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MERZ HAUT EICHEL RICHTIG AUF DEN SACK GERADE.. ( Seite 8)
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schrieb am 24.11.04 16:34:58
Toll, Bundestag in Klein bei Wallstreet Online!
Hier wird diskuttiert wer uns verarscht hat, wer uns verarscht, und
wer uns verarschen wird.
Im Bundestag wirft die Regierung der Opposition vor die Leute
verarscht zu haben und deshalb haben wir jetzt den Salat.
Die Opposition wirft der Regierung vor die Leute heute zu
verarschen.
Wer sich heute mal eine Bundestagssendung von vor 7 Jahren ansieht
wird als neutraler Beobachter keinen Unterschied in den Argumenten
erkennen. Nur die Parteien haben getauscht.
Für manche scheint hier der politische Standpunkt zu einem
Ersatzglauben mutiert zu sein.
Zweifel und differenzierte Meinungen sind unerwünscht. Vorurteile
werden ständig am glimmen gehalten.
Fast so wie unter verfeindeten Fussballfans. Ich hab ja noch nie
verstanden wie man ein fanatischer Anhänger werden kann. Ob im
Sport oder der Politik oder bei sonst was. Extrem viele brauchen
das wohl! Einen Glauben an etwas. Ein Richtungsdenken. Eine
Gruppenzugehörigkeit. Und natürlich am wichtigsten:
Einen Feind.
Das sieht man selbst bei unseren "liberalen" Parteien.
Grüne und FDP werden wohl nie Freunde!

schrieb am 24.11.04 19:14:53
# 68 Genosse Willy,
Die Blabla-Rede von Eichel war ein Offenbarungseid erster
Klasse.
in die Details möchte ich mich nicht einmischen;
aber weshalb antwortet ein ausscheidender
Amigo-Kasper, der Kategorie IIb, wie der Genosse Merz,
auf die Nonses-Rede des Genossen Eichel....
hätte es nicht auch sein Redenschreiber tun dürfen
schrieb am 24.11.04 20:21:42
# 71BigM
Extrem viele brauchen das wohl! Einen Glauben an etwas. Ein
Richtungsdenken. Eine Gruppenzugehörigkeit. Und natürlich am
wichtigsten Einen Feind .
Du vergißtt, schon Gustav Gründgens hatte die Erkenntnis:
"Ein tüchtiger Feind
bringt uns weiter
als ein Dutzend
untüchtiger Freunde"
Der Versuch der CDU die Eigenheimzulage schön zu rechnen, war schon
ganz schön schwachsinnig. Man geht eben nur von einem Baurückgang
von 10 % aus. Dafür über 4 Mrd. € einsparen, wäre schon nicht
schlecht. Erst recht, da die, die dann nicht bauen können, das Geld
anders verwenden (ausgeben), oder eben 1 oder 2 Jahre später bauen,
weil sie etwas länger sparen müssen.
Mein Befürchtung wäre allerdings bei dieser Regierung, das sie das
Geld nicht einsparen würden, sondern anderweitig verpulvert.
Wenn man das einkalkulierte Minus für das 2005, die Privatisierung,
und die eigerechnete Summe, die Eichel sich von der Bahn und
Telekom holen will, dafür aber die Pansionsverpflichtungen
übernimmt, macht Eichel über 40 Mrd. € minus. Das ist absoluter
Rekord.
Und das ist die heutige Planung. Bis jetzt hat Eichel in jedem
Haushaltsjahr immer noch einmal nachgelegt. Des weiteren geht der
Haushalt von einem Wachstum von 1,7 % aus. Daran glaubt auch nur
noch die Regierung.
Was den Gesundheitshaushaltsvorschlag der CDU betrifft, kann ich
nur die Bedenken von Seehofer unterschreiben.
Inzwischen ist wirklich unser Problem, dass die CDU anscheinend
jede Profilierung verliert.
Momentan herrscht bei allen das geistige Chaos.
Ich kapiere nicht, was sich Merkel bei der Gesundheitsreform
gedacht hat. Kann mir das mal jemand erklären ?
Zur Zeit stellt sich wirklich die Frage, wer das kleinere Übel ist.
Was in den letzten Wochen von der CDU kommt, ist doch auch nur eine
reine Katastrophe.
schrieb am 24.11.04 22:08:22
# 72 GillyBaer,
was hast Du dagegen, daß der beste Mann der CDU/CSU nochmal geredet
hat?Noch hat er sein Amt. Ist mir schon klar. Natürlich paßt es
Sozen nicht, wenn jemand Klartext spricht.
Ich hab es in diesen Tagen wieder gemerkt. Wenn man nicht aufpaßt,
wird man verarscht.Redet die eine Partei, denkt man, die haben
recht, dann kommt die Gegenpartei und man denkt wieder, die haben
recht. Es gibt immer Gründe und Gegengründe, die geschickt
präsentiert werden können, um von eigenen Unzuläglichkeiten
abzulenken.
Es stellt sich manchmal die Frage, ob man durch dieses
Politikergesülze nicht mehr irritiert wird, als daß man schlauer
wird über die wirkliche Lage und Zukunftsperspektiven.Man sollte
sich mehr auf Fakten verlassen, und die sehen im Augenblick in
Europa für uns nicht gut aus bei Arbeitslosen,Verschuldung,
Wachstum.
wilbi
schrieb am 24.11.04 22:38:01
#74,
bei Dir habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Du müßtest nur
mal die schwarze Brille absetzen.
schrieb am 25.11.04 15:39:58
Bei 70.000 Euro kommen ca. 2900 Euro netto (Steuerklasse4) raus.
Versuche mal mit diesem Gehalt in einem Ballungsgebiet ein
Grundstück plus Haus zu kaufen.Bei Steuerklasse 3 hätte die Familie
ca. 3600 netto.
Laut einer neuen Umfrage von GFK haben nur 8% aller deutschen
Haushalte ein Einkommen von 4000 Euro oder mehr.
Man könnte einen Kompromiss schließen und die Einkommesngernzen
nochmal absenken und insbesondere Familien mit Kindern fördern
.
Die Bauindustrie kann nicht weiter rationalisieren.Aufgrund der
schlechten Lage am Bau unterbieten sich die Hersteller doch jetzt
schon und gehen reihenweise pleite.Sobald die Zinsen stärker
ansteigen ist es mit der Wohnbauindustrie sowieso vorbei.
Die ursprüngliche Kopfpauschale war angeblich wirklich gut. Sie
hätte, bis auf wenige Ausnahmen, nur die Bestverdiener erheblich
mehr belastet. Auch die Finanzierung war gesichert. So der
"Spiegel" in seiner Ausgabe vor 4 Wochen.Sogar der
Sachverständigenrat und SPD-Mann Rürrup (übwiegend SPDler)war für
die ursprünliche Kopfpauschale.Was schlecht ist, ist der jetzt
gefundene Kompromiss.Leider ist die von der SPD angekündigte
Bürgerversicherung noch ungeeigneter, da sie die Arbeitgeberanteile
nicht deckelt und dadurch die Lohnnebenkosten auf Dauer weiter
steigen.So wiederrum stand`s im Spiegel, der ja nicht gerade als
konservativ gilt.
Insgesamt ist es wirklich erschreckend zu sehen, was wir in
Deutschland für Politiker haben (damit meine ich alle Parteien).
Ich vertraue schwarz/gelb mehr, da ich auf deren besseres
Verständnis für ökonomische Zusammenhänge
hoffe.Schlimmer werden kann`s ja nicht mehr.
schrieb am 25.11.04 15:52:44
Ich vertraue schwarz/gelb mehr, da ich auf deren besseres
Verständnis für ökonomische Zusammenhänge
hoffe.Schlimmer werden kann`s ja nicht mehr.
Fidel,
gut, dass du da "hoffe" schreibst. Den Beweis sind die leider
bisher schuldig geblieben. Mit der ursprünglichen "Kopfpauschale"
stimme ich dir zu, obwohl ich da Betroffener gewesen wäre und jetzt
zu den Gewinnern zählen darf.
Leider, und das gilt sowohl für die Bürgerversicherung als auch die
Kopfpauschale, setzen beide nur bei den Einnahmen an. Das Problem
der ausufernden Ausgaben bekommen beide dadurch nicht in den Griff.
Hier fehlt der Wettbewerb auf der Anbieterseite.
Bei der jetzigen Form dieser "Gesundheitsprämie" werden die
Kostensteigerungen gewaltig auf die Beitragszahler voll
durchschlagen. Da werden sich, sollte sie denn (wovon niemand
ausgeht wirklich kommen) eine Vielzahl von UNIONS-Wählern dann die
Augen reiben.
schrieb am 25.11.04 17:42:20
# 74 willi
was hast Du dagegen, daß der beste Mann der CDU/CSU nochmal
geredet hat?
das ist ja noch schlimmer als ich dachte ..
mehr hat die Oppositions-Liga nicht ?
nur einen ?
der Softie, der nun anhaut
dann ade .. mit der Übernahme der Regierungsverantwortung
schrieb am 25.11.04 17:44:07
sorry, muss heissen
abhaut,
und vor der Altgenossin Merkel kuscht
schrieb am 25.11.04 20:59:20
HB BERLIN. Der Ifo-Index fiel auf 94,1 von 95,3 Punkten im Oktober,
wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am
Donnerstag mitteilte. „Neben den Standortproblemen, die die
Binnenkonjunktur von der Weltkonjunktur abgekoppelt haben, fordern
der hohe Ölpreis und die Euroaufwertung ihren Tribut“, erklärte
Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Die rund 7000 befragten Unternehmen
bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre
Erwartungen schlechter als noch im Vormonat.
Damit markierte der wichtigste deutsche Frühindikator für die
Konjunkturentwicklung den tiefsten Stand seit September vergangenen
Jahres. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang des
Index auf 94,7 Zähler gerechnet. Der Teilindex zur Lageeinschätzung
gab erstmals seit Juni nach auf 93,8 von 94,7 Punkten. Der
Teilindex zu den Geschäftserwartungen fiel auf 94,3 von 95,9
Punkten, wie das Ifo weiter mitteilte.
"Das Wunder ist, dass die Weltwirtschaft so stark wächst wie
seit 28 Jahren nicht mehr und Deutschland daran nicht
teilnimmt“, sagte Sinn dem Sender CNBC. Wegen der hohen
Arbeitskosten investierten die Firmen lieber im Ausland und die um
ihre Jobs bangenden Arbeitnehmer hielten sich beim Konsum zurück.
Der Ifo-Konjunkturexperte Gernot Nerb sagte Reuters, der
grundsätzliche Trend einer ganz langsamen Konjunkturerholung in
Deutschland sei durch die schwächeren Daten nicht gefährdet: „Die
erhoffte Dynamik kann man aber noch nicht erkennen.“
HANDELSBLATT, Donnerstag, 25. November 2004, 11:14 Uhr
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