Antwort auf Beitrag Nr.:
41.167.493 von DR.ZEISSLER am 08.03.11
21:28:04Ich hoffe mal, dass Du die Konstruktion einen
Plain Vanilla kennst (Call- oder Put-Optionsschein) ansonsten bitte
bei allen Online-Brokern gibt es erstklassige und kostenlose
Beschreibungen. Nun diese Optionsscheine haben recht komplexe
Parameter, die man schon genau verstehen muss um nicht Schiffbruch
zu erleiden.
Vor allem sind Restlaufzeit und Volatilität sehr unangenehme. Und
mit der Volatilität kann der Emittent auch sehr gemeien
manipulieren und Dir den Gewinn schwer machen.
KO-Scheine gehören eigentlich nicht zu den ungedeckten
Optionsscheinen sondern zu den Zetifikaten, obwohl sie sich ähnlich
verhalten wie Derivate.
Aber das Prinzip ist denkbar einfach.
KO-Scheine haben einen Basispreis (Strike) (wie Optionsscheine
Call/Put) und aus diesem und dem Bezugswert (wie Optionsscheine)
abgeleitet einen KO-Schein-Preis. Viele KO-Scheine haben einen
KO-Wert = Basiswert. Wenn der KO-Wert erreicht wird, verfällt der
KO-Schein wertlos. Ansonsten geht der Wert mit dem Basiswert und
dem Hebel mit.
KO-Scheine gibt es mit jeweils 2 Besonderheiten:
A)
Basispreis ungleich KO-Wert
Hierbei ist der Heble geringer, da er sich immer auf den Basispreis
bezieht.
Vorteil:
Bei Auslösen des KOs erhält man bedingt durch die Konstruktion ein
Restwert ausgezahlt.
Nachtei:
Der Hebel ist geringer.
B)
Open End-Laufzeit versus begrenzte Laufzeit
Open End Laufzeiten haben keine zeitliche Begrenzung außer dem
KO.
Vorteil:
Kann man im Prinzip sehr lange halten.
Nachteil:
Der Basiswert und KO-Wert werden täglich oder weöchentlich in sehr
kleinen Schritten zu dem nachteil des Halters geändert. Damit
werden die Kosten des Emittenten gedeckt.
Genereller Vorteil der KO-Scheine ist, dass sie fast unabhängig von
Restlaufzeit, Volatilität und anderen Parametern sind und damit das
Verhalten sehr leicht kontrollierbar ist.