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Heutiges BamS-Interview: Merkel verwechselt wieder Brutto/Netto ( Seite 5)
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schrieb am 07.08.05 22:32:55
#29:
Die Frau Merkel ist Naturwissenschaftlerin, eine
hochintelligente Frau und hier disskutieren die Pisagechädigten
Deutschlands über Brutto und Netto .
Es ist einfach unfaßbar, was sich hier abspielt.
die leute, die diese frau wählen, wählen sie aber auch nicht, da
sie naturwissenschaftlerin ist, sondern weil sie davon ausgehen,
dass sie eine person ist, die imstande ist dieses land zu führen
und unter anderem weiß, was brutto oder was netto bedeutet. das
sollte allerdings auch jedem naturwissenschaftler oder besser noch
noch jedem studenten im 1. semester klar sein. das sind basics...

schrieb am 07.08.05 22:34:52
#21 Stahlbein
Genial formuliert, alle Achtung!
Wenn ich richtig verstanden habe, hat die geplante Maßnahme
folgende Gewinner und Verlierer:
Verlierer: Rentner, Sozialhilfeempfanger, Arbeitslose und Beamte,
also alle die keine Sozialversicherung zahlen.
Null auf Null geht es aus für sozialversichere Arbeitnehmer.
Gewinner: Unternehmer und Kapitalgesellschaften.
Bleibt zu hoffen das diese Maßnahme für die Kapitalseite Grund
genug ist, in den ohnehin hochgelobten Standort D weiter zu
investieren, um durch weitere Exportsteigerungen neue Arbeitsplätze
zu schaffen.
Auf der ohnehin schwachen Nachfrageseite des privaten Konsums wird
es ohne die erhofften neuen Arbeitspläte auf grund der
MWSt-Erhöhung voraussichtlich weiter abwärts gehen.
Der Reformprozess geht weiter!
Umverteilung von "Unten" nach "Oben"!
Damit gewinnt man natürlich die Zuneigung der Kapitalgesteueren
"Freien Medien" und der angloamerikanischen Investoren, die ja wie
man hört, die "Hauptveranwortlichen" für den Dax-Anstieg der
jüngsten Zeit sein sollen.
Von "Nichts" kommt "Nichts"
Gruß Kirschkern1
schrieb am 07.08.05 22:36:31
[posting]17.472.392 von Alexander_der_Grosse am
07.08.05 22:32:55[/posting]@
Bei Politikern scheint brutto/netto ein Problem zu sein. Der
Scharping hat das damals auch nicht hinbekommen und wurde zum
Gespött der Leute.
schrieb am 07.08.05 23:01:32
Nur soviel für alle Spezialisten für Brutto und Netto!
Bei 1000€ Brutto steigt das Netto um 1,25% bei einer Senkung der
Lohnnebenkosten um 1%!
Nur mir ist nicht verständlich, das bei einer Senkung der
Lohnnebenkosten die Wirtschaft buhmen soll!
Eine Handwerkerstunde ist mit 43,00 € anzusetzen! Wenn die LNKostem
um 1% für den Arbeitgeber sinken, verbilligt sich diese Stunde um
60 Cent und ist nur noch mit 42,60 € anzusetzen!
Bei VW oder Daimler sind das etwa 0,1% der Gesamtlohnkosten!
Und daran soll die Wirtschaft gesunden, ihr Spezies???
Das ist doch alles verarsche!!!!!!!!
schrieb am 07.08.05 23:37:02
#34 von Stahlbein
Jedenfalls haben eine Menge Leute, die in diesen Dingen weniger
versiert und nicht so gebildet sind wie du, das kapiert.
> Danke, ich habe das schon kapiert? Ich denke nicht, dass auch
nur irgendeinem Normalsterblichen das wahre Ausmaß wirklich bewußt
ist.
Und darum geht es mir, nicht, dass 2% Lohnneben-
kostensenkung auf je 1% zu Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt
werden.
Das klingt wirklich toll, wenn ich am Ende des Monats 45,00 Euro
mehr auf dem Konto habe mir aber verschwiegen wird, dass ich jetzt
200,00 Euro mehr ausgeben muß.
Wo soll da der Anreiz sein, die Wirtschaft anzukurbeln? Das Ganze
wird im gleichen Fiasko enden wie mit dem Euro und dessen
Einführung.
#39 von Roman5
Das ist doch alles verarsche!!!!!!!!
> Das befürchte ich mittlerweile auch.
AL
schrieb am 08.08.05 07:46:47
[posting]17.472.539 von anALysen am 07.08.05
23:37:02[/posting]@
Ja, stimmt, das war keine gute Idee von der CDU/CSU. Außerdem ist
es systematisch das selbe, was Rot-Grüne immer vorgemacht hat:
Steuern rauf um Löcher woanders zu stopfen. Die CDU hat das zu
Recht immer kritisiert und macht es jetzt selbst. Kein Wunder, daß
der Wähler da irritiert reagiert.
Man muß der Angie aber zu Gute halten, daß diese Sache nicht auf
ihrem Mist gewachsen ist. Da wollten die Ministerpräsidenten der
Union in die Kasse fassen, um ihre klammen Haushalte aufzuhübschen,
was denen ja auch gelungen ist. Und ihre alte Widersacherin haben
sie obendrein vorführen können, was denen sicher Spaß gemacht
hat.
Der ganze Akt zeigt, wie wacklig die Position von der Merkel ist
und wie wenig die CDU/CSU-Größen mit ihr kooperieren.
PS: 200 Euro mehr ausgeben zu müssen, ist aber übertrieben. Oder
meinst du eine Familie mit 39 Kindern?
schrieb am 08.08.05 11:11:25
Hat die Union nicht die Abschaffung der Eigenheimzulage blockiert
mit der Begründung, dass die Regierung plant mit den Geldern die
Haushaltslöcher zu stopfen?
Und nun ist von der Union eine Mwst-Erhöhung um 2 % vorgesehen, und
die Hälfte dieser Erhöhung erhalten die Länder zum Stopfen ihrer
Haushaltslöcher.
Sollte die Union die Wahl gewinnen, wird die Eigenheimzulage ab
2007 abgeschafft werden! Ich bin schon gespannt, in welchen Töpfen
diese Einsparungen landen werden.
Die Opposition hat jede Form der Steuervereinfachung strikt
abgelehnt, mit dem Hinweis, dass die Regierung damit nur ihre
Haushaltslöcher stopfen möchte. Dass evtl. langfristig gesehen dies
von Vorteil sein könnte, das hat sie stur ignoriert. Das setzt sie
jetzt selbst um mit zwei-/dreijähriger Verspätung. Diese Partei
schadete dem Land in der Opposition und sie wird dem Land schaden
sollte sie die Regierung bilden.
schrieb am 08.08.05 11:26:07
[posting]17.475.364 von StellaLuna am 08.08.05
11:11:25[/posting]@
Die Opposition hat jede Form der
Steuervereinfachung strikt abgelehnt, mit dem Hinweis, dass die
Regierung damit nur ihre Haushaltslöcher stopfen möchte.
Das stimmt nicht, es ging nicht um Steuervereinfachung. Und
schon gar nicht um jede Form von Steuervereinfachung.
schrieb am 08.08.05 11:43:14
[posting]17.475.611 von Stahlbein am 08.08.05
11:26:07[/posting]Ziel war und ist Vereinfachung des
Steuersystems und dazu gehört die Abschaffung aller sogen.
Steuersubventionen und darunter fällt auch die Eigenheimzulage!
schrieb am 08.08.05 11:49:58
[posting]17.475.939 von StellaLuna am 08.08.05
11:43:14[/posting]@
Ja, das sind die offiziellen Begründungen, tatsächlich wollte
Eichel einfach nur Geld sparen.
Wobei ich zugeben muß, daß seine Begründung mich schon überzeugt
hat: Wenn bei Wohnungen Leerstand herrscht, ganze Wohnblocks
abgerissen werden und Mieter keine Sorgen mehr haben, braucht man
keine Förderung für den privaten Wohnungsbau. Hätte außerdem nicht
für die Altfälle gegolten, wär also recht schmerzlos gewesen.
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