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IBV-Deutschland-/LBB-Fonds - doch Ausschüttung?? ( Seite 6)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 29.01.04 15:01:08
von
neuster Beitrag 23.05.12 12:56:15
von

Anzahl Beiträge: 4.351
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Diskussionsnr.: 815.054
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schrieb am 01.03.04 12:30:16
Beitrag Nr.51 
(12.295.249)
Antwort
Zitat
01.03.2004
Das Erdbeben in Berlin oder: Das alte System muss weg In der Schaubühne diskutierten Vertreter der Banken-Initiative mit Finanzsenator Sarrazin

Es ist Sonntag, 12 Uhr. Das Publikum füllt den Theatersaal der „Schaubühne“ bis auf den letzten Platz. Das Stück heißt: „Pleite im System“ und handelt von der Bankgesellschaft. Eigentlich sollte an diesem Tag „10 Jahre Völkermord in Ruanda“ aufgeführt werden, die Veranstaltung wurde verschoben. An vier separaten Tischen sitzen der Finanzsenator (Thilo Sarrazin), der Hochschullehrer (Rolf Kreibich von der Initiative Bürger gegen den Bankenskandal), der Journalist (Matthew D. Rose) und der Moderator (Mathias Greffrath). Sie rascheln mit Papier.

Erster Akt: Der Journalist sagt, dass die Berliner Politik keinen Landeshaushalt, geschweige denn eine Bank führen könne. Es werde so lange vertuscht, bis das System außer Kontrolle sei. Der Finanzsenator erinnert daran, dass seine politische Verantwortung erst am 18. Januar 2002 begann. Damals habe er sich wie nach einem Erdbeben gefühlt. „Man steht da, muss aufräumen und sucht nach Hohlräumen, in denen vielleicht noch Überlebende zu finden sind.“ Der Schaden, denn das Beben der Bankgesellschaft verursacht habe, sei auf 3 bis 6 Milliarden Euro zu schätzen: Für die Risikoabschirmung durch das Land, die er für richtig halte. Ein Konkurs hätte 11 bis 14 Milliarden Euro gekostet. Aus dem Verkauf der Bank bis 2007, der zu den Auflagen der EU-Kommission gehöre, werde das Land Berlin einen „nennenswerten Kaufpreis“ erzielen. Der Hochschullehrer sagt, das überzeuge ihn nicht. „Wir glauben Ihnen keine Zahl mehr.“ Nicht weil der Senator lüge, sondern weil er es nicht besser wisse. Das Kernthema sei doch Vertuschung, Täuschung und Verantwortungslosigkeit. Die Bankgesellschaft sei nicht sanierungsfähig und man werde den Finanzsenator umwerben, „sich vom falschen Weg zu verabschieden“. Eine Untersuchungskommission müsse prüfen, wer die Schuldigen seien. Heftiger Applaus.

Zweiter Akt: Der Finanzsenator erregt sich, wirft dem Hochschullehrer vor, „absolutes Stammtischgeschwätz abzusondern“. Er habe von der Bank keine Ahnung und stelle wilde Vermutungen an, die einfach nur Unfug seien. Der Hochschullehrer kaut an seiner Brille, aus dem Publikum gellen Pfiffe und der Journalist schließt sich der Forderung nach einer Untersuchungskommission an, um die tatsächlichen Finanzrisiken des Bankenskandals festzustellen. Der Moderator gibt zu bedenken, dass ein Verkauf der Bankgesellschaft inklusive der Sparkasse „an internationale Großkonzerne“ nicht im Sinne der regionalen, mittelständischen Wirtschaft sei. Der Finanzsenator sagt dem Journalisten, dass alle erkennbaren Risiken bilanziert worden seien. „Es gibt keinen Bedarf für eine Untersuchungskommission.“ Der Hochschullehrer beschwert sich über die „miesen Vokabeln“ des Senators, der bürgerschaftliches Engagement beschimpfe. „Uns gehört die Bank.“ Beifall auf offener Szene.

Dritter Akt: Das Publikum befragt die Akteure. Ein bekennender Marxist stellt die Systemfrage und eine Frau wirft dem Senator vor, „unübertroffen arrogant“ zu sein. Zwischenrufe ertönen: „Heuchler, Schwätzer, das System muss weg.“ Auch für den Journalisten ist das System das Problem. Der Hochschullehrer „ringt um einen neuen Weg“. Der Senator bekennt, dass das System immer noch verbesserungsfähig sei und er selbst im Rahmen der Verfassung agiere. Der Vorhang fällt. Ulrich Zawatka-Gerlach
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schrieb am 01.03.04 17:57:02
Beitrag Nr.52 
(12.299.139)
Antwort
Zitat
@ WO:Surfer: die Ausgabenseite des IBV D 2 kenne ich leider nicht im Detail, ich weiß aber, daß es hier Streit um die Höchstpreisgarantien gibt. Anscheinend will der Garant einfach € 25 Mio. nicht bezahlen...
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schrieb am 02.03.04 08:13:44
Beitrag Nr.53 
(12.303.777)
Antwort
Zitat
@ christopherm: Hmm, wundert mich dass zu sooo gravierenden Abweichungen im Geschäftsbericht keinerlei Erläuterungen zu lesen sind :confused:
Avatar
schrieb am 02.03.04 09:02:11
Beitrag Nr.54 
(12.304.162)
Antwort
Zitat
Solange man nichts genaues über den Grund für die drastischen Mehrausgaben mancher IBV / LBB Fonds weiß, kann man ja mal spekulieren:

Zahlreiche Wohn- und Geschäftsgebäude stammen aus maroden Beständen landeseigener Gesellschaften. Die Bankgesellschaft war Ihren politischen Promotoren gerne dabei behilflich, problematische Objekte in die Anlegerfonds zu entsorgen.

Heute scheinen nun die Instandhaltungs- und Sanierungskosten dieser maroden Objekte zu explodieren :O
Avatar
schrieb am 02.03.04 10:02:24
Beitrag Nr.55 
(12.304.924)
Antwort
Zitat
@ WO:Surfer: Geschäftsberichte und weitere Äußerungen seitens der IBV kommen erst mit deutlichem Zeitverzug auf Probleme in der Vergangenheit zu sprechen. Hier braucht man eigentlich gar nicht mehr reinzuschauen :mad:

Die "Entsorgungstheorie" verdichtet sich immer mehr und mehr. Wahrscheinlich ist der Rechtsweg der einzig sinnvolle Schritt.

Ansonsten teile ich Deine Ansichten zum Thema Mafia. Hätte das früher auch nie für möglich gehalten, aber man lernt ja nie aus.
Avatar
schrieb am 02.03.04 12:37:20
Beitrag Nr.56 
(12.306.948)
Antwort
Zitat
@ christopherm: Da hast du wohl völlig recht. Bei meinem LBB 9 warte ich auch noch auf den GB 2002 !!! Nach Gesellschaftsvertrag ist der zwar innerhalb von 9 Monaten nach Geschäftsjahresabschluß vorzulegen, aber Vertragspflichten sind natürlich nur was für die Schwachen :mad:
Avatar
schrieb am 02.03.04 13:25:56
Beitrag Nr.57 
(12.307.502)
Antwort
Zitat
Zum Thema "Rechtsweg". Auch das Manager Magazin rät den Anlegern auf Rückabwicklung Ihrer Beteiligung zu klagen:

"Die Verkaufsprospekte der Fonds weisen nach Ansicht vieler Juristen zum Teil gravierende Fehler auf. Die Anleger wurden, so die Kritik, nicht ausreichend über die Qualität der Gebäude und die Schwachpunkte der Garantiekonstruktion aufgeklärt. Konsultieren Sie einen auf Anlagerecht spezialisierten Anwalt, reichen Sie Klage gegen die Initiatoren ein, und fordern Sie die vollständige Rückabwicklung Ihres Investments."

An anderer Stelle wird zum sofortigen Handeln aufgerufen, offenbar verjähren wichtige Ansprüche am 31.12.2004.

Wenn man das alles so liest, kann man nur glauben, man sei öffentlich-rechtlichen Anlagebetrügern zum Opfer gefallen :mad:
Avatar
schrieb am 02.03.04 13:50:33
Beitrag Nr.58 
(12.307.754)
Antwort
Zitat
Bei den LBB Fonds ist wohl bis auf LBB 7 noch nicht ein GB 2002 an die Gesellschafter gegangen.

Aber im Brief der Geschäftsleitung IBV an den Verwaltungsrat, der dem Abstimmungsbogen beiliegt, wird großspurig von guter Informationspolitik geschrieben. man hätte eine Leistungsbilanz 2002 erstellt. Was nützt das einem Gesellschafter, der bis heute auf seinen Geschäftsbericht wartet?

Nein, man kann über den plötzlichen Sinneswandel vom VR Lange sicherlich spekulieren, aber mit der Bemerkung, das die Informationspolitik nicht wirklich vorhanden ist, hat er sicherlich recht. Fragt sich nur, warum er so lange gebraucht hat, das zu erkennen...
Avatar
schrieb am 03.03.04 10:42:40
Beitrag Nr.59 
(12.317.420)
Antwort
Zitat
Interessant fand ich folgende (sinngemäße) Aussage des Moderators im gestrigen heute-Journal:

"5% Rendite und volle Rückzahlung des Kapitals - das klang zu schön, um wahr zu sein"

Na danke - bei solchen Verhältnissen in Deutschland brauche ich dann ja nicht gerade auf die Rückzahlung von Staatsanleihen und Kapitallebensversicherungen zu setzen :mad:

Siehe auch

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/mediathek/video/0,1473…
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schrieb am 03.03.04 11:31:49
Beitrag Nr.60 
(12.318.104)
Antwort
Zitat
Tja, hab ich auch so empfunden ... Natürlich wird mit solchen Sendungen und auch bestimmten Artikeln immer gerne Stimmung gemacht. Allerdings war der Bericht gestern (bis auf die Anmoderation) doch relativ sachlich und neutral.

Was allerdings die "Sicherheit" von Staatsanleihen betrifft, glaube ich auch, dass noch fast keiner die Risiken dieser Anlageform erkannt hat :laugh: Ich denke, wir erleben hier möglicherweise gerade das Vorspiel zu einem später möglichen Staatsbankrott. Vielleicht wird ja später über die heutigen Käufer von Staatsanleihen mal später ähnlich berichtet wie heute über uns Fondsanleger :D

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