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Seite 20 von 268

MLP Fondspolice / Erfahrungen ( Seite 20)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 16.09.04 12:10:22
von
neuster Beitrag 15.05.12 15:37:28
von

Anzahl Beiträge: 2.676
Aufrufe gesamt: 420.770
Aufrufe heute: 3
Diskussionsnr.: 904.677

MLP

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WKN: 656990
ISIN: DE0006569908
Symbol: MLP
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Xetra (EUR), 25.05.12 | 17:35
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[ Seite: 123192021266267268neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 13.10.04 22:40:23
Beitrag Nr.191 
(14.661.911)
Antwort
Zitat
Hallo Zusammen,

ich bin total verwirrt und bräuchte Eure Hilfe.
Mein Problem ist ähnlich wie das von Laribu, es wäre trotzdem nett, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könntet. Ihr seid doch fast alle Profis.

Also zuerst mal ein paar Fakten vorneweg: 26 Jahre, Student, verheiratet. 600 Euro BU schon abgesichert.

Ich möchte gerne etwas für meine Altersvorsorge/Vermögensaufbau tun. Oder anders ausgedrückt: Ich möchte einfach etwas für später anlegen/sparen, man muss ja nicht alles verprassen.

Also war ich heute bereits zum 2.Mal bei einem MLP-Berater.
Ich sagte ihm direkt am Anfang, dass ich in verschiedenen Foren und Verbraucherzeitschriften viel schlechtes über MLP gehört hätte. Günstig sei doch, Risikoabsicherung und Kapitalaufbau zu trennen. Er müsse mich also überzeugen. Naja, es hat nur halb geklappt.

Angeboten wurde mir die bestpartner Fondspolice.
Was mich überzeugt ist die relativ grosse Flexibilität. Ich kann jetzt mit einem kleinen Beitrag anfangen und in drei Jahren den Sprung machen, muss es aber nicht. Außerdem besteht ja die Möglichkeit von Teilentnahmen und die verschiebbare Auszahlung am Ende. Und der Beitrag wird auf verschieden Gesellschaften gesplittet.

Eure Hauptkritikpunkte daran scheinen mir vorallem zu sein:
1.) vergleichsweise schlechtere Performance der Fonds
2.) zu hohe Kosten

Dahher ja auch meine Bedenken. ABER WAS SIND DIE ALTERNATIVEN ????:confused:

Natürlich will ich eine möglichst hohe Ablauflstg. Aber ich möchte auch auf eine gewisse Sicherheit nicht verzichten. Und vorallem möchte ich irgenwann auch mal mit dem Thema durch sein. Wenn ich isoliert in Fonds investieren möchte muss ich ja ständig gucken: Welcher Fonds läuft gerade gut, wo sind Perspektiven, wo günstige Angebote? Und auch dann habe ich Kosten.

Also: ich meine die Nachteile erkannt zu haben.
Aber was gibt es Besseres. Was könnt Ihr empfehlen?

Wäre echt super, wenn Ihr mir helft, gerne auch über boardmail

Viele, lieben Dank
NanBiba
Avatar
schrieb am 14.10.04 08:41:10
Beitrag Nr.192 
(14.678.394)
Antwort
Zitat
Hallo NanBiba,

vorab zitiere ich Dich:

"Angeboten wurde mir die bestpartner Fondspolice.
Was mich überzeugt ist die relativ grosse Flexibilität. Ich kann jetzt mit einem kleinen Beitrag anfangen und in drei Jahren den Sprung machen, muss es aber nicht. Außerdem besteht ja die Möglichkeit von Teilentnahmen und die verschiebbare Auszahlung am Ende. Und der Beitrag wird auf verschieden Gesellschaften gesplittet."

Lasse Dir schriftlich folgendes garantieren:

1. Der Beitragssprung ist eine reine Option. Du bist nicht verpflichtet, diesen anzunehmen.

2. Solltest Du den Beitragssprung nicht annehmen, so entstehen Dir dadurch keine Nachteile gegenüber dem Tarif ohne Beitragssprung.

Sobald Du Die Unterlagen hast, bitte ich um Boardmail.


Viele Grüße - interna
Avatar
schrieb am 14.10.04 09:35:08
Beitrag Nr.193 
(14.678.773)
Antwort
Zitat
#191, das erinnert mich sehr an Probleme, vor denen ich mal stand. Ich habe auch einen Teil meiner Absicherung über MLP gemacht (aber nicht alles), und hatte auch die Diskussion über die Fondspolice gemacht. Vorweg dazu etwas: der besondere Vorteil der angebotenen Fondspolice ist, daß man dieses Jahr noch die Steuerfreiheit retten kann und diese Police sehr lange laufen lassen kann, um sie dann im Alter sogar für steuerfreie Auszahlungen zu nutzen. Aaaber: die Verdreifachung des Beitrags ist vermutlich steuerschädlich. Die Regierung bereitet Gesetzesvorlagen genau als Antwort für solche Vorratspolicen vor, um diese von der Steuerfreiheit auszuschließen. Irgendwo zwischen 10 und 20% Dynamik pro Jahr endet der Bereich, in dem die Dynamik noch gefahrlos für Steuervorteile ist.

Generell gilt: man legt nicht alle Eier in einen Korb. Die Forschung zu Anlagestrategien zeigt immer wieder, daß ein Depot, in dem sehr unterschiedliche Anlageformen gemischt werden (bezogen auf Risikoneigung, d.h. Volatilität und Art der Abhängigkeit von den Märkten) sich besser entwickelt als eines, in dem man versucht, immer die bestrentierende Anlage allein zu halten. Das gilt für den Privatmenschen ganz genauso. Der hat aber ein Problem: der fängt meistens mit kleinen Anlagesummen an und braucht lange Zeit, um auf ein Depotvolumen über 100.000 Euro zu kommen, bei dem man eine ausreichende Diversifikation betreiben kann (z.B. 60% Aktien, 20% Renten, 10% Immobilien, 10% Hedgefonds, als Beispiel. Wer versucht, 10.000 Euro bei Hedgefonds und bei Immobilien unterzubringen, der merkt schon, daß man hier als Kleinanleger ankommt, der nicht die besten Konditionen erhält. Bei weniger als 100.000 Euro Depotvolumen sieht es dann düster aus.)

Fonds und Versicherungen sind daher nicht die Ultima ratio für den Anleger, weil die so gut wären - das sind die nicht, sondern weil nur hierüber der Anleger überhaupt die Chance hat, diese notwendige Diversifikation zu erreichen. Und all die Leute, die einem einzureden versuchen, man sollte sein Geld alles in einen bestimmten Fonds reinstecken, der seit 30 Jahren der beste wäre und Versicherungen vergessen, der ignoriert diese Forschung über optimierte Depotstrategien.

Die FLV der MLP ist nun nicht ausreichend für eine solche Diversifikation. Sie ist auch von der Kostenseite her nicht günstig. Ich halte sie nur für gut, wenn man zum einen daran glaubt, daß die Dachfonds dort auf lange Sicht ihre Sache anständig machen (was man eben im voraus weder hier noch bei irgendeinem Fonds sagen kann; wir reden hier über eine Anlage über Jahrzehnte!) und zum anderen den Steuervorteil dort wirklich nutzen kann. Ich würde aber nur einen Teil meiner Altersvorsorge dort einsetzen. Daneben sollte man mit Rentenfonds, Bundeswertpapieren usw. zumindest seinen Sparerfreibetrag ausschöpfen, weiterhin sollte man auch erwägen, eine Kapitallebensversicherung abzuschließen, so lange man noch jung ist (Kosten niedrig!) und den Steuervorteil noch hat (sonst lohnt sich eine KLV einfach nicht), weil man nur hier die breitgefächerte Diversifikation in Renten, Aktien und Immobilien hat. Von den gegenwärtig niedrigen Erträgen der Lebensversicherungen sollte man sich nicht verrückt machen lassen, weil nämlich Untersuchungen zeigen, daß langfristig die durchschnittliche Kapitallebensversicherung im Sparanteil bei den Renditen den durchschnittlichen Aktienfonds schlägt (kaum zu glauben, aber war). Link dafür: http://www.versicherungsmagazin.de/index.php?do=show&id=2254…

Wichtig ist bei den Versicherungen: hier darf nur das Geld hinein, das man nach aller Voraussicht vor dem Versicherungsablauf nicht braucht und für das man Beiträge immer leisten kann - eher noch etwas weniger - der MLP-Berater möchte natürlich, daß man im Interesse seiner Provision möglichst viel in die Versicherungen steckt. Man sollte daneben immer auch noch zwei oder drei Fonds (Ausnutzung des vermögenswirksamen Sparens als Sparplan) und Direktanlagen laufen haben, um Marktchancen wahrzunehmen und zusätzlich auch liquide zu sein. Wenn man vor aluter Steueroptimierung noch nicht mal seinen Sparerfreibetrag ausschöpft, ist der verschwendet. Und sobald man über 50.000 Euro in Aktien stecken hat (in Fonds oder in der FLV), sollte man einen Hedgefonds hinzunehmen, der ein anderes Schwankungsprofil aufweist, und in den, je nach Risikoneigung, 10 bis 20% des Aktienanlage hineingehen.

Und man sollte immer bedenken: was die beste Anlage war, weiß man immer erst hinterher. Also sollte man sich nicht verrückt machen lassen, sondern verschiedene Anlageformen nutzen. Mit den Versicherungen fängt man an, weil bei geringem Eintrittsalter und langer Laufzeit hier die Kosten am niedrigsten sind. Darauf setzt man die Fonds, die die guten Chancen, aber auch die Risiken bieten, die sich über eine lange Laufzeit hoffentlich glätten. Und im mittleren Alter kommen dann alternative Anlagen hinzu, um zu diversifizieren und die Risiken zu glätten. Was da am besten ist, ist aber bei jedem Menschen so verschieden, daß man das nur durch Selbststudium oder durch intensive Beratung herausfinden kann.

Also die MLP-Fondspolice ist geeignet, wenn man den Steuervorteil vor allem bei der gedehnten Auszahlungsphase nutzen kann. Aber nur als ein Baustein von vielen...
Avatar
schrieb am 14.10.04 11:56:31
Beitrag Nr.194 
(14.680.006)
Antwort
Zitat
for4zim

Guter Beitrag ! Ein guter Berater wird im großen und ganzen mit seinen Kunden genauso arbeiten. Dafür darf er halt auch entsprechend verdienen.

Die guten Berater findest Du sowohl bei MLP als auch bei anderen Anbietern. Also mache sich jeder sein eigenens Bild.

Liebe Grüße


Greetchen
Avatar
schrieb am 14.10.04 15:03:23
Beitrag Nr.195 
(14.681.689)
Antwort
Zitat
Greetchen,

dann sind wir uns einig, daß MLP noch heute eine ordentliche Anzahl von "Beratern" an die Luft setzen müßte!

Warum geschieht das nicht?


Grüße
Avatar
schrieb am 14.10.04 15:18:28
Beitrag Nr.196 
(14.681.847)
Antwort
Zitat
interna

Vielleicht, weil sie selbständige Handelsvertreter sind ??

Liebe Grüße

Greetchen
Avatar
schrieb am 14.10.04 15:23:04
Beitrag Nr.197 
(14.681.907)
Antwort
Zitat
... und weil sie anschließend bei FiNet anklopfen würden ??
Und dann ständig bei wallstreet-online posten, da sie da ja soviel Zeit haben ?? ;);););)

Liebe Grüße

Greetchen
Avatar
schrieb am 14.10.04 15:41:28
Beitrag Nr.198 
(14.682.081)
Antwort
Zitat
Hallo NanBiba,

laß Dir doch die Vorteilhaftigkeit einer MLP Police von Deinem MLP Verkaufsberater durch folgende Beispielrechnung erläutern:


Ansparphase:

Regelmäßige Einzahlung: 1200 Euro
Angenommene Wertentwicklung: (%p.a.): 7.5%
Einzahlungsdauer (Jahre): 39
Einzahlungsrhytmus: jährlich

Angespartes Guthaben: 271.508 Euro

Auszahlungsphase:
Kein Kapitalverzehr
Angenommene Wertentwicklung: (%p.a.): 4%
Auszahlungsdauer: unendlich

Regelmäßige Auszahlung: 10.860,32 Euro
Auszahlungrhythmus: jährlich



Regelmäßige Einzahlung: 1200 Euro
Angenommene Wertentwicklung: (%p.a.): 5.0% (siehe Anmerkung unten)
Einzahlungsdauer (Jahre): 39
Einzahlungsrhytmus: jährlich

Angespartes Guthaben: 143.760 Euro

Auszahlungsphase:
Kein Kapitalverzehr
Angenommene Wertentwicklung: (%p.a.): 4%
Auszahlungsdauer: unendlich

Regelmäßige Auszahlung: 5.750,40 Euro
Auszahlungrhythmus: jährlich



Anmerkung: Gesamtkosten zur Erlangung der Steuerfreiheit durch die MLP Lebensversicherung: 2,5%

Davon:
Verwaltungsvergütung MLP Lebensversicherung: 1,5 %
Verwaltungsvergütung Dachfonds: 0,80%
Entgelt für Depotbank Dachfonds: 0,15%
Sonstige Kosten Dachfonds: 0,05 %



Die Dachfonds bleiben in der Wertentwicklung gegenüber den Referenzindizes (MSCI) mehr als 2 % p.a. zurück.

Entscheide selber, welche Lösung Dir vorteilhafter erscheint.

P.S.: was sagt das liebe Greetchen zu dieser Berechnung?
Avatar
schrieb am 14.10.04 16:02:06
Beitrag Nr.199 
(14.682.280)
Antwort
Zitat
#walter37

Ja genau das ist ja mein Problem. Sicher sind die Kosten zu hoch. Und man bekommt bei anderen Fonds eine höhere Rendite.

Aber wie, wenn nicht in einer Fonds-Police, soll ich denn mtl. 50-60 Euro anlegen? Wenn ich einen Fonds-Sparplan mache investiere ich immer in nur einen Fonds. Und wenn ich das Geld vorher anspare und kaufe 3-4 mal jährlich Fondsanteile, krieg ich auch keine vernünftige Streuung hin.

Also was tun ?:confused:
Avatar
schrieb am 14.10.04 16:06:47
Beitrag Nr.200 
(14.682.332)
Antwort
Zitat
#198, die Rechnung ist schon ganz gut. Ich weiß nur nicht so genau, wo da die Kosten sind für den Ausgabeaufschlag, die Verwaltungskosten und die Kosten für das Switchen, sowie der steuerliche Aufwand, wenn man in Rentenfonds umschichtet, die zu versteuernde Erträge verursachen. Da könnten 2,5% Renditeunterschied vielleicht doch etwas hoch gegriffen sein. Bei nur 1,5% Renditeunterschied beträgt der Abstand so viel, wie etwas über 30% Steuern auf die Fondserträge ausmachen würden, bei 1% Renditeunterschied nur noch so viel, wie etwas über 20% Steuern ausmachen würden. Wenn jetzt noch zusätzlich Erträge in der Ansparphase zu versteuern sind (was immer mal wieder angekündigt wird und früher oder später wohl unvermeidlich ist), dann sieht die Fondslösung trotz geringerer Kosten und selbst bei etwas besserer Performance nicht mehr so attraktiv aus. Wenn allerdings jemand sowieso nur mäßige Einkünfte hat und in der Steuerprogression niedrig steht, dann klar, dann sollte man diese Steueroptimierungsgeschichten schleunigst vergessen. Also bei Durchschnittrente und darauf dann 500 Euro pro Monat als Privatrente, da würde ich mir über den Versicherungsmantel keine Gedanken machen.

[ Seite: 123192021266267268neuster Beitrag ]

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