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700 Milliarden Dollar drängen in Hedgefonds

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.04.04 22:24:18
von
neuster Beitrag 16.05.05 19:43:24
von

Anzahl Beiträge: 55
Aufrufe gesamt: 2.485
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 851.271
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[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 25.04.04 22:24:18
Beitrag Nr.1 
(12.872.090)
Antwort
Zitat
das veröffentlich WAMS (Welt am Sonntag 24.04.2004)

Ich bin der Meinung, dass Hedgefonds in Deutschland verboten sein sollen.

Das Geld verwenden die Fondmanager zum Ausleihen meine Aktien im Depot.
Dann werden diese Aktien in großen Paketen auf den Markt geworfen und damit einen gewaltigen Kursverfall erzeugt. Danach werden die Aktien auf niedrigerem Kursniveau wieder eingesammelt und der verleihenden Bank wieder zurückgegeben.

Durch diese Praktiken werden die Anleger geschädigt, die Aktien gekauft haben und im Depot sind.

Es ist unseriös, wenn Banken das Vertrauen ihrer Depotinhaber mißbrauchen, deren Aktien gegen Bezahlung ausleihen und somit die Kunden schädigen.

HEDGEFONDS GEHÖREN GRUNDSÄTZLICH UND WELTWEIT VERBOTEN"
Avatar
schrieb am 25.04.04 23:04:41
Beitrag Nr.2 
(12.873.051)
Antwort
Zitat
jawohl, denn solange die leute ihr geld beim anlegen verlieren, sparen sie woanders total, so eine dumme regierung habe ich noch nie getroffen, es sei denn, sie spekulieren jetzt selbst mit.:D
Avatar
schrieb am 25.04.04 23:22:12
Beitrag Nr.3 
(12.873.328)
Antwort
Zitat
#1

die sind es zwar schon immer (verboten), weil es nämlich betrug ist, aktien zu verkaufen, die einem nicht gehören - aber koch weser nennt es lieber freiheit des kapitalmarktes.

aber: das ganze hat auch ein gutes - die deutschen waren bisher immer streikunwillig.

jetzt müssen sie es! sie müssen für lohnsenkungen streiken, weil sonst ihre "kapitalgedeckte altersversorgung" runtergeshortet wird.
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 26.04.04 14:06:34
Beitrag Nr.4 
(12.877.646)
Antwort
Zitat
Hedgefonds können auch Verluste machen und pleite gehen.

Übrigens, gerade bei weltweit fallenden Kursen ist ein Börsengewinn nicht durch steigenden Unternehmensmehrwert wie bei einer brummenden Konjunktur zu erklären, sondern setzt voraus, dass andere Anleger einem den Gewinn freundlicherweise mit ihrern Verlusten finanzieren.

Q: wird es nach dem letzten Crash im Jahr 2000/2001 genug Menschen geben, die Verluste machen?
A: aber ja, zur Not die, die in den falschen Hedgefonds investieren. :laugh:
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detektivrockford
schrieb am 26.04.04 17:42:50
Beitrag Nr.5 
(12.880.079)
Antwort
Zitat
@ 1 - 4

"Experten" unter sich.:rolleyes:

Bevor hier nur Scheiße gepostet wird macht Euch erst mal schlau was Hedgefonds überhaupt sind und welche (unterschiedlichen) Strategien diese Fonds verfolgen.
Es ist durchaus nicht so, daß Hedgefonds ausschließlich Aktien leerverkaufen und so an fallenden Kursen verdienen.
http://www.faz.net/s/Rub76BA6348017C42E2AED144FD3C852D2F/Doc…
@4
Übrigens, gerade bei weltweit fallenden Kursen ist ein Börsengewinn nicht durch steigenden Unternehmensmehrwert wie bei einer brummenden Konjunktur zu erklären, sondern setzt voraus, dass andere Anleger einem den Gewinn freundlicherweise mit ihrern Verlusten finanzieren.

Auch bei steigenden Kursen resultiert am Ende der Gewinn des Einen aus Verlusten eines Anderen.
Preisentwicklungen an den Finanzmärkten sind immer der Ausdruck von Angebot und Nachfrage.

Lernt erst mal die Grundlagen bevor Ihr hier ein Verbot von Hedgefonds oder ähnlichem fordert.
Avatar
HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 26.04.04 18:11:30
Beitrag Nr.6 
(12.880.292)
Antwort
Zitat
Beispiel 1
X kauft Aktie zu $10, in den Folgejahren verdoppelt das Unternehmen seinen Wert durch geniale Geschäftsführung und harter Arbeit der Rabottniks. X verkauft die Aktie zu $25 an Y. Y zahlt $5 zuviel, in der Hoffnung, dass der Kurs weiter steigt. Was er, wie wir mal annehmen, tut. Der Aktienwert ist hier vom Unternehmenswert gedeckt.

Beispiel 2
X kauft von seinem Gewinn eine hoffnungslos überbewertete Aktie vom Geschäftsführer Z für $10. Das Unternehemn reißt die Hufe hoch und eine Aktie ist in Null,Nix nur noch $1 wert.

Fazit:
- echter Verlust winkt, wenn man langfristig in überbewertete Unternehmen investiert.
- echter Wertzuwachs im Unternehmen erzeugt langfristig stabil steigende Kurse.
- die Kursentwicklung wird (abgesehen von sehr speziellen Ausnahmefällen) immer von Angebot und Nachfrage bestimmt. Allerdings erhöht "echter Unternehmenswert" die Nachfrage und verringert das Angebot, während ein löcheriger Luftballon nicht gerade auf stabile Nachfrage hoffen darf.
Avatar
detektivrockford
schrieb am 26.04.04 19:16:39
Beitrag Nr.7 
(12.880.779)
Antwort
Zitat
@6
Allerdings erhöht " echter Unternehmenswert" die Nachfrage und verringert das Angebot

Stimmt.
Allerdings: Da man den "fairen/inneren Wert" einer Aktie nicht exakt berechnen kann ist der Kurs einer Aktie auch nur indirekt vom "Wert" eines Unternehmens abhängig.

Das es in der Regel schlecht ist, langfristig in "schlechte" Unternehmen zu investieren dürfte jedem klar sein.
Aber, das hat nun mit Hedgefonds speziell nichts zu tun.
Avatar
schrieb am 26.04.04 22:04:07
Beitrag Nr.8 
(12.883.366)
Antwort
Zitat
@HeWhoEnjoysGravity

klar kann das vorkommen, dass so ein Fond pleite geht!
Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein solche Hedgefond mit den Aktien bzw. mit fremdem Eigentum einen gewaltigen Kursverfall erzeugen kann, ist um ein vielfaches höher.

Mit fremdem Eigentum! wohl bemerkt!
Und dabei werden die Anleger geschädigt, deren Aktien ausgeliehen worden sind. Anleger die noch nicht einmal um ihr Einverständnis gefragt wurden.

Das ist im Vergleich dazu so, als wenn die Autowerkstatt das Fahrzeug eines Kunden an Andere gegen Bezahlung verleiht und den verursachten KFZ-Schaden (durch Verkehrsunfall oder wie auch immer) vom Fahrzeughalter - sprich Kunden - bezahlen lässt.
Avatar
schrieb am 26.04.04 22:09:12
Beitrag Nr.9 
(12.883.460)
Antwort
Zitat
@detektivrockford

Es geht überhaupt nicht um das Verleihen von Aktien, die eine Bank in ihrem Besitz hat, d.h. das Eigentum der Bank ist - NEIN es geht um den Verleih von Aktien der Bankkunden. Es geht also um Aktien, die nicht Eigentum der Bank sind.
AKTIEN, die bei der Bank im Depot hinterlegt sind und die den Bankkunden gehören.
Avatar
detektivrockford
schrieb am 27.04.04 15:49:03
Beitrag Nr.10 
(12.892.802)
Antwort
Zitat
#8 #9
Hedgefonds verwalten - soweit mir bekannt ist - nur einen relativ geringen Teil an liquidem Vermögen.
Ich habe da mal etwas von lediglich 2 % (in Worten: Zwei Prozent) gelesen.
Ob das stimmt weiß ich nicht. Aber falls dem tatsächlich so sein sollte, können Hedgefonds schwerlich für Kursverluste an den Märkten verantwortlich gemacht werden.

Die Kritiker von Hedgefonds finden sich ohnehin hauptsächlich im Lager der "schlauen" langfristig orientierten Anleger, die alles was sich in einem Zeitrahmen von weniger als einem Jahr abspielt für Zockerei halten.
Aber gerade die sollten doch dankbar sein, über einen durch die Hedgefonds? hevorgerufenen (ungerechtfertigten?) Kursverfall.
Schließlich eine prima Gelegenheit zum verbilligen.

Hedgefonds fungieren für viele doch nur als Sündenbock.
Eigene Verluste resultieren schließlich immer aus dem Verschulden Anderer.:rolleyes:

Ich jedenfalls halte Hedgefonds durchaus für eine Alternative zu gewöhnlichen Fonds, weil sie erheblich flexibler auf die Gegebenheiten an den Märkten reagieren können.

Wer sein Geld in Fonds anlegen möchte, der sollte Hedgefonds nicht grundsätzlich ablehnen, sondern ruhig mal einen genaueren Blick auf diese Art von Fonds werfen.

[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

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