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schrieb am 05.08.02 22:20:39
Die wirren Gesetze der Eurokraten
Wie laut darf ein Rasenmäher brummen? Wann ist Trinkwasser "rein"?
Wie muss ein Traktorsitz beschaffen sein? All das regelt die
Brüsseler EU-Kommission durch Tausende "Produktnormen" und
"Richtlinien". Warum so viel bürokratische Regulierungswut? Weil
die Kommission mit ihren 20 000 Eurokraten zu mächtig ist. Ihre
Allmacht muss reduziert werden
Von Roland Vaubel
Von dem englischen Historiker Cyril Parkinson stammt die
Beobachtung, dass Bürokratien wachsen, selbst wenn sie immer
weniger zu tun haben. Als Beispiel diente ihm die britische
Admiralität: In einer Zeit, da die Zahl der britischen
Schlachtschiffe auf ein Drittel fiel, wuchs das Personal der
Admiralität um fast 80 Prozent. Er hätte auch ein Beispiel aus
Deutschland nehmen können: Von 1965 bis 1984 erhöhte das
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten seinen
Personalbestand um ein Drittel, obwohl sich die Zahl der
Erwerbstätigen in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei
mehr als halbierte.
Aus der Bürokratietheorie ist bekannt, dass die Beamten vor allem
am Wachstum ihrer Ämter interessiert sind, denn jeder Zuwachs an
Kompetenzen, Mitteln und Personal vergrößert ihre Macht und ihr
Prestige.
Bürokratien wachsen, einfach weil sie da sind oder weil sie schon
in der Vergangenheit gewachsen sind. Der Grund ist leicht
einzusehen. Jede neu geschaffene Bürokratie ist eine
Interessengruppe, die sofort mit allen ihr zur Verfügung stehenden
Mitteln versucht, das eigene Organisationsinteresse durchzusetzen.
Deshalb ist es viel leichter, eine neue Organisation zu gründen,
als sie wieder abzuschaffen. Jedes Wachstum vergrößert ihren
Einfluss. Das politische Gleichgewicht ist verändert, es entsteht
eine Eigendynamik.
In internationalen Organisationen ist diese Tendenz noch stärker,
weil die Kontrolle von außen schwächer ist. Die Bürger verstehen
nicht, was dort vor sich geht, und den Politikern fehlt der Anreiz,
die internationalen Bürokraten wirksam zu kontrollieren. Geht ein
Minister gegen Leerlauf und Verschwendung in seinem eigenen Haus
vor, kommen die Einsparungen ihm selbst - seiner politischen
Handlungsfähigkeit - zugute. Setzt er sich dagegen in einer
internationalen Organisation für Effizienzverbesserung ein, muss er
erst die Minister anderer Länder überzeugen und dann noch die
Rationalisierungsgewinne mit ihnen teilen.
Die Hälfte des Haushalts frisst die Agrarpolitik
In den europäischen Institutionen arbeiten sicher viele Idealisten
- vielleicht sogar mehr als anderswo. Aber erst das gemeinsame
Organisationsinteresse verbindet - und fördert jene Regelungswut,
unter der die EU-Bürger zunehmend ächzen. Es gibt nicht viel
anderes, das mehr als 30 000 Beamte, 20 000 allein in der
Kommission, aus 15 verschiedenen Ländern gemeinsam haben.
Eine Studie für den Zeitraum 1960 bis 1990 hat gezeigt, dass der
Personalbestand der Gemeinschaft mehr als dreimal so schnell stieg
wie die Bevölkerung. Ein Fall für Parkinsons Gesetz?
Die Brüsseler Eurokratie ist nicht nur groß, teuer und
verschwenderisch, sie hat auch mehr Macht als andere internationale
Organisationen - und sie nutzt diese Macht zu einer wahren Flut
bürokratischer Regulierungen.
Notorisch ist die Regelungswut der EU-Kommission in der
Agrarpolitik. Zunächst einmal interveniert sie in allen möglichen
Märkten, um die Preise zu stützen. Dann lagert sie die aufgekauften
Überschüsse in riesige Kühlhäuser ein. Zum Schluss verkauft sie
diese absurderweise zu einem viel niedrigeren Preis auf dem
Weltmarkt (die Differenz zahlt der europäische Steuerzahler) oder
lässt sie vernichten beziehungsweise zu Viehfutter "denaturieren".
Für Agrarimporte erhebt sie einen variablen Zoll, der den
europäischen Markt vom Weltmarkt abschottet. Für Milch existieren
Produktionsquoten, deren Einhaltung Brüssel mit großem
Verwaltungsaufwand überwacht. Etwa die Hälfte des
Gemeinschaftshaushalts frisst die Agrarpolitik.
Subventionen für die Landwirtschaft lassen sich heute eigentlich
nur noch als Belohnung für die Umweltleistungen der Bauern
rechtfertigen. Der Wert dieser Leistungen hängt aber davon ab, wo
sie erbracht werden: Im Naherholungsgebiet großer Städte sind sie
mehr wert als fernab in der Grenzöde. Außerdem hängt die
Zahlungsbereitschaft der Bürger für eine natürliche Umwelt vom
Einkommensniveau ab. Das Pro-Kopf-Einkommen ist aber in den Ländern
der Union höchst unterschiedlich. In Dänemark und Luxemburg ist es
etwa dreimal so hoch wie in Griechenland und Portugal.
Deshalb war es ein Fehler, die Agrarpolitik auf europäischer Ebene
zu zentralisieren. Notwendig war nur ein gemeinsamer Agrarmarkt.
Die Subventionierung der Landwirtschaft hätte den Ländern und
Gemeinden übertragen werden müssen. Denn die Bürger vor Ort wissen
am besten, was ihnen der lokale Umweltschutz wert ist.
Auch bei der Umverteilung von Gemeinschaftsmitteln über Struktur-
und Kohäsionsfonds zeigt sich der Bürokratismus der Kommission. Wer
Geld will, muss konkrete Projektanträge vorlegen. Die Kommission
wählt dann die ihr geeignet erscheinenden aus. Sie kann aber gar
nicht beurteilen, wo und wie das Geld am sinnvollsten ausgegeben
werden sollte. Die Mitgliedstaaten und ihre Regionen wissen das
viel besser. Deshalb der Vorschlag, die Mittel für die ärmeren
Mitgliedstaaten ohne detaillierte Verwendungsbindung zu vergeben.
Wenn die Empfängerländer das Geld für ihre Regionen selbst
verteilen dürften, natürlich unter Kontrolle des Rechnungshofs,
wären sie vielleicht sogar mit weniger zufrieden. Missbrauch ist
natürlich nicht auszuschließen, aber auch im bisherigen System fast
üblich, wie der Europäische Rechnungshof permanent nachweist.
Ähnlich verhält es sich mit der europäischen Forschungspolitik. Sie
hat das Ziel, besonders erfolgversprechende Vorhaben der
Grundlagenforschung finanziell zu fördern. Oft stehen spektakuläre
Projekte im Vordergrund. "Das Auto der Zukunft", "die Eisenbahn der
Zukunft", "das Flugzeug der Zukunft" und "der Computer der Zukunft"
sollen von der Kommission identifiziert und mit ihrer Hilfe
entwickelt werden.
Die Kommission kann aber gar nicht wissen, welche der beantragten
Forschungsprojekte den größten Erfolg versprechen. Die Auswahl
können am besten diejenigen treffen, die als Forscher und
Unternehmer direkt am Erfolg beteiligt sind, aber auch das Risiko
des Scheiterns tragen. Die Kommission stochert im Nebel herum. Und
weil nur ein Teil der Antragsteller bedacht werden kann, also
rationiert wird, sind Filz, Korruption und Behördenwillkür
programmiert. Wie eine Untersuchung zeigt, führten nur 30 von 1000
geförderten Projekten zur Einführung eines neuen Produkts.
Die Anmaßung von Wissen, die der Forschungspolitik der Brüsseler
Bürokratie zugrunde liegt, wäre vermeidbar. Anstatt diesen oder
jenen zu bevorzugen, müsste die Kommission die Grundlagenforschung
aller Antragsteller mit dem gleichen Prozentsatz subventionieren.
Diesen Prozentsatz könnte man entweder im Voraus festlegen, oder er
könnte, nachdem alle zulässigen Anträge vorliegen, so gewählt
werden, dass die Haushaltsmittel ausreichen. Die Kommission will
das aber nicht, denn sie hätte dann weniger Macht.
Kaum zu bremsen ist die Regelungswut der Kommission schließlich,
wenn es um die so genannten Produktregulierungen geht. Brüssel
bestimmt, wie ein Traktorsitz aussehen muss, wie laut ein
Rasenmäher sein darf und welche Qualität das Trinkwasser haben
sollte (weitere Beispiele in meinem Buch Europa-Chauvinismus).
Inzwischen gibt es etwa 10 000 europäische Produktnormen. Niemand
glaubt, dass sie alle notwendig sind.
Wenn europäische Produktnormen einstimmig von allen Mitgliedstaaten
beschlossen werden, ist dagegen in der Regel nichts zu sagen. Über
das, was sicher oder gesund ist, gehen die Meinungen aber oft
auseinander. Die optimale Trinkwasserqualität ist eine Frage der
Kosten und daher des Einkommens, und das deutsche Reinheitsgebot
für Bier wird anderswo eher belächelt. Wo es solche
Präferenzunterschiede gibt, ist europäische Einheitsqualität fehl
am Platz. Problematisch sind nationale Produktnormen nur dort, wo
sie - auf Drängen heimischer Interessengruppen - dazu missbraucht
werden, unliebsame ausländische Konkurrenz fern zu halten. Zwar
steht es den ausländischen Produzenten frei, ebenfalls Güter
herzustellen und zu verkaufen, die diesen Vorschriften entsprechen,
aber mangels Masse wären sie wahrscheinlich weniger
wettbewerbsfähig als die heimische Industrie. Um einen solchen
Missbrauch abzustellen, benötigt man aber keine europäische
Produktnorm. Das betreffende Land muss nur verpflichtet werden
können, die Normen der anderen anzuerkennen. Das Prinzip der
gegenseitigen Anerkennung verdanken wir dem Europäischen
Gerichtshof. Die Brüsseler Bürokratie will dagegen die europäische
Einheitsqualität.
Unterstützt wird sie dabei vor allem von den Großunternehmen, die
sich davon Mengenvorteile und Schutz vor Konkurrenz aus
Drittländern versprechen. Nicht daran gelegen ist den Verbrauchern,
die unterschiedliche Produktqualität nachfragen, und den
mittelständischen Betrieben, die sich an diesen Qualitätswünschen
oft bereitwilliger orientieren als die Großunternehmen.
Ein letztes Beispiel für unnötige Bürokratie ist die europäische
Wettbewerbspolitik. Besser als die Kommission können die
Mitgliedstaaten oder ihre Regionen beurteilen, ob der Wettbewerb
auf ihrem Markt gestört ist und was am besten dagegen getan werden
kann. Zwar spricht viel für ein einheitliches europäisches
Wettbewerbsrecht, aber die Anwendung dieses Rechts sollte zunächst
den Kartellämtern der Mitgliedstaaten und -regionen überlassen
bleiben.
Die europäischen Institutionen werden lediglich als
Berufungsinstanz gebraucht. Sie müssen darüber wachen, dass das
europäische Recht eingehalten wird. Nur bei grenzüberschreitenden
Kartellen und Fusionen könnte die Kommission als erste Instanz
tätig werden. Wettbewerbskommissar Monti ist immerhin zu einer
vorsichtigen Dezentralisierung bereit. Das Problem ist nur, dass er
zugleich die Meldepflicht für Kartelle abschaffen will. Dies würde
aber die Wettbewerbspolitik schwächen.
Woher rührt der zentralistische Regulierungsdrang Brüssels? Die
europäischen Verträge räumen der Kommission eine außergewöhnliche
Fülle von Kompetenzen ein, vor allem das Vorschlagsmonopol für die
europäische Rechtsetzung. Das Europaparlament und auch der
Ministerrat dürfen zwar - seit dem Vertrag von Maastricht - die
Kommission "auffordern", zu bestimmten Themen Rechtsakte zu
entwerfen. Aber die Kommission hat bereits klargestellt, dass sie
sich nicht verpflichtet fühlt, derartigen Aufforderungen auch
nachzukommen.
Die Kommission kann jedes Gesetz blockieren
Das Vorschlagsmonopol der Kommission ist höchst ungewöhnlich. Man
stelle sich vor, in Deutschland könnten Bundestag und Bundesrat
Gesetze nur dann verabschieden, wenn vorher die
Ministerialbürokratie - also noch nicht einmal der Minister oder
das Regierungskabinett - einen Referentenentwurf beschlossen hat.
In einer Demokratie sollte die staatliche Bürokratie nicht nur kein
Vorschlagsmonopol, sondern überhaupt kein Vorschlagsrecht für die
Gesetzgebung besitzen. Es sollte nur dem Parlament und der von ihm
gewählten Regierung zustehen.
Das Vorschlagsmonopol der Kommission ist nicht nur undemokratisch
und widerspricht dem Prinzip der Gewaltenteilung, es fördert auch
die Regelungsflut: Erfahrungsgemäß sind Parlamentarier weit weniger
detailverliebt als Bürokraten.
Selbst wenn die Kommission auf Wunsch des Parlaments oder des Rates
einen Rechtsakt entwirft, bestimmt sie selbst den Inhalt. Den
Vorschlag gegen den Willen der Kommission zu ändern ist nicht
einfach. Denn während der Rat die Vorschläge der Kommission in der
Regel mit qualifizierter Mehrheit in Kraft setzen kann, darf er
abweichende Beschlüsse nur einstimmig fassen.
In den Regelungs- und Verwaltungsausschüssen, die über die
Durchführung der europäischen Rechtsetzung entscheiden, benötigen
die Mitgliedstaaten sogar eine qualifizierte Mehrheit, um die
Kommission aufhalten zu können. Die Kommission ist in der Lage,
ihren Willen gegen eine Mehrheit der Mitgliedstaaten
durchzusetzen.
Weil die Kommission das Vorschlagsmonopol hat, kann sie jeden
Entwurf blockieren, der ihren Besitzstand - den acquis
communautaire - antastet. Selbst wenn sich eine Gemeinschaftsregel
nicht bewährt hat, kann sie nicht wieder rückgängig gemacht werden,
wenn die Kommission auf der Bremse steht. Die Allmacht der
Kommissare - und damit verbunden das viel beklagte
Demokratiedefizit - ist weithin dafür verantwortlich, dass die
Interessengruppen auf der europäischen Ebene mehr Einfluss haben
als in irgendeinem der Mitgliedstaaten. Normalerweise sind
Politiker, weil sie an ihre Wiederwahl denken, gegenüber den
Wünschen großer Verbände zugänglicher als Beamte. In Brüssel aber
vertreten die meisten Lobbyisten keine Massenorganisationen,
sondern relativ kleine, sehr spezielle Wirtschaftsverbände, die bei
Wahlen irrelevant und deshalb für Politiker uninteressant sind.
Gegenüber den Gunstbezeugungen dieser Gruppen erweisen sich die
Beamten, wie die Praxis zeigt, zumindest als ebenso anfällig wie
die Politiker.
In Brüssel sind mehr als 3000 Interessenverbände vertreten. Die
Zahl der Lobbyisten wird auf etwa 15 000 geschätzt. Seit 1994
existiert sogar ein Institut, das sich auf die Ausbildung von
EU-Lobbyisten spezialisiert hat (Institut Européen des Affaires
Publiques et du Lobbying). Sie alle bedrängen die Kommission, immer
neue Richtlinien zu erlassen.
Man kann den Einfluss der Interessenverbände an der Gesetzgebung
und dem Haushalt der Europäischen Gemeinschaft genau ablesen. Ein
amerikanischer Ökonom stellte fest, dass 78 Prozent der
entsprechenden Angaben des Amtsblatts der Befriedigung von
Interessengruppen - vor allem natürlich der Landwirtschaft -
dienten. Ich selbst fand heraus, dass 72 Prozent der EU-Ausgaben
bevorzugten Interessengruppen zuflossen.
Auch die notorisch protektionistische EU-Außenhandelspolitik wird
natürlich von europäischen Produzentenverbänden gefordert und
durchgesetzt. Die "Festung Europa" schützt ihre Zünfte und hält
ihre Bürger in Festungshaft - kein Wunder, dass deren
Europa-Begeisterung immer weiter fällt.
Rückgabe von Kompetenzen an die Mitgliedsländer
Die organisierten Interessen profitieren nicht nur vom Desinteresse
der Wahlbürger und der nationalen Finanzminister. Auch die
Zentralisierung der Politik und die Bürokratielastigkeit der
europäischen Gesetzgebung stärken ihren Einfluss.
Was ist zu tun? Wie kann eine deutsche Regierung dazu beitragen,
das Bürokratieproblem der Europäischen Union zu entschärfen und die
EU damit bürgernäher zu machen?
Erstens müsste sie auf Erfolge beim Zurückschneiden der eigenen
Bürokratie verweisen können. Leider aber wuchs das Heer der
deutschen Staatsdiener in 30 Jahren um 45 Prozent.
Zweitens müsste Berlin darauf hinarbeiten, dass die EU-Kommission
ihre Sonderrechte in der europäischen Rechtsetzung aufgibt. Sie
muss sich der Gewaltenteilung beugen. Ein Vorschlagsrecht steht ihr
nicht zu. Auch die erforderlichen Mehrheiten in Rat und Parlament
dürfen nicht mehr von den Wünschen der Kommission abhängen - sofort
würden dem Regulierungsdrang der Brüsseler Bürokratie Grenzen
gezogen.
Gegen Bürokratieprobleme hilft drittens die Dezentralisierung. Wenn
man schon nicht auf die Bürokratie verzichten kann, müssen sich
ihre Aktivitäten zumindest nach Möglichkeit dorthin verlagern, wo
sie am wirkungsvollsten kontrolliert werden können.
Dezentralisierung schafft Vergleichsmöglichkeiten und stärkt die
Kontrollanreize. Für die Europäische Union bedeutet das, dass in
einzelnen Fällen auch eine Rückübertragung von Kompetenzen an die
Mitgliedstaaten oder Bundesländer infrage kommt. Der Besitzstand
der Kommission und des von ihr geschaffenen Imperiums kann kein
Tabu sein.
Dort, wo die Europäische Kommission sinnvollerweise zuständig ist,
stellt sich schließlich die Frage, wie sie besser kontrolliert
werden kann. Wer soll die Kontrolle dieser mächtigen Bürokratie
übernehmen? Manche meinen: das Europaparlament. Nach aller
Erfahrung ist jedoch der Kontrollanreiz eines Euro-Parlamentariers
denkbar gering, und im Zweifel findet er oder sie die
Zentralisierung vernünftiger.
Andere wie der schwedische Ministerpräsident Göran Persson und der
britische Außenminister Jack Straw sind deshalb der Meinung, dass
der Europäische Ministerrat das bessere Kontrollorgan wäre. Nach
dieser Reformkonzeption wird die Kommission eine reine
Ministerialbürokratie. Jede Generaldirektion untersteht einem
Ratsmitglied und führt dessen Anordnungen aus. Der zuständige
Kommissar ist sein Staatssekretär. Auf ein Gremium dieser
Staatssekretäre kann verzichtet werden. Die zuständigen
Ratsmitglieder bilden zusammen das europäische Kabinett. Sie sind
zugleich Minister in ihrem Heimatstaat und in der Union.
Das gab es übrigens schon im deutschen Kaiserreich. Bismarck zum
Beispiel war in den 1880er Jahren zugleich Reichskanzler und der
für die Sozialgesetzgebung zuständige preußische Handelsminister.
schrieb am 07.08.02 22:09:57
hey
danke für eure hilfe . mit "seb" klingt interessant
"Hvb" ist -wie Postbank- leider auch erst ab 10000 E
kostenlos, das ist bei der "Haken".
Danke
E.
schrieb am 07.08.02 22:44:08
hallo 50-er sparfüchse
damit wir NIE vergessen zu sparen, hier die zusammenfassung
Private Finanzhaushaltsführung:
- Aufbau eines Instrumentariums ( allein schon durch die
Beschäftigung damit wird das Sparbewußtsein gefördert)
- Festlegung von jährlichen Finanzzielen (zielgerichtete Ausgaben,
weniger Spontankäufe)
Fixkosteneinsparungen:
- Einkommensteueroptimierung
- Gebührenfreies Girokonto nutzen (z.B. bei der Sparda)
---- für Freiberufler: SEB ---
- Telefonanbietervergleiche (Festnetz, Handy)
- Internetanbeitervergleiche (evt. Flaterate anschaffen,
Onlinekosten überwachen)
- Vereinszugehörigkeiten überprüfen
- Richtige KFZ Wahl (Anschaffung, Wartung, Benzin, Steuer)
- Prüfung, ob man auf das Auto verzichten kann
- Abos nutzen (z.b. FINANZEN)
Versicherungen:
- Prüfung des Status Quo (insbesondere Kranken, BUZ, Leben, Unfall,
da hier hoher Beitrag)
- Umstellung auf jähriche Zahlungsweise
- Prüfung ob Gruppenversicherung von „Bund der Vesicherten“ eine
Alternative ist
- Umschichtung von Kapitalleben auf Risikoleben
Sparen im Haus:
- Stromanbietervergleiche
- Heizkosten sparen durch Absenkung der Raumtemperatur auf 18
Grad
- Wassersparstein ins Klo
- Möglichst kaltes Wasser nutzen
- Überlegung ob Gartenpumpe (= abzapfen des Grundwasser´s sinnvoll
ist)
- Energiesparlampen
- Anschaffung einer Regentonne
- Komposthaufen anlegen
Verhalten ändern:
- AUSWANDERN !
- Online-Auktionen nutzen
- Internet als Kaufmedium nutzen (z.b.
www.gratistour.de
www.kostenlos.de
www.geizkragen.de
www.kostnix.de
www.guenstiger.de
www.gratisworld.de
www.schnorrer.de
www.alles-umsonst.de
www.nulltarif.de
www.gewinn24.de
www.kein-geld.de
- billig-fluglinien nutzen (z.b ryain-air)
- keine scheu zu reklamieren, beanstanden, beschweren
- Qualitätsware aus 2. Hand kaufen
- Frühbucherrabatte nutzen
- Firmenjubiläen nutzen
- Auf Aktionen achten (Aldi, Lagerverkäufe, Tschibo, Eduscho
etc.)
- An- und Verkauf auf dem Trödelmarkt (z.b. Spielsachen)
- Stiftung Warentest beachten
- Preisagenturen beachten
- Jeden Abend die Taschen leeren und das Kleingeld sparen
- Für jedes Teil das „reinkommt“ muss eines „raus“ (Flohmarkt,
Annonce, Verschenken etc.)
- messe nutzen (z.b. cebit)
- Abo´s, Dauerkarten nutzen (z.B. für Sauna oder Fussball)
- Einsparungspotential in Aktien investieren
- Lebensmittel in Großhandelsgeschäften kaufen (z.B. Aldi)
- Qualitätsartikel kaufen, da langfristig zufriedener mit dem
Produkt
- Nicht mit Hungergefühl einkaufen
- Mineralwasserzubereitung durch „Wasser-Maxe“
- zum essen einladen lassen
- selbstkochen statt essen gehen
- selbstrasur statt zum friseur zu gehen
- Zeitschriften im Cafe lesen
- ersatzteile am auto selbst einbauen
- mitfahrzentral nutzen
- sondersparangebote der deutschen bahn nutzen
- obst/gemüse 5 minuten vor marktschluss kaufen
- statt mineralwasser leitungswasser trinken
- beim Autofahren schnell hochschalten, und als
Autobahngeschwindigkeit 100 km ansetzen
- gebrauchte bücher bei amazon nutzen
Sich mit Anderen „zusammen tun“:
- Tausch von Kindersachen mit Gleichgesinnten
- Mit Mehreren zusammen eine Sache kaufen (Rasenmäher, Pavillons
etc.)
- Heiraten, wenn man eh schon den Partner für´s Leben gefunden
hat
- Mit anderen Familien Fahrgemeinschaften einrichten (z.B. für
Kinderfahrdienste)
- tauschen bzw. an tauschbörsen teilnehmen
liebe grüsse
rolf
schrieb am 09.08.02 12:05:46
hallo 50-er spar-füchse
ich brauche mal euren (fachmännischen) "spar-rat":
wo kann ich günstig einen neuen oder neuwertigen VAN kaufen ???
habt ihr da ideen, anregungen, wo bei welchen links ich mal
reinschauen sollte (die reinen hersteller-links habe ich alle
durchgekaut...) ?
wäre klasse, wenn sich der ein oder andere hier melden
würde
liebe grüsse
rolf, kurz vor der mittagspause
schrieb am 09.08.02 12:53:35
ich habe noch einen spartip für den einen oder anderen.
sicherlich ist vielen der steuerberater Franz konz ein begriff.
selbiger hat ein Buch unter dem namen" der große gesundheitskonz"
herausgegeben.
ich kann nicht behaupten, daß es mir in jeder beziehung gefällt,
allerdings schreibt er interessante dinge zur ernährung.
danach kann man viele wichtiges vitamine etc. bekommen, indem man
pflanzen aus der natur ißt. zB Vitamin c aus vogelbeeren ,
hagebutten , dort ist vielmehr enthalten als in abgepacktem obst
aus dem supermarkt, außerdem ist es frischer. außerdem ist es
garantiert nicht gentechnisch verändert.
sicherlich nicht jedermanns geschmack, aber mir gefällt es, wenn
ich morgens zum frühstück auf einem spaziergang blaubeeren,
himbeeren, löwenzahn hagebutten, gänseblümchen frisch gepflückt
esse.
aber leider nicht immer und überall machbar und sicherlich nicht
für jeden was.
viele grüße
curacanne
schrieb am 09.08.02 17:21:42
hallo liebe 50-er sparfüchse
@curacanne
klasse tipp. gesundheit ist das wichtigste im leben
überhaupt



konz schreibt immer locker drauf los und ist auch leicht zu
lesen
@shakes
danke für den hinweis. das wäre was: vanersteigerung bei
e-bay....
liebe grüsse
rolf, mit den ko-kriterien anhängelast, ps, hubraum und
preis
schrieb am 10.08.02 21:28:36
hallo liebe 50-er sparfüchse
wenn ihr mal einen van kaufen wollt, sag mir nur
bescheid...
mittlerweile habe ich infomaterial von rd. einem dutzend hersteller
und das überraschendste dabei, wenn ich meine KO-kriterien (2.000
kg anhängelast, 2000 hubraum, preis < 30 t€

zu
rate ziehe, das ein modell mit abstand das beste
PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS hat: KIA CARNEVAL !!!!!!!!!
bei (fast) gleicher ausstattung bis zu 8 t € preiswerter, da lohnt
sich schon mal ein blick auf den koreaner...
wer hat evt. PRAKTISCHE erfahrungen sammeln können mit koreanischen
fahrzeugen (mit van´s ?!) ?
wir werden uns den wagen nächstes wochenende mal näher
anschauen...
liebe grüsse
rolf, auf der suche nach einem neuen van