Kohl ist kriminell.
er hat bloss noch nicht gesagt, woher die Kohle


kommt.
genauso wie Koch aus Hessen und unser "korrekter" Kanther
eine Chronologie des Spendensumpfes:
Untersuchungsausschuss
Chronologie des gesamten Spendensumpfes
Teil 5 · Ende 1999 bis Anfang 2000: Die Untersuchung beginnt
Teil 1 · Teil 2 · Teil 3 · Teil 4 · Teil 5 · Teil 6 · Teil 7 · Teil
8 · Teil 9 · Teil 10
17. Dezember 1999
Brief des Liechtensteiner Rechtsagenten Hans Gassner an die
hessische CDU: "In Beantwortung Ihres Schreibens vom 10.12.99 teile
ich Ihnen mit, dass mir nicht bekannt ist, dass ich im Jahre 1991
aufgrund eines Vermächtnisses einen größeren Betrag zu Gunsten der
CDU Hessen überwiesen haben soll. (...) Ich bin überrascht, dass
Sie mich mit einem unbekannten Vermächtnisgeber in Verbindung
bringen." Wittgenstein beharrt auf seiner Version.
19. Dezember 1999
Nach Berichten sind wesentliche Akten über Leuna-Elf aus dem
Kanzleramt verschwunden. Im Kanzleramt sind seit Sommer 1997
Fehlbestände in den Akten offenbar gewor-den. Diese Fehlbestände
bezogen sich auf die Privatisierungen der Raffinerie in Leuna und
des Tankstellennetzes Minol. Die Erkenntnisse stützen sich auf die
in den Akten des Bundeskanzleramtes niedergelegten Vermerke über
eine Suchaktion in der 13. Legislaturperiode. Näheres ergibt sich
aus einer Antwort der Bundesregierung vom 6. Januar 2000 auf eine
Kleine Anfrage der FDP.
20. Dezember 1999
Kohl trifft sich mit einem Mitarbeiter der von der CDU mit der
Klärung beauftragten Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young.
Schäuble wird unterrichtet.
21. Dezember 1999
Merkel fordert in der FAZ die Partei auf, sich von Kohl zu lösen. -
Der Bonner Staatsanwaltschaft liegen inzwischen 14 Anzeigen gegen
Kohl wegen Verdachts der Untreue vor.
22. Dezember 1999
Das CDU-Präsidium berät über einen Zwischenbericht der
Wirtschaftsprüfer. Danach wurden Anfang 1997 von einem Ende 1996
aufgelösten Fraktionskonto 1,146 Mio. DM in bar an die CDU
übergeben.
Prinz Wittgenstein streitet die Existenz schwarzer Konten ab.
Anonyme Zuwendungen hätte er nach dem Parteiengesetz nicht
akzeptieren dürfen. "Es war eben keine anonyme Zuwendung, denn
immerhin gab es einen Notar, über den es lief."
30. Dezember 1999
Bühler teilt der CDU Hessen mit, tatsächlich mit der Abwicklung von
2 Vermächtnissen 1991 und 1995 bzw. Anfang 1996 zu Gunsten der CDU
Hessen beauftragt gewesen zu sein. Die Zuwendungen erfolgten unter
der Auflage, die Namen der Zuwendenden gegenüber der CDU nicht zu
nennen. Weitere Angaben verbiete ihm sein Berufsgeheimnis.
31. Dezember 1999
Die CDU legt einen korrigierten Rechenschaftsbericht für 1998 vor.
Danach hat die Partei von 1993 bis 1998 noch rund 400 TDM mehr an
nicht ordnungsgemäß verbuchten Spenden eingenommen als Kohl
zugegeben hat. In dem Bericht ist auch von den 1,146 Mio. DM die
Rede.
2. Januar 2000
Der hessische Generalsekretär Müller räumt ein, 1998 einen privaten
Kredit von
2 Mio. DM für Wahlkampfzwecke von dem früheren Schatzmeister
Hessens, Wittgenstein, erhalten und über ein Sonderkonto
abgewickelt zu haben. Deklariert wurden diese Gelder aber
nicht.
3. Januar 2000
Die Bonner Staatsanwaltschaft eröffnet ein offizielles
Ermittlungsverfahren gegen Kohl wegen des Verdachts der Untreue zum
Nachteil seiner Partei.
In Wiesbaden wird bekannt, dass Wittgenstein seiner Partei einen
1,5 Mio.-DM-Kredit gegeben haben soll. Dieser angebliche Kredit
erweist sich später - wie die Vermächtnisse - als falsche
Bezeichnung für die Überweisungen aus Zürich.
4. Januar 2000
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Joachim
Hörster, erklärt vor der Presse in Berlin, bei den 1,146 Mio. DM
handele es sich vor allem um Geld, das ursprünglich der Partei
gehörte.
6. Januar 1999
Empörung der hessischen CDU und ihres Generalsekretärs Herbert
Müller über die "haltlosen Angriffe der SPD und Grünen", deren
"Unterstellungen, Andeutungen und falschen Behauptungen". Müller in
der SZ: "Von einem schwarzen Konto bei der CDU Hessen könne nicht
die Rede sein."
7. Januar 2000
Die Spendenaffäre dominiert eine Klausur der Parteispitze in
Norderstedt bei Hamburg. Kohl, zu dem immer mehr führende
CDU-Politiker auf Distanz gehen, erscheint nicht.
10. Januar 2000
Schäuble räumt in der ARD ein, 1994 von Schreiber eine Barspende
von 100 TDM entgegengenommen zu haben. Die Schatzmeisterei habe den
Betrag als "sonstige Einnahmen" verbucht.
Koch kündigt Stellungnahme zur Herkunft von insgesamt 15 Mio. DM
Spenden an. Die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden nimmt
"Vorermittlungen" gegen die CDU wegen möglicher Steuerhinterziehung
auf.
11. Januar 2000
Während einer Pressekonferenz in Berlin lehnt Schäuble persönliche
Konsequenzen ab. Er kündigt an, beim Parteitag vom 9. bis 11. April
in Essen erneut für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Kritik
wächst.
13. Januar 2000
Einzelne CDU-Politiker distanzieren sich offen von ihrem
Parteichef. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Friedhelm Ost fordert
einen Neuanfang ohne Schäuble.
Die Bundestagsverwaltung droht der CDU Hessen mit der Rückforderung
der sogenannten "anonymen Vermächtnisse" sowie mit einer
Geldstrafe. Koch erklärt im ZDF erneut, es habe keine
Unregelmäßigkeiten bei der Abbuchung der Spenden gegeben.
14. Januar 2000
Hessens Ex-CDU-Chef Manfred Kanther räumt ein, dass die hessische
CDU 1983 geheime Auslandskonten eingerichtet und seitdem geführt
hat. Von diesen Konten seien als Vermächtnisse falsch deklarierte
Summen in Millionenhöhe an die Partei geflossen. In Wirklichkeit
verfüge die hessische CDU über 17 Mio. DM auf einem Konto im
Ausland. Von diesem schwarzen Konto stammten auch die rund 15 Mio.
DM, die bisher als Vermächtnisse bzw. Private Kredite galten. Koch
behauptet, er wisse davon erst "seit 48 Stunden".
15. Januar 2000
SPD und Grüne fordern Ministerpräsident Roland Koch (CDU) auf, per
Rücktritt den Weg zu Neuwahlen freizumachen.
SPENDENAFFÄRE I Beim Wahlkampfauftakt in der
schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel verspricht CDU-Chef
Wolfgang Schäuble rückhaltlose Aufklärung im Spendenskandal. Viele
Zuhörer reagieren mit höhnischem Gelächter und Pfiffen.
16. Januar 2000
Angesichts immer lauter werdender Rufe nach personellen
Konsequenzen lehnt Schäuble erneut seinen Rücktritt ab. Zum
wiederholten Mal wird Kohl aufgefordert, die Namen der anonymen
Spender zu nennen. Doch Kohl hüllt sich weiter in Schweigen.
17. Januar 2000
Die CDU beruft eine Krisensitzung des Bundesvorstands für den
nächsten Tag nach Berlin ein.
Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden nimmt Ermittlungen gegen
Wittgenstein und Weyrauch auf. Es besteht Verdacht auf Betrug und
Untreue. Die Hessen-CDU beauftragt Wirtschaftsprüfer zur
Untersuchung der Affäre.
SPENDENAFFÄRE II Der ehemalige Bundesinnenminister Manfred Kanther
kündigt an, sein Bundestagsmandat niederzulegen.
Lt. "Bild" sind aus dem Bundeskanzleramt Unterlagen über den
Zeitraum April 1991 bis Juni 1993 sowie 1997 über den Verkauf der
Leuna-Raffinerie und des Minol-Tankstellennetzes verschwunden.
18. Januar 2000
SPENDENAFFÄRE III Der CDU-Bundesvorstand spricht Wolfgang Schäuble
das Vertrauen aus und fordert Helmut Kohl nach einer dramatischen,
sechsstündigen Sitzung auf, die Namen seiner Geldgeber zu nennen
oder aber den CDU-Ehrenvorsitz ruhen zu lassen. Der ehemalige
Bundeskanzler gibt daraufhin sein Ehrenamt zurück.
SPD und Grüne fordern Neuwahlen in Hessen. Die Regierungsfraktionen
CDU und FDP sprechen sich eindeutig dagegen aus.
19. Januar 2000
Koch räumt weitere Zahlungen von Schwarzen Konten ein.
Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des
Betrugs, der Urkundenfälschung und der Geldwäscherei gegen Holzer,
Guelfi, Sirven, Guillon, Belleveaux sowie Lethier. Ausgangspunkt
ist eine Strafanzeige von Elf Aquitaine wegen betrügerischer
Machenschaften dieses Personenkreises.
20. Januar 2000
SPENDENAFFÄRE IV CDU-Chef Schäuble entschuldigt sich im Deutschen
Bundestag dafür, dass er die 100 000-Mark-Spende des Waffenhändlers
Schreiber am 2. Dezember im Parlament in Berlin verschwiegen hatte.
Während der Debatte wird bekannt, dass sich Wolfgang Hüllen,
Finanzreferent der CDU-Bundestagsfraktion, das Leben genommen
hat.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Genfer Staatsanwaltschaft
gegen Holzer wird auch der ehemalige Verkehrsminister Krause als
Helfershelfer für Geldwäsche und andere Delikte beschuldigt.
Erwähnung finden auch Leisler Kiep, Holger Pfahls, Friedrich Bohl,
Manfred Carstens sowie Werner Münch.
21. Januar 2000
Koch gibt bekannt, dass von den Schwarzen Kassen sehr viel mehr
Geld abgehoben wurde als in Hessen ankam. 4 Mio. DM aus den Jahren
1993 bis 1997 seien spurlos verschwunden. Zudem sei die
Vermögensverwaltung der Schweizer Konten 1993 auf eine Stiftung mit
dem Namen "Zaunkönig" in Liechtenstein übergegangen. Der jetzige
Kontostand betrage knapp 17 Mio. DM.
22. Januar 2000
Der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär Claudius Schlumberger
bestätigt, dass ca. 400 TDM von so genannten schwarzen Konten der
Bundespartei an die Landesgeschäftsstelle geflossen seien.
Die Spendenaffäre hat ihr erstes Opfer: Wolfgang Hüllen, Finanzchef
der CDU/CSU-Fraktion bezichtigt sich der Untreue und scheidet
freiwillig aus dem Leben.
24. Januar 2000
Der CDU-Wirtschaftsprüfungsbericht (Wirtschaftsprüfer Ernst &
Young) liegt vor und ergibt über 12 Mio. DM unbekannter
Herkunft.
25. Januar 2000
Die Anhörung über Schreibers Auslieferung nach Deutschland ist vom
Provinzgericht Ontario auf den 15. Februar 2000 vertagt worden.
Die CDU-Bundespartei hat für die Union Mecklenburg Vorpommern
Wahlkampfkosten aus dem Jahr 1994 in Höhe von 147.200,- DM
übernommen und diese nicht in ihrem Rechenschaftsbericht
verbucht.
26. Januar 2000
Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ermittelt gegen Kanther wegen
Verdachts der Untreue.
Der ehemalige Chef des französischen Ölkonzerns Elf, Philippe
Jaffre, hat die Zahlung einer Kommission in Höhe von 256 Mio. Franc
(76 Mio. DM) im Zusammenhang mit dem Bau der Raffinerie Leuna
bestätigt.
27. Januar 2000
Koch teilt mit, dass die Hessen-CDU 1983 nicht rund 8 Mio. DM, wie
von Kanther behauptet, sondern knapp 18 Mio. DM in die Schweiz
transferiert hat.
Weyrauch tritt aus der CDU aus.
Schäuble versichert, dass es keine weiteren "Überraschungen" geben
wird.
30. Januar 2000
Weyrauch bestätigt erstmals öffentlich das illegale Finanzgebaren
des Landesverbandes Hessen und berichtet über einen höheren
Mio.-Transfer als bis dahin bekannt. Nach seinen Angaben hat die
Hessen-CDU 1983 wegen der bevorstehenden Verschärfung des
Parteiengesetzes 20,8 Mio. DM aus Guthaben bei der Metallbank in
Frankfurt auf Treuhandkonten bei der Schweizer Bank SBG in Zürich
ausgegliedert. Weyrauch dementiert, Beträge von diesem illegal
angehäuften Auslandsvermögen an die Bundes-CDU überwiesen zu
haben.
31. Januar 2000
Die von Schäuble im Dezember 1999 zur Prüfung der CDU-Finanzen
eingesetzten "unabhängigen Wirtschaftsprüfer" Ernst & Young
prüften bereits Elf Aquitaine als auch die Leuna-Raffinerie und das
Minol-Tankstellennetz und stehen somit der CDU weit näher als
bisher angegeben.
Weyrauch wird von der Bundes-CDU von seiner Schweigepflicht
entbunden.
Die Spur der hessischen CDU-Millionen führt auch nach Paraguay.
Weyrauch und Wittgenstein sollen langjährige Kontakte in Südamerika
dazu genutzt haben, eine Legende für angebliche Vermächtnisse zu
konstruieren.