Makler kennen Zweitmarkt für Lebensversicherungen
Fast 90 Prozent der deutschen Makler und Vermittler sind über den Zweitmarkt für Lebensversicherungen informiert, fast ebenso viele sehen im Verkauf der Police eine gute Alternative zur Kündigung. Dies ergab eine von Life Bond in Kooperation mit Fonds & Co durchgeführte Befragung am Rande der DKM 2006 in Dortmund.Anlass für die Befragung, die auch Aufschlüsse über Informationsqualität, Hinweisfreudigkeit und Nachfrage im deutschen Lebensversicherungszweitmarkt bringen sollte: Deutsche Haushalte verfügen über mehr als 90 Millionen Lebensversicherungsverträge. Jeder Zweite davon wird vorzeitig gekündigt, obwohl der Verkauf einer Police auf dem noch relativ jungen Sekundärmarkt für viele Kunden die finanziell attraktivere Alternative wäre. Ein Grund dafür könnte der noch relativ geringe Bekanntheitsgrad des Zweitmarktes in großen Teilen der Bevölkerung sein.
Dies könnte sich in absehbarer Zeit ändern: Neun von zehn Maklern kennen nicht nur den Zweitmarkt, immerhin 50 Prozent der Befragten gaben auch an, schon einmal für mindestens einen Kunden Angebote bei Aufkäufern von Lebensversicherungen eingeholt zu haben. Rund 20 Prozent ließen der Trendumfrage zufolge bereits den Wert ihrer eigenen Lebensversicherung ermitteln.
Doch längst nicht alle Anfragen führen auch zur Abwicklung des Verkaufs der Lebensversicherungspolice an einen Zweitmarktanbieter. Lediglich ein Anteil von 25 Prozent konnte durch Makler und Vermittler abgewickelt werden. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass einige Versicherungsnehmer sich nach einer Beratung direkt an ihren Versicherer wenden, gibt es hier enormen Nachholbedarf. Denn die Vorteile eines Verkaufs liegen auf der Hand: Versicherte, die sich von ihrer Police trennen wollen, erhalten bei Stornierung vom Versicherer lediglich den in der Regel geringeren Rückkaufswert, der häufig nicht einmal die einbezahlten Beiträge deckt und zudem versteuert werden muss. Der Verkauf der Police bringt dagegen durchschnittlich drei bis sieben, in Einzelfällen bis 15 Prozent mehr Erlös als der Storno. Eine etwaige Steuerschuld - bei Verkauf innerhalb der ersten 12 Jahre Laufzeit - geht dabei auf den Käufer über. Außerdem bleibt für die versicherte Person ein Todesfallschutz erhalten, der abzüglich des Kaufpreises und der gezahlten Prämien an die Bezugsberechtigten ausgezahlt wird.
Als „positive Entwicklung zum Wohle aller Marktbeteiligten“ bewertet Michael G. Hoesch, Geschäftsführer des Zweitmarktexperten Life Bond, den hohen Informationsgrad eines Großteils der Vermittler: "Informierte Vermittler prüfen die Möglichkeit des Policenverkaufs und holen so mehr für ihre Kunden heraus. Angenehmer Nebeneffekt: Auch sie selbst als Vermittler stehen besser da, denn bei Verkauf der Lebensversicherung wird der Vertrag nicht storniert, sondern weitergeführt.“ Darüber hinaus engagiert sich Hoesch als Mitglied des Bundesverbandes für Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e. V. (BVZL) dafür, dass die Versicherer im neuen Versicherungsvertragsgesetz (VVG) verpflichtet werden, ihre Kunden auf die Möglichkeit des Policenverkaufs hinzuweisen.
Optimierungsbedarf sieht Hoesch auch in den teilweise noch unbefriedigenden Abwicklungszeiten. "Zwischen zwei und acht Wochen dauert die Abwicklung eines Verkaufs“, so Hoesch, "die größten Verzögerungen entstehen dabei durch die Versicherer selbst, die sich teilweise erheblich Zeit lassen, bis sie eine Police zum Verkauf freigeben."
Die im Sommer 2001 gegründete Life Bond Gruppe fungierte als Marktöffner für den Handel mit gebrauchten US-Lebensversicherungspolicen in Deutschland. Mit einem aktuell verwalteten Versicherungsvolumen in Höhe von über 800 Millionen US-Dollar zählt Life Bond zu den herausragenden Protagonisten im Bereich Beratung, Konzeption und Verwaltung von Kapitalanlagemöglichkeiten im bereits existierenden Zweitmarkt für Lebensversicherungen in den USA. Seit Mai 2005 ist Life Bond mit seiner Lebensversicherungshandelsgesellschaft mbH (Life Bond LV) auch auf dem deutschen Lebensversicherungszweitmarkt aktiv - ein ebenfalls noch junger und viel versprechender Markt mit großem Wachstumspotenzial.
Die strategische Beteiligung von Nikko Principal Investments Ltd. (NPIL), London, einer 100-prozentigen Tochter der japanischen Nikko Cordial Corporation, im Juni 2006 an der Life Bond Gruppe, ist ein eindeutiges Signal für die Lukrativität von Lebensversicherungszweitmärkten und Grundlage für weiteres Wachstum und zukünftigen Erfolg des neuen Gemeinschaftsunternehmens Life Bond Holding GmbH & Co. KG.
Quelle: Life Bond
Schreibe Deinen Kommentar
Disclaimer

0
