schrieb am 06.07.03 13:03:45
#1
der deutsche sonderweg ist zu ende, hat fischer schon gesagt.
wareum soll es den deutschen beser gehen als dem
durchschnittsamerikaner?
dort waren nach 2000er zahlen 46 mill. analphabeten und 36 mill.
lebten unterhalb der armutsgrenze.
wenn man gore vidal glauben darf, sind über die hälfte der
bevölkerung funktionale analphabeten.
meinst du die "unfähigkeit" von regierungen sei dafür die
ursache?
ebenso ist sie hier nicht die ursache für die "verteibung aus dem
paradies", - es ist gewollt. es dient den partikularinteressen. und
wer diese verkörpert, sollte dir klar sein.
schrieb am 06.07.03 14:51:02
Hallo Erika007,
meist du vielleicht diese Variante?
Gruß Albatossa
Die Vertreibung aus dem Paradies
Deutschland am Scheideweg
Das neue Jahrtausend wird mit einem aufgeblähten Staat beginnen,
mit einer Regierung, die unendlichen sozialen
Umverteilungsansprüchen seiner Bürger gegenübersteht, die nicht in
der Lage ist trotz ständig steigender Steuerforderungen
ausreichende Steuereinnahmen zu sichern, um diese Ansprüche zu
erfüllen oder auch nur die dringendsten Infrastrukturmaßnahmen zu
erledigen.
Damit die Regierung sich aber auch weiterhin am Ruder halten kann,
wird die exorbitante Staatsverschuldung - zur Zeit nahezu 2,5
Billionen DM - weiterbetrieben, also ein Wohlleben auf Pump. Dabei
wird die Wahrheit der Situation, in der die Bürger der
Bundesrepublik Deutschland tatsächlich stehen, geflissentlich
verschwiegen.
Die hohe Arbeitslosigkeit, maßloses Anspruchsdenken,
Gefälligkeitsdemokratie, übertriebene Größe des Staatssektors im
Verhältnis zur Gesamtwirtschaft - und damit totale Überregulierung
aller Lebensbereiche unseres Volkes durch den Staat - haben
Deutschland in diese gefährliche Krise geführt.
Es besteht dringender Handlungsbedarf!
Wenn es nicht gelingt, die Politik handlungsfähig zu machen, die
Investitionslethargie zu brechen und die Arbeitslosigkeit deutlich
zu senken, stehen Demokratie, Wohlstand und Marktwirtschaft auf dem
Spiel.
"Reformstau" ist zu Recht zum Wort des Jahres erhoben worden. Laut
Brockhaus ist die evolutionäre Umgestaltung überlebter und
verbesserungsbedürftiger Einrichtungen eine Reform. Wie weit ist
die Bundesrepublik von diesem notwendigen Schritt entfernt?
Nach einem halben Jahrhundert Erfolgen mit dem Modell einer freien
Marktwirtschaft hat sich in Deutschland in der Tat vieles überlebt,
ist vieles verbesserungsbedürftig geworden, vor allem angesichts
eines dramatisch veränderten wirtschaftlichen Umfeldes. Bereits in
dem Gutachten der "Wirtschaftsweisen" von 1992/93 forderte der Rat:
"`Für Wachstumsorientierung gegen Verteilungsstreit` neue
politische Prioritäten, Konsolidierung und Abbau der Steuer- und
Abgabenbelastung." Der Rat mahnte damals Effizienz bei den sozialen
Sicherungssystemen an und schrieb, "Zeit zu verlieren können wir
uns nicht leisten".
Seither läuft uns die Zeit davon. Dabei müßte Deutschland sich nach
dem Rat der Weisen auf die liberalen ordnungspolitischen Aufgaben -
soviel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich - besinnen,
Fehlentwicklungen müßten durch fundamentale Korrekturen, aber nicht
durch punktuelles Kurieren am Symptom bekämpft werden. Tatsächlich
befinden wir uns aber in einem lähmenden Schwebezustand ständiger
Reformblockaden.
Die Ursachen der Reformmisere reichen bis tief in das Bewußtsein
der Bevölkerung. Die Deutschen sind deutlich risikoscheuer als die
Angelsachsen und Amerikaner und haben ein starkes
Sicherheitsbedürfnis. Dabei vertrauen wir zuviel Institutionen und
damit auch dem Staat. Grüne und SPD weit mehr als FDP und CDU. Die
Folge ist der heute schon nahezu entmündigte Bürger, eingebettet in
das Pseudo-Schlaraffenland allumfassender staatlicher Fürsorge.
In der Welt des 21. Jahrhunderts sind jedoch Risikobereitschaft,
Selbstverantwortung und weniger staatliche Absicherung und
Fürsorglichkeit gefordert. (Siehe die staatlichen Korrekturen in
Schweden, Neuseeland, England und Amerika.) In Deutschland wird
aber die Reform der Debatte nicht als Aufbruchsdebatte geführt
sondern als Abschiedsdebatte vom sozialstaatlichen Paradies, aus
dem man vertrieben wird.
Daher überwiegen in Befragungen die Ängste, statt die Ärmel
aufzukrempeln und das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Allewegen Jammern und Klagen auf international höchstem Niveau.
Verdeutlichen soll dies eine Umfrage des Allensbach-Instituts: "Wie
stellen Sie sich unsere Gesellschaft in 10 Jahren vor! Was wird für
unsere Gesellschaft in 10 Jahren zutreffen?"
Fazit:
Deutsche Diskussionen über Veränderungen muten trostlos an,
verzagt, verquält und zäh. Reformen erscheinen wie
Verzweiflungsakte als mühsame und fatalistische Anpassung an
widrige Umstände. Von Reformbegeisterung keine Spur: Die
Stimmungslage kündigt nicht von einem notwendigen wagemutigen
Aufbruch zu neuen Ufern, sondern von der Vertreibung aus dem
Paradies. So das Allensbach-Institut. In 10 Jahren - davon ist die
überwältigende Mehrheit der Deutschen überzeugt - ist unsere
Gesellschaft kälter und egoistischer, die Arbeitslosigkeit höher
und die Zukunft unsicherer als heute, die sozialen Unterschiede
werden zunehmen und die Starken sich zu Lasten der Schwachen
durchsetzen.
Bei einer solchen offensichtlich mehrheitlichen Geisteshaltung
unseres Volkes kann es einen nicht wundern, daß nach wie vor
sozialistisches Gedankengut auch in unseren Parteien fröhliche
Urständ feiert. Kommt es nicht zu einer Kehrtwende in den Köpfen
der Menschen, ist die wirtschaftliche Talfahrt - wie in Schweden
von 1970 bis 1995 - vorprogrammiert.
1970 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BiP) in Schweden pro Kopf der
Bevölkerung 115 % gegenüber dem Durchschnitt der OECD. Die
Arbeitslosigkeit lag bei 2,7 %. Das bedeutete Rang 4 der Liste der
OECD-Länder. 1995 betrug des BiP gerade noch 95 %. Das bedeutete
Abstieg auf Rang 16, die Arbeitslosigkeit lag bei 13,3 %. Dies
hatte der sozialistische Wahn eines gleichmacherischen
Wohlfahrtsstaates, genannt auch "Volksheim Schweden", bewirkt.
Wollen wir auch diesen abschüssigen Weg gehen? Und wenn nein, was
ist zu tun?
Das schwedische Modell, für viele immer noch das Modell
erfolgreicher und gerechter Sozialpolitik, ist ähnlich wie in den
kommunistischen Staaten total gescheitert. Das Volksheim ist von
der schwersten Rezession seit Generationen heimgesucht worden, und
bezahlt worden ist dies vor allem vom Mittelstand, den Angestellten
und Arbeitern, also dem gemeinen Volk.
Vor diesem Hintergrund sind die Aussagen von PDS, Grünen und auch
SPD sowie Teilen der CDU nur mit äußerster Vorsicht zu genießen.
Die Staatsgläubigkeit vieler Parteipolitiker in Deutschland ist
ungebrochen, weil nur dieses persönlichen Machtzuwachs bedeutet.
Tatsächlich sind aber ganz andere Dinge gefordert um unseren
vermeintlichen Bürgerstaat regierbar und bezahlbar zu halten.
Hierbei darf es vor allem nicht an mutigen und sachgerechten
Entscheidungen fehlen:
1. Nur wenn die Rahmenbedingungen in der Wirtschaft wieder
unternehmer- und investitionsfreundlich gestaltet werden, kann die
Arbeitslosigkeit, die inhumanste und schlimmste Belastung für den
Einzelnen, die Familie und Gesellschaft nachhaltig erfolgreich
bekämpft werden. Der Arbeitslosigkeit ist nur durch grundlegende
Reformen in der Steuer-, Sozial- und Gesellschaftspolitik
beizukommen.
2. Damit diese Reformen sachgerecht und nachhaltig beschlossen
werden können, muß unser politisches System reformiert werden:
- Die Wahlperioden müssen auf sechs Jahre verlängert werden, um die
Zeiten des Entscheidungsstillstandes in der Vorwahlzeit
abzukürzen.
- Das Verhältniswahlrecht, welches nur sehr selten zu klaren
Mehrheiten führt, muß durch ein Mehrheitswahlrecht ersetzt
werden.
3. Wir benötigen einen neuen Staatsvertrag, in dem das
föderalistische System reformiert wird. Was das Parlament
beschließt, darf nicht durch Bundesrat und Vermittlungsausschuß
blockiert und verhindert werden. So geschehen durch die
Bundesratsmehrheit der SPD. Das hat mit Demokratie - Herrschaft des
Volkes - nichts mehr zu tun. Der Bundesrat hat sich in seiner
Entscheidungshoheit auf die hoheitlichen Funktionen der Länder zu
beschränken.
4. Der Personalbestand aller Parlamente bei Bund, Länder und
Gemeinden sollte um 50 % reduziert werden. Dafür kann man die
verbleibenden Parlamentarier besser bezahlen. Die jetzigen
Entscheidungsgremien sind viel zu groß. Das gilt insbesondere für
den Bundestag.
5. Der Staat muß sich auf seine hoheitlichen Aufgaben
zurückbesinnen und zurückziehen und damit dem Bürger seine
Eigenverantwortung zurückgeben. Hoheitliche Funktionen im engeren
Sinne sind:
- äußere Feinde abwehren,
- innere Feinde bekämpfen,
- dem Recht Geltung zu verschaffen,
- Steuern zu erheben.
6. Die Staatsquote als Umverteilungsinstrument - zur Zeit liegt sie
bei etwa 53 % - muß drastisch gesenkt werden:
- also Steuern runter,
- Abspecken aller sozialen Zwangsversicherungssysteme,
- Senken der Kosten für Löhne und Gehälter unserer Staatsdiener
durch Abbau der Stellen,
- Streichen der Subventionen,
- Reduktion internationaler Zahlungen, z.B. EWG und Asyl.
7. Das schafft Spielraum für arbeitsplatzschaffende Investitionen,
jedoch keine Geldausgaben für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - wie
von der SPD und den Grünen gefordert. Sie verpuffen nachweislich
immer wie Strohfeuer. Am Ende ist das Geld aufgebraucht, aber
rentable Arbeitsplätze fehlen.
8. Erhöhung der Steuereinnahmen und damit Förderung der
Steuerehrlichkeit durch deutlich niedrigere dreigeteilte
Steuersätze: also Eingangssteuersatz 15 %, dann 25 % und
Spitzensteuersatz 35 %, ohne stufenweise Progression als
Umverteilungsinstrument.
9. Alle öffentlichen Leistungen für Müll, Wasser, Abwasser, Strom
und Gas müssen ausnahmslos privatisiert werden, damit im Wettbewerb
die Gebühren sinken. Bisher werden die Bürger sehr häufig, ohne
selbst entscheiden zu können, von Städten und Gemeinden schamlos
abkassiert.
10. Die staatlichen Zwangsversicherungssyteme als dichtestes
soziales Netz der Welt müssen auf eine Grundversorgung für
Bedürftige zurückgeführt werden. Die heutige Totalversorgung weckt
ständig neue Begehrlichkeiten bei den Politikern und Mitgliedern.
Folge ist die Totalentmündigung auf der einen Seite und auf der
anderen Seite die staatlich sanktionierte Ausbeutung des leistungs-
und verantwortungsbewußten Bürgers. Dies führt wiederum
zwangsläufig zur Demotivation und dem Ausweichen der
Leistungseliten, die vornehmlich Staat und Gesellschaft nach vorne
bringen. Das gilt sowohl für den Unternehmer, den Freiberufler, den
kleinen Selbständigen, den Handwerksmeister, den leitenden
Angestellten und den pflichtbewußten Arbeitnehmer.
11. Einschränkungen sind vorzunehmen bei:
- Lohnfortzahlung,
- beim Krankheits-, Weihnachts-, Urlaubsgeld,
- bei den Rentenzahlungen,
- bei den Pflegeleistungen,
- bei der Sozialhilfe,
- bei der Zumutbarkeit von Arbeit für Arbeitslose,
- sowie beim Asyl schlechthin.
12. Gefragt sind in Zukunft mehr Leistungsbereitschaft und
Übernahme von Verantwortung sowie die Akzeptanz eines angemessenen
persönlichen Risikos. "Leistung muß sich wieder lohnen, Faulheit
muß bestraft werden."
Abschließende Betrachtung
Seit langem haben sich Menschen im Rahmen der ökonomischen Theorie
mit der Frage beschäftigt: Wieviel Staat benötigt der Mensch, um
optimal leben zu können?
Diese Frage trennt auch heute noch zwei Denkspiele, die
Radikalliberalen mit ihrem nordamerikanischen Zweig, sowie die
herkömmliche Finanzwissenschaft als in der Wolle gefärbter
Handlanger des Fiskus mit ihrem europäischen Zweig.
Um Ihnen die beiden Denkschulen näher zu bringen, mag die
Besteuerungspraxis als demonstratives Beispiel gelten:
Das Ziel der Finanzwissenschaft ist, die Bedingungen für sinnvolles
staatliches Handeln festzulegen. Hierin liegt nicht zwingend schon
eine Apologetik des staatlichen Eingriffs, denn es geht auch um die
Grenzen zulässiger staatlicher Tätigkeit. So beschäftigt man sich
in der Besteuerungstheorie damit, Steuerarten zu bestimmen, welche
die Entscheidung der Individuen möglichst wenig beeinträchtigen,
zugleich aber dem Fiskus möglichst hohe Erträge verschaffen und
sichern. So macht sich aus meiner Sicht die klassische
Finanzwissenschaft schließlich doch noch zum folgsamen Helfer des
Staates.
Gegen diese Art einer "obrigkeitshörigen", vor dem möglichen
Mißbrauch die Augen verschließenden Praxis, setzt sich die
Radikalliberale massiv zur Wehr. Es wird die optimale Besteuerung
paradigmatisch auf den Kopf gestellt. Sein Ansatz ist, den Zugriff
des Staates zu zügeln, statt dem Fiskus Erträge zu sichern. Statt
breiter Bemessungsgrundlagen für alle staatlichen
Umverteilungssysteme werden möglichst schmale gefordert. Bedenkt
man die Diskussion in Deutschland der letzten Jahre bezüglich der
Finanzierung jedweder staatlicher Leistungen, so hört man immer
mehr: "Wir müssen die Bemessungsgrundlagen für die Beiträge
erweitern, z.B. in der Krankenversicherung." Oh armes Deutschland,
erwache!, kann man hier nur sagen.
Auch angesichts des ausgeuferten Wohlfahrtsstaates tut sich die
Kluft zwischen beiden Denkansätzen unüberwindlich auf, trotz des
Flurschadens, den der Kollektivismus hinterlassen hat, und immer
noch hinterläßt, trotz der Alimentationsmentalität, welche die kaum
zu finanzierende soziale Sicherung gezüchtet hat, trotz der
Aushebelung des Leistungsgedanken durch steuerliche Umverteilung,
trotz der Frustration des Unternehmergeistes, trotz der Erstarrung
des Arbeitsmarktes, trotz des ungehemmten sich verselbständigenden
Staates, der das wirtschaftliche Fundament der Gesellschaft eruiert
und damit auch die Moral zerstört, wird von der einen Denkschule
das Wachstum des Staates als Ergebnis einer objektiven
Notwendigkeit als Zeichen einer Zunahme objektiv gerechtfertigter
öffentlicher Aufgaben in einer sich wandelnden Welt gewertet.
Aussagen von Herrn Lafontaine zur Zukunft Deutschlands.
Während die einen den Staat weiter zurückdrängen wollen, sehen die
anderen es als notwendig an, ein aus der demokratischen Kontrolle
abgeleitetes Vertrauen zur Rationalität der Politik zu fördern, das
sie auch zur Rechtfertigung massiver paternalistischer Eingriffe
(Zwang) in das Leben der Bürger bringt, die angeblich nicht selbst
verantwortlich entscheiden können und über deren Vorstellungen sich
daher die Autoritäten (sprich Politiker) hinwegsetzen dürfen und
müssen.
Aber hat nicht nachgerade diese fatale Einstellung zur
Staatsallmacht und Bürgerentmündigung geführt? Hiermit wird gutes
gesellschaftliches Kapital zerschlagen, das sich in persönlicher
Haltung zeigt: die Unabhängigkeit, Rechtsoffenheit, harte Arbeit,
Selbstsicherheit, Dauerhaftigkeit, Vertrauen, gegenseitiger
Respekt, Toleranz und Ehrenhaftigkeit.
Dieses Kapital wird in kollektivistischen Systemen erodiert und
ersetzt durch Verantwortungslosigkeit, Abhängigkeit, Ausbeutung,
Opportunismus, Hedonismus, Rechtsverdrehung, Mißtrauen, Intoleranz
und Feigheit. In einem solchen moralisch verkommenen, anarchischen
Umfeld, weit entfernt vom klassischen liberalen Gedankengut, können
weder die Wirtschaft noch die Politik, schon gar nicht unsere
waffenstudentischen Verbindungen funktionieren.
Uns alle wachzurütteln, den kommenden Herausforderungen mit Mut,
Tatkraft und Rückrat zu begegnen, jeder an seinem Platz, war mein
Anliegen. Jedenfalls von uns hier darf es nicht heißen, wie von den
Deutschen insgesamt: sie leben in einer Arbeitnehmer- und
Rentnerkultur, in der es der Staat schon richten wird. Entmündigen
wir den Staat, das ist unsere Aufgabe.
Zum Schluß noch eine kleine Anmerkung: Ihnen allen sei das Buch
"Fauler Zauber. Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates" von
Roland Baader herzlich empfohlen. Erschienen ist es im
Resch-Verlag, Gräfelfing.
Eckhard Brüggemann (15.4.98)
schrieb am 06.07.03 14:59:59
also ich kann mich noch gut an die zeit vor den wahlen
erinnern.......
da wurde herumkrakelt von der SPD und den "GRÜNEN", neuschulden
etc. machen wir nicht. wir wären nicht die CDU, die immerhin die
generation nach uns, mit horrenden steuern belastet hätte.
nun machen sie es doch. das sind eindeutig lügner, wer solchen
wahlbetrügern sein kreuz schenkte, kann einem nur leid tun.
die "grünen" haben es geschafft das der metrorapid nicht gebaut
wird. kann diesen blumenkindern mal jemand erklären, das es
risikokapital gibt. achso das "böse kapital"....68er angstszanarien
werden wieder wach.
man hätte zur deutschen bank gehen können und eine staatsanleihe
aufnehmen können, für nur 1 mrd.€.
################################################
gruß
proxi
schrieb am 06.07.03 22:18:39
@Albatossa
Stimmt! Aber in der Version wird es verstanden.
@Friseuse
Beamtenbesoldung wird analog zum Tarifabschluss durchgezogen, eine
Lastenbeteiligung privilegierter Schichten gibt es nicht.
Privilegiert?
Klar jeder Beamter ist Oberrat oder Ministerialdirigent.
Ernsthaft! Ca.65% aller Beamten gehören dem einfachen oder
mittleren Dienst an. Schaul mal in diese Besoldungstabellen, dann
würdest Du nicht so einen Schmarr´n schreiben.
Übrigens, schon mal was von Lohnsteuertabelle B gehört. Mach mal
bei einem Einkommen X eine Vergleichsberechnung. Oh Wunder, die
Beamten zahlen deutlich mehr Lohnsteuer.
Künftig 41 Stdn-Woche, Wegfall Urlaubsgeld, Kürzung Weihnachtsgeld
auf 60%, kein Streikrecht, Pensionen unterliegen - bis auf 320 €
Versorgungsfreibetrag - der vollen Einkommensteuerpflicht.
Die Erhöhung der Besoldung analog des Gehaltes Tarifangestellten
ist völlig in Ordnung. Aber wahrscheinlich weisst Du nicht, dass
die Beamtenbesoldung in den letzten Jahren 2x nicht analog zu den
Angestellten angepasst wurde und Du weisst sicher auch nicht, dass
die anderen Anpassungen immer zeitverzögert durchgeführt
wurden.
Warum bist Du nicht Beamter/Beamtin geworden, wenn alles so toll
ist?
Man kann sicher über alles diskutieren. Aber befasse Dich erstmal
mit der Thematik.
schrieb am 07.07.03 17:53:53
#16...die beamten, die armen.
um den staat schnellstens zu entschulden, wurde bereits der
vorschlag gemacht, alle arbeitnehmer zu verbeamten.
die sind ja sooo kostengünstig.
also auf, packen wir´s an.
m.e. sind beamte so überflüssig, wie ein kropf und die geldsauger
an dem staat.
schrieb am 07.07.03 22:05:52
albatossa,
willst du die hier auf level 2 der spin doctor hirarchie
üben?
wir haben dochüberhaupt keinen staat mehr. der ist doch längst an
die wallstreet "privatisiert" worden.
die abwickler sind doch nur noch für das finish der ausplünderung
der malocher, arbeitslosen, sparern, kranken und rentnern
zuständig
körperschaftssteuern werden schon seit 1990 nicht mehr gezahlt
ebensowenig die davon abhängige gewerbesteuer.
die einkommenssteuer aus selbständiger erwerbstätigkeit ist von 46
mrd, auf jetzt eine zurückgeggangen.
die steuerfreien verkaufe der überkreuzbeteiligungen wollten kohl
und waigel nicht, - deshalb mußten sie gehen.
friedhelm busch jubelierte in n-tv: " das hätte es mit waigel nie
gegeben!"
meinst du, die beamten hätten so viele einkünfte aus
kapitalvermögen, das deshalb nur noch die hälfte davon versteuert
werden muß?
potzblitz schockschwerenot! gibt es denn hier im board nur noch
haifa-spins? oder heißen die milton friedman spins?