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ALUMINIUMWERK UNNA - eine verdeckte Perle ( Seite 13)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 30.10.03 18:07:33
von
neuster Beitrag 01.02.12 09:31:21
von

Anzahl Beiträge: 298
Aufrufe gesamt: 30.685
Aufrufe heute: 4
Diskussionsnr.: 791.223

ALUMINIUMWERK UNNA AG

WKN: 660160
ISIN: DE0006601602
Symbol: MSU
160,00
 
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Düsseldorf (EUR), 08.02.12 | 08:08
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[ Seite: 123121314282930neuster Beitrag ]

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schrieb am 02.11.07 18:12:23
Beitrag Nr.121 
(32.259.686)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.945.220 von DCShoes am 11.10.07 19:50:35Mittlerweile hat sich der Geldkurs bei 59 Euro eingefunden. Außergewöhnlich ist allerdings der heutige Briefkurs von über 79 Euro!
Crash der Lebensversicherungen: Die enttarnte Lüge von der angeblich sicheren Vorsorge
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Michael Grandt
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schrieb am 06.11.07 09:04:47
Beitrag Nr.122 
(32.303.403)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.259.686 von Muckelius am 02.11.07 18:12:23 Gute Noten für Wirtschaftsstandort Unna
IHK-Wirtschaftsgespräch am 5. November

„Die Wirtschaft in den Städten Dortmund, Hamm und im Kreis Unna ist auf Wachstumskurs. Das Tempo hat zwar etwas nachgelassen; die Geschäftslage ist aber weiterhin günstig.“ Dieses Fazit der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK zu Dortmund zog IHK-Vizepräsident Rolf-Dieter Beyersdorf vor fast 80 Gästen beim traditionellen Wirtschaftsgespräch am 5. November in Unna. Bei der Einschätzung der aktuellen Lage bewege sich die Zahl der positiven Unternehmensantworten gegenüber der Situation zu Jahresbeginn auf konstant hohem Niveau. Erneut beurteilten mehr als 40% der Betriebe ihre Situation als gut.

„Die gute wirtschaftliche Situation spiegelt sich auch im Ausbildungsmarkt wider. So konnte die IHK zum 30. September insgesamt 4.678 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse zählen. Das ist ein Plus von 12,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt.“ Zu den Ursachen der guten Entwicklung gehören das anhaltende Engagement der Unternehmen und die gute Konjunktur, aber auch die Fachkräftediskussion. Allerdings sei der regionale Ausbildungsmarkt nicht ausgeglichen. Beyersdorf appellierte daher an die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer, den noch suchenden jungen Menschen eine Chance zu geben.

„Wir haben die Unnaer Wirtschaft nach ihrer Standortzufriedenheit gefragt. Das Ergebnis ist einhellig: Fast 92% der mehr als 500 Antwortenden sind mit dem Standort Unna zufrieden. Dafür haben sie im Durchschnitt die Schulnote 2,5 vergeben.“ Dieses Fazit zog IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz aus der gerade abgeschlossenen Umfrage. Insgesamt seien 13 Standortvorteile von den Unternehmen identifiziert worden. Ganz vorne stehen die Anbindungen an die Autobahnen 1 und 44, gefolgt von der Erreichbarkeit und der Nähe zu regionalen Kunden. Bei den sieben Standortnachteilen werden zu hohe Strom- und Gaspreise, die Gewerbesteuer sowie Personal- und Mietkosten genannt. „Hier besteht Handlungsbedarf. Allerdings sind aus kommunaler und regionaler Sicht oftmals die Hände gebunden. Beim Thema Energie ist es besonders deutlich, dass der Unmut nicht auf die besondere Situation in Unna zurückzuführen ist, sondern auf die im internationalen Vergleich zu hohen Energiepreise“, so Schulz. Deshalb müsse das Trianel-Kraftwerk Kostenvorteile bringen. Kurze Leitungswege sollten geringere Netzkosten nach sich ziehen, forderte er. Auch seien in vielen Betrieben noch Energieeinsparungen möglich.

Das Thema „Energiekostenentwicklung“ ist auch für die Aluminiumwerk Unna AG (AWU) von existenzieller Bedeutung. „Unsere Energiekosten sind in den letzen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im letzten Jahr lagen sie bei 4,31 Mio. Euro. Der größte Kostenfaktor davon war der Strom mit 2,85 Mio. Euro für 28 Mio. Kilowattstunden“, berichtete AWU-Vorstandsmitglied Thomas Wiese. Das Unternehmen versuche die Kosten mit verschiedenen Maßnahmen zu senken. So habe man unter anderem Schnelllauftore, Thermostate, Zeitschaltuhren und Zähler installiert. „Dadurch konnten wir die Energiekosten pro Kilogramm Produktionsmenge von 2006 bis 2007 um vier Cent auf 0,28 Euro reduzieren.“ Das 1914 gegründete Aluminiumwerk beschäftigt heute 217 Mitarbeiter und hat 2006 rund 75 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern stehen unter anderem eine voll integrierte Gießerei, ein Strangpress- sowie ein Ziehwerk. Am Standort werden beispielsweise für den Maschinen- und Anlagebau Wärmetauscher und Pneumatikzylinder oder für die Luft- und Raumfahrt Konstruktionsrohre hergestellt.

Über die Entwicklung der im Dezember 2006 gegründeten Bürgerstiftung Unna berichtete Werner Overwaul, Vorstandsvorsitzender der Kreis- und Stadtsparkasse Unna. „Aus ursprünglich 195 Gründungsmitgliedern und einer Stiftungssumme von 210.000 Euro sind mittlerweile 237 Stifter und 406.000 Euro Kapital geworden.“ Dazu gehören auch der Wilfried-Heumann-Gedächtnis-Fonds mit einem Anfangskapital von 30.000 Euro, den das Unnaer Unternehmen EGV Unna AG gründete, sowie eine Treuhandstiftung mit 100.000 Euro, die von der Unnaer Familie Hans Schabsky ins Leben gerufen wurde. An Spenden von engagierten Bürgern und Unternehmen seien im Laufe des Jahres 35.000 Euro eingegangen. „Die Bilanz nach einem knappen Jahr zeigt, welches Entwicklungspotenzial vorhanden ist.“ Für die Stifter sei es interessant, Gutes für die Region zu tun und das auf einem unbürokratischen und unkomplizierten Weg. Hinzu komme die stets nachvollziehbare Verwendung der Gelder in örtlichen Projekten. „Viele sehen es auch als eine Möglichkeit, ihrer Stadt ‚Dank’ zu sagen.“

In seinem Vortrag „Unternehmensteuerreform 2008: Warum sich Unternehmen darum kümmern sollten“ erläuterte IHK-Geschäftsführer Gerd-Rüdiger Opitz das Ineinandergreifen der entlastenden Maßnahmen der Unternehmensteuerreform mit den verschiedenen Gegenfinanzierungsinstrumenten. Letztere habe der Gesetzgeber aufgenommen, damit die Reform den Staatshaushalt nicht zu sehr belaste. „Die Steuersatzsenkung ist zwar positiv zu bewerten und erhöht die internationale Wettbewerbsfähigkeit, jedoch erreicht sie bei weitem nicht alle Unternehmen. Zudem wird das Steuerrecht komplizierter und die Planungssicherheit nimmt ab“, so Opitz Besondere Belastungen seien für den innerstädtischen Einzelhandel, das Hotel- und Gastgewerbe und Unternehmen mit geleastem Fuhrpark durch die Gewerbesteuer erhöhende Hinzurechnungen zu befürchten. „Die IHK-Organisation fordert für diese aber auch andere Fälle eine Nachjustierung der Unternehmensteuerreform. Sie wird dieser Forderung in Berlin sehr nachdrücklich Geltung verschaffen“, kündigte der IHK-Geschäftsführer an.

Neben diesen Themen hielt Werner Kolter, Bürgermeister der Stadt Unna, ein Grußwort.
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schrieb am 12.12.07 17:20:13
Beitrag Nr.123 
(32.741.551)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.303.403 von Muckelius am 06.11.07 09:04:47ich hoffe ihr sitzt alle gut!


:eek:

Hohe Investitionen
Aluwerk kauft britisches Unternehmen
Unna, 11.12.2007
, 0 Kommentare
, Trackback-URL
Das Aluwerk kauft die britische Firma BA Tubes in Redditch.

Die Erfolgsgeschichte Aluwerk geht weiter: Das Unnaer Unternehmen übernimmt ab 1. Januar die britische Firma BA Tubes (dt. Röhre) in Redditch. Das teilte das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung mit. In einer Betriebsversammlung wurde am Mittag die Belegschaft informiert.

„Vorstand und Aufsichtsrat der Aluminiumwerk Aktiengesellschaft Unna haben Anfang Dezember grundsätzliche Weichenstellungen zur Absicherung des zukünftigen Wachstums der Gesellschaft verabschiedet”, heißt es in der Mitteilung. Das Aluwerk übernimmt in England das komplette operative Geschäft und sämtliches Personal. Mit der Übernahme auf der Insel soll die hohe Nachfrage nach Aluminum der Aluwerk-Kunden sichergestellt und kürzere Lieferzeiten ermöglicht werden. Eine sich für 2008 abzeichnende höhere Nachfrage soll ebenfalls mit der Übernahme gewährleistet werden. Kurzfristig werden dafür Aufträge an des Schwesterwerk vergeben. Die Materialversorgung wird aus der Gießerei am Uelzener Weg erfolgen, schreibt das Unternehmen.

Ähnlich wie der Betrieb in Unna ist das Werk in England zertifiziert, wichtige Komponenten für die Luffahrt-Industrie herstellen zu können.In Unna baut das Aluwerk derzeit eine neue 5 000 Quadratmeter große Fertigungshalle samt Container-Abfertigungsstation. 2, 5 Millionen Euro werden in das Projekt investiert. Im dritten Quartal des kommenden Jahres soll die neue Produktionssstätte fertig sein. Und als größte Investition am Standort Unna seit dem Jahr 2000 ist die Installation einer 45 Meganewton starken Lochdornpresse sein. Zum Jahreswechsel 2009/10 soll sie einsatzbereit sein.

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/unna/2007/12/11/news-10189107/detail.html
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schrieb am 12.12.07 17:22:13
Beitrag Nr.124 
(32.741.579)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.741.551 von Muckelius am 12.12.07 17:20:13Von der Homepage:


Im Zuge des kürzlich verabschiedeten Wachstumsprogramms hat die Aluminiumwerk Unna AG Anfang diesen Monats ihre 100-prozentige Tochterfirma ALUnna Beteiligungs GmbH gegründet mit Sitz in Unna. Eingetragene Geschäftsführer in dieser Gesellschaft sind Thomas Wiese und Volker Findeisen, beide gleichzeitig ordentliche Vorstände der Aluminiumwerk Unna AG sowie Thomas Lind gleichzeitig kaufmännischer Leiter der Aluminiumwerk Unna AG. Die Gesellschaft ALUnna Beteiligungs GmbH fungiert als Holdinggesellschaft für die internationalen Beteiligungen der Aluminiumwerk Unna AG.
Einzelheiten zu unserem Wachstumsprogramm finden Sie auch in obenstehender PDF Datei.

http://www.alu-unna.de/pdf/News-Dez-deutsch.pdf
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schrieb am 12.12.07 17:47:20
Beitrag Nr.125 
(32.741.976)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.741.579 von Muckelius am 12.12.07 17:22:13Homepage der neuen Tochter:

gibt's sogar auf deutsch:


http://www.batubes.com/german/
Avatar
schrieb am 12.12.07 17:58:02
Beitrag Nr.126 
(32.742.173)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.741.976 von Muckelius am 12.12.07 17:47:20....der Erwerb der englischen Firma sollte ein weiterer positiver Meilenstein in der ALUnna-Geschichte sein bzw. werden!...

Baltikteam
Avatar
schrieb am 13.12.07 16:46:52
Beitrag Nr.127 
(32.756.159)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.742.173 von Baltikteam am 12.12.07 17:58:02heute haben nun doch Stücke ihren Besitzer gewechselt...


Anbei weitere Details aus der lokalen Presse:

Warum's das Aluwerk nach England zog
Unna, 12.12.2007, Von Jens Schopp Tel: 02303-250 80 25
, 0 Kommentare
, Trackback-URL
Unna. Schon im Jahr 2000 wollte das Aluminiumwerk BA Tubes in England übernehmen. "Da saßen die noch auf einem ziemlich hohen Ross", sagt Aluwerke-Vorstand Volker Findeisen.

Die Zeiten haben sich geändert. Weil das Aluwerk den Engländern immer mehr Kunden im Laufe der Jahre abspenstigt machte, geriet BA Tubes zum Übernahmekandidaten. Als die Nachfrage nach Aluminium explodierte und die Unnaer Lieferschwierigkeiten bekamen, suchte der Vorstand nach Möglichkeiten, die Kapazitäten zu erhöhen. Am Standort zu erweitern, hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen. Der Vorstand erinnerte sich der Engländer. "Im Juni haben wir dann erste Gespräche mit BA Tubes aufgenommen", sagt Findeisen. Zum 1. Januar 2008 ist das Unternehmen unter den Fittichen des Aluwerks (wir berichteten).

Entscheidend für die Übernahme seien nicht die Lohnkosten gewesen, sondern das Know-how. "Ein Billigstandort in Osteuropa kam für uns nie in Frage", so Findeisen. Schließlich müsse ein zu übernehmendes Werk die Unnaer Qualitätsstandards erfüllen. Das Aluwerk ist Zulieferer für die Luftfahrtindustrie. Auch BA Tubes ist für die Luftfahrt-Komponenten zertifiziert.

In England wird der bisherige Vorstand die Geschicke des Unternehmens mit 125 Beschäftigten fortführen. BA Tubes macht einen Umsatz von 20 Millionen Euro. Das Aluminiumwerk Unna schlug im vergangenen Jahr 74 Millionen um. In diesem Jahr rechnet Volker Findeisen mit einer Steigerung auf 88 Millionen Euro.


(Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/unna/2007/12/12/news-10460086/detail.html)
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schrieb am 13.12.07 17:05:01
Beitrag Nr.128 
(32.756.381)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.756.159 von Muckelius am 13.12.07 16:46:52...wäre halt auch interessant, zu welchen Konditionen der Kauf erfolgt!?....gibt´s da schon Infos?...habe selber noch nichts gefunden!...(aber wie so oft wurde sicherlich "stillschweigen" vereinbart)

Baltikteam
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schrieb am 21.12.07 19:29:46
Beitrag Nr.129 
(32.842.616)
Antwort
Zitat
....aktuell gibt´s ja einen Absacker um fast 9 %, allerdings nur bei minimalen Stückzahlen!....

Baltikteam
Avatar
schrieb am 25.12.07 09:03:33
Beitrag Nr.130 
(32.861.482)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.842.616 von Baltikteam am 21.12.07 19:29:46anbei mal wieder etwas Informatives aus der lokalen Presse:


Horst Gesing nimmt nach 50 Berufsjahren Abschied vom Aluwerk Unna
"Die müssen jetzt alleine klar kommen"

Unna, 21.12.2007

Der erste Tag im Rentnerleben von Horst Gesing war geschäftig, wie kaum ein Tag zuvor: Hier ein Händedruck, da eine Umarmung – am Tag der Weihnachtsfeier wollten die Kollegen „Auf Wiedersehen” sagen. Horst Gesing nahm nach 50 Jahren seinen Hut.

Als Hilfsarbeiter hat Horst Gesing 1957 beim Aluwerk angeheuert. „Ich hab noch von der Pike auf gelernt und mich hochgearbeitet”, sagt Gesing. „Bis zum Werkzeugschleifer.” Nicht einmal hat er in all den Jahren daran gedacht das Werk zu verlassen. „Es waren schlimme und schöne Zeiten, die ich hier verbracht habe, doch weggehen kam für mich nicht in Frage”, so Gesing.

Kein Büros, keine Winkel in den Hallen und keine Wege auf dem Gelände, die Horst Gesing nicht in und auswendig kennt. Doch so eng, wie er mit dem Werk verbunden ist, fühlt er sich auch in Unna verwurzelt: „Ich bin hier aufgewachsen und hab hier immer gewohnt. Ich brauch acht Minuten von zu Hause bis zur Arbeit – wenn ich schnell geh.”

Seinen Abschluss hat er an der Herderschule gemacht. „Im nächsten Jahr haben wir Klassentreffen. Über ein Jahr haben sie gesucht, um alle wieder zu finden. Bis nach Kanada, Schweden und Dänemark sind einige verzogen. Das wird ein Wiedersehen nach 50 Jahren”, freut sich Gesing.

Auch sonst sieht er dem Ruhestand gelassen entgegen, will es langsam angehen lassen, dieses neue Leben, an das er sich „erst einmal gewöhnen muss.” Einen Hund will er sich zulegen, jetzt da er die Zeit für ein Tier hat. Dazu freut er sich darauf, seinem Hobby nachgehen zu können, der Funkerei. „Kurzwelle – dazu bin ich 1963 bei der Bundeswehr gekommen, da war ich Fernmelder”, sagt Gesing. Doch bevor er wirklich zur Ruhe kommen kann, steht ihm noch ein großer Tag bevor: An Heiligabend feiert Gesing seinen 65. Geburtstag. Vom Chef gab es am Freitag schon einmal eine große Überraschung vorab: Zu Blumen und Dankesworten überreichte ihm Thomas Wiese noch einen Scheck über 5 000 Euro. Die anschließende Umarmung war echt und herzlich: „Schließlich kenn ich den Thomas schon als kleinen Jungen. Als ich hier angefangen bin, da war er nicht mehr als eine Idee seiner Eltern”, sagt Gesing über seinen Chef, der knapp die 40-Jahre-Grenze überschritten hat.

Die lockere Art ist bezeichnend für den Neu-Ruheständler. Seinen Nachfolger hat er über die letzten drei Jahre angelernt und dieser „muss jetzt allein klar kommen.” Und fehlen, da ist sich Gesing ganz sicher, wird ihm seine Arbeit nicht: „Es ist dann ja auch mal gut. 50 Jahre sind doch wirklich genug.”

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