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schrieb am 21.11.04 15:04:11
-XI- Das Fangseil
...ist eine zwingend notwendige Verlustbegrenzungsstrategie.
Eine sogenannte StopLoss-Order oder in seltenen Fällen auch
eine gegenläufige Option oder Optionsschein.
Mit letzterem setze ich mich aber nicht weiter auseinander
da diese Strategie viel Kapital, mehr Zeit und finanztechnisches
Wissen benötigt.
Zudem kann man diese Optionsstrategie nur bei größeren Bluechips
anwenden,
welche oft die Basis für erhältliche Optionsscheine sind -
und diese Werte sind m.M. nach sowieso am uninteressantesten...
Wie ein StoppLoss gesetzt werden sollte ist bei jedem anders zu
handhaben.
Man kann bspw. 10 oder 20% unter dem Kaufkurs einen SL ansetzen,
zur Not auch ein mentales.
Ich persönlich benutze in meinem Musterdepot seit einiger Zeit
dynamisch angepasste SL...(sobald der
Wert im Plus ist wird das SL ganz eng nachgezogen)...:
"MrRipley´s
believe it or not"
(siehe
http://www.aktienboard.com/vb/musterdepot.php?s=d38d0c3aed25…)
Ein mentaler SL ist sicherer, wenn er
konsequent und zeitig
umgesetzt wird,
da man unter Umständen einen günstigeren Verkaufskurs erwischt - er
verbraucht aber mehr Zeit und Nerven.
Bei automatisch ausgelösten SL dagegen kann der Verkaufskurs
deutlich unter dem SL liegen,
da nach Erreichen des SL billigst verkauft wird!
Da man sich aber meist in Trendmärkten befindet, ist die
automatische SL-Strategie
- nach meinem aktuellen Wissensstand - vorzuziehen, da es auch
bequemer ist.
Dazu im nächsten Kapitel mehr...
R.R.
schrieb am 24.11.04 12:56:42
Aber gerade kleinere Werte - die interessanten - sind doch
volatiler. Wenn man dann SL zu eng nachzieht, wird man doch schnell
mal rausgekickt.
schrieb am 24.11.04 19:45:05
ein hallo an alle in diesem board,
selten das ein thread, konstruktives, interressantes und
nachdenkenswertes beinhaltet.
ich hoffe das er eine weile am leben bleibt und melde mich auch mal
zu wort, einfach um meinen gedanken kund zu tun und gern auch zur
diskussion zu stellen.
ich arbeite seit ca. 2 jahren mit aktien, shortterm und intraday.
ich bewege mich ausschliesslich auf dem ami markt und handle
ausschliesslich stocks.
wie jeder wohl, habe ich hoehen und tiefen erlebt, geflucht, das
die boerse doch eigentlich gesetzlich verboten gehoert, so wie das
kiffen. aber sie ist halt eine droge, von der man nicht so leicht
loskommt, es sei denn man geht pleite.
ich habe, glücklicherweise schneller gelernt als wie ich pleite war
und denke die erste hürde genommen zu haben, nämlich überleben.
ich glaube das sollte jeder erst einmal versuchen.
das überleben sollte das erste ziel sein, was es zu erreichen gilt.
wer schnelle und hohe gewinne erwartet, demm empfehle ich lotto
oder pferderennen.
aktienhandel = gambling?
nehmen wir an an ich lasse eine einen zufallsgenerator eine aktie
herraussuchen, werfe dann eine münze, ob ich short oder long
einsteige, verkaufe die dann nach einem gewissen zeithorizont.
ich glaube das wäre gambling!
wie sieht es aber aus wenn ich das gleiche tue und moneymanagement
anwende und verluste nicht ueber einen höchstbetrag laufen lasse,
gewinne mitnehme, wenn sie einen entsprechenden wert erreicht
haben.
wie wäre es, chart technik dazu zu verwenden, die ausstiege besser
zu lokalisieren.
dann habe ich schon ein tradingkonzept entwickelt, das noch nicht
funktionieren muss, aber sicher ein anfang ist, dem man mit dem dem
traden und deren erfahrungen ausbauen und verfeinern kann,
vielleicht auch wieder verwerfen.
eins habe ich gelernt, ohne tradingstrategie, moneymanagment und
das umgehen mit der eigenen psyche, ist man nur ein gambler und
wird unweigerlich früher oder später schiffbruch erleiden.
nur noch eins für heute
an MrRipley und Ciran
Stop los aufträge sind wie rote tücher vor dem bullen (oder war es
der bär)
es passierte mir schon oft, das durch eine order die ausserhalb der
tradingrange lag, der stopauftrag ausgelöst wird und das ist dann
auch meistens der schlechteste zeitpunkt um auszusteigen, im
gewinn, wie im verlust.
habt ihr es noch nie beobachtet, das euer stoplos erreicht wird,
der auftrag ausgefuehrt, danach kehrt die aktie zum ursprünglichen
trend zurück. Ihr seid aber aus dem spiel, wie viele andere auch
und ein paar ganz wenige haben sich noch mal zu einem tieferen kurs
eindecken koennen. die sie dir warscheinlich in dem augenblick
wieder verkaufen, wenn du auf deinen chart schaust und dir sagst,
ist ja alles wieder in ordnung und ich kann sie ja noch mal kaufen,
hmm zum jetzt höheren preis, aber egal, ist ja noch luft drinn!
ist mir sehr oft so gegangen und schlimmer noch nachdem ich zum
zweiten mal drinn war, war dann auch der trend vorbei.
Stop los duerfen meiner meinung nach, nur mental gesetzt werden,
wenn doch mit aufträge, dann fragt euch vorher wo liegt die masse
der stoplos orders, bei glatten summen, am intradaytief?
ich versuche diese punkte auszumachen, darunter meinen mentale
stoplos oder stoplos auftrag zu setzen. das bewahrt mich davor, in
kurzzeitigen kursruecksetzern aus dem rennen geworfen zu
werden.
das mal kurz zu stoplos aufträge, aus meiner sicht und
erfahrung.
noch eins, alles was ich hier schreibe sind meine erfahrungen und
meine sichtweisen, ob sie richtig oder falsch, ueberlasse ich jedem
selbst. niemand soll irgendwas nachmachen, ohne selbst davon
überzeugt zu sein,
nur ein tradingsystem an das ich selbst glaube, kann ich auch
gerade in stürmischen zeiten einhalten, und mich vor meinen eigenen
emotionen beschützen
das solls für heut gewesen sein
winke aus bratislava
PS falls nicht alles orthografisch und grammatikalisch richtig sein
sollte, verzeiht es mir, deutsch ist nicht meine muttersprache.
schrieb am 26.11.04 21:08:03
Danke für die netten Worte pricehunter2002!
Da ist was dran:
Du schreibst, man solle keine automatischen SL auslösen lassen und
ich stimme dir da eigentlich voll zu
(vor allem was marktenge Werte betrifft- überall wird
manipuliert)!
Mentale SL sind nichts für schwache Nerven und man braucht dazu
Zeit und Muße.
Für mich wäre das nichts, den ganzen Tag vor dem Monitor zu hocken,
um einem SL aufzulauern.
Das ist auch nicht der Sinn der Übung, denn man sollte sich davon
nicht jeck machen lassen.
Da ich auch erst seit 4 sehr lehrreichen Jahren an der Börse bin,
kann ich zu diesem Thema noch nicht allzuviel sagen -
das wissen andere sicherlich besser!
Man muss immer einen Kompromiss finden zwischen Risiko und
Ertrag.
Einen automatischen SL so zu setzen, dass alle einsehbaren
Vk-Orders in deine SL-Vk-Entscheidung mit einfliessen,
ist sehr sinnvoll.
Es ist aber auch sehr aufwendig.
Ich suche noch nach einem leichteren Weg der
Verlustminimierung.
Ein SL ist eine Lösung aber nicht die goldene, wie so oft im
Leben.
STOP da fällt mir eine Alternative ein!
Stocknet bspw. (stocknet.de)
bietet die Möglichkeit einer
StopLoss-Order mit direkt danach auszuführender Limitorder
an.
Sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen.
Was meinst Du dazu ph2002?
Herzliche Grüße auch nach Polen(nicht wahr


)
R.R.
schrieb am 29.11.04 11:52:39
@mrripley
->stocknet
Stimmt, da hast du Recht. Nach Tips aus diesem Forum hab ich mir
bei stocknet auch ein Depot zugelegt. Ist vor allem für Klein- und
Kleinstanleger wegen niedriger Gebühren interessant.
Das Limit beim stoploss ist mir auch schon aufgefallen. Habs auch
einmal gesetzt: 2ct unter SL. Aber da es bei starken
Kurseinbrüchen, die den SL auslösen, oftmals schlecht ist zu
verkaufen, sollte man das Limit vielleicht über den SL setzen?
schrieb am 29.11.04 20:09:11
Ein Limit über den SL setzen?
Das hiesse doch, dass Du auf eine Kurserholung "hoffst", oder?
Man müsste einmal im Stocknetthread nachfragen, wie die dortigen
Erfahrungen mit solchen SL/Limit-Orders waren!
R.R.
schrieb am 29.11.04 21:55:35
Zudem sind starke Rückschläge in Trends eher selten
schrieb am 30.11.04 18:56:05
Wie schätzt du eigentlich die generelle Entwicklung nach
Kaufempfehlungen ein? Ok, wenn jemand "wichtiges" was empfohlen
hat, kann man oftmals tatsächlich davon ausgehen, dass der Kurs
auch steigen wird. Wird dann der genannte gerechtfertigte Kurs
normalerweise erreicht oder hält der Kurs schon davor an, weil
potentielle Käufer aufgrund des geringer werdenden Abstands zur
Empfehlung ausbleiben? Sollte man also eher prinzipiell einen
Abschlag von der Empfehlung machen und früher aussteigen?
schrieb am 30.11.04 20:37:16
Wenn die Empfehlung kommt sollte man idealerweise schon drin
sein.
Meist ist es so, dass der zugrunde liegende Wert danach zumindest
noch ordentlich steigt (unter hohem Volumen - was langfristig
natürlich schlecht ist je größer die Empfehlung aufgemacht und
verbreitet wurde))
Vorsicht ist bei marktengen Werten angesagt, dort würde ich sofort
nach Empfehlung verkaufen)
Bei anderen ist abzuwägen, nicht jede Empfehlung ist schlecht.
Leider ist es so, dass die im Nachhinein besten Börsenbriefe mit
ihren Empfehlungen nach einiger Zeit so bekannt sind, dass auch sie
langsam als Kontraindikator angesehen werden dürften - alles schon
dagewesen.
Analystenempfehlungen großer Bankhäuser würde ich
ausser in
einer Hausse immer als Kontraindikator sehen!

Je kleiner und unabhängiger ein hinter einer Empfehlung stehendes
Medium ist, desto ernster sehe ich die Empfehlung - Seriösität
vorausgesetzt...!
Aber man muss sich immer ein Gesamtbild machen(Konjunktur, aktuelle
Anlegerpsychologie..Hause/Baisse? massenhaft Parallelempfehlungen?
etc....)
Und die Intuition - die Erfahrung aus jahrelanger
Börsentätigkeit
hilft dir (oder zumindest mir) dabei sehr gut - sollte man niemals
ausser Acht lassen wenn man dbzgl. bewandert ist!
Bei seriösen Empfehlungen würde ich schon mal auf den Zug
aufspringen, mache ich auch öfters (im Musterdepot) und es gibt oft
schöne Gewinne.
Großaufgemachte Empfehlungen z.B. eines deutschen Börsenblattes für
ein großes ausländisches Unternehmen würde ich pers. ganz
vergessen.(aktuelles Beispiel C-Chip von Investoralert(?))
R.R.
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