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Preissteigerungen seit Euro-Einführung ( Seite 5)
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schrieb am 28.07.04 14:21:28
Mal ne dumme Frage, wie wird Inflation eigentlich gemessen:
Gehen die durch Läden und schauen, was teurer geworden ist oder
vergleichen die die Ausgaben bei Musterhaushalten mithilfe von
Haushaltsbüchern???
Im zweiten Falle würde u.U. der Chinese einfach wegfallen, weil man
dort dann auch weniger ausgibt. Es würden dann nur die Restaurants,
Dienstleister oder Produkte gewertet, die man dann auch erwirbt.
Und das Erwerbsverhalten könnte aufgrund von Erhöhungen ja auch
anders als "vorher" ausfallen....
schrieb am 28.07.04 14:28:50
Autowäsche : 8,90 DM
Jetzt: 4,90 +++ 11,9%.
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 28.07.04 14:31:08
Beachwetter,
klar kann man den Chinesen , die Wagenwäsche, den Friseur,
Amtsgebühren, Steuern und Abgaben, den Cafe usw. in die
Teuerungsrate miteinbeziehen.
In diesen Fällen besteht weit mehr und öfter Bedarf als bei einem
Notebook oder einer Microwewlle, die ich nur alle Jubeljahre mal
kaufe.
Wie die Statistiker die Teuerungsrate berechnen ist wohl streng
geheim. Vor allem welche Gehalts-, Honorar-, oder sonstige
Einkommen und Berufe als Grundlage dienen.
Bei Mitmenschen die sich jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich
selbst bedienen, dürften die Statistiker recht haben.
schrieb am 28.07.04 14:54:58
Ok, weil hier anscheinend echtes Interesse besteht, hab ich mal ne
alte Hausarbeit von mir rausgekramt:
„Der Warenkorb ist die Datengrundlage zur Bemessung der realen
Kaufkraft der privaten Haushalte. Er wird aufgrund von Befragungen
ermittelt und beinhaltet circa 750 Waren und Dienstleistungen2, die
eine möglichst realistische Darstellung der Konsumgewohnheiten der
Haushalte wiedergeben soll. Um unnötigen Aufwand zu vermeiden
werden also nicht möglichst alle erhältlichen Güter und
Dienstleistungen ausgewählt, sondern nur eine repräsentative
Auswahl. Kann oder will ein Haushalt- beispielsweise beim
Alkoholkonsum- keine exakten Angaben machen, so werden Steuersätze
und Steueraufkommen zur genauen Berechnung herangezogen3. Weiterhin
werden die Güter und Dienstleistungen in 13 Hauptkategorien
gegliedert
Gesamtlebenshaltung
............................................................................
1000,00
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
....................................... 131,26
Alkoholische Getränke, Tabakwaren
.................................................. 41,67
Bekleidung und Schuhe
..........................................................................
68,76
Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe ................
274,77
Einrichtungsgegenstände (Möbel), Apparate, Geräte und
Ausrüstungen für den Haushalt sowie deren Instandhaltung ......
70,56
Gesundheitspflege
..................................................................................
34,39
Verkehr
......................................................................................................
138,82
Nachrichtenübermittlung
.......................................................................
22,66
Freizeit, Unterhaltung und Kultur
..........................................................
103,57
Bildungswesen
........................................................................................
6,51
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen
......................... 46,08
Andere Waren und Dienstleistungen
.................................................. 60,95
Zusätzlich zu dieser Untergliederung der Waren4 wird auch noch eine
Gewichtung vorgenommen (Abb.1). Diese Gewichtung erstreckt sich bis
zu den einzelnen Produkten4, die im Warenkorb als einzelne
Positionen aufgeführt sind. Die Summe der Gewichtungen dieser
Einzelprodukte ergibt wiederum die Gewichtung der dazugehörigen
Oberkategorie5, so dass der Betrachter die jeweiligen Resultate auf
verschiedenen Detailebenen nachvollziehen kann.
Diese Gewichtungen, also der quantitative Anteil der jeweiligen
Ausgabepositionen sind ein wichtiger Bestandteil des Warenkorbes
und werden als Wägungsschema bezeichnet, wobei die Summe dieser
Gewichtungen den Index 1000, also die Gesamtlebenshaltung ergibt.“
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 28.07.04 14:57:52
274 für Wohnung, Wasser, Strom, Gas, Heizung !
Wohnklo?
schrieb am 28.07.04 15:09:52
Also im Thread "Geiz ist geil" hat der Eierdieb uns gerade
vorgerechnet, daß man für sage und schreibe 140,00 € soviel Sachen
+ Bettwäsche einkaufen kann (beim SSV), daß man praktisch über
Jahre genug hat.
Das klingt nicht nach Preissteigerung...
Zudem gibts in in Berlin-Hohenschönhausen (war auch in nem anderen
Thread) jetzt Wohnungen ab 50,00 € monatlich...das gabs zuletzt zu
Ostzeiten (damals in DDR-Mark).
Für mich Beweise, daß man sehr wohl günstig in Euroland leben
kann!!!
schrieb am 28.07.04 15:12:49
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhhh!!!
"(...)Um die durch den Warenkorb entstandene Preisentwicklung
korrekt nachzuvollziehen, muss beachtet werden, dass der Preisindex
für die Lebenshaltung alle fünf Jahre auf die Basis 100 gestellt
wird. (...)"
1995 WAR ein solches Basisjahr, das nächste ist also 2000. Na,
merkt Ihr was? Falls nicht:
"Mit dem Berichtsmonat Januar 2003 verliert das bisherige Basisjahr
1995 seine Gültigkeit. An seine Stelle tritt nun, nach Ablauf der
vorgeschriebenen fünf Jahren, das neue Basisjahr 2000. Somit
ergeben sich für den Warenkorb einige Änderungen und
Aktualisierungen13.
Einige Preisindizes werden eingestellt. Die Begründung für diesen
Schritt ist, dass die Abgrenzung dieser Haushaltstypen seit
„geraumer Zeit immer mehr an Repräsentativität verloren
haben“13.
Betroffen hiervon sind:
● Der Preisindex für die Lebenshaltung von 4-Personenhaushalten von
Beamten und Angestellten mit höherem Einkommen
● Der Preisindex für die Lebenshaltung von 4-Personenhaushalten von
Angestellten und Arbeitern mit mittlerem Einkommen
● Der Preisindex für die Lebenshaltung von 2-Personenhaushalten von
Rentnern mit geringem Einkommen."
schrieb am 28.07.04 15:28:58
autoersatzteile hat man fast durchweg ein zu eins umgerechnet .
endschalldämpfer VW T4 kostete 2001 128 ,00 DM
heute beim selben händler 116 €
bier hat seit 2001 bei fast allen marken nicht selten 30 % und mehr
preissteigerung.
Wasser , Cola und Limo dasselbe
zigarretten sind sowieso fast doppeltso teuer geworden - durch
steuer aber es ist nunmalso.
hartz 4 empfänger solltewn sowieso nicht mehr rauchen.
täglich eine schachtel macht monatlich allein 120 € im, monat.
richtig ist das alte mietverträge umgestaltet wurden.
neue hingegen sind angepaßt und wer heute in ballunbgsräumen eine
wohnung sucht wird sich auch wundern.
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 28.07.04 15:29:35
Ja, Sonnenbrille.
Für wieviele Menschen gibts denn 50€ Wohnungen?
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 28.07.04 15:30:52
Und wir kaufen nur noch beim Sommer und Winterschlußverkauf.
Den Rest des Jahres können die Läden ja zumachen. Spart
Lohnkosten.
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