schrieb am 04.09.05 17:20:57
irgendwo mal gelesen
der Satz zu den Zinssenkungen sollte zum
nachdenken anregen.
Auch der Jahrhundertcrash, der im Herbst 1929 begann, wurde von der
amerikanischen Federal Reserve mit ständigen Zinssenkungen
begleitet
Der LTCM Crash
Das auf 860 Milliarden Dollar gestiegene Anlagevolumen der
schätzungsaweise 6000 international agierender Hedgefonds
(siehe Posting # 955 ) könnte Anlaß sein, sich mal wieder mit dem
LTCM Crash zu befassen...
Der Hedge-Fonds Long Term Capital Management (LTCM) wurde 1994 von
John Meriwether gegründet. Er galt als Star unter den Bondhändlern
und wurde im Buch " Liars Poker" verewigt. Unter seinen Partnern im
Fonds befanden sich auch zwei Nobelpreisträger, Robert Merton und
Myron Scholes. Beide erhielten den Nobelpreis der Wirtschaft im
Jahr 1997, da sie eine neue Methode zur Bestimmung des Wertes von
Derivaten entwickelt hatten. 1996 hatte der LTCM bereits mehr als
100 Mitarbeiter und die Teilhaber waren mit insgesamt mit 1,4
Milliarden Dollar an dem Fond beteiligt. Unglaublich ist auch, dass
sogar die seriöse UBS (Union Bank of Switzerland) ihre bisherigen
Einwände aufgab und ein Geschäft mit Long Term einging. Der
Hedge-Fond wurde dank dem Einfluss von Ron Tannenbaum zum größten
Kunden der UBS. Nur Ramy Goldstein, der Leiter von UBS`
Aktienderivaten, erkannte Long Term als Konkurrenten.
Die Herren Nobelpreisträger hatten mit ihren jungen und
hochintelligenten Mitarbeitern in den Jahren zuvor hochgeheime
Finanzprogramme ausgetüftelt. Die flinken Techniker galten als
Geheimwaffe der Investmentbanken, ihre Formeln wurden schärfer
geschützt als manche CIA-Operation.
Das Geheimnis der " Quants" , wie die Programmierer genannt wurden,
war eine Software, die den Kosmos aus Tausenden von Aktien und
Anleihen ständig nach neuen Kaufgelegenheiten durchforstete. Die
Computer spürten Werte auf, die sich normalerweise parallel
entwickeln, aber zeitweise um winzige Prozentpunkte von ihrer
Normalkurve abgewichen waren. (Convergence-Strategie)Dann setzten
die Käufer darauf, daß sich die Werte wieder an die Normalspanne
annäherten.
Wer sich mal ein wenig mit den Quadrigafonds befasst hat, wird
dieser charttechnische Ansatz bekannt vorkommen …
Die " Quants" verhalfen Bankiers und Spekulanten zu
gewinnträchtigen Wetten mit vermeintlich kalkulierbarem Risiko,
doch in Krisenzeiten versagten ihre Programme.
Aber die Milliardenverluste des LTCM entstanden nicht allein durch
fehlerhafte Software, es war wohl eher die Gier exzentrischer
Spekulanten.
Was also war los, damals im August 1998 ?
Es begann in Russland. Die Regierung war im August 1998 plötzlich
zahlungsunfähig und musste ein Schuldenmoratorium erlassen. die
Aktien fielen ins Bodenlose, der Rubel wurde abgewertet.
Die Entwicklung der russische Volkswirtschaft, die mit knapp 150
Millionen Menschen gerade mal das Bruttoinlandsprodukt der 5
Millionen Niederländer erwirtschaftet hatte, folgte damit der
Schockwelle, die ein Jahr zuvor in Asien ausgelöst wurde.
Es wussten zwar alle, daß es mit der Wirtschaft seit 1989 bergab
ging und die russische Regierung ihr Budget u.a. nur mit dem
Vier-Milliarden-Mark-Kredit von Helmut Kohl decken konnte, aber die
Gier in den Emerging Markets zu spekulieren war einfach zu
groß…
Neben den russischen Obligationen spekulierte der LTCM übrigens
auch mit dänischen Grundstückshypotheken und Derivaten, die auf dem
Wert des britischen Pfunds basierten. Dass dabei eine
Short-Position von ca. 300 Tonnen Gold geführt wurde, wurde bis
heute weder bestätigt noch entkräftet. Klar ist allerdings, daß der
Gold-Carry-Trade, ein todsicher Tipp in der Branche war. (Dietmar
Siebholz)
1997 erwarteten die LCTM Manager eine generelle Angleichung der
Zinsen zwischen Staatspapieren und high-yield Unternehmensanleihen
und kauften große Mengen von relativ illiquiden Obligationen von
schwach " gerateten" Schuldnern. Zudem wurden kurzfristige liquide
Staatspapiere geshortet.
1998 hatte der LTCM bei einem Eigenkapital von 4.8 Milliarden USD
bereits eine Bilanzsumme von 120 Milliarden sowie nicht-bilanzierte
Optionenverpflichtungen von etwa 1.3 Trilliarden USD. Das war schon
recht heftig…
Dass spekulative Fonds fünf- oder zehnmal soviel bewegen, wie sie
Kapital haben, war schon immer üblich und kann als normal angesehen
werden. Der LTCM aber kontrollierte im Sommer bei Eigenmitteln in
Höhe von nur 2,2 Milliarden Dollar zeitweilig einen
Wertpapierbestand von 125 Milliarden Dollar.
Die Einstellung der Tilgungs- und Zinszahlungen Russlands führte zu
einer generellen Flucht aus risikobehafteten in sicherere Anlagen.
Dies bewirkte, dass die Zinsdifferenz zwischen Staatsanleihen der
großen Industrienationen und denen der Emerging Markets sprunghaft
anstieg. Dabei kam es außerdem zu Engpässen in der Liquidität und
ein Verkauf war nur noch mit deutlichen Preisabschlägen
möglich.
Aufgrund der gestiegenen Risiken mussten die kreditgebenden Banken
ihre Sicherungsforderungen erhöhen, doch für den LTCM gab es keine
Käufer mehr. Niemand wollte die fälligen Nachschußzahlungen für den
auf margin handelnden Fond abdecken. Damit war 1998 auf dem
Obligationenmarkt etwas ganz ähnliches eingetreten wie beim
Börsenkrach von 1929, bei dem ebenfalls Nachschußforderungen eine
wichtige Rolle spielten.
Am Ende stand der LTCM vor dem Bankrott. Die Fed befürchtete, dass
die Nichterfüllung der Optionsverpflichtungen einen Dominoeffekt
auslösen - und das gesamte Weltfinanzsystem destabilisierten
könnte. In letzter Sekund wurde daher mit 15 Banken und
Maklerfirmen ein Rettungspaket geschnürt um den Supergau gerade
noch zu verhindern.
Ein Grossteil der Banken, die zur Rettung von LTCM auf Druck der
FED herbeieilen mussten, waren gleichzeitig Gegenparteien bei den
Derivatgeschäften. Sie mußten zum Teil Milliardenverluste
abschreiben. So verlor z.B. die Schweizer UBS etwa 950 Millionen
Franken - die Führungsriege des angesehenen Hauses mußte
zurücktreten.
Der dramatische Vorfall im August 1998 hat aber einen nachhaltigen
Eindruck auf dem Markt der alternativen Anlagen hinterlassen. Jetzt
versuchen die Vermögensverwalter mit sogenannten " value-at-risk
models" (VAR) herauszufinden, wieviel Kapital sie denn als
Sicherheit für ihre Handelspositionen zurücklegen müssen.
Aber der Traum, mit ausgefeilten Computerprogrammen die Märkte
überlisten zu können, ist wohl ausgeträumt. - Allerdings gibt es im
WO-Chartforum immer wieder irgendwelche " Hajos" die glauben mit
den richtigen finanzmathematischen Ingridenzien irgendwann wie
Phoenix aus der Asche steigen zu können … )
…doch wie meinte schon der kaum noch geliebte John Maynard
Keynes:
" Markets can remain irrational, longer than you can remain
solvent"
Den LCTM-Crash hat damals (!) auch Bandulet kommentiert.
Nachzulesen im Magazin " Schweizerzeit" :
Spekulanten-Dämmerung -
1998 begann die gefährlichste Krise seit 1929
Dr. Bruno Bandulet
Was 1997 mit dem Zusammenbruch der südostasiatischen Währungen und
Aktienmärkte begann und von den meisten Beobachtern als rein
regionales Ereignis missverstanden wurde, hat 1998 in immer neuen
und grösseren Wellen die ganze Welt erfasst.
Dies ist keine normale Korrektur der Aktienmärkte, wie die Neue
Zürcher Zeitung glaubt, sondern der Einsturz eines Kartenhauses,
das über viele Jahre hinweg in einer Orgie der Spekulation
aufgetürmt wurde. Die zweite Oktoberhälfte brachte eine Atempause,
aber ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Im Casino gehen die
Lichter aus.
1.
Das jüngste Kapitel der Crash-Serie betraf einen der 4`000 bis
5`000 Hedge-Fonds, die meist in Steueroasen domiziliert sind und
keineswegs Absicherungsgeschäfte betreiben, wie die euphemistische
Bezeichnung unterstellt, sondern mit grossem Hebel und
entsprechendem Risiko an sämtlichen Finanz- und Rohstoffmärkten
spekulieren. Solche Hedge-Fonds sind den kleinen Anlegern
verschlossen, sie arbeiten mit dem Geld reicher Leute. Abgesehen
von den schwarzen Schafen der Branche, konnten diese Fonds seit
langem überdurchschnittliche Renditen erzielen. Denn dort werden
die besten Köpfe der Finanzindustrie beschäftigt. Vieles, was sich
in den vergangenen Jahren an den Märkten für Devisen, Aktien und
Anleihen abgespielt hat, erklärt sich aus den Aktivitäten der
Hedge-Fonds. Sie sorgten dafür, dass die Märkte einmal unter-,
einmal überbewertet sind – denn nur nicht-effiziente Märkte mit
«falschen» Preisen bieten ideale Gewinnchancen.
2.
Da die Hedge-Fonds unreguliert sind und keiner Pflicht zur
umfassenden Berichterstattung unterliegen, bleiben ihre Engagements
und ihr Vorgehen undurchsichtig. Als der amerikanische Long Term
Capital Management Fund (LTCM) im September am Rande des Abgrundes
stand, erfuhr man zum ersten Mal, mit welch unglaublicher
Hebelwirkung hier gearbeitet wird.
Dass spekulative Fonds fünf- oder zehnmal (10-fache)soviel bewegen,
wie sie Kapital haben, war schon immer üblich und kann als normal
angesehen werden. Der LTCM aber kontrollierte im Sommer bei
Eigenmitteln in Höhe von nur 2,2 Milliarden Dollar zeitweilig einen
Wertpapierbestand von 125 Milliarden (125:2,2= 56,8-fache). Das war
ein Hebel («leverage») von 56,8! Das ist ungefähr so, als ob Sie
sich auf Ihr Haus im Wert von einer Million 56,8 Millionen leihen,
um an die Börse zu gehen.
3.
Erste Reaktion des staunenden Beobachters: Das ist deren Problem,
jeder möge so spekulieren, wie er Lust hat. Dann stellt sich aber
sofort die Frage: Wer hat Fonds wie den LTCM eigentlich finanziert?
Antwort: die Banken. Dieselben Banken, die einem mittelständischen
Betrieb bei ungenügender Sicherheit eine halbe Million verweigern,
machten Abermilliarden locker, damit im grossen Casino des
Weltfinanzsystems die Kugel rollte. Nicht nur das: die Grossbanken,
darunter auch die grösste in der Schweiz, beteiligten sich auch
noch selbst am LTCM – und nicht nur sie, sondern auch Notenbanken
wie die italienische!
4.
Seit der LTCM-Affäre ist das moralische Ansehen der Geschäftsbanken
und der Notenbanken (jedenfalls eines Teils davon) lädiert. Die
Kurse der Bankaktien sind meist um die Hälfte zusammengebrochen,
teilweise bis auf ein Niveau, das zuletzt in den achtziger Jahren
erreicht wurde. Tatsache ist: die Banken haben mit den Hedge-Fonds
zusammengearbeitet, sie haben die Kredite vorgestreckt – niemand
sonst. Während die Investitionen in die reale Wirtschaft
vernachlässigt wurden (allein in den USA sind Tausende von Brücken
baufällig), war immer genügend Geld da, um das grosse Rad zu
drehen. Aber schliesslich haben die Trading Desks der Grossbanken,
die seit Jahren in grossem Massstab auf eigene Rechnung
spekulieren, im Prinzip nichts anderes getan als die Hedge-Fonds.
Es war die Zeit einer grotesken Derivaten-Schwemme – künstlicher
Finanzprodukte, die natürlich auch den kleinen Anlegern
aufgeschwatzt wurden. Man werfe nur einen Blick in die
Anzeigenseiten der Wirtschaftspresse.
5.
Das System ist korrumpiert. Es ist ein System der
Finanzkapitalisten und Oligarchen, die sich gegenseitig in die
Tasche wirtschaften. Die Gewinne fliessen auf das eigene Konto, die
Verluste werden notfalls sozialisiert, mit Hilfe der Notenbanken
abgefangen oder auch dem Steuerzahler aufgebürdet. An dieser
offenen Verschwörung zu Lasten des Gemeinwohls waren viele
beteiligt: One-World-Organisationen wie der Internationale
Währungsfonds, der in Asien völlig versagt und immer nur die
falschen Rezepte verschrieben hat – er gehört abgeschafft; die
Banken, die den Entwicklungsländern überflüssige und fatale Kredite
aufgedrängt haben; und die Zentralbanken, die dem Treiben nicht nur
zusahen, sondern sich in den letzten Jahren sogar einbildeten, sie
müssten nun auch ihre Profite maximieren anstatt ihre
Währungsreserven sicher und seriös und mit Blick auf einen immer
möglichen Ernstfall zu verwalten. Nur vor dem Hintergrund dieser
perversen Philosophie war es denkbar, dass so viele Notenbanken ihr
Gold zu Ausverkaufspreisen verschleuderten oder es ausliehen – ein
verantwortungsloses Verhalten. Als der LTCM dann am 23. September
von einem Konsortium amerikanischer und europäischer Banken
gerettet wurde, stand der amerikanische Notenbankchef Allan
Greenspan Pate. Da fragt man sich, wessen Interessen er und seine
Bank eigentlich vertreten.
6.
Möglich wurde der wahnsinnige Aufbau dieser internationalen
Kreditpyramide nur durch die Lösung vom Gold im Sommer 1971, als
Präsident Nixon das sogenannte Goldfenster schloss. Bis dahin waren
die Devisenreserven der Notenbanken jederzeit in Gold einlösbar.
Die Notenbanken konnten Dollars präsentieren und dafür Gold
verlangen. Seit 1971 hat das Papiergeld seinen Bezug zu einem
realen Wert verloren. Es wurde beliebig vermehrbar. Die Spieler
konnten sich reich rechnen. Die Finanzblase wurde grösser und
grösser, jetzt wird sie kleiner und kleiner. Was in den letzten
Wochen und Monaten passierte, war genaugenommen noch keine «Flucht
in die Qualität», sondern eine beginnende, kopflose Absetzbewegung
aus allen möglichen Finanzanlagen. Wer in diesem Sommer aus den
Aktien in Anleihen wechselte, floh nicht in «Qualität», sondern in
Papiere, die nur auf kurze oder mittlere Sicht dafür gut sind, Geld
zu parken, deren Wert jedoch im Zuge der unvermeidlich kommenden
Reflationierung zerstört werden wird. Eine Flucht ins Gold, das
wäre eine Flucht in die Qualität gewesen. Aber dazu kam es noch
nicht, durfte es nicht kommen.
7.
Was wir derzeit erleben, ist eine Kreditkontraktion, eine Flucht in
das Bargeld. Das hat konkret zur Folge, dass auch gute Firmen in
Japan und anderswo von ihrer Bank keine Kredite mehr bekommen und
deswegen nicht investieren können. Dieser Effekt – er hat Europa
noch kaum erreicht – ist dabei, sich auf die gesamte Weltwirtschaft
auszubreiten. Greenspan versuchte, mit der jüngsten
Diskontsatzsenkung gegenzusteuern. Das Problem ist nur: um das
Zusammenfallen der Finanzblase aufzuhalten, sind im Notfall immer
größere Gelder notwendig. Wenn beispielsweise auf der Basis einer
Geldmenge von tausend Milliarden zehnmal soviel an Krediten
mobilisiert wurde und wenn dieser Hebel von zehn auf fünf reduziert
wird, kann eine Notenbank eine solche Kreditkontraktion kaum
ausgleichen. Sie müsste dafür Tag und Nacht Geld drucken. Auch
Zinssenkungen als solche können dann nicht verhindern, dass das
Soufflé in sich zusammenfällt.
Dass steigende Zinsen immer schlecht für die Börse sind und
fallende immer gut, ist eine Legende. Auch der Jahrhundertcrash,
der im Herbst 1929 begann, wurde von der amerikanischen Federal
Reserve mit ständigen Zinssenkungen begleitet. Die Fed machte das
Geld billiger, um das Schlimmste zu verhindern. Es war vergeblich.
Innerhalb von zwei Jahren sank der US-Diskontsatz von 6% auf 1,5% –
aber die Aktien fielen und fielen. Nicht anders war es in den
vergangenen Jahren in Japan. Umgekehrt war die Börsenhausse 1924
bis 1929 an der Wall Street von einer Verdoppelung des
Diskontsatzes begleitet.
Wie groß die notwendige Dosis an Geldspritzen am Ende werden kann,
zeigt der Fall Japan: Im Oktober beschloss das Unterhaus, 60
Billionen Yen (620 Milliarden Franken) in das marode Bankensystem
zu pumpen. Japan belastet sich mit einer drückenden
Staatsverschuldung, die nach menschlichem Ermessen nur durch eine
spätere Inflation erträglich zu machen ist. Besonders wichtig: auch
am Beginn der katastrophalen Entwicklung in Japan stand keineswegs
ein Versagen der realen Wirtschaft, sondern die Überspekulation am
Aktien- und Immobilienmarkt. Überall und immer wieder wackelt der
Schwanz (= Finanzkapitalismus) mit dem Hund (= reale
Wirtschaft).
8.
Das Tragische an dieser Entwicklung: sie war unnötig. Selbst der
Kollaps in Südostasien, der viele Millionen Menschen in bitterste
Armut gestürzt hat, war überflüssig. Wie die Financial Times am 21.
September berichtete, beliefen sich in den neunziger Jahren die
Kapitalzuflüsse in die Entwicklungsländer auf nicht mehr als 10%
der inländischen Investitionen. Und davon ging die Hälfte in die
offiziellen Währungsreserven. Mit anderen Worten: Diese Nationen
haben sich ruiniert, weil sie Kredite in Fremdwährungen aufnahmen,
die sie im Grunde nicht brauchten und die sie wegen des Kollapses
ihrer eigenen Währung 1997/98 nicht mehr bedienen konnten – und das
alles wegen 5% ihrer Gesamtinvestitionen und einer zusätzlichen
Beschleunigung des Wirtschaftswachstums, für die jetzt ein zu hoher
Preis errichtet werden muss. Richtiger wäre es gewesen, sich
langsamer, solider und aus eigener Kraft zu entwickeln. Aber dann
wäre der Finanzindustrie ein blendendes Geschäft entgangen.
9.
Die Entwicklungsländer (gemeint sind die sogenannten Emerging
Markets) fanden sich plötzlich in der Situation von Banken, von
denen alle ihr Geld abheben wollen. Der Fluch des Systems ist
Kurzfristigkeit und Kreditexzess. Nicht die Globalisierung als
solche! Auch im 19. Jahrhundert – zur Zeit des Goldstandards – war
die Welt in dem Sinne globalisiert, dass das Kapital frei über die
Grenze fließen konnte. Nur vollzog sich dies damals langfristig und
ohne die – am Beispiel von LTCM erklärte – fatale Hebelwirkung.
Wie Wirtschaftshistoriker herausfanden, waren es nicht mehr als
5‘000 britische und 20‘000 wohlhabende kontinentaleuropäische
Familien, die ihr Geld auf lange Sicht in Aktien und Anleihen der
Entwicklungsländer steckten und damit beispielsweise Eisenbahnen in
Amerika und Goldminen in Südafrika finanzierten. Ab und zu ging
eine Mine oder ein Schuldner pleite, aber nie auf Kosten der
Steuerzahler! Das damalige System hatte auch seine Krisen und
Crashs, aber sie waren kurz, das System korrigierte sich von
alleine. Und der Goldstandard garantierte, dass Geld und Kredit
nicht beliebig vermehrt werden konnten. Auch in unserer Zeit müsste
es profitabel sein, in Südamerika und Südostasien zu investieren –
wenn der moderne Finanzkapitalismus, der im Grunde mit der
Marktwirtschaft gebrochen hat, das System nicht missbraucht und
denaturiert hätte.
10.
Die Krise ist nicht ausgestanden, sie wird wieder und wieder an
anderen Stellen ausbrechen. Brasilien erlebt seit Wochen hohe
Kapitalabflüsse. Und selbst Argentinien, dessen Währung fest an den
Dollar gekoppelt ist, wird sich wohl nicht halten lassen. Auf der
Tagung von Weltbank und IWF im Oktober konnten sich die Argentinier
zwar neue Kredite in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar sichern. Aber
diese reichen gerade aus, um den Schuldendienst bis zum ersten
Quartal 1999 leisten zu können. Und was passiert dann? Dass
Argentinien inzwischen den Rest seiner Goldreserven verschleudert
hat, war entweder ein Akt der Dummheit oder der Verzweiflung. Es
wäre besser gewesen, die Südamerikaner und die Asiaten hätten sich
nie in die Abhängigkeit der internationalen Banken und
Finanzorganisationen begeben und hätten sich – wie im 19.
Jahrhundert – statt dessen langfristiges privates Kapital für
rentable und vernünftige Projekte gesichert.
11.
In den Stürmen, die 1998 durch das Weltfinanzsystem fegten, stand
Europa wie eine Festung – abgesehen von den Aktienmärkten, die
hierzulande sogar schneller als in New York fielen, weil die
Akteure Bargeld brauchten. (In einer Liquiditätskrise wird eben
alles verkauft, ungeachtet der Qualität. Sie hätten auch Gold
verkauft, wenn sie welches gehabt hätten.) Die Politiker reden sich
nun ein, die relative Ruhe in Europa sei dem wunderbaren Projekt
Euro zu verdanken. Man hat offenbar bereits vergessen, dass die
Bundesbank in ihrem berühmten Konvergenz-Bericht klipp und klar
feststellte, dass die meisten Euro-Teilnehmer die Voraussetzungen
für das Währungsexperiment nicht erfüllen konnten. Wenn es schief
geht, kann die Bundesbank nachher mit Recht darauf verweisen, dass
sie gewarnt und nie ihr Placet gegeben hat. Sie hat sich lediglich
der politischen Entscheidung gebeugt. Wahr ist nach wie vor, dass
der Maastrichter Vertrag schwerste Mängel aufweist, dass der Euro
noch völlig unerprobt ist und dass Europa nur deswegen bisher von
der Krise halbwegs verschont blieb, weil die Verantwortung für die
Stabilität des Finanzsystems in den bewährten Händen der Deutschen
Bundesbank lag, an der sich die Nachbarn orientierten. Im Januar
1999 muss diese Deutsche Bundesbank die Verantwortung abgeben. Aber
niemand weiß bisher, an wen. Die Aufgabenteilung zwischen
Europäischer Zentralbank und nationalen Notenbanken ist keineswegs
eindeutig geklärt: Aufgrund der dubiosen Konstruktion des
Maastrichter Vertrages kann die EZB in Krisenzeiten nur schwer als
«lender of last resort» tätig werden, und dazu wird die
unqualifizierte Einflussnahme sozialistischer Politiker in Bonn und
Paris kommen. Die Zinskonvergenz in der EU, durch die italienische
Staatsanleihen wunderbarerweise fast auf den Wert deutscher
Bundesanleihen angehoben wurden, war pikanterweise den
Spekulationsgeschäften der Hedge-Fonds zu verdanken, die damit der
Politik einen Gefallen taten. So ließ sich die heile Euro-Welt
vorgaukeln. Den Verantwortlichen ist nur zu raten, spätestens im
Dezember die Lira und einige andere südeuropäische Währungen ein
weiteres Mal abzuwerten.
12.
Stellen Sie sich darauf ein, dass das Währungschaos noch einige
Jahre andauert, dass auch der Euro unter Beschuss gerät, dass der
Dollar dann wieder gefragt sein könnte, dass sich die Aktienbaisse
nach dem Ende der derzeitigen Atempause fortsetzt, dass der globale
Finanzkapitalismus 1998 den Zenit seiner Macht überschritten hat,
dass die Devisen- und Kapitalmärkte wieder mehr kontrolliert und
reguliert werden, dass auch in den Büchern der europäischen Banken
weitere faule Kredite versteckt sind, dass sich die russische Krise
verschärft und ihre Schatten auf ganz Europa wirft, dass im
schlimmsten Fall die Banken für ein paar Tage zumachen müssen – und
dass sich am Ende der Krise neue langfristige Anlagemöglichkeiten
bieten, nicht zuletzt in Japan und den Entwicklungsländern.
Vergessen Sie alles, was in den Zeitungen steht, auch über Gold.
Das Problem des Goldes ist weniger ein Überangebot, sondern eine
manipulativ zurückgestaute Nachfrage. Es wird immer auf die
offiziellen Goldreserven verwiesen, aber diese sind winzig im
Vergleich zum internationalen Finanzmarkt. Allein ein einziger
Hedge-Fonds wie LTCM hätte die gesamten europäischen Goldreserven
übernehmen können! Statt dessen haben die Fonds und die Grossbanken
(im stillschweigenden Einvernehmen mit den Notenbanken!) Gold
gedrückt, indem sie wie im Yen eine gigantische Short-Position
aufbauten. Die Verantwortlichen fürchten, dass Gold steigen könnte,
denn erst eine Goldhausse wäre das offensichtliche Indiz dafür,
dass das Papiergeldsystem gescheitert ist. Gold stellt keine
Zahlungsverpflichtung dar, steht für kein Kreditverhältnis. Es geht
nie pleite, trägt kein Länderrisiko. Jetzt, 1998, schlüge die
Stunde des Goldes – würde der Zeiger nicht angehalten.
schrieb am 04.09.05 18:36:56
[posting]17.778.283 von Siam2 am 03.09.05
17:05:38[/posting]@Siam2
Genauer lesen hilft. In meinem Posting steht nirgendwo, dass der
Satz von dir stammt, sondern ist aus deinem Posting entnommen. Das
ist ein Unterschied.
Entsetzt bin ich nicht über die Verschörungstheorien, sondern über
deinen Versuch, weniger erfahrene Anleger zum Goldkauf zu
animieren.
Gold vermehrt sich nicht und hat einen symbolischen Wert, genauso
wie eine Swatch-Uhr oder ein Ölgemälde. Sind sie bei den Sammlern
begehrt, so haben sie einen mehr oder weniger hohen Wert, sonst
nicht!
Die Wirtschaft wächst kontinuierlich, solange Menschen auf der Erde
leben und sie sich vermehren. Das ist der feine Unterschied.
Menschen haben diesen Antrieb, mehr Geld zu verdienen, zum
Wohlstand zu kommen, einfach weiter zu kommen.
Diese Verschwörungstheorien um Rothschild, Banken, Weltherschaft
sind einfach lächerlich. Den Autoren geht es dabei nur darum, mehr
Geld zu verdienen! Und das gelingt ihnen ganz gut, solange Siam2
und Konsorten die Bücher kaufen.
bsindilar
PS: Die einzigen Gewinner bei den Gold Rushes waren die Verkäufer
vom Werkzeug, nicht die Goldsucher!
schrieb am 04.09.05 19:15:42
# 15 bsindilar
Bin zufällig über Dein Posting gestoßen und bin belustigt!
eine Währung an Goldreserven zu knüpfen ...war der größte
Schwachsin.. etc
Wir müssen nicht bis in die Antike zurückgehen, um diese
"mainstream-these" zu widerlegen:
1. Zwischen dem sagen wir mal 17. Jahrhundert und dem Beginn des 1.
Weltkrieges, waren alle wichtigen Währungen zwar nicht goldgedeckt
aber goldunterlegt, so das Britsche Pfd. und die Goldmark, der Fr.
Franc und der Rubel.
2. Niemand wird wohl ernsthaft behaupten, daß es in diesem Zeitraum
kein Wirtschaftswachstum und keinen Aufschwung, keine Ausweitung
des internat. Handels etc gegeben hat. Im Gegenteil: Es war eine
Phase kontinuierlichen Wachstums, die nur ztwlg. von Kriegen
(Napoleon) unterbrochen wurde. Es war auch eine Zeitspanne mit sehr
geringer Inflation.Sogar der Beginn unserer Sozialversicherung fiel
in diese Zeit
Die spekulativen Auswüchse hielten sich in Grenzen und waren nicht
systemgefährdend.Blasen gab es nicht.Schulden, auch Staatsschulden
mußten und konnten zurückgezahlt werden. Einen Derivat-Handel in
heutigem Ausmaß gab es nicht.Die These, daß eine Weltwirtschaft mit
goldunterlegten Währungen real nicht wachsen kann, ist also
Unsinn.
3. Erst mit Beginn des 1. Weltkrieges, der auch ökonomisch ein
totaler Krieg war, mußte man sich entscheiden: entweder
Beibehaltung der partiellen Golddeckung und damit Beendigung des
Krieges Ende 1914 mangels Gold und Kredit oder Einführung von
Papierwährungen (Kriegsanleihen in 100derten von Milliarden)
gedeckt durch das Versprechen auf den Endsieg. Man entschied sich
für die 2. Variante, gab sein "Gold für Eisen", zeichnete
Kriegsanleihen (heute: Bundesanleihen genannt

)und
kämpfte noch 4 Jahre weiter bis zur totalen physischen und
psychischen Erschöpfung.Anschließend war man Pleite!
Das war der
eigentliche Grund für die Abschaffung von Gold als
Währungsmetall Der Rest ist Geschichte und wird als bekannt
vorausgesetzt.
Wenn wir jetzt mal einen Sprung in die Gegenwart machen, in der ja
alles so toll läuft, sind die Währungen nach Deiner Aussage durch
die Wirtschaft bzw. Unternehmen und Menschen gedeckt.Das müssen wir
uns näher ansehen. Nur zur Erinnerung: Die Aufrüstung des 3.
Reiches zwischen 1935-1939 war so ähnlich gedeckt, durch die
deutsche Arbeitskraft, wie man es damals nannte.
Nun wissen wir ja alle, daß zwischen 1970 und jetzt der
Papiergeld-und Kreditumlauf um den Faktor 40 und die
Waren-Güterproduktion nur um den Faktor 4-5 gewachsen ist. Wie kann
das angehen, nach Deinem Deckungsprinzip ??
Wir wissen auch, daß der Derivat-Handel bei Rohstoffen z.b.tlws. 90
x größer ist , als der physische.Wie ist denn das gedeckt ??
Wir wissen seit langem, daß Staatsschulden niemals mehr getilgt
werden können. Das gilt auch für die Zinsen. Wenn sie denn der
tatsächlichen Inflationsrate von 6-8 % z.b. in den USA angepaßt
würden (gilt auch für Deutschland), müßten diese nominal bei ca.
8-10 % liegen, um einen positiven Realzins zu ermöglichen und wären
somit nicht mehr bezahlbar.
Den Wert des Geldes an Unternehmen zu binden, die wie
General-Motors und Ford mittlerweile 500 Mia. $ Schulden und damit
bereits "Junk-Bond-Status" erreicht haben,(Vorstufe zu Chapter 11,
wie man weiß), würde mir ebenfalls schlaflose Nächte bereiten.Und
wenn ich mir den industrieellen Niedergang der USA und Westeuropas
(Stichwort: Globalisierung) ansehe, werde ich auch nicht
optimistischer.
Tja, was bleibt denn nun noch ? Woran sollen wir unsere
exponentiell wachsenden Papiergeldmengen--insbesondere als
Wertaufbewahrungsmittel--, binden ??
Natürlich. An die Versprechungen unserer Regierungen. Das ist
sicher und solide und hat sich immer bewährt.Könnte man meinen.
Wenn da nicht die Geschichte wäre!! Allein zwischen 1871 (Gründung
d.Dt.Kaiserreiches) und 1990 , (Wiedervereinigung )d.h. in 120
Jahren -) sind in Deutschland
4 x (in Worten: vier) die
staatlichen und ökonomischen Strukturen zusammengebrochen, 1.
das Kaisereich, 2. Weimarer Republik, 3. Reich und 1990 die DDR.
Das ist eine schlimme Bilanz, auch und gerade hinsichtlich der
Stabilität von Papierwährungen.
Selbst wenn wir den Sonderfall "DDR" außen vor lassen, heißt dies:
alle 40 Jahre gab es neues Papiergeld.
Über die Solidität des US-Dollars, dessen industrielle
Basis konsequent nach China etc. "outgesourct" wird und dessen
politische Führung gerade ihr "Waterloo" im Süden der USA erlebt,
was langfristig noch dramatischere Konsequenzen haben wird als die
Irak-Pleite, muß sich jeder so seine eigenen Gedanken machen.Für
mich nur eine Bestätigung meiner bisherigen Anlagephilosophie.
Fazit: Wer nicht erst heute, wie Du schreibst, sondern schon ein
seit ein paar Jahren in Öl/Uran/Rohstoffen und Gold (auch physisch)
investiert ist, hat schon mal ganz gut verdient und wird nach
meiner Einschätzung auch weiterhin verdienen. Wieviel, wird sich
zeigen.
Wer aber in George Bush und Greenspan investiert, wird
noch viele schlaflose Nächte haben ! Das, was wir gerade "Live"
erleben, ist erst das Ende vom Anfang-wie Churchill zu sagen
pflegte- warte mal ab, bis der Anfang vom Ende kommt.Wenn schon ein
Hurrican ein unlösbares Problem für die US-Weltmacht und ihren
größenwahnsinnigen Präsidenten ist, wie soll das bei einem
drohenden Zusammenbruch der Derivat-Märkte etc. aussehen ??
Das gerade deutsche Sparer und Investoren so unerschütterlich an
ihre Regierungen glauben, obwohl doch von der Inflationsrate bis
zur Verschuldung, von der Arbeitslosigkeit zum "Aufschwung Ost"
alles gelogen und getürkt ist, bleibt mir ein ewiges Rätsel.Aber
ich muß es ja auch gar nicht verstehen, ich muß nur die richtigen
Rückschlüsse daraus ziehen

Trotzdem vielen Dank für deine Warnung in Sachen Öl und Gold.Werde
mal darüber nachdenken.Falls Du langfristig falsch liegen
solltest,macht nix! Auch Kontraindikatoren werden an der Börse
gebraucht! Eine der ältesten Börsenregeln lautet sinngemäß: Wer
gegen den allgemeinen Trend (zu ungedeckten Papierwährungen)
spekuliert, dessen Grundannahmen zwar bequem aber
ökonomisch und
auch historisch völlig falsch sind , nämlich 1.Schulden müssen
nicht zurückbezahlt werden, 2. Inflation kann man
verheimlichen,
3. zukünftig wachsen wir wieder mit 4-5-6-oder sogar 7 %,
4. wir drucken soviel Papier,wie wir wollen,
der kann nicht ganz falsch liegen. So einfach ist das.
Gruß Looe
schrieb am 04.09.05 19:49:09
@bsindilar
Ich habe Dich doch gebeten Deine Aussage
"Eine Währung an Goldreserven zu knüpfen war der größte wirtschaftliche Schwachsinn der Neuzeit. Das ist auch der Grund warum es abgeschafft wurde."
Etwas zu erklären und zu begründen.
Kannst Du das nicht?
Was Du heute hier schreibst, ist genauso wie das was Du in Deinem
ersten Postig verlauten lassen hast, absolut wertlos, wenn Du es
nicht auch begründen kannst.
Nur wieder die selben Unterstellungen, und Mutmasungen zu
widerholen reicht dazu sicher nicht.
Dem Umstand, dass Du Dir gerade erst seit 3 Monaten bei WO Deine
Sporen abverdienst, und wohl erst sehr, sehr wenig von dem, was
alles über Goldpreis Manipulation, und nicht etwa zu irgendwelchen
Weltverschwörungen, hier von mir, und vielen anderen Postern in
verschiedenen Threads bei WO zur Diskussion gestellt wurde, gelesen
haben kannst, ist es wohl zuzuschreiben, dass Du glaubst hier
würden unerfahrene Anleger zu risikoreichen Goldinvestitionen
verleitet.
Persönlich denke ich, dass Du es selbst bist der die Materie Gold
nicht kennst.
Wir können ja einmal versuchen sachlich darüber zu diskutieren
falls Dir überhaupt etwas daran liegen sollte.
Siam2
schrieb am 16.09.05 23:27:52
[posting]17.784.839 von Looe am 05.09.05
00:11:18[/posting]@Looe und Siam2
Wie ich sehe, ihr seid keine Amateure. Wollte euch nicht zu nahe
treten!
Meine Postings richteten sich an die anderen Anleger, die
üblicherweise auch in diesen Foren lesen. Denen wollte ich
Alternativen aufzeigen.
Natürlich könnte ich Euch zahlreiche Links und Publikationen
liefern, die besagen, die frühere Bindung der Währung an Gold hat
über Jahre hinweg Wirtschaftswachstum gebremst (um nicht sogar zu
sagen, es hat es gar nicht erst ermöglicht).
Wer meine anderen Postings gelesen hat, weiss warum ich das nicht
tue.
Übrigens, wenn ich Eure Postings lese so denke ich mir, es ist
schon ein Jammer was zur Zeit in Deutschland gejammert wird!
Weltuntergangsstimmungen gab es schon immer. Trotzdem, in 10 Jahren
spricht niemand mehr von Bush oder bin Laden. Warum ich das weiss,
Menschenkenntnis und Lebenserfahrung.
Wenn ihr Gold kaufen wollt, dann schenkt eurer Libsten einen
schönen Ring. Das hat wesentlich mehr Wert als ein Investment in
Gold, das weder Dividende noch Miete abwirft.
Und erzählt mir jetzt nicht, der Goldpreis kennt nur eine Richtung,
gegen Norden... dann ist euch nicht mehr zu helfen!
Gruß
PS: Das war mein letzter Beitrag in diesem Forum.