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Seite 30 von 61

— "Be- und Erkenntnisse eines Spekµlanten“ — ( Seite 30)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 04.10.04 17:15:56
von
neuster Beitrag 22.01.12 15:50:14
von

Anzahl Beiträge: 607
Aufrufe gesamt: 141.497
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Diskussionsnr.: 910.663
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[ Seite: 123293031596061neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 17.11.05 17:56:43
Beitrag Nr.291 
(18.855.851)
Antwort
Zitat
Reich wird man durch das Geld, welches man nicht ausgibt. (Henry Ford) ;)

Bin aus dem Urlaub zurück und trotzdem reicher :D Die Börse läuft zurzeit ja erfreulich.
Avatar
schrieb am 18.11.05 18:42:49
Beitrag Nr.292 
(18.870.244)
Antwort
Zitat
Hallo,

sag mal MrRipley sagt dir das Buch von Le Bon Psychologie der Massen etwas?
Das kann ich hier auch jedem Empfehlen.

mason
Avatar
schrieb am 18.11.05 19:22:01
Beitrag Nr.293 
(18.870.719)
Antwort
Zitat
mason, Klar doch, allerdings habe ich es nach den ersten zehn Seiten auf Seite gelegt, da ich ahnte worauf das Buch hinauswill.
Es hat mir nicht so viel weitergeholfen wie andere Bücher.;)
Massenpsychologie ist ja nur ein (ge)wichtiges Thema bezogen auf die Börse, aber sicherlich nicht das wichtigste!
Zudem kam die Empfehlung zur Buchlektüre von A. Kostolany, und der ist für mich heute alles andere als ein gutes Vorbild.;)

R.R.
Avatar
schrieb am 18.11.05 19:26:22
Beitrag Nr.294 
(18.870.775)
Antwort
Zitat
kannst du mir das näher Erläutern warum Kostolany kein vorbild für dich ist.

Welche Bücher würdest du mir den Empfehlen?

mason
Avatar
schrieb am 18.11.05 19:42:35
Beitrag Nr.295 
(18.870.969)
Antwort
Zitat
Kostolany hat sich 1999 klammheimlich verdrückt, als er von uns schied, am Höhepunkt.
Man kann nichts besseres tun.:D
Allerdings hat er vor allem um das Millenium sicherlich mehr Leute in die Spekulation und damit in den Ruin getrieben, als man glauben wollte.
Seine Empfehlung, Aktien zu kaufen und dann Schlaftabletten zu nehmen ist heute einfach nicht mehr gültig auch wenn der gute Mann über 70 Jahre Börsenerfahrung inne hatte.
Allerdings können solch vielen Jahre Erfahrung auch den Blick vernebeln bzw. stur machen, er würde heute noch von einer Superhausse träumen...
Die wirtschaflichen Zusammenhänge hat er meiner Meinung nach nie so richtig kapiert, zumindest kam es für mich so rüber.;)
Staatsschulden und neue aufkommende Wirtschaftskrisen waren für ihn eine Art rotes Tuch.

Er hat einige wenig gute Tipps gegeben die ich auch selber übernommen habe, den Rest kann man getrost als Nachtlektüre empfehlen, allerdings gute!:)
Gebrauchen kann man seine charttechnische Erkenntnis des W´s und des M´s, sowie seine Beobachtung, dass langfristig steigende Kurse bei zugleich niedrigen oder besser fallendem Volumen ein gutes Zeichen für eine Trendfortführung sind.
Desweiteren ist ein Selloff mit sehr hohem Volumen ein gutes Zeichen, dass der Markt/ die Aktie bereinigt ist und seinen Boden findet.

Er sagt, dass jeder Spekulant mindestens einmal Pleite gehen muss, um erfolgreich zu werden.
Wenn er damit Zocker meint, stimme ich ihm zu, wenn er Trader oder Langfristanleger meint, hat er irgendetwas falsch gemacht oder falsch rüber gebracht.
Niemand muss unbedingt pleite gehen um erfolgreich zu werden.
Man kann auch von Beginn an, wenn auf Sorgfalt Wert gelegt wird und wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat, erfolgreich, werden aber pleite gehen muss man deswegen nicht.

Ich glaube, er hat in seinem 70 Jahren so viel verloren wie er gewonnen hat, aber Geld verdient hat er nur mit seinen Büchern und das rechne ich ihm trotzdem hoch an.;)
Wie er selbst sagte, wissen nur die Spekulantenerben, ob jemand erfolgreich war, und das finde ich eine erschreckende Aussagen wenn ich das heute betrachte.:eek:


MfG
R.R.:)

Meine aktuelle Bücherliste findest du hier im Thread weiter unten, auch von Kosto...!;)
Avatar
schrieb am 18.11.05 23:41:51
Beitrag Nr.296 
(18.873.465)
Antwort
Zitat
@mason

habe das Buch von Le Bon mir angetan. Ich habe mich durch die Seiten durchgequält, obwohl das Intersse nach neuen Wissenserkenntnissen groß war. Sicherlich habe ich einige Sachen gelernt, aber das Buch ist ziemlich schwer verständlich, unter anderem auch deshalb, weil es uns heute verwöhnten Lesern nicht alles vorserviert wird. Aber um ehrlich zu sein, hat ein Psychologe von diesem Buch mehr als einer der die Börse besser verstehen will... Nur meine Meinung.

Zu Kostolany geht meine Meinung in etwa der Richtung von MrRipley. Kostolany war eigentlich von Geburt an reich. D.h. dass er in Kreisen verkehrte von denen wir nur träumen können und daher einen ganz anderen Bezug zur Börse hatte als die meisten heute.
Seine These Aktien kaufen, Tabletten einnehmen und dann schlafen ist in meinen Augen nicht viel wert. Denn was nützt es mir, wenn ich mit 60 reich bin, aber dann keinen mehr hochkriege (ich entschuldige mich für die Ausdrucksweise, aber nur so kann ich es deutlich beschreiben, auch soll sich niemand angesprochen fühlen, es dient nur der Veranschaulichung).

@ MrRipley

ich beschäftige mich gerade intensiv mit Zertifikaten, vor allem mit Hebelzertifikaten. Kennst du zufällig ein paar gute Bücher zu diesem Thema?

Gruß und schönes WE
Avatar
schrieb am 19.11.05 15:30:04
Beitrag Nr.297 
(18.878.714)
Antwort
Zitat
Hi LIE,

bei der Commerzbank und bei der Citibank gibt es erstklassige kostenlose Broschüren, in denen die Funktionsweisen aller Zertifikate erklärt werden. Ich setzte zurzeit auf Bonuszertifikate. ;)

Auch won mir, viele Grüße und ein schönes WE
Avatar
schrieb am 19.11.05 16:17:36
Beitrag Nr.298 
(18.879.029)
Antwort
Zitat
Hallo LIE:)

ich kenne keine Bücher über Zertis, ich selber handel ab und zu mit Zertis auf Rohstoffen,
alles andere finde ich nicht attraktiv und ansprechend für mich.
Frag doch mal meinen Freund BesseralsLotto, er kennt sich in dem Metier(Rohstoffe und Hebel) besser aus als ich.;)

Schönes WE
R.R.
Avatar
schrieb am 24.11.05 12:12:00
Beitrag Nr.299 
(18.964.096)
Antwort
Zitat
Hallo MrRipley!

Sehr interessanter Thread!

Wollte mal etwas zu den persönlichen Erfahrungen beisteuern. Es scheint der weigehende Konsens, dass man verlieren muss, um Lernen zu können.

Meine persönliche Börsenbiographie kann ich darunter aber schwer einordnen: ich habe bisher nur Gewinne gemacht, bin aber dennoch immer vorsichtiger geworden.
Ich bin ohnehin von einer vermutlich extremen Vorsicht und Umsicht geleitet, so dass ich eher selten agiere und wnn jeden Handel durch ellenlange Recherchen und Berechnungen vorbereitet habe. Im Prinzip erstelle ich jedesmal einen Aufsatz über das zu handelnde Instrument/Aktie, der alle Zahlen, die Theorien und eine definitive Theoriegeleitete Prognose meiner Erwartung beinhaltet. Oft habe ich auch Aktien nicht gehandelt, obwohl ich eine Idee hatte, von der Ich auch überzeugt war, die mir aber nicht ganz sicher schien, bzw. ich das Unternehmen, die Branche, die Bedingungen nicht genau genug überblickte, so etwa Telekom, Beate Uhse, Internetaktien Putten.

Meine Erfolge lassen mich aber keineswegs blind werden, sondern ich sehe sehr genau, dass es zwar auch eine Leistung war, dass aber die Börse immer gefährlich und nie ganz berechenbar ist, es also auch ein Schuss glückliche Umstände waren. Meine Theorie die ich daraus ableite ist, dass Vorsicht und daraus folgende klare, überlegte Handlungen genauso umsichtig machen können, wie die Vorsicht, die auf der Erfahrung von Mißerfolgen basiert.
Das passt by the way auch zu der Theorie, dass Vielhändler eher pleite gehen. Die Börse ist eben nichts für zocker, weil wer immer alles auf eine Karte setzt eben irgendwann doch die falsche erwischt.

Grüße D.
Avatar
schrieb am 24.11.05 19:09:51
Beitrag Nr.300 
(18.969.221)
Antwort
Zitat
Hallo Durchdenker,

dein Name ist ja dein Programm.:D;)
Ich denke, dass es vor allem an der Persönlichkeit liegt, ob man von Anfang an vorsichtig agiert und alle Möglichkeiten
bzw. ein "Worse case-Szenario" für bestimmte Wertpapiere durchspielt, um erst danach zu agieren und nach seinem Plan zu handeln.
In dieser Hinsicht bin ich auch offener geworden, was das Planen von Aktienengagements im Vorraus betrifft usw.

Vielleicht hat man aber auch zuvor in anderen Lebensbereichen Erfahrungen gemacht die jemanden dazu gebracht haben, so vorsichtig und dennoch erfolgreich zu agieren?
Man nennt das ja nicht umsonst Risikomanagement(das sollte eigentlich jeder Börsianer zuerst lernen, ich befasse mich gerade mit diesem gewichtigen Thema.)

Du bist eine seltene Ausnahme auf dem Börsenparkett, wenn du schon von Beginn an kontinuierliche Gewinne erziehlt hast.
Der Grund ist ja offensichtlich und sollte jeden aufhorchen lassen, der meint, man müsse mindestens einmal pleite gewesen sein um erfolgreich werden zu können. Demnach reicht es theoretisch, sich öfters mal die kathastrophalen Ausmaße potenziell falscher Entscheidungen auszumalen, um selber disziplinierter und vorsichtiger zu werden.


Weiterhin viel Erfolg und Glück bei deinen Geschäften!
Das Glück kommt automatisch zu den Tüchtigen.;)

R.R.

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