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Seite 40 von 268

MLP Fondspolice / Erfahrungen ( Seite 40)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 16.09.04 12:10:22
von
neuster Beitrag 15.05.12 15:37:28
von

Anzahl Beiträge: 2.676
Aufrufe gesamt: 420.770
Aufrufe heute: 3
Diskussionsnr.: 904.677

MLP

Chart
WKN: 656990
ISIN: DE0006569908
Symbol: MLP
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Xetra (EUR), 25.05.12 | 17:35
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MLP_Boardneuling
schrieb am 29.10.04 13:17:00
Beitrag Nr.391 
(14.930.079)
Antwort
Zitat
@Greetchen:

Mir geht es bei der Bilanz NICHT um "MLP Lebensversicherungen AG" (die Geschichte hier ist komplizierter), sondern um "MLP Finanzdienstleistungen AG". Hier handelt es sich definitiv NICHT um einen Versicherer, sondern um ein "ganz normales" Unternehmen. Und hier wurde erwiesenermaßen gefactort. Und jetzt rechne einaml die Summe der gefactorten Erträge, 2000 und 2001 jeweils ca. 50-60 Mio Euro (Quelle Bilanzpressekonferenz 2003 - nach dem Schaubild, konnten wohl kaum die Jahre 2-5 verkauft worden sein) "zusätzlich", macht bei je ca. 2,5Mrd Neugeschäft 2000 und 2001, ca. 20%0 gefactorten Ertrag, oder? Die Abschlußprov, welche im ersten Jahr fliesst, ist nach Fox-Pitt-Kelton ebenfalls 20%0, macht gesamt 40%0. Im Vertrag sind zwischen 50 und 60%0 einklakuliert (ohne Zinsabschlag), also bleiben noch ca. 10%0 übrig, welche gegebenenfall nicht verkauft wurden. Jetzt sollte aber nicht vergessen werden, dass den Beratern und Geschäftsstellen für ie Jahre 2-6 noch Verpflichtungen gegenüberstehen, von ca. 23-25%0 (ohne Zinsabschlag).
Also wurde nicht, wie von Dir angenommen "nicht" alles verkauft, sondern im Gegenteil noch mehr verkauft?!
Oder wo finde ich in der Bilanz die zusätzlichen Rückstellungen für die Verpflichtungen den Beratern gegenüber?
Wie erklärst Du Dir das alles?

Umschichten:
Es sind nicht nur 2 Jahre, sondern es wurde in allen Marktlagen kontinuierlich viel umgeschichten, bei nur 12 Handelstagen im Jahr. Warum, zu welchem "kundenorientierten" Zweck?


Flexibilitäten:
Gerling: Ähnliche Ergebnisse in der Modellrechnung, erheblich höhere Flexibilitäten (Vorauszahlung, lange Laufzeit, ansprechende Fondsauswahl,...)

Stuttgarter: Manchmal sogar besser Werte in der Modellrechnung, ebenfalls viele Flexibilitäten (Vorauszahlung, lange Laufzeit, ansprechende Fondsauswahl,...)

PrismaLife: Modellrechnung ähnlich, gute Flexibilitäten und zusätzliche sehr interessante Anlagemöglichkeiten (als Beimischung verstehen) zu Aktien und Renten

Aspecta: Hat viele Flexibilitäten und gute Fondsauswahl

Skandia: Gute Fondsauswahl (hier stören mich "Skandia-gelabelte Fonds" - wer weiß, wie sich in diesem Zusammenhang die Fondsauswahl entwickelt. Erinnert mich negativ an MLP)

LV1871: Günstige FLV, leider geringe Fondsauswahl, aber sont gute Flexibilitäten

Liberty Europe, Volswohl-Bund, etc. könnten auhc noch in Frage kommen, aber ich denke, die obige Auswahl ist ausreichend genug.

Jede dieser Gesellschaften (die entsprechenden Tarife) bieten wesentliche Vorteile gegenüber MLP. (Vorauszahlung, Fondsauswahl - Geldanlage)
So, und wenn jetzt ein Kunde ein Portfolio aus 3 verschiedenen Versicherern (je nach Sparrate) bekommt, ist auch das Risiko nochmals minimiert, die Fondsauswahl / -anlagemöglichkeiten erhöht, und einzelne Tarifnachteile (z.B. Endalter 80) spielen dann so gut wie keine Rolle mehr.
Jedes dieser Produkte hat mehr Flexibilität, als die gemanagte Police von MLP. Bis auf das Endalter, welches bei der Aspecta max 80 ist. Oder die "AIRBAG-Absicherung". Hier gebe ich aber zu, dass ich nicht weiß, welche Gesellschaft einen AIRBAG bietet, da ich diese Art der Absicherung für viel zu unkonstant halte.


STL AIRBAG:
Vom Grundsatz her richtig, und vergesse ich auch nicht. Aber nach den bisherigen Gegebenheiten wohl kaum eine Relevanz. Selbst nach mündlicher Aussage von STL-Betreuern, da STL in der Vergangenheit wohl noch nie eine Anpassung vorgenommen hat.
Weiterhin finde ich in einem guten "AV-Sparportfolio" es völlig passend den STL-Swing mit Endalter 65 festzulegen. Viele der andere Produkte haben die lange Flexibilität. Warum soll man also bei der STL dieses noch mit z.B. 15% Abschlag auf die Endleistung mit 65, bezahlen für diese zusätzliche Flexibilität ab 65? Und selbst wenn der Swing-Tarif mit der Möglichkeit der Zeitwertanpassung abgeschlossen wird, kann STL ja mehrere Prozent abziehen, und es würde immer noch mehr rauskommen.
...allerdings sehe ich dann das "fest" Endalter von 65 als sinnvoller an. Hiervon könnte man schon einiges an "Ertragssteuer" zahlen, wenn man das Geld ab 65 "steuerpflichtig" anlegt, weil man`s nicht braucht.
Avatar
schrieb am 29.10.04 17:47:44
Beitrag Nr.392 
(14.933.121)
Antwort
Zitat
Selbst nach mündlicher Aussage von STL-Betreuern, da STL in der Vergangenheit wohl noch nie eine Anpassung vorgenommen hat.

um es mal mit internas Worten zu sagen:

sollte man sich als Kunden von der Gesellschaft schriftlich garantieren lassen.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende


Greetchen
Avatar
schrieb am 29.10.04 18:44:18
Beitrag Nr.393 
(14.933.697)
Antwort
Zitat
"Wenn Sie 10Jahres Papiere für die Liquiditätsplanung einsetzen, empfehle ich es noch mehr, Sie setzen Ihre 10.000 Euro Liquidität durch ein Portfolio von Ausgabeaufschlagsfreien Fonds zusammen, natürlich auch Aktienfonds, um eine gute Mischung zu haben, und erzielen auch mit der Liquidität auf lange Sicht eine bessere Rendite, als die Liquidität immer Basis-Fonds, oder auf dem DiBa-Konto zu parken. (weitere Optimierung)"

Die Direktanlage ist dem Fonds vorzuziehen.

Hier noch mal das simple Bundesanleihenmodell (AAA rating.
Im Beispiel 10.000 Euro pro Jahr wird angelegt.
In den rechten Spalte stehen die jährlichen Kuponzahlungen und der heutige Kurs.

113495 7,5000 BUNDANL.V. 94/04 11.11. 10.000 100,12
113496 7,3750 BUNDANL.V. 95/05 03.01. 10.000 .750 100,86
113501 6,2500 BUNDANL.V. 96/06 26.04 10.000 1.487,50 105,60
113502 6,0000 BUNDANL.V. 97/07 04.01 10.000 2.112,50 107,27
113505 5,2500 BUNDANL.V. 98/08 04.01 10.000 2.712,50 107,40
113513 5,3750 BUNDANL.V. 99/10 04.01 10.000 3.237,50 110,14
113515 5,2500 BUNDANL.V. 00/10 04.07 10.000 3.775 109,84
113518 5,0000 BUNDANL.V. 01/11 04.07 10.000 4.300 108,81
113519 5,0000 BUNDANL.V. 02/12 04.01 10.000 4.800 108,87
113521 4,5000 BUNDANL.V. 03/13 04.01 10.000 5.300 105,40
113525 4,2500 BUNDANL.V. 04/14 04.07 10.000 5.750 103,15

Zu beachten ist, dass wir fallende Zinsen hatten.
In Phasen steigender Zinsen lassen sich dementsprechend dann keine Anleihen-Kursgewinne erzielen.
Optimierung wäre zB steuerfreie Kursgewinne einzelner Positionen wärend der Laufzeiten zu realisieren (Umschichtung) oder Beimischung anderer Anleihen.
...


Fonds werden nicht benötig.
Das Angebot an flexibleren und kostengünstigen Zertifikaten dürfte ausreichend sein.
Ein erfahrener Anleger könnte sich hiermit sogar seinen eigenen Hedgefond kreiren.
Auch spricht der Direktanlage in einzelnen Aktien nichts entgegen.
...

Diego2
aus Ihrer Sicht mögen sie durchaus recht haben.
Nur bei Summen um die 10.000 Euro interessiert mich Rendite nur nebenbei und darüber mach ich mir kaum Gedanken.
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MLP_Boardneuling
schrieb am 29.10.04 19:29:31
Beitrag Nr.394 
(14.933.944)
Antwort
Zitat
@Durchschnitt
"Nur bei Summen um die 10.000 Euro interessiert mich Rendite nur nebenbei und darüber mach ich mir kaum Gedanken."

Der Basisfonds ist aber für solche und ähnliche Größenordnungen gedacht, eben "Liquiditätsreserve".


Hast Du mehrere 100.000 Euro anzulegen, dann kannst Du das gerne selber machen. Ist doch kein Problem, dann musst Du keinen dafür bezahlen, dass er eine Arbeit für Dich im Bereich der Finanzen erledigt.

"Fonds werden nicht benötig.
Das Angebot an flexibleren und kostengünstigen Zertifikaten dürfte ausreichend sein.
Ein erfahrener Anleger könnte sich hiermit sogar seinen eigenen Hedgefond kreiren.
Auch spricht der Direktanlage in einzelnen Aktien nichts entgegen."

Also, mach das doch.
Avatar
MLP_Boardneuling
schrieb am 29.10.04 19:36:34
Beitrag Nr.395 
(14.933.988)
Antwort
Zitat
"Selbst nach mündlicher Aussage von STL-Betreuern, da STL in der Vergangenheit wohl noch nie eine Anpassung vorgenommen hat.

um es mal mit internas Worten zu sagen:

sollte man sich als Kunden von der Gesellschaft schriftlich garantieren lassen."

Das brauch ich nicht schriftlich, weil es nichts bringt :) ...ist mir auch klar.

Darum habe ich auch nur "skizziert", dass unter vielen Voraussetzungen es für den Kunden wesentlich mehr Sinn macht, einen Swing-Tarif mit Endalter 65, statt einen AIRBAG-Tarif mit Endalter 75 und möglichem Abruf im Alter 65 zu wählen. Mit 15% mehr Ablaufleistung kann man eine Menge Steuern bezahlen, oder nicht???
Oder was war sonst nochmal der Grund eine solch lange Laufzeit zu wählen?
Avatar
schrieb am 30.10.04 17:26:35
Beitrag Nr.396 
(14.941.387)
Antwort
Zitat
MLP_Boardneuling,
ein Problem vieler angeblicher Finanzdienstleister dürfte wohl sein, dass sich deren Dienstleistung auf die Vermittlung von Versicherungen und ein nachweislich nicht besonders gutes Produkt, den Fonds, beschränkt.
Avatar
MLP_Boardneuling
schrieb am 30.10.04 18:07:53
Beitrag Nr.397 
(14.941.442)
Antwort
Zitat
@Durchschnitt,

mit/bei einem guten, Vermögensberater (in diese Kategorie fallen Sie wohl als Kunde?!) ist doch alles abbildbar, Zertifikate, Bundesanleihen, etc. Honorarfreie Produkte, dafür muss dann für die Dienstleistung entsprechend bezahlt werden.

Honorarfreie Produkte sind nunmal nicht vermittelbar. Ich denke es ist einleuchtend, dass eine Dienstleistung nunmal bezahlt werden muss.

Und für "normale Kunden" ist nunmal eine tiefgehende Beratung auch kaum möglich, denn es kann nicht 15 Stunden für einen Kunden Zeit investiert werde (es gehört auch Vorbereitung und Nacharbeit hinzu), wenn "nur" 500 Euro Provision (kleine LV) oder jährlich 60 Euro Ausgabeaufschlag (Fondssparplan) erzielt wird.

Die Verhältnismäßigkeiten müssen sich in einem angemessenen Rahmen bewegen.

...somit haben Sie "Ihr Problem" wahrscheinlich bei allen Finanzdienstleister. Oder welcher (Bank, Versicherung, Vertrieb, Vermögensberater) bietet das, was Sie erwarten, bzw. was erwarten Sie von einem Berater (egal wie er sich schimpft) für Ihre finanzielle Angelegenheiten, und wie soll dieser bezahlt werden?
Avatar
schrieb am 01.11.04 12:10:30
Beitrag Nr.398 
(14.960.169)
Antwort
Zitat
@Greetchen #370

Also zum FT Interspezial habe ich folgende Daten über die letzten 5 Jahre (Wertentwicklung bis zum 31.07.2004)
1. FT Interspezial -25,99% (5 Jahre kum.)
2. MSCI World $ -19,18% (5 Jahre kum.)
3. DWS Akkumula -0,76% (5 Jahre kum.)
4. Templeton Growth Fund Inc. 20,94% (5 Jahre kum.)
5. DWS Vermögensbil.fond I 8,91% (5 Jahre kum.)
Ja es stimmt, der FT-Interspezial war einmal ein Top-Fond, wie gesagt er war es einmal und das liegt (wie Du treffend beschrieben hast) schon 5 Jahre her. Seit dem dort ein Fond-Manager FT verlassen hat, schafft es der Interspezial noch nicht einmal mehr den Index zu erreichen. Somit sehe ich persönlich nach 5 jähriger schlechter Phase auch für die kommenden Jahre keine Besserung.:cry:

Natürlich kann dieses auch den Templeton Growth treffen!;)
Daher meine Devise: Kein Neukauf von Pleite-Fonds, wie den FT-Interspezial! Und nach längerer Durststrecke eine bessere Alternative suchen und nicht ständig den guten alten Zeiten hinterher weinen und hoffen, dass wird nächstes Jahr schon wieder besser werden.


Zum Basisfond:
Ich habe noch einmal nachgefragt: Die großen Verluste kamen daher, dass ab einer bestimmten Grenze die Basis-Fonds in FT-Interspezial umgeswitcht wurden. Und da der FT-Interspezial in den vergangenen Jahren ja nicht so gut... also Sorry, es war mein Rechenfehler, der Basisfond alleine hatte also nicht derartige Verluste gebracht!;)


Zu unserem Lieblingsthema FLV contra Fond-Sparvertrag möchte ich einen Deiner Argumente einmal realistisch aufgreifen:
:eek: DIE FLEXIBILITÄT :eek:

Herr Mustermann schließt im Alter von 30 Jahren eine FLV bis zu seinem 65 Lebensjahr ab. Er ist Single und benötigt den Risikoschutz gar nicht, aber laut MLP ist dieses die einzige sinnvolle Altersversorgung bezüglich der zukünftigen Besteuerung. Somit schmälert die nicht benötigte Risikoleistung seine Rendite.:(

Soll der Vertrag z.B. nach einigen Jahren aufgestockt werden (berufliche Verbesserung), dann wird die Versicherungssumme neu berechnet, eine eventuelle neue Gesundheitsprüfung ist notwendig. Die Kosten (Provision) wird aber auf die gesamte Versicherungszeit berechnet, auch wenn die ersten 10 Jahre bereits abgelaufen sind. Das schmälert erneut die Rendite!:( Aber vielleicht bekommt er aber auch einen ganz neuen zusätzlichen Vertrag.:cry:

So nun nach weiteren 5 Jahren sieht es beruflich schlecht aus, er verdient nur wenig und er ist auch zwei Jahre arbeitslos. Wie sieht es nun mit seinen Verträgen aus? Klar, er kann sie Beitragsfrei stellen und auch die Dynamik ablehnen, aber er kann seine alten monatlichen Beiträge nicht mehr aufbringen. Er dezimiert die Versicherungssumme und versucht wenigstens minimale Beiträge hinein zusteuern. Die Kosten und Provisionen der ursprünglichen hohen Versicherungssumme bekommt es natürlich nicht wieder. Das schmälert mal wieder seine Rendite!:(

Vielleicht möchte Herr Mustermann aber auch schon vorher kündigen:
Wenn der Vertrag nun nach ca 2 Jahren gekündigt wird, dann gibt es gar nichts zurück. Kündigt er nach ca.12 Jahren weil er dringend Geld braucht, so wird er seine eingezahlten Beiträge mit einer geschätzten Rendite von ca. 3% erstattet bekommen (Rückkaufswert). Das ist nicht gerade berauschend!:(

Also, was will ich damit sagen: Jegliche Änderungen an dem Vertrag über 35 Jahre wirken sich negativ auf die Rendite aus. Beitragsanpassung, Beitragsfreistellung oder gar Kündigung. Die FLV hat für mich nur 2 positive Argumente:
1. Die FLV wird ohne jegliche Anpassung (auch ohne Dynamisierung) bis zum Ende durchgezogen. Dann hat man die wenigsten Kosten und die Rendite kann akzeptabel und steuerfrei ausfallen.
2. Die versicherte Person stirbt relativ früh und die Hinterbliebenen erhalten die Todesfallsumme.

Aber, den Risikoschutz kann ich mit einer reinen Risiko-LV weitaus einfacher und billiger haben.
Und schließlich muss ich einmal zynisch fragen: Kann ich heute abschätzen, ob ich den Vertrag über 35 Jahre konsequent durchziehen werde? Es wird noch soooo viel passieren. Ich kann heute nicht die Entscheidung treffen, ob ich die monatlichen Beitragszahlungen über 35 Jahre hinweg konsequent gewährleisten kann. Ich kann und möchte meine Zukunft nicht dermaßen verplanen – alles Spekulation!

Nun nehmen wir einmal den Fond-Sparvertrag:
Ich kann Einzahlen, wie ich lustig bin. Die Jahre mit der beruflichen Verbesserung kommt halt mal mehr in den „Spartopf“, die arbeitslosen Jahre werden einfach ohne Sparbeiträge überbrückt. Also das Auf und Ab bestimme ICH, die Kosten werden nur auf das aktuelle Sparguthaben berechnet. Ich habe volle Freiheit und kann ans Geld ran, wann ich will. Und auch nach 2 Jahren, wenn ich das Konto auflöse, habe ich sichtbares Kapital in der Hand. Und nach 12 Jahren habe ich auch eine größere Rendite als 3 % zu verbuchen.

Was bleibt also übrig: Na klar, der steuerfreie Aspekt bei der LV:
Zuerst muss ich anmerken, dass es Möglichkeiten gibt, das Kapital in steuerbegünstigtes Fahrwasser zu bringen (z.B. Steueroptimierte Fonds). Wahrscheinlich habe ich auch einige Steuerabzüge, aber diese kann ich mit meinem wesentlich höheren Fond-Kapital (gegenüber der FLV) gut subventionieren.

Fazit:
FLV ist ein Fesselvertrag wenn die Rendite stimmen soll, ich brache mich um nichts Sorgen machen.
Der Fond-Sparvertrag ist absolut flexibel, Kosten sind transparent und fallen nur auf das tatsächliche Guthaben an. Er bringt eine größere Rendite!

Also:
Familie „Sorglos“, Herr „Konservativ“, Frau „Kümmert-sich-um-nichts“ schließen eine oder mehrere FLV ab.
Familie „Flexibilität“, Herr „Kapitalmaximierer“, Frau „Auf-und-Ab-im-Beruf“ stehen mit einem Fond-Sparvertrag wesentlich besser da.

Wer zu welcher Kategorie zählt (oder zählen möchte), entscheidet jeder selbst für sich. :confused:

schöne Grüße
TD3333
Avatar
schrieb am 01.11.04 13:42:58
Beitrag Nr.399 
(14.960.986)
Antwort
Zitat
TD3333

sorry TD

es geht doch nicht um schwarz/weiß, gut oder böse !

Es ist unstrittig, daß eine FLV andere Flexibilitäten hat als ein Investmentfondssparplan. Deshalb gehört beide Anlageformen auch zu einer guten Diversifizierung dazu. Gerade die Flexibilität eines Investmentfonds wird aber dazu führen, daß dieser in Notzeiten eher angebrochen wird. Das grundsätzliche Problem eines ausreichenden Vermögensaufbaus bleibt aber trotzdem bestehen.

Im übrigen wirkt sich nicht jegliche Änderung negativ auf den Vertrag aus. Wie sieht es denn aus, wenn Du irgendwann zur Vermögenswertsicherung deine Kapitalanlagen in risikoärmere Anlagen umschichten willst?
Dies kannst Du bei fast jeder FLV sehr kostengünstig machen. Ein Anleger, der ausschließlich in Investmenfonds investiert ist, kann nicht unbedingt darauf zählen, daß die Umschichtung für ihn kostengünstig möglich ist. Hinzu kommt dann auch die steuerliche Frage.

Ich denke, daß jeder, der unter anderem mit einer FLV sein Alterskapital aufbauen möchte, auch vernünftig dimensionierte alternative Sparprozesse benötigt. Hält er aber den Weg des langfristigen Vermögensaufbaus durch, dann wird durch die Steuerfreiheit für einen Teil seines Gesamtvermögens die FLV ein sehr wichtiger Baustein sein. Hinzu kommen auch noch die diversen Absicherungsmöglichkeiten, wobei ich die Todesfallabsicherung ebenfalls über eine Ri-LV abdecken würde. Jedoch kommt es immer wieder vor, daß Kunden vor Jahren eine Kap-LV oder FLV abgeschlossen haben und aus gesundheitlichen Gründen keine anderweitige Absicherung mehr erhalten können. Die sind dann mehr als froh, daß sie zumindestens die Todesfallabsicherung über die Spar-LVs haben und diese dann auch bei Eintritt gewisser Ereignisse ohne Gesundheitsprüfung verdoppeln können.

Es kommt halt wirklich manchmal mehr auf die "Konzeption" an. Gerade weil das Leben nicht vorhersehbar ist. Und zu dieser Konzeption gehört auch eine FLV als ein Bestandteil hinzu.

Liebe Grüße


Greetchen

p.s. Arbeitslosigkeit wird für die meisten Kunden kein Dauerthema sein. Dennoch benötigt man hier geeignete Pufferlösungen. Vielleicht ist aber gerade wegen Hartz IV die LV für die meisten unserer Kunden besser als die reine Investmentfondslösung. Denk mal nach !
Avatar
schrieb am 01.11.04 14:34:30
Beitrag Nr.400 
(14.961.273)
Antwort
Zitat
@Greetchen

Ich bin das erste mal fast Deiner Meinung, aber mir scheint auch, dass Du den Sparvertrag nicht mehr ganz so kritisch gegenüber stehst, wie ich es die letzten Tage noch von Dir gelesen habe.

Ganz klar, alles in FLVs wäre zu konservativ zu unflexibel und "zu wenig Kohle" am Ende.
Alles in Fond-Sparverträge ist zu Risikoreich, zu ungewiss wegen Hartz IV, aber ist auch lukrativer.

Die gesunde Mischung machts eben, ich glaube wir können uns hier einigen! Wahrscheinlich würdest Du eher 80% in FLV anlegen und nur 20% in Fonds, bei mir ist es umgekehrt.:)

Leider muss ich MLP ankreiden, dass bei allen Beratungsgesprächen die direkte Fondanlage mir nie angeboten wurde. Auf alle meine Nachfragen wurde immer wieder darauf verwiesen, dass wegen der Steuerfreiheit usw. nur die FLV in Frage kommt. Erst jetzt, wo ich finanziell total von MLP geschröpft wurde, wird mir endlich der Titan-Portfolio angeboten!:look:

Ich sehe hier eine Falschberatung über meine immer wieder angemerketen Interessen (Fondsparen) hinaus.

Gruß TD3333

[ Seite: 123394041266267268neuster Beitrag ]

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