HVB-Chef erwartet Neugestaltung der Bankenlandschaft
Autor: Eurams exklusiv | 10.11.2009 | 09:10 | 1290 mal gelesen
In der Diskussion um eine mögliche Aufspaltung oder Verkleinerung internationaler Bankkonzerne hat sich HVB-Chef Theodor Weimer zu Wort gemeldet. Weimer plädiert für eine klare Abtrennung des Investmentbankings vom restlichen Bankgeschäft. Auch künftig würden hochangepasste Spezialisten wie etwa die Investmentbank Goldman Sachs benötigt, die hohe Risiken in Kauf nehmen und durchaus Renditen von über 20 Prozent erwirtschaften dürften. "Es muss aber dafür gesorgt werden, dass diese Hochrisikospieler auch wirklich selbst das hohe Risiko tragen. Sie dürfen nicht systemrelevant sein, denn sonst sichert die Allgemeinheit ihre riskante Geschäftsstrategie und ihre hohen Erträge. Wir müssen stärker mit dem Finger auf Hochrisikospieler zeigen", sagte Weimer auf dem Bayerischen Finanzgipfel.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte sich zuvor auf einer Bankenkonferenz in London gegen eine Aufspaltung internationaler Bankkonzerne ausgesprochen und sieht auch eine stärkere rechtliche Abtrennung des Investmentbankings kritisch. Derzeit wird in der Politik diskutiert, wie das gesellschaftlich wichtige Einlagengeschäft von den Risiken des Investmentbankings isoliert werden kann.
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