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Liebe ist... - 500 Beiträge pro Seite


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jeder kennt bestimmt die Bilderserie zu diesem Thema ... ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen ... und immer nette Sachen ... wie ein Küsschen, ein paar Blümchen ...

eigentlich eher langweilig wenn zur entsprechenden Zeit natürlich auch schön...

aber Liebe ist auch noch etwas anderes...

ich fange mal an...


Liebe ist ... ohne Ekel seine Kotze wegzuwischen wenn er es nicht mehr bis zum Badezimmer geschafft hat in seinem Suff... :rolleyes:


fällt euch dazu auch noch was ein ????
Liebe ist ...

wenn Helmchen die gutaussehende Tusse mit der Modelfigur, die ER im Suff mitgebracht hat und für die Barny XXL Frühstück gemacht hat, anschließend schön vernaschen tut.

:kiss: :kiss: :kiss:
eigentlich bin ich auch nur darauf gekommen weil ich mich gestern mit @gesine über den Perfektionismus unterhalten habe ... also der Drang des Menschen möglichst keine Schwächen zu haben....

nichts ist eigentlich langweiliger ... nur wer gibt sie schon gerne zu....
:laugh: mausel, hattest du je ein anderes thema?

ich find den sräd gut!! werde hier posten, was albert camus darüber schreibt in seinem buch "der erste mensch", ganz schöner text über die liebe :kiss:
der erste mensch ist das werk, an dem albert camus bis zu seinem tod arbeitete. das manuskript wurde bei dem tödlichen autounfall am 4. januar 1960 in seiner mappe gefunden. es besteht aus 144 mit der hand in einer eiligen, schwer entzifferbaren schrift heruntergeschriebenen seiten, manche ohne punkt und komma, die nie überarbeitet wurden...
das stimmt sowieso @beauty ....

aber es ist einfach so ... manche Leute ekeln sich vor sowas und würden am liebsten dazukotzen wenn sie so etwas sehen ... riecht ja auch nicht so toll...

wobei ich zugeben muß ... von fremden Menschen ekelt es mich auch an...
"inszeniert wie ein roman, enthält der erste mensch eine bewegende autobiografie der algerischen kindheit albert camus: das intimste selbstzeignis, das der diskrete und scheue autor hinterlassen hat."
der spiegel
Liebe (nicht nur zu einem bestimmten Menschen) ist auch, etwas als "schön" wahrzunehmen. Und weil wir gerade bei Camus sind:

Albert Camus: Hochzeit in Tipasa
"Im Frühling wohnen in Tipasa die Götter. Sie reden durch die Sonne und durch den Duft der Wermutsträucher, durch den Silberküraß des Meeres, den grellbaluen Himmel, die blumenübersäten Ruinen und die Lichtfülle des Steingetrümmers."

Albert Camus: Das Meer
"Ich wuchs am Meer auf, und die Armut schien mir kostbar; dann verlor ich das Meer, und aller Luxus erschien mir fortan grau und das Elend unerträglich. Seither warte ich auf die Schiffe der Rückkehr, auf das Haus der Gewässer, auf den hellen Tag. Ich gedulde mich, ich bin höflich mit allen meinen Kräften. Man sieh tmich durch schöne, gescheite Straßen gehen, ich bewundere Landschaften, klatsche Beifall wie alle, schüttle die Hände und bin es nicht, der redet. Man lobt mich, ich träume ein wenig, man beleidigt mich, ich bin kaum erstaunt. Dann vergesse ich und lächle den Beleidigenden zu oder grüße allzu höflich jenen, den ich liebe. Was soll ich tun, wenn ich in mir nur das eine Bild trage? Man zwingt mich schließlich zu sagen, wer ich sei. "Noch nichts, noch niemand ..."
#19 im roman der erste mensch habe ich für mich stimmige worte über die liebe gefunden.. diese stehen nicht im roman selber, sondern im anhang.

ich beginne mal:

er hatte seine mutter und sein kind geliebt, alles, was nicht von einer wahl abhängig war. und letztlich hatte er, der alles bestritten, alles in frage gestellt hatte, immer nur das notwendige geliebt. die menschen, die das schicksal ihm aufgedrängt hatte, die welt, sie wie sie ihm erschien, alles, was er in seinem leben nicht hatte vermeiden können, die krankheit, die berufung, den ruhm oder die armut, seinen stern eben. bei allem übrigen, bei allem, was er hatte wählen müssen, hatte er sich bemüht zu lieben. was nicht dasselbe ist...

f.f.
mein Lab trug früher lange Haare und er sagte mal zu mir.... "wenn Du mich liebst dann flechte mir einen Zopf.... " ... fand´ ich saukomisch und habe es auch gemacht..... :D ... er sah zum schreien aus ....

hatte irgendwas mit einem Brauch zu tun von irgend einer Zunft - keine Ahnung....
nein @Beauty .... er war mal Zimmermann und in irgend einer Zunft über die er mir aber nie etwas erzählen wollte...sowas wie Freimaurer glaube ich... wenn jemand etwas nicht erzählen möchte bohre ich auch nicht nach ...
dann mach ich mal weiter, mausel (dachte ich doch, dass es dich ansprechen könnte...) :)

....was nicht dasselbe ist. er hatte wohl hingerissensein, leidenschaft und sogar augenblicke der zärtlichkeit gekannt, aber jeder augenblick hatte ihn weitergetrieben zu anderen augenblicken, jeder mensch zu anderen menschen, er hatte letzten endes nichts von dem geliebt, was er gewählt hatte, ausser dem, was sich ihm durch die umstände allmählich aufgedrängt hatte, ebenso zufällig wie willentlich gedauert hatte und schliesslich notwendig geworden war: jessica.....

f.f.
Albert Camus

<Albert Camus, am 7. November 1913 in Mondovi (Algerien) als Sohn eines Landarbeiters geboren. Studierte Philosophie, vorübergehend Mitglied der KP. Gründete 1935 eine Theatergruppe, war Schauspieler und Journalist. 1938 - 1940 Mitarbeiter der Alger Républicain und Paris-Soir. 1941 Lehrer in Oran. Schloß sich 1942 der französischen Résistance an. 1943 Mitbegründer der illegalen Zeitung Combat, 1944 - 1947 Chefredakteur. Gleichzeitig Verlagslektor bei Gallimard. Reisen in die USA (1946) und Südamerika (1949). Bruch mit Sartre im Zusammenhang mit dem Erscheinen des philosophischen Essays Der Mensch in der Revolte. 1954 Ausbruch des Algerienkriegs. 1956 Reise nach Algerien. 1957 Nobelpreis für Literatur. Verunglückte tödlich bei einem Autounfall am 4. Januar 1960.>
dieser Albert Camus muß ein ganz toller Typ gewesen sein...


@ mausel,

dann möchte ich dir das buch von ihm empfehlen



Albert Camus - Der Fremde

Roman.
Rowohlt Taschenbuch 143 Seiten,
ISBN: 3-499-22189-6
#29 Mausel, also gegen Sprüche wie "... wenn du mich liebst ..." bin ich allergisch. Man kann jemanden um etwas bitten ohne diese erpresserische Note. Außerdem hängt "Lieben" doch gewiß nicht davon ab, daß man gehorsam etwas eher Banales ausführt, das unter der in diesem Zusammenhang wirklich übertriebenen Prämisse "Liebe" gefordert wird. Anders sieht`s auch, wenn jemand etwas Schwerwiegendes verlangt und den Partner vor die Wahl stellt: "Liebe mich und tue das - oder ich glaube nicht, daß du mich liebst." Was soll darauf folgen? Trennung ist darin gar nicht angedroht. Ich meine, mit dem Satz "wenn ..." wird ein wenig zuviel gepokert. Liebe BEWEIST man eigentlich eher ohne darüber zu reden. Womit wir bei der Frage angekommen wären, was Liebe eigentlich ist ... :rolleyes:
...jessica. die wahre liebe ist weder eine wahl noch eine freiheit. das herz, vor allem das herz ist nicht frei. es ist das unvermeidliche und die erkenntnis des unvermeidlichen. und er hatte von ganzem herzen wirklich nie etwas anderes als das unvermeidliche geliebt. jetzt brauchte er nur noch seinen eigenen tod zu lieben.

f.f.
Kieberer,
bei den Freimaurern gibt es bestimmte Grade, die sich an Handwerksberufen orientieren. Daher auch die Verwendung des Begriffs "Bauhütte" und Gerätschaften als Symbole.
#37

Meint er mit dem "Unvermeidlichen" eine gewisse Hilflosigkeit, ein Ausgeliefertsein und Benutztwerden (und sei es vom "Schicksal")? Widerspricht das nicht der Selbstbestimmung eines jeden und seiner Entscheidungsfähigkeit? Oder soll hier eben das Entfallen dieser Fähigkeit im Bereich der Emotionen dargelegt werden, rechtfertigt Camus damit etwa eine gewisse Zügellosigkeit, Unbeherrschtheit und Habgier in diesem Bereich? Ist das sein orientalisches Erbe im Gegensatz zum """nüchternen""" Nordeuropäer?
Kieberer,

Quatsch. Diese Leute nennen sich nun mal "Freimaurer". Du würdest doch den Begriff "mauern" beim Kartenspiel auch nicht durch "schreinern", "tischlern" oder "zimmerern" ersetzen! :D
@Kieberer Dein Posting ist einfach nur blöd...

wie Du vielleicht sind Handwerksberufe bestimmten Zünften angeschlossen .... ich habe ja auch nur gesagt sowas wie Freimaurer....

@beauty .... wenn Du mich liebst dann mache... ich weiß schon was Du sagen willst und ich gebe Dir recht...

aber das war einfach nur aus einer Laune heraus, ganz spontan ... wir mussten beide lachen ...

und wenn ich so einfach meine Liebe beweisen kann ... das war es mir wert... :)

es war wirklich nur ein Spass ... wie man manchmal etwas dahersagt....
#40 von SleepingBeauty :)

jetzt bin ich aber total erschlagen von der guten qualität deiner fragen :eek:

das wird ein guter sräd :) muss nur gleich weggehen, aber wir haben ALLE zeit :kiss:

ein Ausgeliefertsein und Benutztwerden (und sei es vom " Schicksal" )? denke, dass dies weniger zutrifft

Oder soll hier eben das Entfallen dieser Fähigkeit im Bereich der Emotionen dargelegt werden, rechtfertigt Camus damit etwa eine gewisse Zügellosigkeit, Unbeherrschtheit und Habgier in diesem Bereich? Ist das sein orientalisches Erbe im Gegensatz zum " " " nüchternen" " " Nordeuropäer? wohl sehr viel wahres!

später mehr :) das thema ist topaktuell :cool:
#46 Mausel,

warum mußt du sie denn beweisen? Glaubt er sie dir nicht? Oder hast du Sorge, er könne sie nicht glauben? Weißt du, Mausel, ich glaube, diese Beziehung ist/war keine recht glückliche für dich. Ich halte in einer Beziehung das Bewußtsein, auf die Liebe des anderen vertrauen zu können, für unentbehrlich.
#49

<Albert Camus wurde früher oft als "Existentialist" eingeordnet. Wie falsch diese Etikettierung ist, zeigt die neueste Camus-Literatur immer deutlicher. Camus` "Revolte" gegen den Nihilismus der Gegenwart, gegen Zynismus und Unrecht gründet in seiner reflektierten Erfahrung von "Welt". Diese ist für ihn nicht die ungebrochen-heile Natur, vielmehr eine Wirklichkeit, die gerade in ihrer Ambiguität zum Denken und Handeln herausfordert. Die in dieser Zwiespältigkeit zu erkennende Positivität ermutigt Camus zu der ihm eigenen "das Griechische" wieder aufnehmenden "Treue" und "Liebe". Camus hat die Aporien des totalitären Marxismus und der christlichen Religion ebenso decouvriert wie die kapitalistisch-technologische Maßlosigkeit. Seine Position, deren Hintergrund und Kohärenz in diesem Buch entfaltet werden, ist die einer libertären "Philosophie der Grenzen", deren Implikationen und Imperative in jüngster Zeit wieder starke Beachtung finden.>

Klappentext aus Heinz Robert Schlette (Professor der Philosophie in Bonn) "Albert Camus: Welt und Revolte"
@beauty .... in diese Beziehung bin ich gerutscht als es mir so dreckig wie noch nie ging .... als jemand der glaubte der größte Liebhaber diser Welt zu sein mich fallen gelassen hat .... weil er glaubte jetzt steht ihm die Welt offen....

....und mein Lab ist ein Mensch der für mich alles dieser Welt auf sich genommen hat .... er hatte einen schweren Motorradunfall ... lief an zwei Krücken .... und trotzdem hat er mich jeden Tag im Krankenhaus besucht als es mir nicht gut ging ... er hätte sich mit letzter Kraft zu mir geschleppt weil ich außer ihm niemanden hatte....

selbst wenn es heute nur noch Freundschaft ist ... ich vergesse so etwas nicht und würde niemals einen Freund für ein dämliches Arschloch im Stich lassen was einfach nur in den Tag hineinträumt und sich für den Größten hält....

auch ich kenne stärkere Gefühle als Freundschaft .... aber ich lasse mich nicht mehr durch Lügen blenden...

sagen kann man viel .... Freundschaft oder Liebe braucht Beweise.....
Mausel, ich meine, die Beweise ergeben sich von selbst (natürlich nicht im Minutentakt!). Fordern kann man sie, meine ich, nicht - bzw. es gibt wenig Anlässe, wo eine solche Forderung berechtigt wäre, viele bemerken sie gar nicht ... Liebe ist nicht unbedingt, daß ER daran denkt, IHR hin und wieder Blumen mitzubringen (wenngleich das sehr nett ist), sondern wenn er ihr beispielsweise keine Vorwürfe macht, wenn sie mal wieder ihrer Schwäche für neue Schuhe zum Opfer gefallen ist ... oder ... oder ... Das muß man aber überhaupt erst einmal zur Kenntnis nehmen; du merkt, ich sehe die "Beweise" für Liebe eher in den unscheinbaren Dingen, die aber häufiger vorkommen als die spektakulären und die meistens völlig übersehen werden. Im Alltag eben. Es gibt zwei Möglichkeiten der Krise für eine Beziehung: Erstens - das Auftauchen eines Problems, zweitens - der Alltag. Letzter kommt öfter vor. :D
#45, #48

Hab keine Probleme damit, ist schon ok, war nur als Info gedacht, und wie SB schrieb: Liebe ist .... immer wieder neu! .......Auf ein Neues ;)


Möchte nur zu Bedenken geben, dass Summa Summarum das Ergebnis aus tausend jährige Erfahrung, Liebe und Freundschaft betreffend, ein weiser Mensch wie folgt beschrieb:

Liebe ist nur ein Wort und Freundschaft ist meistens falsch


Bodin denkt auch so, nicht immer, aber immer öfter :rolleyes:
@beauty ... ich sehe es genauso .... aber wie kommt es , dass wenn ma ehrlich ist dieser Mann nicht mehr fähig ist mit einem zu schlafen ???? .... das witzige ist ...er sagt wollte ja nicht.... dabei versucht er es gar nicht erst...

soll man über so eine Scheisse nun lachen ?????

ich habe nicht vor einen Mann zu vergewaltigen.....
Ja, Bodin, das sind so die typischen Erkenntnisse ... aber ohne den Glauben an das, was die Erkenntnisse als falsch aufzeigen, wäre unser Leben bis zum Zeitpunkt der Erkenntnis unendlich leeeeeeeeeeeeeeeeer! :rolleyes:
danke beauty ... aber mich braucht niemand zu bedauern..

leider hänge ich mitten in dem Sog derer die sich gerne bedauern lassen würden...

" ich habe Dir doch gesagt dass ich Dich liebe.... Dir alles gegeben.... ich habe das Recht darauf dass Du mich liebst.... " *heul

wie ich diese Kacke hasse....
Liebe hat keinen Grund ... hat keinen Verdienst weil dieses oder jenes man ja schließlich gesagt oder gegeben hat...

Liebe ist einfach freiwillig und kann man nicht erzwingen ....

auf alles andere kann ich auch gerne verzichten.... Verantwortung weil es einfach Zwang ist ...ist mir ein Greuel....
Noch was über Camus (von H. R. Schlette o. c.):

"Das Absurde ist für Camus also nicht bloß, wie im vulgären Verständnis, das Sinnwidrige und Unlogische, ihm eignet vielmehr der Charakter des Verunsichernden und Provozierenden, d. h. eine Art von rational aufweisbarer Zwiespältigkeit, die freilich nicht bleiben will, was sie ist. Insofern verdient auch Beachtung, daß Camus die Erfahrung des Absurden nicht (stoisch) als Indifferenz beschreibt, die gleichmäßig in der nichtänderbaren, mittleren Position zwischen Negativität und Positivität verharrt, sondern daß die Momente der platonischen und neuplatonischen Sehnsucht nach Einheit, Glück und vollendetem Sein in Camus` Verständnis des Absurden konstitutiv eingegangen sind. Von diesem Platonismus - und erst recht vom Christentum, insoweit er es in der hier gemeinten Perspektive mit ihm gleichsetzt - trennt ihn allerdings die "Hoffnung" auf eine transzendente Erfüllung, die er stets zurückgewiesen hat. Wie aber Menschsein in der Verfaßtheit seiner "absurden", also seiner gespaltenen, keine rational gesicherten (metaphysischen) Wahrheiten erreichenden, aber dennoch nach Einheit tendierenden Situation überhaupt gelebt werden kann, das ist das zentrale, dramatische Problem des Camus`schen Humanismus."
@beauty ... sehr schwer zwar ausgedrückt von Camus...

aber jeder möchte sich doch irgendwie begreifen in dieser Welt... ehe man sich selbst begreift wird man von anderen in irgend eine Rolle gepresst .... je weniger Du Dich wehrst umso schlechter wird die Rolle die man Dir zugedenkt .... denn alles Negative des eigenen Charakters wird bequemerweise in Dich projoziert um sich selbst davon freizusprechen....

die Stillen und Ruhigen, die alles über sich ergehen lassen um dann als Bumänner der Nation dazustehen sind eigentlich die liebenswerten und nicht die lauten....
wenn Du Dich Dein ganzes Leben lang bemühst niemandem weh zu tun ... genau dann ziehst Du den ganzen Hass Deiner Umgebung auf Dich .... denn die Welt lebt davon dass jeder schlecht ist....

man traut dem anderen nur genau das zu wozu man selbst fähig ist....
aber die allermiesesten sind eigentlich die , die Dir Dein angeblich schlechtes noch nicht mal direkt und öffentlich in´s Gesicht sagen ... dann könntest Du sie ja möglicherweise vom Gegenteil überzeugen dank von Zeugen und Beweisen... das wäre ja langweilig und Du wärest als Buhmann gestorben... dabei hat man sich ja schon so schwer getan einen zu finden dem man alles in die Schuhe schieben kann.... wo soll man so schnell einen neuen herfinden ... denn selbst ist man es ja nicht...

in manchen Familien wäre echt tote Hose wenn sie sich nicht ständig etwas über andere zu erzählen hätten....
mausel :) das in #75 war nicht von camus, sondern über camus! wie auch #31 und #57. man vergleiche die texte mit denen von camus früher im sräd :)

er hatte letzten endes nichts von dem geliebt, was er gewählt hatte, ausser dem, was sich ihm durch die umstände allmählich aufgedrängt hatte, ebenso zufällig wie willentlich gedauert hatte und schliesslich notwendig geworden war: jessica.....

da wären wir dann bei erich fromm: die kunst des liebens

(aber da war ich schon mal bei wo) :rolleyes:

fromm unterscheidet haben- und sein-mentalität anhand von substantiven oder verben. im abschnitt oben verwendet camus (wohlgemerkt, das waren nur autobiografische notizen, nicht überarbeitet) gerade 2 substantive..

hingegen dieser schlaumeier, der über camus schreibt, ertrinkt in hauptwörtern..

Das Absurde ist für Camus also nicht bloß, wie im vulgären Verständnis, das Sinnwidrige und Unlogische, ihm eignet vielmehr der Charakter des Verunsichernden und Provozierenden, d. h. eine Art von rational aufweisbarer Zwiespältigkeit, die freilich nicht bleiben will, was sie ist. Insofern verdient auch Beachtung, daß Camus die Erfahrung des Absurden nicht (stoisch) als Indifferenz beschreibt, die gleichmäßig in der nichtänderbaren, mittleren Position zwischen Negativität und Positivität verharrt,

...deshalb ist der text kaum lesbar.

ok, ich zieh mich dann mal zurück :) bücher sollten gelesen und nicht zerstückelt werden :) habe hiemit 2 wichtige bücher zum thema "was ist liebe" erwähnt. ein weiteres, eben neu aufgelegt:




das leben ist schön, ich LIEBE bücher :kiss:
ja @perle ... das Leben kann auch sehr schön sein ... :)

ich lasse den Thread jetzt auch in Ruhe .... man kommt immer mehr in´s negative ... ich selbst jedenfalls merke ich...

ich wünsche euch noch einen schönen Abend... :kiss: :)
Mausel #76 ffffff

Ja, du hast schon recht, gäbe es da nicht das altgriechische Gleichnis vom Baum, der im Sturm nicht bricht, weil er biegsam ist und nachgibt. Man kann natürlich am Wahrheitsgehalt von Gleichnissen zweifeln, da sie aber in der Regel aus der Beobachtung von Geschehnissen entstanden sind, liefern sie mindestens rückblickend, sozusagen zusammenfassend, eine richtige Aussage. Wird diese als allgemeingültig angesehen, kann man sie auch auf Zukünftiges projizieren. Das ist der Grund, weshalb wir uns gern an Sprichwörtern, Bauernregeln usw. orientieren - der Drang, Dinge vorauswissen zu wollen im Wünschen, möglichst richtig und unanfechtbar zu handeln.
Ja, unsere Welt ist böse, und Versuche, sie über ein bewußtes Gutsein von Menschen zum Besseren zu wandeln, hat Religionen geschaffen. Wohin das wiederum führen KANN, sehen wir aktuell an den Islamisten, und es gibt wohl eher keine Anhaltspunkte dafür, daß sich das bessern könnte.
Zehrend ist das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber den Geschehnissen, die eigentlich nicht sein können, weil sie nicht sein dürfen, die aber dennoch sind. Kann ein Gott das mitansehen, gar wollen, oder gibt es überhaupt einen, und wenn ja, ist er denn überhaupt "gut"? Man kann unentwegt darüber nachsinnen, kommt vielleicht zu einem persönlichen Ergebnis, das aber nicht hilft. Man kann versuchen, sich zu verstecken, man kann sich umbringen, man kann versuchen, sich mit dem nicht greifbaren Feind zu "arrangieren", oder man kann kämpfen. Man fängt an, die Welt als eine Art Groß-Israel zu sehen ...
Wenn wir denn schon von Camus Abschied nehmen und uns Augustinus zuwenden, seien hier noch ein paar Worte Camus` aus "Sommer in Algier" verloren:

"In der Tat prahlen viele mit ihrer Liebe zum Leben, um der eigentlichen Liebe auszuweichen. Man will genießen und erleben. Aber das ist der Gesichtspunkt des Geistes. Selten, daß einer die echte Berufung zum Genießer hat. Das Leben eines Menschen vollzieht sich ohne den Beistand seines Geistes, ohne sein Zurückweichen wie sein Vordringen, seine Einsamkeit und seine Gegenwart. Wenn ich sehe, wie diese Leute von Belcourt arbeiten, für Frauen und Kinder sorgen und oft, ohne zu murren, muß ich mich heimlich beinahe schämen. Sicherlich mache ich mir nichts vor. Die Menschen, von denen ich rede, wissen nicht viel von Liebe in ihrem Leben. Aber wenigstens haben sie sich vor nichts gedrückt. Es gibt Worte, deren Sinn ich nie ganz verstanden habe, wie etwa das Wort Sünde. Dennoch glaube ich sagen zu können, daß diese Menschen nicht gegen das Leben gesündigt haben. Denn wenn es eine Sünde gegen das Leben gibt, so besteht sie vielleicht nicht so sehr darin, an ihm zu verzweifeln, als darin, auf ein anderes Leben zu hoffen und sich der unerbittlichen Größe dieses Lebens zu entziehen. Diese Leute haben nicht gemogelt. Mit zwanzig Jahren waren sie durch ihre glühende Lebensgier die Götter des Sommers und sind es immer noch, obwohl ohne jede Hoffnung. Zweie von ihnen habe ich sterben sehn. Das Entsetzen malte sich auf ihren Zügen, aber sie sagten nichts. So soll es sein. Aus der Büchse der Pandora, in der alle Übel des leidenden Menschen wimmelten, ließen die Griechen als letztes und schrecklichstes die Hoffnung schlüpfen. Ich kenne kein erschütternderes Symbol. Denn hoffen heißt zuletzt entsagen, wenn man auch das Gegenteil zu glauben pflegt. Und leben heißt: nicht entsagen.
Das wenigstens ist die bittere Lehre des algerischen Sommers. Aber schon schwankt der Sommer und neigt sich seinem Ende zu. Nach soviel Heftigkeit und Härte sind die ersten Septemberregen wie die ersten Tränen der erlösten Erde, als empfände selbst dieses Land ein paar Tage lang etwas wie Zärtlichkeit. In dieser Zeit verbreiten die Johannisbrotbäume ihren liebeerregenden Duft über ganz Algerien - abends, wenn nach dem Regen der feuchte Leib der Erde einen Geruch wie bittre Mandeln ausströmt und ausruht, nachdem er sich den ganzen Sommer der Sonne hingegeben hat. Aufs neue bekräftigt dieser Duft die Hochzeit des menschen und der Erde und erweckt in uns die einzige, wahrhaft männliche hochherzig-vergängliche Liebe dieser Welt."
Irgendwo im Ozean stranden einige Leute unterschiedlichen Nationalitaet auf einer paradiesischen Insel:

2 Italiener 1 Italienerin
2 Franzosen 1 Franzoesin
2 Deutsche (m) 1 Deutsche
2 Griechen 1 Griechin
2 Englaender 1 Englaenderin
2 Bulgarier 1 Bulgarin
2 Schweden 1 Schwedin
2 Australier 1 Australierin
2 Neuseelaender 1 Neuseelaenderin
2 Iren 1 Irin
2 Singapurianer 1 Singapurianerin
2 Tuerken 1 Tuerkin
2 Oestereicher 1 Oestereicherin
2 Schweizer und eine Schweizerin

Ein Monat spaeter:

1 Italiener hat den anderen wegen der Italienerin umgebracht.

Die 2 Franzosen leben glücklich mit der Franzoesin in einer menage á trois.

Die beiden Deutschen haben einen streng eingehaltenen woechentlichen Zeitplan aufgestellt, wie sie sich jeweils abwechseln.

Die beiden Griechen schlafen miteinander und die Griechin darf für sie putzen und kochen.

Die beiden Englaender warten noch auf jemanden, der sie der Englaenderin vorstellt.

Die beiden Bulgaren haben sich zuerst die Bulgarin und dann den Ozean angeschaut, um dann davonzuschwimmen.

Die beiden Schweden ueben sich in der Kunst des Selbstmords, waehrend die Schwedin lange Vortraege darueber haelt,dass ihr Koerper ihr gehoert und ueber die Grundsaetze des Feminismus. Aber wenigstens schneit es
nicht und die Steuern sind niedrig.

Australier sind eh alle bisexuell, also kein Problem.

Die beiden Neuseelaender haben angefangen, die Insel nach Schafen abzusuchen waehrend sich die Neuseelaenderin mit einer Banane, die sie zufaellig fand, angefreundet hat.

Die Iren haben die Insel zuerst in einen Nord- und einen Südteil aufgeteilt und eine Whisky-Destillerie gebaut. Inwieweit sie Sex wollen, haben sie vergessen, nachdem es nach den ersten paar Litern besten Kokos-Whiskeys irgendwie so neblig geworden ist. Aber sie sind gluecklich miteinander, denn sie sind sich darueber einig,den Englaendern keinesfalls etwas abzugeben!

Die Singapurianer warten noch auf Anweisungen von der Regierung.

Die Tuerkin ist permanent schwanger, die beiden Tuerken baggern daher staendig die blonde Schwedin an.

Die beiden Oestereicher einigen sich darauf, die Oesterreicherin gelegentlich gegen Entgelt an die Tuerken zu vermieten und kaufen sich dafuer Whisky bei den Iren.

Die Schweizer schlossen bilaterale Verträge mit den anderen, die Ihnen genug zu Essen, zu Trinken und Abwechslung beim Sex sicherstellen sollten. Alle waren einverstanden, nur die drei Schweizer haben die Veträge wegen internen Querelen bis gestern nicht ratifiziert und sind soeben verhungert.
Und was lernen wir daraus? :confused:

a) Mehr Frauen - weniger Probleme
b) Weniger Männer - weniger Probleme
c) Mehr Schwule und Whiskysäufer - weniger Probleme
d) Mehr Whisky - weniger Probleme

:D
Liebe ist ...
-versuchen zu verstehen warum minzgrün zu himbeerrot passt
-versuchen zu verstehen warum die lange ausgesuchten Stühle unter einem weissen Baumwollkondom besser wirken
-versuchen zu erinnern wie die echte Haarfarbe aussah
-versuchen zu erinnern wann die Tage sind (bin ich da ein Einzelfall?)
-versuchen zu verstehen warum eine gebildete Frau nicht weiss wo Westen auf einer Landkarte ist
....
Kommen wir also passenderweise jetzt zu Kirchenvater Augustinus, und bevor wir die Ansichten der o. a. Autorin darüber betrachten, sollten wir die originalen Sentenzen Augustins zum Thema verinnerlichen:

Liebe
«Mein Gewicht ist meine Liebe» (Bekenntnisse 13,10).
«Liebe, und was du willst, das tu!» (Vorträge zum Johannesbrief an die Parther 7,8).
Kurzkommentar: Der Satz fasst aufs Bündigste Augustins Ethik zusammen. Diese kulminiert im Liebesgebot. Treffend kommentiert der Bischof selbst an Ort und Stelle, indem er fortfährt: «Schweigst du, so schweige aus Liebe; schreist du, so schreie aus Liebe; weisest du zurecht, so weise aus Liebe zurecht; übst du Nachsicht, so übe sie aus Liebe. Die Wurzel deines Handelns bleibe innerhalb der Liebe. Aus dieser Wurzel kann nichts anderes als Gutes wachsen» (Vorträge zum Johannesbrief an die Parther 7,8).
«Zwei Arten der Liebe haben demnach die zwei Staaten begründet, den irdischen die sich bis zur Gottesverachtung steigernde Selbstliebe, den himmlischen jedoch die bis zur Verachtung seiner selbst sich steigernde Gottesliebe» (Vom Gottesstaat 14,28).
«Die Liebe schafft Gemeinschaft, die Gemeinschaft begreift sich als Einheit, die Einheit bewahrt die Liebe, die Liebe gelangt zur Anschaulichkeit» (Auslegungen der Psalmen 30,2,2,1).
«Es kommt also darauf an, was einer liebt. Denn in dem, was man liebt, spürt man entweder die Mühsal nicht, oder man liebt selbst die Mühe» (Das Gut der Witwenschaft 26).
«Man lehnt die Mühe nicht ab, wenn die Liebe vorhanden ist. Wisst ihr doch, wer liebt, scheut die Mühe nicht» (Vorträge zum Johannesevangelium 48,1).
«Obgleich ich unter der Last zusammenbreche, werde ich doch, da ich mich geliebt fühle, dort wieder aufgerichtet, wo sie mich niederdrückt» (Brief 101,1).
«Ahme also gute Menschen nach, böse ertrage, liebe jedoch alle» (Vom ersten katechetischen Unterricht 55).
«Wo die Liebe ist, dort ist der Friede und wo die Demut ist, dort ist die Liebe» (Vorträge zum Johannesbrief an die Parther, Vorwort).
«Denn jeder ist so, wie seine Liebe beschaffen ist. Liebst du die Erde? Du wirst Erde sein. Liebst du Gott? Ich wage von mir aus nicht zu antworten, hören wir die heiligen Schriften: ‹Ich sagte, ihr seid Götter – ihr alle Söhne des Höchsten› (Psalm 81,6)» (Vorträge zum Johannesbrief an die Parther 2,14).
«Lasst uns lieben, umsonst (aus freien Stücken) lieben: Lieben wir doch Gott, außer dem wir Besseres nicht finden. Ihn lieben wir seinetwegen und uns in ihm, jedoch seinetwegen. Jener nämlich liebt wahrhaft seinen Freund, der Gott im Freunde liebt, bzw. weil der in jenem ist oder in ihm sein soll. Dies ist wahre Liebe; sollten wir uns aus einem anderen Grund lieben, hassen wir uns eher als dass wir uns lieben» (Predigt 336,2).
«Liebt die Wissenschaft, aber zieht die Liebe vor. Die Wissenschaft, wenn sie allein (d.h. ohne Liebe) ist, bläht auf. Weil jedoch ‹die Liebe aufbaut› (Erster Brief an die Korinther 8,1), erlaubt sie es der Wissenschaft nicht, sich aufzublähen» (Predigt 354,6).
«Die Liebe allein also unterscheidet zwischen den Söhnen Gottes und den Söhnen des Teufels. Mögen sich alle mit dem Zeichen des Kreuzes bezeichnen, mögen alle Amen antworten, mögen alle Halleluja singen, mögen alle sich taufen lassen, in die Kirche eintreten, Kirchenwände errichten: Der Unterschied zwischen den Kindern Gottes und den Kindern des Teufels liegt einzig und allein im Besitz der Liebe. Die die Liebe haben, sind aus Gott geboren, die sie nicht haben, sind nicht aus Gott geboren. Ein sicheres Indiz, eine sichere Unterscheidung. Magst du haben was immer, hast du dies allein nicht, nützt es dir nichts. Magst du anderes nicht haben, bemühe dich um dies, und du hast (damit) das Gesetz erfüllt» (Vorträge zum Johannesbrief an die Parther 5,7).
Nach der Ordnung des Doppelgebotes steht die Gottesliebe an erster Stelle, nach der seiner Ausführung (hingegen) die Nächstenliebe. Der dir nämlich die Liebe in diesen beiden Geboten vorschrieb, wollte dir nicht die Nächstenliebe als die rangerstere vor der Gottesliebe vorschreiben. Du jedoch, weil du Gott noch nicht siehst, verdienst (erst ihn, Gott, zu sehen) durch die Liebe zum Nächsten, den du siehst. Durch die Nächstenliebe reinigst du (gewissermaßen) dein Auge, um Gott schauen zu können, worüber (auch) Johannes redet: ‹Wenn du deinen Bruder, den du siehst, nicht liebst, wie wirst du Gott lieben können, den du nicht siehst?› (Erster Johannesbrief 4,20). Siehe, dir wird gesagt: Du sollst Gott lieben! Wenn du mir erwiderst: Zeige mir, den ich lieben soll, was anderes werde ich dann antworten, wenn nicht das, was Johannes selber sagt: ‹Niemand hat Gott je geschaut› (Johannesevangelium 1,18). Damit du aber nicht glaubst, es sei dir völlig unmöglich Gott zu sehen, sagt er: ‹Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott› (Erster Johannesbrief 4,16). Liebe also den Nächsten und (dann) achte auf dein Inneres, um zu sehen, woher du den Nächsten liebst. Dort wirst du, so weit möglich, Gott schauen. Fange also an, den Nächsten zu lieben.


vollständig bei www.Augustinus.de
Hallo Mausel!

Erst einmal vielen lieben Dank für diesen schönen Thread!

Und nun zum Thema, das da heisst "Liebe ist....":

- ...vor jemandem, den man(n) liebt und verehrt, niederzuknien und sich dabei nicht erniedrigt vorzukommen.... (wobei hier die Kunst auf der "beknieten" Seite ist, dem vor einem Knieenden nicht das Gefühl zu geben, sich erniedrigt zu haben, egal ob man diese Person ebenfalls liebt oder nicht, allein aus Achtung vor dieser Geste...)

- ...ein Geschenk, dass leider nicht immer auf Erwiderung hoffen darf...

- ...jemandem seine Liebe gestehen selbst wenn man weiss, dass diese Person einen zwar schätzt, aber nicht (und vielleicht auch niemals) liebt. Schliesslich ist Liebe ein Geschenk... (...und kein Tauschobjekt...)


Wenn ich noch etwas Zeit habe, schicke ich gern später noch etwas nach.


Liebe Grüße,


ZwiP
@Hasi .... :D ... nein .... aber wie heisst es so schön ..."drum prüfe wer sich ewig bindet.... " ..nur wer gibt einem schon die Gelegenheit dazu...

erst bindet man sich doch und anschließend kann man erst prüfen... das ist ja das blöde...

@Zwillingspapa ... :)

das sind sehr schöne Gedanken ... allerdings stört mich das niederknien ... wenn alles richtig läuft hat es kein Mensch nötig vor wem auch immer niederzuknien ... das finde ich grundsätzlich menschenunwürdig...

schon alleine das niederknieen und diese Zeremonien an Königshäusern finde ich sowas von stocksteif und eigentlich schon fast lächerlich ....

Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen dass es da auch nur einmal lustig zugeht .... also mir könnte man so eine Einladung schenken und ich würde dankend absagen...

es gibt durchaus Situationen im Leben da kann man dem lieben Gott danken mit heiler Haut rausgekommen zu sein ... das war´s dann aber...
...auch z.B. die Windsors sind in meinen Augen nichts besseres als der Rest der Welt... repräsentieren allerdings genau die englische Bevölkerung offensichtlich...

so wie jedes Staatsoberhaupt im eigentlichen Sinne und mit seinem Verhalten den Zustand seines Volkes repräsentiert ... und ich finde da sind wir mit unserer Regierung noch ganz gut bedient....
Hallo Mausel!

Wegen dem Niederknien: Da sind wir schon beim Knackpunkt! Generell bin ich absolut (doppelt unterstrichen :) ) Deiner Meinung.

In diesem, ganz besonderen Fall hat der "Kniefall" ;) allerdings eine komplett andere Bedeutung, nicht im Sinne von Unterwerfung oder Unterordnung, sondern eher als Zeichen der Verehrung. Natürlich "funktioniert" das nur, wenn das Gegenüber geistig und menschlich allgemein überhaupt weit genug ist, eine solche Geste verstehen zu können. Allerdings würde ich keinen Menschen jemals so lieben können, dass ich vor ihm (ihr) niederkniee, wenn ich mir nicht zumindest über seine menschlichen "Qualitäten" im klaren bin. Also betrachte ich das auf keinen Fall als Zeichen von Verliebtheit, sondern ausschliesslich von tief empfundener Liebe zu einer Frau (sowohl als Mensch, als Freund und als Frau).

Wobei natürlich bei der geschlechtlich umgekehrten Betrachtung (Frau kniet vor Mann) sich eine ganz andere Sichtweise ergibt. Nicht sehr viele Frauen würden das Niederknieen eines Mannes vor Ihnen (lautere Absichten bei IHM vorausgesetzt) in aller Konzequenz richtig deuten können, aber mit Sicherheit würden die allerwenigsten Männer soetwas von einer Frau richtig einschätzen (Hey, bin bestimmt nicht DER Frauenversteher, aber dafür kenne ich zumindestens meine Geschlechtsgenossen gut genug :cool: ).


So, ich hoffe, das war nicht zu kompliziert (ich konnte mir jetzt selbst kaum folgen...:laugh: ).

Liebe Grüße,


ZwiP
@ Mausel:

Danke für den "tollen Menschen" (gut, dass Du mich jetzt nicht sehen kannst, bin etwas errötet...:rolleyes: ). Allerdings bin ich leider eine langjährige Beziehungs-, Ehe- und Familienkatastrophe (wenn auch niemals so gewollt, aber über etwa 12 bis 15 Jahre zielstrebig daraufhin gelebt). Aber das ist eine andere Geschichte, mit der ich hier nicht alle langweilen möchte.

Also, zurück zum Thema:

Liebe ist....

- ....alleine in einer gemeinsamen Kuschelecke zu liegen, überall IHREN Duft wahrzunehmen und SIE gaaaanz schrecklich zu vermissen....

(Entschuldigt, wenn ich immer aus Sicht Männlein zu Weiblein schreibe, gilt umgekehrt sicher auch...)

- ...wenn SIE bei irgendetwas (Sport, Freizeit oder auch beruflich) "die Führung übernimmt" weil SIE sich in diesem Bereich besser auskennt als DU, und DU kein Problem hast, Dich IHRER Führung anzuvertrauen weil....

- ....auch SIE in einer umgekehrten Situation sich DEINER Führung anvertraut...

- ...weil beide voneinander profitieren und sich sicher sind, dass der jeweils andere diese "momentane Führung" niemals ausnutzen würde (ich weiss, in den meisten Fällen funktioniert das nicht bzw. die meisten Menschen würden es irgendwann ausnutzen, aber bin naiv genug, mir diesen Zustand für irgendwann mit einem Menschen zu wünschen, und jetzt: los, schlagt mich dafür :laugh: :laugh: ;) ).


Gruss,


ZwiP


(Der nach jahrelangen Katastrophen, Debakeln, Dauerkrieg, fehlgeschlagenen Versuchen unverbesserlich und bedingt unbelehrbar geblieben ist...)
Du brauchst nicht zu erröten @Zwillingspapa .... in meiner Beurteilung bin ich mir sogar sehr sicher .... und ich beglückwünsche Dich zu Deiner Frau.... :)

was Du jetzt noch als "Liebe ist... " beschrieben hast hat meine letzten Zweifel ausgeräumt...

P.S. ... was Du so als Katastrophe bezeichnest ... ich bin die absolute Katastrophe wenn es danach geht ... vielleicht ist Dir das ein kleiner Trost....
Mausel, manche lügen auch, um nicht zu sagen: die meisten Männer lügen. Sie haben das Alle-Frauen-wollen-mich-an-die-Kette-legen-Trauma, und deshalb erzählen sie tollste Familienstories.
Mach es so:
Sage: So einer wie du findet bestimmt sowieso keine Frau!
Daraufhin wird er aufbrausen und sagen, er habe längst eine - oder er sagt, alle wollen ihn.
Na, dann weißt du wenigstens, was du wissen wolltest. :)
...wir Katastrophenkinder unter uns.... ;)

Danke für die Glückwünsche zu meiner Frau, allerdings ist sie die zweite Hälfte meiner Katastrophe. Sie ist an sich ein netter, liebenswerter Mensch und glücklicherweise sind wir uns beide einig, weitestmöglich im Sinne unserer Kinder zu handeln, aber wir beide als Paar sind (leider) schon seit Jahren "erledigt", auch wenn wir es bis vor etwa zwei/drei Jahren nicht wirklich wahrhaben wollten. Befinden uns gerade mitten in der Trennung/Scheidung etc.

So, jetzt (zumindestens hier im Thread) erstmal Schluss mit diesem Thema. Bei "Vertiefungswunsch" ;) gerne per BM (Soll heissen, möchte das Thema jetzt nicht mit Gewalt abwürgen, gehört nur nicht hierhin).


Was die Beurteilung anhand von Beiträgen in diesem Board angeht: Ich tauche zwar irgendwie immer nur sporadisch aktiv auf, aber verfolge WO an sich schon seit 1999, und Deine Beiträge heben sich sehr wohltuend von denen sehr vieler Poster hier ab.

Von daher vermute ich mal, dass ich die nette Einschätzung von Dir zu meiner Person auf jeden Fall zurückgeben darf (sorry, der Satz klingt jetzt irgendwie etwas gestelzt, meine es aber so..., bin heute geistig nur etwas unter dem Tisch).


ZwiP
@ SleepingBeauty:

Habe Dein Posting #210 erst gesehen, nachdem ich mein letztes Posting vor diesem hier abgeschickt habe.

Die Frage nach dem "noch verheiratet" hat sich somit sicher erledigt... :laugh: :rolleyes: :confused: , oder???

ZwiP


...Humor ist, wenn man trotz einer beschissenen und unangenehmen Situation trotzdem hin und wieder lacht (na, ja, sonst frisst einen irgendwann wohl das Magengeschwür...)
@beauty ... mach mich bitte jetzt nicht wuschig.... :D

@Zwillingspapa ... ich verstehe Deine Situation absolut .... auch wenn ich es nicht gerne sage aber auch schon oft gesagt habe .... Kinder haben etwas trennendes für eine Liebesbeziehung .... sie erfordern die ganze Aufmerksamkeit und lassen für das Liebesleben der Eltern kaum mehr Zeit...

aber ich wiederhole mich..

trotzdem....

es ist schon alles richtig so wie es kommt ... es sind die Prüfungen des Lebens...

@Zwillingspapa ... ich würde Dich sofort heiraten wenn Du den Mut noch nicht verloren hast... :D .... aber leider bin ich wohl zu alt für Dich... jedenfalls sagte das irgendwann mal mein Mann.... :D :laugh:

oh Gott ... jetzt werde ich echt albern...

das wird auf alle Fälle @Zwillingspapa.... :kiss: :) .... lass Dich nicht unterkriegen....
Also, Mausel, eigentlich habe ich heute gar nicht so viel Zeit, aber irgendwie muss ich doch immer wieder antworten :laugh: :

Sicher sind Kinder eine absolute "Nagelprobe" für jede Beziehung (aus den von Dir erwähnten Gründen, Zeit, Aufmerksamkeit, Stress, mangelnde Gelegenheit für Zweisamkeit), aber in Bezug auf Kinder würde ich es immer wieder genauso machen, selbst wenn ich mit meinen heutigen Erfahrungen noch einmal 20 wäre. Ich liebe meine Kinder sehr und es ist schlimm, dass Ma + Pa es nicht schaffen, sich "einzurenken". Allerdings war meine Ehe (aus heutiger, etwas "reiferer" Sicht) schon lange vor der Hochzeit ein Fehlstart. Nur konnten wir es damals beide nicht erkennen bzw. wollten es nicht wahrhaben.

Wegen den Prüfungen des Lebens: Wenn es stimmt, dass man aus Fehlern lernt will ich hoffen, dass ich genug gelernt habe um zu erkennen, wenn noch einmal jemand vor mir stehen sollte, mit dem ich alles gerne noch einmal von vorne beginnen würde (na gut, Kinder nicht mehr so unbedingt, habe drei und bin nun auch Mitte Dreissig).


So, melde mich später nochmal, muss ein wenig meinen roten Faden in Sachen Arbeit wiederfinden...;) und mal einen frischen Kaffee auftreiben, um meine Pupillen wieder etwas zu weiten.....



ZwiP
es ist absolut normal dass man seine Kinder liebt .... Kinder sind absolut unschuldig... zumindest wenn sie auf die Welt kommen... und wenn schon eine Entscheidung nötig ist dann natürlich für die Unschuldigen...

allerdings entwickeln sie sich mitunter auch zu ganz schönen Tyrannen wenn man nicht aufpasst ... und das ist es ja eben .... man muß immer aufpassen .... sich um diese Bälger kümmern, damit sie mit ihrer Tyrannei nicht auch noch anderen auf den Keks gehen...

bis man sie dann endlich los ist und sie ihrer Wege gehen ... aber mit Sicherheit nicht den den Du ihnen empfohlen hast.... :rolleyes:
@ Mausel:

Du belästigst mich nicht, wieso auch??? Ich glaube, ich bin soweit entgleist, dass wir dieses Thema angefangen haben....:rolleyes: , also: ZwiP - Schuldig im Sinne der Anklage!!! (Zur Strafe muss ich jetzt für zwei Stunden jedes neue Posting im PRVH-Thread lesen.... Grusel.... ist das ausreichend :confused: ).

ZwiP


PS: Kann leider nicht s