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TUI ? TUI !!! - Beliebteste Beiträge

eröffnet am 10.05.05 14:39:40 von
codiman

neuester Beitrag 16.03.14 01:06:46 von
dekrug
Beiträge: 16
ID: 980.231
Aufrufe heute: 0
Gesamt: 457.562


Beitrag schreiben Ansicht: Beliebteste Beiträge
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Schürger
schrieb am 30.09.11 09:52:47
Beitrag Nr. 5.707 (42.154.130)
Da müsste der Chef sich selbst entlassen und noch etwas oben drauf legen.

völlig unverständlich, wie sich ein solcher Versager an der Spitze halten kann.
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Wertesucher
schrieb am 15.12.10 10:00:42
Beitrag Nr. 5.646 (40.712.778)
Da der Vorstand wieder einmal den Aktionären keine Dividende zahlen will, muss es überraschen, wenn trotzdem eine üppige erfolgsabhängige Vergütung an die Vorstandsmitglieder gezahlt wurde. So erhielt Herr Frenzel zu seiner erfolgsunabhängigen Vergütung von 1,26 Mio. € noch zusätzlich 1,23 Mio. € „erfolgsabhängige Vergütung“, 0,57 Mio. Bezüge aus einem „langfristigen Anreizprogramm :confused:“ und noch weitere 0,39 Mio. € als „Vergütung für Aufsichtsratsmandate im :look: Konzern“. (GB, S. 34)

Herrn Feuerhakes Tätigkeit war relativ gesehen noch erfolgreicher, denn seine Gesamtbezüge bestanden nur zu einem Drittel aus dem Fixum.

Absoluter Spitzenreiter unter den so erfolgreichen TUI-Managern war jedoch Herr Long, dessen Gesamtbezüge von 4,3 Mio. € eine erfolgabhängige Vergütung von 2,3 Mio. € einschließen.

So viel Erfolg kann schon neugierig machen und zu einem Blick auf die Hintergründe werfen. Bei Herrn Long sieht es so aus, dass TUI Travel für 2009 -4,8 Pence je Aktie Verlust und für 2010 7,8 Pence je Aktie Verlust vermelden musste. Dennoch konnten dank eines in bester Frenzel-Manier errechneten bereinigten Ergebnisses (Underlying :confused: result) von 20 bzw. 22 Pence Dividenden von 10,7 bzw. 11 Pence je Aktie vorgeschlagen werden.:look:

Man kann und muss sich hier fragen, wieso TUI Travel aus den Verlusten Dividenden – vor natürlich in die klamme Kasse seines Großaktionärs TUI - ausschütten kann, während das bei der TUI AG nicht möglich ist.

Bei der TUI AG selbst wird, wenn man einmal hinter der mit großen Anstrengungen betriebenen „bereinigenden“ Ergebniskosmetik die wahren Tatsachen gefunden hat, ein Konzernergebnis von 76,4 Mio. € ausgewiesen (S. 189, was einer Eigenkapitalrendite von 3,1 Prozent entspricht. Dieses Ergebnis resultiert vor Steuern zu 150,3 Mio. € aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt und zu 135, 0 Mio. € aus der Höherbewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt, wobei für das eingesetzte Kapital ein negatives Zinsergebnis von 143,4 Mio. € zu berücksichtigen ist (S.174).

Die besonders vergütete Leistung des Vorstands besteht also praktisch in der Höherbewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt. Offensichtlich konnten die Herren Frenzel, Long, Feuerhake etc. also durch ihre ganz individuellen Leistungen die Weltkonjunktur aufhellen. :confused:;)

Allerdings kam durch diese Höherbewertung kein Geld in die TUI-Kasse, sodass dieser Erfolg des Vorstands nicht mit einer Dividende verbunden ist, die ohnehin nur einmal in den letzten fünf Jahren gezahlt wurde. (S. 42). Das zeigt sehr deutlich, wie berechtigt ;) die Vergütungen für den Vorstand aus dem „langfristigen Anreizprogramm“ sind.
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codiman
schrieb am 21.11.11 12:59:06
Beitrag Nr. 5.712 (42.377.973)
Ein Trauerspiel !
Die armen Aktionäre die hier noch drin sind.
Der Frenzel gehört sowetwas wie "zum Teufel gejagt".



News bei comdirectMo, 21.11.1111:36
Containerreederei Hapag-Lloyd in roten Zahlen


Hamburg (dpa) - Die Containerreederei Hapag-Lloyd fährt in diesem Jahr weiter mit Verlust. In den ersten neun Monaten betrug der Konzernverlust 23,1 Millionen Euro, wie aus dem veröffentlichen Zwischenbericht hervorgeht.

Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 393 Millionen Euro eingefahren worden. Konjunkturelle Unsicherheiten, Währungsturbulenzen, ein harter Wettbewerb und hohe Treibstoffkosten prägten das Geschäft 2011. Angesichts dieser Herausforderungen sei das operative Ergebnis zufriedenstellend, teilte Vorstandschef Michael Behrendt mit. Das EBIT betrug rund 79 Millionen Euro nach 470 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse fielen mit 4,5 Milliarden nach zuvor 4,67 Milliarden Euro ebenfalls schwächer aus.

Zwischenbericht


Quelle: dpa-AFX

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codiman
schrieb am 14.12.11 15:02:22
Beitrag Nr. 5.732 (42.479.733)
Zitat von Schürgerdie Umsatzrendite ist ja katastrophal.

Wer bedient sich denn da bei TUI besonders?


Vorstand + Hybridanleihen !
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DosEquis
schrieb am 10.02.11 11:11:49
Beitrag Nr. 5.666 (41.015.815)
Lesenswerter Bericht der FTD-Online zu TUI/Frenzel:
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:agenda-tui-chef-frenzel-mr-unantastbar/60008901.html
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aktianer
schrieb am 30.09.11 10:01:47
Beitrag Nr. 5.708 (42.154.185)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.154.130 von Schürger am 30.09.11 09:52:47die Aktionäre gehen seit Jahren leer aus, der Kurs auf niedrigstem Niveau während der Oberabzocker Frenzel sein Gehalt in dieser Zeit vervielfacht hat.

Dies zeigt auf, daß in Deutschland Vieles in Unordnung ist.

Frenzel kann seine dümmliche Geschäftspolitik nur verfolgen, weil er verschiedene Bündnisse geschlossen hat.

Die Hotelketten sind als TUI-Großaktionäre die eine Stütze; Frenzel füllt deren Hotelketten; ob TUI dabei daraufzahlt, spielt keine Rolle.

Zum anderen wurde er immer von der Personalvertretern gestützt aufgrund seiner Versprechen, keinen Personalabbau einzuleiten. Nun muß er dieses Versprechen brechen; Anpassungen sind halt bei einer törrichten und unfähigen Geschäftsfüherung auf Dauer nicht zu vermeiden. Insofern haben auch die Personalvertreter nur eine kurzsichtige Politik vertreten, die ganz bestimmt nicht im Interesse der Beschäftigen war.

Aber bei TUI ist wirklich alles mit allem miteinander verquickt. Das ist die Krux bei diesem Unternehmen!
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fortuna924
schrieb am 14.12.11 11:02:28
Beitrag Nr. 5.729 (42.478.088)
TUI nächstes Jahr wieder m.M. nach bei 10€.

-Thomas Cook laufen die Kunden weg ...
-Hapag-Llooyd Anteile werden verkauft
-super Zahlen
-positiver Ausblick

und und und ...
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codiman
schrieb am 14.12.11 15:03:29
Beitrag Nr. 5.733 (42.479.740)
Zitat von fortuna924TUI nächstes Jahr wieder m.M. nach bei 10€.

-Thomas Cook laufen die Kunden weg ...
-Hapag-Llooyd Anteile werden verkauft
-super Zahlen
-positiver Ausblick

und und und ...


dausend
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dekrug
schrieb am 17.12.11 00:58:08
Beitrag Nr. 5.736 (42.493.946)
Zitat von cathunter...

Ich glaube, ich nehm erst mal meine knapp 40% Gewinn mit - zumindest die Hälfte davon ...

....


Was sagt denn Dein Bewährungshelfer dazu?

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codiman
schrieb am 15.02.12 10:38:55
Beitrag Nr. 5.739 (42.752.722)
Die Frage sollte langsam lauten: Wann ist TUI pleite ?


Mi, 15.02.1210:30
Tui rutscht tiefer in Verlustzone


Hannover (dpa) - Die Nordafrika-Krise und der harte Wettbewerb im Frachtgeschäft haben Europas größten Reisekonzern Tui zu Beginn der Wintersaison tiefer in die roten Zahlen getrieben.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stieg der Verlust unter dem Strich um 89 Prozent auf fast 88 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch vor der Hauptversammlung in Hannover mitteilte. Sowohl das Reisegeschäft als auch die Container-Reederei Hapag-Lloyd lieferten rote Zahlen ab. Mit der Trennung vom Frachtgeschäft ist Tui einen Schritt weiter: Bis zum Sommer soll die Beteiligung an Hapag-Lloyd auf 22 Prozent schrumpfen.

Die Tui-Aktie reagierte am Morgen mit einem Kurssprung um fast sechs Prozent auf die Nachrichten. Wenig später lag das Papier noch mit 2,80 Prozent auf 6,381 Euro im Plus und war damit stärkster Wert im MDax. Dabei wirkten sich sowohl die Lösung für die Hapag-Lloyd-Anteile als auch die Quartalsergebnisse positiv aus. Analysten hatten unter dem Strich mit noch Schlimmerem gerechnet.

Dass es besser kam als erwartet, verdankte Tui unter anderem spendableren Urlaubern und der Verlagerung der Nachfrage nach Spanien. Dort stieg die Auslastung der Riu-Hotels, an denen Tui beteiligt ist, spürbar an. Auch die differenzierten Angebote etwa für Singles, Familien, Senioren und Sportler, verkauften sich besser. Tui versucht verstärkt Hotels anzubieten, die andere Veranstalter nicht im Programm haben, und will sich so teilweise dem Preiskampf in der Branche entziehen.

Von dieser Entwicklung getrieben, legte der Konzernumsatz um fünf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Der Löwenanteil stammt von der Veranstaltertochter Tui Travel, die an der Londoner Börse notiert ist. Die politischen Umwälzungen in Nordafrika kamen Tui mit 30 Millionen Euro teuer zu stehen. Der operative Verlust (bereinigtes EBITA), bei dem der Konzern Sondereffekte wie Umstrukturierungskosten herausrechnet, stieg im Quartal um 23 Prozent auf 147 Millionen Euro. Reiseveranstalter schreiben im Winter meist rote Zahlen, weil sie ihre Kosten nicht decken können. Die Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet Tui-Chef Michael Frenzel weiterhin ein moderates Plus bei Umsatz und operativem Gewinn. Die Anteile von Minderheitsaktionären etwa bei Tui Travel eingerechnet, soll das Konzernergebnis weiterhin positiv ausfallen. Im ersten Geschäftsquartal lag es bei minus 137 Millionen Euro.

Unterdessen machten Hapag-Lloyd der Preiskampf im Frachtgeschäft und hohe Treibstoffkosten zu schaffen. Tui ist noch mit 38,4 Prozent an der Container-Reederei beteiligt und musste dafür einen Verlust von 9 Millionen Euro verbuchen. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Plus von 18 Millionen gestanden.

Mit der langwierigen Trennung von der Reederei ist Tui einen Schritt weiter. Das Konsortium Albert Ballin um die Stadt Hamburg und den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, das vor drei Jahren die Mehrheit an Hapag-Lloyd erworben hatte, übernimmt bis zur Jahresmitte für 475 Millionen Euro weitere Anteile an der Reederei. Auf 22 Prozent bleibt Tui aber vorerst sitzen, wie das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung am Vorabend mitgeteilt hatte.

Tui-Finanzchef Horst Baier verspricht sich aus dem Geschäft einen Buchgewinn von 30 Millionen Euro. Insgesamt sollen dem Konzern 700 Millionen Euro zufließen, weil im Zuge des Anteilsverkaufs auch ein hochverzinster Kredit für Hapag-Lloyd abgelöst und teilweise in Aktien umgewandelt wird. Mit dem Geld hatte Tui der Reederei im Krisenjahr 2009 durch schweres Fahrwasser geholfen.

Tui will sich komplett vom Containergeschäft trennen und sich ganz auf das Reisegeschäft konzentrieren. Für seine verbliebenen Hapag-Lloyd-Aktien darf sich der Reisekonzern anschließend selbst einen Käufer suchen - oder die Anteile an die Börse bringen.

Den Verkaufserlös will Tui zur Schuldentilgung einsetzen und verstärkt ins Reisegeschäft investieren. Ob der Konzern dazu seine Veranstaltertochter Tui Travel komplett übernimmt, ließ Finanzchef Baier am Morgen offen. Es gebe dazu keine Entscheidung. Mit dem Hapag-Lloyd-Verkauf habe Tui allerdings noch genügend andere Aufgaben abzuarbeiten.


Quelle: dpa-AFX

:eek: Ohhhgott, wenn Frenzel nach 20 Jahren fertig ist, ist der Laden ...
:(
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dekrug
schrieb am 18.02.12 01:13:33
Beitrag Nr. 5.746 (42.770.914)
Zitat von Marloh„Ohhhgott, wenn Frenzel nach 20 Jahren fertig ist, ist der Laden ...." *)

Übrigens lesenswerter Redebeitrag von Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz zur Hauptversammlung der TUI AG am 15. Februar 2012.
http://spreegurke.twoday.net/stories/64977106


Das ist ja der Hammer, das haut doch glatt dem Faß den Boden raus!

Wenn Michael Frenzel tatsächlich die Nachfolge von Christian Wulff antreten sollte, dann muß er allerdings seinen Vorstandsposten bei TUI abgeben.

Wir sind schließlich nicht bei den Hottentotten.

:D

*) Zitat von codiman
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Der Tscheche
schrieb am 25.11.12 09:14:06
Beitrag Nr. 5.759 (43.859.753)
Ja, wir brennen alle darauf, den ganzen Thread darauf hin abzuklappern, ob Du irgendwann mal irgendwas vorhergesagt hast und was Du unter Siebenknackern verstehst. ;-)
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dekrug
schrieb am 05.12.12 17:27:03
Beitrag Nr. 5.761 (43.894.403)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.859.753 von Der Tscheche am 25.11.12 09:14:06Vielleicht fällt ja bei Betrachtung des Kursverlaufes plötzlich der Groschen.

TUI war schon ein harter Brocken, aber ich denke, sie haben es nun geschafft, eine Rakete für die Siebenknacker!
Danke meine lieben Freunde. :kiss:

Jetzt kann StatistikFuchs den "atemberaubenden Trend" mit seinem Abakus weiter fortrechnen und sich daran ergötzen. Auch den Analysten steht nichts mehr im Wege, sich mit immer tolleren Kurszielen gegenseitig zu übertrumpfen.

Die Siebenknacker können sich nun getrost anderen Objekten zuwenden.

:D
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Der Tscheche
schrieb am 05.12.12 17:36:30
Beitrag Nr. 5.762 (43.894.446)
Aha. Du wirst gesprächiger ohne wirklich mit der Sprache herauszurücken. Und das - wie unpassend - nachdem TUI nicht die 7, sondern die 8 geknackt hat.
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codiman
schrieb am 13.02.13 22:04:56
Beitrag Nr. 5.766 (44.138.480)
Mi, 13.02.1316:25

Neuer Tui-Chef Joussen will Konzern auf Ertrag trimmen
Bild


Hannover (dpa) - Europas größter Reisekonzern steht vor einer Neuordnung: Nach knapp zwei Jahrzehnten an der Spitze des Tui-Konzerns verabschiedete sich Vorstandschef Michael Frenzel (65) mit einem gestiegenen Quartalsverlust.:laugh:

Nachfolger Friedrich Joussen (49) kündigte auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Hannover eine Bestandsaufnahme an. Er will den Konzern schlanker machen, Kosten senken und mehr Rendite für die lange gebeutelten Aktionäre erwirtschaften. «Wir haben ein erhebliches Strukturdefizit», sagte Joussen. Eine konkrete Strategie will Joussen demnächst präsentieren.

Während es von mehreren Aktionären eine teils harte Abrechnung zu hören gab, lobte Aufsichtsratschef Klaus Mangold Frenzels Arbeit. Der Manager hatte in 19 Jahren an der Vorstandsspitze den Umbau vom Industriekonglomerat Preussag zum Reisekonzern Tui gemanagt. Am 25. März will er auch seinen Posten als Verwaltungsratschef der Tochter Tui Travel an Joussen abgeben. Frenzel selbst zog insgesamt ein positives Fazit. Trotz eines Schuldenstands von 178 Millionen Euro nannte er die Tui «quasi schuldenfrei».

Zum Start des Geschäftsjahrs 2012/13 (30. September) rutschte Tui allerdings erneut tiefer in die roten Zahlen. Die Tui-Aktie reagierte mit Kursverlusten. Die anhaltende Lust auf Urlaub bescherte der Tui auch zu Frenzels Abschied keine besseren Ergebnisse. Unterm Strich kletterte der saisontypische Verlust im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember (nach Abzug von Minderheitsanteilen) um mehr als die Hälfte auf 137 Millionen Euro. Dieser Anstieg resultierte aus dem Wegfall von Zinseinnahmen aus der Rettung der Container-Reederei Hapag-Lloyd und des positiven Steuereffekts ein Jahr zuvor.

Außerdem drückte eine veränderte Bilanzierung von Leerflügen bei der Veranstaltertochter Tui Travel aufs Ergebnis. Der Konzernumsatz wuchs im ersten Geschäftsquartal um gut ein Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte (EBITA) verringerte sich um vier Prozent auf 142 Millionen Euro. Dazu trug allerdings der Verkauf eines Riu-Hotels auf den Balearen bei. Dieser bescherte der Hotelsparte einen kräftigen Gewinnsprung. Das Kreuzfahrtgeschäft rutschte dagegen tiefer in die roten Zahlen.

Reiseunternehmen schreiben im Winter in aller Regel Verluste. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein. Aber auch die Container-Reederei Hapag-Lloyd, an der Tui noch mit 22 Prozent beteiligt ist, lieferte von Oktober bis Dezember einen anteiligen Verlust von acht Millionen Euro ab.

Frenzel riet seinem Nachfolger, die Verschmelzung mit der Veranstaltertochter Tui Travel voranzutreiben. Der jüngste Anlauf im Januar war an den verschiedenen Preisvorstellungen der Tui AG und der übrigen Tui-Travel-Großaktionäre gescheitert. Tui sitzt noch immer auf einer 22-prozentigen Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd. Zudem ist die Veranstaltertochter Tui Travel an der Börse fast doppelt so viel wert wie der deutsche Mutterkonzern.

Im Reisegeschäft zeigte die Entwicklung in den vergangenen Monaten nach oben. Zwar ging die Zahl der Gäste zwischen Oktober und Dezember im Jahresvergleich um mehr als drei Prozent zurück. Weil sich Tui aber inzwischen auf exklusivere und gewinnträchtigere Reiseangebote konzentriert, konnte sie im Schnitt höhere Preise durchsetzen. Fürs gesamte Geschäftsjahr 2012/2013 stellte Tui weiterhin mehr Umsatz, ein stabiles, um Sondereffekte bereinigtes EBITA und ein positives Konzernergebnis in Aussicht.

Eingerechnet in der Prognose sind aber Gewinnanteile der Minderheitsgesellschafter von Tui Travel. Die wichtigste Tochter gehört der Tui AG nur zu 56 Prozent, die übrigen Aktien von Tui Travel werden an der Londoner Börse gehandelt. Rechnet man die auf solche Minderheitsanteile entfallenden Ergebnisse ein, steckte Tui im ersten Geschäftsquartal sogar mit 184 Millionen Euro in den roten Zahlen.

Quelle: dpa-AFX
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codiman
schrieb am 14.02.13 20:23:43
Beitrag Nr. 5.768 (44.142.758)
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.138.693 von Der Tscheche am 13.02.13 23:21:09@ Der Tscheche,

jetzt wo Frenzel weg ist, eher Long. ;)