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schrieb am 12.01.04 19:36:26
Hallo Leute,
ich hab mir mal den Chart von Silicon Sensor angeschaut,
die Aktie dümpelt unter geringem Umsatz um die 4,-- Euro.
Wie sind eure Meinungen zu dem Wert ???????
Viele Grüße - Mäusemännchen
schrieb am 12.01.04 19:56:28
da wird wohl nicht viel gehen, kaum im visier...
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 12.01.04 20:06:38
Bei Silicon stört außerordentlich, daß keiner der Verantwortlichen
ein nennenswertes Aktienpaket hält.
Das sollte zum Nachdenken anregen.
Bei ca. 200 Mitarbeitern weltweit, gehen ca. 50% nur für
Personalkosten drauf. Das ist Wahnsinn.
Die Bewertung entspricht dem Umsatz.
schrieb am 12.01.04 20:40:14
@derdieschnautzelangsamvollhat
Hast du Dir mal die Frage gestellt wer die 550k vom Vorstand Dr.
Kriegel gekauft hat ??? Ich sage mal wer 550k eines Unternehmens
kauft das nur 12 mio Marktk. hat der weiß was er tut.
Und das Dr. Kriegel über 60 Jahre alt ist u. noch Schulden durch
den Ausbau von sis hatte ?
Außerdem arbeiten bei sis nur 107 Mitarbeiter
Und das sis dieses jahr über 30 cent pro aktie verdient...
Aber das weißt du ja alles , hast dich ja sicher mit dem
Unternehmen beschäftigt
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 12.01.04 23:03:17
Bei der Mitarbeiterzahl hab ich mich geirrt.
Viel Liquidität ist nicht mehr vorhanden. Könnte auf ne KE
rauslaufen.
schrieb am 12.01.04 23:09:06
Kaufe mir da lieber Sun Micro!
Kastor
schrieb am 13.01.04 00:47:04
Sehr interessanter Artikel:
Welt des Lichts
Arbeitsplatzwunder in Berlin: Im Jahr 2020 will der
Spezialchip-Fabrikant Silicon Sensor zu den weltgrößten Anbietern
seiner Branche gehören
Thomas H. Wendel
BERLIN, im November 2003. " So weit in die Zukunft lässt sich
natürlich nur schwer schauen" , sagt Hans-Georg Giering. Aber dann
tut es der Finanzvorstand des Spezialmikrochipherstellers Silicon
Sensor International AG doch. Wenn man ihn fragen würde, wie es um
das Unternehmen in 17 Jahren voraussichtlich bestellt sei, könne er
zumindest mit einigen Erwartungen dienen, erklärt Giering. " Wir
werden in Berlin produzieren, ein eigenes neues Gebäude besitzen,
rund 500 Mitarbeiter beschäftigen" sagt er. " Und unser Umsatz wird
jenseits der 100-Millionen-Euro-Schwelle liegen."
Optoelektronische Revolution
Eine starke Prognose. Und auf den ersten Blick gewagt. Schließlich
geben die Fenster von Gierings Büro nur die Aussicht auf ein
pittoreskes Stück DDR-Vergangenheit frei: Halb verfallene Hallen
der Kabelwerke Oberspree stehen vis-à-vis des historischen
Behrens-Baus, in dem Silicon Sensor residiert. Die stumpfen
Scheiben der Werksruine gegenüber fangen nicht einmal zu glänzen
an, wenn Sonnenlicht auf sie fällt. " Das Unternehmen hat noch nie
so gut dagestanden wie heute" , redet Giering weiter.
In der Tat: Seit 1998 hat sich der Umsatz der Silicon Sensor Gruppe
auf zuletzt jährlich rund zwölf Millionen Euro verfünffacht; aus
einem kleinen Betrieb, den Vorstandschef Bernd Kriegel in den
Nachwendejahren aus dem Treuhand-Vermögen am ehemaligen Werk für
Fernsehelektronik herauskaufte, ist eine Hightech-AG mit rund 100
Mitarbeitern in Entwicklung und Produktion geworden. Aber 500
Mitarbeiter und ein jährlicher Umsatz von mehr als 100 Millionen
Euro?
Diese kühn anmutenden Einschätzungen haben einen berechtigten Kern.
Schließlich zählt Silicon Sensor bereits jetzt zu den sechs bis
sieben Unternehmen weltweit, die sich Hoffnungen machen können, am
Boom eines Zukunftsmarktes besonders kräftig zu partizipieren: dem
für optoelektronische Sensoren. Egal, ob für Infrarot- oder
sichtbares Licht, ob für Röntgenstrahlung oder Wärme - Silicon
Sensor baut die Erfassungsbauteile dafür. Die manchmal nur 0,2
Millimeter kleinen Sensoren sind die Nervenzellen moderner
Elektronik: Mit ihnen erfassen computergesteuerten
Fertigungsstraßen der Autoindustrie, wo ein Schraubenloch in der
Karosserie gebohrt werden muss und wo nicht. Oder sie helfen
Medizinern vor einer Operation bei der Lokalisierung von
Krebsgewebe.
Und dabei steht die eigentliche optoelektronische Revolution erst
noch bevor: Der Einsatz von Telematiksystemen im Straßenverkehr,
die möglicherweise bald in der Lage sein werden, führerlose
Lastwagen sicher über hunderte Kilometer an ihr Ziel zu bringen,
oder die vernetzte Küche, in der Kühlschränke per Internet eine
Flasche Milch bestellen, sobald die alte zur Neige geht, wird den
Bedarf für optoelektronische Bauelemente extrem steigern. In den
Massenmarkt für Konsumelektronik-Güter gezielt einzusteigen, das
wusste Kriegel jedoch schon früh, ist für Silicon Sensor unmöglich.
Für die dafür nötigen Millionen-Euro-Investitionen ist die Berliner
Firma einfach zu klein.
Doch die Wachstumsaussichten sind auch außerhalb des Massenmarktes
geradezu berauschend. Auf kleine, aber feine Aufträge hat Kriegel
seine Firma getrimmt. Da werden Sensoren für große Flugzeugbauer
entwickelt und anschließend in den Reinst-Räumen der Chipfabrik in
Oberschöneweide hergestellt. Oder es werden Sensoren entworfen für
Firmen, die lasergestützte Präzisionsmessgeräte für die
Bauindustrie herstellen. Nicht mehr viele Jahre werden vergehen,
ist Giering überzeugt, bis etwa ein Lasermesser - mit einem Sensor
made in Oberschöneweide - den guten alten Zollstock in der
Bastlerkiste jedes Privathaushalts abgelöst hat. Bald werden auch
hiesige Autofahrer tagtäglich Kontakt mit Silicon-Sensor-Produkten
halten. Für die Mautbrücken an den deutschen Autobahnen hat die
Firma Abtaster entwickelt, die feststellen, welche Art von Fahrzeug
gerade die Straße befährt. " Und die funktionieren" , sagt Giering
lächelnd.
Auch in der Telekommunikation wittert Firmengründer Kriegel
zukünftiges Geschäft. In den nächsten Jahren würden viele Funknetze
durch Lichtwellenübertragung abgelöst, erwartet Giering.
Mini-Laser-Einheiten, für das bloße Auge unsichtbar und
ungefährlich, übernehmen zunehmend die Rolle von Sendern und
Empfängern. " Im Jahr 2020 werden wir bestimmt 5 000 bis 6 000
verschiedene Sensoren entwickelt haben" , so Giering.
Ein Erfolg in dieser kommenden Welt des Lichts machen Vorstand und
Mitarbeiter von Silicon Sensor besonders stolz: Für die im Sommer
angelaufene Marsmission der europäischen Raumfahrtagentur ESA wird
eine maßgeblich bei Silicon Sensor entwickelte Kamera die Bilder
liefern. Derzeit ist das Hightech-Gerät an Bord eines Satelliten
auf dem Weg zu dem Roten Planeten. " Unsere Elektronik ist in der
Lage, aus einer Höhe von 250 Kilometern zwei Meter große Objekte
auf der Mars-Oberfläche zu entdecken" , erklärt Giering. " Mit
einer solchen hochauflösenden Kamera lässt sich aus zehn Kilometer
Entfernung eine Zeitung lesen."
Obwohl Silicon-Sensor-Produkte bereits dutzende Millionen Kilometer
von der Erde entfernt vorzufinden sind und die Firma auch
international weiter expandieren will, steht eins fest: Silicon
Sensor bleibt in Berlin. " Wir wollen nachweisen, dass man auch in
Deutschland langfristig konkurrenzfähig bleibt" , sagt Giering.
Trotz schwingt da mit in der Stimme des Finanzvorstands.
Schließlich wartet die Firma seit Jahren auf die Erstattung von 250
000 Euro Steuern. Die rücke der finanziell angeschlagene Berliner
Senat einfach nicht heraus. Giering: " Der Finanzsenator sollte
schon einmal zusehen, dass er den Firmen auch Luft zum Investieren
lässt." Das zahle sich für Berlins Zukunft mehr aus als alle
Förderprogramme, ist sich Giering sicher.
schrieb am 14.01.04 10:14:55
@ derdieschnauzevollhat
die Liquidität hat sich ständig verbessert, ebenso wie das
Ergebnis
Ich beobachte Silicon schon sehr lange und ich bin gut investiert.
Ende des Jahres hätte ich mich beinahe von allen Stücken
getrennt.
Nach der Bekanntgabe des Einstiegs der Investoren habe ich wieder
aufgestockt.
@ Sie.Andrea
Sehr guter Beitrag. Ich habe den Artikel intensiv gelesen und
behaupte, dass da noch was kommt.
Niemand kauft einem Gründer alle Anteile ab, wenn er nicht der
Meinung ist das damit Geld zu verdienen ist. Immerhin sind fast ein
Viertel aller Stimmrechte über den Tisch gegangen. Dieser Verkauf
ist mit Sicherheit nicht so einfach über die Börse
zustandegekommen.
Sind wir doch froh, dass uns die Investoren bestätigen wir liegen
richtig. Silicon hatte schon immer Phasen längerer
Seitwärtsbewegungen. Wenn es dann ab geht, dann aber richtig.
Und seien wir doch ehrlich, wer hat in der Vergangenheit etwas von
Dr. Kriegel gehört? Ob er geht oder bleibt wird den Wert der Firma
nicht mehr beeinflussen.
Long
schrieb am 14.01.04 10:43:51
Ehrlich gesagt der Bericht hört sich gut an!
Vieleicht wage ich es doch
Kastor
schrieb am 14.01.04 19:50:47
Also unter onvista steht eine Martkapitalisierung von Mio 9 €. Das
ist so hoch wie das EK. Zudem sind auch verschiedene Unternehmen
bzw. Beteiligungsgesellschaften beteiligt. Der cash-flow ist auch
nicht zu verachten. Nur kennt keiner diese Aktie. Kann die Herr
Förtsch nicht mal pushen !
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