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Zusammenfassung der Verschwörung ( Seite 4)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 24.07.03 09:44:18
von
neuster Beitrag 11.11.03 01:07:55
von

Anzahl Beiträge: 39
Aufrufe gesamt: 1.979
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 757.220
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[ Seite: 1234neuster Beitrag ]

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schrieb am 24.07.03 20:24:21
Beitrag Nr.31 
(10.217.820)
Antwort
Zitat
#30 dümmer geht`s nimmer :rolleyes:

bei der Aufklärung des schlimmsten Terroranschlages aller zeiten sind die Staatsbeamten träge und das System schwerfällig :laugh:

du weißt schon, dass du dich hier lächerlich machst :rolleyes:

Das bahnunglück von Eschede ist schon seit einiger Zeit aufgeklärt und die schlampigen und trägen Verantwortlichen verurteilt.
Eine kurze Geschichte der Spekulation
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schrieb am 25.07.03 10:57:12
Beitrag Nr.32 
(10.224.045)
Antwort
Zitat
#27, Mauskartoffel: das ist doch Sülzpolemik.

Fakten, Argumente !!! Wenn schon "das böse Amerika" auch mal Opfer sein darf, dann doch richtig, oder? Wenn die sogenannten Terroristen solche Anschläge problemlos organisieren können, warum organisieren sie sie dann nicht gleich richtig und fliegen in die Türme, wenn 10 oder 20T Leute drin sind, um Amerika wirklich zu schädigen. Der Anschlag geschah, als das Ansehen Amerikas auf dem Tiefpunkt war bzgl. Umweltgipfel in Johannisburg, Palästina-Politik usw. ein denkbar schlechter Termin, um weltweit Amerika als Opfer hinzustellen und somit die gewünschte antiamerikanische Stimmung zunichte zu machen.

Warum zündete Nero Rom an, warum brannte der Reichstag, warum stürzte das WTC ein ? Immer wenn eine neue "Weltordnung" verklickert werden muss, wird den Menschen Angst gemacht, damit sie unpopuläre Entscheidungen hinnehmen (Einschränkungen der pers. und öff. Freiheiten) und Kriege als "notwendiges Übel" sehen.
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schrieb am 25.07.03 13:09:33
Beitrag Nr.33 
(10.225.996)
Antwort
Zitat
Die Verschwörungskritiker möchte ich an dieser stelle spätestens mal in die Dummchenecke stellen.

Grundsätzlich gilt mal eines: Nicht alles nachplappern, was irgendwelche "Theoretiker" an hochgeistigem so von sich lassen.

Verschwörungen gab und gibt es, solange es Menschen aber auch Tiere gibt.

Eine Verschwörung ist meines Erachtens bereits ein Kartell das illegal Preise abspricht.

Viele hier verfolgen eigene Theorien, besser ihr Geist wirkt kreativ und macht sich selbständig auf Vorgänge, die dubios und undurchsichtig erscheinen(siehe 11.September).

Wenn ich an NIXON denke, wäre dieser Skandal niemals aufgedeckt worden, wenn da nicht so ein kreativer Geist (Journalist von der Washington Post) am werke gewesen wäre.

Jeder Kriminalist muß diesen "kreativen Geist" besitzen, sonst braucht er sich gar nicht erst um Aufklärung bemühen.
Avatar
schrieb am 25.07.03 13:15:27
Beitrag Nr.34 
(10.226.092)
Antwort
Zitat
LostLilith, der Autor dieses Threads wurde übrigens wg. "Antiamerikanismus" gesperrt :mad:
Avatar
schrieb am 25.07.03 13:20:38
Beitrag Nr.35 
(10.226.195)
Antwort
Zitat
Ich habe das mitbekommen. Aber warum hat er seinen "Nicknamen" gewechselt? Sittin Bull gefiel mir besser.
Avatar
schrieb am 25.07.03 14:20:20
Beitrag Nr.36 
(10.227.504)
Antwort
Zitat
Partei des Zeus
Die Bande: Der Einfluss der Straussianer auf die US-Politik



Es ist eine dieser Ironien der Geschichte. Die heftigsten Gegner des deutschen Antikriegskurses in Amerika berufen sich auf einen deutsch-jüdischen Philosophen, einen Flüchtling aus dem alten Europa. Die New York Times nannte ihn „Godfather“ des „Contract with America“, den die Republikanische Partei 1994 schloss. Für Time ist er „einer der einflussreichsten Männer in der amerikanischen Politik“, seine Anhängerschaft in der politischen und akademischen Welt für die New Republic „eine der Top Ten Gangs des Millenniums“.



Seine Geschichte klingt unglaublich. Leo Strauss (1899-1973), ein jüdischer Gelehrter aus dem Umfeld Franz Rosenzweigs, promoviert von Ernst Cassirer, später im Banne Heideggers, von Carl Schmitt gefördert, 1938 in die USA emigriert, lehrte für beinahe zwanzig Jahre an der University of Chicago politische Philosophie und scharte dort eine Gemeinde um sich, die noch die Regierung Bush prägt. Die Politik-Departments in den USA werden seit langem von den Straussianern unterwandert, vielerorts beherrscht. Ganze Generationen von Politikern gingen bei ihnen in die Lehre.



Die meisten Neokonservativen sind Schüler oder Enkelschüler von Leo Strauss. Einige haben bei prominenten Straussianern wie Harvey Mansfield oder Allan Bloom studiert. Blooms „The Closing of the American Mind“, eine Populärversion der Strauss’schen Lehre, wurde 1987 zum Bestseller und zur Lieblingslektüre der neokonservativen Welle unter Ronald Reagan. Saul Bellow hat seinem Freund Bloom mit dem Roman „Ravelstein“ ein Denkmal gesetzt.



Zu den schillerndsten Figuren der neokonservativen Szene zählen die medienmächtigen Familien Podhoretz und Kristol. Norman Podhoretz ist Herausgeber der einflussreichen jüdischen Zeitschrift Commentary, der Straussianer John Podhoretz war bei der New York Post. Irving Kristol, neben Norman Podhoretz Gründervater der Neokonservativen, gibt seit langem das neokonservative Hausorgan Public Interest mit heraus. Heute ist er Senior Fellow am „American Enterprise Institute for Public Policy Research“, vor dem Bush kürzlich seine Irak-Rede hielt. Irvings Sohn William Kristol, Chefideologe der Republikaner, ein Schüler Harvey Mansfields, hat seinen Weekly Standard zum Sprachrohr der Neokonservativen gemacht. Der Einfluss der Straussianer auf die konservativen Medien, einschließlich des Wall Street Journal, ist gewaltig. Straussianer dominieren auch manche der neokonservativen Think Tanks (SZ vom 1. März) und finanzstarke Stiftungen wie die Olin Foundation.



Welche Rolle sie aber in der gegenwärtigen Bush-Administration spielen, ist schwieriger zu beurteilen. Zwar stehen zahlreiche Straussianer in Regierungsdiensten. Doch auch wenn sie dort als die Vordenker gelten, so müssen sie mit anderen um die Gunst des Präsidenten konkurrieren: mit den Vertretern dessen, was man früher den „militärisch-industriellen Komplex“ nannte (wie Dick Cheney), und mit den intellektuell dürftigen Hitzköpfen der „Christlichen Rechten“. Beiden Gruppen fühlt Bush sich nahe, der ersten qua Herkunft, der zweiten aufgrund seines religiösen Erweckungserlebnisses, das in den morgendlichen Bibelstunden im Oval Office und seiner theologisch aufgeladenen Rhetorik fortlebt.



Der heute wichtigste straussianische Politiker ist Paul Wolfowitz, stellvertretender Verteidigungsminister, den manche Kommentatoren als das „Superhirn“ der Regierung bezeichnen. Er hat nicht nur bei dem Atomkriegsdenker Albert Wohlstetter, sondern auch bei Allan Bloom studiert – wie Francis Fukuyama, der bekannteste Regierungsstraussianer.



Plaudertasche Machiavelli



Man wird die gegenwärtige amerikanische Politik nicht verstehen, ohne den straussianischen Hintergrund ihrer neokonservativen Vordenker zu kennen. Dazu muss man die üblichen Klischees – „Blut für Öl“ und „christlicher Fundamentalismus“ – aufgeben: Erstens glauben die Straussianer an das, was sie sagen. Für sie verändern Ideen die Welt, nicht wirtschaftliche Interessen – wobei beides miteinander vereinbar sein kann. Zweitens glauben sie an ihre historische Mission, doch diese Mission ist nicht christlich, sondern die globale Demokratisierung. Leo Strauss war Atheist, und seine Schüler sind es ebenfalls – auch wenn es für Straussianer erlaubt ist, das nicht öffentlich zu bekennen.



Das Denken von Leo Strauss ist elitär: Die Wahrheit ist nur für wenige bestimmt, die sie verkraften können – die Philosophen. Sie sind ständig bedroht von Religion und Politik, die sich durch die kritische Kraft der Philosophie in Frage gestellt sehen. Auf der anderen Seite wollen die Philosophen, um ihre Freiheit des Denkens zu bewahren, die wertezersetzenden Wahrheiten nicht der Gesellschaft zumuten, die durch die Anerkennung göttlicher und staatlicher Autorität zusammengehalten wird. Aus diesen Gründen der Gefährdung und der Verantwortung verbergen große Philosophen ihre Ideen zwischen den Zeilen. Leo Strauss steht in der akademischen Welt für diese Unterscheidung des „esoterischen“ und „exoterischen“ Schreibens. Darauf gründet sich das Selbstverständnis einer politischen Elite, die niemand anderen für kompetent hält, ihre Politik, zumal die Außenpolitik, zu beurteilen.



Das politische Ideal der Straussianer ist die antike Polis, ihr moralisches die Tugend des Staatsbürgers. Der Moderne werfen sie vor, die politische Orientierung am Ideal aufgegeben zu haben. Der Hauptschuldige ist Machiavelli, der die geheimen Wahrheiten öffentlich aussprach und damit den Nihilismus der Moderne einleitete. Wohlverstanden: Nicht Machiavellis Analyse – es gibt keinen Gott, der Mensch handelt unmoralisch – ist in den Augen der Straussianer falsch, sondern der verantwortungslose Umgang damit. Dieser Verfall des politischen Denkens stand am Anfang der technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Katastrophe der Moderne.



So deuten Straussianer die Welt. Und an dieser Stelle kommt Amerika ins Spiel. Neben der antiken und frühneuzeitlichen politischen Philosophie und der Außenpolitik gilt ihre besondere Zuneigung den amerikanischen Gründervätern. Amerika, so lehren sie, knüpfte an die in Europa verschüttete klassische Tradition an, denn es wurde nicht nur auf modernen, sondern auch auf antiken und biblischen Fundamenten errichtet. Amerika hat die natürliche Hierarchie und den Menschen als politisches Wesen wiederentdeckt. Dieses Erbe ist jedoch bedroht – durch äußere Gefahren, deren größte die Sowjetunion war, ebenso wie durch subversive Kräfte im Innern, die Neue Linke, Multikulturalismus und Subkulturen.



Öl? Nein, Ideen



So weit war die politische Theorie des Straussianismus entwickelt, als in den siebziger Jahren enttäuschte Linke und Liberale wie Norman Podhoretz und Irving Kristol mit ihrer Hilfe den Neokonservatismus begründeten, der sich vom althergebrachten religiösen oder machtpolitischen Konservatismus absetzen sollte. Im Gegensatz zu diesem traten Neokonservative immer für eine starke Regierung ein. In der Außenpolitik plädierten sie für eine Rückkehr zum demokratischen Interventionismus Teddy Roosevelts. Um den moralischen Relativismus im Inneren zu bekämpfen, erachteten sie das religiöse Revival der Achtziger für hilfreich, doch als Juden, die Strauss folgten, predigten sie eine säkulare Religion: den Patriotismus. Lange Zeit waren beide Seiten miteinander verbündet, Straussianer und christliche Rechte – „Neocons“ und „Theocons“.



Mitte der neunziger Jahre aber war es damit vorbei. Katholische und protestantisch-fundamentalistische Gruppen protestierten gemeinsam immer hitziger gegen Bill Clintons liberale Abtreibungspolitik und sprachen schließlich der Regierung ihre Legitimation ab. Das war zuviel für die Straussianer. Die religiösen Geister, die sie gerufen hatten, wurden sie zwar nicht mehr los. Aber sie nahmen den Kampf auf. Die „Theocons“ verhielten sich verantwortungslos und vergraulten potentielle Wähler der Republikaner, lautete der Vorwurf der Straussianer. Ihr Patriotismus war stärker als ihre Abneigung gegen Clinton. So traf es sich gut, dass die liberalen Falken der Regierung Clinton eine Politik des außenpolitischen Interventionismus einleiteten, wie sie Neokonservative seit langem gefordert hatten – unter Berufung auf Menschenrechte und Demokratie.



Die jüdischen Neokonservativen traten darum bei den Wahlen 2000 als Parteigänger von John McCain hervor, Kriegsheld, republikanischer Senator und Gegner der religiösen Rechten. William Kristol schrieb unzählige Artikel für McCain und eröffnete eine Pro-McCain-Website mit dem Namen „Party of Zeus“. Als Bush mit seinen christlichen Hilfstruppen sich durchsetzte, erwarteten Beobachter, der Einfluss der straussianischen Neokonservativen würde nun abnehmen. In der Tat schien deren Bewegungsfreiheit eingeengt – zwischen den religiösen und Altkonservativen einerseits und den vorsichtigen Realpolitikern wie Colin Powell andererseits.



Mit dem 11. September sollte sich dies schlagartig ändern. Hatten nicht Neokonservative wie Wolfowitz ständig vor unerwarteten Gefahren gewarnt und militärische Prävention empfohlen? Männer wie Wolfowitz und Richard Perle, der zugleich für das AEI und im Pentagon als Vorsitzender des Defense Policy Board arbeitet, galten als die Experten der Stunde. In Wahrheit sind ihre Bedrohungsszenarien – staatliche Massenvernichtungswaffen und von Staaten unterstützter Terrorismus – noch an den Kategorien des Kalten Krieges orientiert. Dass ihnen zum globalisierten Terror nicht viel einfällt, ist kaum aufgefallen. Seit 1977 warnt Wolfowitz unermüdlich vor der irakischen Gefahr. Was Bush nun verkündet, weiß Wolfowitz schon lange: Saddam ist der erste Dominostein, dessen Fall schließlich zur Demokratisierung des Nahen Ostens führen wird – nach dem Modell des Falls der Berliner Mauer.



Gegen den Widerstand aller anderen Regierungsmitglieder hat Wolfowitz den Krieg gegen den Irak bei Bush durchgesetzt. Wäre es nach Wolfowitz gegangen, hätte Saddam schon das Jahr 1991 nicht überlebt. Wenige Tage nach dem 11. September 2001 zeigte Wolfowitz folglich auf den Irak. Seine Bemerkung, Ziel der USA sei es, alle Staaten zu vernichten, die den Terrorismus unterstützten, musste er damals auf Druck Powells hin zurücknehmen. Heute ist daraus die Doktrin der amerikanischen Sicherheitspolitik geworden.



Nicht Öl, sondern Ideen treiben die Neokonservativen an. Ihre Demokratisierungs-Mission ist noch nicht vollendet. Letztlich aber haben sie ihren Ahnherrn verraten. So getreu sie ihm folgen: Leo Strauss wollte nie die alleinige Hegemonie der USA. Der tugendhafte, patriotische Bürger braucht die Polis, die Nation als begrenzten, natürlichen Bereich des Politischen. Leo Strauss war in diesem Sinne kein Neokonservativer. Er blieb ein Denker aus dem alten Europa, der seine antiken Ideale auf die Neue Welt übertragen hat.



TIM B. MÜLLER

Süddeutsche Zeitung vom 05. März 2003, Seite 16
Avatar
schrieb am 25.07.03 18:10:17
Beitrag Nr.37 
(10.230.000)
Antwort
Zitat
@punk, #34

durch welchen beitrag? wieso ist dein thread geschlossen?
wer war der denunziant?
Avatar
schrieb am 25.07.03 18:41:15
Beitrag Nr.38 
(10.230.271)
Antwort
Zitat
Das kannst Du ja in #40 lesen:
Die Threadüberschrift ist nicht korrekt, der Thread wird daher geschlossen.

Da ich die BM inzwischen kenne, kann ich dies bestätigen. Es war eben nicht nur wegen Antiamerikanismus, dass LL gesperrt wurde, könnte aber ein gewichtiges Argument gewesen sein.

Der Sperrgrund für LL erscheint mir lächerlich, da könnte man gleich 10 User wegen ihrer heutigen Postings sperren.

Auffallend ist natürlich, das Kritiker der "Guten" viel häufiger und schneller gesperrt werden als Bushisten.
Avatar
schrieb am 11.11.03 01:07:55
Beitrag Nr.39 
(11.294.381)
Antwort
Zitat
Punk, Lili usw.
wie alt seid Ihr?
würde mich ernsthaft interessieren.
Ich schätze zwischen 18 und 25 ?!

...deswegen, weil sich eigentlich nur die jüngere Generation(wozu ich mich auch zähle) wirkliche Sorgen um die Zukunft macht.
Und das ist auch der Punkt der mich in letzter Zeit stutzig macht,
sind wir - die junge Generation der Nachforschenden -
...zu naiv,
zu sehr an Verschwörungstheorien interessiert,
zu pessimistisch,
haben zu viel Zeit zum Recherchieren,
auf der Suche nach einem Strohhalm an dem man sich halten kann,
haben einen freieren Kopf weil wir uns nicht an Dinge halten müssen wie Familie; Arbeit und Beruf; öffentliches Ansehen; Konsum;...?


...ich glaube nicht


pF

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