man Terroristen auf der Flucht, bewegt sich frei und ungezwungen durch alle Talk-Shows, hat natürlich Immunität, und damit die nicht verloren geht und der Lebensunterhalt gesichert ist läßt man sich wieder nach Straßburg wählen,

irgendwie hofft man noch auf den Nobelpreis
(den haben schon ganz andere Pfeifen bekommen)

und - das ist sehr wichtig - man entrüstet sich lauthals über jeden wertkonservativen, absolut verabscheuungswürdigen und völlig unmoralischen "Normalpolitiker".

Meine Abscheu vor den Grünen hat einen Namen: Cohen-Bendit.
:(
Avatar
hossinger
11.12.03 14:28:16
Beitrag Nr. 34
!
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Eviva
11.12.03 18:01:03
Beitrag Nr. 35
Also hossinger, alle Achtung.
Er kann Dich nicht anzeigen. Wegen was denn ? Verleumdung fällt doch weg. Bestreiten auch, oh, vielleicht wegen "Raubes" des Gedankengutes, Du weißt schon, Copyright und so.
Und farniente, schlimmer geht`s wirklich nicht.
Eigentlich will ich mich nicht jeden Tag mit diesem Sch...typ befassen. Ihr habt Euch auch etwas Ruhe verdient.



Eviva
Avatar
konns
11.12.03 18:15:33
Beitrag Nr. 36
@Eviva

Du magst ja richtig liegen, dass man sich nicht täglich mit Cohn-Bendit befassen sollte, aber er ist bei einer unserer Regierungsparteien Spitzenkandidat für die Europawahl und es wird ja immer mehr Gesetzgebung von Europa kommen.
Sollte dann die Ausfassung, die diese Person hat, wirklich ins Gesetzgebungsverfahren einfliessen? Also das wäre wirklich ein Horrorszenario sonders gleichen. Leider wird über solche Dinge die Öffentlichkeit nicht informiert bei uns (im Gegensatz zu Frankreich und der Schweiz), weil es offenbar brisante wichtigere Themen gibt, die hochgepusht werden.
Avatar
Eviva
11.12.03 18:28:25
Beitrag Nr. 37
@konns, ich lag lange Jahre falsch, weil ich mich von diesem scheußlichen Blender in Bezug auf ein paar *europäische* Tendenzen täuschen ließ !
Übrigens ist dieser Bütikofer, der doch das Bundesverdienstkreuz bekam, hinsichtlich Sex mit Kindern genauso krank, weil er diese Gesetzesvorgabe unterstützte, wie so einige andere auch.
Avatar
christkrishna
11.12.03 18:32:51
Beitrag Nr. 38
Die "Kleine Familie" ist in der Evolution der Menschen
recht neu.

Wir haben ziemlich locker ueber Jahrmillionen in Sippen gelebt.
Freier Sex war selbstverstaendlich.
Wer eine Anziehung bemerkte, schlief mit dem neuen oder
alten Partner.
Frauen wussten oft nicht von wem das Kind war.
Das spielte auch keine Rolle, das Kind gehoerte der Sippe.
Die Sippe hatte die Verantwortung dafuer.

Das Leben war gewiss einfacher.
Die "Kleine Familie" schafft nur Neurosen,
die weitergegeben werden ueber Generationen.

Auch Perversionen sind eine Ausgeburt der Familie
und dem politisch kirchlichen Konzept dahinter.
In diesem Konzept reichen sich Kirche und Staat die
Haende.
Avatar
Eviva
11.12.03 18:37:22
Beitrag Nr. 39
#38, Thema verfehlt !
Avatar
christkrishna
11.12.03 18:51:57
Beitrag Nr. 40
zu # 1

mein staendiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotischee Zuege an...

darauf bezieht sich mein letztes Posting...
Avatar
farniente
11.12.03 19:19:53
Beitrag Nr. 41
@ Eviva

Ich verstehe daß Du genervt bist. Aber ich hole den Thread bei jeder Gelegenheit wieder hoch aus zwei Gründen:

1. Einem mißbrauchten Kind ist es ziemlich egal von wem es seinen Schaden fürs Leben hat, ob von einem "Prominenten" oder einem Otto Normaltäter, der natürlich mit der ganzen Verlogenheit und Scheinheiligkeit zu der diese Gesellschaft fähig ist, öffentlich zerlegt wird.

2. Ich weiß nicht warum ich mich in Dutzenden von Threads über die einzelnen Politikthemen aufregen soll. Wenn diese verlogenen Charakterdrecksäcke erst mal aus der Politik draussen wären hätten wir schon viel geschafft.

Solche Typen gehören nicht zu dem Problem, sie sind das Problem.

# 38 christkrishna

Entweder ich verstehe Dein Posting nicht oder Du hast etwas zu scharfes geraucht !!!!
Was hat die Sippe der Neandertaler mit dem Verhalten von Cohen-Bendit zu tun ?
Oder ist der Papst daran schuld wenn der Drecksack kleinen Kindern unter den Rock greift ?
Oder willste hier den großen Psychomacho mimen "Mutter Hure, Vater Trinker und die Gesellschaft ist an allem schuld !"

Verschon mich bloß mit so einem Mist !!Wer in Kindergärten kleine Kinder am Geschlechtsteil streichelt oder in Thailand die Not kleiner Kinderprostituierten ausnutzt ist eine Drecksau und gehört in den Knast. So einfach ist das !! Capisce !?!

:(
Avatar
goldless
11.12.03 19:49:28
Beitrag Nr. 42
Was mich bei dem Thema so wütend macht ist die Tatsache, daß
diese Sauerei von der gesamten Journallie völlig ignoriert wird.

Ich meine, wir reden über einen wirklich Kriminellen. Wir
reden über ein absolut widerliches Verbrechen. Das zu Recht
normalerweise mit langjährigen Haftstrafen geahndet wird.

Aber diesem Typ wird der rote Teppich gerollt. Eigentlich
sollte er in Sack und Asche gehen, stattdessen tingelt er
durch die Talkshows. Und kassiert Beifall.

Wenn ich dagegen sehe, wegen welcher Nichtigkeiten Politiker
anderer Parteien, gerade in jüngerer Vergangenheit förmlich
hingerichtet wurden, dann verstehe ich diese Welt nicht mehr.

Verdammt noch mal, was kann man denn tuen, um diese ungesühnte
Straftat mal einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Die Mailaktionen von hossinger empfinde ich ja als einen wich-
tigen ersten Schritt. Aber sie scheinen den angeschriebenen
wohl "am Arsch vorbei" zu gehen.

Hat denn keiner eine Idee?
Avatar
christkrishna
12.12.03 09:31:29
Beitrag Nr. 43
# farniente

Sexuelle Perversionen kommen aus der Unterdrueckung ganz
natuerlicher und normaler Sexualitaet.
Das ist nicht neu, oder?

Wer seine Sexualitaet frei ausleben kann, wird nie
und nimmer Interesse an den Dingen haben, die Dich so aufregen und so zerstoererisch fuer Kinder sind.

Jede Religion ist gegen die natuerliche Ausuebung von Sex.
Wird die Sexualitaet richtig gelebt, verschwindet sie nach
und nach in unserem Kulturkreis so zwischen 50 und 60.
Im Osten frueher.
Wer dann noch Sex im Kopf hat, gilt dort als dirty.

Sex unterdrueckt entfernt sich von seinem natuerlichen Zentrum und bewegt sich in den Kopf.
Das ist das Ergebnis jahrhundertelanger Unterdrueckung und
Verurteilung durch die Religionen.

Das ist doch so offensichtlich, ich weiss nicht warum du
dass nicht blickst?
Avatar
konns
12.12.03 09:50:18
Beitrag Nr. 44
komisch, wenn doch Cohn-Bendit eigentlich nun Opfer ist, dann verstehe ich wirklich nicht mehr, warum die Medien bei uns das totschweigen (im Gegensatz zum entlasteten Michael Jackson). Das wäre doch eine ideale Wahlkampfergänzung für den Grünen Europa Spitzenkandidaten. Er kann mit der Thematisierung der Vorgänge dann doch nur Punkte sammeln, als arme, unterdrückte Kreatur, die einfach so handeln musste.
Avatar
farniente
12.12.03 09:57:12
Beitrag Nr. 45
Diese Erklärungsversuche sind schlicht absurd.
Eine Religion mag vielleicht Deiner Meinung nach etwas unterdrücken, tatsächlich liegt in keinem Bett ein Pfarrer oder Imam oder sonst ein Aufseher.

Weder haben sich sexuell freizügige Kulturen als kriminalitätsfrei erwiesen, noch kannst Du mir irgendeinen Kulturkreis benennen indem die Kriminalitätsrate wegen der Religion besonders hoch ist.

Religion wird momentan von besonders einfach denkenden Menschen auf Politik reduziert, wie wir es im Islam erleben, und in christlichen Ländern auf Sex, weil sich auf diesem Gebiet die Protagonisten solcher verquasten Theorien den schnellsten Zulauf geistig einfach strukturierter Menschen versprechen. Die schlagwortartigen imperativen "da gibt es keinen Widerspruch" - Denkverbote äußern sich dann bevorzugt im appelieren an niedrige Instinkte, wie "mein Bauch gehört mir" oder andere intellektuelle Meisterleistungen.

Aber wer eine solche Neanderthaler-Logik braucht, der wird auch glauben daß ein Säufer zum Trinken begonnen hat weil er ein Problem lösen wollte.
Alkohol löst keine Probleme, er schafft Probleme.

Im Übrigen ist diese perverse Argumentiererei wie Du sie benutzt wirklich nicht neu. Hin und wieder, wie bei der Inquisition läuft dann dieses "physikalische Denken" Druck erzeugt Gegendruck und der braucht ein Ventil, schon mal auch in die andere Richtung. Religionen in ihrer ganzen Komplexität, ihren Philosophien, ethischen und moralischen Werten, einfach auf das zu reduzieren was einem gerade opportun erscheint ist mittelalterliches Denken.

Aber die Erfahrung lehrt uns daß uns die Erfahrung nichts lehrt. Warum soll es hier am Board anders sein ?
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for4zim
12.12.03 09:59:29
Beitrag Nr. 46
#43: Diese Thesen sind nicht nur nicht belegt, sie stehen auch im Widerspruch mit modernen Erkenntnissen der Psychologie und Psychiatrie. Krankhafte sexuelle Neigungen können sich durch stetes Testen gesellschaftlicher Normen entwickeln, wenn eine instabile Persönlichkeit vorliegt. Das Wegfallen von Normen führt also nicht etwa zur Entwicklung einer "gesunden" Sexualität, sondern zu einem Auseinanderentwickeln des Sexualverhaltens bei den Menschen, wo ein Teil sich weiter normal verhält und ein Teil sich in Richtung abnormen Verhaltens entwickelt. Was als abnorm und was als gesund zu gelten hat, ist immer willkürlich, weil die gesetzten Normen irgendwo dies abgrenzen müssen und der Übergangsbereich dann so behandelt wird wie die voll entwickelte Perversion. Das ist der Preis dafür, daß Neigungen, wie Pädophilie und Zoophilie, Lustmord und Vergewaltigung bekämpft werden. Viele Pädophile entwickeln diese Neigung nicht aus einer unterdrückten Sexualität heraus, sondern wegen interfamiliären Konflikten, z.B. einer übermächtigen Mutter. Die richtige Reaktion ist dann keinesfalls, Pädophilen freie Bahn zu lassen, sondern im Gegenteil frühzeitig enge Grenzen zu setzen, um dann zumindest Grenzpersönlichkeiten aufzufangen. Einige Menschen lassen sich aber nur durch langwierige Therapie oder sogar nur durch dauernde Sicherheitsverwahrung aufhalten. Das ist bedauerlich, aber ist nun einmal so unvermeidlich, wie die Möglichkeit des Auftretens anderer Erkrankungen.

Was übrigens die angeblich gesunde Sexualität des steinzeitlichen Menschen angeht, haben wir keine Daten darüber, wieviele Pädophile es im Neolithikum gab. Wir können aber sicher davon ausgehen, daß es welche gab, weil alle Perversionen auch krankhaft schon genetisch angelegt sein können oder durch prägende Einflüsse der Kindheit zum Ausbruch gebracht werden können. Man bedenke etwa, daß Männer genetisch dazu veranlagt sind, sich einen möglichst jung aussehenden Sexualpartner zu suchen. Genauso, wie einige Männer von diesem Schema abweichen, indem sie ältere Frauen bevorzugen, können einige Männer auch eine Überveranlagung haben und schon vorpubertäre Mädchen attraktiv finden. Es gibt auch Gruppen, die eine weite Verbreitung der Vergewaltigung in vorhistorischer Zeit ausmachen. Die Verbreitung von Zoophilie nötigte schon zu Beginn der historischen Zeit Religionsführer dazu, Gesetze dagegen zu formulieren.
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Questorix
12.12.03 10:11:22
Beitrag Nr. 47
!
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farniente
12.12.03 10:18:04
Beitrag Nr. 48
# 47

Danke Questorix für Deine Hilfe.
Die Würde des Menschen ist unantastbar !!

Wer ein kleines Kind sexuell mißbraucht tastet es aber nicht nur an, er zerstört die Seele.
:(

Gleichzeitig entschuldige ich mich bei allen hier für meine Wortwahl, aber diese Themen wühlen mich fürchterlich auf, ich bin teilweise richtig krank wenn ich soetwas höre oder lese.
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hossinger
12.12.03 12:47:36
Beitrag Nr. 49
174 StGB: Sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen

(1) Wer sexuelle Handlungen 1. an einer Person unter 16 Jahren, die ihm zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut ist, 2. an einer Person unter achtzehn Jahren, die ihm zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut ist oder ihm im Rahmen eines Dienst- oder Ausbildungsverhältnisses untergeordnet ist, unter Mißbrauch einer mit der Erziehungs-, Ausbildungs-, Betreuungs-, Dienst- oder Arbeitsverhältnis verbundenen Abhängigkeit oder

3. an seinem noch nicht achtzehn Jahre alten leiblichen oder angenommenen Kind vornimmt oder an sich vornehmen läßt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer unter den Voraussetzungen des Absatz 1 Nr.1 bis 3

1. sexuelle Handlungen vor dem Schutzbefohlenen vornimmt oder

2. den Schutzbefohlenen dazu bestimmt, daß er sexuelle Handlungen vor ihm vornimmt, um sich oder den Schutzbefohlenen hierdurch sexuell zu erregen, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bestraft.
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PolyMod [Mod]
12.12.03 13:58:36
Beitrag Nr. 50
Ich bitte auch bei diesem sensiblen Thema die Grenzen des guten Geschmacks zu wahren.
Ich habe einige Postings gelöscht, in denen diese Grenzen deutlich überschritten wurden.

PolyMod.
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farniente
12.12.03 14:17:21
Beitrag Nr. 51
PolyMod

Vielen Dank für Dein Posting. Das hat den Thread wieder hoch gebracht.
:D

Bezüglich der Postings und dem "Geschmack" denke ich irrst Du. Einige hier wollen ganz bewußt durch eine rüde Ausdrucksweise den Täter, seine Partei oder irgendjemand, der zu dieser skandalösen und mafiösen Omerta beiträgt, zwingen Anzeige zu erstatten. Das wäre eine gute Art und Weise diesen sauberen Herrn ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Nicht wegen seinem Geschwätz, wie bei Christiansen, sondern vor einem deutschen Gericht, für seine Taten.

Aber ich gehe davon aus daß Du schon auf der Seite der empörten Poster bist und halt nur die akademische Contenance und Etikette gewahrt haben möchtest.

Aber genau dahinter versteckt er sich.
Nun gut, solange Du diesen Thread hochbringst darfste weiterlöschen.

:D :D

Im Übrigen handelt es sich um ein Offizialdelikt und vielleicht liest hier auch ein anständiger Staatsanwalt mit, wer weiß.
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for4zim
12.12.03 14:21:25
Beitrag Nr. 52
farniente, wenn hier Beiträge stehen, die strafrechtlich relevant sind, dann trifft das WO genauso wie den User, der den Beitrag verfaßt. Durch das Löschen bringt sich WO juristisch auf die sichere Seite. Wenn Du Cohn-Bendit zu irgend etwas provozieren willst, dann darfst Du eben nicht ein beliebiges Diskussionboard dafür mißbrauchen, sondern mußt dem Herrn persönlich schreiben und Deine Vorwürfe machen oder sogar ihn selbst anzeigen. Es ist ein Mißverständnis, daß ein Diskussionsboard wie WO dazu da ist, "der Welt" etwas kundzutun. Das ist nur da, damit einzelne Menschen miteinander diskutieren und sich informieren können.
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farniente
12.12.03 14:30:41
Beitrag Nr. 53
for4zim

Danke für das hochbringen des Threads.
:D

Du hast ja recht. Ich habe auch nicht geschrieben daß das meine Intention beim Posten ist, sondern daß hier einige unterwegs sind die ohnhin etwas tun.

Im Übrigen war mein Posting an den Mod scherzhaft gemeint. Meine persönliche Wortwahl wird bei solchen Themen immer sehr deutlich, ohne daß ich "der Welt etwas kundtun möchte". Ich denke, das ist aber meine persönliche Meinung, daß es an den Fakten nichts ändert, ob ich diesen sauberen Herrn mit deutlich gefühlsorientierten Vokabel belege oder ihm die lateinische Bezeichnung für seine Schweinereien zugestehe.

Mal ganz am Rande, verteidigst Du die Taten dieses Herrn etwa ? Wahrscheinlich nicht, Dein Posting ist nur etwas missverständlich.
:D
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for4zim
12.12.03 14:37:12
Beitrag Nr. 54
farniente, nein, ich verteidige Cohn-Bendit nicht. Ich bin der Meinung, daß man aufgrund seines Buches gegen ihn hätte tätig werden müssen. Ich weiß allerdings nicht, ob die Tat nicht schon verjährt ist und ob das Buch als Beweis ausreichen würde, wenn sich bisher keines der damaligen Kinder gemeldet hat. Ansonsten bin ich der Meinung, daß man Cohn-Bendit schlicht nicht wählen sollte (also auch seine Partei nicht), weil er sich nur durch Schwafeln, aber nicht durch irgendwelche Sachkenntnis hervortut. Das wird aber wohl die notorischen Grünen-Wähler nicht davon abhalten, es zu tun. Die beeindruckt ja noch nicht mal der Plutonium-Deal der Bundesregierung.
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konns
12.12.03 14:41:21
Beitrag Nr. 55
@for4zim

vielleicht werden doch irgendwann Medienvertreter auf das Thema aufmerksam und bringen mal was drüber.
das ist doch das eigentlich Traurige, dass wegen manchen Kleinigkeiten riesige Artikel verfasst werden und solche Dinge als unbedeutend angesehen werden.
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farniente
12.12.03 14:51:15
Beitrag Nr. 56
@ # 48 for4zim

Ja, Deinem Posting kann ich schon zustimmen.
Aber nachdenklich macht einem das schon wenn man sieht wie man die Reputation eines Helmut Kohl vernichtet hat wegen ein paar Mark schwarzer Spendengelder, oder wie ein General abserviert wird ohne rechtliches Gehör, nur um zwei Beispiele zu nennen.

Es geht mir nicht um eine racheerfüllte Bestrafung eines Herr Cohn-Bendit, insofern dürften Deine juristischen Einwände auch greifen. Ich frage mich halt ob wir es uns leisten können und wollen eine politische Niete der darüberhinaus eine nicht erklärte oder aufgeklärte Vergangenheit hat, in ein europäisches Parlament zu schicken.
Angeblich strebt auch Dolly Buster einen Sitz in dieser Bude an (ich scherze nicht !). Für mich stellt sich irgendwann dann schon einmal die Frage nach dem Wert unserer sogenannten europäischen Demokratie, die eine Demokratie ohne Legitimation des Volkes zu werden scheint aber dafür eine starke Ähnlichkeit mit einem Pensionsfond bekommt.

Vielleicht ist es auch keine böse Absicht unserer Politiker und es hat Ihnen nur jemand den griechischen Begriff Demokratie falsch übersetzt ?
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Schürger
12.12.03 19:15:57
Beitrag Nr. 57
Cohn Bendit ist ein brillanter Diskussionsführer, didaktisch geschult, rhetorisch ausgebildet und ausgestattet mit einem nicht mehr zu überbietenden Selbstbewußtsein.

Im Grund genommen nichts anderes als ein Jakobiner, voll
gepropft mit Theorien, ohne praktische Erfahrung, eben wie unsere Unternehmensberater auch.

Graue Theorie, von Praxis Null Ahnung.

Leider werden solche Demagogen immer wieder gewählt, daher können wir uns nicht beschweren.

Solange das Wählervolk so leicht auf solche Leute hereinfällt, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, in der Praxis meist jämmerlich versagen, werden wir immer damit leben müssen.

Mit radikalen Ansichten kann man nur ins Chaos führen.


Eines haben diese Leute gemein: Ein ausgesprochenes Feeling für die Vermehrung der eigenen Pfründe.

Und ein Europa-Abgeordneter bringt doch schon was.

Ober der Cohn Bendit uns was bringt?
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farniente
12.12.03 19:44:31
Beitrag Nr. 58
@ Schürger

Deine Beschreibung von Cohn-Bendit teile ich, wobei es solchen Mneschen auch zu eigen ist daß sie völlig unfähig sind zuzuhören. Das ist auch klar, da sie sonst in ihrer arroganten Selbstverliebtheit (Du nennst es Selbstbewußtsein) sonst aus dem Konzept kommen könnten.

In einem Punkt muß ich Dir jedoch ganz entschieden widersprechen.

Solch eine Type wird nicht gewählt weil das Wahlvolk dumm ist, sondern weil eine Partei einem vermutlichen Kinderschänder und Terroristenunterstützer einen sicheren Listenplatz eingeräumt hat.

Da liegt die Verantwortungslosigkeit eindeutig bei der Partei.
Und so ist die Frage nicht nur ob uns Cohn-Bendit etwas bringt, sondern ob ins die Grünen etwas bringen. Ich sehe das bei solchen Zusammenhängen mehr als rethorische Frage.
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Questorix
12.12.03 21:45:41
Beitrag Nr. 59
50, farniente:

Du hast doch wohl nichts gegen die Brüste von Dolly?
Als Mann sind mir die tausendmal lieber als von Cohn-Bendit.

Questorix(ein Mann)
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Schürger
12.12.03 22:04:15
Beitrag Nr. 60
farniente,

die Grünen kommen um ihre Gallionsfiguren nicht herum, schließlich hat ein Bendit Seite an Seite an unserem Edelrevoluzzer Joschka gekämpft.

Das Schlimme ist, dass die Altparteien diese Sektion
vollkommen unterschätzt hat, als Spinner gebrandmarkt und nicht erkannt hat, dass ein Schröder mit ihnen seit langem gemeinsame Sache macht, um an die Macht zu kommen.

Wirtschaftspolitische Sprecher mit abgebrochenen Wiso-Studium, Adorno-Gasthörer, nie eine Prüfung absolviert, also nie auf die Nachhaltigkeit seines angelesenen Halbwissens geprüft, es gibt so viele Beispiele unter den
grünen Volksvertretern.
Am schlimmsten sind die Rechtsverdreher unter ihnen, die sich hinter Paragraphen verschanzen.

Überhaupt schlimm, dass so viele Juristen, Theoretiker mit
besonderer Empfänglichkeit für "neue" Ideen, die sie nicht nachvollziehen können, weil sie keine praktische Erfahrung haben, in der Politik agieren.
Die haben höchstens in einem Justizministerium noch was zu suchen, aber sonst nirgendwo etwas verloren.

Aber man hat sie ja beim Marsch durch die Institutionen gebraucht.

Aber sicher hast Du recht, man muss ja nur sein Kreuzchen
verweigern, dann nützt auch ein guter Listenplatz nichts.

Aber dazu wird es nicht kommen, dafür werden schon die Schwulen und Lesben sorgen, eine angeblich wichtige Klientel dieser Sektion.
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christkrishna
13.12.03 09:43:28
Beitrag Nr. 61
Es gibt einige Tribals die in der Steinzeit leben.
In Indien wurden Beobachtungen angestellt,
die allerdings nun mehr als 30 Jahre alt sind.

Perversionen und Homosexualitaet sind dort voellig unbekannt.

Auch Buddha prangerte Eigentumsdelikte wiederholt an,
nicht aber sexuelle Vergehen.
Auch in anderen alten Schriften wie in den Veden,
werden Verbrechen erwaehnt,
jedoch keine aus einem pervertierten Verlangen heraus.

Es kann auch jeder bei sich selber feststellen,
wer seine Sexualitaet ohne Unterdrueckung lebt, oder gelebt hat,
wird keine "Ladung" oder Beduerfnis haben,
nach Abartigkeiten.

Das Beduerfnis nach Sex ist dann auf Genitalien und auf das
zu teilen verlangende Herzzentrum beschraenkt,
das ist ein natueliches, naturgewolltes Verlangen
Sexualitaet dagegen befindet sich im Kopf, in der Gesinnung.

Das Beduerfnis nach Sex beginnt naturgewollt
und endet ebenfalls naturgewollt.

Sexualitaet im Kopf mag niemals enden.

Verantwortlich dafuer sind die Religionen,
die es verstanden haben,
dem Sex zu unterdruecken und zu verurteilen.
Erst kreieren sie die Suende,
damit kommen sie ins Geschaeft und schaffen
Abhaengigkeit.

In Posting # 1 wurden Beobachtungen wiedergegeben,
aus der Situation heraus wie sie nunmal jetzt ist.
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christkrishna
13.12.03 17:47:33
Beitrag Nr. 62
Die Alten die sich und das Leben kannten,
schufen in Indien Tempelanlagen mit allen nur erdenklichen
sexuellen Stellungen, in Gruppen, mit Kindern und Tieren.

Eigenartig?
Sexualitaet im Vorhof eines Tempels?

Der Sinn ist der, wer von sexuellen Phantasien geplagt wird, besucht diese Tempel, meditiert und besieht sich
diese Statuen und Abbildungen, die auch in seiner Phantasie gespeichert sind und Unrast geben.
Es ist ein Prozess, eine tiefe Reinigung,
eine Zurueckgehen zu seiner eigenen natuerlichen
Unschuld.

Nach und nach entspeichern sich diese Bilder, diese
Phantasien und der Sucher kann tiefer in den Tempel
schreiten, im innersten Schrein ist vollkommene
Stille, eine massive Buddhastatue, oder ein Shivalingam,
oder ein Tirthankara mag dort zu Frieden und Gelassenheit
inspirieren.
Nun kann die Meditation, die Versenkung in seine wahre
Natur sich ungestoert entfalten.
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Questorix
13.12.03 20:12:44
Beitrag Nr. 63
54, schürger:

"Aber dazu wird es nicht kommen, dafür werden schon die Schwulen und Lesben sorgen, eine angeblich wichtige Klientel dieser Sektion."


Seit Jahren bin ich von Geburt, aus Überzeugung, und von Trieb aus hetero.
Muß ich jetzt Nachteile befürchten? (Ich bin ein Mann und liebe eine Frau)
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goldless
13.12.03 22:18:59
Beitrag Nr. 64
Questorix,

"Muß ich jetzt Nachteile befürchten?"

Ausdrücklich nein! Mußt du nicht befürchten, hast du schon.

Während für unglaubliche Beträge Treffpunkte für Schwule
und Lesben geschaffen werden, so, als sei das eine förderungswürdige
Bevölkerungsgruppe, kostet dein Hetero-Treff natürlich nach
wie vor Kohle (z.B. tanzen gehen). Und zwar richtig.

Wohlgemerkt, ich habe nichts gegen Homosexuelle beiderlei
Geschlechts.

Aber warum müssen die mit Steuermitteln gefördert werden?

Kann mir das jemand erklären?
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Erika007
14.12.03 22:34:09
Beitrag Nr. 65
58

wer gemeinschaft zerstoeren will, muss vielfaeltig spalten. was meinst du, wieso man den toechtern der truemmerfrauen hat den feminismus beibringen muessen? weshalb schwarzer fuer ihren aufruf keine kinder zu kriegen das bundesverdienstkreuz erhalten hat?
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Questorix
15.12.03 11:58:45
Beitrag Nr. 66
58, goldless:

je mehr ich darüber nachdenke, umso nachdenklicher werde ich
Avatar
goldless
15.12.03 12:21:45
Beitrag Nr. 67
!
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Questorix
15.12.03 12:24:37
Beitrag Nr. 68
61, goldless:

"Obwohl, wundern würde es mich nicht. Friedman hat sein´s
ja auch für seine hervorragenden Leistungen um die Aussöhnung
zwischen Juden und Nichtjuden bekommen."



Sag bitte, daß die Begründung für das Bundesverdienstkreuz NICHT wahr ist!
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goldless
15.12.03 12:29:47
Beitrag Nr. 69
Questorix,

leider kann ich deinem Wunsch nicht entsprechen.

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an diesen Gentlemen
war für andere Verdienstkreuzträger übrigens Anlaß, ihres
zurückzugeben.

Ich versuche mal den Thread zu finden, in dem dieses Thema
war.
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goldless
15.12.03 12:45:48
Beitrag Nr. 70
Questorix,

lass dir mal Thread: Wenn Paolo Charakter hätte.... auf der Zunge zergehen.
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goldless
15.12.03 13:10:56
Beitrag Nr. 71
Habe gerade liebe Post von PolyMOD erhalten, der meine
Einschätzung der Qualität des Bundesverdienstkreuzes wohl
nicht teilt.

Gelbe Karte!! Und das Posting ist auch weg.

Ich versuche es daher mal mit anderen Worten.

Wenn es tatsächlich wahr ist, daß der Aufruf zur Kindervermeidung
mit dem Bundesverdienstkreuz honoriert wird, wenn es Tatsache
ist, daß ein Antigermanismus (als Pendant zum Antisemitismus)
mit dem Bundesverdienstkreuz honoriert wird, dann müssen
kritische Gedanken über den Wert dieser Auszeichnung ei-
gentlich erlaubt sein.

Antigermanismus ist übrigens, im Gegensatz zum Antisemitis-
mus nicht unter Strafe gestellt. Obwohl er, wie der Anti-
semitismus auch, eine Form der Volksverhetzung darstellt.

Die Bezeichnung Arschlochpreis nehme ich hiermit ausdrücklich zurück!

Bei den zitierten Ausgezeichneten handelt es sich ausdrücklich
nicht um Arschlöcher sondern um kühl kalkulierende, auf
den eigenen und den Vorteil bestimmter Gruppen bedachte
Personen des öffentlichen Lebens.

Also Personen, die in intelligenter Weise ihren persönlichen
Vorteil verfolgen. Und folglich keine Arschlöcher sein können.
Avatar
Schürger
15.12.03 13:11:04
Beitrag Nr. 72
Questorix,

Nachteile hast Du, wenn aus Deiner Beziehung Nachwuchs folgt.

Dann bist Du nicht mehr so flexibel, musst teilen, hast
Dir mögliche langfristige Probleme aufgehalst, freilich auch Freude.

Die Zeit des Verbotes für Homos ist ja nun durch die grüne Politik schon lang vorbei, von den anderen Parteien sofort aufgenommen wurde, um dem Zeitgeist zu entsprechen, wegen der Wählerstimmen.

Wenn man bedenkt, was die angerichtet haben, welche Zugeständnisse die erpresst haben und jetzt in Realos machen, dann steigt einem der Kamm.

Nie gab es so viele politische Kartenzinker.

Ich kann mich noch an die reine Lehre einer Ditfurt erinnern.
Die wird sich die Haare raufen, dass sie den Steigbügelhalter für diese Karrieristen gespielt hat.

Ihre Rhetorik war einmalig, die hat sogar einem Franz J.Strauß das Fürchten gelehrt.
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PolyMod [Mod]
15.12.03 13:31:18
Beitrag Nr. 73
@ goldless

Da du es unbedingt öffentlich diskutieren willst:

Selbstverständlich ist es erlaubt, die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Einzelfall zu kritisieren. Pauschale Verunglimpfungen der Institution an sich werden aber nicht geduldet.

Noch ein paar zusätzliche Infos:
- Das Verdienstkreuz wurde nicht für einen Aufruf zur Kindervermeidung verliehen (wie du leicht durch einen Anruf beim Präsidialamt hättest erfahren können)
- für Antigermanismus gab es ebenfalls kein Verdienstkreuz
- Antisemitismus ist bei uns nicht strafbar, wie du durch Inspektion des StGB hättest herausfinden können.

Da du offenbar nach einer Sperre lechzt, kannst du sie haben.

PolyMod.
Avatar
Questorix
15.12.03 13:35:15
Beitrag Nr. 74
63, goldless:

Thread 754501? Genüßlich ist er mir runter. Offensichtlich waren die Moderatoren damals noch kulanter. Jetzt könnte dafür schon eine vorzeitige Schließung des Threads in Frage kommen.

Ich habe dort einen Beitrag gefunden, denn ich in den Hohmann-Thread kopieren werde.
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Questorix
15.12.03 13:49:48
Beitrag Nr. 75
66, PolyMod:


Die Sperrung von goldless ist ungerecht;

In den letzten 2 bis drei Wochen habe ich einige Deiner Aktionen beobachtet und kann darüber nur noch den Kopf schütteln. Wie glaubst Du soll denn eine fruchtbare Diskussion, und fruchtbar ist sie nur, wenn sie kontrovers ist, aussehen?

Indem nur Haltungen, Meinungen, Stellungnahmen nach Deinem Gusto zum Ausdruck kommen? Als Moderator empfehle ich Dir, Dein Fingerspitzengefühl zu verbessern.

Du sperrst den User "goldless", weil er hier in möglicherweise auch überzogener Form drei Begriffe anders und bewußt, um den Sarkasmus der Verleihung der BVK hervorzuheben, verkehrt dargestellt hat. Parallel einher ging aber auch eine Entschuldigung, und die hast Du unverständlicherweise total ignoriert.

Eigentlich erwarte ich von Dir, einmal über Deinen eigenen Schatten zu springen, eine Fehlentscheidung einzugestehen, (wie es andere Moderatoren vor Dir in den letzten 2 Wochen auch schon getan haben) und den User "goldless" wieder zu entsperren. Möglicherweise hätte Ich für Dich sogar einen "point of sympathy" übrig.

Noch eine Bitte am Rande: Wegen was genau hasz Du User "goldless" gesperrt.
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Questorix
15.12.03 14:30:16
Beitrag Nr. 76
Schürger, ich habe die Ditfurt erst kürzlich im TV gesehen.
Sie war damals meine Freundin nicht, und sie ist es auch heute noch nicht. Allerdings hatte ich in der Reportage den Eindruck, daß sie mit den Grünen/B90 nicht mehr viel gemeinsam hat. Ihre Linkslastigkeit war nicht zu übersehen.

Was mir allerdings Respekt abgenötigt hat: sie steht zu ihren Idealen und kann diese auch begründen. Ob man ihre Auffassung teilt, ist eine andere Frage.
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PolyMod [Mod]
15.12.03 14:37:09
Beitrag Nr. 77
Questorix,

von einer Entschuldigung habe ich nichts bemerkt. Vielmehr gab es neue Unterstellungen und Beleidigungen von Staatsorganen.

Im Übrigen diskutiere ich Sperren u.ä. nicht öffentlich.

PolyMod.
Avatar
Libertus
15.12.03 18:15:21
Beitrag Nr. 78
Um mal wieder zum Thema dieses Threads zu kommen:

Nr. 5, 23. Februar 2001

Pädophile Vergangenheit des Daniel Cohn-Bendit
Der Kinderschänder
Von Thomas Meier, Zürich

Erschreckende Tatsachen treten zutage, wenn man frühere Veröffentlichungen Daniel Cohn- Bendits genauer studiert. Der damalige militante Achtundsechziger, Wortführer der anti- autoritären Studentenbewegung in Frankreich und Deutschland und heutige prominente Grünen-Abgeordnete im Europa-Parlament, beschrieb in seinem Memoiren-Band «Der grosse Basar» ausführlich seine sexuellen Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern.

Der als einer der Führer der Studentenbewegung Ende der sechziger und der siebziger Jahre berühmt gewordene Politiker Daniel Cohn-Bendit, heute Europa-Abgeordneter der Grünen, hat im Jahre 1975 unter dem Titel «Der grosse Basar» ein heute in Vergessenheit geratenes Buch veröffentlicht, mit dem er nach eigenen Worten seine «Bestandsaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» zu Papier brachte. Es ist der «Schweizerzeit» gelungen, ein Exemplar des längst vergriffenen Memoirenbands aufzutreiben. Was Cohn-Bendit darin niedergeschrieben hat, lässt jedem auch nur mit einer Spur von moralischem Anstand und sittlichem Empfinden ausgestatteten Leser den Atem stocken. Nachstehend einige Ausschnitte aus dem Kapitel «Little Big Men», veröffentlicht auf Seite 139 bis 147 des genannten Buchs, im unveränderten Originalwortlaut:

«Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die deutsche Studentenbewe- gung hat ihre eigenen antiautoritären Kindergärten hervorgebracht, die von den Stadtverwaltungen mehr oder weniger unterstützt wurden. Ich habe mich dann 1972 beim Kindergarten der Frankfurter Universität beworben, der in Selbstverwaltung der Eltern ist und vom Studentenwerk und der Stadt unterstützt wird. (...)

Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahrelang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren - eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Grossen vor sich geht. (...)

Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (...)

Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: "Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?" Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestrei- chelt.»

Zu den ersten, die auf die pädophile Vergangenheit des Europa-Parlamentariers Cohn-Bendit aufmerk- sam geworden sind, gehörte der frühere deutsche Aussenminister Klaus Kinkel. Der Schwabe kämpft seit Jahren gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern.

In einem am 31. Januar 2001 in der Berliner Tageszeitung «B.Z.» publizierten offenen Brief an Cohn- Bendit verlangte Kinkel «eine deutliche Klarstellung, dass es in Kontakt mit den Kindern nie zu unsitt- lichen Berührungen bei Ihnen oder durch Sie gekommen ist». Die Art und Weise, wie sich Cohn-Bendit mit dem so sensiblen Thema, bei dem es um eine zentrale Frage der Moral geht, auseinandersetzt, lasse sich, so Kinkel, «weder mit der damaligen Situation der antiautoritären Kindererziehung noch mit Naivität erklären». Wer Kronzeuge für die Achtundsechziger Generation sein wolle, müsse «schon ernstzunehmende Massstäbe an sich selbst anlegen und anlegen lassen».

In seinem ebenfalls in der genannten Berliner Zeitung veröffentlichten Antwortbrief erklärte Cohn-Bendit, dass ihm damals «das Problem nicht bewusst» gewesen sei. Man habe versucht, «in einem kollektiven Diskurs eine neue Sexualmoral zu definieren». Bei den geschilderten Sexszenen habe es sich um eine «ich-bezogene Selbstreflexion» gehandelt, mit der er habe «zuspitzen und provozieren» wollen. Dabei wolle er sich «als Tabubrecher profilieren».

Mit dieser Antwort hat Cohn-Bendit die von ihm verlangte Klarstellung, dass es nicht zu sexuellen Kontakten mit Kindern gekommen ist, offensichtlich nicht abgegeben. Dass es sich bei den Schilderun- gen seiner Sex-Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern nicht um Fiktion, um Phantasie oder um blosse Provokation handelte, zeigen die Inhaltsangaben auf dem Umschlag des Buches: Darin wird erklärt, dass Cohn-Bendits «Erzählungen und Reflexionen aus dem "Basar" gleichzeitig Bestandesaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» sind, «lebendig geschriebene und spannende Berichte und Selbstdarstellungen von denen, die der Gesellschaft Widerstand entgegen- gesetzt haben».

Cohn-Bendits Stellungnahme tönt nach Rechtfertigung. Treffend hält Klaus Kinkel am 1. Februar 2001 in der Zeitung «B.Z.» in einer Replik zu Cohn-Bendits Reaktion fest, dass, wer nur einen kleinen Funken Verantwortung habe, in einer so ungeheuerlichen Sache nicht nach Rechtfertigung suchen dürfe. Der selbsterklärte grosse Moralisierer der Achtundsechziger habe sich mit seiner Reaktion jetzt entlarvt. Die schrecklichen, unter keinem Titel zu rechtfertigenden sexuellen Missbräuche von anvertrauten fünf- jährigen Kindern sind eines. Das andere ist das grosse Schweigen, das sich heute über diese furcht- baren Ereignisse ausbreitet. Bei der Beurteilung der Vergangenheit von linken Politikern werden beide Augen zugedrückt. Und diejenigen Tatsachen, deren Durchsickern an die Öffentlichkeit nicht verhindert werden kann, werden heroisch verniedlicht und mit den damaligen Zeitumständen erklärt. Die Geschich- te der Achtundsechziger wird noch geschrieben werden müssen.

Weit über blosses wohlwollendes Schweigen hinaus geht das Schweizer Fernsehen DRS. Es hat den grünen Politiker Cohn-Bendit zum «Literatur-Papst» emporgejubelt und lässt ihn in der Sendung «Literaturclub» zehnmal jährlich aktuelle Bücher vorstellen. Erstaunlich, dass es sich das Deutsch- schweizer Fernsehen, sonst bei jeder Gelegenheit in der Rolle des Obmoralisierers der Nation, leisten kann, einen Pädophilen als Leiter einer Kultursendung zu beschäftigen.

Thomas Meier

http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm
Avatar
Libertus
15.12.03 18:23:12
Beitrag Nr. 79
Pervertiertes Gewissen
In Frankreich steht Daniel Cohn-Bendit als Kinderschänder unter Beschuß
Philip Plickert
Auch in Frankreich verschärft sich die Debatte um die moralische Bewertung von "1968". Der Anführer der Studentenunruhen in Paris, Daniel Cohn-Bendit, muß sich seit kurzem Vorwürfen des sexuellen Mißbrauchs von Kindern erwehren. "Dany le rouge", wie die Linke den heutigen Europaabgeordneten der Grünen bewundernd nennt, hatte Anfang der siebziger Jahre in einem Frankfurter "Kinderladen" gearbeitet und darüber 1975 in seinem Buch "Der große Basar" berichtet. Das französische Magazin L’Express brachte letzte Woche Passagen aus dem Kapitel "Little Big Men", welche in der französischen Öffentlichkeit eine heftige Diskussion auslösten.

Cohn-Bendit schreibt dort: "Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten." Es sei eine "fantastische Erfahrung" mit den Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren gewesen. Er wollte unbedingt von den Kindern akzeptiert werden und habe alles getan, daß die Kinder "von mir abhängig wurden". "Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet." Völlig klar: "Einige Kinder haben ihren Eltern oft beim Vögeln zugesehen." Cohn-Bendit fährt fort: "Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‘Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?’ Aber wenn sie darauf bestanden haben, habe ich sie dennoch gestreichelt."

Schon Ende Januar verlangte der ehemalige deutsche Justiz- und Außenminister Klaus Kinkel in einem Offenen Brief in der Berliner Zeitung von Cohn-Bendit eine "deutliche Klarstellung, daß es im Kontakt mit den Kindern niemals zu unsittlichen Berührungen gekommen ist". In einer Antwort auf Kinkel erklärte Cohn-Bendit, es sei ihm damals "das Problem nicht bewußt gewesen", und bei den zitierten Passagen handele es sich um eine "ich-bezogene Selbstreflexion". Für die deutschen Medien war die Sache damit erledigt, anders in Frankreich, wo der Fernsehsender TF1 eine Diskussion eröffnete: "Hat Cohn-Bendit eine pädophile Vergangenheit?" Der rechtskonservative Politiker Philippe de Villiers konfrontierte Cohn-Bendit in einer Diskussion auf TF1 am Erscheinungstag von L’Express mit neuen Vorwürfen: "Cohn-Bendit und seine militanten Freunde von 68 stehen am Anfang einer übergroßen Toleranz und Nachsicht für Exzesse aller Art. Jene, die geschrieen haben, es sei ‘verboten zu verbieten’, indem sie das Ende aller Tabus und zuletzt der ‘sexuellen Repression’ gefordert haben, sie sind moralisch verantwortlich für Perversitäten und Mißbrauch, die wir heute feststellen."

Einen Moment lang konnte man den "roten Dany" erbleichen sehen, dann fand er zu seiner gewohnten Großmäuligkeit zurück. Er verteidigte sich, es sei "Unsinn", ihm den Mißbrauch von Kindern vorzuwerfen. Ehemalige Schützlinge und deren Eltern hätten ihm das bestätigt. Über den Text in "Der große Basar" könne man diskutieren. Die zitierten Passagen erschienen ihm heute "unerhört, schlecht geschrieben". Er spricht von einer "unerträglichen Leichtfertigkeit". Auf de Villiers’ Anschuldigungen antwortete er, man könne ihm lediglich seine Lust an der Provokation vorwerfen. De Villiers’ Rücktrittsforderung beschied er mit einem spitzen "Warum?" Trotzig bekennt er: "Ich lasse mich nicht totmachen."

Am 23. Februar veröffentlichte die linksliberale Tageszeitung Libération eine bemerkenswerte Selbstkritik. In den Jahren nach 1968 war Libération wichtigstes Sprachrohr der "sexuellen Revolution". Einiger pädophilenfreundlichen Artikel schäme man sich heute: So kam 1981 ein Kinderschänder anonym zu Wort. Ohne Bedauern berichtet er vom fortgesetzten Mißbrauch einer Fünfjährigen. Sie habe "gebrabbelt, wenn sie Lust verspürte". Der Journalist von Libération kommentierte damals, "wenn er von Kindern redet, dann leuchten seine dunkelgrauen Augen vor Zärtlichkeit". Die geistige Komplizenschaft gewisser linksliberaler Kreise für Pädophile findet der Autor von Libération heute "scheußlich".

1977 unterzeichneten französische Intellektuelle eine Petition für drei verurteilte Kinderschänder. Bernard Kouchner, André Glucksmann, der spätere Kulturminister Jack Lang und viele andere sahen "kein Verbrechen", da die Mädchen "einverstanden" gewesen seien: "Wenn man einer Dreizehnjährigen die Pille gibt – wofür denn sonst?" Und Jean-Paul Sartre, Michel Foucault, Roland Barthes, Simone de Beauvoir und Jacques Derrida machten kurz darauf in einer Resolution gegen das Mißbrauchsgesetz Front. Das "Recht des Kindes und des Erwachsenen, mit Personen ihrer Wahl Beziehungen zu unterhalten" müsse anerkannt werden. Bis Anfang der achtziger Jahre verharmlosten deutsche Grüne den Geschlechtsverkehr mit Kindern als "Stadtindianerprojekte".

Heute verweist Libération auf "den kollektiven Schwindel der Zeit". Es sei ein allgemeines Fieber gewesen. "Mit einem Kind schlafen? Eine Freiheit wie andere," habe es damals geheißen. Als Guru der "sexuellen Revolution" fungierte der marxistische Psychoanalytiker Wilhelm Reich. Nach seiner Theorie resultiert aus der unterdrückten Sexualität ein "autoritärer Zwangscharakter", welcher die Basis für die Unterdrückung der Menschheit bilde. Ein Gegenmittel sei exzessive Promiskuität. "Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment", lautete die Parole.

In der Tat haben, wie de Villiers sagt, die permissiven Ideen von 1968 "das Gewissen pervertiert" und damit in gewisser Weise auch Pädophilen – obwohl es die natürlich schon lange vorher gab – ein Alibi geliefert. Es ist höchste Zeit, die Schleier der Beschönigung zu zerreißen und dem Moralapostel Cohn-Bendit seinen Heiligenschein abzunehmen.
http://www.jf-archiv.de/archiv01/111yy33.htm
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Libertus
15.12.03 18:26:08
Beitrag Nr. 80
Michael Jackson und Daniel Cohn-Bendit, oder von den Vorrechten der politischen Kaste
Derzeit erregen die Kindersex-Vorwürfe gegen Michael Jackson die Gemüter, und böse Zungen witzeln schon, daß "Jacko" eine Kinder-Überraschung in der Hose habe, was zweifellos wirklich böse ist, denn auch für Prominente gilt bekanntlich das Prinzip der Unschuldsvermutung, d.h., wir sollten auch den gealterten Popstar mit der eingestürzten Nase nicht eines schweren Verbrechens beschuldigen, bis er von einem Gericht hierfür verurteilt worden ist. Doch wie wäre es, wenn ein Kindersex-Täter seine Taten in den Medien und sogar in einer Autobiographie ganz offiziell gesteht, aber nie verurteilt worden ist? Darf so jemand als Täter bezeichnet werden?

Widerwärtige Taten mit kleinen Mädchen
"Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenschlitz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln" schreibt Daniel Cohn-Bendit, der als Deutscher für die französischen Grünen im Europaparlament sitzt. "Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. [...] Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt. Da hat man mich der Perversion beschuldigt" (Quelle: Daniel Cohn-Bendit, "Damals im Kinderladen", in: "Das Da", Heft 8/1976), Zeilen also, die man als Geständnis werten kann, in aller Öffentlichkeit. Ganz wie viele Vergewaltiger argumentiert auch Cohn-Bendit mit der Schuld des Opfers: "Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen" (a.a.O.). Was uns natürlich lehrt, daß nie der Täter schuld ist, sondern immer das Opfer für die Tat verantwortlich ist. Das ist wohl, was man im Strafrecht als "Täter-Opfer-Ausgleich" bezeichnet.

Dreifaches Tabu
Hätten wir eine faire Justiz, in der alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, wie Art. 3 Abs. 1 GG es fordert, dann wäre schon vor vielen Jahren durch ein Gericht zu prüfen gewesen, ob hier der Tatbestand des §176 Strafgesetzbuch (StGB) vorliegt, also der sexuelle Mißbrauch von Kindern, und wäre das Gericht zu dieser Auffassung gekommen, hätte es Cohn-Bendit zu bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe verurteilen müssen, ganz so, wie es Michael Jackson jetzt nach amerikanischem Recht droht. Cohn-Bendit scheint über solche Unbill aber erhaben zu sein, unterliegt er doch als Jude, als Europaabgeordneter mit entsprechender Immunität und als Mitglied der herrschenden politischen Kaste der "68er" einem dreifachen Tabu, das ihn offensichtlich nicht nur vor den gemilderten Härten der Strafverfolgung, sondern auch der gänzlich ungemilderten moralischen Ächtung, die Kinderschändern in unserer Gesellschaft zuteil wird, wirksam schützt.

Das Schweigen der Medien
Obwohl man in Google die Stichwörter "Cohn-Bendit" und "Kindersex" eingeben kann und sogleich zahlreiche Treffer findet (Probieren Sie es doch gleich mal aus!), also der hier beschriebene Sachverhalt schon seit langer Zeit weithin bekannt ist, erfreut sich "Danni" Cohn-Bendit weiter seines sicheren, hochbezahlten und gegen Strafverfolgung immunen Postens im Europaparlament. Während Florian Gerster derzeit möglicherweise über einen an sich lächerlichen Beratervertrag stolpert, weil er "nur" Geld in Öffentlichkeitsarbeit, also in den Schein statt in das Sein der Leistung der Bundesanstalt für Arbeit investiert hat, was indes auch Krankenkassen und Ministerien mit Versichertengeldern machen, scheint die Öffentlichkeit bei kriminellen Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in der Vergangenheit der Führungsmitglieder dieses Landes ebenso abgestumpft wie gegen Josef Fischers Straßenkämpfer-Vergangenheit, Schilys Historie als Anwalt der RAF-Terroristen oder die Ausbürgerungsforderungen des Maoisten Bütikofer.

Die versuchte Kulturrevolution
Experimente mit Kindern und der Pädagogik waren ein Steckenpferd der 68er, und die Folgen ihrer Schulreformen erleben wir heute in den Ergebnissen der Pisa-Studie, doch das hier geht weiter. Und es ist keine Stinkbombe, sondern ein Relikt eines brutalen Kollektivierungsversuches, einer versuchten Kulturrevolution, die bis heute weder aufgearbeitet wurde noch daß die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft gezogen wurden. Dabei wirkt das widerwärtige Gedankengut von damals nach, zersetzt bis heute die Gesellschaft. Und ist Basis der herrschenden Ideologie.

Experimente an Kindern
Mit Begeisterung stürzten sich damals die 68er in Experimente an ihren eigenen Kindern, welche sie nunmehr in alternative Kinderläden schickten, in denen eifrige Genossinnen und Genossen drangingen, aus den Kleinen neues Menschenmaterial zu züchten, entsprechend der marxistischen Ideologie durch Lernvorgänge, und Cohn-Bendit, Josef Fischers engster Kumpan und Kampfgenosse war einer der Erzieher. Ziel der Erziehung war, die Bindung an Vater und Mutter zu zerstören und durch ein Kollektiv als Bezugsperson zu ersetzen. So sollte die "autoritäre Familienfixierung" zerstört werden und damit die Keimzelle der Gesellschaft.

Befreite Sexualität
Angebliche Frühphasen der Sexualität wurden im Rahmen dieses Umerziehungskonzeptes gefördert, was auch einschloß, daß Kleinkinder die Räume mit Kot und Urin verschmieren und darin herumrutschen sollten. Der Analphase entwachsen, sollten die Kinder möglichst früh mit der Selbstbefriedigung beginnen. Die aus jener Zeit überlieferte Anfrage einer besorgten Mutter "Mein Kind ist schon vier und onaniert nicht richtig" läßt ahnen, welche seelischen Verkrüppelungen die Kinder jener Tage erdulden mußten. Und Cohn-Bendits Penis scheint auch dazugehört zu haben.

Die Spaßgesellschaft
Daß zum Erfolg Planung und Triebverzicht gehören, daß man Härten erdulden muß um im Konkurrenzwettbewerb zu bestehen, haben die Opfer der 68er-Erziehung nie gelernt, und es wundert nicht, daß wir heute eine Spaßgesellschaft haben, die die Triebbefriedigung im Hier und Jetzt wünscht. Willensschwach, infantil, bittere Früchte der Kulturrevolution. Kein Wunder, daß es kaum noch Kinder gibt: die Familie wurde zerstört, und mit ihr die Kultur, die einst die der Dichter und Denker war. Mit den bekannten Folgen für die Sozialversicherung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Ein Trauma der Gesellschaft, verdrängt wie alle Diktaturen, die Vergewaltigung einer ganzen Generation, mit einem Tabu belegt, bis heute. Und die Täter sind noch immer an der Macht. Es wird noch viele Jahre dauern, bis das Land sich von diesem Schrecken erholt hat. Signal der Erholung wird der Beginn der Aufarbeitung der Geschichte sein, und natürlich der Beginn der Verfolgung der Täter, die einst wie jetzt die alten Nazis in hohem Alter irgendwo aufgespürt und endlich inhaftiert werden. Doch dazu ist die ostalgische Gesellschaft noch lange nicht bereit, zu sehr sehnt sie sich schon jetzt wieder nach der Diktatur.

http://www.bwl-bote.de/20031126.htm
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Schürger
15.12.03 18:27:34
Beitrag Nr. 81
Es geht hier um politische Glaubwürdigkeit.

Etablieren konnten sich die Grünen nur, in dem sie Protestwählerschaft angesprochen haben.

Rotationsprinzip, Verzicht auf die Pfründe der Etablierten, die gegeißelt wurden.

Zurück zur Natur, mit dem Fahrrad in den Urlaub, so die reine Lehre.

Die Praxis stellt sich etwas anders dar.

Zwei Autos in der Garage, am Sitz kleben, in der Gegend herumjetten, auf Kosten des Steuerzahlers, usw. usw. usw.

Ich glaube, man kann diese Sektion unter der Rubrik
unglaubwürdig abhaken.

So richtig lustig könnte es werden, wenn die Interessenpartei der Rentner, die Grauen Panther, richtig zulegen.

Dann kommt Freude auf.
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Libertus
15.12.03 18:31:02
Beitrag Nr. 82
L`affaire Cohn-Bendit


Marc Reisinger, 25/2/2001


Bettina Röhl était une petite fille lorsque sa mère, Ulrike Meinhof, l`abandonna pour se lancer dans l`action terroriste, aux côtés d`Andreas Baader et de la Fraction Armée Rouge. L`aventure finit tragiquement en 1976 par la pendaison (spontanée ou provoquée) des deux terroristes emprisonnés. Bettina, devenue adulte, réclame aujourd`hui des comptes à sa mère - par personnes interposées. Elle confronte des hommes de pouvoir actuels, Joschka Fischer - ministre des Affaires Etrangères allemand - et Daniel Cohn-Bendit - député européen - avec leur passé soixante-huitard et leur complaisance pour certaines dérives.

Bettina Röhl publie sur son site internet des extraits d`un livre de Cohn-Bendit, paru en 1975 : "Il m`était arrivé plusieurs fois que certains gosses ouvrent ma braguette et commencent à me chatouiller. Je réagissais de manière différente selon les circonstances, mais leur désir me posait un problème. Je leur demandais : `Pourquoi ne jouez-vous pas ensemble, pourquoi vous m`avez choisi, moi, et pas les autres gosses ?` Mais s`ils insistaient je les caressais quand même" (Le Grand Bazar, Belfond 1975).


Cohn-Bendit est effondré lorsque la presse européenne commence à diffuser ce texte et à le questionner sur la pédophilie. Il reconnaît qu`il est "inadmissible" d`avoir écrit ces lignes "d`une inconscience insoutenable". Il évoque une période où l`on s`interrogeait sur la sexualité des enfants, à la lecture de Freud ou de Wilhem Reich. "Sachant ce que je sais aujourd`hui des abus sexuels, j`ai des remords d`avoir écrit tout cela". Cohn-Bendit semble sincèrement gêné, pas seulement pour lui, mais pour avoir traité ce problème avec légèreté.
L`abattement, les remords de Cohn-Bendit plaident en sa faveur, et devraient nous ramener vers le centre du débat. Il ne s`agit pas d`excuser ou de condamner Cohn-Bendit - comme la plupart ont tendance à le faire - mais de comprendre l`erreur qu`il admet lui-même. Il s`agit de comprendre les causes et surtout les conséquences de telles positions anciennes.

Les causes du faux-pas de Cohn-Bendit sont assez claires. En 1968, une jeune génération qui, historiquement, n`a jamais été aussi éduquée et aussi libre cherche à se libérer des conventions sociales, en prenant méthodiquement le contre-pied des idées reçues ("Il est interdit d`interdire"…).

Les conséquences de "l`erreur de Cohn-Bendit " (et de sa génération) sont moins connues. Elles commencent à peine à être perçues. L`idéologie de la libération sexuelles, du féminisme, etc., a occulté le problème de la pédophilie. La mouvance intellectuelle des années `70 croyait qu`il s`agissait d`une liberté supplémentaire à conquérir : libérer la sexualité des enfants - sans se rendre compte que la pédophilie consiste à livrer les enfants au désir sexuel des adultes.

C`est pourquoi, en 1977, une cinquantaine d`intellectuels de gauche signaient les yeux fermés un appel dans Le Monde pour libérer trois hommes accusés d`avoir eu des `relations sexuelles sans violence` avec des mineurs de moins de 15 ans, et d`avoir photographié leurs `jeux sexuels`. Parmi les signataires : Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre, Gilles Deleuze, Philippe Sollers, Bernard Kouchner, ainsi qu`un grand nombre de psychiatres et de psychanalystes.


La pensée de Mai `68 a donc laissé faire. Elle a servi de paravent aux "prédateurs", c`est-à-dire non pas ceux qui observaient les enfants toucher leur braguette avec perplexité, mais ceux qui se livraient à des viols d`enfants et même de nourrissons, tels qu`on les a découverts notamment sur les photographies du CD-Rom de Zandvoort.


Voir : www.pourlaverite.org : LIVRE NOIR

Je comprends la honte de Cohn-Bendit d`avoir pu inconsciemment ouvrir la voie à de tels agissements et j`espère que la gifle reçue à cette occasion lui permettra d`ouvrir les yeux sur une problème de société des plus graves. Grâce à "l`affaire Cohn-Bendit ", le public intellectuel comprendra peut-être enfin que la pédophilie est un problème social réel. Il semble que ce problème, qui était largement méprisé par les intellectuels, devienne tout à coup abordable.

Les affaires de pédophilie, principalement traitées par Paris Match, Marie Claire ou Détective, font cette semaine la une de L`Express, Le Monde et Libération. Détail significatif, Bernard Pivot a ouvert Bouillon de culture par des remarques pertinentes à ce sujet.

De même, Jean-Claude Guillebaud, journaliste au Nouvel Observateur, écrit à propos des années 70: "Des crétins dans le vent allaient jusqu`à vanter la permissivité en ce domaine, sans que cela ne suscite beaucoup de protestations. Je pense à ces écrivains qui exaltaient dans les colonnes de Libération ce qu`ils appelaient "l`aventure" pédophile".

Guillebaud fait allusion à Tony Duvert, Gabriel Matzneff et à d`autres écrivains. Tout récemment encore, Alain Robbe-Grillet déclarait à propos de la censure : "Cela s`est beaucoup accentué. Enfin, sur deux points surtout: les petites filles et les chambre à gaz. On n`a pas le droit d`écrire que les petites filles sont sexuellement attirantes et que les chambre à gaz n`ont pas existé" (Livre-Hebdo, janvier 2001).
Le quotidien Libération revient sur la période où il accordait complaisamment la parole à un pédophile décrivant des actes sexuels sur une petite fille de cinq ans, dans un article qui s`intitulait "Câlins enfantins" et était assorti du commentaire suivant : "Quand Benoît parle des enfants, ses yeux de pâtre grec s`embrasent de tendresse" (Libération 20/6/1981). "C`est terrible, illisible, glaçant" avoue Libération aujourd`hui (23/2/2001).

Certains ont tendance à se plaindre du tintamarre autour de l`affaire Cohn-Bendit et à accuser les médias. "Aller chercher le Fischer et le Cohn-Bendit d`il y a trente ans, c`est énorme" (Philippe Sollers). "J`ai envie de dire: oui je suis pédophile, oui je suis gay, oui je suis lesbenne. Toute cette affaire est dégueulasse pour Dany Cohn-Bendit, comme pour Joschka Fischer et je les soutiens. " (Romain Goupil). "L`Express confond débat et procès. Je n`achèterai plus ce journal" (Roland Castro).

De telles réactions donnent l`impression que Cohn-Bendit est la victime principale. Elles prolongent l`aveuglement du passé. Il serait temps, au contraire, de souligner que les vraies victimes sont les enfants, notamment parce que les violences sexuelles exercées contre eux n`ont pas été considérées comme un problème de société dans les années 1970-1980.

Nous disposons aujourd`hui des informations qui permettent de reconnaître l`importance du problème. Il est temps que ceux qui ont le progrès social en charge - les anciens activistes, devenus ministres et députés - s`occupent de l`abus sexuel des enfants, au-delà des remous créés par d`anciennes propos irréfléchis. Plutôt que d`en vouloir à la fille d`Ulrike Meinhof, il faut la remercier d`avoir mis les pieds dans le plat, et reconnaître qu`elle a raison de demander des comptes à la génération de ses parents, comme ceux-ci l`ont fait en leur temps. Devenir adulte, c`est apprendre à protéger l`enfance.
http://www.radicalparty.org/belgium/editoriaux/L`affaire_Coh…
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Schürger
15.12.03 19:48:53
Beitrag Nr. 83
Libertus,

es ist bekannt, dass Bendit so streng zwischen privat und öffentlich unterscheidet.

So hätte die Friedman-Geschichte nie öffentlich werden dürfen, weil sie niemandem was angeht.

Wenn ein Friedman jemand öffentlich vorführt, dass dieser dann auch privat einpacken kann, ist unwesentlich.

Bendit wäre nach meiner Einschätzung aber längst zur Rechenschaft gezogen, wenn er tatsächlich diese Neigungen hätte.

Bendit hat eben eine ganz besondere Sicht der Dinge, ein Freigeist, wie er sich nennt.

Es ist alles erlaubt, sofern es der Allgemeinheit nicht schadet.

Das seine Heilslehren nicht unbedingt so freie, selbsständige, selbstbewusste und vor allem widerstanddsfähige Jugendliche aufgezogen hat, beweisen die vielen Besuche beim Psychotherapeuten, die diese Erziehung jetzt aufarbeiten müssen.

Dass privates Handeln, die Einstellung zu privaten Dingen auch das Handeln in der Öffentlichkeit erklärt, ist ihm fremd.

Offenbar kann er da unterscheiden.

Sicher sind seine Einstellungen auch heute, in unserer so aufgeklärten Zeit, trotzdem Außenseiterstandpunkte, schlimm, wenn diese Eingang in die politische Entscheidungsfindung nehmen können.

Da stellt sich dann unmittelbar die Frage der Regierungsfähigkeit.
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Libertus
15.12.03 20:02:09
Beitrag Nr. 84
@ Schürger,

wie du sicherlich an meinem Nickname erraten kannst, liegt gerade mir die persönliche Freiheit am Herzen!
Aber, diese hört definitiv da auf, wo die des Nächsten anfängt.

zu Friedman: wenn er privat Drogen konsumiert ist das m.E. allein seine Sache, wenn er das gemeinsam mit Prostituierten tut (siehe auch Immendorf), die aus freien Stücken diesem Beruf nachgehen und auch freiwillig Drogen konsumieren, ist das ebenso deren private Sache. Wenn die Frauen jedoch zur Prostitution gezwungen und auch zum Drogenkonsum genötigt werden, dann ist das eine Straftat. Und die Ahndung einer solchen ist m.E. einer der wenigen Aufgaben eines Staates die ihm zustehen.

Wenn jemand mit erwachsenen Menschen seine Sexualität auslebt, meinetwegen auch öffentlich oder literarisch, dann ist das seine (ihre) Sache und völlig in Ordnung.
Aber sexuelle Handlungen mit Kindern vorzunehmen ist ein VERBRECHEN. Da hat jemand seine persönliche Freiheit weit überschritten und muss dafür bestraft werden.

Wenn aber jemand das Ganze "nur" zu provokativen Zwecken veröffentlicht, dann sagt das alles über dessen Geisteshaltung (-zustand?) aus. Soll so jemand Deutschland in Deinem Namen in Europa vertreten?
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Schürger
15.12.03 20:15:37
Beitrag Nr. 85
Libertus,

nach meiner Einschätzung sind ein Bendit, ein Fischer u.a.
lange nicht so liberal, wie sie sich darstellen, im Gegenteil, eher sogar sehr intolerant Andersdenkenden gegenüber.

Das gehört aber gerade zur Liberalität, die Freiheit, anders zu sein, zu denken und zu handeln, sofern es dem nächsten nicht schadet.

Ihre Vergangenheit hat bewiesen, wie sie mit Andersdenkenden umspringen.
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Libertus
15.12.03 20:38:58
Beitrag Nr. 86
Schürger,

mir ist schon lange klar, dass diese Herren ihre Liberalität nur vortäuschen.

Ich fand die Ideale der Grünen auch mal recht unterstützenswert, aber mittlerweile haben die Neostalinisten das Sagen in dieser Partei.

Erschreckend, dass die immer noch auf 10% der Stimmen bauen können. Wie blind sind die Leute denn?
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Eviva
15.12.03 21:25:48
Beitrag Nr. 87
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PolyMod [Mod]
15.12.03 21:38:06
Beitrag Nr. 88
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Libertus
15.12.03 21:41:09
Beitrag Nr. 89
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Questorix
15.12.03 21:50:31
Beitrag Nr. 90
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Eviva
15.12.03 21:50:54
Beitrag Nr. 91
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Eviva
15.12.03 23:00:25
Beitrag Nr. 92
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ToemmesBln
16.12.03 08:45:03
Beitrag Nr. 93
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PolyMod [Mod]
16.12.03 09:35:41
Beitrag Nr. 94
Ich denke eher, hier sind einige User überfordert bei der Interpretation der Boardregeln.

Es ist alles gesagt - und der Thread wird geschlossen.
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PolyMod [Mod]
16.12.03 10:28:13
Beitrag Nr. 95
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PolyMod [Mod]
16.12.03 10:29:24
Beitrag Nr. 96
Auf Wunsch einiger User wird der Thread wieder geöffnet,
allerdings unter der Voraussetzung, dass sich die Diskussion auf das Thema des Threads beschränkt.

PolyMod.
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farniente
16.12.03 12:12:57
Beitrag Nr. 97
Nr. 7, 16. März 2001

Pädophilie als politisches Instrument
Bittere Früchte der Achtundsechziger
Von Christa Meves, Uelzen (Deutschland)

Der heute verbreitete Kindesmissbrauch ist eine Frucht der Achtundsechziger-Bewegung. Zu dieser erschreckenden Erkenntnis gelangt Christa Meves, die prominente und im deutschen Sprachraum führende Kinderpsychologin, in einem aktuellen, nachstehend ungekürzt abge- druckten Aufsatz.

Bereits vor dreissig Jahren hat Christa Meves vor den gefährlichen Experimenten der Achtundsechziger mit der Sexualität von Kindern gewarnt. Die dramatische Zunahme der polizeilich festgestellten sexuel- len Übergriffe gegen Kinder in den letzten Jahren lässt Meves` frühere Warnungen als visionäre Voraus- sage einer bedenklichen moralischen Entwicklung erscheinen. Wahrheit scheibchenweise - das lässt sich bei den hochrangigen Akteuren der Diskussion über die Vergangenheit der Achtundsechziger durchaus verstehen. Warum sollten sie der neugierigen Öffentlichkeit eigentlich auch mehr Einzelheiten über ihre Umtriebe von einst, diesen Staat und sein «Establishment» zugunsten eines neu zu instal- lierenden «Arbeitsparadieses» abzuschaffen, freiwillig zur Verfügung stellen? Und abgesehen davon, dass sich in den letzten Wochen erwies, wie schön fest die Sättel der zur Macht gekommenen einsti- gen Kommunarden nun bereits installiert sind, könnte durch zuviel Bekenntnisfreude die neue Möglich- keit, nun nicht mehr als APO, sondern jetzt mit der Staatsmacht selbst eher vorsichtig zum Arbeiter- paradies vorzustossen, doch eventuell gefährdet werden. Vor allem muss versucht werden, in der Gesellschaft die blauäugige Vorstellung zu verstärken, es hätte sich in den Köpfen und Herzen der Alt- Achtundsechziger «Wandlung» vollzogen - hin zu vollreifem Realitätssinn, weg von schlagkräftigen «Jugendsünden».

Soweit so einsichtig. Aber dann gibt es immer wieder Querschläge, z. B. aus der ausländischen Presse, die naturgemäss frei ist von deutscher linker Meinungsdiktatur. So erschienen z. B. im Londo- ner «The Observer» ebenso wie in der «Schweizerzeit» ausführliche Darstellungen über Cohn-Bendits Erlebnisschilderungen in seinem Buch: «Der grosse Basar» über seine zweijährige Dienstzeit in einem Frankfurter Kindergarten, sprich «Kinderladen». Hier beschreibt der heutige Europa-Abgeordnete in unverblümter Offenheit seine pädophilen Erfahrungen mit den kleinen Mädchen dort.

«Neue Sexualmoral»
Durch Veröffentlichungen dieser Art entsteht zwar - soweit dergleichen überhaupt zu einem öffentlichen Thema wird - so etwas wie Erstaunen oder auch unwirksame (weil dem Kleinbürgertum zuzurechnende) moralische Entrüstung. Aber dem lässt sich leicht beikommen: Der Wandlungsstrategie gemäss braucht man nur zu erklären (O-Ton Cohn-Bendit): «Das hätte nie geschrieben werden dürfen.» Und doch wäre tiefere Forschung, wäre Vergangenheitsbewältigung angezeigt, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen; denn dieser Schoss ist fruchtbar noch und lässt sich durch Verkleidung mit Massanzügen und feingeknöpften Westen nicht zudecken.

Schliesslich trieb den Kommunarden Cohn-Bendit ja nicht eine subjektive pädophile Lust zu dem zwei- jährigen Dienst im Kinderladen, sondern, wie er selbst bekundet, war die «Schaffung einer neuen Sexualmoral» ein gewichtiger Pfeiler des heeren Marsches durch die Institutionen. Dabei war das Programm der Erziehung der Kinder zur «polymorph-perversen Sexualität» ein Teil der Realisierung des marxistischen Menschenbildes: Der an sich gute Mensch sollte befreit von der bourgeoisen Eierschale Familie und befreit von der repressiven Beeinflussung durch autoritäre Erzieher zu seinem Eigentlichen gebracht werden: Zum Lernen, zum Praktizieren von Sexualität ab dem Säuglingsalter, um die junge Generation von ihren hinderlichen Wurzeln durch beschränkte Eltern zu befreien und sie damit als «revolutionäres Potential» für die Gesellschaftsveränderung benutzen zu können.

Das waren die drei gezielten Stossrichtungen: Gewinnung der Arbeiter durch Überzeugungsarbeit mit Hilfe der Einschleusung von «Revoluzzern» in die Betriebe, Entmachtung der Universitäten durch Eroberung der Geisteswissenschaften mit Hilfe der Durchsetzung von Mitbestimmung der Studenten sowie die Gewinnung der jungen Generation durch Sexualisierung von Kindesbeinen an.

Es ist also unzureichend, im Hinblick auf die hier voll als politisches Instrument gedachte Pädophilie allein subjektive Neigungen der einzelnen Akteure zu unterstellen - die Pädophilie war hingegen ein fester Bestandteil des ideologischen Konzepts, und die Verwirklichung dieses Programms vor allem trieb Cohn-Bendit in den Frankfurter Kinderladen.

Politisches Instrument
Man könnte dergleichen nun wirklich getrost ad acta legen, wenn dieser Programmpunkt des Marsches durch die Institutionen nicht im Laufe der vergangenen 30 Jahre solche verheerenden Auswirkungen gehabt hätte und ohne jede Einsicht in die Zusammenhänge im Mainstream auch fortlaufend weiterhin hat; denn wenn unverblümte Programmschriften nun auch nicht mehr nötig sind, wenn schliesslich sogar die Forderung nach Pädophilie aus dem grünen Parteiprogramm verschwunden ist, wenn es auch durch die epidemische Zunahme der Sexualverbrechen an Kindern nun als letzte Tat der CDU-Regierung zu einer späten Verschärfung der die Pädophilie eingrenzenden Gesetze gekommen ist, so ist die Tendenz zur Sexualisierung der Kinder in den elektronischen Medien, der Schulsexualerziehung, den Aufklärungsbroschüren der Regierung doch weiterhin ungebrochen. Bevor dieser Zusammenhang nicht ins gesellschaftliche Bewusstsein tritt, kann der Marsch zur Verwirklichung der sozialistischen Einheits- gesellschaft Europas nicht gestoppt werden.

Schlimme Folgen
Von der seriösen Entwicklungspsychologie her lässt sich erkennen, dass in der jungen Generation durch diese unsägliche Ideologie viel Schaden entstanden ist; denn Sex von Kindheit an macht ja nicht frei, sondern birgt die Gefahr der Fesselung an den Grosstrieb in sich - vor allem im männlichen Geschlecht.

Deshalb konnte man die Entwicklung zu einem seelisch kranken Kinderschändertum als Frucht dieser indoktrinierenden Fehlentwicklung von der Warte der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie aus wohl voraussagen, und ich habe meine Prognose - 1971 für das Ende des Jahrhunderts erstellt - vor allem publiziert, um wenigstens dann mit Hilfe der verheerenden Folgen auf späte Einsicht zu hoffen. Die Stunde der Wahrheit sollte jetzt schlagen, wenn wir nicht erneut fürchten wollen, dass abermals die verdummten Kälber ihre Verderber selber wählen.

Christa Meves


Pädophlie im Dienste eines Marxisten der solche Sauereien als politisches Kampfmittel benutzt.
Je mehr man sich mit dieser Type beschäftigt um so mehr Magenschmerzen bekommt man. Die Grünen stellen Leute auf einen sicheren Listenplatz die im politischen "Kampf" vor nichts zurückschrecken. :(
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farniente
16.12.03 12:18:16
Beitrag Nr. 98
Ob Olaf Scholz an solche politischen Instrumente gedacht hat als er von der "Lufthoheit über den Kinderbetten sprach ?"

:confused:
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stirner
16.12.03 14:04:46
Beitrag Nr. 99
Im Spiegel darf sich Cohn-Bendit wieder großsprecherisch äußern, selbst wenn er zur Sache eigentlich nichts zu sagen hat.
Man kann übrigens einen Leserbrief schreiben und die Spiegel-Leute mal fragen, warum sie einen Pädophilen Raum in ihrem Blatt geben.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,278441,00.h…
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Libertus
16.12.03 14:28:19
Beitrag Nr. 100
@84 stirner
Ein solcher Leserbrief würde mit Sicherheit nicht veröffentlicht werden und auch keine Recherche der Spiegel-Redaktion mit sich bringen. Schließlich sind die Vorgänge bekannt... es interessiert nur niemanden mehr.

Seid Augsteins Tod hat sich die Qualität des Spiegel erheblich verschlechtert. Neutraler Journalismus ist vom Spiegel nicht mehr zu erwarten. Es hat einen eindeutigen Linksruck gegeben. Schade, aber vielfach zu beobachten...:rolleyes:
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Questorix
16.12.03 14:29:01
Beitrag Nr. 101
stirner,
eine wahrlich gute Idee.
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Libertus
16.12.03 20:41:32
Beitrag Nr. 102
@all
Ich kann mich wirklich nur wundern, dass dieser Thread immer wieder nach unten durchgereicht wird. Es scheint niemanden zu interessieren, von WEM sie in Europa "vertreten" werden. Was ist das für ein Volk, dass solche Geisteskinder als Landesvertreter billigt?:( :( :( :( :( :( :( :( :(
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Questorix
16.12.03 21:14:23
Beitrag Nr. 103
87, Libertus:

es interessiert die Antiamerikaner einfach nicht. Wer ist schon Cohn-Bendit?

Die deutsche Linke reißt lieber das Maul auf, wenn ....., ach ich laß es lieber.
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Libertus
16.12.03 21:29:46
Beitrag Nr. 104
@88 Questorix
Was hat das mit Antiamerikanern zu tun?

Hier geht es um die Einstellung und Taten einer Person, da ist die Parteizugehörigkeit völlig unerheblich, oder?
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konns
16.12.03 21:53:11
Beitrag Nr. 105
also über die Übergriffe von US Priestern wurde schon ausführlich berichtet.
Warum unsere Medien Cohn-Bendit nicht aufgreifen, ist ein Rätsel unserer Zeit, insbesondere da dieses Subjekt zukünftig Gesetze auf europäischer Ebene mitentscheiden soll (von daher kann man froh sein, wenn es mit dem vereinten Europa letztendlich nicht klappt, weil das muss man sich nicht antun).
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Kosa
16.12.03 22:02:42
Beitrag Nr. 106
Ich habe mich wegen Cohn-Bendit auch an mehrere Zeitungen und andere Organe gewendet. Jedoch habe ich von diesen bis Heute keine Reaktion gesehen.
Ich frage mich wo die Pressefreiheit geblieben ist. Es traut sich keine Zeitung dieses Thema aufzugreifen.
Dabei wurde dieses Thema sogar in einer polnischen Zeitung aufgegriffen. Alle reden darüber nur die deutschen Medien nicht.
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rv_2011
16.12.03 22:06:41
Beitrag Nr. 107
#90

Hier jedenfalls habe ich noch keinen Thread über pädophile Priester (nicht nur in den USA!) gesehen.
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konns
16.12.03 22:28:48
Beitrag Nr. 108
#92

Auch ich habe hier noch keinen Thread über pädophile Priester (nicht nur in den USA!) gesehen.
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stirner
16.12.03 23:08:49
Beitrag Nr. 109
## 92,93

Zum Thema pädophile Priester (auch in den USA) gab es 2001/02 zahlreiche Threads, Muß wohl vor Eurer Zeit gewesen sein.
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rv_2011
16.12.03 23:14:50
Beitrag Nr. 110
@ stirner

Das war zwar nicht vor meiner Zeit - aber so sehr interessieren mich die seltsamen Phantasien und z.T. Handlungen von Politikern und Priestern auch nicht. Kann also sein, dass mir dies entgangen ist.
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konns
16.12.03 23:16:01
Beitrag Nr. 111
#94

Also offen gesagt ging es mir nie um Beiträge in WO zu diesem Thema, sondern um etwas anderes, aber ok ...
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stirner
16.12.03 23:22:29
Beitrag Nr. 112
Als pädophiler Politiker ist ja Cohn-Bendit eine Ausnahmeerscheinung. Pädophile katholische Priester gibt/gab es sehr viele.

Ich interessiere mich schon für Leute, die öffentlich Moral predigen, und heimlich - oft mit Billigung ihrer sozialen Umgebung - dagegen verstoßen. Das läßt einen Blick auf die verlogene Tiefenstruktur unserer Gesellschaft zu.

Das Schweigen der Medien, Kinderschützer und auch der Feministinnen im Fall Cohn-Bendit halte ich für ziemlich bemerkenswert.
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goldless
16.12.03 23:51:13
Beitrag Nr. 113
stirner,

allerdings! Das ist es. Unsere Presse, die eigentlich
jeden Furz zum Skandal hochspielt schweigt ein Verbrechen
tot. Noch dazu ein so widerliches!

Warum?

Ich habe die Antwort nicht. Aber es ist mehr als merkwürdig.

Wenn es auf breiter Basis publik werden soll, dann müssen
wir das wohl selber machen.

Hat eigentlich jemand das Buch? Und ist es möglich die
betreffenden Seiten im vollständigen Originaltext zu be
kommen?
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rv_2011
16.12.03 23:55:52
Beitrag Nr. 114
@ stirner

Öffentlich Moral predigen und heimlich dagegen verstoßen: Das kannst du z.B. entsprechend ,,tätigen" Priestern vorwerfen. Bei Cohn-Bendit liegt die Sache ja wohl etwas anders...
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Libertus
17.12.03 00:18:40
Beitrag Nr. 115
@98 goldless
Ich habe mir soeben das Buch gekauft. In ca. einer Woche habe ich es da. Ich werde dann die entsprechenden Seiten hier einstellen.
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Aldy
17.12.03 00:23:44
Beitrag Nr. 116
@all
Daß unsere Presse linkslastig ist dürfte mittlerweile den meisten klar sein.
Genauer gesagt "linkslastig und korrupt". Vielleicht sollte ich statt "korrupt" lieber "für bestimmte Ziele vereinnahmt" schreiben.

Der Fall Hohmann war bei weitem das krasseste was ich in dieser Beziehung erlebt habe!
Objektive Bericherstattung - Fehlanzeige!
Im Internet konnte - wer wollte - sich schlau machen.
Aber die gelenkte Masse hat sich schon vorher festgelegt.

Das ist alles kein Zufall, sondern gezielte Agitation linker Kreise.
Ziel ist die Großindustrie, die konservativen Werte, die Marktwirtschaft, die Gesellschaft schlechthin.

Glaubt hier wirklich einer die Herren Fischer, Trittin oder Cohn-Bendit hätten ihre Überzeugungen an den Parlaments-Garderoben abgegeben?
Wenn ja dann sind sie erst recht unglaubwürdig.

Die Medien machen sich zum Affen und das ist der eigentliche Skandal!

Aldy
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goldless
17.12.03 00:29:20
Beitrag Nr. 117
Libertus,

wo kann man das Buch kaufen?

Ich denke es wird nicht mehr verlegt.

Übrigens habe ich Bedenken. Nach all den Andeutungen, wie
unser Danny-Boy in seinem Buch ins Detail gehen soll, wirst
du wohl gesperrt, wenn du den Versuch unternimmst den Text
vollständig hier reinzusetzen.
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Libertus
17.12.03 00:40:47
Beitrag Nr. 118
@102 goldless
Ich erhalte die deutschsprachige Ausgabe von 1975.
Da ich unter anderem mit Büchern handle ist das kein Problem für mich. Es sind auch Ausgaben zwischen 1968 bis 1975 in französisch, spanisch und niederländisch zu erhalten.

Die entsprechenden Passagen werde ich auf einer meiner HPs einstellen und hier einen Link reinstellen. Damit dürfte WO kein Problem mehr damit haben, oder?
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goldless
17.12.03 00:44:11
Beitrag Nr. 119
Libertus,

ich freue mich drauf!

Man muss eben nur die richtigen Leute kennen!;)
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Semikolon
17.12.03 00:48:11
Beitrag Nr. 120
!
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Libertus
17.12.03 01:00:25
Beitrag Nr. 121
@105 Semikolon
Natürlich hat das unbedingt mit dem Zhema dieses Threads zu tun, denn es geht auch um die Scheuklappenmentalität dieser Gesellschaft. Hier eine Quelle zu diesem Bereich des Themas:

Chronologie: Bekannt gewordene Missbrauchsfälle
durch römisch-katholische Priester in Deutschland
Hamburg/Mainz. Fälle sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester werden meistens erst bekannt, wenn sie strafrechtliche Konsequenzen haben. Einige Fälle der vergangenen Jahre in Deutschland, die überregional Aufsehen erregt haben:

1993: Ein 44 Jahre alter Pfarrer aus dem hessischen Kreis Bergstraße wird wegen sexueller Nötigung zweier Mädchen zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt. Er soll zwei damals 14 und 16 Jahre alte Schwestern in vier Fällen missbraucht haben. Der Priester hatte die Taten vor Gericht gestanden.

1994: Ein Pfarrer aus Krefeld wird wegen sexuellen Missbrauchs an einem neunjährigen Jungen zu vier Jahren Haft verurteilt.

1995: Gegen einen 44 Jahre alten Pfarrer aus Gilching bei München wird wegen des Besitzes von Kinderpornos auf Videokassetten ermittelt. Der Pfarrer wird vom Dienst suspendiert.

1995: Ein 67 Jahre alter Pfarrer aus Hildesheim wird in den Ruhestand versetzt. Er gab zu, sich an mehreren minderjährigen Jungen vergangen zu haben. Es gab kein kirchliches Gerichtsverfahren, da die Taten verjährt waren.

1996: Ein 47 Jahre alter Pfarrer von Wangen/Allgäu verzichtet nach Vorwürfen sexueller Verfehlungen auf sein Pfarramt. Das Ordinariat hatte ihn bereits beurlaubt. Ein Gerichtsverfahren wird eingestellt.

1996: Ein 65 Jahre alter katholischer Priester aus Haren im Emsland wird zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. Der inzwischen pensionierte und in einem Kloster lebende Pfarrer soll sich acht Jahre lang in 225 Fällen an 14 Messdienern und Erstkommunikanten vergangen haben.

1998: Ein 67 Jahre alter Pfarrer aus dem oberschwäbischen Bergatreute wird wegen sexuellen Missbrauchs zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 5 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Er soll im Religionsunterricht mehrfach die zehn bis zwölf Jahre alten Mädchen belästigt haben.

1999: Ein 39 Jahre alter Pfarrer aus dem schwäbischen Ort Wald wird zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihm wird sexueller Missbrauch in 59 Fällen vorgeworfen. Opfer waren zwei Jungen und ein Mädchen im Alter von elf bis 14 Jahren.

2000: Ein katholischer Pfarrer aus dem Landkreis Coburg wird wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der 60-Jährige soll sich an drei Jungen im Alter von neun und elf Jahren vergangen haben. Ein Vater hatte ihn im Weihnachtsgottesdienst des Missbrauchs seines Sohnes bezichtigt.

2000: Ein 45 Jahre alter Priester aus Südbaden wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Der Pater einer konservativen Bruderschaft hatte sich an zwei Jungen im Alter von sechs und acht Jahren sexuell vergangen und einen von ihnen zum Oralverkehr gezwungen.

April 2002: Ein 40-jähriger Pfarrer aus Sandberg (Bayern) erstattet bei der Polizei Selbstanzeige, dass er einen Jungen sexuell missbraucht hat. Die Diözese Würzburg entbindet den Mann von seinen priesterlichen Pflichten mit sofortiger Wirkung und informiert die römischen Behörden - das erste Mal, dass ein solcher Rapport an den Vatikan öffentlich bekannt wird.

Juli 2002: Das Bistum Mainz beurlaubt einen Priester aus dem Kreis Groß-Gerau in Hessen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen. Der Priester soll sein Unwesen über Jahre hinweg getrieben haben. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann kündigt an, den Vorwürfen rasch und intensiv nachgehen zu wollen.

http://www.ikvu.de/missbrauch/


Wenn ich die internationale Liste hier reinstellen wollte, würde ich diesen Thread sprengen. Die ganze widerliche Liste ist zu finden unter:
http://www.catholicsforchoice.org/SexAbuseChart.htm

Noch Fragen?
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goldless
17.12.03 01:03:36
Beitrag Nr. 122
!
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Eviva
17.12.03 01:18:14
Beitrag Nr. 123
!
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Semikolon
17.12.03 01:22:55
Beitrag Nr. 124
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Libertus
17.12.03 01:29:48
Beitrag Nr. 125
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goldless
17.12.03 01:39:53
Beitrag Nr. 126
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Semikolon
17.12.03 01:43:56
Beitrag Nr. 127
!
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Semikolon
17.12.03 01:46:26
Beitrag Nr. 128
...und Goldless und den anderen netten Usern hier wünsche ich natürlich auch eine gute Nacht.

;
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goldless
17.12.03 01:53:48
Beitrag Nr. 129
!
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Libertus
17.12.03 01:55:13
Beitrag Nr. 130
!
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Erika007
17.12.03 05:18:02
Beitrag Nr. 131
#101

propaganda fuer den raubtierkapitalismus ist also "linkslastig".
dann muesste propaganda fuer den sozialismus rechtslastig sein.

ob saban, schaechter, "bild" das auch wissen?

aber wenn denen krieg, angriffskrieg, wie frieden vorkommt, hunger und not menschenrechte sind, ist es denen wohl klar.
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Erika007
17.12.03 05:37:58
Beitrag Nr. 132
#84,98

oeffentlichkeit herzustellen, hiesse dem "antisemitismus vorschub zu leisten" so wird die nichtverfolgung von straftaten intern zumeist begruendet.
( clintons erste amtshandlung waren begnadiungen in einigen faellen, in denen unverstaendige richter verurteilt
hatten.)

vor vielen jahren war es bei uns noch anders:
danny dattel, raddreher bei der herrstatt-bank konnte nicht angeklagt werden wegen des kz-syndroms; er war 1947 geboren. bei einer anklage waere eine gefaengnisstrafe verwirkt gewesen, tatbestand war klar, schuldhaftes verhalten auch.
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PolyMod [Mod]
17.12.03 07:40:42
Beitrag Nr. 133
Aus gegebenem Anlass muss ich noch einmal darauf hinweisen, dass dieser Thread nur dann offen bleiben kann, wenn die Diskussion beim Thema bleibt.
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rv_2011
17.12.03 08:05:07
Beitrag Nr. 134
Libertus,

ich bin ebenfalls gespannt, wie sich die Dinge bei Cohn-Bendit im Original darstellen...

Ohne vom Thema ablenken zu wollen:

Heute widmet die FR eine ganze Seite (,,Thema des Tages") dem Thema Pädophilie ohne den Fall Cohn-Bendit zu erwähnen.
Anlass ist die Haftentlassung eines Pädophilen durch das Münchener Oberlandesgericht mit der schier unglaublichen Begründung, die Kinder hätten doch freiwillig mitgemacht.
________________________________________________

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/th…

Wo der Täter Betroffener heißt
Richterspruch zu Pädophilen-Fall erregt Empörung
VON IRIS HILBERTH (MÜNCHEN)


Den Teufel an der Hand - Zeichnung eines sexuell missbrauchten Kindes

Der Fall eines Münchner Pädophilen, der im Stadtteil Hasenbergl zahlreiche Kinder sexuell missbraucht hat, hat hohe Wellen geschlagen. Der Rentner hatte sich das Vertrauen vor allem allein erziehender sozial schwacher Mütter erschlichen und ihnen angeboten, auf ihre Kinder "aufzupassen". In seiner Wohnung hatte er die Mädchen und Jungen begrapscht und pornografische Fotos und Videos von ihnen angefertigt. Die Empörung war vor allem groß, weil das Oberlandesgericht München (OLG) den in erster Instanz vom Amtsgericht München zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilten 64-Jährigen wieder aus der Haft entlassen hatte.

Die Begründung des zuständigen Senats am Oberlandesgericht rief Opferverbände wie Eltern aber auch Politiker auf den Plan. "In den Missbrauchsfällen handelte der Angeklagte jeweils nicht gegen den Willen der Kinder", heißt es da, und weiter: "Vielmehr waren die Kinder auf Grund bereits bestehender Verwahrlosungstendenzen infolge fehlender erzieherischer Einwirkung ihrer Eltern erkennbar selbst an den vorgenommenen sexuellen Handlungen interessiert." Der Angeklagte habe dies nur ausgenutzt, ohne hierbei irgendwelchen körperlichen oder psychischen Druck auszuüben. "Seinen Taten fehlt jegliche aggressive Tendenz."

Die Richter haben ihren Beschluss zur Haftentlassung auf fünf Seiten begründet. Dort tragen sie die Überzeugung vor, dass die missbrauchten Kinder "durch die angeklagten Vorfälle über ihre bereits ohnehin vorhandene Milieuschädigung hinaus keine erkennbare weitere psychische Schädigung erlitten haben".

Die Richter teilen die Kinder also in Menschen erster und zweiter Klasse auf. Bei den einen ist es Missbrauch und bei den anderen eh schon egal. So kommen sie zu dem Schluss, dass sich bei den betroffenen Kindern vom sozialen Brennpunkt Hasenbergl "die angeklagten Taten im unteren Bereich der weiten Bandbreite der möglichen Tatbestandsverwirklichung bewegen". Und daraus folgern sie: wenn er es noch mal macht, ist doch nicht so schlimm: "Eine erneute Straffälligkeit in diesem unteren Bereich der Skala möglicher Tatbestandsverwirklichung eines sexuellen Missbrauchs von Kindern stellt jedoch nach Auffassung des Senats keine erhebliche rechtswidrige Tat i.S. des § 63 StGB dar, die die Anordnung einer Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus als verhältnismäßig erscheinen ließe." Für Straftaten im höheren Bereich sehe der Senat keine Anhaltspunkte.

"Es geht um die Verhältnismäßigkeit", sagt die Gerichtssprecherin, die sei schließlich immer zu prüfen. Hat der Mann also verhältnismäßig eigentlich kaum etwas getan? "Wir hatten neulich einen Fall, da hat ein Vater seine vierjährige Tochter mehrmals vergewaltigt, das ist ja wohl wesentlich gravierender", argumentiert die Sprecherin. Die Richter schlussfolgern jedenfalls, dass "angesichts des in vollem Umfang geständigen Angeklagten unter diesen Umständen der weitere Vollzug des Haftbefehls nicht mehr verhältnismäßig wäre".

Erstaunlicherweise ist der Senat davon überzeugt, dass sich der Täter künftig nicht mehr an Kindern vergehen wird. Ein Gutachter war nämlich zu einem ganz anderen Schluss gekommen und hatte sehr wohl festgestellt, dass der Rentner "eine Gefahr darstellt". Das hat das OLG auch zur Kenntnis genommen, wischt die Bedenken aber vom Tisch: "Unabhängig davon, ob die Wiederholungsgefahr bei dem 64-jährigen, bislang nicht vorbestraften Angeklagten, hinsichtlich gleich oder ähnlich gelagerter Taten tatsächlich so hoch einzuschätzen ist, wie dies der Sachverständige in seinem schriftlichen Gutachten ohne nähere Einzelausführung getan hat, fehlt es jedenfalls an der geforderten Erheblichkeit der zu erwartenden Straftaten." Eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus dürfe als "tiefer Eingriff in die Lebensverhältnisse des Betroffenen" nicht angeordnet werden.

Auch kommt das Gericht zu dem erstaunlichen Schluss, dass der Angeklagte durch die nun erstmals erlebte mehrmonatige Untersuchungshaft "ernsthaft beeindruckt" sei, dass er sich in Zukunft straffrei führen werde.

Davon war das Landgericht München wohl nicht überzeugt. Die Staatsanwaltschaft beantragte Ende der vergangenen Woche die einstweilige Unterbringung des 64-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik.

--------------------------------------------------------
KRIMINELL
Laut Paragraf 176 des Strafgesetzbuchs wird, "wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt,... mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft". Ebenso wird demnach bestraft, "wer ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen lässt".

Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe droht demjenigen, der "erstens sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt, zweitens ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen an sich vornimmt, oder drittens auf ein Kind durch Vorzeigen pornografischer Abbildungen" oder ähnliches einwirkt. Schwerer sexueller Missbrauch liegt vor, wenn ein über 18-Jähriger "mit dem Kind den Beischlaf vollzieht" oder ähnliche sexuelle Handlungen vornimmt, die Tat von mehreren begangen wird oder der Täter das Kind "in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung" bringt oder in den vergangenen fünf Jahren wegen einer solchen Straftat rechtskräftig verurteilt worden ist. mk

Thema des Tages: Anklage in 625 Fällen http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/th…
Thema des Tages: Ein Netz von Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/th…
Thema des Tages: Staranwälte für den Angeklagten, Vergessen für die Opfer http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/th…
Thema des Tages: Verurteilt http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/th…
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konns
17.12.03 08:07:02
Beitrag Nr. 135
eigentlich komisch, dass WO so reagiert - aber es ist erstaunlich, dass sowieso nur rechtsradikale, also keine linksradikalen Inhalte verboten sind:

"Bitte beachten sie folgende Regeln beim Schreiben Ihres Beitrages:

1. Man sollte auch im Internet auf rechtliche Bestimmungen achten. Das Verbreiten von Falschmeldungen etc. ist auch im Internet strafbar und wird ggf. entsprechend geahndet.

2. Beleidigungen, sexuelle Anspielungen, rechtsradikale Inhalte etc. sind zu unterlassen.

3. Gerade im Internet ist das Recht auf Meinungsfreiheit von großer Bedeutung. Versuchen Sie deshalb niemandem Ihre Meinung aufzuzwingen.

4. Der Missbrauch des Brokerboards als Werbefläche für Webseiten oder Diensten ist nicht gestattet."
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farniente
17.12.03 08:08:41
Beitrag Nr. 136
!
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PolyMod [Mod]
17.12.03 08:13:13
Beitrag Nr. 137
@ konns,

wenn ich linksradikale Inhalte finde, werde ich diese ebenfalls löschen. Du darfst mich gerne auf entsprechende Postings aufmerksam machen... ;)

PolyMod.

Jetzt bitte ich aber, diese Diskussion (wenn erwünscht) im W:0-feedbach-Forum weiter zu führen.
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hossinger
17.12.03 08:56:33
Beitrag Nr. 138
Das Buch ist "gebraucht" noch bei booklooker.de erhältlich.
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konns
17.12.03 13:05:58
Beitrag Nr. 139
Staatsanwaltschaft will formell Anklage gegen Jackson erheben
Klageschrift soll vor dem Wochenende eingebracht werden - Am 9. Jänner muss Jackson vor dem Richter erscheinen
Die US-Staatsanwaltschaft will noch vor dem Wochenende formell Anklage gegen US-Popstar Michael Jackson wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs erheben. Die Klageschrift werde am Donnerstag oder Freitag beim zuständigen Gericht in Santa Barbara (US-Bundesstaat Kalifornien) eingereicht, sagte Staatsanwalt Tom Sneddon am Dienstag.

Jackson war Mitte November nach Vorwürfen des Kindesmissbrauchs festgenommen, kurz darauf aber gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar (knapp 2,46 Millionen Euro) wieder freigelassen worden. Dem 45-jährigen Musiker wird vorgeworfen, einen zwölfjährigen Buben sexuell missbraucht zu haben. Er muss deshalb am 9. Jänner vor dem Richter erscheinen.
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Questorix
17.12.03 15:27:37
Beitrag Nr. 140
115, konns:

das ist auch gut so. Ich habe nur die Befürchtung, daß er vorher flüchtet. Stell Dir vor, der schminkt sich ab! Dann ist er wieder schwarz und keiner kann ihn mehr identifizieren.

deshalb:

Kaution verdoppeln oder U-Haft
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Libertus
17.12.03 19:49:58
Beitrag Nr. 141
Und ab nach oben mit dem Thread!
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Eviva
18.12.03 04:14:04
Beitrag Nr. 142
nd-b.com/n-g-k/Presse2001/p08.01.htm 24. Aug 2001 18:59

Erst Jahrzehnte nach seinen Taten ist die Polizei einem Kinderschänder auf die Spur gekommen. Ein früheres Opfer hatte ihn angezeigt.
In den siebziger und achtziger Jahren trieb er in Hessen sein Unwesen, «weit über 100» Kinder soll er schwer missbraucht und vergewaltigt haben. Erst vor kurzem wurde der Kinderschänder im hessischen Bad Hersfeld entlarvt, er ist heute 68 Jahre alt.
Beim Verhör am Dienstag und am Mittwoch gestand der Mann seine Taten, zeigte laut Polizei jedoch keine «echte Reue».
Auf die Spur des 68-Jährigen kamen die Beamten durch die Anzeige eines seiner Opfer, einer heute 24-jährigen Frau.

Der überwiegende Teil der Straftaten ist noch nicht verjährt, die Fuldaer Staatsanwaltschaft wird sie verfolgen. Die Polizei geht von einem «erheblichen Dunkelfeld gleichgelagerter Straftaten» aus und ermittelt weiter. Vorerst wurde der Mann jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. (nz)
Avatar
Eviva
18.12.03 04:37:25
Beitrag Nr. 143
http://www.nwz-online.de/2_dyn_449.php?showres=NWZ%2FPOLITIK…
...
Durch den jahrelangen sexuellen Mißbrauch werde bei dem heute 18 Jahre alten Mädchen eine dauerhafte Schädigung zurückbleiben, sagte eine Psychologin. Noch heute trage sich die junge Frau immer wieder mit Selbstmordgedanken. Der sexuelle Mißbrauch kam erst durch eine Selbstmord-Drohung per SMS an eine Freundin an die Öffentlichkeit. Staatsanwaltschaft und Nebenklage forderten jeweils eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert.

Text: 16.12.03 dpa
Avatar
Questorix
18.12.03 10:10:14
Beitrag Nr. 144
9, hossinger:

Hast Du auf Deine e-Mails schon irgendwelche Antworten / Reaktionen erhalten?
Avatar
farniente
18.12.03 11:56:00
Beitrag Nr. 145
Heute wird M. Jackson angeklagt.

Nachdenklich muß man da schon werden. Hier im Board treiben sich dermaßen viele Amerika-Hasser herum, daß bei mir manchmal schon der Bildschirm tropft von dem Geifer den diese Herrschaften versprühen, die interessanterweise auch immer aus einer bestimmten politischen Ecke kommen.

Aber immerhin schafft es dieses dekadente, undemokratische, umweltverschmutzende und überhaupt nur noch widerliche Amerika einen Kinderschänder vor Gericht zu stellen - und wenn dieser 100 x operierte Zombie noch so reich und prominent ist.

Cohn-Bendit wird jeden Tag eine Kerze anzünden und Gott auf den Knien danken daß er in Deutschland über diese Amis hetzen kann, vor Strafverfolgung sicher ist, einen gut dotierten Parlamentarierposten erhält, und noch nicht mal auf seine Wahlheimat Frankreich angewiesen ist, denn die grüne Seilschaft in Deutschland funktioniert bestens.
:(
Avatar
Libertus
18.12.03 23:34:19
Beitrag Nr. 146
>>>Der Scheinheilige<<<


>>>Repräsentanten Deutschlands<<<
Avatar
goldless
18.12.03 23:36:34
Beitrag Nr. 147
Ein sehr schönes Foto von Danny.

Und was Fischer angeht, alles wesentliche fest im Griff!
Avatar
Libertus
18.12.03 23:50:49
Beitrag Nr. 148
So sieht man unsere Führungselite besser:
Avatar
konns
20.12.03 12:30:10
Beitrag Nr. 149
Sexualstrafrecht verschärft

BERLIN, 19. Dezember (ddp). Mit der Kanzlermehrheit hat die rot-grüne Koalition am Freitag im Bundestag den Einspruch des Bundesrats gegen das Gesetz zur Verschärfung des Sexualstrafrechts zurückgewiesen. Dem von der Union dominierten Bundesrat waren die Neuregelungen nicht weit genug gegangen. Das Gesetz sieht für besonders schwere Mißbrauchsfälle eine Freiheitsstrafe von mindestens einem und bis zu 15 Jahren vor. Künftig macht sich auch ohne körperlichen Kontakt strafbar, wer ein Kind mit Schriften zu sexuellen Handlungen bewegen will. Das Höchstmaß der Freiheitsstrafe für Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften wird von einem auf zwei Jahre erhöht. In der Strafprozeßordnung werden zudem die Möglichkeiten einer DNA-Analyse ausgeweitet.
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Libertus
21.12.03 22:24:12
Beitrag Nr. 150
Diesen Thread nicht vergessen!!
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konns
21.12.03 22:33:54
Beitrag Nr. 151
gerade war "Kevin allein zuhause" im Fernsehen dran ...
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stirner
22.12.03 10:59:40
Beitrag Nr. 152
Hier noch die Homepage von Bettina Röhl, die enthält ja einige Informationen über unsere 68`er einschl Cohn-Bendit und Fischer.

http://www.bettinaroehl.de/
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stirner
22.12.03 11:06:23
Beitrag Nr. 153
Aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, erschien dieses Posting nicht im Thread (vielleicht inzwischen gelöscht? - wann ja, warum?)

Auf jeden Fall sollte man dieses Interview der Tochter von Meinhof sehr sorgfältig lesen, denn es zeigt die Manipulation unserer Medien und die inzwischen vorherrschende Geschichtsklitterung bezügl. der 68`er ziemlich deutlich auf.

Viele Dank für die (fast immer objektive) Berichterstattung in der netzeitung!


«Wenn Fakten nicht gebracht werden können...»

22. Dez 08:29 netzeitung

Die Journalistin Bettina Röhl hat vor Gericht erstritten, dass sie nicht in herabsetzender Weise als «Terroristentochter» bezeichnet werden darf. Die Netzeitung sprach mit ihr über ihre Arbeiten über Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit und die Folgen.

Netzeitung: Frau Röhl, Sie haben gegen die «Frankfurter Allgemeine» vor Gericht gewonnen. Der Zeitung wurde untersagt, Sie, wie Anfang September geschehen, in herabsetzender Weise «Terroristentochter» zu nennen. Was heißt das für Sie?
Bettina Röhl: Für mich ist die Entscheidung des Gerichts natürlich eine Genugtuung, vor allem, da in der Entscheidung zusätzlich ausdrücklich ausgeführt ist, dass ich erstens nicht den geringsten Anlass dafür geboten habe, dass mich die «FAZ» «Terroristentochter» nannte und zweitens, dass ich nicht dulden muss, dass meine Abstammung von Ulrike Meinhof, wie es im Urteil heißt, überhaupt hervorgehoben wird. Ich denke, das Urteil gilt künftig für alle Medien. Eine «Terroristentochter» gibt es objektiv nicht. «Terroristentochter» ist die übelste Verbalinjurie. «Terroristentochter» zielt auf die diesem Begriff absichtsvoll geschürten Assoziationen und Emotionen, dass die Tochter irgendwie einen Hauch «Terrorismus» «geerbt» hätte oder zumindest einen kleinen Terrorschaden haben müsse.

Der Artikel bei «faz.net» am 4. September war eine Reaktion auf meinen Artikel in der «Welt» und meiner Glosse zuvor in der «Rheinischen Post» über Udo Walz, wie er 1970 Ulrike Meinhof im Untergrund die Haare färbte und ihr half, sich vor der Polizei zu tarnen. Der «FAZ»-Autor beschäftigt sich indes gar nicht mit Udo Walz, sondern arbeitet sich in ungebührlicher Weise an meiner Person, oder besser gesagt an dem Phantom ab, dass er sich von meiner Person zurecht gelegt hat. Begriffe wie: «abgrundtiefer Hass», «Verschwörungstheoretikerin», «verbittert», «fanatisch» gegen meine Person sagen etwas über den «FAZ»-Schreiber selbst aus. Das ganze gipfelte in dem Satz: «Statt Respekt brachte man ihr nur Mitleid entgegen, der traumatisierten Terroristentochter, die als Siebenjährige in ein jordanisches Palästinenserlager verfrachtet werden sollte.» Diese Formulierung erinnert in Gedankenführung und Sprache fatal an ungute Zeiten der jüngeren deutschen Geschichte. In diesem Satz, der nicht wirklich die Journalistin Bettina Röhl, sondern um diese zu treffen, ein siebenjähriges Mädchen angreift, steckt entgegen dem Wortlaut eine unheimliche Mitleidlosigkeit. Die «FAZ» missbraucht hier die Pressefreiheit, die Politik und Staat kontrollieren soll, um eine einzelne Journalistin auf unterstem Niveau anzugreifen. Eine Journalistin, die ihrerseits ihre Pressefreiheit zu Aufklärungszwecken gerade benutzt hatte.

Netzeitung: Sie hatten in der «Welt» eine Äußerung des Prominenten-Friseurs Udo Walz aufgegriffen, der sich daran erinnerte, Ihrer Mutter, dem RAF-Mitglied Ulrike Meinhof, bevor sie seinerzeit untertauchte, die Haare gekürzt und blondiert zu haben, was ihr das Untertauchen ein wenig leichter gemacht haben könnte. Sie schrieben, er solle «Farbe bekennen».

Röhl: Ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Walz hatte im «Stern» gesagt, er habe Meinhof frisiert, bevor sie in den Untergrund ging – die Haare wären blond gewesen. Fakt ist, dass sie, bevor sie in den Untergrund ging, ihre normale braune Langhaarfrisur hatte. Ergo war mir klar, dass Walz Meinhof im Untergrund mit seiner heutigen Angela-Merkel-Frisur ausgestattet hatte. Ich fand das witzig, dass die heutige Regierung und die RAF-Terroristen - wenn auch im Abstand einiger Jahre - nicht nur über gemeinsame Anwälte verfügten, sondern auch über einen gemeinsamen Friseur. Wirklich komisch war aber, dass ich das alte Fahndungsfoto von Meinhof mit dem frühen Udo-Walz-Schnitt gefunden habe. Walz hat sich wochenlang gegenüber dpa geziert, zuzugeben, dass er Meinhof im Untergrund frisiert hat, gab es dann aber schließlich widerwillig zu. Bis heute behauptet er allerdings, sie nicht erkannt zu haben.



Die Story nach der Story

Netzeitung: Der scharfe Ton, den die «FAZ» dann an den Tag legte, greift zurück auf 2001. Anfang 2001 hatten Sie auf Fotos aus den Siebzigerjahren Joschka Fischer identifiziert als den Vermummten mit Motorradhelm, der gerade auf einen Polizisten losgeht. Die Geschichte schlug hohe Wogen, und eine andere Story kam nach, die über die «traumatisierte Terroristentochter», die Achtundsechzigern wie Fischer und später Daniel Cohn-Bendit aus persönlichen Gründen nachstellt. Warum haben Sie nicht schon damals die Gerichte bemüht?

Röhl: Damals hat in wenigen Tagen fast hundert Medienanfragen bei mir gegeben. Die wollten Interviews usw., und in noch mehr Medien wurde in Deutschland und auch weltweit statt über Fischers Vergangenheit gegen mich geschrieben, wie Sie zu Recht andeuten. In einer solchen Situation kann eine einzelne freie Journalistin gegen diese Masse nicht einmal anlesen, geschweige denn gerichtliche Hilfe suchen. Im Übrigen hätte ich Heerscharen von Anwälten bemühen müssen, um mich gegen die damals aus dem Nichts aufgetauchten verleumdenden Psychologisierungen meiner Person, die zur «Meinhof–Tochter» stilisiert wurde, zur Wehr zu setzen. Das hätte viel Geld gekostet und viel mehr Zeit als 24 Stunden am Tag.


Ich habe versucht, mit einzelnen wichtigen Medien im Gespräch Mäßigung zu erreichen, stand dabei aber auf verlorenem Posten. Alles, was ich getan hatte war, dass ich die besagten so genannten Prügelfotos von Fischer in «Stern» und «Bild» veröffentlicht und den Film der gleichen Szene im ARD-Archiv gefunden hatte, der dann in den «Tagesthemen» kam. Ich meine, ich hatte ein gewisses Recht, erst einmal sprachlos zu sein, dass eine hervorragende journalistische Leistung nicht honoriert wird, und dass man sich nicht mit der Vergangenheit des Außenministers befasste, sondern mit einer mir angedichteten, fiktiven Vergangenheit.

Netzeitung: Die Fotos waren einmal veröffentlicht worden, nach dieser Demonstration ...

Röhl: ... ja, weder der Fotograf, noch die «FAZ» oder die «Frankfurter Rundschau», die die Bilder damals veröffentlichten, auch nicht die «Tagesschau», die den besagten Film damals zeigte, hatten 27 Jahre lang die geringste Ahnung, wer auf den Fotos den Polizisten verprügelte. Die Spontiszene um Fischer herum hatte sich allerdings dieselben 27 Jahre lang klammheimlich totgelacht über diesen Gag der Geschichte. Die Fotos haben einige Leute schockiert. Fischers Amtsstuhl hat für kurze Zeit gewackelt. Die Opposition hat geschlafen, die Medien haben Fischer exkulpiert, und plötzlich waren in einer Art Übersprungshandlung der Terrorismus und der Fanatismus und all das, was man Fischer angesichts der Fotos hätte vorwerfen können, bei der Journalistin gelandet, die die Fotos präsentiert hatte. Hier wurde die Überbringerin der schlechten Nachricht geköpft.

Netzeitung: Welches Interesse könnten die Medien daran gehabt haben?

Röhl: Die Medien als solche verfolgten nach meinem Dafürhalten eher keine Interessen. Vielmehr gibt es Dynamiken, oft von einigen wenigen entfacht, denen die Sache dann auch selber entgleitet.

Schließlich nannte sogar der Bundespräsident in einem «Max»-Interview den Namen der Journalistin Bettina Röhl, was normalerweise eine Ehre ist. Hier allerdings stellte der Bundespräsident, den ich zwei Mal zuvor im Schloss Bellevue zu einem Gespräch besucht hatte, die Psychobehauptung auf, ich hätte die besagten Fotos nur veröffentlicht, um eine traumatisierte Kindheit, von der Rau weiß, dass es sie nicht gab, auf Fischer zu projizieren und meine mir unterschobenen Meinhof-Probleme an ihm abzuarbeiten. Der Bundespräsident hatte mir kurz zuvor noch von seinen netten Erlebnissen mit Ulrike Meinhof erzählt, und wie er mich als Kind beim Spielen auf einer Party beobachtet hatte. Welches Interesse der Bundespräsident hierbei verfolgte, weiß ich nicht. Wenn ein solches politisches Schwergewicht den Medienwahn in einer so hochpolitischen Angelegenheit in dieser Weise öffentlich sanktioniert, hat das natürlich eine gewaltige Wirkung, nämlich die, um es klar zu sagen, eines individuellen Berufsverbotes.

Der frei erfundene Vorwurf der «Traumatisierung» ist kaum zu entkräften, weil es natürlich nicht gut kommt, wenn eine Einzelne singulär mit einer profunden Enthüllung hervorgetretene Journalistin gegen das Mediengebrüll antritt: Ich bin in Wirklichkeit aber gar nicht traumatisiert.

Schlimm sind Medien, die eine solche Situation hirn- und herzlos produzieren. Dies ist der Grund, weshalb ich mich bei diesem neuen, einsamen Vorstoß, besser Rückfall, der «FAZ» im September zur Wehr gesetzt habe. Die «FAZ», die vom Gericht die Verwendung des Begriffs «Terroristentochter» untersagt bekam, hatte bereits zuvor vertraglich auf die Verwendung der Formulierung «offenkundig traumatisiert» verzichtet und entsprechend diese Formulierung im Internet entfernt.

Netzeitung: Da Sie sich nirgendwo öffentlich wirksam gegen die Vorwürfe verwahrt hatten, war der Effekt natürlich, dass sie sich – auch in der Netzeitung – weiter verbreiteten. Jeder in der Zunft verlässt sich bei seinen Recherchen auch auf Rechereergebnisse seriöser anderer Medien. Was als Wahrheit nicht angegriffen wird, gilt nach einer gewissen Zeit als wahr.

Röhl: In diesem Fall gab es ganz klar isolierbar eine neben anderen hervorzuhebende Quelle: Die Deutsche Presse Agentur feuerte in Berlin eine Falschmeldung nach der anderen über meine Person heraus und erging sich in Verleumdungen zu meinen Lasten, und das Ganze, ohne den journalistischen Mindeststandard gewahrt zu haben. Dpa hat nicht ein einziges Mal Kontakt zu mir aufgenommen, um mich selber zur Sache zu fragen oder zu der damaligen Medienkampagne gegen meine Person. Bei dpa gab es eine Meldung nach der anderen mit dem Stereotyp «Meinhof-Tochter». Auch weitere Verleumdungen waren bei dpa enthalten, die ich hier nicht wiederhole, um sie nicht virulent zu machen. Ich selber habe dpa eine Reihe eigener Meldungen geschickt, die nicht veröffentlicht wurden, so dass Korrekturen nicht stattfanden. Selbst der NDR, Gesellschafter bei dpa, musste erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass seine klarstellenden Meldungen über meine Person schlicht und ergreifend von dpa nicht zur Veröffentlichung gebracht wurden. Der Name der Dame, die bei dpa hauptverantwortlich zeichnete, ist mir bekannt.

Dpa ist, wie sie wissen, in solchen Fällen der wichtigste Multiplikator, und viele Publikationen übernehmen dpa wörtlich, und nach einer Übernahme heißt es dann schon in einem dritten Medium, dass ein anderes Medium oder die Medien als solche die Journalistin Bettina Röhl so oder so bezeichnet hätten, was dann als pressefreiheitliches Zitat mit Klauen und Zähnen verteidigt wird.

Die Medien haben mir keinen Platz zur Replik eingeräumt. Nicht ein einziges Medium. Alle wollten ein Interview, aber die erste Frage war: Was ist Ihre Motivation? Geht es um Ihre Mutter? Könnte es nicht doch sein, dass dies die Motivation ist? Bis dahin hatte ich nicht eine Sekunde lang daran gedacht. Dazu muss ich sagen: Ich habe Frau Meinhof, meine Mutter, zuletzt vor dreißig Jahren für wenige Stunden gesehen – es ist absurd.

Alle Interviews, die ich gegeben habe, vor allem für ausländische Medien, hatten diese Fragen, und die Artikel hatten dann alle Formulierungen, wie «Bettina Röhl wehrt sich gegen ..., will nicht gesehen werden als ...» Man stellte mich unter permanenten Rechtfertigungsdruck. Ich hatte keine Chance, die Wahrheit-Werdung der Unwahrheiten zu verhindern. Ich hätte ja nicht nur etwas Platz in den Medien haben müssen, sondern qualitativ und quantitativ adäquaten Platz. Nach der Medienhetze Anfang 2001, die über Wochen anhielt mit erheblichen negativen Nachwirkungen, gab es einige Interviewportraits im In- und Ausland. Hervorheben möchte ich die drei Portraits in «Max», im «Spiegel Reporter» und in der «Süddeutschen». Obwohl die Portraitschreiber selber alles andere als frei von dem Mediengeschehen waren, zeichneten sie nach den Gesprächen, die wir führten, ein freundlicheres Bild, konnten aber an den Klischees und der Schublade, in die ich sozusagen «verfrachtet» worden war, nichts wesentliches mehr in Richtung Vernunft und Mäßigung ändern.



«Danni, der Taktiker»

Netzeitung: Sie schreiben auf Ihrer Website in einem Text unter dem Titel «Danni, der große Taktiker» vom «gewalterprobten und besessenen Joseph Martin Fischer» und über Cohn-Bendit als «Fischers milde Mathilde, Szene- und Propagandaminister ..., Gewaltschürer mit Neigung sich selber gelegentlich aus der Schusslinie herauszuhalten» – ich schließe aus dem Zusammenhang, dass der Text aus dem Frühjahr 2001 stammt: Warum diese Schärfe, diese Emotion?

Röhl: Dies ist eine irreführende Frage. Ich kann mich nicht in eine Diskussion einlassen, ob ein paar Wörter von mir scharf waren, die angesichts der Brutalität der Medien mir gegenüber doch eher in das Waffenarsenal eines behüteten Mädchenpensionats gehören und im Übrigen auf Fakten beruhen. Auch wenn Sie es nicht gern hören sollten: Die Gewalt, die die Frankfurter Szene über mehr als eine Dekade ausgeübt hat, hatte gelegentlich bürgerkriegsähnliche Züge. Klein-Chicago, wie Frankfurt damals genannt wurde, war nicht von Pappe. Möchten Sie hören, mit welchen Waffen die so genannten Demonstranten agierten? Die Medien behandeln es als Sakrileg, dies zu thematisieren, das ist eine gigantische, staatstragend gewordene Geschichtsklitterung.

Zu Cohn-Bendit: Ich war zuvor auf seinen Artikel in der Zeitschrift, «Das da», gestoßen [in dem Cohn-Bendit in Mitte der Siebzigerjahre explizit erotische Begegnungen mit Kindern, die er in einer Kita betreut hatte, beschreibt, d. Red.] und dachte mir: Wer ist eigentlich kindheits- und problemgesteuert? Als ich Mitte Januar 2001 am gleichen Tag dem «Observer» und «Libération» ein Interview gab, gab ich beiden Korrespondentinnen eine Kopie des «Das da»-Artikels und wies auf meine Website hin, wo ich das erklärte. Ich finde nicht, dass es ganz ohne ist, was Cohn-Bendit da schrieb. Hätten das andere nicht auch so gesehen, wäre das in England und vor allem in Frankreich nicht so groß debattiert worden.

Netzeitung: In Frankreich, vor allem in «Libération», wurde die Geschichte eingeordnet als Auswuchs der Diskurskultur der Siebzigerjahre: Damals habe man Strukturen, Denkweisen und Tabus durch gezielte Provokationen aufbrechen wollen. Auch die seinerzeit in «Libération» geführte Debatte über die sexuelle Selbstbestimmung Minderjähriger war keine Pädophilen-Debatte, stellte man in der Rückschau fest. Damit galt das Thema eigentlich als erledigt, nicht nur für Cohn-Bendit.

Röhl: Das sagen Sie. Im Übrigen ist das von Ihnen skizzierte Geschehen in Frankreich Reaktion auf meine Veröffentlichung über Cohn-Bendit gewesen. Dass das Thema für Cohn-Bendit erledigt ist, halte ich für falsch. Ich stelle fest, dass seine Imagekurve in Frankreich deutlich gesunken ist. Vielleicht zieht er deswegen nicht mehr für die französischen Grünen ins Europaparlament. Andere französische Medien zum Beispiel TV 1, «Le Figaro», «Le Monde» und «L’Express» haben Cohn-Bendits «Das da»-Artikel auch anders bewertet.

Es ist schon so, wenn man sich in der einschlägigen Literatur dieser Jahre auskennt, dass den Kindern einiges zugemutet wurde damals. Da wurden Probleme debattiert wie: «Mein Kind ist vier und onaniert noch nicht.» Die Kinder, die damals in dem Alter waren, werden das vielleicht selbst mal thematisieren. Da muss man doch aus heutiger Sicht nüchtern feststellen dürfen, dass sich diese Eltern eher selbst therapierten. Wenn jemand sagt, das sei keine Pädophilie, sage ich, dass es auf diese Begrifflichkeiten nicht ankommt, nur darauf, dass so etwas aus meiner Sicht unbestreitbar die Rechte der Kinder verletzt hat.
Ich finde es armselig, dass die Grünen unfähig waren, den Komplex Fischer und den Komplex Cohn-Bendit zu diskutieren.



Kritik der Achtundsechziger

Netzeitung: Nun machen die Grünen und Joschka Fischer keinerlei Hehl daraus, dass sie zum Teil eine militante Vergangenheit haben, bei ihm gehört das geradezu zum Mythos seiner Karriere. Man geht nicht ins Detail, wozu ohne Anlass ja auch keine Pflicht besteht, aber es ist keineswegs ein Geheimnis. Was werfen Sie ihm heute vor, wo liegt sein Defizit?

Röhl: Was Sie da eben so gelassen aussprechen, ist schlicht unrichtig. Natürlich wird ein Hehl aus den Vergangenheiten gemacht. Hätte ich die Fotos nicht veröffentlicht, hätte Fischer weiterhin getan, was er schon ein Vierteljahrhundert getan hatte, nämlich von den Fotos keinen Piep von sich zu geben. Fischer hätte sich nicht bei dem verprügelten Polizisten Marx entschuldigt. Fischer widerspricht nicht, wenn man ihn einen früheren Streetfighter nennt. Das ist ein inhaltsleeres Wort. Er hat im «Stern» auch gesagt: «Wir haben Steine geworfen.»



Der Mythos Fischer ist ursprünglich aus seiner besonderen Stellung im gewaltbereiten Teil der Frankfurter Szene entstanden und hat sich von dort bis ins Außenamt fortgepflanzt. Ein bisschen durch die Fotos angeknackst, wurde ein Hilfsmythos erfunden, dass Fischer alles freimütig erklärt hat.

Ihre Behauptung, dass jemand, der Vizekanzler ist, keinerlei Erklärungsbedarf hat, wenn er nicht konkret angesprochen wird, ist nach meinem Dafürhalten unzutreffend. Wir sind hier nicht im Strafrecht, und deswegen gilt hier auch nicht die Unschuldsvermutung. Wir sind im gesellschaftlichen und politischen Bereich, und da muss in einer Demokratie jemand seine Qualifikation freimütig offen legen. Dazu gehört auch die Konkretisierung, was der Wähler wohl unter Streetfighter im Detail zu verstehen hätte. Umgekehrt: Wenn Fakten nicht gebracht werden können, wie steht es dann um die Demokratie?

Netzeitung: Ist die von Ihnen unterstellte Diskurshoheit Ihr Hauptpunkt der Kritik an den von Ihnen immer wieder kritisierten Achtundsechzigern?

Röhl: Wenn Sie mit Achtundsechzig Popkultur, Aufbruch, Pille, Offenheit und eine neue Lässigkeit meinen, dann kritisiere ich diesen Teil, der in den Sechzigerjahren in allen westlichen Ländern aufkam und in dem ich mich selber zuhause fühle, sicherlich nicht. Von dieser Modernitätswelle, die durch Wohlstand, durch Technik und viele Umstände bewirkt wurde, die die Achtundsechziger nicht selber verursacht haben, sondern deren Nutznießer sie wurden und die teils mit den 68ern, teils gegen deren massive Irrtümer sich durchsetzte, hat die ganze Gesellschaft profitiert. Dagegen kritisiere ich die politischen Exzesse, nicht nur den Terrorismus.

Sehen Sie sich etwa das kryptomanische und wahrhaft paranoide Zeug an, das Fischer und Cohn-Bendit und selbst Rudi Dutschke damals von Weltrevolution, von Stadtguerilla und Staatssturz gefaselt haben. Heute sagen die Achtundsechziger gelegentlich – die so genannten, es ist eigentlich nur ein Begriff, der wenig beschreibt –, das sei alles nicht wirklich ernst gemeint gewesen. Das ist unwahr. Natürlich meinten die das damals so, jedes Wort und jeden Stein. Fischer sagte im Interview mit mir, man sei «für Massenmilitanz» gewesen. Heute will man das gern als «Pop» sehen, damals war es Fischer und den anderen allerdings tierisch ernst. Damals haben die Achtundsechziger in Frankfurt den Kampf gegen den demokratischen Staat der BRD als eine Art Krieg gesehen – O-Ton Cohn-Bendit. Wenn man das heute den Jüngeren gegenüber anders darstellt, fälscht man die Geschichte.

Netzeitung: Gibt es aus Ihrer Sicht ein Wahrheits-Defizit in Deutschland oder so etwas wie einen falschen Gründungsmythos der «Berliner Republik», die ja wesentlich schon in den Siebzigerjahren geprägt wurde?

Röhl: Die Achtundsechziger gehen ja zum Teil so weit, dass sie sagen, sie hätten Steine werfen müssen, um in den Siebzigern die Demokratie erst wirklich einzuführen. Das ist falsch. Willy Brandt und Helmut Schmidt haben zu der Zeit nicht Regierungen geführt, die den Vorwurf verdient hätten, die Nazizeit auszublenden. Es gab noch Nazis in den Ämtern, die man hätte bekämpfen können und aus meiner Sicht auch müssen, aber das hat man gerade versäumt. Es war in Wirklichkeit ein wahnhafter Kampf gegen das so genannte Establishment. Natürlich gab es bei den Unmengen von Aktivitäten fast unvermeidbar Richtiges. Heute wird vielfach versucht, reinzuwaschen, was damals an Entgleisungen passierte. Die Achtundsechziger lieben es nicht, wenn eine Nachgeborene wie ich das Denkverbot mit Namen Achtundsechzig ignoriert.

Mit Bettina Röhl sprach Joachim Widmann
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Libertus
22.12.03 18:16:58
Beitrag Nr. 154
HIER WIE VERSPROCHEN DER ORIGINALTEXT AUS DEM BUCH:

http://www.spekulantenclub.de/Basar/der_grosse_basar.html
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Libertus
22.12.03 19:12:07
Beitrag Nr. 155
!
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money-penny
22.12.03 20:13:43
Beitrag Nr. 156
!
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Libertus
22.12.03 22:59:37
Beitrag Nr. 157
HIER WIE VERSPROCHEN DER ORIGINALTEXT AUS DEM BUCH:
http://www.spekulantenclub.de/Basar/der_grosse_basar.html
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goldless
23.12.03 00:00:14
Beitrag Nr. 158
Hallo Libertus,

vielen Dank für deine Mühe. Aber ich bekomme die Dateien nicht geöffnet. Sie sind einfach zu groß.

Ich nehme an, daß das anderen auch so geht. Sonst stände hier schon
längst ein Kommentar.

Gruß, goldless
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Libertus
23.12.03 00:07:42
Beitrag Nr. 159
Hi goldless,

bei mir klappt es ohne Probleme.

Ich versuche morgen die Datei kleiner hinzubekommen.
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goldless
23.12.03 00:14:16
Beitrag Nr. 160
Libertus,

das wäre super. Danke!
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farniente
23.12.03 08:31:11
Beitrag Nr. 161
@ Libertus

Vielen Dank für das Einstellen des Buchtextes.
In einem normalen Rechsstaat oder in den USA würde dieses Posting reichen damit die Handschellen heute noch klicken würden für diesen unseligen Wirrkopf.
Bei uns werden sicher jetzt einige Leute fieberhaft nach Möglichkeiten suchen wie man solche Postings verschwinden lassen kann.
:(

@ Goldless

Ich denke nicht daß die fehlenden Reaktionen etwas damit zu tun haben daß die Datei zu umfangreich wäre.
Das Board hier ist überwiegend links, und zwar radikal-links. Diese Gesinnungsgruppe bezieht ihr Selbstwertgefühl hauptsächlich aus dem Verächtlichmachen des politischen Gegners bei gleichzeitiger kritikloser Ignoranz der eigenen Fehler. Kritik an linken Theorien oder Personen wird als Verrat an der linken Sache und Schwäche gegenüber dem Feind interpretiert. Intellektuell halt einfachstes Niveau, Schubladendenken. Wenn es die Möglichkeit noch geben würde, würden einige Poster hier ohnehin in einem Gulag verschwinden.

Das regelt man heute anders. In der Tradition der 68-er marschiert man erst mal durch die Instanzen, der Gulag wird sich dann schon ergeben. In diesem Sinne muß dieser Kinderschänder und politische Wirrkopf natürlich nach Straßburg.
:(
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rv_2011
23.12.03 14:04:50
Beitrag Nr. 162
@ libertus

Danke dafür, dass du endlich die Diskussion auf eine reale Grundlage gestellt hast...


@ farniente

Ich bezweifle, dass es einen Rechtsstaat gibt, in dem solche Selbstbezichtigungen strafbar sind. Verjährt ist die Geschichte seit vielen Jahren (Verjährungsfrist maximal 10 Jahre); die damals 5jährigen dürften inzwischen 40 sein.
Allerdings müssen sich Politiker mit anderen Maßstäben als denen des Strafrechts messen lassen. Ich halte es nicht für klug, den Danni als für die Europawahl aufzustellen.


@ hossinger

Vielleicht kannst du jetzt ja erklären, was du mit dem letzten Satz in #1 gemeint hast.
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farniente
23.12.03 14:15:26
Beitrag Nr. 163
@ rv

Ich denke daß in jedem Rechtsstaat solche "Selbstbezichtigungen" strafbar sind. Diese Selbstbezichtigungen nennt man üblicherweise nämlich ein Geständnis.
Mit der Verjährung nach deutschem Strafrecht hast Du Recht.

Der juristische Skandal liegt Jahre zurück.
Über was wir reden ist ein moralischer Skandal der Medien, der Grünen und eines "Politikers", von dem es immer noch an einer klaren Absage an die Pädophilie fehlt, an einer Entschuldigung bei den Opfern und an ein wenig Bescheidenheit bei seinen großkotzigen Auftritten.
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Newnoise
23.12.03 14:56:25
Beitrag Nr. 164
Ich lese das gerade zum ersten Mal.

Das Buch ist doch öffentlich erschienen, oder? Warum geht da kein Aufschrei durch die Republik?

Ich verstehe dieses Land langsam nicht mehr.
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hossinger
23.12.03 15:17:08
Beitrag Nr. 165
Die Verjährung im Sexualstrafrecht beginnt erst mit Volljährigkeit des Opfers.
Tat ´74
Opfer 4 Jahre alt
=Verjährt ab 1998!

#rv
Der letzte Satz schliesst die Aufarbeitung der Tat durch DCB ab. DCB berichtete in einem ARD-Interview von "klitoralen Streichelorgien" (in späteren post. von mir doch erwähnt), von politischen Beweggründen (Gesellschaft provozieren) und anderen Relativierungen die Opfern von solchen Straftaten wie Schläge ins Gesicht knallen.
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rv_2011
23.12.03 15:38:11
Beitrag Nr. 166
@ hossinger

ok, dann ist das geklärt. Ich dachte, du bezögst dich auf den Text dieses Buches.

Ich möchte DCB in keinem Fall in Schutz nehmen. Als Politiker ist er untragbar.
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Newnoise
23.12.03 15:40:34
Beitrag Nr. 167
@rv

Offensichtlich ist er untragbar, aber wo bleibt die Konsequenz? Wo bleibt die große Spigel-Dokumentation? Wo die Recherche der Süddeutschen?

Funktioniert unsere Demokratie nicht?
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farniente
23.12.03 15:43:48
Beitrag Nr. 168
@ rv #140

Dein letzter Satz spricht für Dich.
Offensichtlicher hat Dir die Sympathie für eine Richtung nicht die Sinne vernebelt.

Ich wünsche Dir von ehrlichem Herzen ein friedliches Weihnachtsfest
und ein gesundes Neues Jahr.
:kiss:
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rv_2011
23.12.03 15:46:35
Beitrag Nr. 169
Falls ich hier nichts mehr schreibe:

Ich wünsche allen ein ruhiges Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2004.
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farniente
23.12.03 15:47:46
Beitrag Nr. 170
# 141 Newnoise

Nein, unsere Parteiendiktatur funktioniert nicht demokratisch.
Weizäcker nannte dies "den vereinnahmten Staat".
Eine vorsichtige Umschreibung für unglaubliche Zustände.

Newnoise,
ich wünsche auch Dir friedliche Weihnachten
ein gesundes Neues Jahr
:kiss:
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stirner
23.12.03 15:49:31
Beitrag Nr. 171
Die Tat dürfte bereits 1979 verjährt sein, denn damals galt noch die alte Verjährungsregelung. Die Vorwürfe an die Staatsanwaltschaft sind also unbegründet.

Man muß auch einsehen, daß Anfang der 70`er so etwas wie sexuelle Revolution existierte. Es gab ein Vielzahl von solchen Experimenten, so z.B. die bekannten Kommunen mit sexueller Freizügigkeit, die alle scheiterten. Es gab auch Kindergärten, in denen die Mädchen und Jungen zusammen nackt badeten und ermuntert wurden, gegenseitig ihre Geschlechtsteile zu erkunden. Die Zeiten haben sich eben geändert, in der Folge von Aids und Feminismus.

Das ärgerliche ist eben, daß ein Politiker mit einer solchen Vergangenheit am zweiten Platz der grünen Europaliste kanditieren darf.

Noch ärgerlicher finde ich allerdings - und deswegen diskutiere ich hier mit - die Tatsache, daß die Medien diesen Vorgang tot schweigen.
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Newnoise
23.12.03 15:53:04
Beitrag Nr. 172
@farniente

Oh, Dankeschön. Auch dir ein Frohes Fest! :)
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farniente
23.12.03 15:55:48
Beitrag Nr. 173
@ stirner

Prinzipiell hast Du Recht. Aber die Kinder waren keine Kommunenkinder. Es waren Kinder aus bürgerlichem Hause, die de facto einer Gehirnwäsche unterzogen werden sollten, wobei die Sexualität als "Transmissionsriemen" diente.
Lies Dir einige Postings hier durch, und die Buchstellen.
Deine Bemerkungen über die Medien sind absolut richtig.

Nur, wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er 1000 x die Wahrheit spricht (Volksmund).

Setz dieses Sprichwort mal in Bezug zu einigen "großen" Diskussionen die hier in letzter Zeit stattfanden..........

Friedliche Feiertage !!
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Gotteskind
23.12.03 17:34:01
Beitrag Nr. 174
Vielleicht wird ja kurz vor der Europawahl ein Aufschrei durch die Republik gehen und die Grünen werden für das Aufstellen eines solchen Kandidaten abgestraft werden.


Wann ist eigentlich die Europawahl?
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goldless
23.12.03 17:42:45
Beitrag Nr. 175
Gotteskind,


am 13. Juni.
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Gotteskind
23.12.03 18:25:03
Beitrag Nr. 176
Danke goldless.
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Questorix
26.12.03 11:24:29
Beitrag Nr. 177
nach oben !
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konns
27.12.03 16:55:07
Beitrag Nr. 178
Cohn-Bendit begrüßt Begnadigung von Klein


WIESBADEN (dpa). Die Begnadigung des Ex-Terroristen Hans-Joachim Klein durch die Landesregierung ist gleichermaßen auf Zustimmung wie Kritik gestoßen. Der Europa-Abgeordnete der Grünen, Daniel Cohn-Bendit lobte die CDU-Regierung von Ministerpräsident Roland Koch und sagte, sie habe auf der Basis von Akten und Stellungnahmen "kurz vor Weihnachten weihnachtlich entschieden". Dagegen bezeichnete der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU im Bundestag, Peter Ramsauer, die Freilassung Kleins als "höchst fragwürdige Entscheidung".

Das Justizministerium lehnte jeden Kommentar ab. "Das ist eine Gnadenentscheidung. Das kommentieren und begründen wir nicht", sagte Sprecher Stefan Fuhrmann. Ramsauer fragte: "Was sollen die Angehörigen der Opfer denken, wenn an Terroristen solche Weihnachtsgeschenke verteilt werden?". Cohn-Bendit sagte, sein Freund aus der Frankfurter Sponti-Szene der 70er Jahre habe etwas sehr Schlimmes gemacht und dafür auch teuer bezahlt.

Klein war am Montag - zwei Tage vor Weihnachten und einen Tag nach seinem 56. Geburtstag - begnadigt und sofort aus der Haft entlassen worden. Das Landgericht Frankfurt hatte ihn im Februar 2001 wegen seiner Beteiligung am Überfall auf die Konferenz der Ölstaaten (OPEC) 1975 zu neun Jahren Haft verurteilt. Bei dem Anschlag unter dem Kommando des Venezolaners Ilich Ramirez Sanchez alias "Carlos" hatten Terroristen in Wien drei Menschen erschossen und waren mit elf arabische Ölministern als Geiseln geflohen. Klein war bei dem Überfall angeschossen worden. Er hatte sich später vom Terrorismus losgesagt.
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Erika007
28.12.03 12:27:57
Beitrag Nr. 179
also vor einigen jahren hatten die inninnen mal ein ganzes dorf im hundsrueck eingesperrt - wegen sexuellem missbrauchs. es handelte sich um zwei verfeindete sippen, die ausgerechnet hier zusammen-"gearbeitet" haben sollten.

als denn noch eine grossmutter im gefaengnis gestorben war,hat sich dann doch mal ein richter erbarmt, seine existenz aufs spiel gesetzt und diesem unnsinn ein ende bereitet. nur der "spiegel" berichtete seinerzeit(wuerde er heute auch nicht mehr tun).einige der inninnen ware selbstverstaendlich hochdekoriert.

wo waren eigentlich die inninnen als vor einigen wochen der cohen den frauen unfaehigkeit zum struckturellem denken bescheinigt hatte ("spiegel"). juden wissen dies zwar schon seit 6000 jahren, - aber doch nicht die inninnen, die sich von ihren juedischen geschlechtsgenossinnen frauenfibeln praesentieren lassen, aber nicht wissen, das diese nicht einmal gemeinsam mit den maennern in die synagoge duerfen.

selbstverstaendlich duerfen sie auch nicht ohne einverstaendnis des geschiedenehemannes wiederheiraten.

fuer ein oeffentliches wort muss ihnen....
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konns
29.12.03 14:59:00
Beitrag Nr. 180
Michael Jackson nennt Ermittlungen gegen ihn Verschwörung
New York (dpa) - Michael Jackson nennt die gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs eine Verschwörung. Das machte er in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS klar. Bevor er einem Kind wehtun würde, würde er sich die Pulsadern aufschlitzen, sagte der Popstar. Außerdem warf Jackson der kalifornischen Polizei vor, sie habe ihn bei der Festnahme grob misshandelt. Der Musiker ist zur Zeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Ein 14-Jähriger beschuldigt ihn des sexuellen Missbrauchs.
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konns
31.12.03 13:21:55
Beitrag Nr. 181
mal sehen, ob das Thema vor der Europawahl relevant wird in unseren Medien
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Libertus
02.01.04 15:16:26
Beitrag Nr. 182
Dieses Thema wird niemals in unserer Medienlandschaft von Interesse sein, weil wir schon lange nur die Informationen bekommen, die wir bekommen sollen.

Für alle "Neieinsteiger" in diesen Thread, die sich nicht durch alle Postings kämpfen wollen, hier nochmal der Stein des Anstosses:


http://www.spekulantenclub.de/Basar/der_grosse_basar.html
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konns
03.01.04 08:34:18
Beitrag Nr. 183
eigentlich ist wirklich erstaunlich, wie "gelassen" unsere Medienlandschaft eagiert hat und noch reagiert. Das hat Cohn-Bendit offenbar auch gewusst.

Wenn ich bedenke, dass gerade überlegt wird, dass Putzfrauen zu Straftätern werden und ihm nichts passiert ist .... es ist für unseren Staat offenbar weiterhin das Schlimmste, wenn Steuern nicht gezahlt werden (klar, die gehen ja zu den Politikern).
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konns
04.01.04 22:42:37
Beitrag Nr. 184
Besser als 1968
Daniel Cohn-Bendit lässt die Franzosen an seinen Gedanken über Fußball teilhaben
Lutz Krusche

Die Trainer, die Apparatschiks und die Spieler der Bundesliga-Klubs zerbrechen sich die Köpfe: Was tun, um in der Rückrunde zu siegen, aufzusteigen und den Fans zu gefallen? Sie täten gut daran, die Antwort in Paris zu suchen. Dort hat sich der Experte für einfach alles, der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit, weitschweifend zum Thema Fussball ausgelassen. Das renommierte Sportblatt L`Equipe hat ihm für ein Interview eine volle Seite zur Verfügung gestellt. Der 1945 im französischen Montauban geborene spätere Anführer der Pariser 68er-Revolte geht mit dem deutschen Fußball nicht sanft um. Seine Fussballkultur sei französisch, sagt er: "Der deutsche Fußball war mir immer ziemlich fremd, selbst in seiner Wesensart. Und ich verabscheue Bayern." Das liege an seiner kritischen Einstellung zum Land Bayern im Allgemeinen, aber auch an einer Erfahrung mit Franz Beckenbauer. Dieser sei in einem Journalistenmatch nach zehn Minuten meckernd vom Platz gegangen, weil die anderen sein Spiel nicht kapierten. Cohn-Bendit: "Diese infantile Reaktion hat mich gezeichnet."
Der Grüne steht für Offensivfußball. Diese "schreckliche italienisch-deutsche Theorie: Man gewinnt hinten", sei Mist. Und schlecht auch diese "Schwäche aller Trainer", die auf die Erfahrung von Spielern setzen, obwohl die ihre Karriere hinter sich haben. Erstaunlich kapitalistisch zeigt sich der Linke, der im Europaparlament schon mal mit Italiens Silvio Berlusconi über die Schulden von dessen AC Milan diskutiert, bei Börsengängen von Clubs. Das sei doch besser, als die von boshaften und autoritären Bossen geleiteten Vereine. Der Börsenklub sei nun einmal Teil der Welt von heute.

Für Cohn-Bendits profunde Kenntnis des Kickens gibt es mehrere Gründe: Als Kind lernte er mit den Fussballberichten von L`Equipe lesen. Er bolzte elf Jahre in einem Pariser Vorortverein. Und der Beckenbauer a la francaise, Michel Platini, ließ ihm in einem Restaurant einmal einen Zettel zukommen: "Wenn Sie über etwas anderes als über Politik mit mir reden wollen, stehe ich zur Verfügung."

Cohn-Bendits bewegendster Fußball-Moment freilich ereignete sich 198, als Frankreich Europameister wurde. Da lief er dem französischen Trainer Michel Hidalgo in die Arme. Der grinste und sagte: "Ist doch besser als 1968, was?" Was er antwortete, verrät Cohn-Bendit in dem Interview nicht.
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farniente
06.01.04 17:32:40
Beitrag Nr. 185
Dieser Typ wird mit jeder Äußerung peinlicher.
Ein Schwätzer mit einem Selbstbewußtsein daß schon mehr als arrogant ist. Damit passt er wunderbar in eine politische und mediale Landschaft in Deutschland, in der Peinlichkeiten zur "Grundausstattung" der öffentlichen Dummschwätzerclique gehören.
:(
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Libertus
06.01.04 17:45:55
Beitrag Nr. 186
@159 farniente

Und welche Konsequenzen hat das Ganze?

KEINE, außer ein schönes Pöstchen bei der EU und fette Pensionen. Uns allen geht es noch viel zu gut das wir das dulden...
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konns
07.01.04 23:25:20
Beitrag Nr. 187
laut seiner Homepage hat der die Ehrendoktorwürde:

"Ehrendoktorwürde der katholischen Universität Tilburg, Niederlande"

http://www.cohn-bendit.de/de/dany/lebenslauf/index.html
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goldless
07.01.04 23:39:39
Beitrag Nr. 188
Na, dann bin ich mal gespannt, wann sein Kumpel Fischer,
der in seinem Lebenslauf gar keinen Schulabschluß behauptet,
auch irgendwo Ehrendoktor wird.

Das wäre dann allerdings der Brüller!
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farniente
08.01.04 09:58:22
Beitrag Nr. 189
# 162 Goldless

Den Brüller haben wir schon seit Mai 2002.
Fischer ist Ehrendoktor der Universität Haifa.

Einen Kommentar hierzu erspar ich mir, könnte es doch zu einer Sperre führen.
:(

Ein Kinderschänder und ein Exterrorist als Ehrendoktoren und in hohen politischen Ämtern.
Ist es wirklich ein Brüller oder sollten wir nicht eine Gänsehaut bekommen ??
:confused:
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Questorix
08.01.04 10:34:06
Beitrag Nr. 190
Ich habe soeben folgende e-mail nach Tilburg geschickt: (Uvtsite@uvt.nl)


Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren von der Universität Tilburg,

das, was D. Cohn-Bendit 1975 veröffentlich hat, ist leider nicht mehr strafrechtlich greifbar, die Taten sind verjährt. In Deutschland sind Handlungen an Kindern, so wie sie Cohn-Bendit in seinem Buch beschreibt eine strafbare Handlung, die bis 2003 mit bis zu 5 Jahren und seit 2004 mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

Ich stelle deshalb die Frage an Sie, ob es für Ihre katholische Universität tragbar ist, Herrn Cohn-Bendit nach wie vor die Ehrendoktorwürde zu belassen.

http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm


Mit freundlichen Grüßen,

JJD


Als Anlage habe ich die entsprechenden Textpassagen aus "der große Basar" mitgeschickt.
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farniente
08.01.04 10:44:53
Beitrag Nr. 191
!
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farniente
09.01.04 08:34:49
Beitrag Nr. 192
Dieser wichtige Thread steht viel zu weit unten.
Allen einen guten Morgen.
Auch PolyMod !
:D
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konns
11.01.04 14:52:25
Beitrag Nr. 193
Gefährliche Kinderfreunde
Michael Jackson steht vor Gericht. Der Verdacht: Pädophilie. Erkenntnisse über die schwierigste Sorte Kinderschänder.

Von Julia Schaaf
Es kann der Fußballtrainer sein. Der Nachhilfelehrer. Der Pfadfinderführer. Der Babysitter. Der Busfahrer. Der Gruppenleiter. Der Pfarrer.
Oder eben der Erzieher. Eva E. hatte es besonders gut machen wollen. Als die Alleinerziehende vorübergehend mehr arbeiten mußte, kümmerte sie sich um zusätzliche Betreuung für ihre Kinder, um eine qualifizierte männliche Bezugsperson, nicht irgendeinen Teenager, der seine Markenjeans finanzieren will. Über eine Internetannonce engagierte sie einen ausgebildeten Kindergärtner und Horterzieher: zwanzig Jahre alt, sportlich, witzig und den Kindern sehr sympathisch. Er bekam einen Wohnungsschlüssel und holte die Neunjährige und den sechsjährigen Sohn zweimal die Woche vom Hort ab; er ging mit ins Schwimmbad, in den Park, paßte manchmal abends auf. Alles lief bestens. Bis Eva E. nach einem Jahr einen Anruf von einer fremden Mutter erhielt: Sie habe, sagte die Frau am Telefon, denselben Mann beschäftigt und Anzeige erstattet - wegen Verdachts auf sexuellen Mißbrauch.
Diagnose Pädosexualität. "Das sind die schwierigsten", sagt Rudolf Egg, Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden: jene Männer unter den Kinderschändern, die so normal und durchschnittlich wirken, die vielleicht sogar verheiratet sind und selten gewalttätig. Ungewöhnlich ist gerade mal, daß viele in pädagogischen Berufen arbeiten oder sich in ihrer Freizeit Kindern widmen. Aber ihre Opfer sind die Jüngsten. Inzesttäter vergehen sich zumeist an Pubertierenden und werden nach einer Haftstrafe selten wieder auffällig. Pädosexuelle hingegen stehen immer wieder vor Gericht. "Potentiell beträgt die Rückfallquote hundert Prozent", sagt Egg. Geschickter als Durchschnittsverbrecher, warten Pädosexuelle mit der nächsten Tat, bis Bewährungsauflagen verstrichen sind. Und im Unterschied zu anderen Sexualstraftätern läßt die Gefährlichkeit im Alter nicht nach. Wer einmal gelernt hat, wie man sich das Vertrauen von Kindern erschleicht, schafft es auch noch im Rollstuhl, sich einen Achtjährigen auf den Schoß zu holen.
Weil Pädophilie so harmlos nach Liebe klingt, hat die Fachwelt einen passenderen Begriff geprägt: Pädosexualität. Hans-Ludwig Kröber sagt: "Unter Pädosexuellen versteht man Leute, die vorrangig auf Kinder sexuell orientiert sind, manche auf Mädchen, manche auf Jungen, für andere ist das Geschlecht nicht entscheidend." Der Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie an der Charite in Berlin hält nicht viel von "Feld-, Wald- und Wiesendeutungen", die im nachhinein aus der Kindheit vermeintliche Ursachen für die Neigung herausklauben. Auch an ein "Pädo-Gen" glaubt der Professor nicht. "Pädosexualität ist eine abweichende sexuelle Orientierung, die sich mit der Pubertät klar herausbildet", sagt er. Von den Männern, die wegen sexuellen Mißbrauchs angezeigt werden - 2002 gut 10000 Personen -, treffe der Befund auf etwa zwei Drittel zu. Pädosexuelle selbst gehen von 400000 Gleichgesinnten in Deutschland aus, einem Prozent der männlichen Bevölkerung, wofür es jedoch keine Belege gibt. Als Psychiater erkennt Kröber seine Pappenheimer mühelos: Viele gehen keine erwachsenen Partnerschaften ein oder leben in sexuell langweiligen Beziehungen, die dem Wunsch nach sozialer Anerkennung entspringen. Die meisten kassieren vor dem dreißigsten Geburtstag ihre erste Anzeige.
"Die Fälle haben untereinander eine hohe Ähnlichkeit", sagt Kröber. "Aber die Begutachtungen sind nicht besonders erfreulich, weil man häufig zugetextet wird mit Erzählungen, wie geil diese Kinder angeblich gewesen sind, diese kleinen Mädchen, die sich selbst die Höschen runtergezogen haben sollen. Man hat ein Gefühl, als wenn man im März auf dem Feld hinter einem Jauchewagen herläuft und vollgespritzt wird."
Einerseits gestehen viele Pädosexuelle ihre Neigung ein. Andererseits sind sie die hartnäckigsten Anhänger ihrer eigenen Ausreden und Meister darin, die Verantwortung den Opfern zuzuschieben. In Internetforen und sogenannten Selbsthilfegruppen - getarnten Tauschbörsen und Stammtischen - verfestigen die Männer ihre Lebenslügen und immunisieren sich gegen Einsicht und Kritik: Da werden Sechsjährige zu Verführerinnen, Grundschüler wollen Sex mit Erwachsenen, Mädchen lassen sich freiwillig betatschen, und über allem prangt das Ideal der tiefen, wechselseitigen Liebe.
Clevere Täter schaffen es tatsächlich, ihr Opfer mehrere Jahre lang eng an sich zu binden und von der Mutter sogar als großer Kümmerer geschätzt zu werden. Gerade vernachlässigte Kinder sind für soviel Aufmerksamkeit und Zuneigung empfänglich. Und je gewiefter ein Mann, um so stärker sucht er das Vertrauen der Eltern. Womöglich antwortet er auf die Kontaktanzeige einer Frau, die ausdrücklich nach einem "liebevollen Papi" sucht. Wer im Beruf oder ehrenamtlich mit Kindern arbeitet, hat ohnehin Gelegenheiten, in der Schwimmbadumkleide oder beim Toben mal an der falschen Stelle zuzupacken. Aber auch der Mann, der vorm Schultor Schokolade verschenkt, ist nicht nur ein Klischee - nur nutzt es wenig, vor freigebigen Fremden zu warnen, weil sich der Fremde meist schnell zum Bekannten mausert. In vielen Fällen ködern Kinderschänder ihre Opfer mit materiellen Vorteilen. Bei einem Pädosexuellen zu Hause dürfen Grundschüler rauchen, Alkohol trinken oder unbegrenzt Süßigkeiten naschen, sie spielen Videos, gucken Pornos. Und indem der Täter den Kindern eine Mitschuld einredet, sichert er sich ihr Schweigen.
Weil Pädosexualität an sich nicht strafbar ist, ermittelt die Polizei nur, wenn ein Verdacht auf Mißbrauch oder Kinderpornographie vorliegt. Sexualstraftätern darf sie zwar einen Eintrag verpassen, damit diese bei Personenkontrollen auffallen. Aber erste Anzeichen für eine Gefahr liegen oft unterhalb dieser Schwelle. Rudolf Egg erzählt von einem Mann in Frankfurt, der Kindern fünf Euro zahlte, damit sie ihn in seiner Wohnung fesselten. Dann befreite er sich wieder; keine Zudringlichkeit, nichts Unangenehmes, niemand nackt. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Der Kriminalforscher sagt trotzdem: "Das würde ein normaler Mann nie machen. Als Vater würde ich meinen Kindern jeden Kontakt verbieten."
Für den Schutz ist letztlich die Familie zuständig, und die Rezepte sind banal. "Diejenigen, mit denen unsere Kinder Kontakt haben, sollten wir kennen", empfiehlt Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein, die ihren Sohn nie auf eine Freizeit schicken würde, ohne den Betreuern persönlich begegnet zu sein. Aber so wichtig es ist, sich nach den Erlebnissen der Kinder zu erkundigen und auf Verhaltensänderungen zu achten, so schädlich ist jede Hysterie. Hans-Ludwig Kröber sagt: "Ein Opa, der am Spielplatz mit Bonbons lockt und einem Kind dann zwischen die Beine greift, macht sich strafbar. Aber dieses Kind erleidet nicht den geringsten Schaden, es sei denn, daß seine Mutter an Ort und Stelle einen Nervenzusammenbruch bekommt. Das gibt einen Schock - aber wegen der Mutter." Natürlich kann sexueller Mißbrauch schwere Schäden auslösen und Langzeitfolgen von Beziehungsschwierigkeiten über Depressionen bis hin zu psychiatrischen Störungen nach sich ziehen. Die Faustregel: Je intensiver die Übergriffe und je länger ihre Dauer, um so dramatischer die Folgen. Aber die Mutter Eva E. zum Beispiel weiß bis heute nicht, was ihren Kindern wirklich widerfahren ist, obwohl der Erzieher längst in Untersuchungshaft sitzt. Um die resolute Ältere macht sie sich keine Sorgen. Der Kleine jedoch schläft schlecht und ist ohnehin so ängstlich. Deutet das auf ein Trauma hin? Oder gibt es andere Gründe? Irene Johns rät in solchen Fällen, sich an eine Fachberatungsstelle zu wenden.
Für die Täter unterdessen gibt es nur einen Ausweg: sexuelle Enthaltsamkeit, lebenslang. "Ihre Neigung bleibt", bleuen Therapeuten ihren Patienten ein, "Sie müssen lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen." Das sei wie bei Alkoholikern, sagt Wilhelm Preuss, der mit Wolfgang Berner am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie in Hamburg eine ambulante Gruppentherapie für Pädosexuelle entwickelt hat. Fachleute sind sich einig, daß solche Ansätze wirkungsvoller sind als immer drastischere Strafen: "Wir haben viel zuwenig professionelle ambulante Nachsorgeeinrichtungen, die sich den problematischen Tätern widmen", klagt Psychiater Kröber. Und Rudolf Egg plädiert dafür, durch die Begutachtung junger Täter früher als bisher die gefährlichen Kandidaten zu identifizieren.
Während der mehrjährigen Behandlung in der Hamburger Institutsambulanz kommt die Kindheit der Patienten zur Sprache; mitunter werden auch triebhemmende Medikamente eingesetzt. Kern ist jedoch eine Art Verhaltenstraining. Die Männer müssen lernen, brisante Begegnungen zu vermeiden, sprich: sich generell von Kindern fernzuhalten. Die Gruppe hilft dabei, typische Selbsttäuschungen aufzudecken. Erzählt etwa ein Mann, er fühle sich von dem Spielkameraden seines Sohnes angezogen und überlege, sich zwei Meter Sicherheitsabstand zu verordnen, widerspricht garantiert ein anderer und sagt: "Das klappt nicht. Da machst du dir was vor. Wenn der Junge zu Besuch kommt, mußt du weggehen." Ein besonderer Triumph: Jeder dritte Patient in Hamburg, sagt Preuss, komme freiwillig, ohne gerichtliche Auflage. Ein Lehrer zum Beispiel, der nie ein Kind angefaßt hatte. Eines Tages merkte der Mann, ohne Hilfe schaffe er das nicht mehr. Seinen Beruf hat er mittlerweile aufgegeben.
Denn auch die beste Therapie hat nur dann Erfolg, wenn der Pädosexuelle tatsächlich etwas ändern will.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.01.2004, Nr. 2 / Seite 45
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hossinger
11.01.04 17:53:01
Beitrag Nr. 194
#konns
Das passt bei DCB haargenau! Die Kinder haben ihn verführt, gewählter Beruf "Erzieher", die Eltern waren angeblich einverstanden und umfangreiche phantasievolle Erklärungsversuche kann man DCB auch nicht absprechen.

Bitte mail doch der Autorin und der UNI den Artikel; vielleicht hilfts ja.
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Albatossa
11.01.04 23:47:28
Beitrag Nr. 195
Hallo konns,

wenn ich jetzt was dazu schreibe dann konnt hier die Boardpolizei die so gerne die Pädophilien wie Daniel Cohn-Bendit schützt!:rolleyes:
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goldless
11.01.04 23:54:15
Beitrag Nr. 196
# 163 farniente,

habe mich für die Gänsehaut entschieden.


#164 Questorix,

das war eine ausgezeichnete Aktion! Halte uns bitte über
etwaige Reaktionen auf dem Laufenden.

Obwohl ich befürchte, daß es keine Reaktion geben wird.
Man wird sich im Stillen schämen.
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Questorix
12.01.04 12:58:17
Beitrag Nr. 197
goldless,

bis jezt ist es noch still. Ich habe aber auch Verständnis dafür, daß die Angelegenheit mit außerordentlich viel Fingerspitzengefühl behandelt wird.

Ich rechne allerdings auch nicht mit einer Reaktion, werde aber in ca. 2 Wochen nochmals nachfassen und die e-mail dann auch in niederländisch formulieren.

Q
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farniente
13.01.04 10:44:22
Beitrag Nr. 198
Gott sei Dank erhöhen sich die EU-Parlamentarier gerade die Diäten um 30 %. Daniel wird dann mit gut 9000 € sein Leben fristen müssen.
Über seine pädophile Vergangenheit soll man ja nicht mehr schreiben. Ist verjährt. OK, wir schreiben ja auch nicht mehr über die "in die Luft geworfenen Steine" unseres Außenministers, oder die ständig unter Strom stehende Tüten-Angie Beer.

Die Politik dieser Leute ist so gewaltig und imposant daß wir alles verzeihen und vergessen. Lassen wir uns doch noch ein wenig über Kohls Spendenaffäre aus, da kann man sich wenigstens moralisch ereifern...............
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Eviva
14.01.04 23:15:57
Beitrag Nr. 199
Ethik - http://www.stabi.musin.de/download/ethik.doc

Nachbarschaft; 16 mm Lichttonfilm f 9 min 1989 D
Klasse: 10
Der Film zum Thema `Sexueller Mißbrauch von Kindern` stellt mehrere Bewohner eines Berliner Mietshauses vor, die einer unsichtbaren Person hinter der Kamera über ein Ereignis berichten, das sich am Abend zuvor in einer Nachbarwohnung zugetragen hat. Akzentuiert wird dabei, daß viele etwas wissen oder zumindest ahnen, aber nicht handeln.



Danke an alle, die nicht wegschauen und handeln !
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Questorix
16.01.04 12:01:16
Beitrag Nr. 200
aus http://www.dieaula.at/Ausgaben/2001/02/beitr%C3%A4ge/Fingell…

ich empfehle jedem, der sich mit Nachdruck gegen jede Verharmlosung sexueller Handlungen an Kindern stemmt, die komplette Lektüre in dem obenstehenden Link.
Nachstehend habe ich lediglich den wichtigeren 2. Teil kopiert;
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Experimente an Kindern

Mit Begeisterung stürzten sich daher die 68er in die Experimente an ihren eigenen Kindern, welche sie ab nun nicht mehr in öffentliche oder konfessionelle Kindergärten, sondern in „alternative Kinderläden“ schickten, in welchen eifrige Genossen und Genossinnen daran gingen, aus diesem „Menschenmaterial“ den „Neuen Menschen“ nicht biologisch, sondern entsprechend der marxistischen Ideologie durch Lernvorgänge zu züchten.

In einem solchen Kinderladen in Frankfurt wurde auch Joschka Fischers engster Freund und Genosse Daniel Cohn-Bendit als „Erzieher“ tätig.

Erstes Ziel dieser „Erziehung“ war, die Bindung an Vater und Mutter durch ein Kollektiv von „Bezugspersonen“ zu ersetzen, um so die „autoritäre Familienfixierung“ zu verhindern. Zielbewußt schaffte man auch die Baby-Lall-Laute „Papa“ und „Mama“ ab und ersetzte sie durch die jeweiligen Vornamen der „Bezugspersonen“ wie zum Beispiel „Rolf“ und Anne“. Nicht auswechselbare „Bezugspersonen“ wie Großeltern, Tanten und Onkel, wurden tunlichst von den Kindern fern gehalten.

Die alten „autoritären“ Kinderbücher wurden aussortiert und durch linke Eigenmanufaktur ersetzt. Um in den Kindern frühzeitig eine antiautoritäre Grundstruktur auszubilden, wurde im Kinderladen jegliche Vorbildrolle von Erwachsenen verpönt und den Kindern ohne jegliche Orientierungshilfe alles erlaubt. Dafür durften sie dann auch auf Demonstrationen mitgehen, wobei die Genossen bereits Dreijährigen Pappschilder umhingen, auf denen so lustige Sprüche wie „Papitalismus muß putt“ standen.

Sexueller Mißbrauch

Die Kinder sollten zu einer „befreiten Sexualität“ erzogen werden. Auch angebliche Frühformen der Sexualität, wie die „Analphase“, sollten lustvoll ausgelebt werden, wobei Kinder sogar ermuntert wurden, die Fußböden und Wände der Kommunewohnung mit Kot oder zumindest mit Marmelade, Nutella oder Butter und Margarine zu verschmieren und darin herumzurutschen.

Klaus Rainer Röhl berichtet: „Einmal heraus aus der Analphase, sollten die Kinder auf der nächsten Stufe der Sexualität möglichst früh und natürlich öffentlich onanieren, und so kann man in Kommuneprotokollen allen Ernstes nachlesen, daß Mütter sich besorgt an das Kollektiv wendeten mit Worten wie: ,Mein Kind ist schon vier und onaniert nicht richtig!´ Daß jedoch die ,befreite Sexualität´ des Kindes auch noch auf andere, heiklere Weise geweckt werden konnte, als nur durch das obligatorische Zuschauen beim Geschlechtsakt, zum Beispiel durch pädophile Spiele mit fünfjährigen Mädchen, davon zeugt das höchst offenherzige Protokoll der ,Kommune 2´ (K 2), die sich speziell mit Fragen der Kindererziehung beschäftigte: ,Grischa sagt, sie braucht keine Decke zum Einschlafen... Wir unterhalten uns über die Brust von Mädchen, wenn sie älter sind. Dann will sie meinen Popo streicheln. Ich muß mich umdrehen. Sie zieht mir die Unterhose runter und streichelt meinen Popo. Als ich mich wieder umdrehe, um den ihren wie gewünscht zu streicheln, konzentriert sich ihr Interesse sofort auf den Penis. Sie streichelt ihn und will ihn „zumachen“ (Vorhaut über die Eichel ziehen), bis ich ganz erregt bin und mein Pimmel steif wird. Sie strahlt und streichelt ein paar Minuten... Ich versuche ein paarmal, sie auf ihre Vagina anzusprechen, sage, daß ich sie auch gern streicheln würde.“ (Röhl: a.a.O., S. 37)

Ob das, was hier geschildert wurde, sich wirklich so abgespielt hat, wissen wir nicht. Der eingeschüchterte bürgerliche Staat wagte es 1968 und in den Jahren danach gar nicht mehr, solchen Dingen mit Polizei und Staatsanwalt nachzugehen und sich mit dem SPIEGEL und den journalistischen Genossen der übrigen deutschen Medienlandschaft anzulegen.

Zweifellos wurde der Text wie so viele andere ähnliche Texte aber in der Absicht veröffentlicht, die auch in der gemäßigten linken Szene umstrittenen Thesen Wilhelm Reichs von der „unterdrückten Sexualität“ der Kinder, welche „befreit“ werden müsse, zu „beweisen“ und das unfaßbare Geschehen in den linken „Kinderläden“ dadurch zu rechtfertigen.

Daniel in der Löwengrube

Pech hatte Daniel Cohn-Bendit, der alte Frankfurter Rabaukenkumpan des „grünen“ Außenministers Josef („Joschka“;) Fischer, dieser Tage bei einer Fernsehdiskussion im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF).

Es sollte über seine und „Joschkas“ Straßenkampfzeit und überhaupt über die 68er-Ereignisse gehen und der „rote Dany“ parlierte auch manierlich. Man habe „Gegenwehr“ gegen Polizeiterror geübt und freilich manchmal auch, „als wir uns wehrten“, ein wenig über das Ziel geschossen. Das räumte Daniel ganz freimütig und großzügig ein.

Dann kam der Hammer.

ZDF: Ob Daniel auch erzieherisch in einem roten „Kinderladen“ tätig gewesen sei.

Daniel: Ja freilich, freilich.

ZDF: Ob er über seine Erfahrungen im „Kinderladen“ in einer linken Szeneveröffentlichung folgenden Text geschrieben habe: „Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln.“

Da entgleisten dem eloquenten Europa-Parlamentarier die Gesichtszüge. Daniel sah sich plötzlich in einer Löwengrube, beobachtet von einem Millionenpublikum .Das folgende Cohn-Bendit-Gestammel verdient wörtlich wiedergegeben zu werden:

Daniel: „Es ist ja nichts Reales passiert, aber es klingt so real.“

ZDF: „Sie sind ja ein Kinderladen-Bukowski mit diesem Text!“ (Anm.: Charles Bukowski ist ein amerikanischer Autor mit sehr freimütigen Schilderungen seines vielseitigen Sexuallebens)

Daniel: „Ja, aber das ist das Problem, daß ich geglaubt habe, wenn ich nur einfach abstrakt - dann diskutiert man darüber und nicht darüber. Und ich habe versucht, in dieser Situation verschiedene Ereignisse, die in der Kinderladen-Diskussion waren, die ich beobachtet habe zum Teil, zu einer Geschichte zusammen zu fassen, indem ich in der Ich-Form sage und was ich äh - ich bin gerne bereit, darüber zu diskutieren, also ja.“

ZDF: „Wie erklären Sie Ihrem 10jährigen Sohn heute, daß sie so einen Text geschrieben haben?“

Daniel: „Ja, ich hab andere Probleme, ja genau, wie diskutiere ich mit meinem 10jährigen Sohn über Abtreibung. Ich will zum Beispiel - also ich bin dafür, daß die Frauen das Recht haben -“

ZDF: „Ja aber letztlich bleiben wir bei der Frage, wie erklären sie ihm das?“

Daniel: „Ja, wenn mein 10jähriger Sohn diesen Text lesen würde, dann würde ich ihm genau diese Situation erklären, die Situation erklären, daß damals diese Sachen diskutiert wurden. Und wissen Sie, es ist auch jetzt als Erzieher, wie erklären Sie Ihrem 10jährigen Sohn, der zu Ihnen in die Badewanne will, ja oder dies, ja da müssen Sie sagen, ja oder nein oder in welcher Form, das sind reale Probleme. Ich geb´ Ihnen ein Beispiel. Es gab damals ein Aufklärungsbuch ,Zeig´ mal!´. Dieses Buch zeigte Kinder, die sich Sexualität gegenseitig zeigten. Es ist von Lehrern benutzt worden, das Buch ist empfohlen worden.“

ZDF: „Und später?“

Daniel: „Ist es auf den Index gekommen, 15 Jahre später. Und ich finde, man kann die Art der Diskussion, die Provokation, die heute zu kritisieren sind.“

ZDF: „Warum würden Sie es heute nicht mehr schreiben?“

Daniel: „Weil ich glaube, daß damit nix verständlich wird. Weil der aufklärerische Gestus, den es haben soll, überhaupt nix aufklärerisch is´ und die richtige, wichtige Debatte über Kinder, Erzieher und weil wir vieles wissen über Kindesmißhandlung. Ich habe nix mit den Kindern.“

ZDF: „Es klingt so autobiographisch, so persönlich geschildert, so als wenn Sie Sex mit Kindern hätten.“

Daniel: „Ja und das is´ nich´ wahr, das is´ nich´ wahr, das is´ auch von den Eltern is´ auch niemand da gewesen. Das is´ der Punkt, es hat jemand neulich geschrieben, hier sollte ein Tabu mal überschreiten und zwar in in in gedanklich und deswegen hab ich auch, bin ich nicht sauer, wenn mir das vorgehalten wird, weil es war kein Geheimfeld.

Ich finde nur, man muß es in dieser Zeit und in diesem - das sind so - wir haben vorhin über 68 - es war damals, fälschlicherweise kann man sagen, eine Ebene der Diskussion erreicht ja, die wir heute wieder einholen müssen.“

Eine Frage an Dani und Genossen

Nach diesen erschöpfenden Auskünften des grünen Europaabgeordneten war der Sendeschluß erreicht und der Interviewer dankte dem roten Dani herzlich für sein Erscheinen und hatte keine weiteren Fragen mehr.

Dem geneigten Leser dieser Zeilen wird wahrscheinlich auch manches klar sein.

Es gibt aber vielleicht doch eine nicht unwichtige Frage an den roten Dani. Nämlich die Frage, ob Dani und seine Kumpane sich schon einmal bei den von ihnen „erzogenen“ Menschen entschuldigt und Wege der Wiedergutmachung gesucht haben. Bei den damaligen Kindern, welche die Genossen, den abstrusen marxistischen Thesen des verrückten Wilhelm Reich folgend, wie Meerschweinchen ihren unverantwortlichen Experimenten ausgesetzt hatten.

Klaus Rainer Röhl dazu im Rückblick: „Auf diesem Sektor (der Experimente an Kindern) gibt es wohl die gewaltigste Dunkelziffer der begangenen Untaten oder meinetwegen auch nur Dummheiten, hier haben wir auch nachweislich die breiteste Nachwirkung der Bewegung, hier auch die meisten Defizite und Beschädigungen.“ (Röhl: a.a.O., S. 34)

Dem ist nichts hinzuzufügen.



man beachte das cohn-benditsche Gestammel am Ende des Interviews
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farniente
16.01.04 12:19:07
Beitrag Nr. 201
Besonders schäbig ist es daß er heute lügt daß sich die Balken biegen. Strafrechtlich hätte er garnichts mehr zu befürchten wegen der Verjährung der Geschichte.

Aber dazu stehen - nein, das kommt so einem nicht in den Sinn. Gerade diese Typen, denen der Geifer aus dem Mund läuft wenn es gilt die Fehler anderer Leute anzuprangern, können sich nicht mal zur Wahrheit durchringen wenn es nur noch der Vergangenheitsbewältigung dienen würde.

Warum ? Das ist ganz einfach. Das Eingeständnis eines Fehlers, evtl. verbunden mit einer Entschuldigung, wird von diesen hochnäsigen Typen als weit unter ihrer Würde empfunden, könnte an der Aura der moralinsaueren Unantastbarkeit kratzen !
Gleichzeitig geht natürlich die Furcht um daß man dann von den Fleischtöpfen weggezogen werden könnte.
Es könnte ja passieren daß man das wohldotierte EU-Mandat verliert oder von der Liste gestrichen wird.

Und so wird gelogen und betrogen, genau in der Art wie man es Anderen gerne um die Ohren haut, und dem geneigten Zuschauer bei diesem Polittheater dreht es den Magen um.
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Libertus
16.01.04 12:19:49
Beitrag Nr. 202
@173 Questorix
Interessant, wie dieser sonst so wortgewaltige Widerling ins schwimmen gerät. Vor einem Gericht, wo dieses Subjekt hingehört, hätte man den an dieser Stelle in alle Einzelteile zerpflückt.

Im Spiegel darf (und KANN) er wieder locker Plaudern:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,281962,00.h…
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farniente
16.01.04 12:31:09
Beitrag Nr. 203
@ Libertus

Am Ende des Spiegelartikels der erscheint wenn man Deinen Link aufruft, hat man die Möglichkeit einen leserbrief zu schreiben. Anklicken, fragen warum man nicht Auskunft über die Pädophile Vergangenheit von Cohn-Bnedit verlangt, was er außer Blabla ganz praktisch zu den Wahnsinnsvorhaben bezüglich der Diäten und der Pensionsansprüche der EU-Abgeordneten zu sagen gehabt hätt, wenn man ihn mal gefragt hätte, und ob in dieser fürstlichen Alimentierung vielleicht das Hauptmotiv für sein EU-Engagement liegen könnte.

So habe ich es gemacht. Helfen wird es nichts, aber diesen Flachschreibern vom Spiegel muß es einfach klar gemacht werden daß solche Interviews nur Teil der Politshow sind, daß es aber Leute gibt die das durchschauen.
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Questorix
16.01.04 13:04:57
Beitrag Nr. 204
farniente, das ist eine gute Idee, ich habe das auch getan!

Der "Radikalatheist" hat mich veranlaßt, ein weitere e-mail nach Tilburg zu schicken (Uvtsite@uvt.nl):

Auszug aus einem ganz neuen Interview mit Cohn Bendit im deutschen Wochenmagazin „der Spiegel“:

Cohn-Bendit: Keine Sorge. Ich kämpfe für die Freiheit der Religion. Aber ich glaube nicht, ich gehe nie in die Kirche oder Synagoge. Ich bin ein Radikalatheist.

Das gesamte Interview können sie unter http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,281962,00.html nachlesen.

Es ist nicht nur mir, sondern auch einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland unverständlich, wie Sie Herrn Cohn-Bendit die Ehrendoktorwürde verleihen konnten. H. Cohn-Bendit kandiert für die Wahlen zum Europaparlament auf Platz 2 von Bündnis 90 / die Grünen. Es treibt einen kalte Schauer über den Rücken, wenn man sich vor Augen hält, daß er dann bereits zum dritten Mal in das höchste Europäische Parlament einziehen wird.

Sie könnten verhindern, daß H. Cohn-Bendit das gelingt: Entziehen Sie ihm medienwirksam die Ehrendoktorwürde, zum Wohle und dem Ansehen Ihres hohen Hauses entsprechend und zum Wohle aller Europäer. Pädophile haben nichts in einem Parlament zu suchen.


Mit freundlichen Grüßen,


JJD


Im übrigen empfehle ich Ihnen auch die Lektüre unter der nachstehen Internetseite:
http://www.dieaula.at/Ausgaben/2001/02/beitr%C3%A4ge/Fingeller_text.htm
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Questorix
16.01.04 13:15:34
Beitrag Nr. 205
mein Leserbrief an den Spiegel:

Sehr geehrte Frau Hildebrandt, sehr geehrter Her Kurbjuweit,

haben Sie schon einmal daran gedacht, H. Cohn-Bendit auch zu seiner unsäglichen pädophilen Vergangenheit zu befragen?
Wenn Sie bezüglich der Bewertung der von Herrn Cohn-Bendit selber gemachten Angaben über sexuelle Handlungen mit Kindern in seinem Buch „der große Basar“ die gleichen Maßstäbe anlägen wie bei der Bewertung der Rede Martin Hohmanns zum 03. Oktober 2003, dann müsste das in Ihrem Verlagshaus ein Titel-Thema wert sein.

Mit freundlichen Grüßen

...
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PolyMod [Mod]
16.01.04 14:05:19
Beitrag Nr. 206
Ich bitte doch, die Diskussion auf das aus Quellen Bekannte zu beschränken - das ist schlimm genug.

Es geht nicht, dass Cohn-Bendit hier über das im Buch Geschilderte hinaus sexuelle Handlungen an Kindern und Lügen unterstellt werden.

Wenn dieser gut gemeinte Rat nicht beherzigt wird, werde ich den Thread schließen.
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konns
16.01.04 14:11:35
Beitrag Nr. 207
in einem anderen thread werden Kohl Verbrechen vorgehalten - das ist aber ok?
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farniente
16.01.04 14:18:12
Beitrag Nr. 208
Was ist denn passiert daß der Thread geschlossen werden soll ?
Cohn-Bendit stellt sich ins Rampenlicht durch seine Kandidatur. Damit wird er angreifbar. Aber alles hier geht doch sehr moderat vor sich. Da werden andere Personen aber ganz anders angegriffen !!

Sonderrechte für Daniel Cohn-Bendit ?
Oder ist der Mod mit den Spiegelinterviewern nicht zufrieden ??
:confused: :confused: :confused:
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PolyMod [Mod]
16.01.04 14:19:00
Beitrag Nr. 209
Unterstellungen werden auch gegen Politiker anderer Parteien moniert. Wenn du einen anderen Eindruck hast, solltest du konkrete Fälle melden.

Dies war jetzt nur eine gut gemeinte Mahnung zur Mäßigung und zur Respektierung der Board-Regeln. Ich werde diesen Thread weiter beobachten und ggf. eingreifen.
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farniente
16.01.04 14:24:14
Beitrag Nr. 210
PolyMod

Es geht nicht um Kritik an Deiner Arbeit. Ich verstehe es nicht. Ich will mich aber an die Regeln halten, also muß ich es verstehen.

Beispiel:

Hohmann hält eine Rede und darf hier im Board als Antisemit bezeichnet werden.

Daniel beschreibt in einem Buch wie er sich mit kleinen Mädchen sexuell verspielt hat. Er darf nicht als Pädophiler bezeichnet werden.

:confused:
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konns
16.01.04 14:26:24
Beitrag Nr. 211
genau, gut dass man nachfragen darf. Sind solche Aussagen gestattet:

"Aber immer noch billiger als alles, was Kohl verbrochen hat."
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PolyMod [Mod]
16.01.04 14:35:50
Beitrag Nr. 212
Der Verweis auf die Regeln sollte genügen.

Aus den Regeln rechts neben dem Posting-Fenster:

Bitte beachten sie folgende Regeln:

1. Man sollte auch im Internet auf rechtliche Bestimmungen achten. Das Verbreiten von Falschmeldungen etc. ist auch im Internet strafbar und wird ggf. entsprechend geahndet.


Aus den Regeln über die Hilfe-Funktion:

Richtlinien zur Sperrung von Threads, Postings oder User:

5. Jedes Material, das andere Personen oder Unternehmen beleidigt, entwürdigt oder diskriminiert.


Schließlich hat das Politik-Board einen besonderen Status:

Achtung: Auch und gerade im Forum ,,Wirtschaft & Politik" gelten unsere Boardregeln. Verstöße werden nicht toleriert. Die besprochenen Themen sollten einen klaren Bezug zu wirtschaftlichen bzw. finanzmarktrelevanten Fragestellungen aufweisen. Das Forum von wallstreet-online versteht sich als Börsenforum. Threads, denen dieser Bezug fehlt, werden i.A. geduldet, können im Zweifelsfall aber unabhängig von konkreten Boardregelverstößen gelöscht werden. (w:o-Team)
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Questorix
16.01.04 15:55:04
Beitrag Nr. 213
PolyMod,

darf ich "up" posten?
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farniente
16.01.04 15:56:53
Beitrag Nr. 214
questorix
:kiss:
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Questorix
19.01.04 08:53:26
Beitrag Nr. 215
up
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Questorix
19.01.04 10:15:05
Beitrag Nr. 216
ein interessanter Aufsatz von Christina Meves:

http://www.schweizerzeit.ch/0701/instrument.htm
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rv_2011
19.01.04 13:09:51
Beitrag Nr. 217
Hier findet sich ebenfalls ein interessanter Aufsatz zum Vertuschen von Kindesmissbrauch:

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/do…
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Questorix
19.01.04 13:48:25
Beitrag Nr. 218
rv, ohne Frage: Mißbrauch von Kindern durch Geistliche ist nicht weniger verwerflich als durch jeden anderen Sterblichen auch, ja, vielleicht sogar noch schlimmer, weil die Mißbräuche in aller Regel an Schutzbefohlenen begangen wurden.

Zu den Vorgängen um Cohn-Bendit gibt es allerdings zwei gravierende Unterschiede:

A)
Die christlichen Kirchen ziehen ihre Priester nach entsprechender Untersuchung der Vorfälle ihre Priester mittlerweile sehr schnell aus dem Verkehr. Sie haben auch nicht über die sexuelle Freizügigkeit und Enthemmung von Kindern zur Befreihung von jedweden Zwängen schwadroniert wie die Alt-68-iger, die Mißbräuche sind nicht Programm der Kirche, sondern erschreckende Verfehlungen einzelner Geistlicher.

B)
Die 68-er mit ihrem Musterling Cohn-Bendit haben speziell bei den Grünen fast bis in die 90-er hinein die "sexuelle Befreiung" der Kinder zur besseren Entfaltungsmöglichkeit ihrer Persönlichkeit gefordert. Ich kenne niemand, der sich von dieser Anschauung bisher distanziert hätte. Es war nicht das Programm oder die politische eines Einzelnen, nein, es war Teil des politischen Programms zur Neugestaltung der Gesellschaft. Im Vergleich mit den christlichen Kirchen werden ihre Protagonisten sogar noch auf Platz 2 der Europaliste gesetzt, und das im Jahr 2004.

Ungeheuerlich!
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rv_2011
19.01.04 14:39:10
Beitrag Nr. 219
Questorix,

die katholische Kirche kooperiert immer noch nicht mit der Justiz bei der Aufklärung von Missbrauchs-Fällen durch Priester.
Bis in die 90er wurden solche Geistliche in der Regel nur versetzt, wenn ,,solche Dinge" ruchbar wurden. Ansonsten wurde der christliche Mantel des Schweigens darüber gebreitet.

Bei den Grünen erinnere ich mich an einen Parteitag in den 80er Jahren, als ein kleine Gruppe von Befürwortern einer ,,Befreiung der frühkindlichen Sexualität" sehr medienwirksam Randale machte - übrigens ohne dass sich ein Staatsanwalt gerührt hätte. Offizielle Politik der Grünen war das m.W. nie, schon gar nicht ,,bis fast in die 90er hinein".

Was Cohn-Bendit angeht - so gibt es (außer eigenen Äußerungen) keine Beschuldigungen oder gar Beweise für strafbare Handlungen. Ich weiß nicht ob es klug war, ihn auf einen exponierten Platz der Liste für die Europawahl zu setzen - Ihr solltet aber mal überlegen, ob Eure Aufregung wirklich von der Sache motiviert ist oder nicht doch eher als Gelegenheit, den Grünen eins auszuwischen.
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Questorix
19.01.04 14:51:00
Beitrag Nr. 220
rv,

bei der Beurteilung der Vorgänge in der kath. Kirche sind wir denkungsgleich.

Was Pädophilie betrifft, sage ich es jetzt nochmals mit Nachdruck:
egal, ob das 10, 20, oder 30 Jahre her ist: Leute, die sich dessen schuldig gemacht haben, sind in der Politik untragbar!

Ich möchte den Grünen überhaupt keins auswischen, sondern lediglich C.-B., sofern es mir gelingt. Bei den Grünen gibt es durchaus Köpfe, die ich sehr schätze, ich übersehe auch nicht die Erfolge der Grünen im Umweltschutz in den letzten 20 Jahren; C.-B. steht aber für mich nicht für diese Politik.
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XPaulX
20.01.04 01:25:48
Beitrag Nr. 221
#1: Habe den Grünen eine eMail zu diesem Thema geschrieben. Die winden sich raus und verweisen nach Brüssel. Von Brüssel seit 2 Monaten keine Antwort. Keine Antwort, ist auch eine Antwort. Wie üblich wir das Thema #1 und die ganze alt 68er Scheiße totgeschwiegen. Eine Antwort wird wohl nie folgen...
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goldless
20.01.04 01:42:10
Beitrag Nr. 222
XPaulX,

na, ist doch mal was. An wen in Brüssel hast du denn geschrieben?
Würde das auch gerne tuen. Und sicher noch viele hier.

Nur, an wen schreibt man da?
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goldless
20.01.04 01:47:23
Beitrag Nr. 223
hossinger,

in deinem Posting #5 schreibst du "Einer wie Cohn-Bendit der schwärmerisch von " klitoralen Streichelorgien" bei 5-jährigen Mädchen erzählt...."

Wo genau hat er das erzählt? Läßt sich das nachvollziehen?

Das wäre der Hit.
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XPaulX
20.01.04 10:59:13
Beitrag Nr. 224
goldless:

dcohnbendit@europarl.eu.int

Hat aber keiner geantwortet, wie üblich bei den Politikern. Kannst das nur in Postform. Die beantworten anscheinend keine Mails.
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Libertus
20.01.04 13:15:27
Beitrag Nr. 225
@197 XPaulX

Schreib doch mal, dass du gerne EUR 10.000,- für die hervorragende Arbeit von DCN spenden willst, mit der Bitte dir eine Kontoverbindung anzugeben.

Du wirst sehen, die antworten doch auf Mails...
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XPaulX
21.01.04 11:58:44
Beitrag Nr. 226
Libertus: Schon passiert, Mail im Draht...
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B.roehl
24.01.04 14:49:30
Beitrag Nr. 227
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Thema der pädophilien Selbstbezichtigung, die Dany – Cohn – Bendit 1975 in seinem auf deutsch und französisch erschienenen Buch „Der große Basar“ propagierte und ein Jahr später 1976 in der Zeitschrift „Das da“ noch einmal dringend veröffentlicht wissen wollte, möchte ich hier auf das Forum zum selben Thema bei http://www.phoenix.de/forum/read.php?f=11&i=18147&t=16779
verweisen. Dort ist nachzulesen, dass es eine offizielle Anfrage der Redaktion an die Grünen gibt, die noch nicht beantwortet ist.

Die Grünen sind letztens eine Partei von gerade einmal 50 000 Mitgliedern. Diese überschaubare von grünen Aktivisten wird auch noch durch die merkwürdige Struktur zweier offizieller Parteivorsitzender, die nichts als Pressesprecher sind, und den un – heimlichen Parteifürsten Fischer in ihrer Willensbildung straff strukturiert.

Bei den Grünen, die angeblich basisdemokratisch seien, ist der interne Entschließungsprozess, der laut Verfassung demokratisch zu sein hat, de facto die Sache der Partei - Nomen Klatura bestehend aus, wenn es hochkommt, einem Dutzend Partei - Oligarchen. Letzten Endes liegt man richtig, wenn man feststellt, dass dieses Dutzend einen Parteitag diskutieren lässt, aber letzten Endes unabhängig von diesen Diskussionen die grüne Liste zur Europawahl bestimmt hat. Das ist ein extrem undemokratischer Vorgang.

Auf die sicheren Listenplätze für die Europawahl werden die Leute gesetzt, deren Verschwinden nach Strassburg gewünscht ist, die eine Pension bekommen sollen, oder die im Europaparlament die Grünen Netzwerke fortspinnen sollen.

Cohn – Bendit, der bei den französischen Grünen nach dem Bekanntwerden seiner pädophilien Selbstbezichtigungen nachhaltig an Image verloren hat – vielleicht mit ein Grund, weshalb die französischen Grünen nur mieseste Aussichten darauf haben einen der ihren in das Europaparlament durch zu bringen, womit Cohn – Bendit seinen bisherigen französischen grünen Posten in Strassburg verlieren würde - ist nun von dem beschriebenem feudalen teutonischen Grünen – Dutzend auf den für das männliche Geschlecht vorgesehenen Spitzenplatz mit der Nr. 2 für Strassburg vorgesehen worden.

Insofern meine ich, müssen die hier diskutierten Anfragen an Cohn – Bendit persönlich natürlich aufrecht erhalten und intensiviert werden - aber ansonsten doch vor allem an den grünen Vorstand und die beiden grünen so genannten Parteiführer gerichtet werden. Außer, dass Cohn – Bendit seit 1968, also seit 36 Jahren lauthals mit ein paar Claqueuren die erst seit 25 Jahren grün sind, wild geworden in der Weltgeschichte herumkrakelt und irgendwelche Medien noch jedes Bäuerchen zu goldenen Wörtern erklärten, fällt die Lebensleistungsbilanz von Cohn – Bendit tatsächlich doch wohl eher dürftig aus.

Striche man Cohn – Bendit ersatzlos aus der veröffentlichten Meinung, es würde selbiger an nichts ermangeln, im Gegenteil. Wie die pädophilien Einlassungen exemplarisch beweisen.

Cohn – Bendit hat sich nie als jemand gezeigt, der eine intellektuelle Linie hat, der ein intellektuelles politisches Ziel verfolgt, sondern stets als jemand, der üblicherweise weit mehr durch die Art als durch den Inhalt provoziert und jeden inneren Widerspruch problemlos in Kauf nimmt.

Wäre da nicht das Medienphänomen Cohn – Bendit, den konkreten Menschen Cohn – Bendit müßte man nicht besonders ernst nehmen, dieser Mensch wäre weitestgehend bedeutungslos.

Um nicht die öffentliche Fiktion vom roten Dany allzu weit ins Kraut schießen zu lassen:

Schon zu seinen Strassenschlägerzeiten in Paris 68 gönnte er sich als Jungscher so genannter Studioso den exklusiven Skiurlaub, wo man ihn schnöselnd an den Hotelbars wahrnahm. Während seiner gewaltsamen Häuserbesetzungphase in Frankfurt in den Siebzigern stieg er nicht nur gern wenn er von der ganzen Kampfscheiße die Nase voll hatte, im Frankfurter Hof ab oder nahm das bouergoise Taxi nach hause und unterhielt eine eigene Wohnung in Paris, wohin abhaute, wenn ihm ganz Frankfurt auf den Senkel ging. Dieser arme Revoluzzer !!!

Wenn alle Linken frei nach Cohn – Bendit eine Wohnung in Paris unterhielten, der Verkehr in Europa bräche zusammen. Wenn alle Linken frei nach Engels morgens fischen gingen, die Umweltkatastrophe in den Seen und in den Meeren bräche über Nacht aus. Jedem Dorf sein eigener Hochofen, das sagte der Oberguru der 68er Mao Tse Tung – technisch – ökonisch nicht besonders versiert - und löste mit dieser Idiotennummer erst einmal, nach Expertenmeinung, die größe Hungersnot der Weltgeschichte mit geschätzten 20 – 100 Mio. Toten aus. Da hat die Geschichte die Menschheit gezwungen dem Irrsinn einmal direkt ins Auge zu schauen. Und nun zum Abschluss der Gag: um es makaber auszudrücken, unsere lieben 68er trieben ihren Mao – Ho Tschi Min - Pol pot - Kult nicht bevor Mao diesen Massenmord hingelegt hatte, sondern nachdem dieser Massenmord bereits passiert war.

Viele Grüße

Bettina Röhl
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hossinger
24.01.04 15:09:45
Beitrag Nr. 228
B. Roehl hat auf eine E.mail von mir, in der ich u.a. auf dieses Forum verwiesen habe, geantwortet. Um etwaige Zweifler zu beruhigen - Ja sie schreibt ohne Nickname!

Danke für Ihre Teilnahme Frau Roehl!:) :kiss:
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konns
24.01.04 16:18:32
Beitrag Nr. 229
na, jetzt wird es ja richtig interessant bei WO - schön, dass dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät
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goldless
24.01.04 20:34:47
Beitrag Nr. 230
Für alle (wenigen) die es nicht wissen. Bettina Roehl ist
die Tochter von Ulrike Meinhof.

Sie ist eine überaus engagierte Journalistin und ich freue
mich, daß sie sich an diesem Themea beteiligt.
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konns
24.01.04 22:55:14
Beitrag Nr. 231
im WDR darf Cohn-Bendit schon wieder öffentlich auftreten
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hossinger
26.01.04 15:56:29
Beitrag Nr. 232
Und mal wieder kein Ansatz zum bekannten Thema. Kann man sich den ein Interview/Diskussion mit Kohl, Schäuble, Engholm, Lafontaine etc. vorstellen, in dem/der nicht auf die dunklen Seiten ihres Lebens verwiesen wird.

Ich hoffe immer noch das die entsprechenden Leute einfach nichts wissen.:rolleyes:
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Libertus
26.01.04 16:40:50
Beitrag Nr. 233
@ 205 hossinger

Die Hoffnung stirbt zuletzt. :(

Glaub es nur, ALLE kennen dieses Buch und die Vergangenheit CDB´s. Nur, wer sitzt denn jetzt am Drücker in Deutschland, sowohl in Politik als auch Medien? Reichlich Leute, die so in etwa um das Jahr 1968 studiert haben...:mad: :mad:
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goldless
28.01.04 12:40:49
Beitrag Nr. 234
Hallo Libertus,

habe deinen Vorschlag aus # 198 aufgegriffen.

Und siehe da, Antwort innerhalb von 4 Tagen!

Allerdings nicht aus Brüssel sondern aus Berlin.
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hossinger
28.01.04 13:59:03
Beitrag Nr. 235
#goldless
Stell die Antwort doch hier rein!:eek:
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Jupiler
28.01.04 14:16:20
Beitrag Nr. 236
das interessiert mich auch
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goldless
28.01.04 14:19:30
Beitrag Nr. 237
Sehr geehrter Herr xxxxx,

von unserem Europaabgeordneten Daniel Cohn-Bendit ist mir mitgeteilt worden, dass Sie zur Unterstuetzung fuer Daniel Cohn - Bendit Geld an die Partei spenden wollen.
Ich moechte mich bei Ihnen recht herzlich fuer dieses Angebot bedanken und kann Ihnen versprechen,dass wir ihre Spende zur Unterstuetzung der Kandidatur von Cohn - Bendit - der bei uns zur Europawahl ja auf Platz 2 der Liste gewaehlt ist- einsetzen werden.

Unsere Spendenkontonummer

Bei der GLS Gemeinschaftsbank BLZ 8035815900
Kontonummer 430 609 67
Kontoinhaber BUeNDNIS 90/DIE GRUeNEN Bundesverband

Mit herzlichen Dank fuer die Unterstuetzung.

Dietmar Strehl


Dietmar Strehl
Bundesschatzmeister
BUENDNIS 90/DIE GRUENEN
Platz vor dem Neuen Tor 1
10115 Berlin
030/28442 141
Fax 030/28442 233
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B.roehl
28.01.04 14:19:40
Beitrag Nr. 238
Vielen Dank für die nette Begrüßung in diesem Forum !!

Hier :
http://www.phoenix.de/forum/read.php?f=11&i=16779&t=16779

und hier:

http://www.fdp-bundesverband.de/forum/read.php?f=3&i=99472&t=9947

wird das Thema pädophile Selbstbezichtigung von Cohn - Bendit auch seriös diskutiert.

Viele Grüße

Bettina Röhl
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B.roehl
28.01.04 14:35:25
Beitrag Nr. 239
Das ist köstlich !!

Alle warten seit Wochen auf die Antwort von Cohn - Bendit, was er denn nun von sich selber in Bezug auf Pädophilie heutzutage hält. Es war also zu Recht hier vermutet worden, dass der Mann für Geld alles macht. Und auch sofort.

Als ich Cohn - Bendit zufälllig in Frankfurt damals im Januar 2001 auf der Straße traf - am selben Tag berichtete die Süddeutsche über meine Veröffentlichung der pädophilien Selbstbezichtigung von ihm - sagte er mir sinngemäß, wir müßten unseren Dissenz doch aus der Welt schaffen können, wir müssen wie normale Menschen normal miteinander reden.

Wenn Cohn - Bendit offenbar die Welt durch die Geldbrille sieht, sollte er am Ende gemeint haben, dass er mir eine finanzielle Zuwendung machen wollte ????

Scherz beiseite. Ich schlage vor, dass man diese herrliche Antwort und die Geschichte dazu möglichst vielen Leuten zur Kenntnis bringt.

Viele Grüße
Bettina Röhl
Avatar
goldless
28.01.04 14:45:13
Beitrag Nr. 240
Man achte übrigens auf die Bankverbindung.

Beim Verfassen seiner Mail war der gute Herr Strehl wohl
so aufgeregt, daß er Kontonummer und Bankleitzahl verwechselt
hat.

Das bei der Aussicht auf Geld die Nerven gleich derart
blank liegen. Dabei habe ich gar keinen Betrag beziffert.
Avatar
Eviva
28.01.04 17:28:45
Beitrag Nr. 241
Das wird ja richtig lebendig ;)
Wir könnten alle einen Cent überweisen, Verwendungszweck: für das schlechte Gewissen :)

Wo kann man eigentlich hoch dotierte "Wiedergutmachungs-Stipendien" beantragen ?
Was trägt er seinerseits zur "Wiedergutmachung" bei `?
Das Wort kennt er ja. Doch die Bedeutung ?

Diese göttlichen Huldigungen dieser verblendeten Twens auf dem letzten Grünen-Parteitag und vor allem dieses Kampfesgekrächse von DCB und JF hatten für mich nichts als Komik.

Ach ja, Bettina, das ist ja nur ein Dissenz, der vergessen zu werden hat über den politischen Erfolg ? Wir haben hier bei WO übrigens schon öfter über Sie geschrieben, wohl auch mit Achtung darüber, daß Sie es geschafft haben, "auszubrechen".
Aber um beim Thema zu bleiben, rv der Wächter ist nah, wünsche ich Ihnen, daß damals nicht in diesem Kindergarten unter DCB Ihr Schamgefühl getestet und demoralisiert wurde. Nun, ich wünsche es keinem Kind. ...

Eviva
Avatar
goldless
28.01.04 18:03:51
Beitrag Nr. 242
Eviva,

deine Idee ist spitzenklasse!

Mein Cent ist gerade per Online-Überweisung auf die Reise
gegangen. Mit dem Verwendungszweck "Spende, Dannis Wahlkampf" und
"Kinderladen Ffm".

Natürlich in der Hoffnung, daß die Gutschrift 50 Cent an
Gebühren auslöst. Aber auch wenn nicht, jede Spende muß
verbucht und dokumentiert werden. Der Verwaltungsaufwand
steht jedenfalls in keinem Verhältnis. Bin mal gespannt ob
sie mir eine Spendenquittung schicken. :laugh:

Wenn das jetzt ein paar hundert User machen würden .....;)
Avatar
B.roehl
28.01.04 18:04:12
Beitrag Nr. 243
Verehrte Eviva,

Oh, vielen Dank für die Blumen ! Cohn - Bendit war dreissig als er in Frankfurt Kindergärtnerte, und ich war zu dieser Zeit ein junger Teenager in Hamburg, wo ich das humanistsiche Gymnasium Christianeum besuchte und doch leider aus dem Kindergartenalter heraus war. Also ganz so jung, wie Sie mich machen, wenn Sie mich in den etwas schmuddeligen Asta - Kindergarten von Cohn - Bendit nach Frankfurt stecken, bin ich nicht.

Trotzdem Danke für die Blumen !!

Viele Grüße

Bettina Röhl
Avatar
Eviva
28.01.04 18:33:59
Beitrag Nr. 244
Bettina, oh, auch ein Dankeschön von mir !! Statt dem "leider" wollten Sie doch sicher ein "Gott sei Dank", oder so, schreiben ?



Goldless, bin dabei :)

Aber für alle Fälle, grundsätzlich auf die Formulierung achten, sonst geht es uns an den Dispo :)
:WO-heute:
Im Zusammenhang mit der Drogenaffäre um den TV-Moderator Michel Friedman ist der "Zeit"-Herausgeber Michael Naumann wegen Beleidung zu einer Geldstrafe von 9000 Euro verurteilt worden. Das Berliner Amtsgericht Tiergarten ahndete damit eine Aussage des früheren Kulturstaatsministers, der im Juni 2003 in einer Talkshow gesagt hatte, die Ermittlungen gegen Friedman würden von einem "durchgeknallten Staatsanwalt" geführt. Dadurch fühlte sich der Berliner Generalstaatsanwalt H.K. beleidigt und zeigte N. an.


Eviva

:look:
Avatar
Eviva
28.01.04 18:42:52
Beitrag Nr. 245
PS, Bettina, ich las es falsch, es bezog sich ja auf das Lebensalter ... bis dann, wir bleiben dran am Thema :look:
Avatar
goldless
28.01.04 18:46:31
Beitrag Nr. 246
Eviva,

hältst du denn die Verwendungszweckangabe "Spende, Dannis Wahlkampf"
und "Kinderladen Ffm" für juristisch ausschlachtbar?
Avatar
farniente
28.01.04 19:21:51
Beitrag Nr. 247
So gefällt mir das.
Ich freue mich auch daß B.roehl da ist und diesen Thread stützt. Immerhin waren wir mehrmals kurz vor der Schließung durch die Bordpolizei.

Es kann und darf nicht sein daß alles totgetreten wird von Leuten die damals gegen "den Muff unter den Talaren" rebelliert haben, und heute eine Omerta der 68-er kultivieren wollen.

Aber wer damals anscheinend die Steine nur "in die Luft geworfen hat", der hat heute das Recht eine offene Hose als Bademode umzudiskutieren ? Anscheinend sind diese Leute schon soweit abgehoben daß sie überhaupt nicht merken daß Ihr Verhaltensmuster in fataler Weise genau dem entspricht was damals der Auslöser für ihre moralische Entrüstung war.

Der Cent geht weg.

Die Aktion ist klasse. Den Finger muß man solange in die Wunde legen bis auch der schlimmste Ignorant den Schmerz spürt.
Avatar
Libertus
28.01.04 19:51:01
Beitrag Nr. 248
Ich bin selbstverständlich auch dabei!

Natürlich werde ich auch noch eine Spendenquittung verlangen, ist schließlich mein Recht!

Ich hatte das mit der E-mail auch schon probiert. hat genau so gut geklappt, dass es bei goldless genau so ging war der beta-test und bestätigung für die wahre Einstellung und "Moral" dieser Leute.
Avatar
Jupiler
29.01.04 08:34:27
Beitrag Nr. 249
@ B.Röhl, 212

"Ich schlage vor, dass man diese herrliche Antwort und die Geschichte dazu möglichst vielen Leuten zur Kenntnis bringt."

Bettina, mit Ihrer Unterstützung sollte sich das auf die Reihe bringen lassen.

Grüße, Jupi
Avatar
rv_2011
29.01.04 14:52:35
Beitrag Nr. 250
Was bestätigt Euer ,,e-mail-Test" denn? Welche Einstellung?

Cohn-Bendit (oder sein Sekretär) hat das fingierte Spendenangebot an die Parteizentrale weitergeleitet. Was ist daran verwerflich? Ist das die typische Handlungsweise eines Pädophilen? Oder eines Nicht-Pädophilen? Oder ein Ausfluss schlechten Gewissens? Oder meint ihr, nur ,,68er" würden so handeln?

Hätte ein beliebiges Parteimitglied (sagen wir der CDU) anders gehandelt? Oder hättet Ihr erwartet, er hätte sein Privatkonto angegeben? :D

Was hat das Ganze noch mit dem Thema dieses Threads zu tun?
Avatar
Libertus
29.01.04 15:08:31
Beitrag Nr. 251
@223 rv



Es ging darum, dass trotz wiederholtem Anschreiben von verschieden Seiten zum Thema "Kinderladen" von den Grünen nie eine Antwort kam. Daraufhin kam die Frage in #197 von XPaulX auf, dass die wohl nie auf etwas Antworten würden, worauf ich in #198 schrieb das er es mal mit eben dieser Spenden-Mail versuchen sollte. Ich hatte das auch schon getan und kam dann zum Selben ergebnis wie goldless, der auch erst darauf hin eine Antwort bekam. Was du jetzt daraus machst, ist ganz alleine deine Sache, ich finde es äußerst bezeichnend, wobei ich dieses Verhalten keinesfalls alleine bei den Grünen vorfinde. Das geht mit ALLEN Parteien. Es geht hier um die Art der "Kommunikation" mit dem Wahl-Volk(vieh). Und gerade bei einer Ober-Moralisten-Partei wie den Grünen finde ich dieses Verhalten besonders verwerflich.

War das jetzt zu verstehen?
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farniente
29.01.04 15:13:24
Beitrag Nr. 252
# 223 rv

Na also das hätte ich nicht gedacht daß von Dir mal ein so flaches Posting kommt.
:confused:

Der Ausgangspunkt war doch, daß auf keine E-Mail, in dem man um eine vernünftige Stellungnahme zum angesprochenen Problem gebeten hat, auch nur der Eingang bestätigt worden wäre.

Man mußte sich ja schon Sorgen machen....
daß irgendetwas kaputt wäre oder so.....
:rolleyes:

also hat man es mal mit dem Angebot einer Spende probiert... und siehe da : Die Totgeglaubten leben doch noch.
:D

Und das gibt Dir nicht zu denken sondern veranlasst Dich ein solch einfach strukturiertes Posting zu verschicken ?
Würdest Du bitte mal Dein Demokratieverständnis mit 3 Sätzen umreissen ??
;)
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rv_2011
29.01.04 16:01:16
Beitrag Nr. 253
@ farniente,

bis zum Ergebnis des ,,Reaktionstests" (#207) fand ich die Geschichte ja noch ok.
Die Aufregung über die Art der Reaktion konnte ich schon nicht ganz nachvollziehen, weil sie (wie du selbst ja auch schreibst) schlechter Brauch in allen Parteien ist.

Als es aber mehr als 10 Nachfolgepostings gab, die diese (ganz normale schlechte Reaktion) ausschlachteten, schlich sich bei mir doch der Verdacht ein, es gehe gar nicht um unseren ,,Freund" Danny sondern und seine Selbstbezichtigungen, sondern darum, den Grünen eins auszuwischen.

Auch das ist ja normal hier, hat aber mit dem ernsten Thema dieses Threads nichts mehr zu tun.
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Eviva
29.01.04 18:07:59
Beitrag Nr. 254
@rv, Du hast das meiner Meinung nach falsch interpretiert.

Es geht nicht darum, jemandem eins auszuwischen,
es geht darum, jemandem, der nicht wenige Fehler machte (Du titelst "ernstes Thema"), einen Spiegel vor das Gesicht zu halten.


@goldless, rechtlich sicher nicht zu beanstanden; ich hingegen unterstütze nicht seinen Wahlkampf, sondern tendiere dazu, dieser Grünen Organisation die Gelegenheit zu geben, einen Kinderladen-Opferentschädigungsfond einzurichten. Das müsste ihnen ihr, mit dann 9 T.€ dotierte EU-Abgeordnete für den kulturellen Austausch, doch Wert sein ? Wir werden den Sachbearbeitern noch etwas zum Denken geben :)


Eviva

:look:
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B.roehl
29.01.04 18:16:22
Beitrag Nr. 255
war nicht der Gag, dass die Grünen die pädophilen Handlungen von Cohn - Bendit auf unterschiedliche Art decken ? War es nicht so, dass sie auf Anfragen zum Thema Cohn - Bendit und Pädophilie nicht antworten, obwohl es nach den diesbezüglichen Selbstbezichtigungen von Cohn - Bendit reichlich Anlass gab ?

War es nicht gleich noch mal die grüne Partei, die alle Schweinereien gleichermaßen locker, wie seriös und offen und selbstkritisch an der Wurzel packt ?

War es nicht das Forum bei den Grünen, dass den Thread über Cohn - Bendit wieder rausgenommen hat - siehe die Diskussion bei Phoenix, die nur deshalb aufgemacht wurde ?


Wenn ich den hier laut gewordenen Gedanken richtig verstanden habe, ist doch mit dem Angebot der Testspende von einem Cent - schade, dass der Pfennig abgeschafft wurde - nichts weiter als ein lustiger Nachweis, dass Emails gierig gelesen werden,also auch die Emails auf die die Grünen unter allen Umständen substanziell hätten eingehen müssen.

Wer regt sich denn hier über den Joke auf, und versteht ihn noch nicht mal ?

Die verkniffenen Lockermänner von der Ökoparte, die es gewohnt sind umgekehrt nicht so harmlose, sondern auch fieseste Kampagnen zu fahren, sind so bekloppt, dass ihnen auf den hier propagierten Spendengedanken nichts eingefallen ist.

Mir scheint, man darf das Thema nicht ganz aus den Augen verlieren. Hat hier ja wohl auch keiner.

Die typische Nummer der kleinen selbsttätigen grünen Helferchen das und dies und jenes sei doch bei allen anderen Parteien auch so, geht ja nun völlig ins Leere, da die Grünen ja nun gerade die Ausnahmepartei kraft eigener Definition sind.

Unabhängig davon: Wenn in irgendeiner Partei ein richtig dicker Hund begraben liegt, ist es ja wohl das blödeste aller denkbaren Argumente den Entlastungsangriff zu fahren, die anderen Parteien hätten ja wohl auch im Zweifel dicke Hunde.

Da sollte man sich von den Unkern erzählen lassen, was sie bei anderen Parteien angreifen wollen. Handelt es sich um sinnvolle Argumente muss man die anderen Fälle von anderen Parteien abarbeiten.

Hier ist aber erstmal das Thema Cohn - Bendit, pädiphile Selbstbezichtigung, Vertuschung der Grünen.

Die Selbstbezichtigung liegt schwarz auf weiss vor, da braucht man über den Sachverhalt nicht mehr diskutieren, sondern kann sofort entscheiden und handeln und das zweite selbständig zu betrachtende Thema, dass die Grünen Cohn -Bendit gegen ihre eigenen moralischen Ansprüche schützen, schonen, verteidigen und überhaupt aufgestellt haben, muss eruiert, durchleuchtet und wie die 68er gesagt hätten, problematisiert und politisiert werden.

Allein um an dieser Stelle Licht in das Dunkel der grünen Partei (und nicht in das Dunkel irgendweldher anderen Parteien zu bringen )war hier die lustige Idee aufgekommen, durch die Spendennummer nachzuweisen, dass die Grünen die Emails lesen und auch noch selektieren.

Da die hier ins Spiel gebrachten 68er nun seit 35 Jahren auf Milliarden von Seiten Papier alles aber auch alles nicht nur kritisiert, sondern für vernichtenswert erklärt haben, alles, was Jahrtausende vor ihnen bestand und neuerdings auch alles herabwürdigen, was ihre Kinder, Enkel und Urenkel tun und unterlassen, mutet es nun wirklich etwas komisch an, wenn hier ein einziges Mal, historisch betrachtet, in einer Dosis, die nicht einmal messbar ist, die 68er, sprich auch die Grünen, auf eigene nachweisbare Fehler hingewiesen werden, dass dieser Hinweis gleich dazu führt, dass mit Gift und Galle und Moralapostelei wieder die alten Verteidigungswälle hochgezogen werden.

Also warum nicht dort, wo es um Cohn - Bendit geht, auch die Grünen insgesamt mit betrachten. Da Cohn - Bendit eine grüne Institution ist und Politik vor allem auch Person bedeutet, lässt sich in so einem Thema grün, Cohn - bendit und Pädophilie ohnehin nciht trennen. Jede Trennung wäre artifiziell und würde dem Thema nicht gerecht.

Im Übrigen muss daran erinnert werden, dass die nordrheinwestphälischen Grünen vor gar nicht so langer Zeit mit der Glückseligkeit der typischen Körnerfresseraugen ernsthaft Pädophilie als gut für die Erwachsenen und gut für die Kinder zu ihrem politischen Programm gemacht haben. Das ist so ungeheuerlich, dass man mir verzeihen möge, dass ich es hier so krass ausdrücke und es ist noch ungeheuerlicher, dass diese grüne Total - Entgleisung aus der Öffentlichkeit getilgt scheint, wie ausradiert.

Viele Grüße

Bettina Röhl
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rv_2011
29.01.04 18:52:28
Beitrag Nr. 256
Frau Röhl,

wollen wir nicht bei den Fakten bleiben?

Niemand hat hier die Testaktion mit dem Spendenangebot kritisiert. Wie kommen Sie darauf?

Niemand hat einen Entlastungsangriff mit den dicken Hunden anderer Parteien gestartet.

Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass jede andere Partei exakt genauso reagiert hätte - und dies wurde auch von niemandem in Frage gestellt.

Die Grünen müssen mit der Vergangenheit ihres Danny fertig werden, die Sie ausgegraben haben. Die Grünen müssen auch mit mit einigen anderen Dingen aus ihrer Vergangenheit fertig werden, unter anderem in früheren Zeiten Forderungen nach Lockerung der Gesetze gegen Kindesmissbrauch - daran erinnere ich mich sehr gut. Dies hat hier aber niemand in Frage gestellt, auch nicht, dass diese Dinge hier diskutiert werden können.

Aber in 10 Postings sich feixend auszumalen, wie sich der Schatzmeister der Grünen wohl über die Cent-Überweisungen ärgert: Sorry, das ist weit unter meinem Niveau und zieht das Thema ins Lächerliche, wo es nicht hingehört.


ps: Ich bin mit den Grünen in keiner Weise verbunden (außer ein oder zwei Mal als Wähler); ich hätte ebenso reagiert, wenn es nicht um einen Grünen gegangen wäre, sondern z.B. um ein FDP-Mitglied.
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Libertus
29.01.04 19:10:05
Beitrag Nr. 257
Aufs hohe Ross setzen sich meistens diejenigen, die nicht reiten können.

FRIEDL BEUTELROCK
deutsche Schriftstellerin
1889 - 1958
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Eviva
29.01.04 19:14:46
Beitrag Nr. 258
@rv, who is perfect may throw the first stone :) und weil das Hauptthema dieser Tage das Management ist, verweise ich auf das "Erfassen" nach der learning by doing - Methode.
Wir haben doch ganz einfach wiedermal erfahren, daß einfache Hinweise nicht ausreichend sind.

Ist @PolyMod noch aktiv ? Wie wäre es mit der Freischaltung von Questorix ?
Es ist Zeit.

Eviva
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goldless
29.01.04 20:33:22
Beitrag Nr. 259
rv,

"Aber in 10 Postings sich feixend auszumalen, wie sich der Schatzmeister der Grünen wohl über die Cent-Überweisungen ärgert:"

Ich weiß nicht wie du zählst, aber ich finde nur ein Post-
ing, daß eine gewisse Schadenfreude über den Verwaltungs-
aufwand der Centspende ausdrückt. Und das ist meines.

Oder sind die anderen 9 inzwischen gelöscht?

Glücklicherweise gibt es in diesem Thread ein dahingehenden
Konsens, daß es als beispielloser Vorgang empfunden wird,
wenn eine demokratische(?) Partei einen bekennenden, dies
publizierenden und dabei keinerlei Unrechtsempfinden er-
kennenlassenden Typ auf den ersten männlichen Platz ihrer
Kandidatenliste setzt.

Würde das eine andere Partei wagen ginge ein Aufschrei
durch die ultralinken Gutmenschen, die sich heute Grüne
nennen. Stattdessen wird versucht, die Situation durch
Kopfeinziehen und Schnauzehalten zu retten. Diskussionen
werden verunmöglicht indem man sie einfach nicht führt und,
so man kann, abwürgt.

Da kann man als Normaluser, der nur begrenzte Möglichkei-
ten hat, natürlich sagen:"Schade, kann man nichts machen."

Oder man nutzt die wenigen Möglichkeiten die man hat und
spendet einen Cent. Mit entsprechendem Hinweis. Glaube
mir, es wird verstanden. Und je mehr "Spenden" eingehen,
umso mehr wird man verstehen, daß es Leute gibt, die DCB`s
Heldentaten weder gutheißen noch entschuldigen. Und für die
sein heutiges Verhalt in dieser Sache ihn als das entlarvt
was er eigentlich ist. Ein Feigling mit großer Klappe.

Weßhalb ich die Centaktion auch weder als niveaulos noch
als lächerlich empfinde. Natürlich wird sie DCB nicht von
seinem Sockel stoßen. Es sind Nadelstiche. Aber man wird
sie registrieren.

Ich freue mich aber zu lesen, daß dein Niveau in ganz anderen
Sphären angesiedelt ist. Solche Leute brauchen wir. Freue
mich daher auf deine niveauvollen Alternativvorschlage, die
ich sicher mit Begeisterung aufgreifen werde.
Avatar
PolyMod [Mod]
29.01.04 21:08:15
Beitrag Nr. 260
@ eviva

questorix wurde gesperrt wegen der gleichzeitigen Verwendung einer Vielzahl verschiedener IDs. Was hat dies mit diesem Thread zu tun?
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goldless
29.01.04 23:07:01
Beitrag Nr. 261
Ach übrigens,

es gab da mal eine Partei, die hatte eigentlich einen ganz
anderen Namen. Aber weil sie einen charismatischen Anführer
hatte, der sie gegründet hat, die Richtung bestimmte und
nicht zu unterschätzende Anerkennung fand, wurde die Partei
eigentlich nur nach ihm benannt.

Es war die Schill-Partei. Ein ehrlicher Name. Unter dem sie
auch im Internet aufgetreten ist.

Besäßen die Grünen die gleiche Ehrlichkeit, müßten sie
sich Fischer-Partei nennen. Denn völlig unabhängig davon wovon
irgendwelche parteibuchbesitzenden Jutepulloverträger so
träumen,
was passiert bestimmt nur einer. Fischer!

Und der kennt den Cohn-Bandit nicht nur, die haben auch
mal zusammen gewohnt. Die dürften dick befreundet sein.
Ob sie Leichen im Keller haben weiß ich natürlich nicht.
Aber Fischer läßt DCB niemals fallen.

Das ist für mich jedenfalls die einzige Erklärung dafür,
daß eine Partei einen geständigen Kriminellen auf den
Spitzenplatz einer Kandidatenliste setzt. In keiner anderen
Partei wäre das auch nur ein Gedanke wert.
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flitztass
29.01.04 23:07:42
Beitrag Nr. 262
Ich muss hier auch mal einen Kommentar loswerden:

Dieser Thread könnte sich zu einem absoluten Highlight bei w : o entwickeln! Ich finde es klasse, dass Bettina Röhl hier mittlerweile höchstpersönlich hier mitdiskutiert, der es zu verdanken ist, dass dieses Thema überhaupt in den Medien diskutiert wurde, wenn auch hauptsächlich in Frankreich und Grossbritannien, während die deutschen Medien das grösstenteils totgeschwiegen haben.
Ich habe durch diese Geschichte einiges über die deutsche Medienlandschaft gelernt, was ich vorher schon ahnte, aber für mich dadurch doch noch um einiges klarer wurde.

Ich hoffe, dass dieser Thread auf hohem Niveau bleibt und sachlich geführt wird, damit es nie einen Grund gibt, ihn zu sperren. Ich kann nur jedem hier raten, sich nicht provozieren zu lassen, insbesondere nicht von Usern die rv-mod oder so ähnlich heissen. ;)
Avatar
goldless
30.01.04 00:01:22
Beitrag Nr. 263
zu #232

ersetze bitte in Textzeile 9 "Typ" durch "Pädophilen".
Avatar
Semikolon
30.01.04 01:04:01
Beitrag Nr. 264
@flitztass

ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie du zu der Aussage kommst , dass dieser Thread sich zu einem absoluten Highlight bei Wo entwickeln kann.

Ich erkenne hier nur Parallelen zum Hohmann-Thread und dem auch dort praktizierten seltsamen Gehabe eines Moderators der auch gleichzeitig als user kräftig in hitzigster Weise mitmischte.
Dieser Thematik des doppelspielenden Umgangs von diesem Moderator mit Usern habe ich schon damals einen sachlichen und heiß diskutierten Thread im Feedback gewidmet. s. Thread: WO:Wirtschaft und Politik: Schiedsrichter und Feldspieler zugleich.

Und dass das hier geradeso weitergeht, wirft erneut kein gutes Licht auf dieses Board und die hier erwünschte Diskussionskultur.


Und ich möchte daher jetzt nochmal in aller Form und Höflichkeit den Moderator Polymod ermahmen, sich in diesem Thread aus einer inhaltlichen parteiischen Diskusion als Privat-User herauszuhalten!


Offensichtlich sind auch in diesem Thread schon user gesperrt worden. Ich möchte hier nur auf "makaflo" verweisen, ein langjähriger WO-user, der sich hier wohl für den Geschmack eines "unparteiischen" Moderators zu sehr engagierte.

Desweiteren, flitztass, ist mir, da ich den Thread nicht ganz verfolgte, entgangen, welche löbliche Rolle Frau Röhl, wie du sagst im Aufdecken dieser unsäglichen Affäre um einen pädophilen Grünen-Spitzen-Politiker spielte. # 1 erwähnte hier ja besonders Herrn Minister a. D. Kinkel, der sich um dieses Thema bemühte. Könntest du mir hier noch einmal auf die Sprünge helfen?

Desweiteren würde mich interessieren, wo man das betreffende Buch, aus welchem ja die Passagen stammen, käuflich erwerben kann, oder ob diese Passagen zwischenzeitlich gelöscht wurden.

;
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Eviva
30.01.04 01:22:06
Beitrag Nr. 265
Hallo @flitztass, ... Bettina möge mir bitte verzeihen, aber das wusste ich bis vor kurzem gar nicht. Und wir müssen uns tatsächlich ehrlich fragen, warum im europäischen Ausland darüber diskutiert wurde und hier nicht. Ich kam auf sie/Sie durch J. Fischer, den Thread von Fuller81 Thread: , dem WO-seeligen Sep und noch einem anderen User hier, der mir gerade nicht mehr einfällt. Tja, und mit ein paar Clicks durch das Internet entdeckte ich dieses Thema um DCB, was mich ehrlich gesagt sehr erschrocken hat (!)
In dem Politikforum waren Textpassagen des o.a. Werkes von DCB aufgeführt.

@PolyMod, er fehlte hier als Teilnehmer.

@goldless, es ist pädokriminell.
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Eviva
30.01.04 01:36:21
Beitrag Nr. 266
@Semikolon,

www.spekulantenclub.de/Basar/Teil1.JPG bis Teil5 eingeben. Sofern es noch online verfügbar ist. Jemand der Teilnehmer hier hatte den Link einmal gefunden und gepostet.
Avatar
goldless
30.01.04 01:38:20
Beitrag Nr. 267
;,

jetzt halte den Ball mal flach.

Zu deiner ersten Frage, Bettina hat den von uns so geliebten
DCB schon seit Jahren im Auge. Und bestimmt Informationen
gewonnen, die uns die Auge tränen lassen. Natürlich ist
ihre Teilnahme an diesem Thread ein Gewinn.

Ansonsten ist es doch grotesk, dem Mod PolyMod eine per-
sönliche Meinung abzusprechen. Bzw. zu erwarten, daß er
diese nicht äussert.

Ich habe übrigens noch nicht feststellen können, daß User
wegen Äusserungen in diesem Thread gesperrt wurden.

Das Buch ist übrigens nicht mehr im Handel. Libertus hat es
trotzdem besorgen können und die entsprechenden Seiten ins
Netz gestellt. In diesen Thread. Aber das musst du selber
suchen.
Avatar
Eviva
30.01.04 01:41:35
Beitrag Nr. 268
N`acht, goldless, ich hatte den link noch im Explorer ... ;)
Avatar
goldless
30.01.04 01:43:13
Beitrag Nr. 269
#238

eviva,

hmmm, ja scheint mir treffend zu sein.

Habe das Wort bisher nur noch nicht benutzt.
Avatar
goldless
30.01.04 01:44:57
Beitrag Nr. 270
#241 eviva,

sleep well.
Avatar
Eviva
30.01.04 02:01:52
Beitrag Nr. 271
goldless, ich sah mal eine Sendung v. Johannes B. Kerner (ist in seinen Talk-Sendungen wirklich gut) er hatte Kindesmißbrauch als Thema. Gäste waren eine Betroffene, deren Helfer ..., die Familienministerin aus Nürnberg, und auch der Lebensgefährte (ist bekannt, Name weiß ich aber nicht) der Schauspielerin Ann Katrin Kramer, doch beide setzen sich sehr für eine Hilfsorganisation ein, den Begriff pädokriminell habe ich von ihm übernommen.


Danke. Du auch.
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Semikolon
30.01.04 02:32:16
Beitrag Nr. 272
@eviva
Vielen Dank für den Link,
man muss ihn in den Explorer eingeben, direkt anklicken klappt nicht. Aber es war natürlich auch leicht, daraufhin die anderen folgenden Seiten dadurch ebebfalls zu bekommen. Somit kam ich ans Ziel.

@goldless #240
Danke auch für die Infos.

Ich bin kein so geübter Ballspieler, wie du siehst. Wohl fehlt mir dazu auch deinen besonderen spielerischen Erfahrungen und Läuterungen um aus polymodalen Sperren zu entkommen.
Aber wenn, dann spiele auch nur in Ballspielen mit, wo Schiedsrichter nicht gleichzeitg als Feldspieler auftreten.

Meine Meinung zu diesem Gehabe, sich als User in Diskussionen zu verstricken und gleichzeitig die Moderatoren-Keule zu schwingen, habe ich nun genug ausgebreitet. Siehe meinen angegebenen Thread im vorigen Beitrag 237.
Wenn dich so etwas nicht stört, ist dies deine Sache. Mich und viele andere an einer fairen Diskussion interessierten User stört dies erheblich. Heute wie damals und wohl auch morgen noch.
Sperrungen gab es hier, auch wenn du sie offensichtlich nicht bemerkt hast, s. makaflo.

Aber noch einmal abschließend zu dieser Sache, weil man es ja offensichtlich hier tausendmal wiederholen muss:

Ich spreche keinem Moderator das Recht ab, seine persönliche Meinung zu haben. Aber er soll sich in kontroversen Diskussion dann halt entscheiden, ob er einen Thread als Moderator führt, Streit schlichtet und versucht ausufernde Beiträge einzudämmen etc. oder ob er als privater User mit privater parteiischer Meinung kortrovers zu anderen mitpostet und dort von mir aus versucht wie rv hier, Threads in andere Themengebiete (katholische Kirche) zu lenken. Aber nicht beides gleichzeitig, wie hier.

;
Avatar
flitztass
30.01.04 11:41:49
Beitrag Nr. 273
@semikolon: Du scheinst mein Posting ein wenig missverstanden zu haben. Ich bin der Meinung, dass dieser Thread zu einem Highlight werden könnte, weil hier Bettina Röhl persönlich aufgetaucht ist.
Und ich bin der Meinung, dass manche unbedarfte User hier aufpassen sollten, dass sie sich nicht provozieren lassen. Bis jetzt funktioniert das ja alles sehr gut. Da ich schon länger hier im Board zu vielen Themen mitdiskutiere, wollte ich nur präventiv warnen.
Ich glaube wir sind uns weitestgehend einig.

Was die Rolle von Bettina Röhl angeht, kann man einfach mal bei google nach Röhl und Cohn-Bendit suchen. Du wirst eine ganze Menge finden, insbesondere auf französisch.

Ich gebe hier mal ein paar Kostproben, was linke deutsche Medien zu dem Thema schrieben:

Die spinnen, die Gallier

Die französische 68er-Debatte beschäftigt sich nicht mit Steinwürfen und Militanz, sondern mit Sex und Moral. Daniel Cohn-Bendit soll am Sittenverfall schuld sein. von bernhard schmid

Auch Frankreich hat seine 68er-Debatte. Sie wurde ebenfalls von Bettina Röhl angestoßen, und genau wie in Deutschland streitet man eigentlich gar nicht über 1968, sondern über die Siebziger. Das sind aber auch schon alle Gemeinsamkeiten.

....

http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2001/13/3…


Oder mal noch ein Beispiel aus der von vielen hier geschätzten Telepolis-Seite von Heise, wo Cohn-Bendit auf peinlichste Weise verteidigt wird, und versucht wird, Bettina Röhl fertig zu machen.


Jetzt auch Vorwürfe gegen Daniel Cohn-Bendit

Ernst Corinth 30.01.2001

Bettina Röhl krampft weiter...

Langsam wird Bettina Röhl zu einer fast tragisch anmutenden Figur. Nach ihren Angriffen gegen Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sie sich nun als nächsten Gegner den grünen EU-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit ausgeguckt. Und erneut greift sie dabei zu "Belastungsmaterial" aus den 70er Jahren. Damals, schreibt die Tochter Ulrike Meinhofs und des Publizisten Klaus Rainer Röhl auf ihrer Netzseite habe Cohn-Bendit in einem Frankfurter antiautoritärem Kindergarten gearbeitet und in dem Polit-Magazin "das da" öffentlich zugegeben, dort mit Kindern "Sex-Spiele" veranstaltet zu haben.


Zitat: "Das Danni bekennt, sich von fünfjährigen Mädchen an dem, was sich bei ihm hinter seinem Hosenlatz befand, streicheln gelassen zu haben und auch die Revanche, aber nur wenn`s unbedingt nötig tat, nicht schuldig geblieben zu sein."

Mit "das Danni" ist natürlich Cohn-Bendit gemeint, der, schreibt sie, eben so klein sei, dass er gerade mal bis zu Helmut Kohls Hosenlatz reiche.

Nun, mit Hosenlätzen hat Röhl augenscheinlich ein Problem. Und so fordert sie nun wegen dieser Hosenlatz-Affäre, dass der Betroffene sein EU-Mandat zurückgeben und am besten in Zukunft den Mund halten solle.

Dabei übersieht sie beflissentlich und vermutlich sogar wissentlich, dass gerade im antiautoritärem Milieu der 70er-Jahre versucht wurde, Sexualität offen auch vor Kindern und sogar mit Kindern zu leben, dass also das Verhalten Cohn-Bendits damals keine Ausnahme war und auch keinen weiter groß erregte.

Über diese oft verkrampften Versuche und die dahinter steckende Theorie (nicht nur der Wilhelm Reichs) kann man aus heutiger Sicht trefflich streiten, aber daraus den Vorwurf der Pädophilie zu konstruieren, ist absurd und albern zugleich sowie Zeichen einer Geschichtsblindheit ohne gleichen. Und dass für das "Belastungsmaterial" damals auch noch ihr Vater Klaus Rainer Röhl verantwortlich zeichnet, der Mitherausgeber des Magazins "das da" war, lässt schon fast den Verdacht aufkommen, dass es bei Röhls Kampf eigentlich um den Hosenlatz ihres Vaters geht. Das wäre dann richtig tragisch...

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/4794/1.html

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was die da als Rechtfertigung von Cohn-Bendit schreiben, und wie die da versuchen, daraus ein Problem von Bettina Röhl mit ihrem Vater zu stricken! Ich finde das skandalös. Nur ein Beispiel: Da steht doch tatsächlich

Dabei übersieht sie beflissentlich und vermutlich sogar wissentlich, dass gerade im antiautoritärem Milieu der 70er-Jahre versucht wurde, Sexualität offen auch vor Kindern und sogar mit Kindern zu leben, dass also das Verhalten Cohn-Bendits damals keine Ausnahme war und auch keinen weiter groß erregte.

Um sich mal klarzumachen, in welcher Weise hier gerechtfertigt wird, muss man sich mal vorstellen, sowas würde jemand bei einem konservativen Politiker schreiben, bei dem man eine Leiche im Keller findet.
Man stelle sich beispielsweise mal vor, es würde von einem CDU-Spitzenpolitiker herausgefunden, dass er in Nazi-verbrechen verwickelt war, und es würde das jemand rechtfertigen mit den Worten

Dabei übersieht ... beflissentlich und vermutlich sogar wissentlich, dass ..., dass also das Verhalten von ... damals keine Ausnahme war und auch keinen weiter groß erregte. :rolleyes:
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PolyMod [Mod]
30.01.04 12:21:57
Beitrag Nr. 274
Da ein user daran Anstoß nimmt, dass ich diesen Thread moderiere und gleichzeitig als user an der Diskussion teilnehme, habe ich meine Kollegen gebeten, die Moderation dieses Threads zu übernehmen.

PolyMod.
Avatar
goldless
30.01.04 12:22:47
Beitrag Nr. 275
#246 flitztass,


man kann nur staunen. Was mag in einem Journalisten vorgehen,
der allen Ernstes hergeht, eine zu Recht mit Freiheits-
strafe bedrohte Straftat bagatellisiert und statt dessen
plumpe, grob beleidigende Überlegungen zu der Person, die
dies aus gutem Grunde anprangert anstellt.

Diesen Mut zur Selbstentblödung muß man erst mal haben.

Aber wahrscheinlich geschieht sowas aus der tiefen Über-
zeugung heraus, daß Selberdenken in diesem Land an Selten-
heitswert gewinnt und das geschriebene und publizierte
Wort erhebliches Gewicht hat.
Avatar
farniente
30.01.04 12:37:52
Beitrag Nr. 276
Goldless

Da muß ich mich nicht fragen was in einem Journalisten vorgeht. Journalismus ist ohnehin Meinung gegen Geld, also schreibende Prostitution.

Ich muß nur hier lesen warum der "Thread nicht so sehr gefällt". .......man möchte ja nur den Grünen eins auswischen.....
Diese Argumentation mit der "Motivation aus niedrigen Beweggründen" ist das beliebteste Totschlagargument das es gibt. Damit wird nicht nur der Kritiker in Frage gestellt sondern gleichzeitig dem Kritisierten ein kleiner Märtyrerstatus aufgebaut.
Im Grunde eben halt richtiges Seilschaftverhalten, man hängt zusammen auf Teufel komm raus, Objektivität, Argumente oder Nachdenken: Unerwünscht.
Avatar
Semikolon
30.01.04 13:23:01
Beitrag Nr. 277
Danke flitztass für dein ausführliches Statement.

Jetzt wird mir deine Sicht klarer. Und ich hoffe, Frau Röhl verzeiht mir, dass ich mangels vorheriger Beschäftigung mit dem Thema sie nicht richtg einordnen konnte. Auch ist von unserem Provinz-Käseblatt, auf das ich bei meinen täglichen Informationsfindung angewiesen bin, ja auch kaum zu erwarten, dass sie sich mit solchen Themen beschäftigt, von welchen zwielichtigen Typen wir Eltern von Kindergartenkindern in den Parlamenten vertreten werden, wenn es nicht einmal die großen Medien bringen.

Auch freut mich, dass mein Appell WO-seitig erhört wurde, und der Feldspieler endlich seine Schiedsrichter-Uniform auszog, oder zumindest ankündigte es zu tun. Ich hoffe er behält auch im Hintergrund seine Trillerpfeife in der Hosentasche.

Zum Thema Pressedarstellung bzw. Nichtdarstellung. Nachdem ich durch deinen beitrag angeregt mal ein bisschen geschut habe, konnte ich deine Ansicht bestätigt finden. Es ist schon verwunderlich, dass Hohmann wegen ein paar dummen Äußerungen in einem Provinzhalle vor ein paar Dutzend Leuten mehrere Wochen später öffentlich geschlachtet wird, und ein im Ausland geschasster Grünen-Politiker sich nicht einmal zu eindeutigen pädophilen Buch-Veröffentlichungen äußern bzw. distanzieren muss.

Hier fand ich noch einen weiteren Beitrag, der in dieser Richtung eindeutig zeigt, wie einseitig, unsere Mediendarstellung ist, noch nicht einmal die Mühe einer Antwort erhält die interessierte Öffentlichkeit von unseren Medien-Manipulatoren.

http://www.phoenix.de/forum/read.php?f=11&i=18427&t=16779


Viele Grüße

;
Avatar
mausschubser
30.01.04 13:25:45
Beitrag Nr. 278
Questorix machte mich auf einen interessanten Link zu diesem Thema bei Phoenix Online aufmerksam:

Autor: ina ritter (---.dip0.t-ipconnect.de)
Datum: 28-01-04 11:58


Dieser Brief ging an dem Tag der Sendung per email an Frau Christiansen.
In cc. an die FAZ, Süddeutsche, Berlinonline, Spiegel, Heute und auch an Phoenix!

Reaktion? Null! Wie -leider- nicht anders zu erwarten!



Gruss
Ina




Sehr geehrte Frau Christiansen,

mit Erstaunen nehme ich Ihre Sendungsplanung zur Kenntnis.

Vor sehr kurzer Zeit übten Sie sich als Rehabilitations-Fachkraft im Falle Friedman. Als wäre nichts geschehen, als hätte es keine Kokain-Affäre gegeben, als wäre nicht offensichtlich, dass er ein Hehler für Menschenhändler sei. Friedmann konnte – wie immer – den Ganzkörper-Zeigefinger geben und uns alle darüber belehren, wie moralisch verkommen doch wir und unsere Parteien sind. So ganz nebenbei erfolgte ein halbherziges „Schulligung“ – um sofort und gleichzeitig das Grundrecht auf zweite Chancen anzumahnen.

Jetzt kommt also die nächste gebührenfinanzierte Rehabilitationsmaßnahme: Cohn-Bendit. Der Herr hat in seinem Buch „Der große Basar“ ein Geständnis abgelegt, das in meinem Rechtsverständnis in die Kategorie „sexueller Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen“ gehört.

Mit Staunen schaue ich auf das Thema Ihrer Sendung, die Bildung. Ist Cohn-Bendit als Experte für sexuelle Früherziehung eingeladen? Oder bekommt er – wie es inzwischen wohl zeitgeistgeschuldet auch in Ihrer Sendung gern stattfindet, schon vorab seine zweite Chance?

Es ist eine bitterböse Ironie. Die Zuschauer, die Sie in möglichst großer Anzahl quotentreibend für Ihre Sendung haben wollen, bezahlen Gebühren dafür, dass ihnen vorgeführt wird, dass einige gleicher sind. Gleichzeitig muss sich der zuschauende Gebührenzahler aber auch noch mitteilen lassen, dass das mit dem „Vor dem Gesetz sind alle gleich“ offenbar nur für ihn, als gebührenzahlenden Zuschauer, gilt, nicht aber für die, die Sie sich zu offentlichen Moralverkündungs-Sendungen einladen.

Sehr geehrte Frau Christiansen, wie wollen Sie diesen Widerspruch auflösen? Wollen Sie wieder Ihrer Aufgabe als Journalistin auf der Suche nach der Wahrheit nachkommen oder müssen sich die Zuschauer auf Rehabilitations- und Relativierungs-Vorstellungen krimineller Mitmenschen, insbesondere den prominenten unter diesen, einrichten?

Wie wäre es mit Krenz zum Thema „Hübsch gestaltete Gartenzäune und Mäuerchen“? Oder mit Wolf zum Thema „Die Stasi war eigentlich nur ein Sportverein“?


Irgendwie scheint das Ende des Briefes zu fehlen, ich stelle noch mal den Link rein, vielleicht findet ihr die Fortsetzung:

http://www.phoenix.de/forum/read.php?f=11&i=18427&t=16779
Avatar
farniente
30.01.04 13:48:28
Beitrag Nr. 279
#251 mausschubser

Das ärgerliche an der dieser Spielart der Bussigesellschaft und ihrem inneren Zirkel ist ja nicht daß da mal ein Fehler gemacht wird, oder daß man eine andere Meinung hat, und die Meinungsmacht des Medienjournalisten schamlos ausnutzt,

das eigentliche Ärgernis ist

daß diese Leute weder die Berufsehre haben auf andere Meinungen einzugehen, noch den menschlichen Anstand andere Meinungen zu respektieren und es schon garnicht schaffen die Arroganz des viel zu hohen Roßes zu verlassen und sich auf einen Diskurs einzulassen der sie selbst und ihresgleichen in Frage stellen könnte.

Daß zu diesem journalistischen Neandertalerverhalten (wer die Keule hat, hat das Sagen) auch die entsprechende Führungsebene gehört, und offensichtlich auch vorhanden ist, und zwar im Falle Christiansen Gebührenfinanziert, macht die Sache nicht besser sondern erst richtig zum Skandal.
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ina007
31.01.04 10:02:27
Beitrag Nr. 280
Hallo,
mit diesem Beitrag hat es Frau Röhl auf den Punkt gebracht!
Gruss
Ina



Trau keinem 68er !

Von Bettina Röhl



In den Medien werden zur Zeit schwarz – grüne Phantasien als Weg zum Glück beschrien. Locken die Grünen die Konservativen in ihr eigenes Waterloo ?

von Bettina Röhl



Die jüngste Legende, die 68 derzeit der Gesellschaft dekretiert, heißt: 68 ist tot. Die 68er seien bereits aus demographischen Gründen eine aussterbende Spezies.

Die 68er achten strikt darauf, dass es ausschließlich ihresgleichen sind, die sich „kritisch“ mit 68 auseinandersetzen ( dürfen). Wer nicht 68er ist und das Maul aufmacht, ist dümmlich, redet über Dinge, von denen er nichts versteht, ist ewig gestrig oder gar rechts ( radikal).

Dieser Meinungsterror ist gesellschaftlicher Konsens, Konsens der öffentlichen oder zumindest der veröffentlichten Meinung. Ein bisschen angereichert mit ein paar so genannten konservativen Stimmen.

Tatsächlich ist 68 die Messlatte der politischen Korrektheit. Das ideenlose bürgerliche Lager wehrt sich allenfalls durch Passivität, durch ein paar Luftblasen und apportiert permanent die eigene Existenzberechtigung und überhaupt, man sei gar nicht soo schlimm und hätte ja auch sehr viel gelernt.

Der durchschnittliche 68er ist zwischen 50 und 70 Jahre alt, also in einem Alter, in dem typischerweise die Machtpositionen besetzt werden. Die Generation zwischen 40 und 50 teilt sich in 2/3 stramme Nachwuchs – 68er und ein knappes Drittel inzwischen eingeknickter Yuppies. Wie da die Legende des demographischen Endes der 68er überhaupt Platz greifen konnte, bleibt unverständlich. 68 hat sich längst verselbständigt und ist Generationen- unabhängig die herrschende Denk – und Indoktrinationswelt geworden.

Ein paar Girlies und ein paar halbstarke Superstars und ein paar smarte ober - und altkluge Medienmenschen ändern an dem Gesagten wohl kaum etwas. Auch ein paar Jungkonservative stehen auf verlorenem Posten, woran auch nicht erreichte 18 % der Wählerstimmen oder selbst auch mal eine gewonnene Wahl nichts ändern. Die Apparatmacht in Staat, Mediengesellschaft und Gesellschaft, Kunst und Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre bleibt in der Hand der 68er. Die lange Resistenz der Wirtschaft und der Gewerkschaften, die aus unterschiedlichen Traditionen 68 ablehnten, ist längst Vergangenheit.

Die verkrampften und spaßunfähigen 68er haben in ihrem wissenschaftlich – atheistischen Sozialismus ihre eigenen Götter Marx und Freud ( Jung und Reich, Lenin, Mao und Che Guevara ) personenkultig götzenhaft angebetet. Es war ein Leichtes für sie mit ihrem eigenen Sektenkult in Gestalt ihrer geistig überlegenen Süffisanz und mit ihrem selbst empfundenen Anspruch der Weltbelehrung und geistigen Welterneuerung, der größenwahnsinnige Züge trägt, alle Anfeindungen und Herausforderungen seit 35 Jahren bis heute mühelos zu kontern und zu überdauern.

Die Ende der Achtziger zum Massenphänomen gewordene Esoterik haben die 68er quasi anschließend an ihre alte Drogen - und ein wenig Baghwan - Erfahrung schnell geentert und ihrem System längst einverleibt.

Die Esoterik ist eines der Einfallstore der 68er in das Managerwesen der Wirtschaft geworden, wo Placebo und Autohypnose, selbstverständlich an knallharten Erfolgszahlen gemessen, Standartgedanken geworden sind. Viele so genannte Leiter von Managerkursen für Top – Leute werden von ergrauten esoterischen 68ern und Nachwuchs – 68er geleitet, die die Power hemmungsloser Durchsetzung und die Konditionierung des Ichs des Individuums angeblich in betriebswirtschaftlichen Nutzen umwandeln helfen.

Die Psychologie ist eins der großen Felder, auf denen die 68er die Macht übernommen haben, weshalb alles wissenschaftlich von Kapazitäten testiert abläuft. Da wird die große Kohle verdient. Von links, von sozial keine Spur. Seitdem 68 in Staat und Medien die Herrschaft übernommen hat, was unter Helmut Kohl sukzessive passierte, spielen die immer zahlreicher werdenden Verlierer keine Rolle mehr. Die schießt man aus dem Sozialsystem raus mit dem eleganten Begriff der Ich –AG. Wie gut, dass 68 immer gleich auch die Kritik mitliefert, die zur eigenen Machtanreicherung gehört, und das Wort „Ich – AG“ schnell zum Unwort des Jahres kürt.

Als ich ein kleines Kind war, lehrte mich meine Mutter Ulrike Meinhof, dass Strauss, Barzel und co. das schlechthin Böse seien. Naiv dachte ich, dann muss ja Willi Brandt das schlechthin Gute sein und war enttäuscht und auch ein bisschen böse, dass ich nach der Wahl von Brandt zum Bundeskanzler 69 zu hören kriegte, dass der Brandt auch nur das kleinere Übel sei, da Brandt – so erklärte sie es mir kindgerecht - die Welt nicht umstürzen, sondern nur revisionistisch reformieren und ansonsten erhalten wolle. Das Ziel sei jedoch die Zerstörung des Staates, damit ich später, wenn der Kommunismus ausgebrochen sei, den sie und ihre 68er – Genossen durchsetzen wollten nur auf den Markt gehen brauchte, um mir meine Kleider ( sie sagte „Hosen“) und alles was ich wollte, kostenlos, soviel ich brauchte, zu holen. Fragen, Zweifel oder gar Kritik meinerseits ließ Ulrike Meinhof gnadenlos nicht zu.

Als ich wenige Jahre später auf dem altehrwürdigen humanistischen Christianeum meiner Erinnerung nach in der fünften Klasse mit einem der wenigen waschechten 68er – Junglehrer ins Diskutieren kam, weil uns dieser Lehrer aufgefordert hatte, zu diskutieren und gegenüber Autoritäten kritisch zu sein, wurde ich eifrig und kritisierte eben diesen Lehrer, weil er die eingeführte so genannte brainstormingartige „Quatsch - Stunde- eigentlich eine der fünf regulären Deutschstunden, die der Lehrer umfunktioniert hatte, zu einer reinen Quatschstunde entgleiten ließ. Der strikte und harsche Bescheid des Lehrers, der doch nun selber die Macht der Autorität gegen alles Böse von oben in Händen hielt, war, dass es so nun nicht ginge, ich müsse schon das Richtige kritisieren. Gemeint war wahrscheinlich der Klassenfeind von oben, der den Lehrer satt und zufrieden stellend alimentierte.

Diese kindlichen Erfahrungen haben an Gültigkeit kaum etwas verloren. Selbst, wenn die 68er, wie jetzt, flächendeckend an der Macht sind, ist es nicht im eigentlichen Sinn die Opposition die opponiert, sondern das moralisch – überlegene Monopol des Gegen –den - Imperialismus - und - die - Reaktion - Seiens, des Gegenseins schlechthin, des Kritischseins, des überhaupt Nachdenkens und Experimentierens haben die moralisch - überlegenen Linken zu ihrem höchst eigenen Ding erhoben.

Das öffentlich verordnete Denkkartell 68 fällt nicht mehr auf, weil es inzwischen über zwei Generationen das Maß der Dinge geworden ist. Normal Null im Koordinatenkreuz der auf diese Weise gerade nicht mehr möglichen geistig – politischen Auseinandersetzung ist 68 geworden.

Der gesamte geistige In – und Output läuft durch den Filter 68 und so ist es verständlich, dass die ersten tüddelig gewordenen 68er auf ihre eigene Geschichte hereinfallen und verkünden: 68 gibt es nicht mehr, weil das, was schlicht real existiert, natürlich in der Tat nur schwer wahrgenommen werden kann.

Die konservativen Politiker beklagten jüngst, dass sie keine adäquate Repräsentanz in der Kunstszene haben und unterstellen dabei, dass es eine freie Kunstszene gibt, die sich frei mehrheitlich für links entschieden hätte.

Seitdem links unsozial heißt, aber dafür an der Macht ist und die sozial Schwächeren mit der alten Soziallegende alle vier Jahre einmal turnusmäßig an die linke Wahlurne gescheucht werden. machst Du als Künstler Kohle, wenn Du links bist. Insofern fällt die Entscheidung links zu sein, weder ganz freiwillig, noch ist sie völlig unverständlich.

Links hat zwar eine erdrückende Kastration der Meinungsfreiheit mit sich gebracht, die linken Künstler schreien aber nach wie vor: Mehr Demokratie wagen, mehr soziale Gerechtigkeit und schlicht und ergreifend mehr verruchte, gemäßigte Revolution. Auch nach wie vor hat links okkupiert: mehr Emanzipation, mehr Freude, mehr Spass und einfach mehr Sex. Apropo Sex; die 68er, die größten Sex- Stümper mit ihren Erektions -Turn- und Psychoübungen und ihren Orgasmusproblematisierungen haben das Kunststück vollbracht, dass sie das Image der sexuellen Revolution voll und ganz für sich beanspruchen. Welcher kleine bürgerliche Spießer erblasst da nicht vor Neid und ordnet sich da nicht auch gleich noch politisch unter.

Du sollst Dich revolutionieren ! Was das genau heißt, weiß niemand. Aber schon mal Mitglied in der Sekte 68 zu werden und das ABC auswendig zu lernen, kann nicht schaden. Sei subversiv, kämpfe an Deinem kleinen Platz, demonstriere, geh in die Gesellschaft und belehre und bekehre Dein Umfeld....

Die Demonstrationskultur hat zwar seit 98 an Schwung verloren, aber es ist doch erstaunlich, wie intensiv heute von oben organisiert noch gegen einen fiktiven revisionistischen Gegner, der überhaupt nicht mehr benannt werden kann, in einem Staate, in dem 68 die Macht selber an sich gerissen hat, demonstriert wird. Mutig bringen Künstler dem Kanzler Schröder im eigenen Hause Protestnoten, um die bösen Teile der Gesellschaft zu überwinden und um ihn Weltpolitik zu lehren, die er selber längst verstanden hat.

Der Kunst immanent ist das Argument des Experiments, die Suche nach Neuem, der Attacke auf das Bestehende, auf das nun in Wahrheit links gewordene Establishment und insofern ist es eine fatale Verwechslung, wenn in der aktuellen Situation die Kunst diese positiven Kräfte in Erfüllung alter, linker obrigkeitskontrollierender Ideen auf sich selber hereinfällt und die meisten und wertvollsten positiven revolutionären Kräfte einäugig und total reduziert und damit langweilig in den vorgegebenen linken Kanal verpuffern lassen. Diese Art von so genannter politischer Protest und Unkunst von regierungsamtlichen Kunstbeamten erinnert doch stark an die Kunst im Kommunismus.

Eben noch kämpfte Bohlen mit der Schwerkraft des kleinen Dieter und nun wird er im bereits wieder verpufften Konzert einer bürgerlichen „Revolution“ in den Feuilletons zu einer konservativen Künstlermedienblase gierig verwertet, der einzigen, der man habhaft werden konnte.

Ein wenig attraktiver Steuersong, der nicht einmal besonders kanzlerkritisch ist, und auch die Interpretation offen lässt, dass der selbe Song auch gegen einen Kanzler Stoiber gesungen worden wäre, der sich immerhin mit derselben wirtschaftlichen und finanziellen Situation hätte auseinandersetzen müssen, ist morgen wieder vergessen, weil er weder formal Kunst war noch inhaltlich etwas bot. Es ist aber erschütternd wie eine wahrscheinlich überwältigende bürgerliche Mehrheit im Lande der Dichter und Denker einem solchen Steuersong mit der Hoffnung hinterherläuft, dass nun endlich einmal links abgewatscht wird und dass man nun endlich einmal von den gestrengen 68ern anerkannt wird, dass man auch furchtbar witzig sein kann. Der angekündigte „Es wird alles wieder gut – Song“ macht die Nullnummer, der die Konservativen gierig hinter her gelaufen sind, in besonders drastischer Weise deutlich.

Wenn Konservativismus nichts anderes mehr bedeutet als ein bisschen auf Big Brother – Container zu machen, ein bisschen dem Superstar – Mediengau zu applaudieren, und ein bisschen Spass und Nonsense auf die Beine stellen und immer Obacht zu geben, dass es nicht politisch wird, dann beweist dies, wie durchgängig der Sieg von 68 ist.

Die besondere deutsche Ausprägung von 68 - auch die 68er können nicht davon lassen, das deutsche Wesen besonders gründlich und besonders teutonisch für überlegen zu erklären, obwohl sie dieses Sprüchlein gern den Konservativen um die Ohren hauen – lag in der jüngeren deutschen Geschichte, die in der Tat eine unideologische, gesellschaftliche Erneuerung erforderlich gemacht hätte. Ironischerweise ist festzuhalten, dass 68 und der ambivalente Anti- Amerikanismus aus Amerika importiert wurden und nicht originär deutschen Ursprungs sind, weshalb die nachträgliche Legende, dass 68 aus einem mutigen Kampf deutscher Studenten und Intellektueller gegen Adolf Hitler dreißig Jahre nach Hitlers Tod entstanden sei, eine plumpe Geschichtsklitterung ist.

68 war eine hysterische Hasskampagne gewürzt mit den Errungenschaften der sechziger Jahre, Pille, Pop und pralles Taschengeld. Hinzu kam unterschätzte Assistenz aus Ostberlin, eine unterschätzte Assistenz aus dem Bereich der verbotenen West – KPD, der Einfluss der Dritte – Welt – Krieg – Phantastereien von Mao Tse Tungs in Vietnam und in der chinesischen Kulturrevolution, die die 68er – Führer fanatisch predigten und eine unterschätzte Assistenz aus dem Bereich der enorm großen, links beherrschten Vermögen in Gestalt eigener Unternehmen, eigener Verlage, eigener Zeitungen oder auch der mehrheitlich links beherrschten öffentlich geförderten Projekte, Stiftungen und der Mehrzahl der öffentlich – rechtlichen Banken oder quasi öffentlich – rechtlichen Bankinstitute. Heute sagen die 68er - Veteranen, man kann sich das nicht mehr vorstellen, wie schlimm damals in den Siebzigern alles noch war. Damals sei jede Gewalt gegen diesen imperialistischen, revanchistischen Willi Brand – und Helmut Schmidt – SPD - Staat gerechtfertigt gewesen. Dass dies im besten Fall Quatsch, im verwerflichsten Fall bösartige Legendenverbreitung war, beweisen die nämlichen 68er, die heute unter dem Deckmantel von Terrorismus und kritischen Staatsfinanzen den Rechts – und Sozialstaat an allen Ecken und Enden kastrieren und meilenweit zurück schrauben.

Kohle spielte im linken Lager nie eine Rolle. Über Geld sprach man nicht. Geld hatte man. Die Linken haben uns gelehrt, Geld sei Macht. Recht haben sie. Herrschaftswissen sei Macht. Rechts haben die Linken. Das Arbeitsrecht, dass die Linken in einer Weise einschränken, wie es sich eine konservative Regierung nicht mal hätte ausdenken können, galt vor allem als 68 noch nicht an der Macht war und dann vor allem für die private Wirtschaft. Für die linksdominierten Unternehmen galt das Arbeitsrecht kraft Gesetzes zwar gleichermaßen, da wusste man sich aber vielfältig praktisch zu helfen.

68 hat keineswegs die Themen, die sich objektiv stellen, aber alle Themen, die öffentlich gestellt wurden, beherrscht. Keins der Probleme wurde von 68 gelöst. Lösungen waren auch nicht mal intendiert. Ostpolitik, Schwangerschaftsabbruch, sterbender Wald, Geschwindigkeitsbeschränkung, Dosenpfand, Sozialkundeunterricht statt Mathematik, ein Thema nach dem anderen wurde monopolisiert und für Wahlentscheidungen missbraucht und bevor es um Sachentscheidungen gehen konnte durch ein neues Thema für eine neue Wahl ersetzt. Wenn irgendwas schief ging, war sofort eine hoch dotierte 68er – Psychoassistenz zu Hilfe. Wenn etwas schief geht reklamiert 68 eben, dass man die Sache positiv sehen solle, weil man sie doch „ein Stück weit“ voran gebracht habe.

Die Revolvermentalität der 68er, die ihr krankes Selbstlob und die Fakten verfälschende Darstellung ihrer Geschichte so oft in den Medien, in den Talk – Shows, in den Schulen, Universitäten und in tausenden von Büchern revolvierten bis nicht nur sie selber gläubig an ihren eigenen Lippen hängen, sondern auch der Rest der Gesellschaft vermeiden auf diese Weise sehr stringent der ihnen obliegenden Beweislast für ihre Behauptungen Genüge zu tun.

Konkret bitte schön, meine Damen und Herren 68er. Wo ward Ihr die charakterlich Überlegenen und die die Gesellschaft voranbringenden Geister ?

Das lustigste Beispiel : Die 68er reden soviel über ihre sexuelle Revolution, die die vor ihnen im Trend liegenden Hippies versuchten, dass die Nachgeborenen irgendwie zwischen Schuldgefühl, Selbstzweifel Bewunderung und ganz viel Neid mit großen staunenden Telleraugen auf ihre Eltern schauen, die es so doll getrieben haben, dass diese Nachgeborenen glauben, dass sie ohne die entfesselten Sexualinnovationen ihrer Eltern überhaupt nicht gezeugt worden wären, als ob nicht vor den 68ern vermutlich tausende von Milliarden Menschen gezeugt worden waren und die 68er dagegen kläglich zugeben müssen, dass sie ein Baby – Mangel produziert haben, den sie flugs den Pillenknick nannten. Als ob die arme Pille Schuld daran sei, dass weniger, aber dafür zigfach problematischer, Verzeihung, problematisierter, und mit einer größeren Zahl unterschiedlicher Partner rumgebumst wurde. Statt den Segen der Pille zu nutzen und Liebe zu machen, faselten die 68er damals Tage, Nächte und wochenlang darüber rum, wie Sex zu sein hätte und diskutierten ihre angeblichen Beziehungskisten aus, bis der letzte Tropfen Östrogen und Testosteron und jede Erotik und jeder Sex sie verlassen hatten.

Dass die 68er Ende der siebziger nach Poona in Indien fliegen mussten, um ihren „Kopf los zu lassen“ und ihren Unterleib doch noch auf Touren zu bringen, zeigt in welcher Wohlstandsgesellschaft die 68er von ihren Nazieltern aufgezogen wurden.

Schaut Euch die fahlen, grauen 68er von heute genau an, wie sie auf der Straße unverkennbar in ihrer Selbstimitation ihrer längst vergangenen Studententage herumschleichen, da lobt man sich doch die fidelen Rentner, die auf Mallorca einen los machen.

68 überzog die Republik mit dem Thema Datenschutz und ist kaum an der Macht rigoros dabei unter Ausnutzung der an sich gerissenen geistigen Führerschaft den Überwachungsstaat zu etablieren. Gegen Terroristen kämpfen, ja klar, aber nicht mit Gewalt, aber dafür den Normalbürger der 99,999 % der Bevölkerung ausmacht, immer strikter überwachen – das ist schick, zumal man weiß, dass damit endgültig der Blick auf die Welt, die größer ist, als 68 unterdrückt wird: 68 für immer.

Einst wussten die 68er, die sich zunächst um die Nazivergangenheit Deutschlands weit weniger bemühten als heutzutage, dass sie auch ohne das Unrecht der Vätergeneration allem Dagewesenen und insbesondere den eigenen Eltern und Großeltern rundum überlegen waren. Dass sie den Gleichaltrigen, meist leise tretenden Nicht – 68ern in jeder Hinsicht voraus waren, stand ohnehin fest. Mit den grauen Haaren der 68er wuchsen neue Generationen heran. Denen erzählte man einen vom Pferd über die - in satten Jahren aufgewachsen - eigene, gelebte Vergangenheit. Die 68er sind so die Oberlehrer der Eltern wie der Kinder und der Kindeskinder und dulden, da verstehen sie keinen Spaß, keinen Widerspruch. Im Gegenteil, sie verlangen strikte Anerkennung und Unterordnung. Wir haben schließlich nach 20 000 Jahren schief gelaufener Menschheitsgeschichte Demokratie und Modernität über Euch gebracht. Falls noch jemand eine andere Meinung hat, schlagen die 68er – Veteranen mit Marx und Freud zurück und scheuen dabei nicht davor zurück Menschen zu zerstören. Therapiewütig wie sie sind, haben sie auch gleich ein Umerziehungsprogramm parat.

68 ist ein Moloch, der alles frisst. Die Idee Rückzug ins Private und die Politik möge sich aus dem Privaten fernhalten, ist also kontraproduktiv, weil 68 in einem solchen Falle unaufgefordert die Bedingungen des Privatisierens diktiert.

Klar, dass diese 68er bei dem Thema ewiges Leben / Gentechnik – ein Thema zu dem sie schon früh gegen fiktive Konservative angekämpft haben – nun plötzlich, wo dieser ewigen Jugend 68 das Alter droht, eine spürbare Enthemmung in die Gesellschaft gebracht haben und ein beredtes Schweigen an den Tag legen. Schließlich weiß jeder echte 68er für sich selber- Gott und den Himmel gibt es nicht – dass er es eigentlich verdient hätte ewig zu leben und der Gesellschaft ewig zu dienen, um ihr auf keinen Fall als wertvolles Mitglied abhanden zu kommen. Klonideen und Wiedergeburtsgedanken der Esoterik mischen sich bei den 68ern unheilvoll und ganz nebenbei: die Andersdenkenden werden auf keinen Fall geklont, die sollen gefälligst aussterben

Die neueste 68er – Idee, in die man dort regelrecht verliebt ist, geht so:

Die gute Erfahrung der einst DDR – gebusterten Sonder - 68er – Partei der Grünen, die in der Koalition seit 98 die gute alte Tante SPD so ausgelutscht hat, dass sie nur noch ein geistig – politischer Schatten ihrer selbst ist, soll nun wiederholt werden. Dieselben Grünen haben einst einen blühenden und durchsetzungsstarken Holger Börner in Hessen zu Wut und Verzweiflung und vielleicht sogar in einen frühen Tod getrieben. Man hat also Erfahrung. Man möchte in einer grün- schwarzen Koalition jetzt CDU und CSU anpacken und vampirartig aussaugen und eine kleine belächelte FDP sich selber erledigen lassen. Jetzt will man endlich an die bei der CSU und CDU vermuteten letzten Wirtschaftstöpfe mal so richtig ran.

Die schwarz – grüne Koalition wird von selbst verliebten Journalisten die dem so genannten Strukturalismus anheim gefallen sind, schwelgerisch und inflationär herbeigeredet und wieder gehen die 68er aufs Ganze. Die grüne Verpflichtung zur Natur, die es im Angesichte der politischen Kampfmaschinen, die die Grünen führen, wohl allenfalls an der so genannten grünen Basis gibt, und der Schöpfungsgedanke des verachteten Christentums, dass man nun plötzlich bei den Christunionisten, die man ewig als unchristlich gescholten hat, ansiedeln möchte, seien doch, so die Überfliegergedanken, die beiden Seite der selben Medaille, so dass einzig und allein eine grün – schwarze Koalition den wirklichen Sinn sui generis mache. Manch ein CDU – Mann ist von soviel grünem Interesse und plötzlicher „Anerkennung“ geschmeichelt und fühlt sich endlich auch einmal so richtig dazugehörig.

Fischer wird parteiloser erster Kaiser von Mitteleuropa, ein Bürgerkaiser selbstverständlich, schließlich ist Fischer genauso kleinwüchsig wie Napoleon. Das passt schon einmal. Ansonsten Stoiber ist ein guter Onkel, Merkel eine gute Tante und Merz ein nützlicher Technokrat und die bringen die Mehrheitsmacht und die sogenannten Ex – Streetfighter, K- Grüppler und Mao -. Anhänger und Pol Pot – Fetischisten üben die Macht aus, bis die CDU und CSU ausgelutscht am Boden liegen. Dann schaun wir mal weiter.

Die 68er tun alles für den Menschen an und für sich und schlecht hin. Das Individuum ist unwichtig. Die Struktur zählt, der richtige Geist zählt und das ist der heilige Geist 68. Gleichzeitig gelingt es den 68ern nachhaltig, um das inhaltsleere Zauberwort der Grünen hier einmal zu benutzen die Öffentlichkeit denken zu machen, dass das individuelle, private Glück nur mit ihnen zu haben sei und die soziale Gerechtigkeit sowieso.

Wenn sich keine konservative Ideenkraft formiert, die in der Lage ist, den gigantischen Fake 68 zu dekuvrieren, wird 68 die Nachfolge der christlich abendländischen Kultur übernehmen. 68 ist auf dem besten Wege dazu und alles anders als weg. Die 68er lachen sich, wie die berühmten Gurus, die ihre Jünger finanziell und mental auspressen und ihnen Askese predigen, schlapp, wenn sie ihr auf billiges Öl gestütztes Luxusleben führen und die Amis dafür schelten, dass sie für sie die Drecksarbeit machen, und Ölquellensicherung betreiben. Es ist eben dreifach witzig zu herrschen, moralisch überlegen zu sein und die Beherrschten nach Strich und Faden zu verarschen
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farniente
02.02.04 09:56:50
Beitrag Nr. 281
# 253 absolut lesenswert und sehr treffend formuliert.
;)
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Jupiler
02.02.04 13:10:48
Beitrag Nr. 282
http://www.bettinaroehl.de/Die_68er/die_68er.html

Und das ist der Link dazu!

Jupi
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B.roehl
02.02.04 22:57:14
Beitrag Nr. 283
Über die vielen zustimmenden Beiträge, die ich alle gerne gelesen habe, freue ich mich.

Am meisten freut mich, dass auch in diesem Forum, wie zunehmend auch andern Orts auch Fakten dar - und richtig gestellt werden.

Und Propaganda - Berichterstattung als Solche entlarvt wird.

«Statt Respekt brachte man ihr ( der Journalistin Bettina Röhl ) nur Mitleid entgegen, der traumatisierten Terroristentochter, die als Siebenjährige in ein jordanisches Palästinensercamp verfrachtet werden sollte.» -

Diesen Satz sonderte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, auch FAZ genannt, Anfang September 03 über mich ab, nachdem ich in verschiedenen Medien veröffentlicht hatte, dass Walz, Udo, Friseur von Gottes Gnaden, aber ohne echten Meisterbrief, der die Haare von Bundespräsident Rau, Bundeskanzler Schröder, CDU - Oligarchin Merkel, Sabine Christiansen und hunderten Obertalkerinnen und hunderten weiterer Berliner Promis aus allen Lagern umd Nischen frisiert, einst auch der Terroristin Ulrike Meinhof zu Tarnzwecken eine blonde Kurzhaarfrisur verpasst hatte.

Höchst umständlich und unbeholfen, radebrechtelt die FAZ, dass sie eigentlich über Friseure überhaupt nicht redet, weil dies unter ihrem Niveau sei.

Weil man echten Aufdeckungsjournalismus bei der FAZ nicht liebt und schon gar nicht wenn die Fakten stimmen, und meine veröffentlichten Fakten zu Joseph Martin Fischer stimmen und meine Fakten zu Cohn - Bendit stimmen und meine Fakten zu Walz stimmen, sind die Propaganda - Hacker bei der FAZ voll angesprungen.

Dies ist in diesem Forum ja im Prinzip schon teilweise bekannt und diskutiert.

Den Blick möchte ich hier auf einen anderen Aspekt lenken:

im Kontext des gesamten oben zitierten Satzes, von dem die FAZ zwischenzeitlich ja einiges zurück nehmen mußte und zurück genommen hat, und im Kontext des Artikels in dem dieser Satz fiel, ist die abartige Formulierung, dass ich als siebenjähriges Mädchen in ein "Camp" "verfrachtet" werden sollte, sowohl im sprachlichen Duktus als auch substanziell eine tief braune Entgleisung.

Nazisprache und Nazigedankentum gegen eine Ein- Frau - Freie Journalistin - Minderheit zig hundertfach zu veröffentlichen ist vor allem deswegen verwerflich, weil in einem Organ geschehen, dass sich seiner so genannten Objektivität rühmt. Erst einen Menschen mit dem Begriff „offenbar traumatisierte Terroristentochter“ ( beide Begriffe musste die FAZ inzwischen vertragsstrafebewehrt vom Gericht beschlossen zurücknehmen !) zum lebensunwerten „Gesocks“ herunterschreiben, zum Menschen zweiter Klasse und dann frohlocken, dass dieser Mensch um ein Haar in ein Lager zur Vernichtung verfrachtet worden wäre ( aber leider nicht wurde) - Der FAZ ist bekannt, dass das Camp, in das ich in der Tat von Terroristen gebracht werden sollte, kurze Zeit später von Bomben dem Erdboden gleich gemacht wurde. Bekanntermaßen wurde ich aber von Stefan Aust gerettet und nach Deutschland zu meinem Vater zurück gebracht.

Anfang 2001 gab es ein INterview der FAZ mit dem Thema dieses Threads, nämlich Danni Cohn - Bendit, in dem Cohn - Bendit diese Charakterschweinerei der FAZ de facto schon vorbereitete. Cohn - Bendit, der nicht einmal eine Berufsausbildung und auch kein Hochschulstudium abschloss, und deswegen von Beruf ja auch eher so etwas wie ein Visionär ist, wo man keinen Leistungsnachweis erbringen muss, quacksalberte in der FAZ ( Sonntagszeitung )c damals, dass Ulrike Meinhof, die er früher immer Genossin nannte, nun plötzlich überintelligent aber leicht plemplem war, aber ich "kindheitsgesteuert" "durchgeknallt" ( siehe Urteil gegen Naumann !!!) sein muss, andernfalls hätte ich ja wohl keine Fakten aus Fischers Biographie veröffentlicht.

Dass besonders Niedrige am Verhalten der FAZ damals: die Veröffentlichung Cohn - Bendits war das, was man in der Fachsprache ein Verlautbarungsinterview nennt, in der Form war es zum Anschein ein Interview. De facto räumte die FAZ Cohn – Bendit frei zu dessen Verfügung und ohne dafür Werbekosten zu verlangen Platz ein, damit dieser ein Propagandapampflet für Fischer und gegen die freie Journalistin Bettina Röhl lancieren konnte.

„Wenn Fakten nicht mehr gebracht werden können“ ( siehe hier oben in diesem Thread mein Interview in der Netzeitung vom 22.12.03).

Cohn – Bendit ist also in seiner Person ein verwerfliches Politikum, könnte man sagen. Mein Urteil über die FAZ muss ich entsprechend hier nicht wiederholen: es ist vernichtend.

Wie vielen bekannt ist, hatte ich das Moment der pädophilen Selbstbezichtigung des Danni schon ein paar Monate in meiner Schublade liegen und holte es für diesen Zweck dann hervor, als Cohn – Bendit mit unlauteren Mitteln und Hilfe der FAZ und anderer Medien meine Person öffentlich angriff, weil ich Wahrheiten über seinen Häuptling Fischer veröffentlicht hatte.

Cohn – Bendit war für mich immer durchsichtig und in jeder seiner Agitationen und Handlungen antizipierbar. So war völlig klar, dass er in beschriebener Weise austicken würde, wenn sein Fischer irgendein Haar gekrümmt werden könnte.

Ich erzähle dies alles, um hier deutlich zu machen, dass es in diesem Thread Sinn macht konzentriert die pädophilien Aktivitäten des Cohn – Bendit zu thematisieren und all die anderen Aspekte „68“ usw. die für sich gesehen natürlich eigene gigantische Themen sind, eher heraus zu halten, damit Cohn – Bendit nicht wieder hinter diesen anderen Themen ausbüchsen kann.

Cohn – Bendit hat entweder, was ich für sicher halte, sich handgreiflich pädophil als Kindergärtner sich betätigt und / oder irgendeine Lust empfunden mit Pädophilie über Jahre hin herum zu protzen und zu provozieren.

Da Cohn- Bendit derjenige ist, über den die ersten und frühen 68er – Urväter ( SDS )stets abfällig sprachen, nach dem Motto, wir haben seit Jahren die Werke zur reinen sozialistischen Lehre gelesen und Cohn – Bendit hat von Tuten und Blasen keine Ahnung und gibt lediglich nach außen hin den großen Agitator, und eben derjenige jetzt, der immer noch als Maulheld die Sprechblasen ausschwitzt und von vielen Medienentscheidern dennoch als Oberspezialist für alles in die Medien gepresst wird, scheint es mir besonders wichtig hier eine Reduktion der Medienfiktion Cohn – Bendit auf den real existierenden Cohn – Bendit zu fördern und zu fordern. Merkwürdig, dass Cohn - Bendit in den Medien dort wo es um das Thema Pädophilie geht, nie als Experte vor die Kamera gezerrt wird.

Auch im Europaparlament hat er sich wenn es um Pädophilie ging, ( Belgien z.B.) nicht engagieren mögen, wie ich von dortigen Journalisten erfahren habe.

Die Arbeitsgemeinschaft „Spende einen Cent“ an die Grünen, Verwendungszweck: Cohn – Bendit, gegen Spendenquittung selbstverständlich, ist eine Aktion , die die Grünen mit ihren eigenen agitatorischen Mitteln auf eine sehr harmlose Art dekuvriert, weshalb ich den Gedanken, der natürlich nur funktioniert, wenn’s viele machen, lustig finde.

Viele Grüße

Bettina Röhl
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stirner
02.02.04 23:20:39
Beitrag Nr. 284
B.roehl

Was ich mich die ganze Zeit schon frage ist: Warum macht sich niemand die Mühe, herauszufinden, was damals im Kindergarten tatsächlich passiert ist? Es müßte doch möglich sein, Objekte der "pädagogischen" Arbeit von Cohn-Bendit noch aufzufinden und zu Aussagen zu bewegen. Dann würden die Vorwürfe doch ein völlig anderes Gewicht bekommen.

Nur so als Anregung gedacht. :)
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goldless
02.02.04 23:37:01
Beitrag Nr. 285
Hallo stirner,

daß dürfte daran liegen, daß die Sexualpartnerinnen von
Danni-Boy sich damals im Alter von 3 - 6 Jahren befanden.

Sie dürften heute alle deutlich jenseits der 30 sein. Wer
hat da noch detaillierte Erinnerungen an seine Kindergarten-
Abenteuer.

Und selbst wenn er sie noch hat wird er (tschuldigung sie)
es sich dreimal überlegen, damit an die Öffentlichkeit zu
gehen. Insbesondere deßhalb, weil Danni´s Erzählungen ja
schon den Schuldigen liefern. Die geilen kleinen Luder, die
ihm ungefragt die Hose öffnen und nach Sex verlangen.

Ohnehin eine tollkühne Vorstellung. Ich kenne solche Kinder
nicht. Solche Kinder sind mir niemals begegnet. So verhal-
tenm sich Kinder in diesem Alter einfach nicht. Das wissen
wir alle.

Aber Eines wissen wir auch alle. Irgendetwas bleibt schon
hängen. Und wer möchte denn heute, möglicherweise als Kar-
rierefrau, als die dastehen, die sich als Kind schon mit
Danni´s Penis vergnügt und seine klitoralen Steichelorgien
genossen hat.

Versetze dich mal in diese Frauen. Würdest du das, was sie
ja wahrscheinlich innerlich längst abgehakt haben, jetzt
noch einmal aufrollen wollen?

Mit allen unvorhersehbaren Konsequenzen?
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stirner
03.02.04 00:07:26
Beitrag Nr. 286
goldless,

in dem Kindergarten waren ja wohl Mädchen und Jungs. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß einige davon darüber sprechen würden.
Interessant ist ja übrigens, das Cohn-Bendit keine Zeugen zu seiner Entlastung genannt hat.
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rv_2011
03.02.04 00:22:17
Beitrag Nr. 287
#258, #259,

Ich meine, Ihr geht da etwas weit.

Die Redaktion von Phoenix-Online (in deren Forum dieses Thema ja ebenfalls diskutiert wurde) hat den Hintergrund recherchiert (http://www.phoenix.de/forum/read.php?f=11&i=16781&t=16779) und schreibt u.a.
In der Tat gab es nicht nur keine Anzeigen von möglicherweise betroffenen Eltern oder Kindern, es wurde von Betroffenen aus dem damaligen Frankfurter "Kinderladen" vielmehr eine öffentliche Erklärung abgegeben, die Cohn-Bendit gegen den Verdacht sexueller Übergriffe in Schutz nahm.

Die expliziten Passagen in Posting #258 entstammen einem posting von hossinger, für das er bisher keine nachvollziehbare Quelle genannt hat; jedenfalls stammen sie nicht aus dem hier diskutierten Buchtext von DCB.
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goldless
03.02.04 00:22:21
Beitrag Nr. 288
Stirner,

mit den Zeugen zu seiner Entlastung ist das so eine Sache.
Wer sollte das sein? Das müßte ja jemand sein der sich heute,
nach rd. 30 Jahren, hinstellt und sagt:"Damals als 3 - 6
jährige(r) habe ich den pausenlos im Auge gehabt und kann
bezeugen daß niemals so etwas passiert ist."

Was würdest du von einer solchen Aussage halten?

Und eine Aussage wie,"Ich habe nichts bemerkt," ist nicht entlastend.
Sie ist nichtssagend.

Nee, nee, ich bleibe dabei. Das Schamgefühl siegt. Keiner
sagt was. Mach dir sie Situation mal klar, wenn sowas vor
den Augen der Republik, oder vielleicht auch ganz Europa´s
aufgerollt wird. Mit dir in der Hauptrolle. Als kindliches
Sexmonster. In allen Gazetten. Auf Titelseiten.

Wäre dir danach?

Das macht man nur nach Erhalt 6-stelliger Honorare. Aber
daran besteht seitens unserer Journallie kein Interesse.

Weßhalb wir hier Einzelkämpfer bleiben. Jetzt mit Bettina an
unserer Seite. Worüber ich mich freue.
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goldless
03.02.04 00:38:06
Beitrag Nr. 289
Hallo rv,

"Die expliziten Passagen in Posting #258 entstammen einem posting von hossinger, für das er bisher keine nachvollziehbare Quelle genannt hat;"

Du meinst die "klitoralen Streichelorgien".

Stimmt, trotz meiner ausdrücklichen Frage hat er die Quelle
dieser Behauptung noch nicht benannt. Soll ein ZDF-Inter-
view gewesen sein.

Aber bleiben wir bei DCB`s Worten: "...und wenn sie darauf bestanden
habe ich sie auch gestreichelt."

Meinst du er hat ihnen die Wange gestreichelt? Oder väter-
lich über die Haare?

Korrectness in der Diskussion ist o.k.. Naivität nicht.

Und die Erklärung der Eltern werden durch meine Ausfüh-
rungen in #258 sehr treffend begründet. Wann ist diese Erklärung
denn abgegeben worden? Doch frühestens zig Jahre nach dem
Ausscheiden der "Kinder" aus dem Kindergarten. Nachdem die
ersten Pädo-Vorwürfe gegen DCB laut wurden. Das hat doch
ewig gedauert.

Ich apelliere an deinen gesunden Menschenverstand. Was ist
diese Erklärung wert?

Ich halte diese Erklärung übrigens nicht für unmoralisch.
Auch wenn ich den Wahrheitsgehalt anzweifele.

Sie entspringt der Pflicht, die alle Eltern gegenüber ihren Kindern haben.

Nämlich, ihre Kinder vor Schaden zu bewahren!
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endaxi
03.02.04 02:09:12
Beitrag Nr. 290
#253 Zum beitrag von Bettina Röhl
Trau keinem 68er!
Können wir den später geborenen wie Frau Röhl mit ihrem gekeife alles glauben?,die unterschiedslos alles von damals schlecht macht.Es fällt mir auf,von der kritik wird ihr Vater ausgespart,haben wir doch fast alle damals konkret gelesen und viele ansichten dort vorgefunden,die sie heute rotieren lassen.Man mag ja im vielen ihrer meinung sein,für die heutige spassgesellschaft und konsum blöder filme im Kino und TV ,wie auch in vielen anderen dingen sind bestimmt die 68er nicht verantwortlich,sondern die nachfrage durch der jetzigen und auch ihrer generation.
Alle formen der sinnentleerten "Kunst" sowie das Therapeutenunwesen sind doch mit zeitverzögerung aus Amerika bei uns heimisch geworden,eine allgemeine begeisterung dafür,konnte ich 68 nicht endecken.Kohle (Geld) spielte wohl in ihrem hause keine rolle,ich habe es jedenfalls anders in errinnerung Frau Röhl.Ebenso musste ein gewisses mass an meinungsfreiheit gegen die übermächtige Blööd erst erkämpft werden,sie hätten keine schwierigkeiten gehabt,der FJS hätte sie bestimmt nicht mit Ratten verglichen.Da mir die begabung des schreibens weitgehend fehlt,hoffe ich doch das der ein oder andere,mit einer längeren und genaueren erwiderung auf ihr geschreibsel eingeht.Hoffe es liegt bei ihnen nicht ein eigentherapeuticher wesenszug vor, der vom hass auf ihre Mutter geprägt ist.
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farniente
03.02.04 08:32:28
Beitrag Nr. 291
# 263 endaxi

Es geht hier nicht um Bettina Röhl, sondern um den unglaublichen Vorgang daß die Grünen für die Europawahl auf den sicheren 2. Listenplatz einen alten Fischergünstling gesetzt haben, nämlich Daniel Cohn-Bendit, der eine völlig ungeklärte Vergangenheit im Umfeld der Kinderschändung hat (nach eigenen Einlassungen !!) und deswegen in Frankreich politisch mausetot ist, nur in Deutschland sich der Solidarität der 68er erfreuen darf und die Vergangenheit totgeschwiegen wird.

Dein Posting ist völlig wertlos. Er geht nach dem bekannten Muster vor, wenn Du zur Sache nichts zu sagen hast dann mache den Kritiker unglaubwürdig oder lächerlich oder diffamiere ihn einfach.

cui bono ?

Ist Dir die Wahrheit ein so geringes Gut daß jedes Mittel geeignet erscheint einem Politsympathisanten den Rücken frei zu halten ? Seltsam, wenn ich mir andere Postings von Dir anschaue ist Dir Moral und Ethik, sofern Sie von Gruppierungen verletzt werden, die Dir anscheinend nicht nahe stehen, sehr wohl etwas wertvolles.

Schon die einfache Behauptung daß die 68-er für viele Dinge heute nicht verantwortlich sind sondern die "Nachfrage", ist schlichtweg Unsinn.

Diese dubiose Nachfrage ist das Produkt einer Erziehung, der Einflüsse der 68-er, die Folge einer sich krakenartigen Verbreitung der 68-er im Berufsleben und natürlich bei der Kindererziehung. Die 68-er haben das im Übrigen vorausgesehen und nannten es den "Marsch durch die Instanzen".
Es ist unter Pädagogen und Psychologen unumstritten an welchen Schnittstellen wir heute die Früchte ernten z.B. einer antiautoritären Erziehung.

Da ich es aber nicht einsehe, jemanden, der nur herumpolemisiert und sogar noch das Schreiben auf andere delegieren will, mit der fadenscheinigen Begründung fehlender Begabung für das Schreiben, meine Zeit zu opfern, möchte ich Dich bitten auf weitere Postings in diesem Thread zu verzichten.

Der Thread war wertfrei von politischen Richtungstreitereien, auch wenn rv versucht hat den Thread zu schließen mit der etwas gekünstelten Behauptung "man wolle nur den Grünen eins auswischen".

Es geht um die politische Hygiene. Hygiene beschränkt sich nach meinem Verständnis aber nicht auf Hohmann oder Kohl oder irgendeine Person die von irgendeiner Richtung zum Abschuß freigegeben wird, sondern ist parteipolitisch neutral und richtet sich nach Grundsätzen aus die uns allen wichtig sein sollten.

Wenn es Dir persönlich egal ist daß möglicherweise ein Kinderschänder für Deutschland im EU-Parlament sitzt, dann schreib es doch einfach.
Aber schreib dann gleich dazu was Dich so aufregt daß Kohl mit seinem Ehrenwort und seinem Schweigen im Ruhestand sitzt. Ich möchte gerne mal beide Massstäbe nebeneinanderlegen.
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B.roehl
03.02.04 09:54:40
Beitrag Nr. 292
Weder Ulrike Meinhof noch Klaus Rainer Röhl stehen hier zur Diskussion !

Dass Cohn - Bendit "Das da" ( damals Klaus Röhl und der "rote Jochen", Jochen Steffen, SPD Schleswig Holstein) anbaggerte seine Kindergärtnerei und auch seine pädophilen Auswüchse unbedingt noch einmal nach zu drucken, ist das Problem von Cohn -Bendit. Wäre dem damaligen Baggern nicht nachgegeben worden, hätte ich die Cohn - Bendit - Nummer nicht zufällig bei Recherchen zu ganz anderen Themen gefunden. Und das Thema der Cohn - Benditschen Unappetitlichkeiten wäre niemals zu einem europaweiten oder überhaupt zu einem Thema geworden.

Das wäre zwar absolut im Interesse von Danni - Schutz gewesen, nicht aber im Interesse des Kinderschutzes gewesen. Schließlich wäre die Geschichte, die Cohn - Bendit damals aufs Parkett gelegt hat, im Kindergarten und in seinem Büchlein "Der große Basar" dieselbe geblieben.

Wenn hier wiederholt die Behauptung aufgestellt wird, die betroffenen Kinder von damals und deren damals schon versagende Eltern hätten Cohn - Bendit jetzt nach Bekanntwerden besagter Unappetitlichkeiten exkulpiert, dann möchte ich diese Behaupter dringend bitten, alle Leser hier im Thread teilhaben zu lassen und mit den Fakten rüber zu kommen:

wer hat was, wann und wo genau zur Entschuldung von Cohn - Bendit gesagt ?

Und : was war die Motivation für die kaum minder belasteten Eltern, die aus dem Cohn - Bendit - Umfeld stammten und den wirklich abartigen Asta - Kinderladen überhaupt für ihre eigenen Kinder in Betracht zogen ?

Da liegt doch wohl eher eine Selbstentschuldung dieser Eltern vor, die sich heute vor ihren eigenen Kindern und sich selbst genieren.

Oder sollte es so gewesen sein, dass die Kinder durch die Autodidakten Cohn - Bendit und co. so traumatisiert waren, dass sie sich nach Jahrzehnten immer noch erinnern, was ihnen als zwei bis fünfjährigen widerfuhr ?

Diesen gigantischen Quatsch der hastig vor drei Jahren organisierten Schönfärberei zu Gunsten von Cohn - Bendit von damaligen Szeneeltern, die alle das Buch mit den pädophilen Auswüchsen von Cohn - Bendit damals verschlungen hatten, ist nichts als eine Nummer die belegt, dass hier in sehr durchsichtiger Weise etwas vertuscht werden sollte.

Eltern, die ihre Kinder einem "Gärtner" überantworten, von dem sie pädophiles Geschwafel sogarin Buchform sogar gelesen hatten, sind das, was man befangene Entlastungszeugen nennt.

Im ÜBrigen hört man von den Schönfärbern und auch von Cohn - Bendit das Argument: Die Zeiten waren damals so, gemeint ist wohl auch, pädophil. Dann muss in diesem Zusammenhang die FRage erlaubt sein, ob damit gemeint ist, dass auch die Eltern die jetzt zusammen getrommelt wurden, um das Danni aus der Sache herauszu hauen, selber an ihren Kindern herumexperimentiert haben, wie es ja zum Teil sogar konkret in Cohn - Bendits Buch zu hören ist.

Im Übrigen, dass Menschen sehr früh, also als Kinder, Sexualität entwickeln,ist sicher richtig, wobei ich es heikel finde, dass durch die Verwendung der Vokabel "Sex" der fälschliche Eindruck erweckt wird, dass kindliche Sexualität und Erwachsenen - Sexualität identisch seien. Tatsächlich dürfte es doch wohl eher um völlig unterschiedliche Qualitäten gehen, so dass es angebracht wäre, auch unterschiedliche Begrifflichkeiten zu verwenden.

Erwachsene, die durch Kinder sexuell angeregt werden, sind im Zweifel in Wahrheit nicht "sexualisiert", sondern pervers.

In sofern ist auch die Ausdrucksweise "Kindersex", "Kinderpornographie" irreführend.

Die in dem Zusammenhang Cohn - Bendit immer wieder zur Legitimation heran gezogenen Befreiungsabsichten der damaligen Eltern zu Gunsten ihrer Kinder gehen doppelt fehl. Das Ganze war damals nicht altruistisch für die Kinder gemeint, sondern die Kinder wurden experimentell dazu mißbraucht die Sex - Probleme ihrer Eltern entweder zu lindern oder zu kaschieren.

Man erinnere sich nur an die sexfeindlichen Diskussionsorgien der 68er über ihre eigenen sexuellen Probleme, wo die Wörter "Hass" und "Gekeife" und dergleichen mehr wirklich hingehören und wo in modernem 68er - Deutsch gesprochen die Kinder als Projektionsfläche der eigenen sexuellen Krämpfe mißbraucht wurden.

Dass sehr viele sogenannte 68er selber damals todunglücklich waren, dass sie sich dem Zeitgeist entsprechend von Cohn - Bendits und co. in solche Idiotien haben hinein ziehen lassen und danach versucht haben wieder etwas Normalität in ihr Leben zu bringen, soll hier auf keinen Fall verschwiegen werden.

Das sind aber die Leute - vielleicht sogar eine Mehrheit der 68er - die über ihre eigenen Irrungen udn Wirrungen zumeist vornehm schweigen.

Im ÜBrigen erinnere ich daran, dass cohn - Bendit sich gegenüber Kinkel von sich selber distanzierte und es wundert mich, dass immer wieder ein paar ewig Gestrige die Cohn - Benditschen Entgleisungen relativieren wollen.

Viele Grüße
Bettina Röhl
hier nochmal:
Thread:
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stirner
03.02.04 10:05:33
Beitrag Nr. 293
Dieser Text aus "Das Da" wirft ja nun wieder ein ganz anderers Licht auf die Sache.
Ich habe nochmals darauf verlinkt, da der Link von Bettina nicht funktioniert.

http://www.bettinaroehl.de/Der_Fischer___/Daniel_Cohn-_Bendi…
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rv_2011
03.02.04 10:33:22
Beitrag Nr. 294
Verehrte Frau Röhl,

Sie können mir vieles Vorwerfen, aber bestimmt keine Verharmlosung dieses DCB-Textes. Ihnen gebührt das Verdienst, dieses Machwerk ins Licht der Öffentlichkeit geholt zu haben. Ich habe hier auch mehrfach erklärt, dass ich persönlich DCB als Politiker untragbar finde. Soweit gibt es keinen Dissenz.

Hier ging es aber um Vorwürfe konkreter Handlungen, die mit Zitaten ,,belegt" werden sollten, nach deren Quelle schon mehrfach vergeblich gefragt wurde - und ich meine, das ginge ein bisschen weit. Als seriöse Journalistin werden Sie mir da doch zustimmen.

Zu den entlastenden Aussagen von Betroffenen kann ich nicht viel sagen. Ich habe lediglich die entsprechende Passage aus den Recherchen der Phoenix-online-Redaktion zitiert, die Sie (nach Korrektur der Aussagen über Ihre eigene Rolle) ausdrücklich gelobt hatten. Warum haben Sie dieser Darstellung nicht dort widersprochen?

rv.
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endaxi
03.02.04 11:10:38
Beitrag Nr. 295
#264 farniente,wie du ersehen kannst hatte ich mich auf dem beitrag #263 beschränkt und er spricht somit alle 68er an.
Was ich sonst von vielen "lichtgestalten" der 68er halte,ist wohl mehr eine vermutung von deiner seite,Cohn Bendit dem rücken freizuhalten,war sicherlich nie mein beweggrund zum posting.Die heutigen mißstände sind nicht allein mit dem marsch durch die Institutionen erklärbar,dagegen sprechen das Parteiengefüge und die jeweiligen Regierungszeiten.Dem vorwurf nach einem bekannten muster vorzugehen,darf man wohl auf #263 anwenden,selbst fühle ich mich von solchen machenschaften absolut frei.Um darauf in allen einzelheiten einzugehen,bedarf es schriftstellerische fähigkeiten,zuminderst die möglichkeit sich allgemein verständlich auszudrücken,was mir bekanntermassen aber fehlt.Frau Röhl hat meine Sympathie durchaus was die Herren Bendit und Fischer&Co betrifft,um die geht es zuminderst vom Threadthema her.Wer so um sich schlägt,muss auch zur selbstreflexion fähig sein,was ich bei dem besagten beitrag vermisst habe.
Schönen tag noch,endaxi
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Jupiler
03.02.04 11:44:58
Beitrag Nr. 296
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farniente
03.02.04 11:59:27
Beitrag Nr. 297
# 269 Jupiler

Die Angriffe auf Bettina Röhl in dem ersten Link von Dir sind sowas von daneben daß es mir regelrecht schlecht wurde.

Es war also zeitgemäß und damals normal im Kindergarten an Schutzbefohlenen sexuelle Handlungen vorzunehmen ?

Das ist unglaublich. Zum einen muß ich dazu vermerken, ich habe in jenen Jahren auch an zwei deutschen Universitäten studiert. Und es war keineswegs so, daß sämtliche abnormalen Abstrusitäten von allen kritischen Geistern total assimiliert worden wären. Es gab auch damals eine Mehrheit die nicht bereit war um irgendwelcher Experimente Willen Kinderseelen zu zerstören oder Steine in die Luft zu werfen.

Darüberhinaus muß einmal in einer argumentativen Erhöhung festgehalten werden: Wer heute Kinderschändung in jenen Jahren schönredet, daß es damals normal gewesen wäre, der öffnet eine gefährliche Pforte.
Unter dem nochmaligen Hinweis auf die argumentative Erhöhung möchte ich dann fragen, wie man dann eigentlich einem Mengele die Rechtfertigung verbieten möchte daß Menschenexperimente in jener Zeit normal gewesen wären ??

Ich habe es schon einmal gepostet: Gerade die moralinsaueren Politapostel einer bestimmten Richtung scheuen anscheinend vor keinem politischen und argumentativen Handstand zurück wenn es an die eigenen Sünden geht.

Auf den Moralanspruch dieser Leute kann ich aber gut und gerne verzichten.
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Jupiler
03.02.04 18:17:04
Beitrag Nr. 298
ich habe fest vor, in einer Frankfurter Zeitung eine Suchanzeige nach den Personen aufzugeben, die sich noch an entsprechende Handlungen durch Cohn-Bendit erinnern können.

Wer ist bereit, sich an einer solchen Aktion zu beteiligen?

Jupiler
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B.roehl
03.02.04 20:58:41
Beitrag Nr. 299
Ich freue mich, dass hier offenbar keiner die Worte ( und Taten) von Cohn - Bendit verharmlosen will.

Übrigens :

habe ich auch im Phoenix - Forum schon die doch wohl etwas merkwürdigen Entlastungsversuche einiger Eltern für Cohn - Bendits thematisiert:

ich schrieb dort vor wenigen Tage an "Marion":

Der Fall Cohn - Bendit ist vor allem so schlimm, weil zusätzlich ungeniert Propaganda für Pädophilie gemacht wurde, ( bis zu dem, was Herr Beck heute vertritt und legalisieren will und die NRW - Grünen vor einigen Jahren heftigst postulierten ).

Warum ist das Thema Pädophilie von Cohn - Bendit ein Politikum ?

Weil Pädophilie nicht nur zu Recht ein Straftatbestand ist, sondern auch eine Belastung der betroffenen INdividuen und damit auch der Gesellschaft in die Zukunft hinein, womit wir wieder bei dem Fall Cohn - Bendit angelangt sind, der deswegen besonders heftig ist, weil auch noch auf eine ungenierte Art, Propaganda für Pädophilie gemacht wird.

Zu Recht weisen Sie darauf hin, dass die von Cohn - Bendit betreuten Kinder und deren Eltern die öffentlich zitiert wurden: Alles in Ordnung , keine Entlastung für Cohn - Bendit darstellen, wobei ich ergänzen möchte, dies umso weniger, weil nun wirklich die Kampagnenfähigkeit der Grünen und speziell auch von Cohn - Bendit bekannt ist. 68er zu organisieren, die öffentlich exkulpieren ist ein Kinderspiel.

Sollen mißbrauchte Kinder, die heute Anfang dreissig wären, sich öffentlich gegen den Vizekanzlerfreund Cohn .- Bendit stellen ? Welche Berufs - und Karrierechancen würde sich ein solches "Cohn - Bendit - Opferkind" von damals verbauen, wenn es sagte, Cohn - Bendit hätte ihm geschadet. Sie müßten mit einer üblen 68er - Kampagne rechnen, dass sie nur traumatisiert seien.

Was ist von deren Eltern zu halten, die damals keinen Putz machten, und die das Buch "Le grand Bazar" damals gelesen haben. Es war schließlich ein ultraideologisher Asta - Kinderladen, in dem sich die ganze Nummer abspielte. Im Übrigen ist ein bekanntes Phänomen, das Opfer vor allem auch öffentlich zumeist den Tätern unterlegen sind,und ihnen eine Art Pardon geben, in der Sache völlig unangemessen.

Cohn - Bendits Schützlinge sind zusätzlich unter der ideologischen Käseglocke aufgewachsen, dass sie die beste Kinderstube seit 25 000 Jahren Menschheitsgesachichte genossen hätten.

Insofern sind die Dinge um die Diskussion des konkreten Falles Cohn - Bendit durchaus komplex.

Das, was de facto an öffentlichem real existierendem Schutzwall herum liegt, ist letzten Endes :

Ausgerechnet der verkniffene und verklemmte Cohn - Bendit hat uns alle sexuell befreit und eine Analogie: die übel vergewaltigte Frau hat am Ende doch den irrsinnigsten Orgasmus ihres Lebens gehabt, oder ?

Hat Cohn - Bendit die ihm schutzbefohlenen Kinder sexuell befreit ? Und ihnen paradiesische Gefühle gemacht ?

Cohn- Bendit hat selber wo es ihm angebracht schien 2001 Kinkel geantwortet jämmerlich winselnd, dass er sich selber und seine Äußerungen von damals widerlich fände und niemals wiederholen würde.

Nur öffentlich hat der gute Junge das nicht gesagt !!!!! Obwohl es ihm ein leichtes wäre, schauspielerisch den Zerknirschten zu geben.

Deshalb noch mal:

Die Diskussion geht weder um Verjährung noch um Beschönigung, noch um Relativierung, sondern allein um das Politikum, dass hier ganz konkrete Fakten weder an die Öffentlichkeit noch in die richtige Wertung ins öffentliche Bewußtsein gelangen konnten.

Bettina Röhl
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goldless
04.02.04 01:30:40
Beitrag Nr. 300
#271 Jupiler,

sorry, daß ich mich erst jetzt melde.

Aber ich habe mir deinen Vorschlag erst mal auf der Zunge
zergehen lassen.

Ich denke, daß du meine bisherigen Postings gelesen hast
und weißt, daß ich jede Aktion unterstütze, die DCB`s
Europakandidatur in die Suppe spuckt.

Aber die Inserateaktion halte ich für unglücklich. Sie wird
ein wenig Aufmerksamkeit erregen, vielleicht die Anwälte
von DCB auf den Plan rufen, aber letztlich nichts bewegen.

Sieh dir meine Überlegungen in z.B. #258 an.

DCB`s Opfer sind inzwischen Anfang/Mitte dreissig. Ich be-
zweifele, daß die noch explizite Erinnerung an ihre Kin-
dergartenzeit haben. Und selbst wenn. Was machen die denn
heute? Vermutlich haben sie einen guten Job in dem sie
gut angesehen sind. Oder sie führen den Haushalt eines
Mannes, der es sich leisten kann eine Hausfrau zu "be-
schäftigen". Einige von ihnen werden Kinder haben.

Und die sollen sich jetzt hinstellen und sagen:"Danni hat
mich mißbraucht? Ich war es die den Hosenlatz geöffnet hat
und Danni war ein wirklich zärtlicher Streicheler."

Ich glaube nicht, daß sich das jemand traut.

Und wenn du auf die Eltern hoffst, was sollen die denn sagen?

Die sind jetzt so Ende 50 / Anfang 60.

Erwartest du Aussagen wie:"Wir wußten ja daß dieser rot-
haarige Kindergärtner unserer Tochter zwischen den Beinen
rumkrabbelt, aber wir haben uns nichts dabei gedacht?"

Wie stehen solche Eltern denn dann vor ihren Kindern da?
Und wie erklären sie 30-jähriges Schweigen?
Die beissen sich doch eher die Zunge ab als eine solche
Aussage zu machen.

Und das Schlimmste, was meinst du wie die Pressereaktion
aussehen wird. Bettina hat es unmißverständlich "angedeu-
tet". Ich meine die um freie, und objektive Berichter-
stattung, und niemandem verpflichtete Presse. Es ist vor-
hersehbar. Sie werden diesen "Denunzianten" zerfleischen.

Sieh es ein. Die Presse steht auf der Seite der Mächtigen.
DCB gehört dazu. Es ist skandalös, es ist Aufforderung
zum Attentat, aber es ist Realität.

Die von dir angedacht Aktion ehrt dich. Aber ich würde
sie niemandem zumuten wollen.
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hossinger
04.02.04 08:01:39
Beitrag Nr. 301
#jupiler
Wenn man das Problem der Opfer unpolitisch sieht darf man Sie nicht in einen "Schauprozess" einbinden. Dies würde aber bei einer öffentlichen Diskussion, wie schon beschrieben, geschehen.

Die einzige Möglichkeit sehe ich unter Einschaltung einer unzweifelhaft neutralen Institution (Kinderschutzbund, Opfer e.V., etc.). Diese könnten im Rahmen ihrer politischen Arbeit das Tabu "Kinderschänder als Spitzenpolitiker" zweckmässig angehen und dazu auch ehemalige Opfer glaubwürdig vertreten, OHNE dies mit Namen und Adressen beweisen zu müssen.
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Jupiler
04.02.04 18:04:15
Beitrag Nr. 302
@ goldless, 273:

goldless, warum sollte denn ein Inserat, in dem man nach ehemaligen Kindergartenkindern der seinerzeitigen Kinderläden sucht, die Anwälte DCB´s auf den Plan rufen?
Damit würde der Vorgang doch wieder in öffentliches Interesse rücken. Ist es nicht das, was wir gerade erreichen wollen?

Ich gebe aber zu, daß ich mir keine großen Hoffnungen mache, daß sich jemand meldet. In diesem Zusammenhang zielen Deine Überlegungen sicherlich in die richtige Richtung.

@ hossinger, 274:

das mit den neutralen Stellen ist auch eine Überlegung wert. Ich habe aber Zweifel, daß Institutionen wie der von Dir genannte Kinderschutzbund Interesse daran haben, Vorgänge zu thematisieren, die schon 30 Jahre zurückliegen. Sie müßten sich doch dann auch schon selber die Frage stellen, warum man die Pädophilieanwürfe gegen DCB nicht schon weit früher aufgegriffen hat.

Jupi
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hossinger
04.02.04 18:21:35
Beitrag Nr. 303
Der Politiker DCB kandidiert JETZT. Er redet und entscheidet auch über Kinderschutzgesetze, er vertritt (oder sollte - ist ja Weltbürger) die Interessen aller Deutschen, auch der Kinder - und damit ist er mit seiner Vergangenheit JETZT unzumutbar.

Bin kein Freund von übertriebener political correctness aber Schwerverbrecher an Leib und Seele wie Mörder, Vergewaltiger oder Kinderschänder DÜRFEN nie als Volksvertreter auftreten. Bei sonstigen Kapitaldelikten, Jugendsünden etc. bin ich persönlich durchaus kulant.
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B.roehl
04.02.04 18:45:45
Beitrag Nr. 304
Das Skandalöse :

Selbst der deutsche Kinderschutzbund stellte Anfang 2001 Dannischutz über Kinderschutz.

Ich habe den Kinderschutzbund Anfang 2001 um eine öffentliche Stellungnahme und entsprechende Aktivitäten in dieser Sache gebeten. Dem Kinderschutzbund war zu der Zeit bekannt, dass Klaus Kinkel am 31.1.01 in einem Offenen Brief an Cohn - Bendit in die Debatte eingeschaltet hatte, und auch die in Deutschland minimalen sowie die im Ausland zum Teil heftigeren Pressereaktionen waren dem Kinderschutzbund bekannt. Der Kinderschutzbund versagte den Kindern den Schutz. Der Kinderschutzbund versagte also.

Umso interessanter finde ich es jetzt einen erneuten Anlauf zu machen und den Kinderschutzbund in die Pflicht zu nehmen. Ich sehe den Kinderschutzbund in dieser Pflicht. Ständiges Gerede der Medien, in den Medien und ständige Selbstbeweihräucherung noch des kleinsten Sternchens in den Medien ist, dass man als sogenannter Promi Vorbildfunktion hat. Cohn - Bendit jedenfalls hat diese Funktion de facto immer wieder für sich reklamiert und natürlich hat diese pädophile Geschichte um die es sich schließlich auch handelt, wenn es so gewesen wäre, dass Danni die Menschheit nur belehren und provozieren wollte, eine ganze besonders intensive Signalwirkung.

Dürfen Pädophile nun, weil Danni die Sache hoffähig und verharmlost hat oder sind sie nicht mehr ganz so böse ?

Diese Frage stellt sich ganza aktuell jeden Tag aufs Neue. Die Verweigerung des Cohn - Bendit die angesagte Selbstkritik öffentlich zu üben und nicht nur so mit einem Statement,sondern glaubhaft und wie es bei den Grünen so inhaltsleer immer heißt: nachhaltig, ist ein permanent neuer aktueller Skandal. Das beschriebene Verhalten des Kinderschutzbundes ist ebenfalls ein Skandal.

Der Kinderschutzbund hat immerhin die schlechthinnige Garantenstellung für die Kinder übernommen. Das Unterlassen eines Garanten steht bekanntlich dem positiven Tun gleich; Damit ist die unterbliebene Kinderschutzbundreaktion in diesr Sache in Wahrheit eine eigene aktive Verletzungshandlung des Kinderschutzbundes gegenüber den Kindern. Eben durch Unterlassen wo Handlung geboten war.

Für mich zeigte dies vor drei Jahren dass Lagerinteressen die Sachinteressen hierzulande überwiegen. Leider nciht nur hierzulande.

Dasselbe Spiel habe ich übrigens mit der damaligen Bundesfamilienministerin in Berlin erlebt, die ebenfalls Danni - Schutz vor Kinderschutz rangieren ließ.

Wir haben inzwischen eine neue zuständige Ministerin in der Bundesregierung und vielleicht hat es auch im Kinderschutzbund glückliche personelle Änderungen gegeben oder man sieht es dort heute anders.

Kurzum ich halte die Idee einer neuen Ansprache für richtig und wäre auch bei Interesse bereit mich zu beteiligen. Immerhin ließe sich an meine damaligen Schreiben anknüpfen.

Viele Grüße

Bettina Röhl
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goldless
04.02.04 19:12:06
Beitrag Nr. 305
Hallo Bettina,

den Kinderschutzbund-Gedanken sollten wir unbedingt aufgreifen.
Und ich bin sicher, daß diese Anregung hier auf Beifall stoßen
wird.

Ich bin mir allerding sicher, daß die ihren Hintern nicht
so ohne weiteres bewegen werden. Niemand legt sich ohne Not
öffentlich mit den Grünen an, weil die sich auf äusserst
unangenehme Weise zu wehren wissen. Wer wüßte das besser
als du.

Es müßte schon eine Drucksituation erzeugt werden. Sonst
passiert nichts. Wir sollten das Vorgehen daher gut über-
legen und koordinieren.
Avatar
farniente
04.02.04 19:35:35
Beitrag Nr. 306
Ich denke nicht daß vom Kinderschutzbund in irgendeiner Art und Weise eine positive Reaktion zu erwarten ist.

Verbände dieser Art haben sich selbst längst ihrer eigentlichen Aufgaben entledigt und haben sich voll integriert in einen Machtapparat der auf "Bussi, Schnittchen und Lobbyismus" spezialisiert ist.

Die Funktionäre dieser in sich geschlossenen Gesellschaft haben ein Meinungs- und Machtkartell aufgebaut, das im Wesentlichen aufgrund eines gigantischen Spesenkontos, sich im verbreiten von Sprechblasen oder sonstigen Statements übt, zur eigentlichen Sache oder Zweck des Unternehmens sich allenfalls noch herabläßt das Vorwort zum jährliche Spendenaufruf zu schreiben, und ansonsten vollauf damit beschäftigt ist sich durch das Vermeiden irgendwelcher unpassender politischer Kommentare um den nächsten "Titel hc", Aufsichtsratsposten oder sonstigen Trulala-Vorsitz selbst zu betrügen.

Ein Eintreten für das Anliegen der Kinder gegen einen designierten EU-Abgeordneten einer Machtpartei in Deutschland würde als "Anecken am runden Tisch" verstanden werden.

Und bevor man sowas tut muß man mal ganz sachlich feststellen: "...damit ist dem Anliegen der Kinder nicht gedient, aus politischen Diskussionen halten wir uns sowieso heraus, das ist nicht unsere Aufgabe, da müssen Sie sich woanders hinwenden, blablabla, schnarch und ...."

Mit anderen Worten: die Kinder können uns mal !!
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ina007
05.02.04 09:47:43
Beitrag Nr. 307
Ich gebe ihnen in vollem Umfang recht!
Frage: wo können wir ansetzen?
Gruss
Ina
Avatar
farniente
05.02.04 10:43:04
Beitrag Nr. 308
Was ist zu tun ? Das ist eine gute Frage. Ein Patentrezept gibt es meiner Ansicht nach nicht. Aber analysieren wir doch einmal um was es geht.

Daniel Cohn-Bendit macht aus einer Mischung von selbstsicherer Arroganz und der Gewißheit an starken Seilen alter Seilschaften zu hängen: NICHTS.

Er verhält sich wie Kohl das früher gemacht hat, er sitzt die paar Kritiker aus, er beschwichtigt etwas im Hintergrund, unwichtigere Kritiker werden von Sympathisanten abgebügelt in seinem Auftrag, nach dem Motto "was kümmert es den Mond wenn ihn ein Hund anbellt", und dann gilt der alte politische Satz: Die Karawane zieht weiter.

So ist die Sachlage. Juristisch ist die Sache verjährt, die angesprochenen Verbände wollen die Subventionen für da kommende Jahr nicht gefährden.

Keine Chance ??
Ich meine doch, und zwar eine gewaltige Chance. Der bevorstehende Europawahlkampf. Gehen wir vor nach dem Motto: "Wenn der Hund nicht beissen will dann tritt ihn."

Sammeln wir Geld für eine großformatige Anzeige mit etwa folgendem Inhalt: Warum stellen die Grünen einen Kandidaten auf mit einer Kinderschändervergangenheit ? Dazu paar sachliche Informationen, juristisch nicht angreifbar - und fertig ist die Laube.

Der Hosenlatzöffner muß sich äußern, ebenso wie die Partei. Denn erstens werden viele Fragen kommen von Leuten die bisher den Sachverhalt nicht kannten, zweitens kann im Wahlkampf ein solcher Frontalangriff nicht unbeantwortet bleiben.

Ob es der beste Weg ist weiß ich nicht.
Aber Eure Meinung wäre schon interessant.
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goldless
05.02.04 10:59:34
Beitrag Nr. 309
Hallo farniente,

dein Vorschlag scheint mir eine der wenigen gangbaren
Möglichkeiten zu sein. Und da ich mich eh schon mit einer
Spende am Wahlkampf beteiligt habe ;) , würde ich mich
auch an Inseratekosten beteiligen.

Wird allerdings nur klappen, wenn sich viele an der Aktion
beteiligen. Eine großformatige Anzeige in einer überregionalen
Tageszeitung verursacht schnell Kosten im satt 5-stelligen
Bereich.

Aber wie gesagt, grundsätzlich bin ich dabei!
Avatar
ina007
05.02.04 11:10:52
Beitrag Nr. 310
Ihren Vorschlag finde ich gut! Wie mir scheint auch der einzig mögliche Weg, die Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen. Wie wir wissen, ist die Presse nicht bereit zu diesem Thema zu recherchieren. Die Gründe, warum das so ist, sind allseits bekannt! Leider, armes Deutschland. In Frankreich war das anders! Deswegen braucht er dort auch nicht mehr blicken zu lassen.
OK, Anzeige grossformatig.
1. An welche Zeitung dachten sie: FAZ, TAZ, Welt, Süddeutsche, Bild ?
2. Solche Anzeigen sind schweineteuer :-(
3. Man müsste ein Spendekonto einrichten (das ist wohl das geringste)
4. Im Juni sind Europawahlen, das müsste also kurz vorher geschehen.

Frage: Was glauben sie wie viele Grüne hier mitlesen?
Mich würde es nicht wundern, wenn DCB als Spitzenkandidat ausgewechselt wird....
Das Internet ist gross...
Aber auch dann sollte man nicht ruhen!

Gruss
Ina
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farniente
05.02.04 11:17:35
Beitrag Nr. 311
goldless

Danke für Deine Antwort.
Natürlich ist eine große Anzeige in einer überregionalen Zeitung sehr teuer. Ich fürchte wir bekommen auch nicht genug Leute zusammen, sodaß es für jeden noch erträglich wäre.

Es ginge also darum, sofern jemand ein paar Beziehungen hat, interessierte Kreise auch für eine Spende zu begeistern.

Darüberhinaus wäre es auch mal zu prüfen, von jemand der sich auskennt mit solchen Kosten, ob es eine kostengünstigere Variante gibt. Z.B. ein popup auf einer guten Internetseite für einen Tag oder irgendsowas.
Also hier wäre eine Fachfrau/Fachmann sehr hilfreich.

Es geht um den "Tritt gegen den Hund", der muß ja nicht gleich eine Vermögen kosten - wenn es irgendwie geht.
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ina007
05.02.04 11:31:10
Beitrag Nr. 312
Ich bin schwer am Nachdenken...
Die FDP würde das mit Freuden unterstützen, nur das hat einen Haken: die Partei ist so gut wie pleite:-))
Gruss
Ina
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endaxi
05.02.04 12:13:19
Beitrag Nr. 313
#285 Eine zeitungsanzeige die parteipolitisch motiviert ist,dürfte der falsche weg dazu sein.Solch eine anzeige ist nicht nur riskant (evtl. widerruf)da bisher kein tatsächlicher missbrauchsbeleg vorliegt.Es gibt sicher sehr kostengünstigere möglichkeiten des protestes gegen DCB die noch dazu mehr aufsehen erregen.Solche attacken wie sie Beate Klarsfeld gemacht hat,lehne ich aber dabei ab.
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ina007
05.02.04 13:03:43
Beitrag Nr. 314
Hallo,
machen sie doch mal einen Vorschlag!
Gruss
Ina
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B.roehl
05.02.04 13:06:17
Beitrag Nr. 315
Zeitungsanzeige ist kontraproduktiver Quatsch, wenn sie überhaupt zustande kommt und von einer Zeitung abgedruckt wird.

Kinderschutzbund ist selbstverständlich ein seriöser Weg, der obendrein nichts kostet.

Außer den bereits diskutierten Argumenten, dass sich die wirklich Betroffenen nicht melden, stattdessen aber die falschen, gibt es eine Medienreaktion, die das Ganze als jämmerlich, durchgeknallt und seit langem widerlegt darstellt und die Sache wäre für immer tot und Cohn - Bendit für immer frei.

Was soll das Geunke: die Presse macht sowieso nichts, der Kinderschutzbund macht sowieso nichts.
Das ist doch Quatsch. Dass dieses Thema hier von Hossinger und in anderen Foren diskutiert wird, zeigt doch, dass die Situation schon längste eine andere ist und hier ganz offen über die Zitate von Cohn - Bendit geschrieben wird.

Das Interesse ist groß, ich bin inzwischen auch von verschiedenen Seiten auf die alte Geschichte aus 2001 angesprochen worden.

Diejenigen, die bereit sind Farbe zu bekennen, in einer Anzeige, sollen lieber Farbe bekennen in einer vernünftigen Aktion zum Beispiel in Anspruchnahme des Kinderschutzbundes.

Wie immer ist auch dies eine Frage des Wie.

Viele Grüße

Bettina
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Jupiler
05.02.04 13:43:17
Beitrag Nr. 316
http://www.kinderschutzbund.de/cgi-bin/start.pl?id=2

DER KINDERSCHUTZBUND - AKTIV ALS LOBBY UND HELFER

Der Kinderschutzbund sagt seine Meinung in der Anhörung des Bundestagsausschusses.

Das Spielmobil kommt zuverlässig Mittwochs in den Stadtteil.

So breit ist das Spektrum unserer Aktivitäten und alle sind notwendig für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern in unserem Land.


Der Kinderschutzbund steht auf diesen beiden Beinen:

Lobby und Öffentlichkeitsarbeit
Der Bundesverband und die Landesverbände machen Druck für die Verwirklichung der Kinderrechte - z.B. gegenüber Politikern bei Gesetzesvorhaben.Und sie bringen brennende Themen in die Öffentlichkeit - Kinderarmut, Gewalt gegen Kinder, Umweltgefahren.Anzeigenkampagnen, Plakate, Broschüren, Interviews sind die Mittel, um auf Gefährdungen von Kindern hinzuweisen, Forderungen zu stellen und Lösungsvorschläge anzubieten.Zusammenfassend hat der Kinderschutzbund dies in seinem kinderpolitischen Programm Aktion:Zukunft beschrieben.

Praxis der Kinderschutzarbeit
In Städten und Gemeinden bieten die Orts- und Kreisverbände Spaß, Unterstützung und Hilfe für Kinder und Familien. Ganz unterschiedliche - je nach dem, woran es am meisten fehlt.Für einige Angebote wurden einheitliche Grundlagen entwickelt: Die Kinderhäuser BLAUER ELEFANT, das Kinder- und Jugendtelefon und Beratungsstellen bei Gewalt gegen Kinder.Die DKSBler mischen sich auch vor Ort politisch ein - wenn es um Verkehrsplanung geht oder die Versorgung mit Kindergartenplätzen.



Nur zur Info,

Jupi
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Libertus
05.02.04 17:23:35
Beitrag Nr. 317
Das die meisten Opfer aus Scham oder auch Angst schweigen ist nicht ungewöhnlich, eher im Gegenteil. Ein Beispiel:

LEBENSBEICHTE

Pater gesteht neunfachen Kindsmissbrauch

Mindestens neun Jungen hat ein belgischer Erzieher an einem katholischen Internat in Österreich in den vergangenen 35 Jahren missbraucht. Das gab der schwer kranke Pater jetzt in einer Lebensbeichte zu.


Wien - Nach Angaben der Tageszeitung "Kurier" nutzte der inzwischen 60 Jahre alte Geistliche seine Autorität als Erzieher in dem Internat aus. Aussagen des Mannes, wonach die sexuellen Handlungen mit den Kindern "auf freiwilliger Basis" stattgefunden hätten, bezweifelt die Kriminalpolizei.
Offensichtlich war der Geistliche schon früher mehrfach wegen seiner Neigungen aufgefallen und habe sich unter Druck der Klosterleitung in eine Therapie begeben. Er wurde mehrfach versetzt. Erst vor einem Jahr meldete sich ein Opfer des Paters bei einer extra für Missbrauchs-Fälle geschaffenen Zentrale der Kirche und brachte den Fall ans Licht.

Unklar ist, ob der Mann vor Gericht gestellt und - bei einer Verurteilung - eine Haftstrafe antreten muss. Dies, so hieß heute, hänge vom Gesundheitszustand des Täters ab.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,285033,00.html


Wenn aber schon die Kirche in der Lage ist Kindesmißbrauch in vermutlich tausendfachen Fällen zu vertuschen, wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit das sich Opfer einer Diffamierungskampagne durch DCB und seinen Seilschaften aussetzen würden? Insofern ist es eher Zwecklos, und auch moralisch Bedenklich, per Anzeige nach geschädigten Personen zu suchen.

Den Kinderschutzbund nochmal eindringlich auf die entsprechenden Vorgänge hinzuweisen ist zumindest ein Versuch wert.

Bleibt nur noch die dritte Möglichkeit, selbst Aufmerksamkeit zu erregen. Als Beispiel könnte ich mir vorstellen, vor dem Grünen-"Hauptquartier" in Kinderkleidung, als Kinder verkleidet, zu demonstrieren, mit Schildern und Lautsprecherdurchsagen ála: "Daniel, spiel wieder mit uns", usw.
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goldless
06.02.04 00:42:37
Beitrag Nr. 318
Libertus,

lange Pause. Denken wohl alle angestrengt nach.

"vor dem Grünen-" Hauptquartier" in Kinderkleidung, als Kinder verkleidet, zu demonstrieren"

Könnte ich mit auch vorstellen. Es muss nur gut vorbereitet
sein. Heißt, reichlich Journallie müßte schon da sein.

Wenn wir das hinkriegen fahre ich auch nach Berlin.
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endaxi
06.02.04 01:19:36
Beitrag Nr. 319
Journalisten und TV ist überhaupt kein problem bei sowas,aber Grünen Hauptquartier ist nicht effektiv genug so wie beschrieben.Da dafür auch keine Kinder missbräuchlich verwendet werden dürften,sehen erwachsene wohl in kinderkleidung bescheuert aus.Eventuell würde sich sowas mit Pappmache überdimensional gestalten lassen und die aussage währe machbarer und wirkungsvoller,ebenso der schutz der teilnehmer.Ein Onkel könnte eine zufällige ähnlichkeit mit einem bekannten Politiker haben,Kunst hat da mehr "Freiräume" glaube ich.Zudem darf keine karnevalszeit sein,damit es nicht lustig rüberkommt.Künstler könnten ein gestaltungsinteresse daran haben,wie es bei karnevalswagen gut sichtbar ist.Unter umständen genügt schon die ankündigung zum vorhaben einer solchen demonstration,das sich die presse schon im vorfeld erneut damit viel stärker beschäftigt.Dies soll keine aufforderung zu evtl. daraus enstehenden straftaten oder wie auch immer sein,sondern nur zu weiteren überlegungen anregen,das pädophilen neigungen,egal dem ansehen einer person,stärker entgegengetreten werden muss.
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Jupiler
06.02.04 12:51:21
Beitrag Nr. 320
endaxi, Deine Vorschläge gefallen mmir
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Jupiler
06.02.04 13:06:38
Beitrag Nr. 321
http://joachim.trettin.bei.t-online.de/bandits.htm


betr.: Bündnis 90/ Die Grünen

Offener Brief an

Daniel Cohn- Bendit und Joschka Fischer



nachstehend fragile Auszüge:


Berlin, 10.05.1998

Hi Dany, hallo Joschka

Anfang dieses Jahres schrieben wir Euch einen Brief, mit der Bitte uns bei der Etablierung unserer Arbeit bezüglich der Wilhelm Reich Orgontechnologie bei den Grünen zu helfen. Du, Dany schriebst erst gar nicht zurück und Du Joschka behauptetest "von Wilhelm Reichs Orgon Theorie nichts zu verstehen, lediglich mit seiner politischen Massenpsychologie bekannt zu sein." und "Es würde Dir leid tun mir nicht weiterhelfen zu können," obwohl ich Dir ein repräsentatives Informationspapier über orgonomische Perspektiven mitschickte, ebenso wie Dir Daniel.

Kaum vorstellbar, daß Ihr als Politiker ratlos vor neu aufgeworfenen Fragen steht und antwortet: Ich verstehe nichts davon und kann nicht weiterhelfen. Wohl hättet Ihr uns weiterhelfen können und schlecht wäre es auch nicht für Euch gewesen.

...



weiter unten auf der Seite:

Wie dem auch sei - wir begreifen diese Seite als das vielleicht erste bewußte Internet,- Denk- oder besser Mahnmahl, indem der Geist von 68 weiter lebt und einen Hinweis geben soll, wie schnell man vergessen möchte, was man einmal den "Kampf gegen verinnerlichte autoritäre Strukturen" nannte und wie wenig 3o Jahre später davon noch in den Protagonisten übrig war.

Diese Seiten sind gewidmet:



auszugsweise drei von der ganzen Liste:

...

Allen Kindern, die durch das mangelnde Wissen sexualökonomischer Fakten von Geburt an durch Separation zum chronischen emotionellen Rückzug gezwungen werden.

Allen Babys, die durch mangelnde sexualökonomische Versorgung einen emotionellen kalten Charakter entwickeln, der sie um die Fülle des Lebens beraubt.

Allen Kleinkindern, die durch soziologisch vererbte Sexualunterdrückung gehen und so lebende Maschinen werden, zum Zwangscharakter bis zum Macho der liebesunfähig ist.

...




Ob sich Cohn-Bendit nach diesem offenen Brief in irgendeiner Form zur Orgontheorie geäußert hat, ist nicht bekannt.
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ina007
07.02.04 18:56:02
Beitrag Nr. 322
Hä?
Selbst wenn wir hier über jemanden diskutieren, der offentsichtlich in der Vergangenheit einige dunkle Punkte hatte und auch heute noch hat, auf diesen Brief nicht zu antworten, dafür habe ich vollstes Verständnis. Ich habe mich mal auf der angegebenen Homepage umgesehen. Also, kapiert habe ich nichts. Vielleicht habe einfach eine Dosis zuviel gesunden Menschenverstand :-))
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Jupiler
09.02.04 11:33:15
Beitrag Nr. 323
@ ina007:

Ina, es ist keine Schande, wenn man das nicht kapiert.

Das soll aber nicht das Ende der Überlegungen sein, wie man das Thema DCB und die Äußerungen in seinem Buch an eine breite Öffentlichkeit bringen kann.

Jupiler
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Jupiler
09.02.04 11:49:24
Beitrag Nr. 324
„Ich spreche offen von Narzissmus, weil ich weiß, dass es auf der politischen Bühne gefährlich werden kann. Ich habe nicht nur die Funktion eines Wortführers, diese Funktion verschafft mir auch soziale und emotionale Gratifikation in meinen Beziehungen zu Freunden und Freundinnen. Wie soll ich darüber ohne Koketterie reden? Vor dem Mai hatte ich starke Schwierigkeiten in meinen Beziehungen zu Frauen bzw. Genossinen. Nach dem Mai sehr viel weniger. Das ist für ein Individuum eine entscheidende Erfahrung. Da die Sexualität in der kapitalistischen Gesellschaft ein ungelöstes Problem bleibt, bin ich auf diese Gratifikation angewiesen. Und wenn ich es manchmal wage, bestimmte Situationen theoretisch zu erklären, dann nur, weil mir im persönlichen Bereich dieser emotionale Ausgleich gewährt wird. Diese Anerkennung, ist sie Liebe?“ (DCB)
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SleepingBeauty
09.02.04 11:55:58
Beitrag Nr. 325
Gehörte Cohn-Bendit nicht zu den Terror-Aboriginals in unserem so friedfertigen Lande? :)
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ina007
09.02.04 12:19:02
Beitrag Nr. 326
Natürlich nicht! Auf gar keinen Fall!
Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Woher haben sie dieses Zitat?
Gruss
Ina
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Jupiler
09.02.04 13:55:28
Beitrag Nr. 327
Ina,

das Zitat stammt aus "der große Basar" Seite 18, Zeile 26 bis 38;

J.
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hossinger
09.02.04 14:21:16
Beitrag Nr. 328
Das Thema ist wirklich todtraurig, aber über diese "Abhandlung" musste ich wirklich schmunzeln; das ist es wohl was Frau Röhl mit "totgequatsche ohne zur Sache zu kommen" meint.:cry:
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ina007
09.02.04 14:32:06
Beitrag Nr. 329
Danke für die Info.
Wo bekomme ich dieses Buch her?
Im Phoenixforum wurde mir der link www.sfb.at genannt, aber ich komme da nicht weiter:-(
Gruss
Ina
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SleepingBeauty
09.02.04 14:35:10
Beitrag Nr. 330
#297

Der kann einem aber richtig light tun! :cry:
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Jupiler
09.02.04 14:47:16
Beitrag Nr. 331
Sie haben eine Boardmail !
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Libertus
10.02.04 21:04:22
Beitrag Nr. 332
UP!
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B.roehl
11.02.04 02:20:52
Beitrag Nr. 333
im FDP - Forum ist ein geschlechtsloser anonymer Pädophiloge aufgetaucht, der nicht nur Cohn - Bendit verteidigt, sondern zu diesem Zwecke pädophile Handlungen
als "Sex" verkauft und befürwortet.

Die so genannten Argumente unterscheiden sich nicht wesentlich, von dem, was die nordrheinwestfälischen Grünen bekanntlich vor einigen Jahren zu pädophilem grünen Parteiprogramm machen wollten.

Damals haben die Grünen in NRW zu Recht im wahrsten Sinne des Wortes den Schwanz eingezogen.

Wer mag sollte sich das gerade tobende Forum kurz anschauen.

Viele Grüße Bettina
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Gamsbichler
11.02.04 07:16:03
Beitrag Nr. 334
Dieser Thread ist wohl ein Werbeplakat für den Cohn Bendit.
Das war mein erstes und letztes Posting in diesem Thread weil ich mich nicht daran beteilige Werbeplakate hochzuhalten.
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ina007
11.02.04 10:07:50
Beitrag Nr. 335
Dieser Thread im Liberalen Forum wurde soeben deaktiviert!

Gruss
Ina
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ina007
11.02.04 15:54:56
Beitrag Nr. 336
!
Dieser Beitrag wurde vom System automatisch gesperrt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an feedback@wallstreet-online.de
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hossinger
11.02.04 16:21:06
Beitrag Nr. 337
Die Grünen in NRW haben schon detaillierte Gesetzesvorschläge für eine "Liberalisierung" des Sexualstrafrechts auf die Linie - keine Altersbeschränkung bei freiwilligem Sex!

Egal ob man die Grenze bei 16 oder 14 zieht; schon die Wirkung solcher Diskussionen heizt doch die Fantasie von Pädophilen an. Möglich Restanteile von Moral fallen doch wenn die o.g. Linie public würde.

:mad:
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ina007
11.02.04 17:13:57
Beitrag Nr. 338
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.
Mit dem Satz " da bekommen die Statements..... ein ganz neue Dimension" meine ich:
1. DCB ist ganz besonders schlimm weil er als ein in der Öffentlichkeit stehender Politiker ein Multiplikator ist.
2. Die allseitsbekannten Passsagen aus seinem Buch nun mal schwarz auf weiss zu lesen sind und Pädophilen Tür und Tor öffnen (Hosenlatz ist Hosenlatz)
3. solche Äusserungen eines Teilnehmers (und ich habe noch die vergleichsweise "harmlosen" Passagen kopiert, weiteres möchte ich dem Leser ersparen) eben eine Spätfolge des Feuerspiels von CB darstellen, die sich heutzutage in den frei zugänglichen Foren tummeln.

Nein, diese Äusserung des Diskussionsteilnehmers muss ich doch zitieren:
"Ein Jungspimmel ist kleiner, steht aber genausogut oder sogar besser und beim Orgasmus kommt noch keine Samenflüssigkeit raus, weswegen er "trockener Orgasmus" genannt wird." Geschrieben vergangene Nacht, jetzt nicht mehr verfügbar, habe es mir geistesgegenwärtig sofort ausgedruckt.

1.Wenn das kein Fall für den Staatsanwalt ist!
2. Und DCB hat genauso gedacht und ist davon gekommen!
Ich frage mich warum?
Gruss
Ina
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hossinger
11.02.04 17:39:53
Beitrag Nr. 339
Hast du den Typ angezeigt (über die MODS oder direkt)? Ich hätte DCB, wenn mir der Sachverhalt früher bekannt gewesen wäre, sicher angezeigt. Leider sind die Taten seit mindestens 3 Jahren verjährt.
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hossinger
11.02.04 17:55:26
Beitrag Nr. 340
Per email an www.glos.de

Sehr geehrter Herr Glos,

gerne versichere ich Ihnen meine Solidarität beim Aussprechen der Wahrheit über die Spitzenpolitiker der GRÜNEN. Vielleicht findet einer Ihrer Mitarbeiter mal die Zeit sich auf der web-seite wallstreet-online.de, unter Community im Politikforum den Thread "der grosse Basar" durchzulesen. Diskussionsteilnehmerin ist u.a. Frau Roehl, die Tochter von Ulrike Meinhof.

Vielleicht können Sie mitwirken diesen, in der Öffentlichkeit unbekannten, Skandal zu publizieren.

MfG
xxxxxxx
Avatar
ina007
11.02.04 18:18:37
Beitrag Nr. 341
Ich möchte zu bedenken geben, dass Herr DCB für die Grünen als Europaspitzenkandidat fungiert und somit Deutschland im Europaparlament repräsentiert!
Und das bei dieser Vergangenheit, die heute keiner mehr so genau weiss und viele -gerade bei den Grünen, die heute in Amt und Würden sind- ein Interesse daran haben, dass man nicht mehr genaues weiss.
Ich wunderte mich im Jahr 2001 wie schnell die Fischersache über den Tisch ging. Auch die Medien haben fast überwiegend tendenziös berichtet.
Wir sind heute 3 Jahre weiter und befinden uns in einer der schwierigsten Krisen nicht nur in ökonomischer sondern auch in gesellschaftpolitischer Hinsicht.
Können wir es uns wirklich leisten solche Leute in ein gutdotiertes (finanziert mit unseren Steuergeldern!) Amt zu wählen, wo diese Gelegenheit haben ihre abstrusen Gedanken zu äussern und das auch im Namen der Grünen Deutschlands?

Die Grünen haben offensichtlich damit kein Problem, obwohl sie sehr gut über DCB Bescheid wissen! Damit kann man unschwer erkennen wie es um das politische Gewissen dieser Partei bestellt ist. Ich denke auch sie hätten bestimmt jemand geeigneteren gefunden. Aber wenn man Fischer-Intimus ist, dann...
Mein Appell an den investigativen Journalismus halte ich hiermit aufrecht, auch wenn alles verjährt ist. Aus der Welt ist es noch lange nicht:
Gruss
Ina
Avatar
B.roehl
11.02.04 18:59:37
Beitrag Nr. 342
Email an Glos finde ich sehr gut!

( Ich bin aber nicht die Tochter von irgendjemand, sondern Journalistin, die Sache Cohn - Bendit ist mir nicht in die Wiege gelegt worden, sondern ich mußte sie recherchieren, wie jeder andere Journalist auch )

Bettina Röhl
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CaveModem [Mod]
12.02.04 00:27:53
Beitrag Nr. 343
Guten Morgen,

ich habe hier ein Posting gelöscht, das als Zitate Auszüge einer Diskussion in einem anderen Forum enthielt, die dort aber zu Recht entfernt wurde. Natürlich ist es immer schwierig, über Themen wie Pädophilie zu reden ohne " Anschauungsmaterial" . Doch bitte bedenkt bei allem berechtigten Streben, die Pädophilie einzudämmen, dass das Einstellen von einschlägigem Material in eine Internet-Diskussion nicht nur der Aufklärung dient, sondern auch dem unabsichtlichen Verbreiten dieser Neigung.

Gleiches gilt übrigens gegebenenfalls für Bücher und ähnliches, die als Beweis für frühere Verfehlungen aufgelistet werden, schon lange in der Versenkung verschwunden waren und durch diese Diskussionen plötzlich wieder ein sehr zwiespältiges Interesse finden.

Ich gebe zu, es ist schwierig, einen echten Mittelweg zu finden zwischen einer sicherlich sehr wichtigen Debatte über pädophile Neigungen und dem unabsichtlichen Verbreiten der Gleichen.

Ich empfehle im Rahmen der Aufklärung dennoch etwas mehr Zurückhaltung bei der Nennung von echten Quellen. Wir befinden uns immerhin im Internet und werden womöglich nicht nur von Pädophilie-Gegnern gelesen.

CaveModem :)
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goldless
12.02.04 00:40:18
Beitrag Nr. 344
CaveModem,

also die Löschung von Ina´s Beiträgen finde ich das Letzte.

Mit wohlgewählten Worten unterschwellig zu unterstellen,
daß hier der Pädopholie Vorschub geleistet werden könnte
ist doch wohl voll daneben. Ein Schuft, der das in Ina´s
Beiträge hineininterpretiert.

Wir reden hier über ein extrem unappetitliches Thema.
Da sind unappetitliche Beiträge nicht zu vermeiden.

Und jeder sollte wissen wie unappetitlich das ist. Deß-
halb waren Ina´s Postings wichtig.

Stell sie wieder rein! Verstümmele den Thread nicht. Wir
sind hier nicht auf dem Sofa.
Avatar
Libertus
12.02.04 01:01:49
Beitrag Nr. 345
Für alle Quereinsteiger, hier findet ihr die diskutierten Passagen aus dem Buch von D. Cohn-Bendit:
http://www.spekulantenclub.de/Basar/der_grosse_basar.html

Sollte jemand Anstoss an den Texten finden, oder der Meinung sein, dass hier Material zur Befriedigung pädophiler Neigungen veröffentlicht wird, der soll sich bitte direkt an den Autor des Buches wenden.
Zu finden ist der Pädo-Politiker ab dem 1.7.2004 im Europaparlament, wo er die Bundesrepublik Deutschland vertritt, also auch DICH!!!!!!
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CaveModem [Mod]
12.02.04 01:16:53
Beitrag Nr. 346
goldless,

Ganz definitiv: Ich unterstelle niemandem von euch hier, dass ihr so etwas Vorschub leisten wollt. Das Problem ist nur, dass Aufklärung immer auf einem sehr schmalen Grad verläuft. Und Threads können auch stille Mitleser haben. Das muß uns allen bewußt sein, wir befinden uns in keinem abgeschlossenen Chat-Raum, in dem das selbstverständlich korrekt wäre.

Ich habe sehr höflich erläutert, wie es zu dieser Entscheidung kam. Ich habe das getan in Anerkenntnis eurer Arbeit hier. Insofern finde ich, goldless, es nicht fair, dass du mich einen "Schuft" nennst. Wenn du nicht meiner Meinung bist, kannst du das äußern. Aber bleibe bitte sachlich, ich bin es auch!

Unappetitliche Themen können auch unappetitliche Beiträge liefern, aber das Gestöhne eines Pädophilen hat hier bitte nichts zu suchen. Diese Informationen könnt ihr bitte privat austauschen. Niemand hindert euch daran.

Ich sehe auch in dem gelöschten Posting nur beste Absichten, aber meine Entscheidung steht aus den genannten Gründen.

CaveModem :)
Avatar
goldless
12.02.04 01:51:56
Beitrag Nr. 347
CaveModem,

also, den Schuft nehme ich mit dem Ausdruck des Bedauerns
zurück. Sorry.

Mir ist schon klar, daß es schwierig ist einen Thread wie
diesen zu moderieren. Mir ist auch klar, daß es schwierig ist
sich in die wirkliche Problematik hineinzudenken.

Ich habe vor Jahren ein Buch gelesen. Es ist geschrieben
von einem Mädchen, daß in meiner Heimatstadt großgeworden
ist. Einem Mädchen mit einem pädophilen Vater. Einem sehr
angesehenen Mann. Der ein führender, örtlicher Vertreter
einer großen Volkspartei war.

Dieses Buch hat mich bis in meine Grundfesten erschüttert.
Ich mußte es in einem Zug durchlesen. Einen ganzen Tag und eine
ganze Nacht. Und ich habe beim Lesen geweint.

Und habe anschließend wochenlang nicht normal geschlafen
und immer wieder von diesen unglaublichen Vorgängen
geträumt.

Ich versuche rauszufinden wie das Buch heißt. Es ist eine
absolute Pflichtlektüre für jeden, der meint zu diesem
Thema etwas sagen zu müssen. Und es ist eine Pflichtleküre
für jeden, der meint die Cohn-Bendit-Vorgänge beurteilen
zu müssen.

Falls du es jemals lesen wirst, wirst du Beiträge wie die
von Ina nicht mehr löschen. Es ist wichtig, es plastisch
nachvollziehbar zu machen, wie Pädophlie denken und was sie
veranstalten. Ein Normaldenkender kann sich das nicht vor-
stellen. Es ist unglaublich. Und um es transparent zu machen
müssen die Dinge beim Namen genannt werden.

Das ist wichtig.
Avatar
goldless
12.02.04 01:54:15
Beitrag Nr. 348
Ach übrigens,

der Vater hat 7 Jahre bekommen.

Wenn man bedenkt, daß er seinen Sohn in den Selbstmord
getrieben und seine beiden Töchter zu seelischen Krüppeln gemacht hat, ein mildes Urteil.
Avatar
CaveModem [Mod]
12.02.04 02:06:43
Beitrag Nr. 349
goldless #319,

Entschuldigung dankend angenommen. Buchtipp gerne auch per BoardMail an mich.

Beim Transparent-Machen von Tatsachen denkt bitte daran, dass auch vor Gericht ab einem gewissen Punkt, insbesondere wenn es um Kindesmißbrauch geht, aus gutem Grund Dinge hinter verschlossenen Türen besprochen werden. ;)

Danke
CaveModem :)
Avatar
goldless
12.02.04 02:40:31
Beitrag Nr. 350
CaveModem,

in diesem Buch herrscht schonungslose Offenheit.
Die unter die Haut geht.

Und Augen öffnet. Und Leute wie Cohn-Bendit nicht als
Kavalierdeliktler sondern als Verbrecher dastehen läßt.

Aber was soll´s, du mußt es lesen.

Ich gebe mir Mühe.
Avatar
ina007
12.02.04 08:06:42
Beitrag Nr. 351
Lieber Webmaster,

ich kann verstehen, dass sie auf den Löschenknopf gedrückt haben, beim Lesen dieser Auslassungen im liberalen Forum wuchs mein Ekel ins Unermessliche.
Frage: habe mir das alles ausdruckenlassen und was mache ich jetzt damit?
Bedenken Sie, da lebt irgendwo jemand der seine Sicht der Dinge an unschuldigen Kindern auslebt und womöglich die Äusserungen eines Europaabgeordneten in seinem Buch als Argumentationshilfe benutzt.
Ist wieder mal "wegducken" und schweigen angesagt?
Ich denke: Nein!
Ich gebe ihnen ebenfalls recht, das dieses Thema äusserst sensibel gehandhabt werden muss.
Grüsse
Ina
Avatar
rv_2011
12.02.04 08:16:58
Beitrag Nr. 352
@ Ina

Auch mir kam einiges hoch, als ich das gelesen habe und ich bin auch der Meinung, dass man gegen die Urheber vorgehen muss.

Die erneute Veröffentlichung in diesem Forum bringt diese perversen Ansichten allerdings nur erneut unter das Volk.

Zwei Vorschläge:
1. Schreiben Sie an die Verantwortlichen des FDP-Forums, sie sollten Anzeige erstatten gegen den oder die User. Die müssten doch ihre Identität kennen.
2. Wenn von dort keine Reaktion kommt, schicken Sie das Material mit Quellenangabe an die Staatsanwaltschaft Berlin (ich gehe mal davon aus, dass dieses Forum dort beheimatet ist).
Avatar
Jupiler
12.02.04 09:15:14
Beitrag Nr. 353
@ CaveModem, Nr. 315:


Sehr geehrter Moderator,

nachstehend zitiere ich Frau Röhl:

"Autor: B.Röhl
Datum: 11.02.04 20:42

Sehr geehrte Frau .......,

ich bin entsetzt, dass Sie hier werthaltige und umfangreiche Beiträge gelöscht haben, die hier gestern Abend und gestern Nacht mit sehr viel Mühe geschrieben wurden und die sehr sinnreich, mit Argumenten, oft humorvoll und nicht nur
(Name der Person)ansprechend, sondern vor allem die anderen einfach mitgelöscht haben.

Ich bin selber die erste gewesen, die gesagt hat, die Beiträge dieses schlimmen Päderasten müssen gelöscht werden, aber ich sehe nicht ein, dass die mühsame und zeitaufwendige Bekämpfung des Missetäters nun auch gelöscht werden muss.

.................




Auch in diesem Thread besteht die Gefahr, daß Sie, ob bewußt oder unbewußt, durch allzu rasches Löschen von Diskussionsbeiträgen und Quellenangaben nicht der Überführung der Missetäter und dem Aufhellen der prädophilen Verbrechen dienen, sondern eher diese noch decken oder ein Mäntelchen der Verteidigung gewähren.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Lektüre eines Erfahrungsberichtes eines als Kind oder Jugendliche/n mißbrauchten Menschen einen Pädophilen anspricht. Vielmehr ist es doch genau umgekehrt. Die Mißbrauchten bringen ihre Erlebnisse deshalb zu Papier, um andere Menschen auf diese Mißstände aufmerksam zu machen, zu alarmie