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Elliottwaves - Dow Jones Schwaches Frühjahr! (offen)

Gastautor: Mathias Onischka
25.02.2007, 12:00  |  3899   |   |   
UPDATE Elliottwaves Dow Jones Indu.

Die letzte größere Analyse für den Dow liegt inzwischen fast zwei Monate zurück. Damals wurde eine kurze Korrektur im Januar und anschließend Gewinne bis 12.800+ prognostiziert. Dieser Anstieg sollte zugleich die Endphase der Hausse sein, die seit Juni 2006 läuft.
Zu Jahresbeginn gab es tatsächlich eine kurze Korrektur, sowie anschließend weitere Gewinne. Anfang vergangener Woche hat der Index zudem die Marke bei 12.800 erreicht.

Mit dieser Entwicklung dürfte schnell klar sein, dass der favorisierte Wavecount und das damit verbundene, mittelfristige Szenario weiterhin Gültigkeit besitzt und weiterverfolgt wird. Der Count selbst ist nicht spektakulär, da der Anstieg der vergangenen 8 Monate als impulsive Aufwärtswelle abgezählt wird. Man kann sich mittelfristig darüber unterhalten, ob es sich um eine Welle |B| oder eine Welle 3 handelt. In beiden Fällen ist aber in den Frühjahresmonaten eine größere Abwärtskorrektur erforderlich.

Wie schon im Jahresausblick skizziert, ist das mittelfristige Primärziel der 11.600-er Bereich. Unabhängig vom mittelfristigen Wavecount sollte der Dax zumindest diese Unterstützungszone erreichen. Ein zweiter Downmove in der zweiten Jahreshälfte bis Richtung 11.000 ist möglich, aber aus aktueller Sicht noch nicht zwingend.

Das wellentechnische Grobszenario sieht demnach so aus, dass der Dow in Kürze den Anstieg der letzten Monate abschließt. Eine mehrwöchige Verlängerung nach oben ist weder ausgeschlossen, noch kritisch. Wichtiger ist der Rücklauf, idealerweise von März bis Juli. In der zweiten Jahreshälfte kann der Dow wieder kräftig zulegen, ggf. sogar neue Jahrestops ausbilden. Dies ist dann abhängig vom konkreten Preisumfang der mittelfristigen Korrekturwelle.
Kurzfristig geht es also primär um einen möglichen Richtungswechsel und den Beginn der genannten Konsolidierungsphase.


Abbildung 1: Jahresausblick 2007 (nicht aktualisiert!)




Abbildung 2: Daily-Chart INDU




Der Wavecount auf Tagesbasis hat auf der einen Seite wenige Überraschungen. Denn: Es ist ganz offensichtlich, dass die Kursmuster der vergangenen Monate zu einer übergeordneten Impulswelle gehören bzw. der Anstieg vom September bis Dezember als Hauptantriebswelle 3 gezählt werden muß. Auf der anderen Seite gab es jeweils nur sehr kurze Zwischenkorrekturen, was die exakte Identifizierung der Korrekturwelle 4 erschwert.
Der im Tageschart skizzierte Wavecount wurde im Grunde nicht verändert. Das Top vom 03. Januar wird als Endpunkt der Welle 3 gezählt und die kurze Gegenbewegung bis zum 08. Januar als Welle 4. Die impliziert sofort, dass das Top der vergangenen Woche zugleich Endpunkt der Welle 5 ist, also die mittelfristige Abwärtskorrektur gestartet ist.

Der Beweis für diese Schlussfolgerung liegt aber noch nicht vor. Der Dow muß erst unter 12.580 Punkte fallen, damit ein erstes Short-Signal vorliegt. So lange dies nicht der Fall ist, kann eine Ausdehnung nach oben nicht ausgeschlossen werden. Ein Abprall bei rund 12.600 wäre sogar bullisch, da in den nachfolgenden 3-6 Wochen noch zwei weiteren Impulswelle folgen würden (Subwave 5‘ von v von 3 und Subwave 5), was Gewinne bis rund 13.000 impliziert.

In den kommenden Tagen kommt es also darauf an, dass der Dow die Marke bei 12.580 durchbricht. Der erste Anlaufpunkt und zugleich zweiter wichtiger Support ist der Bereich bei 12.370. An dieser Stelle kann bzw. sollte ein zweites Short-Signal generiert werden, das für die Folgemonate ein Abwärtspotenzial von weiteren 10% impliziert.
Im mittel- bis langfristigen Kontext ergibt sich damit ein Risikopotenzial bis rund 11.000 Punkte. Auch wenn es prinzipiell weiter abwärts gehen kann, muß aufgrund der Länge der letzten Teilwellen bezweifelt werden, dass der Dow in eine mehrjährige große Baisse rutscht. Realistischer ist, wie schon erwähnt, eine mehrmonatige Verschnaufpause.

In der kommenden Handelswoche gibt es einen beachtenswerten Widerstand bei 12.700+. Sollte diese Marke überschritten werden, sind sofortige Verluste bis 12.580 und tiefer unwahrscheinlich. Der jüngste Downmove besteht nämlich nur aus zwei Einzelimpulsen, sodass in der ersten Wochenhälfte ein weiteres Zwischentief zwingend erforderlich ist, wenn später deutliche tiefere Preisniveau erreicht werden sollen.

Fazit
In den Frühjahresmonaten steht eine Abwärtskorrektur auf dem Programm, die als Kursziel den Support bei rund 11.600 hat. Ein erstes Short-Signal wird mit dem Break von 12.580 generiert.




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