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schrieb am 04.02.03 14:29:46
W.O.M.: "Wir wollen schwarze Zahlen schreiben"
(Instock) W.O.M (World of Medicine) gehört zu den
Medizintechnik-Unternehmen am Neuen
Markt/Prime Standard. Die Berliner haben sich auf die
minimal-invasive Chirurgie mittels Laser
spezialisiert. Darunter fallen Operationstechniken, die den
chirurgischen Eingriff dank spezieller
Geräte und Instrumente minimal und damit sehr schonend machen.
Instock sprach auf dem 3. MedTechDay mit dem Vorstandsvorsitzenden
Peter Wiest und
Finanzvorstand Michael Ott über das schwierige Jahr 2002 und die
kommenden Monate.
Instock:
Sie haben in Ihrem 2002-Geschäftsbericht ihren Umsatz von 31
Millionen Euro als erfreulich
bezeichnet. Zur Jahresmitte sprachen Sie noch 36 Millionen Euro
Jahresumsatz. Was ist daran
nun erfreulich?
Wiest:
Das ist nach wie vor erfreulich, denn wir haben auf die
Schwierigkeiten am Markt reagiert. Wir
haben unser Marketing- und Vertriebskonzept umgestellt und eine
leichte Umsatzsteigerung
gegenüber dem Vorjahr erreicht. Unser Umsatz ist nicht wie bei
zahlreichen anderen
Medizintechnik-Unternehmen um 30 bis 40 Prozent eingebrochen. Das
ist eine sehr erfreuliche
Entwicklung. Bei dem was wir vorhatten - die Etablierung neuer
Produkte am Markt und die
Installation neuer Vertriebswege - haben wir sehr viel gelernt. Wir
werden unsere Umsatzziele
erreichen - nur nicht so kurzfristig. Es gibt eine
Phasenverschiebung.
Instock:
Gibt diese Phasenverschiebung auch beim Gewinn?
Wiest:
Selbstverständlich. Wenn man den geplanten Umsatz nicht erzielt,
gibt es auch beim Gewinn eine
Lücke.
Instock:
Die Mitte 2002 prognostizierten 1,5 Millionen Euro Gewinn vor
Steuern und Zinsen werden Sie
nicht erreichen?
Wiest:
Das werde ich jetzt nicht kommentieren. Wir sind gerade in der
Endphase der Zusammenstellung
aller 2002-Zahlen. Wir hatten aber unsere Prognose schon auf minus
2 Millionen Euro reduziert.
Das ist die aktuelle Prognose.
Instock:
Sie sprachen von Umstellungen im Vertrieb. Welche waren das und wem
waren die geschuldet?
Wiest:
Der Markt hat sich in letzter Zeit ganz gewaltig gedreht. Wir
hatten beispielsweise 600
Interessenten für den Kauf von Lasern, doch innerhalb von vier,
fünf Monaten kaufte niemand.
Dann fragt man sich, was da los ist. Unsere Analyse ergab: Das
Produkt und der Preis sind gut
und die Kunden sind interessiert. Wir stellten jedoch fest, dass
keiner mehr in Anlagevermögen
investiert. Es sind momentan nur noch Leasing-Modelle angesagt.
Daraufhin haben wir unser
gesamtes Marketing-Konzept umgestellt. Wir stellen jetzt die Geräte
in die Krankenhäuser und
bekommen pro Nutzung bereits in der Demonstrationsphase einen
Kostendeckungsbeitrag. Dieser
Strategiewechsel ist uns möglich gewesen, weil wir über genügend
Liquidität verfügen. Im vierten
Quartal hat sich dann was gedreht und wir haben einen sehr guten
Umsatz erzielt. Auch der
Januar läuft schon gut. Die neue Strategie greift also bereits.
Instock:
Verdienen Sie mit der neuen Vertriebsstrategie unter dem Strich
mehr Geld?
Ott:
Bisher hatten wir etwa einen Deckungsbeitrag von 14.000 Euro pro
Gerät. Bei der Bezahlung per
Nutzung der Geräte kann man durchaus innerhalb von drei Jahren das
Dreifache des
Deckungsbeitrages erzielen. Die Refinanzierung des Lasers erfolgt
über den Kauf des
Verbrauchsmaterials zur Anwendung des Lasers. Solche Verträge haben
in der Regel eine
Laufzeit von drei Jahren. Der Laser ist nach acht, neun Monaten
bezahlt und dann beginnt für uns
die Gewinnphase. Der Laser steht dem Anwender aber danach weiter
zur Verfügung. Er benötigt
weiter die Verbrauchsmaterialen von uns. Es ist noch gar nicht
ausgerechnet, wie lange am Ende
der Laser genutzt wird und wie viele Fälle dann behandelt werden.
Das ist ein ganz
phantastisches Geschäft.
Wiest:
Die Schwierigkeit ist die Finnanzierung. Die können wir meistern,
weil wir genügend Geld von den
Anlegern beim Börsengang bekommen haben. Eine kleine Firma schafft
so etwas nicht mehr. Das
Gesundheitswesen hat gedreht, überall wird gekürzt. Man hat nur mit
einem guten Produkt, von
dem Kassen, Ärzte und Patienten etwas haben, eine Chance auf dem
Markt.
Instock:
Funktioniert dieses Modell auch in Volkswirtschaften wie China?
Wiest:
Es funktioniert dort nicht, weil wir nicht wissen, wie oft die
Geräte eingesetzt werden. Doch der
größte Medizinmarkt ist derzeit die USA mit 52 Prozent Anteil am
Weltmarkt und dort funktioniert es
perfekt. Vereinzelt haben wir solche Leasing-Geschäfte auch schon
in Europa und in
Deutschland getätigt. Aber hier ist das noch nicht politisch
gewünscht.
Instock:
Wie wird sich auch angesichts der vor kurzem erteilten
FDA-Zulassung für Ihre
FREDDY-Technologie zur Entfernung von Gallensteinen in den USA Ihr
Umsatz und Gewinn in
diesem Jahr entwickeln?
Ott:
Das ist sehr schwierig. Selbst große Unternehmen halten sich bei
Prognosen sehr bedeckt. Wir
werden uns als Unternehmen selbstverständlich das Ziel setzen, 2003
weiter zu wachsen. Auf
der anderen Seite, sofern die Konjunktur am Boden bleibt, müssen
wir auch bei einer
Umsatzstagnation schwarze Zahlen schreiben. Das ist die Aufgabe,
die wir uns für 2003 gestellt
haben. Wir setzen selbstverständlich alles daran, deutlich stärker
als der Markt zu wachsen. Wir
wollen in diesem Jahr auf EBIT-Basis schwarze Zahlen schreiben.
[ Dienstag, 04.02.2003, 11:58 ]
schrieb am 06.02.03 09:09:30
glaub ich dir schon. nur hat die klitsche noch kein einziges mal
ihre prognosen eingehalten.
schrieb am 03.03.03 11:34:20
Vielleicht halten sie die ja diesmal.
schrieb am 14.03.03 13:25:49
Na also wird doch - warten wir mal auf die Meldung, warums heut so
brutal nach oben geht !!!
schrieb am 13.06.03 10:22:36
Berlin, 13. Juni 2003)
Die im Prime Standard gelistete W.O.M. WORLD OF MEDICINE AG hat
einen
exklusiven Vertriebsvertrag mit einem kalifornischen
Unternehmen
unterzeichnet.
Der Vertrag umfasst den Vertrieb des von der FDA (Food and Drug
Administration) zugelassenen und patentierten Gamma Finder® -
der
ersten und bisher einzigen kabellosen Sonde zur Lokalisierung
von
Krebs an Lymphknoten.
Mit Hilfe dieses Gerätes können die befallenen Lymphknoten im
Körpergewebe lokalisiert werden, so dass gesunde Knoten nicht
mehr
pauschal entfernt werden müssen.
Unser Vertriebspartner verpflichtet sich zu einem garantierten
Mindestabnahmevolumen von 7,6 Mio. US$ innerhalb der nächsten
fünf
Jahre. Die Exklusivität erstreckt sich ausschließlich auf die
Anwendungen bei Brust- und Hautkrebs in den USA und Kanada.
Der amerikanische Partner entwickelt, produziert und vertreibt
minimal invasive Geräte zur Diagnose von Brust- und Hautkrebs.
Das
Produktportfolio wird durch den Gamma Finder® von WORLD OF
MEDICINE
und die zugehörigen Verbrauchsmaterialien hervorragend ergänzt.
Die
hohe Vertriebskompetenz des Partners ermöglicht es, die
Bearbeitung
des wichtigen US-Marktes zu forcieren. WORLD OF MEDICINE
erschließt
derzeit weitere Anwendungsmöglichkeiten für den Gamma Finder®
an
anderen Organsystemen.
Die W.O.M. WORLD OF MEDICINE AG
Der Vorstand
Ende der Ad-hoc-Mitteilung euro adhoc 13.06.2003
schrieb am 25.11.03 17:25:57
Die Aussichten werden immer besser !!!
schrieb am 11.05.04 14:17:41
Nach wie vor sehr interessante Entwicklung
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