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Seite 1 von 120

Energiekontor - Windpark

Diskussionsstatistik
eröffnet am 04.01.04 10:07:59
von
neuster Beitrag 28.02.12 12:30:52
von

Anzahl Beiträge: 1.192
Aufrufe gesamt: 213.790
Aufrufe heute: 2
Diskussionsnr.: 807.717

Energiekontor AG

Chart
WKN: 531350
ISIN: DE0005313506
Symbol: EKT
4,95
 
-0,04 %
-0,0020
Frankfurt (EUR), 25.05.12 | 15:16
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[ Seite: 123118119120neuster Beitrag ]

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schrieb am 04.01.04 10:07:59
Beitrag Nr.1 
(11.741.037)
Antwort
Zitat
Hallo zusammen,

Energiekontor bietet auf der Homepage Windpark - KG Beteiligungen „aus 2. Hand“. Das heißt, Anteile von Leuten, die diese wieder verkaufen wollen/müssen. Diese werden mit deutlichem Abschlag (rund 20%) zum Nennwert angeboten, so dass die Rendite vor Steuer deutlich über 10 % (13,1 bei Windpark Frischborn-Küste) liegt.

Wer kennt sich da aus? Gibt es da einen „Pferdefuß“?
:confused: :look: :look: :look:
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schrieb am 04.01.04 16:19:10
Beitrag Nr.2 
(11.742.784)
Antwort
Zitat
hmm, ich denke du wirst wohl keine steuerliche Abschreibung (von bis zu 100% im ersten jahr) mehr durchführen können - eigentlich dürfte es gar keine abschreibungmöglichkeit mehr geben, oder irre ich mich da ?
das wäre tatsächlich je nach einkommen (!) und damit steuerlicher veranlagung ein geldwerter nachteil ...
Avatar
schrieb am 04.01.04 18:41:01
Beitrag Nr.3 
(11.743.722)
Antwort
Zitat
Stimmt, steuerlich gibt es keine Verlustzuweisung. Aber auch ohne Steuervorteil ist die Rendite nicht schlecht.
Und ab diesem Jahr sind die Verlustzuweisungen ja stark gestrichen worden, da geht eh nicht mehr viel.
Meine bedenken sind mehr in die Richtung, dass man schlechte Parks verkauft. Oder eben, dass da jemand wirklich nur das Geld braucht, aber warum hat er/sie dann ein so langfristiges Invest gekauf?:confused:
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schrieb am 04.01.04 19:45:43
Beitrag Nr.4 
(11.744.110)
Antwort
Zitat
hmm, über den anlass ist sicherlich immer schwer etwas zu sagen, am einfachsten ist es in der regel, wenn man einen der anderen kommandantdisten kennt und sich über ihn etwas über die betiebsführung, schadensfälle, etc informieren kann.

bei dem angegebenen verkaufsbetrag von 10.000 euro kann man wohl eher von einem einzelverkauf ausgehen, der vielleich durch akuten geldbedarf begründet ist - bundesschatzbriefe hat ja so manch einer unter der hand auch noch verkauft, anlässlich eines hauskaufs, um alle liquiden mittel beisammen zu haben.

auf der anderen seite ist das umfeld vieler älterer parks ja bereits etwas "gesettled" so dass man hier negative einflussfaktoren durch umbauung mit anderen parks etc. weitgehend durch entsprechende recherche abwägen kann.

viel wert würde ich allerdings auf die anlagen selber legen. bei enercon e-40 oder e-66 hätte per se ich eher keine bedenken - bei manchen anderen wie z.B. (!) nordex n60 schon etwas eher ... (frisia geht gar nicht ;-)
Avatar
schrieb am 04.01.04 21:16:52
Beitrag Nr.5 
(11.744.898)
Antwort
Zitat
@brokerbee

Frischborn hat 2002 179T€ unter Plan und 1-6/2003 123T€ unter Plan erwirtschaftet. Das sind rd. 20% Minderertrag - somit "guter" Schnitt.

Haftsumme ist 150% der Bareinlage (rd. 200% des Erwerbspreises).

#2/#3 Bei der steuerlichen Seite gehts´ schon ordentlich hin und her, denn das hohe Aufgeld, dass auf den (negativen) Buchwert gezahlt wird muss über die Laufzeit abgeschrieben werden. Bei Verkauf wird dann aber entsprechend wieder zugeschrieben.

Ein Gedanken über die Werthaltigkeit der Rücknahmegarantie sollte man auch verschwenden.

.
.

@jansche

was spricht gegen die Frisia Anlagen, bei denen Fundament und die anderen Arbeiten bereits "korrigiert" wurden ?

Grüße K1
Avatar
schrieb am 04.01.04 21:21:22
Beitrag Nr.6 
(11.744.934)
Antwort
Zitat
Danke für eure Antworten, die sind eine Entscheidungshilfe:kiss:
Avatar
schrieb am 04.01.04 21:25:16
Beitrag Nr.7 
(11.744.970)
Antwort
Zitat
Es mag sich hier um "Notverkäufe" handeln.
Man sollte sich aber auf jeden Fall die Erträge der Windmühlen genauer anschauen. Werden die prognostizierten Erträge nicht erwirtschaftet, können sie auch nicht in prognostizierter Höhe an die Kommanditisten ausgeschüttet werden und die Rendite sackt in den Keller.
Die "Notverkäufer" kommen mit einem geringen Gewinn davon, sofern sie ihre hohen Steuern durch die Abschreibung drücken konnten.
Avatar
schrieb am 05.01.04 08:34:50
Beitrag Nr.8 
(11.746.962)
Antwort
Zitat
1. Prospektrechnungen sind egal, die kann man bei einer Altbeteiligung vergessen.

2. Entscheidend sind die wirklichen Ergebnisse. Schau dir alle bisherigen Geschäftsberichte an und mache dir ein Bild der wirklichen (Wind-)Ertragsentwicklung. Auch die Kostenseite sollte man mal mit den Prospektangaben vergleichen, wobei man logischerweise mit höheren Reperaturaufwendungen rechnen sollte, je älter eine Anlage wird.

3. Lasse dir eine aktualisierte Prognoserechnung auf Basis der Zahlen, wie sie wirklich angefallen sind, geben. Dazu sollte auch eine steuerliche Betrachtung gehören. Bei den Kosten, die Energiekontor für die Vermittlung verlangt (imho ist die Basis Nominalkapital für die Kostenberechnung unseriös), sollten die dazu in der Lage sein. Wenn nicht: Finger weg.

4. Garanten für erwartete Zahlungen sehr genau prüfen.

5. Hinweis zu 20 % Minderertrag: Die Bedeutung von 20 % Minderertrag ist ja nicht 20 % weniger Ausschüttung und damit ein um 20 % verringerter Kaufpreis. Schließlich muß das Fremdkapital planmäßig bedient werden. Ohne den von K1 betrachteten Fonds genauer zu kennen, tippe ich, das 20 % Minderertrag 60-80 % Ausschüttungseinbußen gegenüber Plan bedeuten. Entsprechend (mind.) verringern würde ich den Kaufpreisansatz...

Oder meinte K1 mit Ertrag schon den Gesellschaftsertrag, nicht den WIndertrag?
Avatar
schrieb am 05.01.04 14:23:05
Beitrag Nr.9 
(11.750.139)
Antwort
Zitat
@Fondsfonds

Die Vermittlungsprovision sieht wie Du vermutest als Berechnungsbasis das Nominalkapital vor. 2,5% Käufer und 2,5% Verkäufer.

Erträge: Die Formulierung "20% Minderertrag" von mir ist etwas unpräzise. Gemeint ist der Grad der Nichterreichung der geplanten Einnahmen aus Stromverkauf.

Ausschüttungen: Seit 1997 sind (u.a. bedingt durch die unterplanmäßige Entwicklung) noch keine Ausschüttung erfolgt (für 2003 ist eine geplant).

Kosten: Ab 2003 gibt es einen EPK-Wartungsvertrag, also gewisse Planungssicherheit. Soweit ich das sehe weichen die Gesamtkosten mit 194T€ p.a. vom Emissionsprospektplan mit 148T€ p.a. um rd. 30% ab.


Ich würde mal annehmen, dass die Preise der Zweitmarktfonds im Windparkbereich noch ordentlich nach unten gehen. Die schwachen letzten Windjahre, zu niedrig kalkulierte Kosten für Betrieb und Instandhaltung und die Zurückhaltung von Versicherungen (wegen höherer Schäden) dürften ordentlich an der Substanz zehren und den einen oder anderen Fonds in die Insolvenz schicken. Dann wird auch wieder realistisch kalkuliert und man kann das Zeugs zu guten Preisen kaufen...

Grüße K1
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schrieb am 05.01.04 19:51:57
Beitrag Nr.10 
(11.753.548)
Antwort
Zitat
Danke an alle,

eure Warnungen sind qualifiziert geschrieben, die selbst mir (pro ++ bezüglich erneuerbare Energien) zu denken geben. Ich werde mich genauer erkundigen, nicht nur im Internet - und ggf. wohl doch nicht kaufen. Aber dazu haben wir ja diese Website, um viele Meinungen zu lesen und dann eine Entscheidung zu treffen!!!

Danke nochmals

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