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schrieb am 21.06.05 20:46:28
Hallo,
Ziel dieses Beitrags ist es, auf die eklatante Unterbewertung von
P&I hinzuweisen und die mögliche weitere Entwicklung unter der
Carlyle-Gruppe aufzuzeigen. Dies gilt umso mehr, als dass bei PI
sehr deutliche Signale vorliegen, dass auch dieses Unternehmen in
Kürze von der Börse verschwinden könnte.
Kurzbeschreibung
P&I zählt zu Europas führenden Lösungsanbietern in den
Bereichen Human Resources Management, Entgeltabrechnung sowie
Personaleinsatzplanung. Die Softwareprodukte sind sowohl in großen
und mittelständischen Unternehmen als auch im öffentlichen Dienst
im Einsatz. In den letzten fünf Jahren erreichte P&I die
folgenden Wachstumsraten:
Umsatz von 27,7 auf 45,1 Mio. Euro: CAGR 13,0% p.a.
EBITDA von 3,5 auf 9,4 Mio. Euro: CAGR 28,0% p.a.
EBIT von 1,1 auf 5,2 Mio. Euro: CAGR 47,5% p.a.
Jahresüberschuss von 51 TSD Euro auf 3,4 Mio. Euro.
Mitarbeiteranzahl von 223 auf 246
Hervorzuheben ist es, dass diese Entwicklung sehr kontinuierlich
verlief und nicht durch einmalige Wachstumssprünge z.B. infolge von
Akquisitionen erreicht wurde.
Geschäftsjahr 2004/05
Im vergangenen Jahr erzeilte P&I das beste Resultat der
Unternehmensgeschichte. Der Umsatz wuchs um 12,3% auf 45,1 Mio.
Euro. Die Umsatzentwicklung läßt sich dabei wie folgt
aufschlüsseln. Die Lizenzumsätze wuchsen um 29,7% auf 12,2 Mio.
Euro. Der Bereich Consulting wuchs um 7,7% auf 15,0 Mio. Euro.
Wartungserlöse stiegen um 5,9% auf 16,7 Mio. Euro. Der Umsatz mit
Handelswaren legte um 14,7% auf 1,2 Mio. Euro zu. Das EBITDA
verbesserte sich um 11,5% auf 9.436 Teuro. Das Betriebsergebnis
kletterte um 21,9% auf 5.229 TSD Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich
von 10,7% auf 11,6%. Der Jahresüberschuss verbesserte sich infolge
einer geringeren Steuerquote überproportional um 38,1% auf 3.381
TSD Euro oder 44 Cents je Aktie. Vor Goodwillabschreibungen wurde
ein Ergebnis je Aktie von 80 Cents verdient.
Ausblick
Im laufenden Jahr rechnet P&I mit einem organischen
Umsatzwachstum von 5%. Wachstumstreiber soll dabei das margenstarke
Lizenzgeschäft sein, das man um mindestens 10% ausbauen möchte. Ein
weiteres Umsatzwachstum von ebenfalls 5% resultiert aus der am 1.
April 2005 bekanntgegebenen Übernahme der ZHS Gruppe. Per Saldo ist
also im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 mit einem Umsatzanstieg von
rund 10% auf knapp 50 Mio. Euro zu rechnen. Das Ergebnis dürfte
deutlich überproportional steigen. Es darf nämlich nicht übersehen
werden, dass die Ergebnisentwicklung im letzten Jahr durch
außerordentliche Belastungen gebremst wurde, die in diesem Jahr
nicht mehr anfallen werden. Dies betrifft die folgenden Punkte 1
bis 4. Die Punkte 5 bis 7 betreffen dagegen zukünftige
Kostenersparnisse. Im einzelnen handelt sich sich um folgende
Kostenblöcke:
1. Außerplanmäßige Abschreibungen: P&I hat im vierten
Quartal eine außerplanmäßige Vollabschreibung auf die
LOGA-Schutzrechte der Länderversionen Tschechien, Schweiz, Polen
und Ungarn vorgenommen. Der Abschreibungsaufwand stieg deshalb auf
872 TSD Euro nach 524 TSD Euro im Vorjahr. Diese Abschreibung wird
sich in dieser Höhe nicht wiederholen lassen, da das gesamte
immaterielle Anlagevermögen derzeit nur noch mit 395 Teuro
bilanziert wird. Ersparnis ca. 470 TSD Euro.
2. Goodwillabschreibung: Der Goodwill wurde außerplanmäßig
um 582 TSD Euro auf Null abgeschrieben. Infolge der Akquisition der
ZHS-Gruppe wird zwar wieder ein Goodwill-Posten entstehen, ich
halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass hier sofort
Abschreibungen größeren Ausmaßes drohen. Ersparnis 580 TSD Euro. Es
stellt sich natürlich die Frage, warum sich der Vorstand im vierten
Quartal dazu entschlossen hat, die Abschreibungen durchzuführen. In
meinen Augen handelt es sich hier um klassisches
Earnings-Engineering. Der Grund dürfte sein, dass sich der Bonus
künftig nach der Zielüberschreitung beim EBIT berechnet (siehe
hierzu auch S. 75 GB).
3. Übernahmekosten: P&I sind Kosten für adhoc-Meldungen
und Veröffentlichungskosten im Zuge des Übernahmeversuchs durch
Carlye entstanden. Den Aufwand hierfür taxiere ich auf rund 50 TSD
Euro.
4. Umstrukturierung: P&I hat im vergangenen Jahr eine
kleine, fast unbemerkte Restrukturierung vorgenommen. Insgesamt
sechs Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Consulting wurden
abgebaut bzw. umgesetzt. Die mit der Restrukturierung verbundenen
Kosten taxiere ich auf 150 TSD Euro.
5. Ehepaar Becker: Das Ehepaar Becker ist mit Wirkung zum 1.
Oktober 2004 aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Vorstandsposten
wurden nicht wieder besetzt. Legt man das durchschnittliche
Monatsgehalt des damals vierköpfigen Vorstands zugrunde, ergibt
sich eine jährliche Kostenersparnis von 500 TSD Euro durch das
Ausscheiden. Für wichtig halte ich auch, dass es keine
Beraterverträge mit dem Ehepaar Becker gibt.
6. Aufischtsrat: Der von Carlyle gestellte und auf drei
Mitglieder reduzierte Aufsichtsrat verzichtet auf sein Entgelt.
Ersparnis 75 TSD Euro.
7. Investor-Relations: Die Investor-Relations-Tätigkeit
werde nach der Übernahme durch Carlyle auf ein Minimum
zurückgefahren. Auftragsstudien werden nicht mehr erstellt. Der
frühere IR-Chef arbeitet jetzt im Vertrieb. Ersparnis 100 TSD
Euro.
Kumuliert ergeben sich Kosten- und Abschreibungseffekte von rund 2
Mio. Euro, die P&I im letzten Jahr entweder einmalig belastet
haben oder die in diesem Jahr nicht mehr anfallen werden. Aus der
Kombination von Umsatzwachstum und erheblichen
Kostensenkungseffekten eröffnen sich exzellente Ausgangsbedingungen
für eine deutliche Ergebnisverbesserung. Bei einem Umsatzwachstum
von 11% auf 50 Mio. Euro rechne ich deshalb nur mit einem
unterproportionalen Kostenanstieg von 8%, so dass sich ein EBITDA
von 11,5 Mio. Euro ergibt. Die Goowill- und
Sachanlageabschreibungen werden aufgrund der nur noch geringen
Buchwerte von 4.207 TSD Euro auf 3.219 TSD Euro zurückgehen, so
dass das EBIT kräftig von 5.229 TSD auf 8.281 TSD Euro steigt.
Zusammen mit einem weiter verbessertem Zinsergebnis sowie einer
geringeren Steuerquote (<40% aufgrund des Rückgangs der nicht
steuerlich abzugsfähigen Goodwillabschreibungen) könnte der
Jahresüberschuss auf 5.484 TSD Euro springen. Dies entspricht einem
Ergebnis je Aktie von 0,71 Euro und 1,00 Euro vor
Goodwillabschreibungen.
ZHS-Übernahme
Die Annahme eines bevorstehenden Umsatz- und Gewinnsprungs bei
P&I halte ich auch insofern für wahrscheinlich, als dass
P&I mit der ZHS-Gruppe ein sehr margenstarkes Unternehmen mit
einer EBIT-Marge von 15% akquiriert hat. Nach Vorstandsangaben lag
der Kaufpreis bei weniger als einem Jahresumsatz, d.h. unter zwei
Millionen. Die Gruppe mit 15 Mitarbeitern, die im selben Gebäude
wie P&I sitzt, wurde bereits vollständig bei P&Iintegriert.
Ich rechne damit, dass ZHS in diesem Jahr rund 2,2 Mio. Euro Umsatz
und 375 TSD Euro EBIT zum Ergebnis der P&I beisteuert.
Zusätzliche Ertragsphantasie durch Steuerthemen
1. Senkung Körperschaftsteuer
Da P&I den gesamten Jahresüberschuss in Deutschland erzielt,
dürfte der Konzern zu den großen Profiteuren einer möglichen
Körperschaftsteuerreform nach der Wahl gehören. Sinkt
beispielsweise die Steuerbelastung auf 30% von geschätzt 39% in
diesem Jahr, erhöht sich das Ergebnis je Aktie um zehn Cent.
2. Anrechnenbarkeit der Auslandsverluste
Phantasie geht auch von einer Steuerdiskussion aus, die P&I
derzeit mit den Finanzbehörden bezüglich der Anrechenbarkeit der
steuerlichen Verlustvorträge der Auslandstöchter führt. Fällt die
Entscheidung hier positiv aus, erhält P&I eine
Körperschaftsteuergutschrift von 1,8 Mio. Euro.
Bewertung
Um es vorweg zu nehmen: Die Bewertung von P&I ist lächerlich.
Bei 7,7 Mio. ausstehenden Aktien und einem Aktienkurs von 10 Euro
beträgt die Marktkapitalisierung derzeit 77 Mio. Euro. Subtrahiert
man die reichlich vorhandene Nettoliquidität von 27 Mio. Euro,
errechnet sich ein Enterprise Value von 50 Mio. Euro. (Zur
Erklärung: Ausgewiesen werden derzeit sogar liquide Mittel in Höhe
von 33,8 Mio Euro, ich saldiere jedoch den Umsatzabgrenzungsposten
und den noch zu entrichtenden Kaufpreis für ZHS und schlage die in
diesem Jahr erwirtschafteten liquiden Mittel zu.) Auf Basis des
Enterprise Value von 50 Mio. Euro errechnet sich ein EV/Sales von
1,0, ein EV/EBITDA von 4,5 sowie ein EV/EBIT von 6,4. Rechnet man
die liquiden Mittel von 3,50 Euro aus dem Aktienkurs heraus, ergibt
sich ein KGV vor Goodwillabschreibungen von 6,5.
Diese Bewertungen sind vielleicht für ein zyklisches
Maschinenbauunternehmen angemessen, ganz bestimmt aber nicht für
ein Softwareunternehmen mit einem sehr stabilen Geschäftsmodell.
Und erst Recht nicht für ein Unternehmen, das in den vergangenen
zwei Jahren jeweils über 6,5 Mio. Euro liquide Mittel aus 40 bzw.
45 Mio. Euro Umsatz generiert hat und in diesem Jahr aller
Voraussicht nach über 7,5 Mio. liquide Mittel neu schaffen wird.
P&I ist locker das Doppelte wert und auch dann nicht einmal
überzogen bewertet!!!!
Carlyle hat weitere Aktien gekauft
Die Carlyle-Gruppe war mit Stand vom 14. Oktober 2004 über das
Investment-Vehikel IPCAR mit 66,64% (5.131.273 Aktien) an P&I
beteiligt. Mittlerweile hat IPCAR diesen Bestand nach Angaben von
Bloomberg um 154.000 Aktien auf 68,64% aufgestockt! Ein weiterer
Großaktionär ist die Axxion S.A. mit einem Kapitalanteil von 5,35%.
Ein kleineres Paket von 2,6% liegt in den Händen der Beko-Holding.
Der Free-Float liegt mithin bei 25%. Es stellt sich nun die Frage,
wie Carlyle in Sachen P&I weiter verfährt.
Die Optionen von Carlyle
1. Abschluss GuB-Vertrag:
Da die IPCAR zu 100% fremdfinanziert ist, wäre es für die
Carlyle-Gruppe sehr lukrativ, über einen Gewinn- und
Beherrschungsvertrag steuerliche Organschaft herzustellen. Dieser
Schritt würde die Verrechnung der Verluste bei IPCAR mit den
Gewinnen bei P&I erlauben. Nach meinen Infos wagt es Carlyle
derzeit nicht, der HV ein GuB-Vertrag vorzulegen. Man rechnet mit
zu viel Widerstand und fürchtet, die 75% Mehrheit nicht zu
erreichen.
2. Aktienrückkäufe:
P&I hat die Ermächtigung, bis zu 10% eigene Aktien
zurückzukaufen. Sollte dies umgesetzt werden, würde sich der
Carlyle-Anteil auf 74% erhöhen und damit der magischen 75%-Marke
stark annähern. Die Frage ist nur, inwieweit es bei knapp 1.925.000
freien Aktien gelingen soll, 770.000 Aktien ohne große
Kursausschläge zurückzukaufen. In meinen Augen ist dies ein Ding
der Unmöglichkeit.
3. Zweites Angebot:
Ein verbessertes zweites Angebot könnte frühestens ein Jahr nach
Abgabe des alten Angebots vorgelegt werden. Das alte Angebot
datierte vom 27. Juli und lief inklusive Zaunkönigregel bis zum 14.
Oktober. Ein zweites Angebot ist meines Erachtens nur sinnvoll,
wenn es gelingt, die Axxion und Beko Holding mit ins Boot zu holen.
Und diese Marktteilnehmer schätze ich so ein, dass sie sich nicht
die Butter vom Brot nehmen lassen.
4. Ausschüttung Sonderdividende:
Der gewaltige und für P&I völlig unnötige Cash-Berg von 33,4
Mio. Euro (27 Mio. nach meiner Rechnung) weckt natürlich
Begehrlichkeiten bei Carlyle. Je Aktie entspricht dies immerhin
4,34 Euro bzw. fast 60% des von Carlyle für P&I bezahlten
Betrags von 7,40 Euo. Das Management von P&I steht der
Möglichkeit einer Sonderausschüttung übrigens positiv
gegenüber.
5. Trade Sale an Oracle oder SAP:
Aufmerksamen Lesern der PIN Juni 2005 wird es nicht entgangen sein,
dass sich die Berührungspunkte von Oracle und P&I deutlich
erhöht haben. So wird ein großer, international tätiger
Baudienstleister die Löhne und Gehälter seiner 14.000 deutschen
Mitarbeiter (hinter dieser Formulierung kann sich eigentlich nur
Bilfinger & Berger verbergen) künftig mit P&I Software
abrechnen. Die P&I Lösung wird zusammen mit einem ERP-Paket auf
Basis der Oracle E-Business-Suite eingeführt. Den nächsten Hinweis
auf Oracle findet man übrigens auf Seite 7 der PIN. Zwei der
P&I Kunden aus dem Bankbereich rufen die Payroll-Funktion aus
der PeopleSoft ERP-Lösung HCM auf. Larry Ellison hat P&I
übrigens schon mal besichtigt. Dies ist kein Witz....
Fazit:
Ich bin der Ansicht, dass es sich bei P&I um die seltene
Kombination aus einem substanz- und wachstumsstarken Unternehmen
handelt. Das Kurspotential taxiere ich auf mindestens 100%. Das
größte Problem sehe ich darin, dass niemand dieses Unternehmen
kennt. Eine Ausnahme bildet die "Heuschrecke" Carlyle, die sehr
wohl weiß, was sie an dieser Perle hat. Leider scheinen deutsche
Fondsmanager und Privatanleger zu doof zu sein, den wahren Wert
"ihrer" Aktiengesellschaften zu heben. Ich für meinen Teil bin
entschlossen, dies bei P&I zu verhindern. Darum dieser Thread,
den ich keinesfalls als Konkurrenzveranstaltung zu den bereits
bestehenden P&I Threads verstanden wissen will. Ich fürchte
nur, dass wir nicht mehr viel Zeit haben.
Viele Grüße
babbelino
schrieb am 21.06.05 20:57:26
Hi,
eine kleine Fehlerkorrektur: Sollte P&I zehn Prozent der
ausstehenden Aktien zurückkaufen, erhöht sich der Anteil auf Basis
der neuen Beteiligungsverhältnisse von Carlyle auf 76,3%.
Gruß
babbelino
schrieb am 21.06.05 21:55:57
1. Danke Dir
2. bin beruhigt, dass ich an meinen Rechenkünsten nicht zweifeln
muss, denn Du hast es selbst korrigiert
3. auch wenn ich zur Zeit mehr auf meinen Bauch höre, Deine
Ausführungen sind in jeder Hinsicht positiv zu sehen und bestätigen
diesen
4.fällt mir nichts mehr ein
5. ...ausser...
6. ...eventuell...
7. ...zu sagen, dass endlich jemand (ausser mir) mindestens (!)
eine 2 vor dem Wert der Zweistelligkeit erwartet ;-)
Um es einfacher auszudrücken: Fight, denn dies is der Zuwachs aller
derer, die die Aktie/das Unternehmen (egal ob mit Manpower oder
Euros auch zu "schlechten Zeiten" unterstützt haben!!!
Gruss
Sky
schrieb am 22.06.05 13:24:37
#1
super beitrag.
mein kursziel?? ne 2x,xx
nur ist der kursverlauf in der
letzten zeit etwas steil.
mir waere der langsame aber stetige
anstieg lieber gewesen.
so long
schrieb am 22.06.05 14:50:57
Hi Babbelino,
ich kann mich dem Dank für Deinen Superbeitrag nur anschließen.
Mit dieser Fülle von Sachkenntnis und Wissen bzgl. PuI kann ich in
keiner Weise konkurrieren, greife aber mal eine Deiner
Schlussfolgerungen auf:
"Das größte Problem sehe ich darin, dass niemand dieses
Unternehmen kennt."
Lässt sich denn, wenn dies tatsächlich das größte Problem sein
sollte, daran gar nichts ändern? Gibt es nicht irgendeine
Möglichkeit, das Unternehmen ein wenig mehr ins Licht der
Öffentlichkeit zu rücken und deutsche Anleger aufmerksam zu
machen?? Anders gefragt: Gibt es nicht jemanden hier in der
Gemeinde, der Verbindungen zu Börsenbriefen oder Medien hat und mal
einen kleinen "Anstoß" geben könnte .......
Grüße, Charly
schrieb am 22.06.05 15:01:17
Die ganze zeit gings nur seitwerts.
Und jetzt da es bergauf geht, geht es auf einmal
zu schnell???
P & I hat in seiner ganzen Börsengeschichte keine
21 oder 22% an einem tag gemacht. Soweit ich mich
errinere war das meiste 14 oder 15%.
Gestern gings 9% gerade mal nach oben und das soll
steil sein??????
Es geht doch langsam nach oben was willst du eigentlich??
Steil ist relativ?
Für mich bedeutet steil: an einem Tag 30 - 40 % zu machen und am
nächsten tag noch einmal 30 - 40%.
Dies ist ganz moderat hier.
Die Aktie hat es eigentlich verdammt noch mal Verdient zu Steigen
nach den Zahlen was kamen.
Und ich hoffe das Steile kommt noch. Wer höhen angst hat soll halt
eben austeigen, One Year.
Höhen angst hast du bestimmt nicht oder???




Gruß turmfalke66
PS: bleibt am Ball, ansonsten kann man nur Verlieren.
schrieb am 22.06.05 15:20:52
@ babbelino,
Respekt !!!
Der Zeitfaktor ist m.E. der einzige Pferdefuss. Auch die Frage, wer
im Moment kauft, spielt eine nicht unerhebliche Rolle in dem von
Dir in zutreffender Weise beschriebenen Szenario. Kann es denn
nicht auch sein, dass zunächst jemand mit niedrigen Kursen Panik
auslösen wollte und nachdem dies nicht gelang, es nun mit
Kurssprüngen nach oben versucht? Warten wir es ab!
Gruß
schrieb am 22.06.05 15:44:44
mit steil meinte ich nur den chart, nicht die prozente.
monatelang konnte man gemuetliche, steigende kurse sehen und nun
war der chart doch recht steil geworden.
ich habe nur angst das irgendwelche zocker den wert nach oben
pruegeln, um ihn dann voellig zerbombt hinter sich zu lassen.
musste leider schon das ein oder andere mal verkaufen weil ein hr.
frick eine aktie empfohlen hat. den run habe ich natuerlich
mitgenommen. aber gerne habe ich es nicht gemacht.
so long
schrieb am 22.06.05 15:52:09
@OneYear,
das hier ist eine andere Baustelle. P&I ist und war nie ein
Zockerwert!
schrieb am 23.06.05 06:51:43
@babbelino
danke für den sehr guten Beitrag und das Du Dir die Mühe gemacht
hast einen neuen Thread zu eröffnen. Ich glaube der Kursanstieg ist
auf Deine Analyse zurückzuführen, obwohl die meisten Daten
eigentlich allen bekannt sein müßten. 4 Dinge gibt es meiner
Meinung nach besonders hervorzuheben bzw. auszudiskutieren.
1. Durfte überhaupt Carlyle die Anteile aufstocken, da ja ein
Übernahmeangebot zu 7,40€ abgegeben wurde und der Preis börslich
nie wieder erreicht wurde?
2. der Mega-Auftrag des ungenannten Baukonzerns
3. die eventuelle Sonderdividende und was noch wichtiger ist
4. der Besuch von Larry A. (Oracle-CEO) bei P&I
Außerdem sollte man auch das negative Szenario nicht verschweigen.
Sollte ein GUB-Vertrag zustande kommen, wird P&I soweit möglich
ausgeschlachtet. Wie bei den meisten Heuschreckenübernahmen üblich,
dürfte P&I einen Kredit aufnehmen müssen, damit die Carlyle
Investoren die Übernahmekosten ausbezahlt bekommen. Was das
bilanziell für Auswirkungen haben wird, kann sich jeder selbst
ausmalen.
gruß