Profil
Der SDAX wurde im Juni 1999 ins Leben gerufen. Das "S" im Namen stammt von dem Wort "Small Caps" und bezeichnet Nebenwerte auf dem Deutschen Aktienmarkt. Hier werden Unternehmen gelistet, die für den DAX und den MDAX zu klein sind. Entsprechend Umsatz und Marktkapitalisierung müssen sich die 50 SDAX-Unternehmen, unter den 110 größten Unternehmen befinden, die denen im DAX folgen. Unternehmen dieser Größenordnung sind keine Bluechips und es gibt verhältnismäßig viel Bewegung im Aktienindex für deutsche Small Caps. Viermal im Jahr wird die Zusammensetzung des Index übeprüft (März, Juni, September, Dezember).
Die im SDAX notierten Unternehmen müssen, wie in DAX, MDAX und TecDAX, den Prime Standard Kriterien genügen. Das bedeutet über die gesetzlichen Anforderungen hinaus die Einhaltung von Transparenzkriterien der Deutschen Börse.
Da es sich hier nicht um Großunternehmen handelt, über die regelmäßig in der Presse berichtet wird, ist gründliche Recherche vor einer Investition in SDAX-Werte erforderlich. Hier können auch unbekannte Wertpapiere entdeckt werden, die stabiles Wachstum versprechen und noch günstig gehandelt werden. Der hohe Aufwand, der für die Beschaffung von Informationen nötig ist, macht diesen Bereich vor allem für professionelle Anleger interessant. Kleinanleger sollten hier nur dann Investitionen wagen, wenn sie aus persönlichem Interesse oder über ihr Berufsfeld besonders gut über eine Aktiengesellschaft und ihre Branche informiert sind.