ELSA mit neuen 3D-Profigrafikkarten
Konzentration auf zwei GeForce4-MX-/Ti-Grafikkarten im
Consumer-Bereich
Der deutsche Hersteller ELSA will im April seine Gloria III
(Quadro2 Chip) und Gloria DCC (QuadroDCC Chip) Grafikkarten durch
drei neue 3D-Profikarten mit NVidia- Quadro4-Chips ersetzen.
Während ELSA sich hierzulande noch nicht auf Produktnamen
festgelegt hat, hat sich die US-Niederlassung bereits entschieden
und nennt die Karten Gloria4 und Synergy4.
Gloria4 Quadro4 900XGL
Deutlich mehr Leistung als die ELSA Gloria DCC soll das neue
Spitzenmodell, die "Gloria4 Quadro4 900XGL", bieten. Dazu arbeitet
ein Quadro4 900XGL (300 MHz Prozessortakt), der auf mit 325 MHz
(bzw. 650 MHz) getaktetes 128 MByte DDR- SDRAM zugreifen kann. ELSA
verspricht ProCDRS-Werte von weit über hundert, was zur Zeit
unangefochtener Weltrekord sei. An die Karte können zwei digitale
Flachbildschirme (DVI-I) angeschlossen werden, über zwei im
Lieferumfang enthaltene VGA-Adapter können auch analoge Displays
mit der Karte verbunden werden. Für stereoskopische (räumliche)
Darstellung gibt es einen VESA 3-Pin Stereo-Shutter- Anschluss für
3D-Shutter-Brillen.
Gloria4 Quadro4 750XGL
Die ebenfalls angekündigte "Gloria4 Quadro4 750XGL" basiert auf dem
Grafikchip Quadro4 750XGL (275 MHz), dem ebenfalls 128 MByte
DDR-SDRAM (275/550 MHz) zur Verfügung stehen. Hier werden ein
DVI-I-, ein VGA-Ausgang und ebenfalls der VESA-Anschluss für
3D-Shutter-Brillen geboten.
Synergy4 Quadro4 550XGL
Als Nachfolger für die Synergy III, also als 3D-Profigrafikkarte
für Einsteiger, platziert ELSA die neue Synergy4 Quadro4 550XGL.
Auf ihr arbeitet ein mit 270 MHz getakteter Quadro4 550XGL, der auf
64 MByte DDR-SDRAM (200/400 MHz) zugreifen kann. Über einen Ausgang
erlaubt ELSA per Kabelpeitsche (LFH) den Anschluss von zwei
VGA-Displays. Optional erhältlich ist eine Kabelpeitsche zum
Anschluss von zwei DVI-I-Displays.
Im Lieferumfang der Grafikkarten befinden sich, neben optimierten
OpenGL-Treibern für Windows 2000/XP, Windows NT und Windows 98/ME,
zusätzliche Applikationstreiber für Anwendungen wie "AutoCAD" oder
"3D Studio MAX/VIZ". DirectX und Linux (XFree86) werden ebenfalls
unterstützt.
Die neuen Grafikkarten sollen laut ELSA ab Mitte April verfügbar
sein; die Gloria4 Quadro4 900XGL für 2.190,- Euro, die Gloria4
Quadro4 750XGL für 1.198,- Euro und die Synergy4 Quadro4 550XGL für
528,- Euro. Die genannten Produktnamen wurden von ELSA Inc.
gewählt, ob ELSA Deutschland sich für die gleichen entscheidet,
steht noch nicht fest. Registrierten Nutzern verspricht die
momentan im Insolvenz- Prüfungsverfahren schwebende ELSA AG eine
Garantie von sechs Jahren.
Im Consumer-Bereich will sich ELSA nunmehr auf zwei Karten
konzentrieren, eine mit dem von NVidia momentan nur in kleinen
Stückzahlen lieferbaren Grafikchip GeForce4 4600 (Gladiac 925VIVO)
und eine mit dem GeForce4-MX-Grafikchip für den Low-End-Bereich.
Außerdem hoffe man darauf, dass ELSA den GeForce4 4200 auf den
Markt bringen werde, um auch eine preiswerte GeForce4-Ti-Karte
anbieten zu können. Auf der CeBIT 2002 zeigten auch andere
Hersteller gegenüber Golem.de Interesse an dem von NVidia noch
nicht öffentlich angekündigten Grafikchip.

Da es von Elsa ja sonst nix neues gibt