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Renault "5000-Euro- Auto" schon 2004

Diskussionsstatistik
eröffnet am 09.01.04 12:09:15
von
neuster Beitrag 07.10.04 21:58:47
von

Anzahl Beiträge: 13
Aufrufe gesamt: 448
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 809.184
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[ Seite: 12neuster Beitrag ]

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schrieb am 09.01.04 12:09:15
Beitrag Nr.1 
(11.792.242)
Antwort
Zitat
Der Renault-Konzern bringt zum Jahresende ein Auto zum Preis ab 5000 Euro auf den osteuropäischen Markt. Wie Renault-Topmanager François Hinfray in Paris sagte, sollen die Wagen vom zu Renault zählenden rumänischen Hersteller Dacia sowie in Russland und Iran gefertigt werden. Erste Zielmärkte seien Rumänien,Polen, Ungarn, Tschechien und Kroatien.

Das "5000-Euro-Auto" mit dem Code-Namen X90 solle nicht in Westeuropa vermarktet werden, betonte Hinfray. Damit der Wagen dort Chancen hätte, müssten wohl Modelländerungen vorgenommen werden, die den Preis dann schon wieder in die Nähe von Gebrauchtwagen etwa der Renault-Typen Clio und Twingo bringen würden. Renault-Chef Louis Schweitzer hatte in der Vergangenheit betont, sein Konzern wolle einen Wagen für Länder mit begrenzter Kaufkraft bauen. Dort wünschten die Verbraucher moderne und funktionelle Autos - ohne die in Westeuropa übliche Zusatzausstattung.
http://de.news.yahoo.com/040108/286/3tw7w.html


Donnerstag 8. Januar 2004, 14:39 Uhr


Da Polen, Ungarn und Tschechien im Mai in die EU kommen, gibt es da ein neues Geschäftsfeld für Re-Importeure.
Irre - Wir behandeln die Falschen
Irre - Wir behandeln die Falschen

Manfred Lütz
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Avatar
schrieb am 09.01.04 12:13:16
Beitrag Nr.2 
(11.792.287)
Antwort
Zitat
Titel muß natürlich

Renault "5000-Euro- Auto" schon 2004

heißen.

Gibt es bei WO eigentlich eine Möglichkeit als Ersteller ein Posting nachträglich zu ändern ?
Avatar
PlanschProtectionTeam
schrieb am 09.01.04 12:14:15
Beitrag Nr.3 
(11.792.300)
Antwort
Zitat
schon 1995

Willkommen im 21. Jahrhundert

:laugh:
Avatar
PlanschProtectionTeam
schrieb am 09.01.04 12:15:13
Beitrag Nr.4 
(11.792.308)
Antwort
Zitat
#2

Nö, mit dieser Schande must Du nun leben.

;)
Avatar
schrieb am 09.01.04 12:44:35
Beitrag Nr.5 
(11.792.610)
Antwort
Zitat
#4
Schade, bei anderen Foren geht das.

Wäre ein Grund das Forum zu verlassen.
Avatar
schrieb am 09.01.04 13:09:43
Beitrag Nr.6 
(11.792.846)
Antwort
Zitat
kohelet, wenn man schon nicht Korrektur gelesen hat (wozu gibt es die Funktion wohl?), kann man immer noch bitten, den Thread zu löschen und ihn korrekt neu eröffnen. Dazu muß man nur einen aktiven Mod anmailen.

Ich bedaure es, wenn Du das Forum verlassen willst, aber Du kannst schlecht andere dafür verantwortlich machen, wenn Du nicht Deine Möglichkeiten nutzt.

Zum Thread selbst: Hyundai produziert kaum teurer bei besserer Qualität. Wer einen Billig-Renault-Import nimmt, der wäre auch mit einem Lada zufrieden.
Avatar
schrieb am 09.01.04 14:12:26
Beitrag Nr.7 
(11.793.471)
Antwort
Zitat
#6 for4zim

Glaube nicht, daß in Osteuropa sog. "Billig-Autos" eine Chance haben.

Was man dort nicht braucht ist der überteuerte Schnick-schnack an den Autos. Die Menschen in Osteuropa wie die Polen, Tschechen und auch Bulgaren verstehen was von Autos. Es gibt dort viele Geschäfte für Autoersatzteile.
Den Osteuropäern könnte man keine Autos mit schlechter Qualität andrehen. Die müssen auch sehr hart für ihr Geld arbeiten.


Und solche Zustände wie in Portugal , wie ich es 1999 erlebt habe, daß dort Autos mit Karrosserieschäden rum fahren habe ich in Osteuropa nie erlebt. Bezüglich Schnick-Schnack sehe ich Parallelen zu den PCs. Wo für die meisten Anwendungen preiswerte Rechner ausreichen.

Japanische Autos sind nur billig, weil deren Notenbank Dollars kauft und somit künstlich den Yen verbilligt.

Glaube Renault hat hier eine gute Chance erkannt.

Welche Autokonzerne werden folgen ?
Avatar
schrieb am 23.05.04 08:36:52
Beitrag Nr.8 
(13.204.106)
Antwort
Zitat
Statt Korruption und Straßenkindern jetzt ein 5000-Euro-Auto
Wie Renault in Rumänien eine kleine Revolution anzetteln will / "Beweis für Stabilität und Qualität des Standorts

C.K. BUDAPEST, 21. Mai. Auf diesen 2. Juni haben die 23 Millionen Rumänen seit fünf Jahren gewartet. Wenn an diesem Tag der französische Automobilkonzern Renault in seinem Technikzentrum in Guyancourt bei Paris das vieldiskutierte und langersehnte Geheimnis um das 5000-Euro-Auto liften und den Dacia X 90 der erwartungsvollen Weltöffentlichkeit vorstellen wird, rückt auch Rumänien als respektabler Automobilstandort ins internationale Rampenlicht.

Statt wie gewöhnlich mit negativen Schlagzeilen über Korruption, Straßenkinder, Verbrecherbanden oder verzögerten Strukturreformen aufzuwarten, kann sich Rumänien diesmal als ein politisch stabiles Land mit einer Vielzahl von hochqualifizierten Ingenieuren und technisch versierten Facharbeitern präsentieren, die den Vergleich mit ihren Kollegen in den westlichen Industriestaaten nicht zu scheuen brauchen. "Daß Renault den Dacia X 90 in Rumänien baut, unterstreicht das Vertrauen in die Stabilität und Qualität des Standorts Rumänien", sagt denn auch Wirtschaftsminister Dan Ion Popescu voll Stolz.

Am Anfang dieser Entwicklung stand die Entscheidung des Renault-Konzerns im Jahre 1999, 51 Prozent des rumänischen Automobilherstellers und Marktführers Dacia zu übernehmen und während der nächsten fünf Jahre mehr als 300 Millionen Euro in die umfassende Modernisierung des Werkes zu investieren. Inzwischen ist Dacia zu 99 Prozent im Besitz des französischen Herstellers.

Bis zum letzten Jahr wurde am Standort Pitesti, 120 km westlich der Hauptstadt Bukarest, allerdings Verlust gemacht. Erst mit dem neuen Modell "Solenza", welches im April 2003 auf den Markt gekommen ist, hat Dacia den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Gleichwohl hat Renault von Anfang an das Ziel verfolgt, Rumänien zum Mittelpunkt seiner Automobilproduktion für Mittel- und Osteuropa zu machen. Schon 1999 gab es die Vision, in Rumänien ein robustes, preiswertes Standardmodell für die aufstrebenden Märkte Osteuropas, Asiens und Lateinamerikas zu entwickeln. "Wir setzen auf die aufstrebenden Märkte in dem vollen Bewußtsein, daß dies kein Spaziergang werden wird", hat Konzernchef Louis Schweitzer dazu gesagt. Renault habe sich für diesen Weg entschieden, weil das Unternehmen in Europa so gut verankert sei, daß es dieses langfristige Engagement ohne Schwierigkeiten schultern könne. Das Wachstumspotential sei gewaltig, da 80 Prozent der Menschen in diesen Märkten noch kein Auto besitzen. "Wir produzieren in Rumänien ein modernes Auto, welches den Bedürfnissen der Menschen in den aufstrebenden Märkten voll Rechnung trägt", sagt Schweitzer zuversichtlich.

Dieses Kalkül könnte aufgehen. Denn die Kaufkraft in den aufstrebenden Märkten ist in der Regel noch so gering, daß sich nur die kleine Gruppe der Superreichen einen Neuwagen aus dem Westen leisten kann, während die Masse zu Fuß geht oder sich mit abgehalfterten Gebrauchtwagen zufriedengeben muß. In Rumänien, wo der monatliche Durchschnittsverdienst heute bei 180 Euro brutto liegt, hat Dacia allerdings schon während der letzten 30 Jahre vorgemacht, wie man mit einem Billigauto den heimischen Markt erobert und zum unangefochtenen Marktführer aufsteigt. Schon in der kommunistischen Zeit baute Dacia das nationale Auto Rumäniens zum Niedrigtarif. Kaum weniger erfolgreich war der südkoreanische Autohersteller Daewoo mit seinem Modell Matiz, das sich zum Preis von 3500 Euro in Rumänien großer Beliebtheit erfreut hat. Keines dieser Autos war allerdings so attraktiv und technisch hochwertig, daß daraus ein Exportschlager in anderen Märkten mit niedriger Kaufkraft werden konnte. Diesen Durchbruch soll nun der Dacia X 90 schaffen, der neben Rumänien auch in Nordafrika, Südamerika und in China montiert werden soll.

Bis zum Jahr 2010 plant Renault, die Jahresproduktion von 200 000 Einheiten im Jahre 2006 auf 500 000 Einheiten zu steigern. Selbst 700 000 Einheiten werden nicht ausgeschlossen. Zu Beginn geht es allerdings bescheidener zu: Bis Jahresende sollen in Pitesti gerade mal 11 000 "Volks-Dacia" von den Bändern rollen.

Renault und der Dacia X 90 sind aber nur die eine Seite der Auto-Medaille Rumäniens. Die kaum weniger spektakuläre Kehrseite sind die vielen Zulieferfirmen, die sich während der letzten Jahre in Rumänien angesiedelt haben, um von den niedrigen Löhnen und den qualifizierten Arbeitnehmern zu profitieren. Auch die Creme der deutschen Zulieferindustrie ist inzwischen in Rumänien vertreten und beschäftigt mehr als 40 000 Arbeiter und Angestellte; allein der Exportwert deutscher Firmen wird auf rund 600 Millionen Euro geschätzt, Tendenz steigend. "In Rumänien vollzieht sich gerade der Sprung von der einfachen Lohnarbeit zur technisch anspruchsvollen, hochwertigen Produktion", sagt der Leiter der deutsch-rumänischen Handelskammer, Dirk Rütze.

Ausländische Unternehmen hätten endlich das hohe Potential rumänischer Ingenieure erkannt. Multinationale Konzerne setzten immer öfter rumänische Ingenieure für die Wartung ihrer Software und Computernetzwerke ein. Auch Klaus Mangold, der Vorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Industrie und ehemaliger Daimler-Chrysler-Vorstand, ist voll des Lobes für den Standort Rumänien, wo auch Daimler-Chrysler inzwischen Lastwagen-Getriebe fertigen läßt. Gleichwohl begegnet er dem Dacia X 90 und den ehrgeizigen Zielen der Renault-Führung mit einer gewissen Skepsis. Ob der Dacia wirklich zum Einstiegsmodell für die breite Masse und zum Exportschlager werde, hänge weitgehend davon ab, ob zum Preis von 5000 Euro ein technisch anspruchsvolles Auto produziert werden könne.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2004, Nr. 118 / Seite 18
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schrieb am 23.05.04 08:38:20
Beitrag Nr.9 
(13.204.108)
Antwort
Zitat
Billige Autos sind meist leere Versprechen

An billigen Autos versuchen sich mehrere Konzerne. Immer wieder heißt es, VW bringe ein günstiges Auto aus Südamerika nach Europa. Peugeot-Citroën baut gerade zusammen mit Toyota eine Kleinwagen-Fertigung in der Tschechischen Republik auf. Aber 5000 Euro erreicht bislang niemand. Für diesen Einstiegspreis will die rumänische Renault-Tochtergesellschaft Dacia ein 4,25 Meter langes, vermutlich 75 PS starkes Stufenheckmodell auf die Räder stellen. Es soll nach Angaben des Renault-Vorstandsvorsitzenden Louis Schweitzer unter den Marken Renault und Dacia angeboten werden. Gebaut wird der unter dem Projektnamen X 90 laufende Wagen in Rumänien, später auch in Marokko, Kolumbien, Rußland, Iran und China. Als Absatzmärkte haben die Franzosen zunächst Osteuropa, Asien und Südamerika im Blick. Schweitzer verspricht "ein bezahlbares Auto mit zeitgemäßem Design und neuestem technischem Stand". Man könne heute nicht mehr Uralt-Technik anbieten wie etwa Lada, meint der Renault-Chef. ABS, Airbags, Zentralverriegelung und Radio werden also wohl zur Serienausstattung gehören. Später, wenn vielleicht ein Kombi gebaut wird, gilt auch ein offizielles Angebot in Westeuropa als sicher. Wahrscheinlich wird das Auto aber schon vorher auf westeuropäischen Märkten auftauchen. Händler haben, wie man hört, großes Interesse an einem (Grau-)Import. (hap.)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2004, Nr. 118 / Seite 18
Avatar
schrieb am 07.10.04 06:50:29
Beitrag Nr.10 
(14.494.541)
Antwort
Zitat
Renault Dacia Logan

Es geht auch anders

7500 Euro - und dafür überraschend vollwertig und solide. Renault bringt ein geräumiges Auto auf den deutschen Markt. Nur über das Design lässt sich streiten.
Von Joachim Becker




Billig und gut: Der neue Renault Dacia Logan.
Foto: AP


Der Pragmatismus, mit dem Kunden aus Schwellenländern das Auto betrachten, irritiert hierzulande noch, unsympathisch ist er nicht. Ein "richtiges Auto" muss vier Türen und ein Stufenheck haben, das ist es schon. "Bei Befragungen in rund 20 Ländern wurde der Dacia Logan übereinstimmend als modern und prestigeträchtig beurteilt", sagt Jean Tavares von der Renault Produktplanung.

Erlaubt ist, was gefällt. Also verbieten wir uns Kritik am Design und sprechen lieber über den Preis und das Platzangebot. Fünf Erwachsene passen bequem in den Logan, der Kofferraum hat fast das Format der Mercedes E-Klasse. Dabei kostet der rumänische Renault mit der Länge eines VW Golf nicht einmal die Hälfte des Wolfsburger Bestsellers. Zwei Jahre Vollgarantie des Dacia Mutterkonzerns Renault inbegriffen. Unglaublich.

Von Mitte 2005 an steht das rumänische Weltauto auch bei deutschen Renault-Händlern. Wegen "der sehr positiven Resonanz auf das Fahrzeug" hat Renault-Chef Louis Schweitzer überraschend verkündet, dass der Logan zu Preisen ab 7500 Euro "über seine Hauptmärkte hinaus" angeboten wird.

Mit Antiblockiersystem von Bosch, Fahrerairbag und drei geplanten Sternen im Euro-NCAP-Test, ein Ergebnis mithin, das vor wenigen Jahren noch Stand hiesiger Technik war.



Sicherheit hat ihren Preis
Der Renault Modus - mit dem sich der Logan die neue B-Plattform teilt - erhielt zwar jüngst fünf von fünf möglichen Crashtest-Sternen. Doch Sicherheit hat ihren Preis: Den Basis-Logan gibt es ohne ABS, Airbags und hintere Kopfstützen schon ab 5000 Euro. Allerdings nur in Rumänien, hierzulande bietet Renault den Insassenschutz light gar nicht erst an.

Auch der PSA-Vorstandsvorsitzende Jean-Martin Folz hält nichts von solchen Billig-Schleudern. "Ein Auto wie früher die `Ente` würde heute kein Mensch mehr kaufen." "Billig" trifft trotzdem den Zeitgeist.

Fortschritt ist nicht mehr alles in Zeiten schwindender Kaufkraft. Angesichts schwacher Absatzzahlen entdecken einige Hersteller die soziale Seite der Mobilität wieder: Auch Peugeot und Citroën werden mit einem Basismodell die Preisschraube zurückdrehen. In Kooperation mit Toyota bringen sie 2005 Kompaktautos für weniger als 10.000 Euro auf den Markt, VW will mit dem Lupo-Nachfolger Fox aus Brasilien kontern, der einen vierstelligen Euro-Betrag kosten soll.



Verhältnis von Preis und Platzangebot nicht übertreffbar
Doch das Verhältnis von Preis und Platzangebot des Dacia Logan wird wohl keine Neuentwicklung erreichen. Renault jubelt über das "wettbewerbsfähigste Angebot auf den westeuropäischen Märkten" und will bis 2010 jährlich 700.000 Logan weltweit verkaufen. Bis dahin wird es weitere Motor- und Karosserievarianten geben.



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Neben den beiden 1,4- und 1,6-Liter-Benzinern mit 55 kW (75 PS) beziehungsweise 64 kW (90 PS) kommt im nächsten Herbst ein 1,5-Liter-Diesel mit 50 kW (68 PS). Auch er ist kein Wunder an Dynamik, aber sparsam und abgasarm nach EU4.

Wo ist also der Haken an dem Dacia-Schnäppchen? Um es gleich zu sagen: Es gibt keinen. Vorausgesetzt, man stößt sich nicht am Design, das unter dem Primat niedriger Produktionskosten stand. Gerade Linien und rechte Winkel erleben ihre Renaissance, nicht nur der Kofferraumdeckel sieht aus wie mit dem Lineal abgekantet. Auch die lotrecht angeschlagenen Türen mit ihren tief hinabgezogenen Kutschen-Fenstern erinnern an die achtziger Jahre.



Auto-Archetyp statt Billig-Kopie
Alles strahlt Ruhe und Solidität aus, nichts drängt schon im Stand nach vorne. Der Dacia setzt sich einfach über das Dynamik-Diktat der aktuellen Automode hinweg. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Fuhre endlich in Fahrt kommt. Bis 130 km/h verrichten die Motoren völlig unspektakulär ihr Tagwerk, die Fünfgang-Schaltung läuft exakt und das Fahrwerk filtert brav die meiste Unbill der Straße.

Dass der Logan ein Auto-Archetyp und keine Billig-Kopie ist, zeigt er spätestens beim Ritt über Schlaglochpisten. Weder Karosserie noch Armaturentafel klagen über die grobe Behandlung. Auch bei der Materialanmutung und der Cockpit-Gestaltung könnte der Rumäne als solider Koreaner durchgehen.



Auf Wunsch ein Hauch von Luxus
Auf Wunsch versprüht der Logan mit Klimaanlage, Fensterhebern, CD-Radio und Bordcomputer sogar einen Hauch von Luxus. Dabei verzichtet er auf weiteren Elektronik-Schnickschnack, was dem Preis und der Zuverlässigkeit entgegenkommt.

Durchaus möglich, dass der neue Dacia in der Pannenstatistik besser abschneidet als die Modelle des Mutterkonzerns. Schon bei der Entwicklung hat der Logan mit seinen erprobten Renault-Teilen viel Zeit und Geld gespart.

Hinzu kommt das Werk im rumänischen Pitesti mit konkurrenzlos günstigen Produktionskosten. Der Kauf des maroden Staatsbetriebs Dacia erweist sich nun als weiterer Coup des scheidenden Renault-Chefs Louis Schweitzer. Wenn nicht alles täuscht, dürfte sein Nachfolger, Nissan-Sanierer Carlos Goshn, noch viel Freude mit dem Logan haben.

(SZ vom 2.10.2004)
http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/507/40467/

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