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Space Park - Gigantische Investitonsruine in Bremen? - Seite 4

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24.08.04 12:28:21 von: Azul Real

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04.06.06 14:53:38 von: Harry_Schotter

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Avatar  #31 von Azul Real Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 27.09.04 10:32:17    Beitrag Nr.: 14.391.937
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Sonntag 26. September 2004, 10:43 Uhr -Yahoo
«Bremen, wir haben ein Problem» - Bremer Space Park legt nach sieben Monaten Bruchlandung hin - Projekt kostete rund 700 Millionen Euro


Bremen (ddp-nrd). Nach nur sieben Monaten im All hat der Bremer Space Park eine veritable Bruchlandung hingelegt. Wegen zu geringer Auslastung musste der Weltraumerlebnispark schließen. Am Sonntag wurden die Besucher zum vorerst letzten Mal auf eine Reise durch die Galaxien geschickt. Indes glimmt in der Hansestadt die Hoffnung weiter, dass das in Wirtschaft und Politik umstrittene millionenschwere Projekt trotz der Pleite noch einmal durchstarten könnte.

Es gebe Gespräche mit der Dresdner Bank über eine Weiterführung des Space Centers, sagte Stefan Luft, Sprecher des Bremer Wirtschaftssenators. Politisches Ziel sei es weiterhin, das Projekt zu reaktivieren. Dazu solle das Konzept inhaltlich erweitert werden. Ob und wann der Freizeitpark wieder eröffnet werden kann, ist Luft zufolge ungewiss - ebenso wie die Frage, was aus dem 44 000 Quadratmeter großen, leer stehenden Einkaufszentrum des Space Parks wird. Es gebe aber «Anzeichen für eine Lösung», betonte der Sprecher. Nähere Angaben dazu mochte er nicht machen.

Die Bilanz des kostspieligen Bremer Weltraumabenteuers liest sich indes verheerend: Mehr als 300 Beschäftigte haben inzwischen ihren Job verloren. Knapp 700 Millionen Euro, die in das ehemalige Werftgelände der AG Weser investiert wurden, müssen wohl abgeschrieben werden. Das überschuldete Bremen hatte rund 170 Millionen Euro für Infrastruktur, Marketing, Kredite sowie für eine zehnprozentige Beteiligung an der Space Park KG gezahlt. Rund 500 Millionen Euro trägt die Dresdner Bank als Hauptinvestorin.

Dabei hatte die ursprüngliche Idee des promovierten Kernphysikers und späteren Geschäftsführers Wolfgang Wilke durchaus etwas Glitzerndes: Nach dem Untergang der traditionsreichen Werftindustrie sollte auf der Brache im Bremer Westen eine Art Weltraum-Museum entstehen, das Touristen aus Nah und Fern anlockt. Immerhin ist Bremen ein traditionsreicher Luft- und Raumfahrtstandort.

1993 bescheinigte eine Studie dem damals noch für lediglich 61 Millionen Euro veranschlagten Projekt einen möglichen Erfolg. Die Stadtbürgerschaft gab schließlich ihren Segen. In der Wiesbadener Köllmann AG wurde ein Betreiber gefunden. Dieser ergänzte die Pläne um ein Einkaufszentrum. Aus dem Weltraum-Museum mit wissenschaftlichem Anspruch wurde eine Art Disneyland im All mit Achterbahn und Großkino. «Einkaufszentrum mit Rakete» spotteten nicht wenige in der Hansestadt über das neue Konzept.

1998 gab auch der Senat grünes Licht für den Space Park, obwohl dessen Kosten mittlerweile auf eine halbe Milliarde Euro angestiegen waren. Die Eröffnung erwies sich zunächst als glatter Fehlstart. Angesetzte Termine im Oktober 2002 und Mai 2003 platzten - unter anderem wegen fehlender Mieter für das Einkaufszentrum. Die Köllmann AG stieg schließlich wegen Finanzproblemen aus dem Projekt aus. Neuer Betreiber wurde die amerikanische Firma Pro Fun.

Für politischen Trubel sorgte unterdessen ein staatlich subventioniertes Millionendarlehen, das angeblich fälschlicherweise an Köllmann und nicht an den Großinvestor DEGI, die Immobilientochter der Dresdner Bank, überwiesen worden war. Zudem warfen Grüne und FDP dem Senat vor, Steuergelder verschwendet zu haben.

Am 11. Februar 2004 eröffnete schließlich der Themenpark «Space Center». Im angegliederten Einkaufsbereich herrschte weiterhin gähnende Leere. Dennoch sprach Bürgermeister Henning Scherf (SPD) zur Eröffnung des nach Betreiberangaben europaweit größten Indoor-Erlebniszentrums von einem «ganz neuen Kapitel» für die Stadt.

Die Hiobsbotschaft ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Mitte Mai forderten Vertreter der Dresdner Bank die umgehende Schließung des Vergnügungsparks. Zwei Monate darauf kündigte die Bank schließlich den endgültigen Rückzug aus dem Projekt an. Als Grund gab sie den Leerstand im Einkaufszentrum sowie die enttäuschenden Besucherzahlen an. Statt der erwarteten 1,45 Millionen Besucher pro Jahr wurde nur noch mit rund 550 000 Gästen gerechnet. Wie viele Besucher tatsächlich während des siebenmonatigen Irrfluges in den Erlebnispark kamen und Eintritt bezahlten, blieb bis zuletzt unklar.

Avatar  #32 von Azul Real Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 28.09.04 00:25:37    Beitrag Nr.: 14.404.051
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LETZTER TAG IM SPACE CENTER BREMEN
Spiegel Online

Wo das All endet
Von Julia Maria Bönisch, Bremen

Rund 500 Millionen Euro haben die klamme Stadt Bremen und die Dresdner Bank in das Bremer Space Center gesteckt. Am Sonntag öffnete der Erlebnispark zum vorerst letzten Mal. Ein Abschiedsbesuch.

Space Center Bremen
Space Center Bremen: "Einkaufszentrum mit Rakete"
Bremen - Wolfgang Wilke ist nicht zu beneiden. Am Sonntagabend platze der Traum des 49-jährigen Kernphysikers. Das Space Center Bremen wird geschlossen - nur 283 Tage nachdem der "Freizeitpark der Zukunft" mit großen Hoffnungen eröffnet worden war.

Wilke ist Ideengeber des Erlebnisparks, noch ist er auch sein Geschäftsführer. Die Bremer hatten seine futuristische Anlage als "Einkaufszentrum mit Rakete" verspottet. Für die 44.000 Quadratmeter Einkaufsfläche, die sich an den Park anschließen, wurde bis heute kein Mieter gefunden. Mehr als die Hälfte des Parks steht deshalb leer, die Besucher blieben aus.

Ingo Wagner
Kernphysiker Wilke: Wie geht es einem Mann, dessen Lebenstraum zerplatzt?
Wilke ist am letzten Tag in Hektik. Ein Medientermin jagt den anderen. Passend zum Anlass ganz in schwarz gekleidet wirbelt er von Kamerateam zu Kamerateam. Er redet sich in Rage: Sein Kopf ist rot, die Gesten hektisch, sein Schnauzer bebt. Alle wollen von ihm wissen, wie es einem Mann geht, dessen Lebenstraum zerplatzt. "Obwohl", sagt er, "vielleicht ist es auch gut, dass die Journalisten mich beschäftigt halten. So bin ich wenigstens abgelenkt."

Ständig redet Wilke mit fünf Leuten gleichzeitig. Auch der Lärmpegel im Space Center macht es nicht leichter, den aufgeregten Park-Manager zu verstehen. Über ihm braust die Achterbahn "Galaxie Express", ständig wird die wabernde Weltraum-Musik von Explosionen unterbrochen. Flachbildschirme übertragen in schneller Folge Bilder vom Mauerbau, von Martin Luther King, John F. Kennedy, Marilyn Monroe und dem Vietnam-Krieg.

Doch Wilke hat keine große Lust mehr, das Scheitern des Parks zu erklären. Schnell rückt er seine Brille zurecht. Eine Bitte hat er: "Seine Leute", die soll man in Ruhe lassen.

"Jetzt ist eh alles egal"

"Seine Leute", das sind die rund 300 Angestellten des Space Centers. Die meisten von ihnen sind jetzt ihren Job los. Nur noch Techniker und eine Handvoll Mitarbeiter der Verwaltung dürfen bleiben, um sich um den verwaisten Freizeitpark zu kümmern. Sie alle haben von der Geschäftsleitung einen Maulkorb verpasst bekommen, keiner darf was sagen. Die meisten halten sich daran - auch heute noch, am letzten Tag. Die Loyalität mit dem "Doc", wie sie den Kernphysiker Wilke hier nennen, ist immer noch groß. Und kaum schert einer der Verkäufer aus, schießt Wilke um die Ecke und verscheucht mit ausholenden Armen die Kamerateams. Den Mitarbeiter schubst er unsanft zur Seite, knufft ihm in den Rücken. Ein bisschen will er doch noch retten von seinem Traum vom All - und von seinem Ansehen.

SPIEGEL ONLINE
Space-Center-Mitarbeiterin Bartels: "Kugelschreiber zusammenbasteln oder Sauna-Dame im Pussy-Club"
Nur Heike Bartels redet. "Weil, jetzt ist eh alles egal." Auch die 22-Jährige steht nun auf der Straße. "Ich habe wohl nur noch die Wahl zwischen Kugelschreiber zusammenbasteln, Sauna-Dame im Pussy-Club oder einer Ich AG als Putzfrau." Heike Bartels muss lachen und weinen gleichzeitig. "Na ja, ich male vielleicht ein bisschen schwarz. Aber meine letzte Hoffnung - ein Call Center - ist wirklich keine gute Aussicht."

Die Tränen wischt sie sich mit der quietschgelben Arbeitsbluse aus dem Gesicht. Die Besucher, die in Heike Bartels kleiner Garderoben-Kammer voller Weltraumposter ihre Jacken abgeben, haben nichts bemerkt. Am Morgen hat sich Heike geweigert, am Eingang zu arbeiten. Zu viel lächeln, zu viele Leute. "Das hätte ich heute nicht gekonnt."

Mit Anzug in die Achterbahn

SPIEGEL ONLINE
Ehepaar Lampe im Space Center: "Hier ist ja gar nichts los"
In der "Cosmosphere", der großen Halle und dem Mittelpunkt des Space Parks, drücken sich nur wenige Besucher herum. Im Dämmerlicht versuchen sie, die Stellwände über die Appollo-Missionen zu entziffern. "Bis bald im All" wird der Besucher nach jeder Thementour verabschiedet.

"Eigentlich merkt man gar nicht, dass hier morgen Schluss sein soll", sagt Friedrun Lampe, die mit ihrem Mann aus Hamburg angereist ist. "Und das Personal ist so freundlich. Aber man weiß ja nie, was hinter der Fassade steckt."

Die Lampes sind früh aufgestanden, um den letzten Tag des Space Centers noch mitzunehmen. "Wir dachten, wir müssten lange Schlange stehen, weil es zum Schluss noch mal so richtig voll wird", erzählt Carl-Heinz Lampe. "Aber wir waren sofort drin. Hier ist ja gar nichts los." Die Gründe für den Misserfolg des Parks liegen für das Ehepaar auf der Hand. "22 Euro für einen Erwachsenen, das ist einfach zu teuer."

Space-Manager Wilke lässt das Argument nicht gelten. "Eine vierköpfige Familie zahlt bei uns 72 Euro Eintritt. Andere Parks liegen da weit drüber." Und das Konzept, an dem so viel gemäkelt wurde - die Verbindung von Freizeitpark und Shoppingmeile? "Ich weiß", schimpft er, "alle haben gesagt: Niemand geht sich einen Anzug kaufen und setzt sich dann damit in eine Achterbahn. Aber ich glaube trotzdem, dass es Synergie-Effekte gegeben hätte." Doch am 300 Meter langen "Starwalk", an dem sich eigentlich Geschäfte drängeln sollten, sieht man nur abgehängte Schaufenster.

EU-Hilfen in Millionenhöhe

DPA
Space-Center-Besucher: Leere Hallen am letzten Tag
Die letzte Hoffnung des Projekts sind vier Bremer Unternehmer, die möglicherweise in die Shoppingmeile einsteigen wollen. Aber nur, wenn sie den Multi-Millionen-Bau für einen einzigen Euro erhalten. Plus Zuschüssen aus der Landeskasse. Mit geschenkten Ladenflächen ließe sich vielleicht noch etwas anstellen.

Für das Space Center selbst interessiert sich angeblich der Hamburger Unternehmer Carlo Petri, der auch Chef des erfolgreichen Bremer Erlebnis-Museums "Universum" ist. Doch genaue Pläne hat auch er noch nicht. Der Bremer Senat hofft nur, dass der Park keine Insolvenz anmelden muss. Denn dann müssten wohl EU-Hilfen in Millionenhöhe zurückgezahlt werden. Außerdem verfielen dann die Lizenzen für die Themenräume "Star Gate" und "Star Trek". Bei einem geregelten Betriebsübergang könnte der neue Betreiber die Rechte übernehmen.

An seinem also vorerst letzten Tag wird es im Space Center nur einmal etwas voller: Um kurz vor drei drängeln sich ein paar Besucher vor den Kassen, die gern umsonst den Themenpark besuchen würden. In der sterilen Eingangshalle ist zum ersten Mal an diesem Tag kurz so etwas wie Hysterie zu spüren. "Irgendwelche Witzbolde haben gestern Flyer verteilt", erklärt Wilke. "Auf denen stand, dass man heute Nachmittag umsonst rein kommt.

Dann schimpft er: "Aber nix da, so weit kommt das noch."

Avatar  #33 von Azul Real Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 28.09.04 00:36:42    Beitrag Nr.: 14.404.095
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Lichter aus - Servus Space Center
Taz 25.09.04

Aus Bremen
Klaus Wolschner
Kaum etwas deutet auf dem "Starwalk", der wie immer galaktisch leergefegten Fußgänger-Passage im Eingangsbereich des Bremer Space Centers drauf hin, dass die letzten Stündchen geschlagen haben. In dem ausgestellte Modell wird die Gastronomie im ersten Stock angepriesen. In Wahrheit ist kein einziger der Läden in der Passage jemals vermietet worden. "Für Sie geöffnet 356 Tage im Jahr" steht auf einem Zettel des Kinos "Cinespace". Keine Werbung für die letzte Chance, Europas größten Indoor-Erlebnispark zu besuchen, keine "Last-Minute"-Preise. Nur der verwaiste große Informationsstand deutet auf das Ende hin.

Wer ist eigentlich Schuld an dem Debakel?
In der Bremer Landesregierung, gestellt von einer großen Koalition aus SPD und CDU, ist klar: Verantwortlich für die Pleite dieses wichtigsten Sanierungsprojektes ist eigentlich niemand - alle haben mitgemacht. Wie viel hat das Land Bremen hineingesteckt? Die Summen, die offiziell genannt werden, liegen unter 100 Millionen Euro. Eine kaufmännisch seriöse Rechnung dürfte auf eine Summe über 200 Millionen Euro kommen.

Wie eine dramatische Klangkollage hat das optimistische Getöse der Politiker zehn Jahre lang den Planungsprozess begleitet. Die große Koalition hat sich von Anfang an so mit dem Projekt identifiziert, dass ein Scheitern auch ihr Scheitern gewesen wäre. Das haben die Projektentwickler der Köllmann-Gruppe, die bis zum Jahre 2002 in Bremen als Hoffnungsträger und Experten vorgeführt wurden, weidlich ausgenutzt - unterstützt durch jede Menge Experten-Gutachten. Höhepunkt war die Vorstellung der Planungen für das Schwester-Projekt "Ocean-Park" in Bremerhaven: Zwei dicke Blaue Bände, 1.000 Seiten heiße Luft mit Bildchen. Diverse Marketing-Agenturen haben gut verdient an der Begleitung des Getöses. Wer Zweifel äußerte, war ein Miesmacher.

Der Space Park wird ganz einzigartig, das wussten die Tourismus-Experten der Hamburger Firma Wenzel & Partner schon im Jahre 1994. In einem von der DASA bezahlten Gutachten stellen sie fest: "Das Zieleinzugsgebiet wird aufgrund der Einzigartigkeit des Space Parks ganz Deutschland und die angrenzenden Nachbarländer (Benelux Staaten und Skandinavische Länder) umfassen. Das mehrsprachig ausgelegte Projekt erlaubt es gerade die Touristenströme aus Skandinavien Richtung Süden sowie den Urlaubsverkehr in Richtung Nord- und Ostsee an den Park zu binden."

Das BAW-Institut des Wirtschaftssenators rechnet im Mai 1996 exakt nach: Durch Steuerrückflüsse kämen 19,153 Millionen Mark pro Jahr in die Kasse, dadurch wären die angepeilten staatlichen Aufwendungen in Höhe von 100 Millionen Mark in nur fünf Jahren amortisiert. Dummes Zeug dieser Art füllt Dutzende von Ordnern.

Ein interner Kritiker
In der Bremer Baubehörde sitzt ein Hans Rainer Dietrich hinter Stapeln von Unterlagen und Akten. Er ist Mitarbeiter im Bereich Stadtentwicklung und Stadtforschung, ein Querulant für die Behörde, kaltgestellt. Dietrich hat nachgerechnet. Ergebnis: Das Space Center kann ohne dauerhafte Subventionen nicht existieren. Die Berechnung der steuerlichen Effekte durch das BAW-Institut sind falsch. Auch für den Fiskus "rechnet" sich die Ansiedlung nicht. Aufgrund des hohen Anteils von Billig-Jobs stünden die Steuereinnahmen in keinem Verhältnis zu den öffentlichen Geldern. Sein Fazit: "Eine Entscheidung für den Space Park würde die Finanzkraft Bremens daher nicht stärken, sondern schwächen." Natürlich hatte er seine Überlegungen auch hausintern vorgelegt, aber ohne Resonanz. Das sei nicht die Aufgabe des Senators für Stadtentwicklung, sagte der Pressesprecher 1998, "wir können das hier bei uns nicht überprüfen" . Verantwortlich sei der Wirtschaftssenator. Und Dietrichs Expertise sei seine Privatangelegenheit. Dietrich stellte sie unter www.bremer-verhaeltnisse.de ins Internet.

Paris ohne Eifelturm?
Umsonst. Im Jahre 2000 war Spatenstich. Jürg Köllmann ist dabei. "Was wäre Wien ohne Prater, was wäre Paris ohne den Eifelturm!", kalauerte er.

Niemand in der Behörde hat in den vergangenen Jahren nachgefragt, welches Interesse der Projektentwickler Köllman an dem Projekt haben könnte. Hundert Millionen hat er nach Frankfurt geschleppt und rechtzeitig in Sicherheit gebracht, sagen Insider. Viel davon hat die Dresdner Bank bezahlt, aber auch Bremen hat außerhalb der offiziellen Subventionen dem Projektentwickler diverse Aufträge zugeschanzt, mit denen der richtig Geld verdient hat. Bevor die Köllmann-AG liquidiert wurde, waren werthaltige Teile wie die Hotelkette ausgelagert worden. Die Spuren führen in die Schweiz und verschwinden dort im Trüben. In Bremen hat Köllmann im Jahre 2003 zum letzten Mal Geld abgeholt - 1,5 Millionen Euro als Ablöse für wertlose alte Ocean-Park-Planungen.

Avatar  #34 von Azul Real Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 28.09.04 00:38:14    Beitrag Nr.: 14.404.103
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Zehn Jahre Space Park Bremen - Chronik eines mehrfachen Scheiterns

Im Jahre 1995 war die Idee des Space Parks gescheitert - es hatten sich keine Investoren gefunden. Dann sprang auch noch die Dasa ab. Keine Betreiber, keine Bank
In den Jahren 1994 bis 1996 wurde unter "Space Park" ein touristisches Besucherzentrum (ohne Einkaufspark) verstanden. Zu den Attraktionen des Space Park sollte ein Space Camp (Astronautentraining) und ein Kuppelkino gehören. Im Dezember 1994 war als Eröffnungstermin "Anfang 1998" geplant. Die Freizeit-Marketingfachleute von Wenzel&Partner prognostizierten 1,3 Millionen Besucher pro Jahr, das Space Camp sollte 20.000 pro Jahr haben. Geplante Investitionssumme: 122 Millionen Mark, Kosten für die öffentliche Hand: circa 100 Millionen Mark (nach einer Schätzung des Ressorts aus dem Juni 1995). Neue Arbeitsplätze: Space Park-Tourismus 980, Einzelhandel 126, Gastronomie 500, zusammen 1606. Das Projekt soll nur verwirklicht werden, wenn sich private Investoren und Betreiber finden.

1995: Keine Investoren
Im Sommer 1995 gibt es mangels eines Hauptinvestors die Idee, zehn Gesellschafter zur Finanzierung zu finden. Die ersten drei Gesellschafter sollen DASA, Köllmann und die HVG (für Bremen) sein. Zugleich sichert sich die HVG die Deutschland-Lizenzen für das Space Camp. Bis Ende 1995 sollen private Investitionen in Höhe von 100 Millionen Mark aufgetrieben sein. Anfang 1996 beschließt die DASA definitiv, sich nicht an der Investition zu beteiligen.

"Designphase I" scheitert
Unter den Planern der Köllmann-Gruppe wird die bei der DASA geborene Idee eines Space Parks zu der eines Entertainment-Centers fortentwickelt. (April 1996 - Juni 1997) Neben das Raumfahrtzentrum ("Space Center" mit IMAX-Kino, Fahrgeschäften etc. und Space Camp) sollen ergänzende touristische Bausteine treten (Hotel, Themengastronomie, Wellness, Auto-Image-Center, Kino, Clubs, Café, Airodium, Planet Neptun, 4.000 Quadratmter Shopping). Köllmann besteht darauf, dass der Space Park nur dann rentabel werden könne, wenn er in Kombination mit dem in Bremerhaven diskutierten "Ocean Park" errichtet wird und im Umkreis von 300 Kilometern für beide Angebote in Kombination geworben werden könnte. Der Bremer Ausschuss für Wirtschaftsforschung (BAW) errechnet, dass sich die staatlichen Ausgaben für das Projekt in fünf Jahren amortisieren.

"Designphase II" scheitert
Im Dezember 1996 wird eine Sondersitzung der Wirtschaftsförderungsausschüsse abgesagt, weil Köllmann keine Investoren hat und erreichen will, dass Bremen weit mehr als 100 Millionen Mark trägt. Im Juni 1997 heißt es in einem internen Zwischenbericht des Senats, dass mit den bisher eingeplanten Mitteln eine Projektrealisierung unmöglich sei.

Der Senat nimmt am 1.7.97 den Zwischenbericht zur Kenntnis und beschließt die Designphase II, für deren Planung er weitere 12,8 Millionen Mark zur Verfügung stellt. Weil die Eröffnung zur Expo 2000 geplant ist, macht der Senat Termindruck: Bis September 1997 sollen noch "offene Fragen der Kostensicherheit, des Betreiberkonzepts, des Finanzierungskonzepts und des Plausibilitätsnachweises zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit" geklärt werden. Erst Anfang September wird der Vertrag über die Designphase 2 unterzeichnet. Der Wirtschaftssenator Perschau erklärt, bis Ende Dezember müsse die endgültige Entscheidung gefallen sein, ansonsten "gilt die Proektrealisierung als gescheitert".

"Heute würde ich
nein sagen"
Auf einer denkwürdigen Pressekonferenz erklärt Wirtschaftssenator Josef Hattig im Februar 1998: "Würde ich den Sachverhalt heute entscheiden müssen, würde ich nein sagen. Die kaufmännische Größenordnung ist nicht substantiiert genug." Doch Hattig sagte "ja" und setzt eine neue Frist: Bis zum 22. Juli 1998 soll die Köllmann-Gruppe ein "entscheidungsfähiges Betreiber- und Finanzierungskonzept vorlegen." Der Termin verstreicht. Ende 1998 ist klar: Es soll ein großes Einkaufszentrum (44.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, über 10 Millionen Kunden im Jahr) und ein keines Space Center werden. Eröffnungstermin: 2001. Geplante Besucher im Space Center: 1,3 Millionen pro Jahr. Das BAW-Institut verspricht 2,3 Millionen Besucher für die touristischen Komponenten und insgesamt 3.360 Arbeitsplätze. Die C&L Deutsche Revision (beauftragt von Bremen) zweifelt das Wirtschaftlichkeitsgutachten der KPMG an und rät Bremen dringend, die möglichen Belastungen und Risiken zu minimieren. Am 7. Mai 1999 unterzeichnen FHB und Köllmann die neue Rahmenvereinbarung. Bremen verpflichtet sich zu seinem Mitteleinsatz, sofern Köllmann bestimmte Bedingungen erfüllt (Garantie der deutschen Bank, Mietverträge für Space Center, Einzelhandelsbereich und Gastronomie). Die Degi, Immobilien-Tochter der Dresdner Bank, kauft das Space-Park-Grundstück Ende Dezember 1998 und wird die Bau-Investitionen übernehmen. Der Grundstückspreis wird postwendend am 13.1.1999 auf das Konto der ELC, einer Köllmann-Tochter, überwiesen, die es der damals schon klammen Mutterfirma nach Frankfurt transferiert.

Baubeginn 2000 - Ende
Juni 2000: Hattig tätigt den symbolischen ersten Spatenstich. Oktober 2000: Köllmann kann die Mietverträge für Einzelhandel und Restauration nicht vorlegen. Bremen akzeptiert, dass Köllmann selbst die Mietgarantie übernimmt. Am 4.3.2002 erklärt Köllmann in einem Brief an den Wirtschaftssenator, dass er den Weiterbau nicht mehr finanzieren kann. Anstelle der Köllmann-AG steigt die Degi beim Space Center ein. Mit der Rahmenvereinbarung von September 2002 beschließen Degi und Bremen die Fortführung des Projektes und wollen sich die Kosten für die Attraktionen des Space Centers teilen. Die DEGI hat mit der Vermarktung des Shopping-Teils keinen Erfolg. Im April 2003 wird beschlossen, zum 19.12.2003 das Space Center alleine zu eröffnen. Im März 2004 wird offiziell bekannt, dass die Dresdner Bank so schnell als möglich aus dem Projekt aussteigen will. fd/kawe

taz Nord Nr. 7471 vom 25.9.2004, Seite 32, 192 Zeilen (TAZ-Bericht), fd / kawe

Avatar  #35 von Azul Real Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 01.10.04 20:46:23    Beitrag Nr.: 14.452.988
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Pleiten, Protz und Pannen - Steuerzahlerbund prangert Vergeudung an

Hannover/Bremen (ddp-nrd). In Niedersachsen und Bremen sind im laufenden Jahre nach Schätzung des Bundes der Steuerzahler (BdSt) rund 3,5 Milliarden Euro an Steuermitteln verschwendet worden. Alleine in Niedersachsen seien schätzungsweise bis zu 3,3 Milliarden Euro versandet, in Bremen rund 200 Millionen, sagte ein BdSt-Sprecher am Dienstag in Hannover. Bundesweit summiere sich die Fehlleitung öffentlicher Gelder auf rund 30 Milliarden Euro.

In dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Schwarzbuch werden insgesamt 13 Fälle von Steuerverschwendung im Nordwesten aufgelistet. Davon kommen 10 aus Niedersachsen und 3 aus der Hansestadt. «Der Staat nimmt nicht zu wenig ein, er gibt zu viel aus», betonte BdSt-Vorstandsvorsitzender Axel Gretzinger.

Als eklatantestes Beispiel im Nordwesten nannte er den am Sonntag geschlossenen Weltraumerlebnispark «Space-Center» in Bremen. Hier seien rund 198,7 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln regelrecht «in den Wesersand gesetzt» worden. Ob überhaupt und wie viel von dieser Summe durch eine nun von der Bremer Politik angestrebte Neueröffnung gerettet werden könne, stehe in den Sternen, sagte Gretzinger.

Wegen einer «rechtlich zweifelhaften Zuwendung» von 300 000 Euro an den Verein «Internationaler Arbeitskreis Sonnenberg» in St. Andreasberg im Harz findet sich das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Schwarzbuch wieder. Der Bund der Steuerzahler hat Strafanzeige wegen des Verdachts der Haushaltsuntreue erstattet.

Ein weiteres Beispiel für ineffektive Kostenkontrolle, Organisationschaos und Fehlplanungen liefert die Erweiterung der Kläranlage in der Stadt Sehnde (Region Hannover). Die Gesamtkosten seien hier von anfangs veranschlagten 8,3 Millionen Euro auf 10,6 Millionen Euro «aus dem Ruder gelaufen».

Außerdem kritisierte der Bund der Steuerzahler eine weitere «drohende Steuergeldverschwendung». Zwischen dem Amt Neuhaus (Landkreis Lüneburg) und Neu Darchau (Landkreis Lüchow-Dannenberg) solle eine Elbbrücke für 23,7 Millionen Euro gebaut werden, obwohl die Fährverbindung in dem schwach besiedelten Gebiet ausreichend sei. (www.steuerzahler-niedersachsen-bremen.de)

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23.03.2006

Briten kaufen Bremer Space Park und wollen weiter in Deutschland investieren

Die britisch-irische Cardinal Asset Management hat den Bremer Space Park gekauft. Nick Corcaran, einer der Gründer der Gesellschaft, erklärte: "Wir wollen ein dynamisches Umfeld und ein herausragendes Einkaufs- und Ausflugsziel schaffen, von dem die gesamte Region profitiert."

Sowohl der Käufer als auch die Dresdner Bank als Verkäufer machten zu dem Kaufpreis keine Angaben. In Bremen wird von einer Summe zwischen 40 und 60 Mio. EUR gesprochen.

Nach Angaben der Anwaltskanzlei Linklaters Oppenhoff & Rädler, die den Käufer beraten hat, markiert die Akquisition "den Beginn einer Reihe von Engagements, die Cardinal gemeinsam mit dem Immobilienpartner LNC Poperty Group in Deutschland plant". Cardinal war 2004 als Kaptalanlageunternehmen gegründet worden.

In den Space Park hatten die Dresdner Bank und die Stadt Bremen rund 600 Mio. EUR investiert. weinen

Für die Verkaufsfläche von 40.000 qm hatte sich niemals ein Nutzer gefunden. weinen

Das Weltraumspektakel auf weiteren 20.000 qm hatte nach knapp einem Jahr wegen Besuchermagel schliessen müssen.



Avatar  #37 von e_type1 Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 28.03.06 11:16:06    Beitrag Nr.: 20.971.042
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,407490,00.html
23. März 2006

Bremen verramscht seine Investitionsruine

Von Alwin Schröder

Ein englischer Immobilienfonds hat die Bremer Investitionsruine "Space Park" gekauft. Der Senat ist sein Sorgenkind los. Doch Jubel kommt nicht auf - denn noch ist unklar, was der neue Besitzer mit dem Pleitebau vorhat.


Bremen - Den "Himmel auf die Erde holen" wollten die Betreiber des Bremer Space Parks, als sie Anfang 2004 das Weltraumerlebniscenter eröffneten. Rund 480 Millionen Euro hatten private Investoren in das Projekt investiert, 150 Millionen Euro das Land Bremen. Der Park sollte dem notorisch klammen Stadtstaat zu mehr Prestige, Arbeitsplätzen und Einnahmen verhelfen.

Zwei Jahre später geht es für Bremen nur noch darum, dass in die 26 Hektar große Investitionsruine im Stadtteil Gröpelingen endlich wieder "Leben reinkommt", wie es Senatssprecher Klaus Schloesser im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE ausdrückt. Das ist nun absehbar, denn der Londoner Finanzinvestor Cardinal Asset Management hat den verwaisten Vergnügungspark nach wochenlangen Verhandlungen der Dresdner Bank abgekauft. Unklar ist, wie das "Leben" nach dem schief gegangenen All-Abenteuer genau aussehen wird.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Bankensprecher Martin Halusa mit. Der Immobilienfonds wird aber vermutlich nur einen Bruchteil der zuvor investierten Summe geboten haben. "Viel Beton für wenig Geld" hätten die Londoner für das Areal erhalten, zitiert der "Weser-Kurier" ein Mitglied des Bremer Senats. Die Briten seien hohe Immobilienpreise gewöhnt, da müsse ihnen der Space Park wie ein Schnäppchen vorgekommen sein.

Doch was wird aus dem riesigen Einkaufs- und Freizeitzentrum, dem Hotel mit 162 Zimmern und den zehn Kinosälen? Nick Corcoran, Gründer von Cardinal Asset Management, teilte bislang lediglich mit, dass man beim Umbau auf dem ehemaligen Werftgelände "sehr eng" mit den Bremer Stadtvätern zusammenarbeiten wolle. Ziel sei ein "dynamisches Umfeld und ein herausragendes Einkaufs- und Ausflugsziel", von dem die gesamte Region profitiere.

Ärger mit Triple Five aus Kanada

Solch hochtrabenden Pläne hatten auch die Vorbesitzer beim Start gehabt. Doch im September 2004 war das Weltraumerlebniscenter nur sieben Monate nach seiner Eröffnung dicht gemacht worden - zu wenig Besucher. Und in die Läden der 44.000 Quadratmeter großen Einkaufsmeile zog nie jemand ein. 300 Beschäftigte verloren damals ihren Job.

Seitdem war immer wieder versucht worden, einen Käufer für den Weltraumrummel zu finden. Im November vergangenen Jahres war das Center an das kanadische Unternehmen Triple Five veräußert worden. Unbestätigten Medienberichten zufolge sollten die Nordamerikaner lediglich 55 Millionen Euro zahlen. Doch die Dresdner Bank trat wenig später von dem Kaufvertrag zurück. Der Deal soll gescheitert sein, weil die Kanadier nur die erste Rate in Höhe von 1,5 Millionen Euro zahlten.

Bei den Kaufverhandlungen hatte Triple Five einen anderen Interessenten überboten, das israelische Unternehmen Elbit Medical Imaging. Nun wird spekuliert, ob die auf das Bauen von Einkaufszentren spezialisierte Firma aus Tel Aviv wieder mit von der Partie ist. Da Cardinal Asset Management nur ein Finanzinvestor ist, der bislang nicht als Projektbetreiber in Erscheinung trat, wird in Bremen davon ausgegangen, dass die Briten einen Partner für den Relaunch des Space Parks aufbieten werden.

Angst vor Spekulanten

Schon wird heftig über die Absichten der neuen Besitzer spekuliert. "Wir sind überhaupt nicht froh, dass der Space Park an einen Hedge-Fonds verkauft worden ist", zitiert der "Weser-Kurier" die Grünen-Fraktionschefin Karoline Linnert. Denn ein international tätiger Finanzdienstleister sei "weniger am Betrieb eines Objektes als an Spekulationsgeschäften interessiert".

Auch ihre Parteikollegin Helga Trüpel sieht in dem Verkauf des Parks noch keinen Grund zur Freude. "Es muss klar sein, was die vorhaben", sagte sie zu SPIEGEL ONLINE. "Und ist das dann für Bremen verträglich?" Als die Kanadier das Center übernehmen wollten, war auch von einem gigantischen Spielkasino auf dem Areal im Nord die Rede - ein Plan, den die Grünen ablehnen.

Mit dem Space Park könnten die neuen Besitzer "nicht machen, was sie wollen", stellt Senatssprecher Schloesser klar. Die Briten hätten das Objekt quasi "gekauft wie besehen". Es würden noch die jetzigen Bebauungspläne gelten, und eine Kasinoerlaubnis existiere nicht.

Fest steht offenbar nur, dass der Name Space Park verschwindet soll. Wer will schon den Titel eines gescheiterten Weltraum-Projekts übernehmen?



Avatar  #38 von Harry_Schotter Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 04.06.06 14:53:38    Beitrag Nr.: 21.940.693
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 20.971.042 im neuen Fenster öffnen von e_type1 am 28.03.06 11:16:06
Verramschen kann man nur das, was Ramsch ist. Der Bericht klingt fast so, als hätte Bremen sein kostbares Stadtratssilber für'n Apple und 'n Ei verkauft. Lächerlich. Und als krönender Abschluß woll'n die Grünen auch noch reinreden, wie der Laden zu vermarkten sei. Naja, die könnten da ja günstig ihre Parteizentrale in das Weltraumerlebniscenter verlegen. Ihr Wahlprogramm hatte ja schon immer was galaktisch-spacehaftig futuristisches. Und ein paar alternative Projekte könnten sie auch dahin verlegen. Zum Beispiel vielleicht einen "Umsonst"-Laden oder ein Fachgeschäft für Getreitemühlen, undsoweiter, undsofort....... breites Grinsen lachen

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