Antwort auf Beitrag Nr.:
43.112.686 von valueplantation am 02.05.12
20:50:31Hallo!
Ich erlaube mir mal den Einwurf:
Wir haben gar keine
Eurokrise!
Der Euro ist derzeit lediglich die Währung mit der schlechtesten
Presse. Nur mal als Beispiel, die Gesamtstaatliche Verschuldung der
USA ist um Welten höher, als die Spaniens.
Was wir erleben ist lediglich das Ende des Zinsgeld-Zyklus.
Keine Lust und Zeit, das jetzt ausführlich zu definieren...
Kurzversuch: Faktisch seit 30 Jahren haben wir fallende Zinstrends.
Die Schuldner haben das aber nicht etwa genutzt, um sich schneller
zu entschulden, sondern haben bei "faktisch gleichbleibender Rate"
ihre Verschuldung immer weiter erhöht.
Simpelste Mathe Kenntnisse reichen aus, um zu sehen, dass solch ein
System immer endlich ist. Ich verweise mal u.a. auf die
US-Kennzahl: Total Credit Market Debt. Dort ist zu sehen, dass die
faktisch seit Lehman langsam fällt. Es findet also eine
Netto-Entschuldung statt. Das reicht aber zur Systemgesundung nicht
aus. Es muss mehr oder weniger ein "Reset" her. Wie der ausschauen
wird, dürfte primär eine politische Entscheidung sein. Das wird mit
Sicherheit eine Kombination vieler Maßnahmen sein. Nur prinzipiell
kommen wir an einer deutlichen Enteignung der Gläubiger - und auf
der Gegenseite entsprechend Entlastung der Schuldner - nicht dran
vorbei. Wann auch immer das abgeschlossen ist... (innerhalb der
nächsten 4-6 Jahre... vielleicht?) werden sich dann die Zinssätze
wieder normalisieren (positive Realverzinsung) und eine neuer
Zinsgeld-Zyklus beginnt.
Neue Geldsysteme, Edelmetalldeckung, oder was auch immer in der
Form - vergesst es. Daran hat die Mehrheit der Entscheider kein
Interesse. Weil sich weder die Politik, noch weite Teile der
Wirtschaft ein Ausgabenkorsett anlegen lassen will.
MfG.
s.