Kurz zu meiner Person…
Ich bin seit nun etwas mehr als vier Jahren an der Börse tätig und
ich kann, denke ich, von mir behaupten,
viele Höhen und Tiefen mitgemacht zu haben:
Kurzfristtrading, Langfristinvestitionen, Visionen, Gewinne, und
...noch viel mehr Verluste bis zu jenen Tagen als mir klar
wurde,
dass es so nicht weitergehen wird. Dafür bin ich zu gerne Börsianer
als dass ich damit aufhören wollte.
Bis vor kurzem machte ich kontinuierlich Verluste und diese
Situation besserte sich etwa vor einem Jahr fast schlagartig.
Mir wurde klar was ich bis dahin alles falsch gemacht hatte: Es
waren die typischen Anfängerfehler die im Normalfall dafür
sorgen,
dass man ein für allemal aus dem Börsengeschäft hinausgekegelt wird
und nie wieder dorthin zurückzukehren gedenkt.
Zum Glück hatte ich Glück und verlor etwa nur die Hälfe meines
eingesetzten Kapitals.
Zum Glück verfüge ich über Fähigkeiten, die mir an der Börse
behilflich sind( Emotionslosigkeit,
Lernfähigkeit, die Fähigkeit Meinungen zu revidieren, Geduld und
Durchhaltevermögen,
und ein wenig ausbaufähige Disziplin – wovon ich im normalen Leben
leider recht wenig besitze).
Zum Glück bin ich einsichtig! Ich fiel ins kalte und haiverseuchte
Börsengewässer als alles „Kaufen!“ schrie.
Die folgenden Lehrjahre haben mich geprägt, und diese Erfahrungen
möchte ich niemals missen.
Hätte ich bspw. von Anfang an gewonnen - ich hätte nichts
dazugelernt.
Mein Ego wäre aufgeblasen worden wie ein großer Wasserkopf, der
bald platzen würde.
Und ich hätte diese Umstände bis zum unweigerlichen Absturz
alleinig einer einzigen Glücksträhne zuschreiben müssen.
Ich zockte in Minuten mit Mobilcom – nach Gefühl ...und verlor!
Ich hielt an Verlieren fest – aus Trotz? ...und verlor!
Ich verhielt mich eine sehr lange Zeit „antizyklisch“ ...und verlor
auch dort!
In diesen vier Jahren erwachte ich langsam aus dem Traum der
„Rechthaberigkeit“
und viele meiner erworbenen Erkenntnisse kippten häufig um 180 Grad
ins genaue Gegenteil um.
Geld hat für mich nun keine große Bedeutung mehr, nachdem ich in
meinem Denken aufgeräumt habe,
- dies ist sicherlich ein Grund für den sich langsam einstellenden
Erfolg.
Aber Erfolge sollte man nicht überbewerten (um es schonend zu
sagen).
Erfolge haben etwas zwingendes an sich und das möchte ich unter
allen Umständen vermeiden!
Diese oben angesprochenen Gegenteile möchte ich hiermit vermitteln
– ohne Selbstzweck, alleine wegen meiner „Überzeugung“.
Ich erwarte mir nichts davon! Ich freue mich einfach darüber, es
jemandem mitteilen zu dürfen...
Mr. Ripley