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    Absicherung in Krisenzeiten durch Substanz: BayWa (519406)

    eröffnet am 06.02.02 17:50:24 von
    Joschka Schröder

    neuester Beitrag 14.10.14 10:01:18 von
    Schürger
    Beiträge: 1.742
    ID: 546.784
    Aufrufe heute: 54
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    In dieser Diskussion gibt es 10 Top-Beiträge. Zur Top-Ansicht wechseln
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    Joschka Schröder
    schrieb am 06.02.02 17:50:24
    Beitrag Nr. 1 (5.525.508)
    In unruhigen Börsenphasen muß man zwangsläufig sehr sorgfältig darauf achten, dass Investments substanziell abgesichert sind.

    BayWa erfüllt dieses Kriterium!

    Kennzahlen je Aktie:

    Verkehrswert Immobilien in der AG 23 Euro (offiziell publiziert), im Konzern ca. 30-40 Euro (grob geschätzt).

    Nettofinanzschulden im Konzern 9,1 Euro (in der AG deutlich geringer).

    Eigenkapital AG 8,3 Euro, Konzern (ohne Anteile Dritter!) 9,25.

    Aktienkurs: 5,7 Euro!

    Alleine der NAV (Verkehrswert des Immobilienvermögens abzüglich Nettofinanzverschuldung) dürfte im Konzern deutlich über 20 Euro je Aktie liegen!

    Dazu kommen noch andere Werte in Form diverser Tochtergesellschaften (z.B. Tankstellenkette Genol in Österreich, Baumarktketten, Fruchtsafthersteller, Snackproduzenten usw.).

    Zur Gewinn-Situation: BayWa schreibt kontinuierlich schwarze Zahlen (KGV nach DVFA ca. 6, wobei das DVFA-Ergebnis m.E. allerdings stark überzeichnet ist, da die Finanzabteilung regelmäßig eine Menge "Einmalaufwendungen" aus dem Hut zaubert, die im Zweifelsfall eher der normalen Geschäftstätigkeit zuzuorden sind).

    Fazit: BayWa ist eklatant unterbewertet, was natürlich seinen Grund hat: Das Management hat auf dem Kapitalmarkt bislang weitgehend versagt und keinerlei wirkungsvolle Massnahmen ergriffen, um den Kurs zu steigern (z.B. Ausgliederung des Immobilienvermögens, des Baustoffhandels etc., ggf. mit eigenen Börsengängen). Der faire Aktienkurs müßte deutlich über dem NAV liegen!

    Da die Genossenschaft(sbank)en als Hauptaktionäre allmählich auch renditeorientierter denken müssen und mit der derzeitigen Unterbewertung dem Vernehmen nach äußerst unzufrieden sind, könnte in absehbarer Zeit tatsächlich Bewegung in den Konzern bzw. den BayWa-Kurs kommen.

    Angesichts des ausgezeichneten Chance-Risiko-Verhältnisses fährt man sicherlich nicht schlecht, wenn man die gegenwärtige Situation nutzt, um Positionen aufzubauen.

    Gruß
    Joschka Schröder
    Avatar
    DieOlsenbande
    schrieb am 06.02.02 18:01:12
    Beitrag Nr. 2 (5.525.633)
    DU vergisst die DIVIDENDE :)

    Olsi
    Avatar
    hpedelta
    schrieb am 06.02.02 18:09:00
    Beitrag Nr. 3 (5.525.712)
    Tja,wem haben wir wohl diese schlechten Zeiten zu verdanken?Gelle Schröderle :laugh:
    Avatar
    megaschotte
    schrieb am 06.02.02 18:51:54
    Beitrag Nr. 4 (5.526.119)
    Das stimmt zwar alles, doch wird an der Börse die betriebliche Substanz (Immobilien) erst dann honoriert, wenn sie verscherbelt wird. Das ist bei BayWa nicht der Fall und auch nicht geplant. Das Papier besitzt im übrigen den Charme einer vorgestrigen Tageszeitung und wird keine erfreuliche Performance zeigen, ähnlich dem ebenso grundsoliden Wert Mensch & Maschine.
    Avatar
    Joschka Schröder
    schrieb am 06.02.02 19:26:02
    Beitrag Nr. 5 (5.526.478)
    Der Vergleich zwischen BayWa und Mensch + Maschine ist ja wohl wirklich etwas weit her geholt.

    Was die BayWa-Immobilien (Ausgliederung, Verkäufe etc.) betrifft: Mittlerweile werden tatsächlich ernsthafte Überlegungen angestellt, auf diesem Sektor aktiv zu werden. Vorstand Deml steht unter Handlungszwang, da einige Aktionärsgruppen ungeduldig werden.
    Avatar
    DaxobertDuck
    schrieb am 07.02.02 13:56:58
    Beitrag Nr. 6 (5.533.700)
    Oh, ich dachte schon, Joschka sei verschollen.

    Baywa werde ich mir auf jeden Fall einmal ansehen. Gehört die Tankstellenkette Genol tatsächlich zu Baywa? Ich war in den Weihnachtsferien in Österreich Skilaufen, Genol scheint dort sogar Marktführer zu sein!?

    Wer hat weitere Informationen zu Baywa?
    Avatar
    baum
    schrieb am 07.02.02 22:59:18
    Beitrag Nr. 7 (5.539.468)
    Hallo zusammen,

    es scheint sich ja endlich eine Diskussion um die Baywa Aktie anzubahnen - wird auch Zeit.

    Alleine die Immobilie des Firmensitzes in München ist die augenblickliche Börsenkapitalisierung schon wert. Wenn ich das Geld hätte, würde ich Baywa aufkaufen und dann zerschlagen. :-)

    @megaschotte

    Wer ist vor kurzem bei Rheinmetall eingestiegen? Und etwas später bei Buderus, glaube ich? Im Zuge der Konsolidierung sucht man allgemein wieder Werte mit Substanz und da kommt man Baywa einfach nicht vorbei.

    so long,

    Marc
    Avatar
    Mandrella
    schrieb am 08.02.02 12:54:01
    Beitrag Nr. 8 (5.542.996)
    > Wenn ich das Geld hätte, würde ich Baywa aufkaufen und dann zerschlagen. :-)

    Keine Chance. Die meisten BayWa-Aktien sind vinkuliert, d.h. die Firma bestimmt selbst, wer ihre Aktien kaufen darf.
    Avatar
    Mandrella
    schrieb am 08.02.02 13:20:39
    Beitrag Nr. 9 (5.543.275)
    Die Umsatzrendite und die EK-Rendite von BayWa sind lächerlich gering. Die Gewinn- und Verlustrechnung hat kaum Aussagekraft, da die Bewertungsspielräume einiger Positionen höher sein dürften als der ausgewiesene Gewinn.

    Die Aktie ist einzig und alleine unter Substanzaspekten interessant. Die entscheidenden Fragen sind:

    a) WIEVIEL von den stillen Reserven wird
    b) WANN gehoben?

    Der aus (a) zu erwartende Gewinn ist über den Zeitraum (b) abzuzinsen. Also wenn man z.B. von einer Hebung und Ausschüttung von 6 Euro je Aktie in 10 Jahren ausgeht und noch die bis dahin ausgeschütteten Dividenden hinzurechnet, ergeben sich ca. 10% Rendite pro Jahr. Das wäre mir zu wenig in Relation zu dem Risiko, dass in 10 Jahren doch nichts passiert.
    Avatar
    Mandrella
    schrieb am 07.03.02 21:52:54
    Beitrag Nr. 10 (5.747.489)
    Die mageren Renditekennziffern ebenso wie die schwache Eigenkapitalquote relativieren sich ein wenig, wenn man bedenkt, dass BayWa sehr konservativ und steueroptimiert bilanziert. Es wird alles abgeschrieben, was nur abschreibbar ist. Ab 2002 werden IAS-Zahlen veröffentlicht, was einige Reserven bei Gewinn und Eigenkapital aufdecken dürfte.