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Absicherung in Krisenzeiten durch Substanz: BayWa (519406)
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Diskussionsnr.: 546.784
Baywa
WKN: 519406
ISIN: DE0005194062
Symbol: BYW6
Xetra (EUR), 22.05.13 | 17:35
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schrieb am 06.02.02 17:50:24
In unruhigen Börsenphasen muß man zwangsläufig sehr sorgfältig
darauf achten, dass Investments substanziell abgesichert sind.
BayWa erfüllt dieses Kriterium!
Kennzahlen je Aktie:
Verkehrswert Immobilien in der AG 23 Euro (offiziell publiziert),
im Konzern ca. 30-40 Euro (grob geschätzt).
Nettofinanzschulden im Konzern 9,1 Euro (in der AG deutlich
geringer).
Eigenkapital AG 8,3 Euro, Konzern (ohne Anteile Dritter!) 9,25.
Aktienkurs: 5,7 Euro!
Alleine der NAV (Verkehrswert des Immobilienvermögens abzüglich
Nettofinanzverschuldung) dürfte im Konzern deutlich über 20 Euro je
Aktie liegen!
Dazu kommen noch andere Werte in Form diverser
Tochtergesellschaften (z.B. Tankstellenkette Genol in Österreich,
Baumarktketten, Fruchtsafthersteller, Snackproduzenten usw.).
Zur Gewinn-Situation: BayWa schreibt kontinuierlich schwarze Zahlen
(KGV nach DVFA ca. 6, wobei das DVFA-Ergebnis m.E. allerdings stark
überzeichnet ist, da die Finanzabteilung regelmäßig eine Menge
"Einmalaufwendungen" aus dem Hut zaubert, die im Zweifelsfall eher
der normalen Geschäftstätigkeit zuzuorden sind).
Fazit: BayWa ist eklatant unterbewertet, was natürlich seinen Grund
hat: Das Management hat auf dem Kapitalmarkt bislang weitgehend
versagt und keinerlei wirkungsvolle Massnahmen ergriffen, um den
Kurs zu steigern (z.B. Ausgliederung des Immobilienvermögens, des
Baustoffhandels etc., ggf. mit eigenen Börsengängen). Der faire
Aktienkurs müßte deutlich über dem NAV liegen!
Da die Genossenschaft(sbank)en als Hauptaktionäre allmählich auch
renditeorientierter denken müssen und mit der derzeitigen
Unterbewertung dem Vernehmen nach äußerst unzufrieden sind, könnte
in absehbarer Zeit tatsächlich Bewegung in den Konzern bzw. den
BayWa-Kurs kommen.
Angesichts des ausgezeichneten Chance-Risiko-Verhältnisses fährt
man sicherlich nicht schlecht, wenn man die gegenwärtige Situation
nutzt, um Positionen aufzubauen.
Gruß
Joschka Schröder
schrieb am 06.02.02 18:01:12
DU vergisst die DIVIDENDE
Olsi
schrieb am 06.02.02 18:09:00
Tja,wem haben wir wohl diese schlechten Zeiten zu verdanken?Gelle
Schröderle
schrieb am 06.02.02 18:51:54
Das stimmt zwar alles, doch wird an der Börse die betriebliche
Substanz (Immobilien) erst dann honoriert, wenn sie verscherbelt
wird. Das ist bei BayWa nicht der Fall und auch nicht geplant. Das
Papier besitzt im übrigen den Charme einer vorgestrigen
Tageszeitung und wird keine erfreuliche Performance zeigen, ähnlich
dem ebenso grundsoliden Wert Mensch & Maschine.
schrieb am 06.02.02 19:26:02
Der Vergleich zwischen BayWa und Mensch + Maschine ist ja wohl
wirklich etwas weit her geholt.
Was die BayWa-Immobilien (Ausgliederung, Verkäufe etc.) betrifft:
Mittlerweile werden tatsächlich ernsthafte Überlegungen angestellt,
auf diesem Sektor aktiv zu werden. Vorstand Deml steht unter
Handlungszwang, da einige Aktionärsgruppen ungeduldig werden.
schrieb am 07.02.02 13:56:58
Oh, ich dachte schon, Joschka sei verschollen.
Baywa werde ich mir auf jeden Fall einmal ansehen. Gehört die
Tankstellenkette Genol tatsächlich zu Baywa? Ich war in den
Weihnachtsferien in Österreich Skilaufen, Genol scheint dort sogar
Marktführer zu sein!?
Wer hat weitere Informationen zu Baywa?
schrieb am 07.02.02 22:59:18
Hallo zusammen,
es scheint sich ja endlich eine Diskussion um die Baywa Aktie
anzubahnen - wird auch Zeit.
Alleine die Immobilie des Firmensitzes in München ist die
augenblickliche Börsenkapitalisierung schon wert. Wenn ich das Geld
hätte, würde ich Baywa aufkaufen und dann zerschlagen. :-)
@megaschotte
Wer ist vor kurzem bei Rheinmetall eingestiegen? Und etwas später
bei Buderus, glaube ich? Im Zuge der Konsolidierung sucht man
allgemein wieder Werte mit Substanz und da kommt man Baywa einfach
nicht vorbei.
so long,
Marc
schrieb am 08.02.02 12:54:01
> Wenn ich das Geld hätte, würde ich Baywa aufkaufen und dann
zerschlagen. :-)
Keine Chance. Die meisten BayWa-Aktien sind vinkuliert, d.h. die
Firma bestimmt selbst, wer ihre Aktien kaufen darf.
schrieb am 08.02.02 13:20:39
Die Umsatzrendite und die EK-Rendite von BayWa sind lächerlich
gering. Die Gewinn- und Verlustrechnung hat kaum Aussagekraft, da
die Bewertungsspielräume einiger Positionen höher sein dürften als
der ausgewiesene Gewinn.
Die Aktie ist einzig und alleine unter Substanzaspekten
interessant. Die entscheidenden Fragen sind:
a) WIEVIEL von den stillen Reserven wird
b) WANN gehoben?
Der aus (a) zu erwartende Gewinn ist über den Zeitraum (b)
abzuzinsen. Also wenn man z.B. von einer Hebung und Ausschüttung
von 6 Euro je Aktie in 10 Jahren ausgeht und noch die bis dahin
ausgeschütteten Dividenden hinzurechnet, ergeben sich ca. 10%
Rendite pro Jahr. Das wäre mir zu wenig in Relation zu dem Risiko,
dass in 10 Jahren doch nichts passiert.
schrieb am 07.03.02 21:52:54
Die mageren Renditekennziffern ebenso wie die schwache
Eigenkapitalquote relativieren sich ein wenig, wenn man bedenkt,
dass BayWa sehr konservativ und steueroptimiert bilanziert. Es wird
alles abgeschrieben, was nur abschreibbar ist. Ab 2002 werden
IAS-Zahlen veröffentlicht, was einige Reserven bei Gewinn und
Eigenkapital aufdecken dürfte.
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